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fangenen und der Beute wird erklärt: In den letzten Tagen wurden rund 35 000 <3efan« jene gemacht Fast alle gerieten mit voller Ausrüstung in unsere Hände Unter den er­beuteten Geschützen befinden sich sechs 15,5, zehn 10,5 und fünfzehn 7,5-Hentimeter°Geschütze; in Santona sind weitere Geschütze erbeutet worden. An ber Aragon-Front wurde im Norden der Gegner, der m unsere Linien eingebrochen war, wieder vertrieben, wobei er zahlreiche Ver­luste erlitt, und viele Tote verlor. Die Material­beute ist außerordentlich groß-, darunter befinden sich 10 Maschinengewehre, Minenwerfer und ein sowjetrussischer Tank. Unsere Truppen machten 100 Gefangene. An anderen Abschnitten der Front dauert der Druck des Gegners noch an; seine An­griffsversuche scheiterten aber überall. Sechs feind­liche Tanks wurden von unserer Artillerie kampf­unfähig gemacht und einer erbeutet

Paris wird nachdenklich.

Paris, 26. Aug, (DNB.) DieLiberts" schreibt der Sieg Francos werde auch auf internationalem Gebiet große Rückwirkungen hoben. Italien, Deutschland und England, die die spanische Natio­nalregierung als kriegführende Macht anerkennen wollten, sähen ihre Stellung verstärkt, während Sowjetrußland und Frankreich sich in einer sehr viel schwierigeren Lage befänden. Der französische Außenminister sei im Begriff, die National­spanier aus Frankreich auszuwei­sen. Es wäre besser, wenn man einen Vertre­ter nach Salamanca entsenden würde. Oder wolle Frankreich warten, bis die Truppen General Francos auch die letzte Stadt und die letzte Insel im Mittelmeer besetzt hätten, ehe man daran denke, die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen? Die Einnahme von Santander sei ein vorzüglicher Vorwand für den französischen Außenminister, und es sei zu hoffen, daß er ihn nicht ungenutzt vorübergehen lasse Das Journal des Debets" ist ebenfalls der Ansicht, daß man General Franco als den Beherrscher des größ­ten Teiles Spaniens nicht länger die Anerkennung als kriegführende Partei versagen könne. Es sei absurd, die Bolschewisten von Valencia und Barce­lona als die einzigen rechtmäßigen Vertreter Spa­niens anzusehen.

Santanders Beispiel wird Schule machen.

Rom, 28. Aug. (DNB.) Giornale d'Jtalia erklärt, Santander habe sich gegen die bolschewisti- schen Mordbrenner aufgelehnt, habe sie entwaffnet, gefangen gesetzt oder erschossen, weil es in Franco den Erneuerer eines Spaniens in seinem alten Ruhm erkannt habe. Dabei weist das Blatt auch auf das Verdienst der italienischen Freiwilligen im Kampf gegen den die ibe­rische Halbinsel bedrohenden Bolschewisten-Welt- feind hin. Das Beispiel der von den bolschewistischen Häuptlingen unter Gewaltanwendung zur Waffen­führung gezwungenen Bevölkerungsteile, bei denen die Vaterlandsliebe sich wieder zu regen beginne und die gegen ihre Unterdrücker vorgingen, in dem sie dem Heer der Befreier die Tore öff­neten, werde nicht vergebens sein. Es werde auch die Moral der bolschewistischen Derteibigung Ma­drids schwächen.

Britischer Protest an die falsche Adreffe.

London, 26. Aug. (DNB.) Die britische Regierung hat gegen den Bombenabwurf auf den britischen DampferNaomi Julia" vom 23. d M Protest bei den Behörden in Sala­manca eingelegt Es wird mitgeteilt, daß die Re­gierung sich nunmehr genötigt sehe, alle erforder­lichen Gegenmaßnahmen zu treffen, falls solche erforderlich würden

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Wie erinnerlich, war sofort nach dem Zwischen­fall, bei dem der britische Dampfer in der Höhe von Ajaccio auf Korsika mit Bomben belegt worden war, von nationalspanischer Seite erklärt worden, daß es sich unmöglich um nationalspa­nische Flugzeuge gehandelt haben könne, daß vielmehr die bolschewistischen Zwischenfallszentralen die in Murcia und Cartagena gelegen sind, die Provokation unternommen haben Diese bolschewi­stischen Zentralen, die nach sicheren Aussagen ge­fangener sowjetrussischer Flieger über Flugzeuge mit nationalspanischen Erkennungszeichen verfügen, haben den Zweck, Spannungen zwischen der na­tionalspanischen Regierung und anderen Mächten hervorzurufen.

Türkische Noten über Vorfälle im Marmara-Meer.

Ankara, 26. Aug. (DNB.) Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten richtete am 24 August zwei Noten an alle diplomatischen Vertre­tungen, von denen die eine einen Bericht über die Torpedierung sowjetspanischer Schiffe enthält und die zweite über das angeb­liche Auftauchen fremder Unterseeboote im Marmara-Me^r berichtet. Die erste Note kündigt eine Untersuchung über die Torpedierung des sowjetspanischen SchiffesA r m u r o" m den türkischen Hoheitsgewässern an. deren Ergebnis den Missionen zur Kenntnis gebracht wird. Die zweite Note betrifft die Beobachtung eines türkischen Geschwaders, das am 19. August m der Nähe der Insel Marmara im Marmara-Meer ver­dächtige Erscheinungen wahrnahm, die auf die A n- wesenheit eines fremden Untersee­bootes hindeuteten Die türkische Regierung ließ zwe, Wasserflugzeuge Erkundungen ausführen, die ohne Erfolge blieben. Wenn sich die Anwesenheit des Unterseebootes bestätige, würden die Regeln internationalen Rechtes seine Beschlagnahme und im Falle des Nichtbefolaens die Beschlag­nahme durch Waffengewalt und eventuelle Ver­nichtung rechtfertigen.

Wieder ZRufte in Salizien.

Warichau , 27. Aug (DNB. Funkspruch.) Nach Abbruch des von vornherein für zehn Tage fest­gesetzten Lebensmittellieferungsstreiks der Bäuerlichen Volkspartei ist die Ruhe fast überall in Galizien wieder hergestellt In Lem­berg ist der Leiter der Bezirks-Staatsanwaltschaft

ferCap Norte" auf Einladung des Reichsjugend- ührers eine Reise nach Deutschland und werden )abei auch im Lager der Hitler-Jugend am Reichs­parteitag teilnehmen.

Aus Anlaß der erfolgreichen Ueberfliegung des Pamirgebirges durch das Junkersflug­zeug Ju 52Rudolf von Thüna D = ANOY" sandte der schwedische Forscher Sven Hedin folgenben Glückwunsch an die Deutsche Lufthansa:Tief er- reut sende ich Ihnen herzlichste Glückwünsche zur großen schöpferischen Tat."

Dom 25. bis 29. September findet in Köln der Haus- und Grundbesitzertag statt, die 58. Jahrestagunq des Reichsbundes der Haus- und Grundbesitzer (früher Zentralverband deutscher Haus- und Grundbesitzervereine). Wie in den Dor- ahren werden Vertreter der Reichsministerien und Behörden Ausführungen zu den Tagesfragen der Wohnwirtschaft machen. *

In Mombassa in Britisch-Ostafrika wurden im Verlauf blutiger Zusammenstöße zwischen Ara­bern und der Polizen elf Araber getötet Zwei Polizeioffiziere befanden sich im Kampf mit Arabern, die sich mit Schwertern und Steinen aus­gerüstet hatten. Von Kenya sind Polizeiverstärkun­gen angefordert worden.

Qunft und Wissenschaft

Die Ausnahme zeigt einen Teil dev Häsens oun ountanDer mit einem Blick auf den wunderbar gelegenen Magdalenenpalast, den ehemaligen Sommersitz der spanischen Könige. (Atlantik-M.)

in Przemysl eingetroffen, um die verhafteten Mit­glieder der Bäuerlichen Vvlkspartei zu vernehmen. Marschall Rydz-Smigly hatte wegen der Vor­gänge in Galizien mehrere Besprechungen mit dem Vizeinnenminister, der in Abwesenheit des Minister­präsidenten und Innenministers S k l a d o w s k i die Geschäfte des Innenministeriums führt

Der Philologe im Dritten Reich.

Die stille und oft aufopferungsvolle Arbeit des Philologen, des Lehrers an höheren Schulen, ist nicht leicht zu überschätzen sofern sie richtig ge­leistet wird. Er soll junge Menschen bilden, Die spä­ter einmal an gehobener ober gar führenber Stelle bas Volk leiten, in jebem Falle aber bem Volke ein Vorbilb sein sollen Ist Die Ausgabe jebes Lehrers schon schwer, so die des Philologen ganz besonders, weil seine Schüler die Entwicklungsjahre durchlau­fen mit ihrem ganz scharfen, ja schroffen Einschnitt zwischen Kindlichkeit und den ersten Regungen des reisenden Menschen Das Schülermaterial des Dolks- schullehrers und ebenso des Hochschullehrers ist ge­wiß nicht einheitlich Der altersmäßige Aufbau schafft auch hier Unterschiede Aber sicher ist es ein­heitlicher als das Schülermater-al zwischen 10 und 18 Jahren. Es handelt sich zunächst um die Ver­mittlung eines wohl begründeten, sogenanntenpo­sitiven" Wissens; es handelt sich ferner darum die­ses Wissen zu einer inneren Anschauung und damit zu einem wirklichen geistigen Besitz werden zu las­sen; es handelt sich schließlich darum, ein klares und sauberes Denken zu entwickeln, bas einen wirklichen Ueberblicf über eine Materie gibt, ohne in spie­lerische Denktechnik (Sophistik) auszuarten. Und das alles, in einer Zeit des Ueberganges der Jugend, in der sich die persönlichen Voraussetzungen der Auf­nahmebereitschaft oft grundlegend wandeln, immer aber starken Belastungen ausgesetzt sind Die all- meine Bedingung eines guten Lehrers wird also bei dem Lehrer an höheren Schulen im besonderen Maße zutreffen müssen: Daß er Güte mit einer gereiften, selbstsicheren Erfahrung, ein erhebliches Wissen mit einem umfassenden aeiftiaen Ueberblicf verbindet

Diesem Ziel soll die Reform der Ausbil­dung des Philologen dienen, wie sie jetzt mit Wirkung zum 1 Oktober 1937 angekündigt ist Diese Reform ist nicht revolutionär und will nicht revolutionär sein. Sie übernimmt aus den früheren Ausbildungsvorschriften bewußt wesentliche Grund­sätze, indem sie vor allem eingründlichesFach- ft u b i u m forbert, währenb besten Dauer eine anber- roeitige Inanspruchnahme weitgehenb ausgeschlossen wirb Ader: Sie knüpft enger an bie Volksschule an inbem sie ben jungen Philologen verpflichtet, zunächst ein Jahr auf einer Hochschule f ü r Lehrerbildung zu verbringen Wenn der Kandidat" dort auch Gelegenheit hat, sein künf­tiges Studium als Wahlfach zu betreiben so steht doch im Vordergrund die erzieherische (pädagogische) Ausbildung, sowie die Einführung in bie politisch- weltanschaulichen Grunbwissenschaften Ebenso wirb bie erzieherische Einstellung bes Philologen burch bas praktische Jahr bes Stubienr e fe­renda rs nach der Fachausbildung unterstrichen. Es ist richtig, daß in früheren Jahren das reine Fachstudium die erzieherische Ausgabe des Philo­logen manchmal überdeckt hat

Die Bedeutung des Erziehertums mutzte schon deshalb unterstrichen werden weil heute allgemein die Grundschule (im Gegensatz zu der früheren .Vorschule") von der höheren Schule getrennt ist. Auf der andern Seite mußte der Reichserziehungs­minister dafür Vorsorge treffen, daß die Philologen nicht in zu späten Jahren erst in bie eigentliche Praxis des Berufes treten Das war nicht nur aus menschlichen unb bevölkerungspoliti­schen Grünben notwenbig, fonbern ebenfalls aus pädagogischen Erwägungen Wenn ber Lehrer, sei es an der Grundschule, sei es an der höheren Schule seine selbständige Lehrtätigkeit beginnt muß er noch jung genug sein, um einen unmittel­baren Kontakt mit ben ihm anoertrauten Schülern zu finben unb aus biefer Fühlungnahme heraus die Methodik des Lehrens (unb erzieherischen Füh­rens) zu entwickeln. Das F a ch st u b i u m ist also von vier auf brei Jahre herabgesetzt worben wobei angenommen wird, daß unser Kandidat" bereits Ärbeits- unb Wehrbienst burch- (aufen hat also bank einer größeren Reife rascher in seine Sonberwissenschaft einbringen kann Dabei ist zu berücksichtigen, baß auch ber Bilbungsgang auf ben höheren Schulen von neun auf acht Jahre verkürzt würbe In ber Vorkriegszeit betrug bie Ausbilbungszeit bes Philologen 18, in ber Nach­kriegszeit 19 unb vom 1 Oktober an wirb sie auf 19^2 Jahre, vom 6 Lebensjahr an gerechnet, stei­gen, wobei Arbeits- unb Wehrbienst bereits einge­rechnet sind

Der zeitlichen Zujammenbrängung entspricht eine fachliche Zusammenziehung bes Univer- fitätsftubiums. Es wirb nur noch ein H a u p t - f a ch (Grunbsach) verlangt, im Gegensatz zu früher, wo zwei Hauptfächer, em Nebenfach unb ein philo­sophisches Ergänzungsfach zu ftubieren waren. Heute treten zu bem einzigen Grunbfach noch zwei B e i f ä ch e r hinzu, bie stofflich unb methobisch mit bem Hauptteil bes wissenschaftlichen Stubiums Der» roanbt sein müssen. Die bisher übliche allgemeine Prüfung in Philosophie fällt fort unb wirb ersetzt durch Berücksichtigung der mit dem Fach verknüpf­ten philosophischen Probleme in der Fachprüfung und durch ein Kolloquium über grundlegende poli­tisch-weltanschauliche Fragen. Durch diese Einschrän­kung der Fächer allein schien es möglich, das Stu­dium zeitlich überhaupt einschränken zu können. Da­mit nähert sich das Staatsexamen der Philologen der bisher üblichen Doktorprüfung der philosophi­schen Fakultäten, was die Anzahl und Gruppierung der Fächer angeht. Durch diese Anordnung ist es gelungen, trotz der zweieinhalb Dienstjahre die Stu­dienzeit der Philologen dem Stand der Vorkriegs­zeit wieder anzugleichen. Dr. Ho.

Zwei neue Standarten für die Gruppe Hessen.

NSG. Noch steht Hessens SA. unter dem Ein­druck der Berliner Reichswettkämpfe und schon heißt es wieder Vorbereitungen treffen für die großen Tage in Nürnberg. Mit besonderem Stolz fahren in diesem Jahr unsere SA.-Männer nach Nürnberg; denn dieser Reichsparteitag wird die Geburtsstunde der NS.-Kampfspiele werden. Zum ersten­mal in der Geschichte der Reichsparteitage werden die Gliederungen der Partei, die politischen Solda­ten des Führers, sich im sportlichen Wettkamp; gegenüberstehen und vor dem Führer ihre Einsatz­bereitschaft unter Beweis stellen Wie wichtig dem Führer diese Aufgabenstellung erscheint, geht allein daraus hervor, daß diesen NS.-Kampfspielen ein ganzer Tag aewidmet ist Die S A. - G r u p p e Hessen wird auf diesem Reichsparteitage mit 3400 SA.-Männern vertreten sein, wovon auf den Gau Kurhessen 1350 und auf den Gau Hessen-Nassau 2050 SA.-Männer entfallen. Hinzu kommen noch die Wettkampfteilnehmer der NS.-Kampfspiele, die jedoch noch nicht genau fest­stehen, aber immerhin mit einer Stärke von etwa 60 Mann die Gruppe vertreten werden. Unsere Marine st anbarte 34 und unsere Reiter- standarte 49, beide Frankfurt a. M., wer­den aus des Führers Hand auf diesem Reichspartei­tag ihre neugeweihten Standarten empfangen unb sie stolz als ihr Heiligstes in treue Obhut nehmen

Auf der Autobahn zumReichsparteitag.

Nürnberg, 26. Aug. (DNB.) Zum ersten Male werben zahlreiche Nürnbergfahrer auf ben Straßen bes Führers zum Parteitag kommen, ba in wenigen Tagen ber 72 Kilometer lange Strecken­abschnitt Bayreuth Nürnberg der Reichs­autobahn dem Verkehr übergeben wird. Damit ist gleichzeitig die bisher längste zu­sammenhängende Autobahn1 i n i e von Leipzig bis Nürnberg mit einer Länge von 303 Kilometer für ben Verkehr frei Die ganze Strecke die später einmal das Mittelstück zu der großen Nordsüd-Autobahnlinie Berlin Mün­chen bilden wird, führt durch die schöne wellige mitteldeutsche und thüringische Landschaft, vorbei an der Elsteraue. den thüringischen und fränkischen Wäldern über bie herrliche Saaletalbrücke unb durch bas Fichtelgebirge. In Bayreuth beginnt bie neue Teilstrecke, burch ben fränkischen Iura zieht sich bas silberne Banb ber Straße, vorbei an Fich- tew unb Tannenhängen, angelehnt an heroalbete Höhen ober burch weites Tal ziehenb Wunberbar fügt sich bas breite Straßenbanb in bie schöne Lanbschast Sämtliche Brücken, bie sich hier über bie Autobahn schwingen, sinb aus Bausteinen biefer Lanbfchaft. Granit unb Sanbstein. geschaffen

Meine politische Nachrichten

In Berlin legte ber spanische Botschafter Mar- gues b e M a g az am Ehrenmal Unter ben Cinben einen Kranz nieber. Der Botschafter, ber vom ftelloertretenben Chef bes Protokolls. Lega­tionsrat B e l tz e, begleitet war, würbe vom Kom- manbanten von Berlin, General Seifert, emp­fangen. Vor Nieberlegung bes Kranzes schritt ber Botschafter bie Front ber Ehrenkompanie ab

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114 Jugendführer der nationaispanischen Jugend­bewegung unternahmen unter Leitung von 14 Gau­führern und Inspektoren auf dem deutschen Damp-

Don ber Internationalen Filmkunstschau.

Die Internationale Filmkunstschau erreichte mit ber Uraufführung bes von ber italienischen Film­gesellschaft Enic gebrehten FilmsScipio Afri­canus" ihren gesellschaftlichen Höhepunkt. Sowohl bas neue Lichtspieltheater auf bem Libo als auch der Excelsior-Garten, wo gleichzeitig bie Auffüh­rungen ftattfanben, waren bis auf ben letzten Platz gefüllt. Unter den Zuschauern bemerkte man ben italienischen Minister für Volkskultur A 1 f i e r i, Mitglieber bes königlichen Hauses unb zahlreiche Persönlichkeiten aus Der Kunstwelt unb ber Gesell­schaft. Der Film, ber jenen Zeitabschnitt ber römi­schen Geschichte behandelt, in welchem durch den Sieg des Scipio Africanus über Hannibal und die Zerstörung des Carthager-Reiches die römische Welt­macht gegründet wurde, errang einen starken Er­folg. Mit großer Begeisterung wurden auch Auf­nahmen über die vor kurzem beendeten Manöver in Sizilien und die Reise Mussolinis durch die Insel mit der abschließenden Rede in Palermo ausge­nommen. Der unter der Spielleitung von Carl Froelich gedrehte FilmW enn mir alle Engel wären" wurde sehr freundlich aufge­nommen. Ein besonderes Gepräge erhielt die Auf- füljrung durch die unerwartete Anwesenheit des italienischen Kronprinzen Umberto. Die heitere unb einfallreiche Darstellung nahm bie Zuschauer sofort gefangen, unb schon bei ben ersten Szenen verbreitete sich unter bem Publikum eine gehobene Stimmung. Immer roieber gab es bei öen von köstlichem Humor erfüllten Redewenbungen schallen- bes Gelächter. Die flotten beutschen Lieber unb bie herrlichen Landschaftsbilber aus bem Moseltal trugen nicht wenig zu bem starken Erfolg bes Films bei.

Das Programm der deutschen Kulturwoche in paris.

Das Programm ber beutschen Kulturwoche in Paris, bie vom 3. bis 12. September ftattfinbet und unter ber Schirmherrschaft von Staatssekretär F u n ck steht, ist erschienen. Die Kulturwoche wird vor aller Welt deutsche Kunst und Kultur in ihrer Vielgestaltigkeit zeigen. Musterleistungen auf dem Gebiet des Films, der Tanzkunst und des Liedes werden gezeigt und zu Gehör gebracht Ein Konzert des Berliner Philharmonischen Orchesters zusam­men mit dem Kittelschen Chor und das Orchester ber Staatsoper Berlin werben das Programm zu einer einzigartigen Schau deutschen Kulturschaffens abrunden.

Neuerwerbung des hessischen Landesmuseums.

Die kostbaren Sammlungen des Hessischen Landes­museums über alte Kunst am Mittelrhein erfuhren einen Zuwachs: Eine 600 Jahre alte Marien- statue mit dem Jesuskind, die in einem Haus der Dieburger Altstadt zwischen zwei Fenstern stand, ist in den Besitz des Landesmuseums über­gegangen

Uraufführungen.

In der ersten Hälfte der kommenden Spielzeit gelangen u a. folgende Bühnenwerke zur Urauf­führung:Die Flucht ins Geständnis", Komödie von Hans Schwarz (Leipzig, 11, 9.);Revolu­tion bei Busse". Volksstück von E. v. Deman- dowski (Schleswig);Das Meistermädchen", Ko­mödie von I. v. d. Goltz (Königsberg i. Pr.); Der letzte Preuße", Tragödie von Rolf Lauck- n e r (Stuttgart);Die Stunde Karls XII." Schau­spiel von Heinrich Lilien fein (Bielefeld); Anna Maria", Drama von Wilhelm Müller - Scheid (Stadttheater Gie­ßen). Die neue OperetteDie Nacht vorher" (Text von A Wagner, Musik von Walter Petzl) wird im Oktober in Aachen uraufgeführt

Fernsehen mit kaltem Licht.

Für bie Bilbübertragung von Fernsehbühnen, wie sie auf der diesjährigen Rundfunkausstellung gezeigt wurde, ist die zweckmäßige Bühnenbeleuch­tung eine wichtige Vorbedingung. Bisher wurden hierfür Scheinwerfer unb Jupiterlampen oerroen- bet, bie zwar die notwendige hohe Lichtstärke er­zeugen, deren starke Wärmeentwicklung aber bie Darsteller auf ber Bühne sehr unangenehm empfinben. Aus biefem Orunbe hat bie Reichs- post auf ihrer Fernsehbühne zum ersten Mals Queckfilberhochbrucklampen benutzt bie keine nennenswerten Wärme entwickeln, also prak­tischkaltes Licht" ausstrahlen. Bisher waren Quecffilberbampflampen für Fernsehzwecke nicht verwendbar, weil ihr Licht zu bläulich wirkte und dadurch bie Bilbwiebergabe unnatürlich würbe. Der Jnbustne ist es jeboch gelungen, burch Er­höhung bes Dampfbrucfes der Quecksilberlampen auf mehrere 100 Atmosphären das Lichtspektrum so zu erweitern, daß es den gewünschten weiß­lichen Charakter erhält. Der für das Auge schäd­liche Anteil an ultraviolettem Licht ist dabei aus­gefiltert worden. Auf Grund der guten Erfahrun­gen der Fernsehschau der Reichspost werden die neuen deutschen Fernsehbühnen mit bem Queck- silberhochbrucklicht ausgestattet werben.

In Normaltuben RM 0.50 MUMSMKWWMWMMWW^W ln großen Tuben RM 1.10