Das Modell des neuen Ganhanses in Dresden.
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In Dresden wird ein nettes Gauhaus der,NSDAP., Gauleitung Sachsen, errichtet. Dis Aufnahme zeigt das vom Führer genehmigte Modell. Links das Gauhaus, daneben der Glockenturm mit den beiden Ehrentempeln für die Gefallenen der Bewegung und des Weltkrieges. Rechts die Sachsenhalle, die 40 000 Menschen Platz bietet. — (Scherl-Bilderdrenst-M.)
Frankreichs Finanzsorgen.
Finanzminister Bonnet sagt: „Man kann Arbeit nicht durch Milliarden ersetzen".
Gemeinschaft und Persönlichkeit.
Kulturpolitischer Rückblick auf dasJahr1937
An den Haltepunkten des Lebens, wenn Feste oder Zeitabschnitte zu Rückblick und Besinnung mahnen, will der denkende Mensch in dem oft verwirrend bunten Mosaikbild der Tageschronik d i e verbindenden Linien sehen. So wenig ein Geschlecht, das seine überzeitliche Sendung im Handeln sucht, zur geschichtlichen Deutung seiner eigenen Epoche berufen sein mag, so notwendig ist die Rechenschaft über das Woher und Wohin auch für den Handelnden selbst. Gewiß ist der Grundsatz, daß besser Etwas getan wird, als gar nichts, auch wenn das Etwas nicht immer das Richtige ist, eine brauchbare Maxime für das praktische Leben; aber beim Blick über größere Zeitabschnitte muß sich an den Taten ein Plan und ein Sinn ablesen lassen.
Den tiefsten Einblick in die bewegenden Kräfte der Zeit gestattet naturgemäß das kulturelle Leben des Volkes. Denn hier, im Raum des Geistes, der Seele und ihrer gestaltenden Tätigkeit, müssen die Entscheidungen der praktischen Politik ihre grundsätzliche Formulierung finden, wenn sie überhaupt Herzstück des Volkes, Teil seines Seelenlebens werden wollen. Wir brauchen an dieser Jahreswende nicht weit zuxuckgreifen, um aus vielen Einzelheiten mühsam die eine Linie zu konstruieren. Zu Hilfe kommt uns die Rede, die der Reichspressechef Dr. Dietrich jüngst vor deutschen Studenten,gehalten hat. Wie so oft in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung Reden den Rang von Taten gehabt haben, so ist auch in diesem Vortrage über Persönlichkeit und Gemeinschaft Entscheidendes zur geistigen Situation der deutschen Gegenwart gesagt worden. Mögen die Begriffe, um die es hier geht, an dieser Stelle nicht zum ersten Mal in unser Bewußtsein getreten sein, wichtig und neu waren die Klarheit und Sachlichkeit, mit der die Auseinandersetzung auf eine geistige Ebene gehoben und dort mit äußerster Konsequenz zur Entscheidung gebracht wurde.
Die „kopernikanische Wendung des Geistes", die die nationalsozialistische Revolution als eine „Revolution des Denkens" in unserem Voske vollzogen hat, ist nach Dr. Dietrichs Aussage die Vereinigung von Persönlichkeit und Gemeinschaft, von Freiheit und Notwendigkeit auf der Basis von Rasse und Volk. Diese Begriffe, die im Schlagwortgebrauch des politischen Alltags als Erfahrungstatsachen verwendet werden, stnd durch den Nationalsozialismus in Dietrichs Ausprägung zu geistigen Kategorien, ja zu Grundtotsachen von metaphysischer Eigenschaft geworden. Was das für das deutsche Denken und damit für die deutsche Kultur bedeutet, geht zunächst aus der Abgrenzung von Rasse und Volk geaen die Werturteile des Individualismus und des Liberalismus hervor, wie Dr Dietrich ausführlich und fcharffinnig nachwies. Die Proklamierung von Rasse, Volk und Volksgemeinschaft als gesetzgebende oberste Wertbegriffe auch für das Denken des neuen deutschen Menschen drängt ober zu Folgerungen, die noch viel weiter greifen. Das wird verständlich, wenn wir im Fluge einmal die Grundtatsachen an uns vorüberziehen lassen, auf die sich verschiedene andere Kulturen und Völker als höchste Gegeben-- heiten des Lebens gestützt haben.
In China baute sich das Leben und Denken auf der Geschlechterkette der Familie auf, aber die Gemeinschaftsfunktion des Ahnenkults gipfelt über die Familie hinaus höchstens in der Dorfaemein- schoft. In Japan erreicht eine ähnliche Grundanschauung eine größere Höhe in der religiösen Verehrung des Kaisers als des wirklichen, Sohnes des Himmels, so daß eine staatliche Bindung von Familien und Ständen möglich wurde. Im griechischen Sparta z. B. ist die rein staatliche Notwendigkeit oberstes Prinzip gewesen, dem sogar Bindungen des Blutes geopfert werden mußten. Auch im alten Rom, solange es organisch gefestigt war, ist der formale Staatsbegriff die wirksamste Lebensmacht gewesen. Die Errichtung einer Geistesgemeinschaft, die olle staatlichen und blutsmäßigen Elemente relativierte und unter eine, die ganze Menschheit umspannende jenseitige Idee stellte, vollzog in der abendländischen Welt erst das Christentum. Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürfnis alles Geschöpflichen. die metovbysischen Grundtatsachen des Urchristentums, schließen selbstverständlich aus, daß im Rahmen der urchristlichen Heilsreligion ge- schöpfliche Ordnunaen wie Rasse und Volk absolute Werte darstellen. Denn wenn durch den mythischen Sündenfall olle Menschen zunächst einmal grundsätzlich schlecht sind und erst durch die weltumspan- nende und alle Schranken der Geburt übersvringende Erlösung entsühnt werden müssen, dann können im Rohmen dieser Weltanschauung nicht blutsmaßige Gemeinschaften und geschichtliche Ordnungen wie Rasse und Volk. Blut und Boden sakrosankt, für den untersuchenden Geist letzte, unangreifbare Glau- venstatsachen sein.
Vor dieses schwerwiegende Entweder — Oder steht sich der deutsche Mensch in der nationalsozialistischen Gegenwart gestellt und damit zur Entscheidung aufgerufen. Daß der Nationalsozialismus tatsächlich „in der Gemeinschaft des Blutes, in der Idee der Rasse die.Grundlage unseres Denkens und Handelns erkannt" und mit allen weltanschaulichen Konsequenzen a priori postuliert hat, das „ist die große epochale Entdeckung ... die keine Vorläufer hat". Galten die kritischen Ausführungen des Reichsvresiechefs zunächst auch nur bpr erkenntnistheoretischen und weltanschaulichen Position des Individualismus und Liberalismus als den zeitlich unmittelbar voraufgegangenen Formen des europäischen Denkens und Handelns, ss liegen die hier aufaezeigten grundsätzlichen Erwägungen doch in der Konsequenz der Gedankengänqe Dietrichs. Daß er mit offenem Visier im geistigen Kampf der Gegenwart bis zu diesem Punkte -vorstieß, t eine der klärenden und entscheidenden Toten im Raum der jungen deutschen Kulturpolitik gewesen.
Aber auch die Prägung des Persönlich- keitsbeqriffs, wie ihn die Dietrich-Rede aufweist ist ein Stück nationalsozialistischer Wirklichkeit, 'dos im abgelaufenen Jahr mehrfach in besonderer Weise sichtbar würde Nicht als blndungs- loses, der Willkür preisgegebenes Einzelwesen gilt uns die Persönlichkeit, sondern als „selbstwert,ge Ganzheit" und als „dienendes Glied des Ganzen Das ist ein Doppeltes. Als ein sozialdemokratischer Kultusminister vergangener Zeiten einmal die Persönlichkeit als Exponent der Gemeinschaft" erklärte, da bezeichnete er nur eine Seite, die reine Funktionalbeziehung des Führers auf die ihn tragende Gemeinschaft (wobei der Sozialdemokrat unter Gemeinschaft selbstverständlich nur die marxistische ..Klaste" verstand^ Als „dienendes Glied des
Hl h e = 'n n r , kes, an dessen Rassenseele und geschichtlichen Erlebnis sie teil hat. „Selbftwerttge Ganzheit" abex
Paris, 26. Dez. (DNB.) Im Senat warnte der Berichterstatter des Finanzausschusses, Senator A b e l G a r d e y , vor eitern weiteren Anwachsen der Staatsschuld. Die Senatoren Desjardins und Ery wiesen auf den Rekordfehlbetrag von ieben Milliarden Franken hin, während )ie Staatsschuld schon 525 Milliarden betrage. Es ei unmöglich, die Politik des Ausgleichs mit der Politik der Inflation zu verbinden, wie mar es gegenwärtig tue.
Finanzminister Bonnei verteidigte die Finanzpolitik der Regierung. Das Schatzamt habe alle feine Verpflichtungen eingehalken und werde zu Beginn des Januars über acht Milliarden Franken verfügen, während es 1938 im ganzen 28 Milliarden benötige. Man müsse sich der steigenden Flut der Ausgaben und der finanziellen Demagogie widersehen. Das französische Volk, das sparsamste der Welt, dürfe sich nicht daran gewöhnen, alle Schwierigkeiten mit Geld regeln zu wollen. Man müsse auch, besonders bei der Durchführung des Rüstungsprogramms, an die Anstrengungen denken, die in den totalitären Staaten wie Deutschland von dem ganzen Volke gefordert würden. Man könne ArbeitnichtdurchMilliar- den ersehen. Wenn die Franzosen nur verstehen sollten, Forderungen zu stellen, Unruhe zu stiften, die Arbeit der Leiter zu stören, so geht Frankreich dem Zusammenbruch entgegen.
Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Senator C a i l l a u x, stimmte den Ausführungen des Ministers zu, warnte aber vor einer unvernünftigen Finanzpolitik. Der Fehlbetrag des Schatzamtes sei tändig im Zunehmen begriffen. An den militärischen Ausgaben dürfe nicht gerüttelt werden; das ei aber ein Grund mehr, um die anderen Seiten des Fehlbetrages scharf anzupacken. Arbeit und Sparsamkeit seien die einzigen zweckmäßigen Hilfsmittel, um die Lage zu bessern.
ist sie durch die überragende, schöpferische E i n z e bl e i st u n g , die aus der verborgenen Substanz des Volkskörpers schöpft und ihn neu prägt.
Das beste Beispiel bieten uns die Träger des Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft, den der Führer an Stelle des herabgewürdigten Nobelpreises zu Anfang des Jahres stiftete und auf dem Parteitag zum erstenmal vertejlen ließ. Betrachten wir von den vier ausgezeichneten Männern nur Alfred Rosenberg und Ludwig Troost: Ihre Persönlichkeitsleistung besteht gleicherweise darin, daß sie mit ihrem Werk — Rosenberg vor allem als weltanschaulicher Theoretiker und Troost als Baukünstler — aus den Tiefen der Volksseele eigene Formen heraufführten, die bis dahin nicht vorhanden waren, aber durch die zwingende Kraft ihres Geistes Ausdruck des neuen Gemeinschaftswollens wurden. Persönlichkeiten im nationalsozialistischen Sinne waren sie dabei sowohl durch ihre seelische Verwurzelung im nationalen Geisteserbe wie durch ihre „selbstwertige" Leistung als „einzigartige" Führer, in deren Werk sich nun das Ganze spiegelt, wiedererkennt und verstanden fühlt.
Auch der mutige Versuch, die Fragen unserer Zeit durch kühne Vorstöße im Bezirk der Film- und Bühnenkunst wenigstens einer Klärung näherzubringen, fand mit dem Nationalen Film- u n d B u ch p r e i 's des 1. Mai die Bestätigung des Persönlichkeilswertes solcher Männer wie Emil Hannings und Friedrich B e t h g e. Als Aufgabe der Zukunft wurde die gleiche Verantwortung und Forderung übertragen den Künstlern, die in die wirtschaftlichen Gremien der Filmgesellschaften entsandt wurden, um. dort dem Nützlichkeitsdenken des Kaufmanns den Wertbegriff der künstlerischen Persönlichkeit entgegenzusetzen — zum Heil der wachsenden deutschen Filmkunst. Wie schließlich rückwirkend die Kräfte und Gaben der Gemeinschaft dem ausgedienten Künstler auch materiell zugute kommen, das zeigt das große Werk der neuen Altersversorgung für die B ü h n e n s ch a ff e n d e n , mit der das Volk am Lebensabend feiner Mimen ihnen dankbar einen Teil dessen vergütet, was sie in Jahrzehnten des Wirkens verströmten
Diese Wechselwirkung zwischen Persönlichkeit und Gemeinschaft wäre ireilich nicht möglich, fühlte das Volk sich von der Führung nicht verstanden und in seinem Wesen bestätigt Trotz mancher Nörgelei an diesen und jenen zunächst nicht voll erfaßten Einzelheiten, die nun einmal nicht fehlt, wo die „Harmonie der Interessen unter Um afeifhen" b->ra"stollf mrrhon w'iß Wnb die arohen kulturpolitischen Emicheidungen getragen gewesen, von der Zustimmung des Volkes in seiner ganzen
Andauernde Streikwelle lahmt die französische Wirtschaft.
Paris, 26. Dez. (DNB.) Die Streikbewegung in Frankreich hält an. So sind die Belegschaften des Hochofenwerkes in Charleollle, die Belegschaften sämtlicher Einheitspreisgeschäfte in Toulouse, die Straßenbahnangestellten von V a - lenciennes, die Angehörigen einer großen Textilfabrik bei Denain und ferner die Besatzungen verschiedener Frachtdampfer in den Ausstand getreten. Da die Lieferwagenfahrer der Zeitungs- .oertriebsgesellschaft H a ch e 11 e ihren Streik auf- 'rechterhalten, mußte die gesamte Abfuhr durch Militärlastwagen und Kraftdroschken durchgeführt werden. Die Belieferung der großen Pariser Markthallen geschah ebenfalls durch Militär- laftroagen. Ein Teil der Pariser Presse sprach von einer Niederlage der Regierung. Selbst das „Oeuvre" erklärt, daß die ständigen Fabrikbesetzungen im Lande Verwirrung und Unordnung Hervorrufen. Auf diese Weise würde in der öffentlichen Meinung eine Reaktion vorbereitet, deren Folgen und Ausmaße kein Mensch vorhersagen könne. Die Fabrikbesetzungen fete'h im Begriff, die wichtigsten Elemente des französischen Volkes gegeneinander aufzuhetzen. Der „Malin" schreibt, wenn die Macht auf Seiten der Illegalität bleibe, so gebe es für die Wirtschaft eines Landes kein Fortbestehen mehr. Regieren bedeute, die Gesetze anzuwenden.
1 Million Stück Dich in Frankreich von der Maul- und Klauenseuche betroffen.
Paris, 27. Dez. (DNB. Funkspruck.) Kammer und Senat haben vor kurzem eine Gesetzesvorlage verabschiedet, durch die den non der Maul- und Klauenseuche betroffenen Landwirten ein Ent - schädigungskredit in, Höhe von 40 Millionen Franken zur Verfügung gestellt wird. Das „Echo de Paris" hält diese Summe für unzu- reid>enö, um alle Betroffenen zu entschädigen. In ganz Frankreich seien rund 1 3 0 0 0 (Sern e i n b e n mit rund 100 000 landwirtschaftlichen Betrieben und 1 Million Stück Vieh von der Seuche befallen. Die Departements Pas de Calais, Cal- vados-Norh und Elsaß-Lothringen feien am schwersten heimgesucht.
Breite. Zwei Beispiele sprechen für viele: Der durchschlagende Erfolg des „Tags der Deutschen K u n ft" mit der „Großen deutschen K u n ft « a u 5 ft e 11 u n g" in München und ihrem Gegenbild der Entartung, an denen ein überwältigender Strom von Volksgenossen aller Schichten vorüberflutete; und dann der ungeahnte Aufstieg der Kulturarbeit in der NSG. „Kraft durch Freude" die durch die Vereinigung mit der NS.-Kulturgemeinde nun auch organisatorisch das umfassende' Auffangbecken für ein Volk geworden ist, dem von Marxisten ein Paradies versprochen wurde, das ihnen erst die Nationalsozialisten durch Teilnahme am kulturellen Leben der Nation eröffneten. Johannes Jacobi.
Erweiterte Hilfe fiirKlemrentne
Berlin, 24. Dez. (DNB.) Das von der Reichsregierung im Juli 1934 erlassene Gesetz über Kleinrentner Hilfe bedeutete eine Erleichterung für viele hilfsbedürftige Volksgenossen, die ihre durch jahrjehntelange Arbeit und Sparsamkeit geschaffene Existenzgrundlage für ihr Alter durch die Geldentwertung - nach dem Kriege verloren hatten. Durch eine neue Verordnung des Reichsarbeitsministers wird der Kreis der zum Be zug der Kleinrentnerhilfe berechtigten Volksgeno fen erweitert. Zu den Kleinrentnern zähle künftig auch-Hilfsbedürftige, denen ab 1. Januar 1918 ein Grund- oder Betriebsvermögen im Werte von mindestens 1 2 0 0 0 Mark gehört hat, wenn sie das Vermögen in der Zeit zwischen dem l. Januar 1918 und dem 30. November 1923 veräußert und den Erlös durch die Geldentwertung eingebüßt haben.
Ferner kann die Kleinrentnerhilfe künftig a u ch alten oder erwerbsunfähigen Pächtern und Rentnern im Falle ihrer Hilfsbe- bürftigteit gewährt werben, wenn sie mit ihren Eltern bis zu beren Tob im gerne infamen Haushalt gelebt unb an Stelle eigener Erwerbstätigkeit für ihre Angehörigen hauswirtschaftliche Arbeiten geleistet haben. Dabei ist nicht erforberlid), baß sie bas später von ber Gelbentwertung betroffene elterliche Vermögen schon vor bem 1. Januar 1918 von Tobes wegen erworben hatten.
Schließlich werben ben Kleinrentnerhilfe-Empfän- gern auch alte ober erwerbsunfähige Flüchtlinge ober Verbrängte gleichgestellt, bie infolge bes Weltkneges'ihres Existenzgrundlage verloren haben und dadurch hilfsbedürftig geworden find. * '
Der Reichsarbeitsminister hat ferner auch in diesem Jahr einen Sonder z u schuß für die Kl-in- r.-ntner von insgesamt 2,8 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist beabsichtigt.
die für die Kleinrentnerfürsorge und Kleinrentner« Hilfe jährlich bereitgestellten Reichsmittel tm Betrage von bisher 28 Millionen Mark vom 1. April 1938 an zwecks Gewährung laufender R e i ch s z u f ch ü f f e an jeden Kleinrentner zu verwenden. Diese im Einvernehmen mit der Partei und den beteiligten Reichsministerien be- absichtigte Maßnahme wird die Lage der Kleinrentner wesentlich erleichtern.
Bessere Friedensaussichten.
Rundfunkbotschaft des tschechoslowakischen Staatspräsidenten.
Prag, 24. Dez. (DNB.) Der Präsident der Tschechoslowakei, Dr. Benesch, verlas am Weihnachtsabend eine Rundfunkbotschaft. Wenn 1936 und zu Anfang 1937 von der Möglichkeit eines europäischen Krieges gesprochen worden ei, so seien die letzten Monate mit diplomatischen Verhandlungen und Kundgebungen au^gefüUt gewesen, bie ohne Zweifel, ungeachtet des Krieges im Fernen Osten — besagten, baß niemand an einen Krieg in Europa denke, und daß die Möglichkeit eines solchen weit geringer sei als vorher. Die Großmächte seien ersichtlich zu dem Schluß gelangt, daß ein Krieg in Europa einer Katastrophe gleichkäme und keine Lösung brächte. Wenn er im Jahre 1936 ein Jahr schwerer Krisen und in diesem Jahr ein Jahr des Ausgleiches der Kräfte erblicke, scheine es ihm, daß das kommende Jahr ein Jahr der Suche nach einem Einvernehmen und schließlich auch des Abschlusses wenigstens teilweiser und vorläu- iger Vereinbarungen sein werde. Diese Vereinbarungen würden Dann zu bestimmteren, den Frie- >en in Europa tatsächlich sichernden Abkommen führen.
Zu der Lage in der Tschechoslowakei erklärte Dr. Benesch, er halte als grundlegend für die weitere Entwicklung das, was in diesem Jahre für das gemeinsame Verständnis in der Frage der Minderheiten geleistet worden sei. Es bleibe ein großes
Nimm Dir fest vor: Keinen Abend ohne Chlorodont
historisches Datum für die k a r p a t o r u f f i f ch e Bevölkerung, daß das Gesetz über die Autonomie ihres Landes beschlossen und — wie Benesch erklärte — durchgeführt würde. Ein wichtiger Faktor in der Entwicklung des Staates fei der Re- gierungsbefchluß über bie Minberheitenfragen vom 18. Februar 1937. Er habe, meinte er, volles Vertrauen zu der Bevölkerung, zu welcher Nation sie auch immer gehöre. Sie habe ein hohes politisches Niveau und guten Willen, wünsche Ruhe unb eine friedliche Entwicklung unb respektiere bie Sprache, bie Ansichten uhb die Gefühle der Mitbürger ber anberen Sprache. Das Hauptziel, so etwa schloß Benesch seine Runbfunkansprache, müsse heute sein, alle Bedingungen zu schaffen, um eine wahrhafte Versöhnung im Innern und nach Außen hin in die Wege zu leiten.
Eine Weihnachtsansprache des Königs von England.
London, 26. Dez. (DNB.) Vom Schloß Sandringham aus hielt König Georg am ersten Weihnachtsfeiertag eine Rundfunkansprache an die Völker des britischen Weltreiches. Nach Worten des Dankes für die Liebe und Ergebenheit des britischen Volkes sagte König Georg: Wenn wir zurückblicken auf das jetzt abschließende Jähr', so sehen wir über Teilen der Welt die Schatten der Feindschaft und der Furcht. Wir wollen uns aber zu der Botschaft vom Frieden und guten Willen hinwenden, die Weihnachten bringt. Wir wollen uns bemühen, daß dieser Geist schließlich überwiegt. Jeder von uns kann helfen, -wenn er diese unsterbliche Botschaft zur Richtlinie seines täglichen Lebens macht.
Auch Präsident de V a I e r a richtete am ersten Weihnachtsfeiertag eine Ansprache an das irische Volk, in der er die neue irische Verfassung als das Ergebnis jahrhundertelanger schwerer Opfer bezeichnete. Die neue Verfassung bringe die Befreiung von auferlegten Bürden. Das irische Volk beginne jetzt eine neue Zeit. Seit Generationen habe es für die Irländer nicht solche Möglichkeiten gegeben.
(5fb<*bli(be ^ortfebnffe
bot bn^chen Geeausrüftunq.
London , 26. Dez. (DNB.) „Sunday Times" befaßt sich mit dem englischen Marineaufrüstungsvro- gramm. Im- jetzt zu Ende gehenden Jahr habe England 7 Kreuzer, 9 Zerstörer, 3 U-Boote, 3 Min-m- leger, 3 Torpedoboote und verschiedene Versuchsschiffe gebaut. Augenblicklich lögen im Rahmen des Aufrüstungsprogramms rund 10 0 Kriegsschiffe auf Kiel, unter diesen 5 Schlachtschiffe, 5 Flugzeugmutterschiffe unb 16 Kreuzer. Das vergangene Jahr sei das Jahr der Vollendung für die Kreuzer- klasse gewesen. 1938 werde die Vervollständigung der Zerstörer- unb U-Bootklassen bringen.
Fortdauer der Kämvfe in palä^ina.
I e r u f a l e m , 26. Dez. (DNB 1 In den Gefechten nm 6ee TiberiaS, die die Weihnachtsfeiertage über andauerten, stehen 1000 Mann britischer Trup- ven 200 arabischen Freischärlern gegenüber. Die Freischärler sind an den See GenezaretH abge- Drängt worden. Da alle Grenzübergänge gesperrt sind und auch die Libanon-Gendarmerie auf englisches Ersuchen eine stränge Sverre durchstibren soll, ist es fraglich, ob den Aufständischen der Rückzug gelingt. Es ist daher wohl möglich, daß die arabische Mannschaft aufgerieben wird.
' Nene bolschewistische Angriffe auf Ter»ei obae'chiagen.
(Salamanca, 26. Dez. (DNB.) Wie ber nationalspanische Heeresbericht besagt, sind die Bolschewisten auch am ersten Weibnachtsfeiertag weiterhin gegen die nationalen Stellungen bei Teruel an- gestürmt, jedoch unter großen Verlusten z u r ü d g e s ch 1 agen worden. Die nationalen Truppen haben ihre Operationen in der Umgebung


