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Aus aller Welt

im Alter von 73 Jahren.

Wir haben uns vermahlt

Gießen (Ederstraße 21), den 27. September 1937.

Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Trauerfeier in aller Stille statt

26. September 1937

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22 Tote, 140 Verletzte bei einer Dolkskundgebung in Aegypten

Kairo, 26. Sept (DRV.) Bei einer Aolkskund- gebung vor dem in der Nähe von Alexandrien ge­legenen Sommerschloß des Königs von Aegypten ereignete sich ein furchtbares Unglück, bei dem 22 Personen getötet und 140 verletzt wurden.

Die Bereinigten Wafdistischen Arbeiterverbände Alexandriens, insgesamt über 50 000 Personen, ver­anstalteten am Samstagnachmittag eine Sym­pathiekundgebung für den König und für die Wafd-Partei. 3n freudiger Stimmung hatte sich eine riesige INenschenmasse vor der Sommer­residenz des Königs in Rasettiu bei Alexandrien versammelt. Als die Tore des Schlotzhofes geöffnet wurden, stauten sich die Massen in dem engen Durchgang, während die hinten anstehenden Kund­gebungsteilnehmer ununterbrochen nachdrängten. So wurden in der hilflos eingekeilten Menge 22 Personen, darunter 14 Kinder, to t getreten, während 140 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Bei der Begeisterung der Massen wurde der Zwischenfall zunächst kaum beachtet. Der König, der eine Abordnung der Arbeiter empfangen hatte, begab sich noch in der Nacht ins Krankenhaus, und suchte die bei dem Unglück Verletzten auf. Für die Angehörigen der Opfer sind bereits weitgehende Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

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herzlich. Die ganze Stadt Dragoman trägt reichen Flaggenschmuck. Ueberall sieht man Hakenkreuzfah. neu. Nach einer Bewirtung setzte die Kolonne ihre Fahrt nach der bulgarischen Hauptstadt fort, wo sie auf dem Platz vor der Kathedrale Alexander Newskis ausfuhr. Die deutschen Gäste wurden bei ihrem Eintreffen von dem deutschen Gesandten Nümelin, dem Landesgruppenleiter der NSDAP., Pg. Herold, dem Ehrenpräsidenten des Bulgarischen Olympischen Komitees, Tscha- p r a s ch i k o w , sowie zahlreichen deutschen und bulgarischen Freunden begrüßt.

Schwere Bluttat in Berlin.

In Berlin-Moabit kam es zu einer furchtbaren Bluttat. Ein Mann hatte mit seiner früheren Geliebten, einer 42jährigen Frau, in deren Woh­nung eine heftige Auseinandersetzung, in deren Verlauf er den Verlobten der Frau mit einem Beil angriff. Als dieser den Schlägen ausweichen konnte; richtete sich die Wut des Taters gegen die Frau, die mit seinem 10jährigen unehelichen Sohn vor dem Wütenden flüchtete. Er holte sie ein und schlug die beiden Wehrlosen mit dem Beil nieder. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wur­den sie ins Krankenhaus eingeliefert. Der Täter selbst, der geflohen war, wurde später mit schweren Schnittwunden am Hals aufgefunden und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Todesurieil gegen einen Kindesmörder.

Das Schwurgericht in Halle verurteilte den Paul Kramer aus Pasfendorf (Saalekreis) wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Kramer hatte am 26. August d. I. fein sieben Monate altes Kind Günther Karl durch mehrere Faustschläge auf den Kopf getötet. Er begründete die mit unbeschreib­licher Rohheit verübte Tat vor Gericht mit der Be­hauptung, das Kind sei krank und nach seiner An­sicht überhaupt nicht lebensfähig gewesen. Durch das ständige Weinen des Kindes sei er selbst nicht mehr zur Ruhe gekommen.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes, Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereiche des über Osteuropa aufziehenden Hochdruckgebietes herrscht zum größten Teil herbst­liches Schönwetter. In den Morgenstunden kam es vielerorts zu Nebelbildungen, die bei der Sonnen­ausstrahlung über Tag die Temperaturen über 20 Grad ansteigen läßt. Vom Westen her hat neue Störungstätigkeit eingesetzt, welche in Südfrankreich starke Regenfälle und Gewitter ausgelöst hat, vor­aussichtlich auf unser Wetter aber keinen stärkeren Eindruck gewinen wird.

Aussichten für Dienstag: Vorüber- gehende Bewölkungszunahme, jedoch freundliches Herbstwetter vorherrschend.

Aussichten für Mittwoch: Im wesent- lichen freundliches Herbstwetter.

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zum er ft en Male über d i e neue Brücke zu fahren. Dor der letzten Sperre, dem neuen Bahnhofsgebäude in Orehoved, hielt der Zug noch einmal, bevor er das Band zerriß und damit die Brücke für den Verkehr freigab. Der Generaldirektor der dänischen Staatsbahnen, Knutzen, sprach hier Worte des Dankes an alle, die sich für den Brückenbau eingesetzt haben. In deutscher Sprache wandte er sich an Reichsverkehrs- minister Dr. Dorpmüller, um ihm den Gruß und den Dank Dänemarks dar­zubringen. Er tagte:Wir begrüßen die Deut­sche Reichsbahn, das größte Einzelunterneh­men des Erdballes, die Deutsche Reichsbahn, die stets an der Spitze der Entwicklung geschritten ist, und stets bereit gewesen ist, ihre reichen Erfah­rungen mit uns zu teilen, wenn wir Beistand und Rat suchten. Wir sind der Reichsbahn auch für den Einsatz dankbar, den sie zur Verbesserung des Verkehrs mit dem Norden geleistet hat." Der Generaldirektor schloß mit dem Wunsch, daß die Storstrombrücke auch zu ihrem Teil die zwi­schenvölkische Verständigung för­dern möge. Während das Hoch der Versammlung auf die neue Brücke verklang, passierte der erste regelmäßige Zug Kopenhagen Deutsch­land die Strecke.

Heichsminister Schacht und Dorpmüller bei der Weihe der Storstrombrücke.

Ein Werk zwischen völkischer Verständigung im Norden.

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Ist am Sonntagfrüh nach einem Leben voll segensreicher Wirk­samkeit von uns gegangen

In großem Schmerze: Heinrich Schmitt, Hattingen, Ruhr Frau Margarete Keymer, Siegsdorf (Obb.) Rudolf Schmitt, Fritzlar

Dr. Fritz Schmitt, Rückersdorf (Mfr.) Erich Volkmann, Heuchelheim

Gießen (Alicenstraße 36), am 27. September 1937

HL Seelenmesse Dienstag, den 28. September, um 7.15 Uhr, in der kath. Pfarrkirche. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 29. September, um 11.45 Uhr, in Mainz statt

Deuifchlandreife englischer Derkehrsfachleuie.

Die auf Einladung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen und des Botschafters von Ribbentrop auf einer Deutschlandreise in Ber­lin weilenden 2 2 4 englischen Derkehrs- und Straßenbaufachleute ehrten die Ge­fallenen des Krieges. Der Präsident des englischen Frontkämpferverbandes Smedley-Crook legte einen Kranz am Ehrenmal nieder. Lord Eltis- ley, der Präsident des Verbandes der Grafschafts­räte, erklärte, die deutschen Ingenieure hätten der Welt ein Beispiel in der Gestaltung des Autofern­verkehrsnetzes gegeben, das einzig dastehe. Die englischen Verkehrsfachleute besuchten anschließend die Messestadt Leipzig. Bürgermeister H a a k e be­grüßte die Gäste, Colonel Sandemann wünschte die persönliche Berührung mit deutschen Menschen, wie sie die englischen Gäste bereits in Berlin er­fahren hätten, möge die freundschaftlichen Bezie­hungen der Nationen verstärken.

Die NSKK.Lolonne in Bulgarien.

Aus Jugoslawien kommend, traf die 20 Wagen starke Kolonne des N S K K., die sich zur Zeit auf einer großen Tourenfahrt durch Jugoslawien und Bulgarien befindet, in der bulgarischen Grenz­stadt Dragoman ein. Zum Empfang hatten sich Ver­treter des bulgarischen Kriegsministeriums und an­derer staatlicher Behörden, der Präsident des König- lich-Bulgarischen-Automobilklubs, der Bürgermeister von Dragoman, sowie zahlreiche Mitglieder des bul­garischen Touringclubs eingefunden. Die Begrü­ßung der Fahrtteilnehmer gestaltete sich überaus

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K o p e n h a g e n, 26. Sept. (DNB.) Das dänische Volk feierte am Sonntag die Einweihung der S t o r ft r o rn b r ü ck e, die in vierjähriger Arbeit geschaffen wurde. Der König und die Mitglieder des königlichen Hauses, die Landesregierung und 600 Ehrengäste aus dem In- und Auslande waren zur Brückenweihe nach Südseeland gekommen. Unter den Ehrengästen sah man den Reichswirtschafls- minister Dr. Schacht und Reichsverkehrsminister Dr. D o r p m ü l 1 e r. Der dänische Verkehrsminister F i s k e r eröffnete die Feier. Nach ihm sprach der englische Minister Sir Oliver Stanley und dann Reichsverkebrsminister Dr. D o r p m ü l l e r. Dem friedlichen Austausch Mischen den Völkern zu die­nen, nannte Dr. Dorpmüller das Ziel des neuen Bauwerkes, in dem sich der Lebenswille des däni­schen Volkes verkörpere.Wir sind beglückt, diese Verbindung mit Dänemark zu haben, denn sie be­deutet eine engere Verbindung zwischen den Völkern." Der mit großem Beifall auf­genommenen Rede des deutschen Verkehrsministers folgten als letzte Ansprache die Worte König Christians X. Der König gedachte der beiden Opfer, die die gefahrvolle Arbeit gefordert hat und dankte allen denen, die an dem großen Werke mit­gewirkt haben.

Zusammen mit dem König und seinem Gefolge bestiegen dann die Ehrengäste den Sonderzug, um

auf Meinungsverschiedenheiten mit dem Staatschef zurückgeführt, die auf dem Gebiete der Außenpolitik liegen sollen. Is­met Jnonü gilt als Verfechter eines Kurses enger Zusammenarbeit mit Sowjetrußland in der Außen- und Wirtschaftspolitik. Ein offenbar beeinflußter Leitartikel der ZeitungTaan" sieht indessen den Grund für den Rücktritt nicht in Meinungsverschiedenheiten mit Atatürk. Sie stellt vielmehr fest, daß vielfach die Meinung verbreitet gewesen sei, das Werk der türkischen Revolution und ihre Fortführung ruhe nur auf den beiden Persönlichkeiten Atatürk und Jnönü. Um dem zu begegnen, sei es notwendig, neue Männer heranzuziehen, damit nicht behauptet werden könne, nach dem Ableben dieser beiden führenden Persön­lichkeiten sei kein vollgültiger Ersatz vorhanden. Is­met Jnönü habe dem Lande und der Revolution unschätzbare Dienste geleistet. Inzwischen erforder­ten aber die Zeiten das stärkere Hervortreten von Wirtschaftsführern in der Staatsleitung, weshalb die Betrauung des gegenwärtigen Wirt­schaftsministers Bayar mit dem Posten des Ministerpräsidenten als sicher anzunehmen sei.

Kunst und Wissenschaft.

Forlbildungslehrgang der Bad-Nauheimer Aerzle.

Ein Begrüßungsabend vereinte etwa 600 Aerzte aus dem In- und Auslande im Bad-Nauheimer Kurhaus und bildete den Auftakt des 13. Fort- bildungslehrganges der Vereinigung der Bad-Nauheimer Aerzte. Kurdirektor Freiherr von Wechmar hieß die Anwesenden willkommen. Professor ©eifer überbrachte die Grüße der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und stellte mit Freude fest, daß zwischen der Landesuniversität und den wissenschaftlichen Instituten in Bad-Nauheim ein Verhältnis enger Verbundenheit bestehe. Im Kerckhoff-Jnstitut be­gann die Reihe der Vorträge. Im Namen der Ver­einigung der Bad-Nauheimer Aerzte hieß Dr. Kerber die Erschienenen willkommen. Den ersten Vortrag hielte Professor Grote (Dresden) über Kausaltherapie. Als wesentlichen Punkt griff er die ursächlichen Zusammenhänge der Erbkrankheiten heraus. Professor von Verschuer (Frankfurt) sprach über die Erbeinflüsse bei Herz- und Gefäß­krankheiten. Professor Aschoff (Freiburg) brachte den verheerenden Einfluß von infektiösen Erkran­kungen zur Darstellung. Professor Löhr (Kiel) be­richtete über die Klinik der Herzmuskel- und Herz­innenhautentzündung unter dem Gesichtspunkt der fokalen Infektion. Professor Frey (Bern), einer der besten Kenner der Kreislaufstörungen, sprach überAufbrauch und Alter, Arteriosklerose". Pro­fessor Külbs (Köln) berichtete überBerufs­schäden toxischer und traumatischer Art als Ursache von Herz- und Gefäßkrankheiten". Professor Heub- ner (Berlin) sprach über Kreislauf- und Genuß­gifte, Professor Bürger (Bonn) überEinwir­kung der Ernährung auf die Funktion der Kreis­lauforgane". Professor Ewig (Mannheim) berich­tete über Kreislaufstörungen, Professor I. H. Schultz (Berlin) über Neurosen als Ursache von Herz- und Gefäßkrankheiten, Professor Stadler (Plauen) über Syphilis als Ursache von Kreis­laufkrankheiten, Professor Frick (Gießen) über die Sonderstellung der kindlichen Kreislauferkran- kuna, Professor Bacmeister (St. Blasien) über Beeinflussung des Herzens durch Thorax-Deformi­täten und Lungenkrankheiten und Professor F i - scher (Gießen) überAetiologie und chirurgische Therapie peripherer Zirkulationserkrankungen". Der Leiter des Kerckhoff-Jnstituts Professor Koch sprach über die Arbeitsmethoden seines Instituts.

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Plötzlich und unerwartet entschlief am Mittwochmorgen, dem

22. September 1937, nach längerem schweren Leiden mein lieber

Mann, unser treusorgender Vater

In tiefer Trauer:

Marie Günther, geb. Schultheis

und Kinder.

Herr Johannes Günther

Obertelegraphensekretär 1. R.

Am 22. d. M. ist unser

Kamerad

Johannes Günther

Obertelegraphensekr. i.R.

aus dem Leben geschieden und seinem Wunsche entsprechend in

aller Stille bestattet worden. Dem

treuen Kameraden, der dem Bunde länger als 30 Jahre angehörte, werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.

Reichstrenbund ehemal. Berufssoldaten,

Soldatenbnnd e. V.

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