Verpflichtung.
Dr. Hans Thyriot
Be-
burgs stehen, noch die Genugtuung erleben, jene
chließen will vom Geschehen in der Welt. Vielmehr
Sie suchen eine Ursache
für Ihr blasses Aussehen, für Ihre Appetitlosigkeit? Bei vielen Menschen, besonders bei schulpflichtigen Kindern wirkt sich die sitzende Lebensweise und der Mangel an Bewegung tn frischer Luft ungünstig auf das Allgemeinbefinden aus. Sie fühlen sich abgespannt und müde wie nach einer überstandenen Krankheit.
In diesen Fällen leistet das blutbildende Kräftigungsmittel Vioferrin vorzügliche Dienste. Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes. Es ist in allen Apotheken erhältlich.
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kehr urtb der Weltwirtschaft beilegen.
So wie Berlin das Gepräge der politischen Weltgeltung Deutschlands bekommen soll, soll Hamburg das Gepräge der wirtschaftlichen Weltgeltung Deutschlands gegeben werden. Nicht im Herzen Deutschlands, nicht im Ruhrgebiet, nicht im
beweist die Schaffung Groß-Hamburgs, welche deutung wir dem Welthandel, dem Weltver-
Deutschlands Tor zur Welt
Staatsbesuch Görings in Hamburg.
Oeulschland steht zu seinen Volksgenossen im Ausland.
Veichsminister Or. Frick spricht in Oberschlesien.
Staatssekretär Dr. Dietrich.
Dr. Dietrich wurde 1897 in Essen geboren. Als 17jähriger Kriegsfreiwilliger rückt er 1914 an die Front und besteht zwischen zwei Schlachten 1917 in Gent sein Kriegsabitur. Stets an bet Westfront eingesetzt, kehrt er im November 1918 als Leutnant und mit dem E. K. 1. Klasse ausgezeichnet in die Heimat zurück. Nach der Rückkehr vom Krieg stu-
Industriezentrum Sachsen liegt dies Zeichen wirtschaftlicher Weltgeltung, sondern in seinem größten Welthafen, dort wo Deutschland mit der übrigen Welt wirtschaftlich am engsten verbunden ist. Es ist ein Zeichen, daß Deutschland nicht daran denkt, sich zu isolieren, sondern im Gegenteil, daß Deutschland gedenkt, sich in friedlichem Wettbewerb mit der ganzen Welt zu verbinden. Ministerpräsident Göring betonte weiter, daß der Kolonialgedanke besonders in Hamburg Pflege und Förderung erfahre und daß in ganz Deutschland die Rechts- gleichstellung Deutschlands in der Kolonialfrage gefordert werde. Deutschland hat in seiner Gesamtheit nicht nur ein Interesse daran, sein Tor zur Welt groß und hoch zu gestalten, sondern auch daran, der Welt zu zeigen, daß, wenn sie durch dieses große Tor in das Deutsche Reich eintritt, ihr damit gleichzeitig ein Spiegelbild des neuen Deutschen Reiches geboten wird. In diesem Sinne hat Groß Hamburg eine hohe Verpflichtung für das gesamte Deutschtum. Mögen die Männer, die heute an der Spitze Ham-
wirtschaftspolitischen Maßnahmen liegen. Die deutsche Volkswirtschaft wird in die Verpflichtung gebracht, dem Volke zu dienen."
Oer Führer legt den Grundstein zur Wehrtechnischen Fakultät.
Berlin, 26. Nov. (DNB.) Am Samstag, dem 27. November 1937, um 15 Uhr, findet auf dem vorbereitenden Gelände im Grünewald an der Teufelsee-Chaussee die Grundsteinlegung zum Neubau der Wehrtechnischen Fakultät der Technischen Hochschule statt. Damit wird der erste große Bauabschnitt der vom Führer angeordneten Umgestaltung der Reichshaupt st adt in Angriff genommen. Die Wehrmacht, sämtliche Gliederungen der Partei und die angeschlossenen Verbände werden mit Ehrenformationen daran teilnehmen. Nach Ansprachen des Dekans der Wehrtechnischen Fakultät, General der Artillerie Professor Dr. Dr. Becker, und des Reichs-Erziehungsministers R u st wird der F ü h r e r die Grundsteinlegung vornehmen. Die Veranstaltung, die etwa eine Stunde dauert, wird über alle deutschen Sender übertragen.
Oie Geschästsverteilung bei den Gerichten.
Berlin, 26. Nov. (DNB.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz über die Geschäftsverteilung bei den Gerichten erlassen. Damit erfolgt nun einheitlich bei allen Gerichten die Geschäftsverteilung durch die Präsidenten, denen die D i e n st a u f s i ch t über die Gerichte zusteht. Die aus mehreren Richtern unter Vorsitz des Präsidenten gebildeten Präsidien bei den Landgerichten, den Oberlandesgerichten und dem Reichsgericht fallen fort Ihre Aufgaben sind auf die Präsidenten der Geruhte
unsere deutschen Volksgenossen ausübt, das ist eine Angelegenheit, die auch das deutsche Mutte r o o l k sehr eng berührt. Wir nehmen teil an dem Geschick unserer Volksgenossen außerhalb der Reichsgrenzen, und wir werden niemals teilnahmslos dem Schicksal unserer Volksgenossen im Auslande gegenüberstehen. Adolf Hitler habe m seinen Reden oft genug seine Achtung d o r fremdem Volkstum betont, und was Adolf Hitler als Grundsatz für uns ausgestellt habe, das verlangten wir auch von den fremden Völkern. Achtung vor deutschen Volksgenossen. Wir wollen nicht fremdes Volkstum etwa germanisieren. Das lehnt der Führer ausdrücklich ab. Aber wir müssen verlangen, daß die ftemden Völker das deutsche Volkstum achten und in seinem Besitz st and erhalten. Das fremde Volkstum in unserem Reiche hat keinen Grund, sich über schlechte Behandlung zu beschweren. Es nimmt an dem wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands teil. Es wird in der Versorgung mit Arbeitsplätzen nicht schlechter behandelt als deutsche Volksgenossen, und kann auch Sprache und Kultur ohne Beschränkung pflegen. Ich möchte nur hoffen und wünschen, daß auch unsere Volksgenossen jenseits der Grenze wider in ihrem kulturellen noch in ihrem wirtschaftlichen Bestand irgendwie beeinträchtigt werden.
Hamburg, 26. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Generaloberst Göring ist am Freitag zu einem Staatsbesuch in Hamburg eingetroffen. In der Kunsthalle besichtigte er die Schau, die in eindrucksvollen Modellen ein Bild der großen Planungen für die Ausgestaltung der Elbufer- Anlagen und der baulichen Neugestaltung Groß- Hamburgs sowie vor allem auch eine Uebersicht über die von Hamburg im Rahmen des Vierjahresplanes geleistete Arbeit und seine Zukunstsaufgaben gibt. Die verkehrspolitischen Einzelheiten der baulichen Neugestaltung wurden von Generalinspektor Dr. Todt erläutert. Besonders interessierte sich der Ministerpräsident für das praktische Ergebnis des Der- ahrens zur Verwertung von Fischeiweiß und dessen vielseitige Verwendung in Gewerbe und Industrie. Weiter wurde die Darstellung der Maßnahmen für den Wal - und Haifischfang und die Verarbeitung der anfallenden Nebenprodukte eingehend besichtigt, ferner die Erfassung und Verwertung des Altmaterials und der K ü ° ch e n a b f ä l l e und die Umschulung vonun- gelernten Arbeitern und fachfremder Berufe zu Metallarbeitern gezeigt. Ministerpräsident Göring ließ sich eingehend Bericht erstatten und ordnete die Beschleunigung dieser Umschulungsarbeiten an.
Am Nachmittag begab sich Ministerpräsident Göring durch die tm Festschmuck prangenden Straßen, umbraust von den Jubelrufen der Bevölkerung, zum Rathaus, wo ihm die Freie und Hansestadt einen feierlichen Empfang bereitete. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, der gesamte Senat, die Spitzen der Partei, der Behörden, der Wehrmacht, "der Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst hatten sich versammelt, um den Förderer Hamburgs und Ehrenbürger der Hansestadt zu begrüßen. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann begrüßte Hermann Göring herzlich, worauf der Ministerpräsident ausführte: Ich weiß heute, wie unendlich wichtig die Wirtschaft für das Leben unseres Volkes ist und wie unendlich große Aufgaben gerade auf wirtschaftlichem Gebiet zu lösen sind als Voraussetzung für den weiteren Aufstieg und vor allem auch für die Sicherheit unseres Volkes. Mögen wir anderen ^Städten und Gebieten des Reiches ebenfalls Emporblühen und Weiterentwicklung wünschen, so müssen wir doch feststellen, daß Hamburg eine ganz besondere Stellung einnimmt. Berlin ist die Hauptstadt des Reiches,
das Spiegelbild seines Aufttiegs und seiner neu gewonnenen Stärke, München ist die Hauptstadt der Bewegung, ewig verbunden mit ihrem Auf- tieg, Nürnberg ist die Stadt, die alljährlich die ..v«, v.v ^.^««..1, —(»»»
Kraft Deutschlands dokumentieren wird. Ham- wunderbare Gestaltung zur Wirklichkeit werden zu bürg soll der Welt zeigen, daß Deutschland sich lassen, die heute für Groß-Hamburg in kühnem auch nicht im Rahmen des Vierjahrespla'nes ab- Wurf geplant ist.
friert er in Freiburg, Frankfurt a. M. und Mün- , chen Staatswissenschaft und Philosophie. 1921 er- 1 warb er den Doktor rer. pol. mit Auszeichnung. Er , war dann Wirtschaftsschriftleiter der „Essener All- oemeinen Zeitung^ und der „München-Augsburger Abendzeitung". 1928 wurde er Parteigenosse, 1931 । wurde er Leiter der Reichspressestelle der NSDAP. Nach der Machtübernahme wurde er der erste nationalsozialistische Präsident des Reichsverbandes der Deutschen Presse. Seine Mitwirkung an der Gestaltung des Schriftleitergesetzes ist bekannt, Seine Stellung als Pressechef des Führers brachte ihn in engen Kontakt mit dem politischen Geschehen. 1933 erschien sein Buch „Mit Hitler in die Macht". Er trat des weiteren mit vielbeachteten Reden an die Oeffentlichkeit. Zahlreiche Schriften sind in fremde Sprachen übersetzt worden, 1934 hat der Führer Dr. Dietrich zum Reichsleiter ernannt. Außerdem ist Dr. Dietrich ^-Gruppenführer und Mitglied des Reichstages^
Staatssekretär Hanke.
Staatssekretär Hanke stand bereits tn der Kampfzeit im Gau Berlin der NSDAP, ständig an der Seite des „Doktors". Damals war er auch Orts- gruppenleiter und Kreisleiter. Die Kundgebungen nn Berliner Sportpalast und in den Tennishallen wurden meist durch ihn eröffnet. Die alten Kämpfer der Partei und SA. in der Reichshauptstadt sahen in ihm einen ihrer besten Mitstreiter. So ernannte ihn Gauleiter Dr. Goebbels bereits lange vor der Machtübernahme zum Letter seines Prwatsekreta- riats und später zu seinem Adjutanten. Hanke wurde 1903 als Sohn eines Lokomotivführers in Lauban (Schlesien) geboren. Er besuchte die Volksschule und das Gymnasium bis Obersekundareife, war dann ein Jahr in der Eisenbahnhauptwerkstätte in Lau- bart tätig und betätigte sich später in Mühlenbetrieben in Schlesien, Bayern und Tirol. Er besuchte die deutsche Müllerschule in Diepoldiswalde und legte l)ter die Abschlußprüfung ab. Auch das berufspädagogische Institut in Berlin besuchte er bis zur Abschlußprüfung als Gewerbeoberlehrer. 1928 trat Hanke in den Berufsschuldienst der Stadt Berlin, wurde aber 1931 wegen seines Einsatzes für die nationalsozialistische Bewegung entlassen Nach der nationalsozialistischen Erhebung holte Dr. Goebbels ihn als seinen persönlichen Referenten in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
Der „Völkische Beobachter" zur Mscheioung des Mrers.
Berlin, 27. Nov. (DNB) „Die Neubesetzungen im Reichskabinett", so schreibt der „Völkische Beobachte r", ^bedeuten einen weiteren Schritt der Durchdringung des Staatsapparates mit nationalsozialistischen Männern und damit mit nationalsozialistischem Gedankengut. Diese Neubesetzungen stellen die Lösung eines Problems dar. Das bereits feit längerer Ze i t akut geworden war Der Füb- rer hat wie0erum bewährte National- fozialisten mit der Leitung wichtiger Staatsämter betraut und damit zu erkennen gegeben, daß er gewillt ist, den Führungsanspruch der Partei über den Staat auch auf der versonellen Seite durchzusetzen. Die Beauftragung des Staatssekretärs Walther Funk mit der Leitung des Reichswirtschastsministeriums beendet vielfache Mutmaßungen im In- und Auslande. Die Zielsetzung der deutschen Wirtschaftspolitik hat der Führer bestimmt, und er wird sie weiter bestimmen. Der Personenwechsel in der Führung des Wirtschaftsministeriums wird diese Zielsetzung der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik geradezu verstärken und damit auch die Linie k 0 n s e - guenter ausrichte», auf der die einzelnen
übergegangen. Die Neuregelung bietet die Gewähr für eine einheitliche und sachdienliche Verteilung und Durchführung der den Gerichten obliegenden Aufgaben.
Au, lösung des latholischenZungmänner- verbandes in der Diözese Limburg.
LPD. Frankfurt a. TI., 26. Nov. Von der Geheimen Staatspolizei — Staats- volizeistelle Frankfurt a. M. — würde mit sofortiger Wirkung der Katholische Iungmännerverband und die ihm angeschlossenen Vereinigungen, einschließlich aller Untergliederungen, sowie der katholische Schülerbund „Neudeutschland" in der Diözese Limburg a u f g e l ö st und verboten Neugründungen mit gleichen oder ähnlichen Zielen sind untersagt. Bei Umgehungen des Verbots wird mit schärfsten staatspolizeilichen und strafrechtlichen Maßnahmen gegen die Beteiligten vorgegangen werden. Die Gliederungen des katholischen Jung- männerverbandes und des Neudeutschlandbundes in der Diözese Limburg haben mit Duldung und Förderung des Bundesamtes in Limburg, trotz wiederholter Warnungen und in einzelnen Fällen eingeleiteter Strafverfahren, laufend gegen die Verordnung vom 23.7.1935 betreffend Betätigung der konfessionellen Jugendorganisationen, verstoßen. Sie haben entgegen dem Verbot jeglicher nicht rein kirchlich-religiöser Betätigung Fahrten ausgeführt, dabei gezeltet und Geländespiele veranstaltet, sowie alle Arten von Sport, wie Fechten, Boxen, Schießen, Fußball usw. ausgeübt. Des weiteren hat sich aus dem beschlagnahmten Schriftverkehr eindeutig die bewußte staatsfeindliche Beeinflussung der Mitglieder ergeben, deren Auswirkung u. a. auch die bei Führern und Mitgliedern vorgefundenen, z. T. im Veroielfältigunasoerfahren hergeftellten übelsten Schmähgedichte uno Hetzschriften gegen den natio- naljozialistijcheü Staat und feine obersten Führer
waren. Den in Strafverfahren verwickelten Jugend- lichen wurden genaue Weisungen über ihr Verhalten und die Art ihrer Aussagen vor Gericht und den Strafbehörden gegeben. Selbst in den Jugend- Organisationen tätige Geistliche haben sich nicht gescheut, ihnen unterstellte Jugendliche anzuweisen, als Zeugen oder Beschuldigte vor Gericht und Polizei die Unwahrheit zu sagen.
Japans Politik in China.
Die Zeit zu Verhandlungen noch nicht reif.
Tokio, 26. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Fürst Konoye erklärte, daß er noch nicht übersehen könne, ob die japanischen Truppen fris N a n- Fing oder Hankau Vordringen würden. Han- kau sei durch seine Verbindung mit Kantan ein wichtiger Platz für die Ergänzung des chinesischen Kriegsmaterials durch ausländische Lieferungen. Man habe erfahren, daß England beträchtliche Mengen Waffen und Munition über Hongkong nach China einführe. Japan sei unter den bekannten Be- dingungen stets zu Perhandlungen mit C h i na bereit; aber die Zeit sei hierzu noch n i ch t r e i f. Daher seien auch Vermittlungen dritter Mächte nutzlos. Da Japan nicht gegen das chinesische Volk Krieg führe, erübrige sich eine Kriegserklärung. Eine veränderte Lage könnte einen solchen Schritt aber notwendig machen.
Wenn Nanking den Krieg in die Länge ziehen wolle, müsse man damit rechnen, daß die Verbindung Nankings mit N 0 r d ch i n a abreiße, und sich dort ein autono tn e s Regime bilde. Nordchina sei von Schanghai nicht zu trennen. Vorläufig habe jedoch Japan noch keinen Plan für die zukünftige Gestaltung^ dieser sei später bei Verhandlungen mit China festzulegen. Japan könne vielleicht zur Kündigung des Neunerpak- t e s gezwungen werden Jedenfalls sei zumindest eine Revision des Vertrages notwendig, da Japan schon immer die Lösung der Fernost-Fragen ausschließlich durch die asiatischen Völker gefordert habe.
Trauergottesdienff für liamsay Macdonold.
London, 26. Nov. (DNB.) Am Freitagmittag fand in der Westminster Abtei in London der Trauergottesdienst für den verstorbenen früheren Premierminister Ramsay Macdonald statt, nachdem in den Vormittagsstunden der Sarg von dem Heim Macdonalds in Hampstead in die Westminster-Abtei gebracht worden war. An dem Trauergottesdienst nahmen als Vertreter des Königs sein Bruder, der Herzog von Gloucester teil, ebenso fast sämtliche Kabinettsmitglieder sowie führende Parlamentarier. Unter den Trauergästen sah man auch Lord Baldwin. Unter starker Anteilnahme des Publikums wurden die sterblichen Ueberreste Macdonalds zur Einäscherung in ein Krematorium übergeführt. Die Asche wird in seiner Heimatstadt Losfiemouth beigesetzt werden.
Oas Verbot des Karlsbader Konzerts
Prof. Vaabes zurückgenommen.
Prag, 26. Nov. (DNB.) Der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei Dr. Rosche hatte dageaen Einspruch erhoben, daß dem Präsidenten Der Reichsmusikkammer Professor Dr. Peter Raabe, die Bewilligung versagt wurde, am 5. Dezember in Karlsbad z u dirigieren. Die zuständigen Stellen haben jetzt diesem Einspruch ftattgege- ben, so daß das Konzert in Karlsbad am 5. Dezember unter Leitung Professor Raabes stattsinden kann.
Ein Landesverräter
seinem verdienten Schicksal erlegen.
Berlin, 27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Iustizpressestelle beim Dolksgerichts» h 0 f teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 28jährige Hubert Sprengel ist heute morgen hingerichtet worden. Der Perurteilte war ins Ausland geflohen, weil er in Deutschland eine längere G e f ä ng n 1 s- strafe zu erwarten hatte. Als er in der Fremde nach kurzer Zeit in Not geriet, ist er der Versuchung erlegen, sich für Geld dem gegen sein Vaterland arbeitenden ausländischen Nachrichtendienst zur Verfügung zu stellen. Sobald er sich aber einmal an die fremde Macht verkauft hatte, hat sie ihn immer mehr in ihren Bann gezogen. Ein Jahr lang ist der Verurteilte auf immer neue Ausspähungsreisen nach Deutschland ausgeschickt worden, bis schließlich die Treue eines deutschen Soldaten den der Verurteilte vergeblich für die ausländische Spionage zu gewinnen suchte, feinem Treiben ein Ende gesetzt hat.
Aus aller Wett.
Das Stammschloß der Dränier..
Die „Kölnische Zeitung" brachte eine Meldung ihres Korrespondenten im Haag, wonach in Holland der Plan besteht, eine Geldsammlung zu veranstalten und mit den eingehenden Mitteln das in Deutschland gelegene Stammschloß der Dränier, die Burg Nassau, anjufaufen, um es der Königin Wilhelmina anläßlich ihres 40jährigen Regierungsjubiläums im nächsten Jahre zu schenken. Die Burg Nassau sei nach Ansicht der niederländisch-indischen Zeitung „Het Nieuws van den Dag'' tatsächlich das Stammschloß des holländischen Fürstenhauses und dürfe nicht mit Schloß Dillenburg verwechselt werden, das von vielen zu Unrecht als Stammschloß der königlichen Fa- milie angesehen werde, weil in diesem Prinz Wil' lern von Oranien geboren sei. Die „Lahnzeitung" schreibt, daß schon lange Verhandlungen zwischen deutschen und niederländischen Stellen gepflogen worden seien. Nur scheine sich die niederländische Zeitung nicht klar zu fein, welches nassauische Schloß nun das Stammschloß des niederländischen Königshauses ist. Das oranische Stammschloß sei Schloß Diez, und um dieses durfte es sich handeln. Schon vor 15 Jahren, anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums des Königin Wil- helmina, hätten Niederländer beabsichtigt, das Schloß von. Preußen zu erwerben. Es sei also möglich, daß diesmal die Verhandlungen mit mehr Erfolg erneut aufgenommen werden.
Auto In einen Kanal gestürzt.
Ein schweres Verkehrsunglück, das drei Menschenleben forderte, trug sich in der benachbarten holländischen Provinz Limburg zu. Ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen stürzte unterhalb Nederweert offenbar infolge des dichten Nebels tn den Kanal. Der Wagen wurde (pater
willen, weil sie sich nicht im Theoretischen erschöpfte — so bedeutsam und weittragend die hier entwickelten Anschauungen sich auswirken werden —, sondern weil sie auf Leistungen verwiesen hat und in der Leistung die vornehmste Rechtfertigung ihrer Grundansichten erblickt. Der Minister konnte etwa rückblickend auf die innere Reorganisatton und Regeneration des deutschen Künstlerstandes verweisen, auf die Tatsache, daß mit der Beseitigung der Juden Führung und Repräsentanz unseres geistigen Lebens wieder in deutsche Hände gelegt worden ist; auf die Ausbildung des kulturschöpfe- rischen Nachwuchses, die auf die gesunden Grundlagen von Lernen und Können zurückgeführt wurde; auf die, hiermit Hand in Hand gehende, Versorgung des Alters, das sich nach einem langen, der Kunst verschriebenen Leben nicht mehr aus eigener Kraft zu erhalten vermag: die Stiftung „Künstlerdank" gehört, ebenso wie die angekündigte Theater-Abgabe, ohne Zweifel zu den kulturell und sozial verdienstlichsten Leistungen der nattonalsozialistischen Staatsführung. Durch solche Maßnahmen beweist die Regierung ihre innere Verbundenheit mit dem Künstler unwiderleglicher, als es je mit Programmen oder Theorien geschehen könnte; so bekundet sie eine kulturelle Gesinnung, der die Kunst nicht eine „lästige Repräsentation" bedeutet, sondern heilige
Gleiwitz, 26.Nov. (DNB.) In einer Rede, die Reichsminister Dr. Frick vor 25 000 Oberschle- iern aller Volksschichten in der Werkshalle des Reichsbahnwagenwerks in Gleiwitz hielt, kam Dr. Frick auf die K 0 l 0 n i a l f r crg e zu sprechen, sie tehe als Lebensfrage schon lange auf der Tages- irdnung der deutschen Nation. Unser Rechtsan - p r u ch auf Herausgabe der durch das Versailler Diktat Deutschland widerrechtlich entrissenen Kolonien werde solange erhoben werden, bis das U n - recht wiedergutgemacht sei. Der Minister prach auch zu den für das Grenzland Oberschlesien besonders wichtigen Fragen der D 0 l k s p 0 l i t i k. Das nationalsozialistische Parteiprogramm habe den Grundsatz an erster Stelle aufgenommen: Z u - ammenschluß aller deutschen Men- chen auf Grund des Selbstbestimmungs- rechtes der Völker in einem Groß-Deutschland. Das sei das Ideal, das uns vorschwebe. Wir seien uns der Schwierigkeiten bewußt, die seiner Verwirklichung entgegenständen, denn die Volksgrenzen, wie sie heute bestehen, seien uns aus Jahrhunderten überkommen. Uns werde das Ideal ein Ideal bleiben. „Aber womit wir uns niemals ab- i n d e n werden, ist, daß man Volksdeutsche, die unter fremder Herrschaft stehen, allein ihres bewußten Deutschtums wegen verfolgt und quält. Das ist keine rein innerpolitische Angelegenheit jenes Staates, der die Herrschaft über


