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Aus aller Welt

Jedenfalls verfolgt die japanische Regierung die Lage an der mandschurisch-fowjetrussischen |

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diesem Zwecke gründete er die Kadettenschule Wangpoo, in der die jungen Offiziersanwärter nicht nur mififnrifth. sondern auch politisch IM Sinne

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Das Lchachmeifterlurnier in Garmisch.

Als Auftakt zum entscheidenden Abschnitt internationalen Schachturniers in Garmisch

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, der dam W ib \w WR gebogen cird )eh habe, bei « Neihensolge en^ . Antworlen Ml i könnten.

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Tokio, 27. Juli. (DNB. Funkspruch. Ostasien. i dienst des DNB.) In einer Sondersitzungdes japanischen Kabinetts wurde beschlossen, auf Grund der neuen Zwischenfälle in Lanfeng und 1 bei Peiping entschiedene Maßnahmen gegen die Haltung der chinesischen Truppen inNordchinazu ergreifen. Der japanischen Nordchina.Garnison wurde das Recht zu« gestanden, s e l b st ä n d i g alle ihr erforderlich schei. nenden Maßnahmen zum Schuhe des Lebens und des Eigentums der japanischen Bevölkerung in Pei> ping und im Bezirk Tiensin zu treffen. Die Lei», tung der Nordchina-Garnison ist beauftragt worden,!

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den Zweck, solchen stellungslosen Chemikern, die schon längere Zeit die Hochschule verlassen, jedoch den Anschluß an ihren Beruf verloren haben, wie­der zu einer festen Anstellung zu verhelfen. Don 380 Bewerbern haben bis 1936 bereits 231, also

größter Bemühungen sonst kaum wieder eine ftellung erhalten hätten. In engster Zusammen­arbeit zwischen Stifter und Reichsstellennachweis für Chemiker und Physiker wurden die besonderen Verhältnisse jedes einzelnen Stipendiaten geprüft und ihm sodann ein geeigneter Arbeitsplatz

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61 v. H., eine Anstellung gefunden. Dor allem kam das Stipendium älteren Cycmikern zugute, die trotz

SonderWng des japanischen Kabinells.

Freie Hand für die japanische Nordchina-Garnison. EchwereKämpfe erwartet.

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Grenze, die die Ursache zu so häufigen Reibun­gen gibt, mit größter Aufmerksamkeit. Zuerst wird es notwendig sein, daß man praktische Schritte unternimmt, um diese Grenzzwischen­fälle zu verhindern. Um dieses Ziel zu errei­chen, sollten so bald wie möglich zwei Kom­missionen zur Festsetzung der Grenzlinie und zur Vereinigung der Streitfragen eingesetzt werden. Wir können nichts anderes tun, als bei der Sowjetregierung nachdrücklich dahin zu wirken, daß sie offen und rückhaltlos bei dieser Arbeit für die Sicherheit und den Frieden in

Ostasien mit uns zusammenarbeite.

Was unsere Beziehungen mit Großbritan­nien anbetrifft, so kann ich mit Genugtuung fest­stellen, daß erst vor kurzem im Auftrage des Kai­sers Prinz und Prinzessin Chichibu den Krö­nungsfeierlichkeiten des Königs von Eng­land beiwohnten und bei der Erfüllung ihres Auf­trages die traditionelle Freundschaft, die unsere beiden Nationen verbindet, noch vertieft haben. Wie es schon immer die ständige Politik unserer Regierung war, die japanisch-englische Freundschaft zu fördern, so sind kürzlich wieder unsere beiden Regierungen darin übereingckommen, daß es ratsam ist, in freie Besprechungen einzu- treten, um die Beziehungen unserer beiden Länder jederzeit auszugleichen. Wir hoffen, daß wir dieses Ziel bald erreichen werden.

Die japanisch-amerikanischen Bezie- Hungen sind in der letzten Zeit sehr aut gewesen, ausgezeichnet durch immer wärmere Freundschaft und guten Willen.

Im letzten Jahre haben wir das A n t i - ft o - mlntern-Abkommen m i t Deutsch­land abgeschlossen. Die Regierung ist gewillt, wirklichen Ruhen aus diesem Abkommen zu ziehen und für die weitere Förderung freundschaftlicher und enger Be­ziehungen zwischen Japan und Deutschland Sorge zu tragen.

Vom Privatheer zur Volksarmee

©er Aufbau ber chinesischen Wehrmacht.

Außenminister Mota über die japanische AußenpoM.

Wirkliche Stabilisierung Oftasiens. Weitere Förderung der Freundschaft mit Deutschland.

die Innehaltung der Verträge und aller getroffenen Abmachungen zu erzwingen.

Die japanische Regierung gibt bekannt, daß bei der Durchführung aller Selbstverteidigungsmaßnah- men keinerlei Territorialforderun« gen angenommen werden und daß der Schutz der internationalen Interessen garantiert werde. Die Regierung hoffe, durch ein entschlossenes Durchgreifen im Sinne der S e l b st Vertei­digung die Lokalisierung des Konfliktes zu er- reichen und eine baldige und endgültige Beilegung des Zwischenfalles feststellen zu können.

. In Tokio erwartet man den 2Lu s b r u d) schwe­rer Kämpfe stündlich.

Tschkangkaischek zuwege gebracht, daß nicht nur aus zahllosen, schwachen Privatarmeen em Dol ksheer entstand, sondern aud) in technischer Hinsicht ein Rüstungsstand erzielt wurde, der den Gegner zur Vorsicht zwingt.

Japanische Bevölkerung peipings soll sich ms Gesandlschastsvierlel flüchten

Peiping, 27. Juli. (DNB. Funkspruch. Ost- asiendienst des DNB.) In den Morgenstunden des Dienstag erhielten sämtliche j a v a n i \ d) e n 'Be­rn o I) n e r Peipings Anweisung, bis 12 Uhr mittags im Gesandtschaftsoiertel Zu­flucht zu nehmen.

Beim Artillerie an griff der japanischen Brigade K a w a b c auf die W e st t o r e drangen morgens etwa 10 0 0 japanische Soldaten durch das Stadttor Kuanganmen ein. Derhand- hingen mit dieser vom Gros ihrer Formation ab- geschnittenen Truppe führten spät nachts zu ihrer Ueberführung nad) den japanischen Militärbaracken innerhalb des Gesandtschastsviertcls.

Für die Beurteilung des gegenwärtigen Konflik­tes in Nordchina ist ein Blick auf die Entwicklung und Kampfkraft der chinesischen Wehrmacht nützlich. Noch aus der Vorkriegszeit, wie aud) aus den ersten Jahren nach dem Weltkriege besteht im Abendland allgemein die Vorstellung, daß China, was seine militärische Stärke angeht, überhaupt nicht ernst zu nehmen sei. Inzwischen hat sich jedoch unter der Führung des Marsd)alls Tschiang- k a i s ch e k ein wehrpolitischer Ausbau vollzogen, der wohl zu beachten ist und den auch die Japaner heute in Rechnung stellen müssen.

Es trifft zu, daß man Irüher von einem eigent­lichen chinesischen Heer nicht sprechen konnte. Es existierten lediglich einige verschieden große und verschieden ausgerüstete Truppenoerbände, die sich die Prooinzgouverneure und Generäle aus eigener Machtvollkommenheit hielten. Diese Privatarmeen, die zum Teil aus schlecht besoldeten und übelbe­leumdeten Elementen bestanden, bildeten in China den Schrecken aller rechtschaffenen und arbeitenden

Was unsere Handelsbeziehungen anbe- trifft, so arbeitet die Regierung auf eine allmäh­liche Entwicklung unseres Ausfuhrhandels hin. Die Regierung wird alles mögliche tun, um die freie Zufuhr von Rohstoffen und die Ausnutzung der Bodenschätze zu sichern und die Freiheit des internationalen Handels zu begünstigen. Es wird eine dankbare Aufgabe sein, alle Be­strebungen, die auf die Wiederherstellung dieser Frei­heit des Handels abzielen, zu fördern. Es ist mir besonders erwünscht, bei dieser Gelegenheit die Be­reitwilligkeit der japanischen Regierung zur auf. richtigen Teilnahme an jeder internationalen Verständigung zu erklären, die dieses Ideal zu verwirklichen in der Lage ist.

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der revolutionären Erneuerung Sunjatsens ausae- bildet wurden. Der Erfoladieser Maßnahme machte sich schnell bemerkbar. Mit seinen Kriegsschülern beseitigte Tschiangkaischek die schlimmsten kommu­nistischen Widerstandsnester in Kanton und anderen Teilen des gewaltigen Reiches der Mitte. Mit ihrer Hilfe konnte er 1927 die nationalistische Gegen- regierung in Nanking ausrufen und seine autoritäre Stellung im neuen China begründen. Schon im näd)ften Jahre folgte die Schaffung eines Wehr- minifteriums, dann begann die eigentliche Heeresreform, die nach mancherlei Rückschlägen man denke nur an den Handstreich des Marschalls Tschang hueliang bei Sianku im vorigen Jahr zu der heutigen Wehrverfassung Chinas geführt hat.

Zwar haben die Privatkriege zwischen den Gene­ralen der Grenzbezirke auch heute nod) nicht ganz aufgehört, zwar läßt die Ausrüstung der Truppen der Zentralregierung auch heute noch mand)cs zu wünschen übrig, aber es sind von den insgesamt über 2 Millionen bewaffneten Männern Chinas doch immerhin 1,5 Millionen, die dem Kommando Nankings unterstehen und auf die sich Tschiangkaischek fest oer- lassen fa n n. Die Armee gliedert sich in etwa 100 Divisionen, deren Struktur und Stärke aller- dings sehr verschieden sind. Als erhebliche Beein­trächtigung der militärischen Sdjla^fraft ist noch immer das Fehlen eines einheitlichen Gewehr- Modells anzusehen. Ueberhäupt wird die völlige Reorganisation des Heeres bei der ungeheuren Weite des Landes und der Ueberfülle an Menschen- material noch längere Zeiträume in Anspruch neh­men. Die Erfassung so gewaltiger Rekrutenmengen ist naturgemäß sehr schwer, und die Ausrufung der allgemeinen Wehrpflicht im Jahre 1935 war zunächst nur eine gesetzliche Grundlage, um das Werk überhaupt in Angriff nehmen zu können.

hat er dort jahrelang kaum vorstellbare Scheußlich­keiten verübt. Der Pflegling hat darüber bei seinen verschiedenen Vernehmungen ganz bestimmte und ins einzelne gehende Schilderungen gegeben. Der ehemalige Vorsteher des Klosters, Bruder Nicode- mus, bekundete, der Pflegling habe sich aud) bei ihm beklagt, worauf Bruder Sigismund nach Dorsten versetzt wurde. In einem Brief des Angeklagten an die Eltern des Pfeglings forderte er sie auf, auf den Jungen dahin einzuwirken, daß er widerrufe und günstig für ihn aussage. In diesem Falle würde er Den Eltern 1000 RM. schicken. Inzwischen ist der Hauptzeuge, der mißbrauchte Pflegling Greb, ge­storben, und der Angeklagte leugnete in der Ver­handlung einfach alles ao. Wie das Gericht fest­stellte, Ist er außerordentlich schwer belastet und dringend verdächtig, da das Gericht aber nicht in der Lage war, sich ein eigenes Bild von der Zu­verlässigkeit des Zeugen Greb zu machen, mußte das Urteil freisprechend lauten.W i r habe n", so betonte der Vorsitzende,niemand verur­teilt, wenn wir nicht die volle Gewiß­heit hatten, daß der Angeklagte schuldig war."

Die zweite Verhandlung betraf den 37 Jahre alten Franziskanerbruder Georg Rölker, genannt Bruder Reginaldus. Dieser war im Jahre 1919 bei den Franziskanerbrüdern in Waldbreitbach einge­treten, 1932 nach Ebernach, 1933 nach Waldniel versetzt worden. In Ebernach, demFreudenhaus der Franziskanerbrüder" verging er sich in nicht wiederzugebender Weise an drei Zöglingen. Beson­ders während der Exerzitien beging er, wie einer ber Zeugen aussagte, sieben Nächte hintereinander die unglaublichsten Schmutzereien. In Waldniel miß­handelte er außerdem zwei Zöglinge in unmensch­licher Weise, wofür die Klosterbrüder ihre Fachaus- brud'e hatten. Der Staatsanwaft wies u. a. darauf hin, daß die Zahl der Verfehlungen so groß sei, daß der Verbrecher selbst sie nicht genau angeben könne. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei Jahren Zuchthaus und stieß ihn auf drei Jahre aus der Volksgemeinschaft aus. Lediglid) wegen [eines offenen Geständnisses und mit Rück­sicht auf die Atmosphäre, in die der Angeklagte in Ebernach hineingeraten sei, habe sich das Gericht entschließen können, ihm ein Jahr sechs Monate der Untersuchungshaft anzurechnen. Der Verurteilte nahm die Strafe sofort an.

Chemikerhilfe der IG.

Dem im Frühjahr 1934 von der IG.-Farben­industrie unter dem NamenI G. Chemiker- Hilfe" begründeten Stipendium stehen bis jetzt 650 000 Mark zur Verfügung. Das Stipendium hat

Eine der wichtigsten Maßnahmen aus jüngster Zeit war die Errichtung einer zentralen Kriegs- afaöemie in der Hauptstadt, aus der jährlich der Nachwuchs für das Offizierskorps in Stärke von 3000 Mann heroorgeyt. Neben diesen 3000 künftigen Truppenführern werden jährlich 100 Armeeführer in einer General st abshoch- schule ausgebildet. Einen bedeutenden Aufschwung hat aud) die Luftwaffe in China genommen. Nach einer japanischen Darstellung besitzt die Zentralregierung heute 785 Flugzeuge in 14 Ge­schwadern, während cs 1932 erst über 100 Kampf­maschinen verfügte. Nad; dem d)inesischen Rüstungs- Programm sollen schon Ende dieses Jahres 1000 Flugzeuge für den Einsatz bereit sein.

So hat es die Führungskunst des Marschalls

©ad Meingolb- in Bayreuth.

In Bayreuth begann mit demRheingold" die erste zyklische Aufführung von Richard Wag­nersRing des Nibelungen . Der Führer und die zahlreichen bekannten Persönlichkeiten aus Re­gierung, Bewegung, Wehrmacht, Kunst und aus dem Ausland nahmen aud) an derRheingold"- Aufführung teil. Begeisterte Heil-Rufe der Be­völkerung begleiteten wieder den Weg des Wagens des Führers von der Villa Wähnfried bis zum Festspielhaus.

DasRheingold" zog die Hörer, die das Haus bis auf den letzten Platz füllten, von den ersten Takten des Vorspiels an in seinen Bann. Wilhelm Furtwängler entwickelte das Werk mit der Ruhe eines Dirigenten, der große Strecken mit einem starken Gefühlsbogen zu überwölben oer- mag und das Stimmengeflecht des Orchesters mit sinfonischer Klarheit auszubreiten versteht. Die orchestrale Durchsichtigkeit fand ihre Ergänzung auf der Bühne durch eine Reihe großartiger Leistungen, die gesanglichen Wohllaut nut äußerster Prägnanz der Deklamation zu echtem Wagner-Stil vereinigten. Im Mittelpunkt der Götterwelt standen der kraft­volle Wotan Rudolf B o ck e I m a n n s und Mar­garethe Kloses hoheitsvolle Fricka, umgeben von Kaete Heide r sbach als lieblich-jugendlicher Freia, Jaro Prohaska als stimmgewaltigem Donner und Martin Kremer als lichtem F r o. Mit einer besonders in der schauspielerischen Durchführung hervorragenden Leistung zeigte sich Fritz Wolff als Loge, die Nachtalben fanden in ber Urkraft Robert Burgs als Alberich unb in dem Mime Erich Zimmermanns zwei scharf charakteri­sierende Vertreter. Die Erda-Szene wurde von der Tonschönheit und Gesangskultur Enith Szan- t h o s beherrscht. Gruppierung und Bewegung der Darsteller und des auch gesanglich ausgezeichnet abgestimmten Rheintöchter-Terzetts in den Monu­mentalszenerien von Emil Preetorius zeigten wieder die eindringliche, die Handlungszusammen­hänge bedeutsam aufdeckende Spielleitung Heinz Tie t ie ns. Herzlicher Beifall folgte der pausen­losen Ausführung.

OieErsteSchnellbootsflottilleinMainz

Lpd. Von St. Goar kommend traf am Montag­morgen die aus den Einheiten S VIII bis S XV be­stehende E r st e Schnellbootsflottille vor Mainz ein. Im Zollbinnenhafen wurde den Be­satzungen ein erster Empfang durch Vertreter der Partei, des Heeres unb ber Stadt zuteil. Alsdann marschierten die Mannschaften zum Adolf-Hitler- Platz. Nad)dem die Besatzung Dem Flottillenchef Korvettenkapitän von Conrad y gemeldet wor­den war, entbot Beigeordneter Schleimann in Vertretung des Gauleiters und Reichsfiatthalters Sprenger und des Oberbürgermeisters den Gästen den Gruß des Garces Hessen-Nassau unb der Stadt Mainz. Als ber KreuzerMainz" als eines der ersten deutschen Kriegsschiffe im August 1914 in ber Norbsee ehrenvoll untergegangen sei, sei der Name Mainz aud) in der deutschen Kriegs­marine unsterblich geworden. Die Mainzer Bevölke­rung warte auf den Tag, wo wieder ein deutsches Kriegsschiff den Namen der Stadt tragen werbe. Korvettenkapitän von Conrady dankte für den herzlichen Empfang: er ließ das Gelöbnis der Treue ausklingen in ein Sieg-Heil auf den Füh­rer. Die Marinemannschaften wurden beim Marsch durch die Hauptstraßen der Stadt mit stür­mischer Begeisterung begrüßt. Später wurden der Flottillenchef und seine Offiziere im Kurfürstlichen Schloß namens des Gauleiters und der Stadtver­waltung vom Beigeordneten Schleimann emp­fangen, der ihnen noch einmal den herzlichen Will­kommensgruß entbot und sie der außerordentlichen Freude der Bevölkerung über den Besuch versicherte. Wieder zwei Ordensbrüder in Koblenz

verurteilt

Koblenz, 23. Juli. (DNB.) Am Freitag stan­den wieder zwei Ordensbrüder vor der Koblenzer Strafkammer. Der erste war der 39 Jahre alteBarmherzige Bruder" Joseph 21 u f er­mann, genannt Bruder Sigismund, aus Dorsten in Westfalen. Er war 1919 bei den Barmherzigen Brüdern in Montabaur eingetreten und wurde seit 1922 als Krankenpfleger in Hadamar verwendet. Mit einem feiner Fürsorge anoertrauten Pflegling

ein Massenspiel ber vier Schachmeister Aljechin, Bogoljubow, Euwe unb Sämisch gegen 80 Gegner statt. Aljechin gewann von 26 Partien 23, zwei blieben remis, eine ging verloren: Bogol­jubow gewann 27 Partien von 30, brei blieben remis; (Hämisch konnte 18 Partien von 24 zu seinen Gunsten entscheiden, verlor zwei und machte vier remis. Im Meisterturnier spielen in der 5. Runde SämischAljechin und EuweBogoljubow.

In Garmisch-Partenkirchen begann die 5. Runde des Vier-Mei st er-Schachturniers mit den Begegnungen Euwe Bogoljubow unb Sämisch Aljechin. Bogoljuboff wäylte gegen Weltmeister Dr. Euwe eine ungewöhnliche Spiel- weise der indischen Verteidigung. Es entstand eine dem Damengambit ähnliche Stellung, in der Euwe den riskanten Zug c4c5 spielte. Bogoljubow ant­wortete auf diese Abschnürung des Damenflügels durch Vorgehen im Zentrum. Er leitete einen An­griff auf den Einzelbauern c4 ein mit gleichzeitiger Mattdrohung. Euwe erkannte die drohende Gefahr

Tokio, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Außen­minister H i r o t a gab am Dienstagvormittag im Parlament einen Ueberblitf über die Beziehun - gen Japans z u den übrigen Mächten. Der Minister führte in seiner Rede u. a aus:

Eines ber vornehmsten Ziele ber nationalen Politik Japans -ist bie Sicherung unserer Stellung als einer f e ft begrünbeten Macht im Oft en, die alles beitragen will zur Befestigung eines wahren Friedens in der Welt. Im Sinne einer solchen Politik betrachten wir die Beziehun­gen zwischen Japan, Manschukuo, China und der Sowjetunion.

Die japanifche Regierung bedauert es aufs tiefste, daß antijapanifche Strömun­gen ermutigt und systematisch ausgenuht wer­den, um die öffentliche Meinung aufzuputschen und gewisse nationalistische Empfindlich­keiten noch zu steigern. Auf solche Weise haben sich immer wieder Zwischenfälle in den verschiedensten Teile Chinas ergeben. Die japanische Politik ist auf eine wirkliche Stabilisierung 0 stasiens durch Aus­söhnung und Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern Japan, Manschukuo und China ge­richtet, wobei freilich auch dem fommuni- slischen Einbruch in den Orient L i n- hatt geboten werden muh. Die japanische Regierung hofft ernstlich, dah China baldmög­lichst zu vollem Verständnis unb zur Billigung dieses unseres politischen Ausgangspunktes kommen wird.

Was den gegenwärtigen Zwischenfall anlangt, so hat die japanische Regierung von Anfang an an dem Versuch der örtlichen Beilegung und der Nichtverschärfung der Lage festgehalten. Viel wird davon abhängen, was die Nanking-Regie­rung unternehmen wird, zumal man nicht weiß, welche Auswirkung die Dinge möglicherweise auf die chinesischen Massen haben werden. Hier besteht tatsächlich die Gefahr, daß unvorhergesehene Be­wegungen jeden Augenblick zum Ausbruch kommen können. Wir haben jedenfalls allen Anlaß, mit be» fonderer Aufmerksamkeit zu üerfol^en, was die Zentral-Regierung, sowie die militärischen und be» hördlichen Stellen tun werden zur wirksamen Kon­trolle ber antijapanischen Tätigkeit und zum Schutze unserer Landsleute in China. Auch die Zwischenfälle an der mandschurisch» sowjetrussischen Grenze wiederholten sich. Der ernsteste war der jüngste Einbruch sowjetrussischer Truppen und die Besetzung mandschurischer Inseln im Amur-Strom. Indessen endete die Angelegenheit mit einer fried­lichen Beilegung, nachdem die Sowjetregierung fid) bereiterklärt hatte, den Status quo ante herzustellen.

Eine der neuesten Ausnahmen:

Tschiangkaischek, der selber aus ber Militar- laufbahn hervorgegangen war und sich schon 1911 als Führer einer Jnfanteriebrigabe ausgezeichnet hatte, diesem Wirrwarr ein Ende machen. In der Erkenntnis, daß der chinesische Mensch an sich zum I Soldatenberuf wohl geeignet ist, wenn er richtig geführt wird, begann Tschiangkaischek zunächst, sich einen treuen und ethisch hoch stehenden Stamm von Offizieren zu erziehen Zu irünbetc er bie Kadettenschule

ewesen, H erfolgt eher k Ausschusses n« ichen ^sung " Volkskreise. Sie hatten' manchmal mit Räuber­en beßulrageu- bcmben eine verzweifelte Aehnlichkeit. Den chinesi-

__ sehen Soldaten als Typ, als D a te r l anö s oer- leidiger, gab es noch nicht.

Erst langsam, etwa vom Jahre 1922 an, konnte

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