Wo Mussolini in Berlin wohnt:
Das Reichspräsidenien-Palais — Wilhelmstraße 73.
MMSK
Es ist eines der schönsten und geschmackvollsten Schlößchen Berlins, das dem italienischen Regierungschef bei seinem Berliner Besuch zum Aufenthalt dient. Das ehemalige Reichspräsidenten- Palais, das Haus Wilhelmstraße 73, gehört zu dem Berliner „Regierungsviertel", das allen Fremden bekannt ist. Die Häuserreihe, die sich von der Straße Unter den Linden aus südwärts hinzieht, stammt aus der Regierungszeit Friedrich Wilhelms I., der seine Hauptstadt in planmäßigem Vorgang erweiterte und nach städtebaulichen Gesichtspunkten ge-
Hauses, dem Grafen Schleinitz, überwiesen und ist bis 1918 das „Ministerium des königlichen Hauses" geblieben. Rach dem No- oemberumsturz von 1918 wurde der Barockbau zum Sitz des Reichspräsidenten ausersehen.
Das Palais stellt die umfangreichste Anlage dar, die in Berlin den Adelshotels des 17. Jahrhunderts nachgebildet worden ist. Es ist gegen die Straße durch ein schmiedeeisernes Gitter abgegrenzt, das durch Sandsteinpfeiler mit dekorativen Skulpturen geteilt und belebt wird. Dahinter befindet sich der Vorhof, dessen Fläche durch einen bronzenen Brunnen und eine ovale Blumenanlage gegliedert roirt). Die Architektur des Schlößchens, das mit seinen beiden Seitenflügeln und dem zurückliegenden Mittelbau den Vorhof umgrenzt, bietet ein erlesenes Beispiel für den Berliner Spätbarock. Sehr eindrucksvoll stellt sich der vorspringende, durch Pilaster gegliederte Mittelteil des zurückgebauten Flügels dar, der durch ein wuchtiges Konsolengebälk ausgezeichnet ist.
Im ersten Stockwerk befinden sich die Räume, die für repräsentative Zwecke bestimmt sind, so der Fest - s a a l, der die ganze Tiefe des Hauses einnimmt und einer der schönsten Säle ist, die man in Gebäuden des älteren Berlin finden kann: ein sehr weiter und hoher Raum, dessen Gliederungen über Türen und Fenstern in Weiß gehalten sind,
während die paarweise angeordneten Pflaster aus grauem und rötlichem Marmor bestehen. Die schwungvoll gewölbte Decke ist mit Gemälden geschmückt, deren größtes eine uralte Menschheitssehnsucht darstellt, die Eroberung der Luft, die Sage von Dädalus und Ikarus. Die Dorräume, die sich nach links anschließen, sind mit Dekorationen aus dem späten Rokoko geschmückt. Die Ausstattung dieser festlichen Zimmer wirkt durch vornehme Zurückhaltung, die Möbel des großen Saales sind dem Charakter ihrer Umgebung würdig und stilvoll an»
ftaltete.
Das Haus der Wilhelmstraße, das jetzt die Nummer 73 trägt, wurde in den Jahren 1737 bis 1739 im Stile eines Adelshotels nach Plänen von W i e s e n d für den Landjägermeister v. Schwe - r i n erbaut. Der stattliche Barockbau, der sich also zunächst in privatem Besitz befand, wechselte im Laufe der Jahrzehnte wiederholt seinen Eigentümer, so ließ Graf von der O st en, der das Palais im Jahre 1778 bezog, das Innere neu Herrichten. In den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erwarb Friedrich Wilhelm IV. die Anlage, die seitdem mehreren M i - n i ft e r i e n als Sitz diente. 1866 bis 1871 wohnte hier der Gouverneur von Berlin, 1872 wurde es dem Minister des königlichen
geglichen.
Das Palais hat auck in der Kulturgeschichte Berlins seine Epoche geyabt. Die Gattin des ersten Hausministers, des Grafen Schleinitz, eine geborene Baronesse von Buch, gehörte zu den kunstsinnigsten Frauen des damaligen Berlin, die viele berühmte Künstler und Gelehrte bei sich versammelte. Zu ihren Freunden gehörten Richard Wagner und Frau Cosima; Menzel, Lenbach, Anton von Werner, Wilbrandt und Helmholtz haben in diesem Hause verkehrt, und auf den geselligen Abenden, die Frau von Schleinitz veranstaltete, traf man die bekanntesten Vertreter des geistigen Deutschland von damals. Es ist also ein schönes und würdiges, ein an Geschichte und Erinerungen reiches Haus, das Mussolini bewohnt. D. S.
Deutschland fängt wieder Wale!
Die erste Kangexpedition seit hundert Jahren.
Im Herbst dieses Jahres läuft erstmalig eine deutsche Walfangexpedition aus, bestehend aus einen 22 000 Tonnen großen Walfangmutterschiff und acht Fangbooten, um in der Antarktis Walfang zu treiben Damit gesellt sich Deutschland nach langer Unterbrechung wieder zu den Rationen, die schon immer Walfang trieben. Jährlich gab früher Deutschland Millionenwerte für die Einfuhr von Wal öl aus, das hauptsächlich zur Margarineherstellung verwendet wird. So wurden allein im Jahre 1930 rund 166 000 Tonnen (für 90 Millionen Mark) und 1932 fogar 334 000 Tonnen (für 135 Millionen Mark) Walöl eingeführt.
Der Walfang wird jetzt in der Hauptsache in dem Gebiet des Südpolarmeeres ausgeführt. Jährlich — Ende September, Anfang Oktober — treffen, von Norden kommend, die 19—20 000 Tonnen großen Mutterschiffe, Kochereien genannt, in den Stützpunkten Montevideo, Horbart oder Kapstadt ein und stoßen dort zu den eigentlichen Walfangbooten. Nachdem die Kocherei den Vorrat an Lebensrnitteln und Kohlen ergänzt hat, beginnt die Walfangexpedition die Fahrt in das eigentliche Fanggebiet. Die Reise dorthin gehört oftmals zu dem beschwerlichsten Teil der gesamten Expedition. Es gilt, durch eine Zone stürmischer Westwinde zu kommen und einen oftmals 1000 Kilometer breiten Packeis- gürtet zu überwinden. Im Fangegebiet angekommen, verlassen die Fangboote das Mutterschiff bzw. die Kocherei und gegen auf Walfang. Diese Fangboote sind etwa 50 bis 100 Tonnen große Fahr- zeuge, dabei jedoch äußerst flink und wendig. Ein jedes Boot ist mit einem Geschütz ausgerüstet, dessen gezogenes Rohr eine mit einer Sprenggranate geladene Harpune abfeuern kann, an der eine etwa 1000 Meter lange starke Leine befestigt ist.
Wal in Sicht...
Hat der Ausgut einen auftauchenden „blasenden" Wal gesichtigt, beginnt sofort die Jagd nach dem Tier. Oft dauert es Stunden, ehe das Boot in Schußweite von 10 bis 60 Meter an den Wal herangekommen ist. Endlich eine günstige Schußgelegenheit, und schon feuert der „Schießer" die etwa 65 Kilogramm schwere Harpune ab. Wie der Blitz taucht der getroffene Wal unter, jagt davon und zieht das Boot an der abrollenden Leine nach. Sobald der Wal ermattet wieder an der Oberfläche des Wassers auftaucht, um zu atmen, wird nach und nach die Leine eingezogen und das Tier durch weitere Schüsse getötet.
Man ist jetzt auch dazu übergegangen, den Wal auf weniger schmerzhafte Art durch den elektri- schen Strom zu töten. Die Erfindung stammt von dem deutschen Professor Weber. Statt der Leine zieht die Harpune ein dünnes Kabel nach. Sitzt die Harpune im Körper des Wales fest, erfolgt vom Schiff aus die Tötung durch den elektrischen Strom. Um ein Absacken des toten Tieres zu vermeiden, wird der erlegte Wal an das Fangboot herangezogen und mit starken Ketten befestigt. Neuerdings bläst man den Wal durch Preßluft auf, so daß er wie ein Boot neben dem Schiff schwimmt. Nun gehts mit schneller Fahrt zur Kocherei, wo das tote Tier abgeliefert wird.
Oelfavriken auf dem Wasser.
Auf der Kocherei, die im wahrsten Sinne des Wortes einer schwimmenden Delfabrit gleicht, herrscht jetzt Hochbetrieb. Es gilt schnellstens die von den verschiedenen Fangbooten abgeliefer» ten Tiere zu verarbeiten. Zuerst treten die „Flen- fer" in Tätigkeit, die mit sensenartigen Messern die etwa 10 bis 25 Zentimeter dicke Speckschicht des Wales abtrennen. Diese Arbeit findet auch jetzt noch zum größten Teil längsseits der Kocherei statt. Da diese Arbeit allerdings nur bei verhältnismäßig ruhiger See verrichtet werden kann, hat man bei den modernen Kochereien am Heck des Schiffes eine große Oeffnung eingebaut, durch die der Wal an Deck gezogen und auch bei rauhem Seegang verarbeitet werden kann. Die von den Flensern abgetrennte Speckschicht wird in fußgroße Würfel geschnitten und dann wandern diese Speckstücke in die Kochapparate und werden in Walöl umgewandelt. Die besonders großen Knochen des Wales werden zersägt und aus ihnen wird ebenfalls in bestimmten Apparaten Del gewonnen.
Auf diese Weise wird innerhalb von vier bis fünf Stunden auf der Kocherei jeder erlegte Wal restlos zu Walöl verarbeitet. Wenn man bedenkt, daß ein „Durchschnitts"-Wal eine Länge von etwa 20 Meter aufweist und dabei ein Gewicht von 80—100 000 Kilogramm hat, so kann man einigermaßen ermessen, in welch kurzer Zeit ein so großes Tier rasch und sachgemäß zerlegt wird. Ein solcher Wal ergibt im allgemeinen einen Ertrag von 25 0 0 0 Kilogramm Walöl.
Wochenlang haben die Männer der Walfang- Expedition hart zu arbeiten. Denn ehe die Heimreise angetreten werden kann, müssen Hunderte von Walen in die >,Kochtöpfe" gewandert sein.
Werner Weber.
Rundfunkprogramm
Die Reichssendungen am 27. September.
DNB. Aus Anlaß des Eintreffens des italienischen Regierungschefs Mussolini in der Reichs- Hauptstadt veranstaltet der deutsche Rundfunk folgende Reichssendungen-
Deutschlandsender:
17 bis 19 Uhr: Unterhaltungskonzert.
Gegen 17.30 Uhr Berichte von der Ankunft des Führers mit dem Duce und von der Fahrt durch die Triumphstraße über Brandenburger Tor zum Reichspräsidentenpalais
Reichsfender Stuttgart:
19 bis 20 Uhr festliches Konzert. Es werden gespielt Werke von: Mozart, Verdi und Richard Strauß. Es wirken mit: Margherita Perras (Sopran), Helge Roswaenge (Tenor), Karl Schmidt- Walther (Bariton).
Reichssender Berlin:
20 bis 20.10 Uhr: Nachrichtendienst.
20.10 bis 22 Uhr: Unterhaltungskonzert mit großem Orchester und Chor.
Gegen 20.45 Uhr: Zusammenschnitt der ab 17.30 Uhr gegebenen Berichte.
Dolksgeinemschastsdiensl im zivilen rustschuh.
Große Lehrübung in Lich.
* Lich, 26. Sept. Nachdem die Bürgermeister des Kreises Gießen vor einiger Zeit auf der Burg Gleiberg in einem Lehrgang mit dem Luftschutz vertraut gemacht worden waren, brachte der gestrige Samstag in unserer Stadt eine großangelegte Lehrübuna. Dazu waren viele Bürgermeister der umliegenden Gemeinden eingeladen worden, ferner waren die Untergruppenführer des RLB. und die Kommandanten der dörflichen Feuerwehren erschienen. Für die aktiv Beteiligten war diese Uebung die erste ihrer Art im Dienste des Luftschutzes. Die Leistungen, die dabei gezeigt wurden, verdienten infolgedessen um so höher gewertet zu werden.
Die Uebung war nicht für die gesamte Bevölkerung bestimmt, d. h. das Leben in der Stadt ging seinen gewohnten Gang. Nur der Durchgangsverkehr war für geraume Zeit gesperrt. Der Bevölkerung war Gelegenheit gegeben, als Zuschauer sich von der Notwendigkeit des aktiven Einsatzes im Luftschutzdienst zu überzeugen, und davon wurde in sehr ausgiebiger Weise Gebrauch gemacht. Zahlreiche Vertreter der Partei, der Behörden und der Polizei nahmen teil. Für das Kreisamt war Regierungsrat Dr. Krüger erschienen. Die Leitung der Uebungen laa in Händen des Bürgermeisters Geil, dem vom Reichsluftschutzbund die Herren H i l d und Meckel zur Seite standen.
Nach dem Alarm fand zunächst eine Hausübung im alten Rathaus statt. Hauswart und Hausfeuerwehr begaben sich auf ihre Posten, Melder hielten die Verbindung aufrecht zwischen dem Referenten, Lehrer Hild, der die angenommenen Vorgänge im Hause erläuterte, und den Obergeschossen, 23er» wundeten-Behandlung mit Einsatz von Laienhelferinnen wurde demonstriert, und alle Maßnahmen praktisch und theoretisch dargelegt, die in einem Schadensfall« ergriffen werden müssen.
Der zweite Teil der Hebung veranschaulichte die Gefahren aus einem Abwurf von Brandbomben. Diese Vorführung führte die zahlreichen Teilnehmer und die Zuschauer an die Kleinkinderschule. Hier wurde insbesondere der zielbewußte Einsatz der Hausfeuerwehr dargestellt, aber auch die Alarmierung einer Löschgemeinschaft durchgeführt, die innerhalb kurzer Zeit anrückte und die Bekämp
fung des entftanbenen Brandes kräftig unterstützte.
Der weitere Ablauf der Lehrübung führte an das Haus Adlerplatz 1, wo ein Einsturz des Hauses unter der Wirkung von Sprengbomben, die Verschüttung von Hausbewohnern und die Zerstörung der Wasserleitung angenommen war. Hier hatte der Aufräumungstrupp einzusetzen, Abstützungen vorzunehmen, die „Verschütteten" mußten befreit und ihnen durch die Laienhelferinnen erste Hilfe zuteil werden, schließlich wurden auch die Sanitätsmannschaften zur ersten Hilfeleistung für die Schwerverletzten eingesetzt.
Den Abschluß der Uebung bildete die Bekämpfung eines „Brandes" im Hellwigschen Hause am Kirchenplatz, dessen die Hausfeuerwehr und die Löschgemeinschaft nicht Herr werden konnte, da nach der Annahme durch Bombeneinschlag die Hauptwasserleitung der Stadt gefährdet worden war. Außerdem galt es den gefährdeten Hauswart aus den oberen Stockwerken zu bergen. Die Pflichtfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr rückten mit allen Geräten aus und griffen den Brand energisch an. Die Motorspritze wurde innerhalb kürzester Zeit wirksam eingesetzt und gab bald nach der Alarmierung durch eine 260 Meter lange, vorbildlich gelegte Schlauchleitung aus der Wetter erhebliche Wassermengen zur Brandstätte.
Nach der Entwarnung fand man sich wieder vor dem alten Rathaus ein Regierungsrat Dr Krüger als Vertreter des Kreisamtes hielt eine kurze Ansprache, in der er zunächst seiner Befriedigung über den Ablauf der Uebuna Ausdruck gab. Er wies eindrücklich auf die Gefahren hin, die eine kriegerische Auseinandersetzung auch dem flachen Lande bringe, und betonte die unabdingbare Notwendigkeit des gemeinsamen zielbewußten Einsatzes geaen die Gefahren aus Luftangriffen.
Im Anschluß an die grundsätzlichen Ausführungen des Vertreters des Kreisamtes fand im „Holländischen Hof" eine fachliche Besprechung statt, die ganz im Zeichen der Bemühung stand, durch praktische Vorschläge der großen Sache des Luftschutzes zu dienen. Der Verlauf der Besprechung brachte eine Fülle von wertvollen Vorschlägen und beschloß so die gesamte Uebung in bester Werse.
Wirtschaft.
* Die Neuzugänge bei den öffentlichen Lebensversicherungsan st alten im August. Bei den im Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten in Deutschland zusammengeschlossenen Anstalten sind im 21 u g u ft 11 823 Anträge mit einer Versicherungssumme von 23,9 Mill. RM. gestellt worden (gegenüber 12 271 Anträgen mit einer Versicherungssumme von 24,5 Mill. RM. im Vormonat und 17 721 Anträgen mit einer Versicherungssumme von 22,5 Mill. RM. im August 1936). Die Durchschnittssumme der Anträge betrug im August in der Großlebensversicherung 3824 RM., in der Kleinlebensoersicherung 428 RM. In den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres sind Neuanträge im Gesamtbeträge von 206,8 Mill. RM. eingegangen, gegenüber 211,9 Mill. RM. in der gleichen Zeit des Vorjahres, 196,5 Mill. RM. in der gleichen Zeit des Jahres 1935 und 156,3 Mill. RM. in der gleichen Zeit des Jahres 1934.
Rhein-Mainische Börse.
Behauptet.
Frankfurt a. M., 25. Sept. Während vom Publikum kaum Aufträge Vorlagen, schritt der berufsmäßige Handel eher noch zu kleinen Glattstellungen, so daß die Wochenschlußbörse am Aktienmarkt vorwiegend nur knapp behauptet war. Die
schwache Haltung der Auslandsbörsen schien die Unternehmungslust zu hemmen, ebenso der bevor- stehene Quartalsultimo. Im allgemeinen wichen die Kurse nur um Prozentbruchteile zurück. Stärker ermäßigt waren jedoch am Montanmarkt Mannesmann mit 121,75 (122,90) und von Elektrowerten RWE. mit 130,25 bis 130,50 (132). Sonst kamen vorerst zur Notiz: IG. Farben 163,25 (163,75), Bemberg 150 (150,65), Moenus Maschi- nen 124,50 (125), Verein. Stahlwerke 118 (118,40), Rheinstahl 154,25 (154,75), Hoesch 123,75 (124). Rheinmetall mit 152,75, Westdeutsche Kaufhof mit 59,50 und Jul. Berger mit 144,65 lagen behauptet.
Der Rentenmarkt lag gleichfalls sehr sttll. Reichsanleihe-Altbesitz bröckelten 0,13 v. H. ab auf 128,13, Kommunal-Umschuldung wurden zu unver- ändert 94,70 gefragt, ebenso Rhein-Städte-Altbesitz zu 132,50. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinen Umsätzen unverändert, auch Stadtanleihen erfuhren nur geringe Abweichungen, 4xk v. H. Darmstadt von 1926 97,50 (97,75). Von Reichsanleihen gab die 5prvz. von 1927 auf 101,40 (101,65) nach. Neu eingeführt wurden 5proz. Röchling-Obligatto- nen zu 101,25 v. H. Reichsbahn-Vorzugsaktien bröckelten 0,25 v. H. ab auf 127,65.
Kurszettel der Berliner und Iranksurier Börje.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oeschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 o. H
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- fürs
Schluß! Mittag- börse
Darum
24.9
25 9
24-9.
25.9.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
101,65
101,4
—
101,4
4% Deutsche Retchöanl. von 1934 4y2% Deutsche Reichsschatzanwet-
98,9
98,9
98,75
<yt% Deutsche Reichsschatzanwet-
99.25
99,25
99,25
hingen von 1935, 11. ftolge ... 4%% Deutsche Reichsschatzanwet-
99
99
99
hingen von 1936, 111. Folge .. 6%% Doung Anleihe von 1930 .. V/i% Hessische Volksstaat von 1929
105
105
—•
—
100,25
100,25
—
<y2% Deutsche Reichspostschatz von
100,4
100,4
100,5
1934 I......................
—
<y,% Deutsche Reichsbahnschatz
99,65
99,7
99,65
128,25
128,13
128,4
128,3
Oberhessen Provinz^Anlethe mit
Auslol.»Reckten.... .........
137,5
137,5
——
<y2% Hess. Landesbk. Darmstadt
Goldpfe R. 12 .............
99,5
99,5
99,5
5%% 'Hess. Landes-Hyp.-Bank
101,25
101,25
<y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
Goldpfe. R. 19..............
99,5
99,5
—
99,5
4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20
<y»% Darmstädter Komm.-Lan-
98,75
98,25
—
98,75
98,25
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
134,9
134,9
134,9
99,75
<y2% Franki^Hyp. Goldpfe. R. 15
<K% Franks. Hyp. Gold-Komm.
99,75
99,75
—
Obl. 2 3..................
5y2% Franks. Hyp. Liquidation
98,5
98,5
—
—
101,5
101,65
6y2% Rheinische Hyp. Liquidation
Goldpfe.....................
101,4
111,1
101,4
111,1
101,75
Steuergütschein-Berrechnungskurs
—
A.G. für Verkehrswesen .... 6%
128
128,25
128,25
128,65
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
—•
■—
47
46
Hamburg-Amerika Paket......0
87
87
86,75
86,75
Norddeutscher Lloyd..........0
88
88
87 75
87,5
127.9
Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7
127,9
127,65
127,75
Reichsbank................. 12
267
206
206,5
206
Berliner Handelsgesellschaft . 6%
—
—
—
134
Commerz, und Privat-Bank ... 6
117,75
117,75
117,75
Deutsche Diskonto............6
123
123
——
123
Dresdner Bank..............4
113.75
113,75
—
113,75
Frankfurt a. 9JL |
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abend börse
Schluß- hir8
Schluß!. Mittag- börse
Dalum
24.9.
25-9
24.9.
25 9.
Accumulatoren-Fabrtk......
14
—
—
—
—
Aschaffenburg Zellstoff......
.. 6 .. 0
146
150,65
145,5
150
146,5
150,5
146 149,75
.. 8
168
167,5
168
167,9
Buderus Eisen.............
.. 5
128,4
126,5
127
126,5
Gement Heidelberg.........
.. 7
170
169,5
—
——
Gement Karlstadt ..........
.. 6
——
Gonti Gurnmt.............
12
186
186,5
186,75
187
Daimler Motoren..........
ey,
140,25
140
139,9
139,9
Dessauer Gas .............
.. 4
—
—
120
120,5
Deutsche Erdöl ............
.. 5
152
151,75
152
151,9
Deutsche Gold- und Silber ..
.. 9
263
262,5
—
—
Deutsche Linoleum.........
10
165,5
166
165
165,25
Elektrische Lieferungen......
.. 6
132
131,75
132
—E
Elektrische Licht und Kraft...
.. 7
154,25
154,5
154,25
154,5
I. G. Farben-Jndusttie.....
.. 7
163,75
163,65
164
163,25
Felten & Guilleaume.......
.. 6
136,5
136
136,13
135,5
Gesfürel..................
.. 7
155
155,5
154,75
154,5
Th. Goldschmidt...........
.. 6
145,5
144,5
146
145,5
Gritzner Maschinen.........
.. 0
—
—
53
53
Har'pener.................
8’/?
176,5
175,25
175,5
175,5
Hoesch Eisen...............
sy2
124
124,25
123,75
124,13
Philipp Holzmann.........
.. 8
152,5
152,5
153
153
Ilse Bergbau..............
.. 6
170
170
——
Ilse Genüsse..............
.. 6
139,25
138,5
119,25
139,5
139
Kalt Aschersleben..........
.. 4
119
119,5
119,75
Klöcknerwerke .............
4yt
134
134,25
134
135,25
Kokswerke und Chemische Fabttk 7
—
—
160
160
Lahmeyer ................
.. 6
—
—
128,5
126,25
Mainkraft.................
.. 4
95,5
95,5
—
——
Mannesmann.............
4y,
122,9
122,5
123
122
Mansfelder Bergbau.......
.. 7
—
153
153,25
153,5
Metallgeiellschaft...........
.. 6
156
156
156
156,5
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
—
114,75
114,5
Rheinische Braunkohle......
. 12
—
229,9
—
Rheinische Elektro..........
.. 6
—
——
——
——
Rhetnstahlwerke...........
.. 6
154,75
154,75
155,25
154,5
Rheinisch-Westfälische Elektro
.. 6
132
130,5
131,5
130,5
Rütgerswerke ............
.. 7
150
149
149,25
148,75
Salzdetfurth Kali.........
.. 6
163,5
—
164,5
164
.. 7
171,75
171,25
171,65
93,5
170,75
94
Schultheis Payenhofer.....
.. 4
Siemens & Halske........
.. 9
212,75
212,5
215
213,5
Süddeutsche Zucker........
. 10
200,5
200,5
200,75
Vereinigte Stahlwerke......
iVi
118,4
119 25
118,4
118,9
Westdeutsche Kaushos......
.. 0
59,4
59,5
59,65
59,5
.. 4
117
156,5
33,5
117,5
156,5
117,5 157 33,4
117,25
156,5
33,65
Zellstoff Waldhof.........
.. 6
Otavi Minen ............
.0,6
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Buenos Aires .
Brüssel.......
Mo de Janeiro Bolen........
Kopenhagen... Danzig.......
London.......
Helsingsor».... Paris........
Holland......
Italien.......
24 Septembei
25 September
Amtliche Noiieruno Geir | Brtei
Amtliche Notierunc Geir | Brie«
0,745
0,749
0,744
0,748
41,95
42,03
41,92
42,00
0,161
0,163
0,161
0,163
47,00
47,10
47,00
47,10
55,08
55,20
55,08
55,20
47,00
47,10
47,00
47,10
12,335
12,365
12,335
12,365
5,455
5,465
5,455
5,465
8,531
8,549
8,536
8,554
137,69
137,97
137,75
138,03
13,09
13,11
13,09
13,11
24. September
25 September
Amtliche Notierung
Amtliche Nonerung
Geir
Bries
Geld
Bries _
Japan....................
0,719
5,694
62,00
48,95
11,20
63,60
57,23
16,98
8,696
0,721
5,706
62,12
49,05
11,22
63,72
57,35
17,02
8,714
0,719 5,694 62,00 48,95 11,20 63,60 57,20 16,98 8,696
0,721 5,706 62,12 49,05 11,22
63,72 57,32 17,02 8,714
Jugoslawien ..............
Oslo....................
Wien....................
Lissabon..................
Stockholm ...............
Schweiz.................
Spanien.................
Prag....................
Budapest................
Neuyorl..................
2,493
2,497
2,493
2,49k


