Oer Boden muß genutzt werden.
Oie Durchführungsbestimmungen zur Sicherung der Landbewirtfchafiung.
Ber l i n, 26. April. (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat die Durchführungsbestimmungen zu der Verordnung zur Sicherung der Landbewirtschaftung getroffen. Nach dieser Verordnung kann im Falle schlechter Wirtschaftsführung der Nutzungsberechtigte eines landwirtschaftlichen Betriebes oder Grundstückes zu besserer Wirtschaftsführung aufgefordert und gegebenenfalls bestraft werden. Auch kann der Betrieb, wenn diese Maßnahme nicht ausreichend oder zweckmäßig erscheint, einer Ueberwachung unterstellt werden, oder es kann dem Nutzungsberechtigten die Wirtschaftsführung entzogen und einem Treuhänder übertragen werden. Schließlich ist die Möglichkeit vorgesehen, daß der Nutzungsberechtigte verpflichtet wird, den Betrieb oder das Grundstück pachtweise einer in der Landwirtschaft erfahrenen Person zum Zwecke der Bestellung zu überlassen. Die Durchführungsverordnung bestimmt nun, daß die erforderlichen Anordnungen vom Amtsgericht getroffen werden in der Besetzung mit dem Amtsrichter und zwei Beisitzern aus dem Kreise der Nutzungsberechtigten oder sonstiger sachverständiger Personen auf Antrag des Kreis- bzw. Landesbauernführers. Die einzelnen Maßnahmen find wahlweise zugelassen; eine schwerere Maßnahme kann jedoch nur getroffen werden, wenn festgestellt ist, daß eine leichtere zur Sicherung sachgemäßer Wirtschaftsführung nicht ausreichend oder nicht zweckmäßig wäre.
Weitere Bestimmungen betreffen die B e st e l - lung von Brachland. Sie gehen davon aus, daß es grundsätzlich dem Eigentümer oder sonstigen Nutzungsberechtigten von Grund und Boden überlassen bleibt, zu bestimmen, in welcher Art und Weise sein Grund und Boden genutzt werden soll. Es muß aber verhindert werden, daß landwirtschaftlich nutzbarer Boden überhaupt ungenutzt bleibt. Der Eigentümer oder sonstige Nutzungsberechtigte von Brachland hat sich daher nach Aufforderung des Amtsgerichts zunächst darüber zu erklären, ob er das Grundstück bestellen oder sonstwie nutzen will. Bestellt er es nicht innerhalb einer angemessenen Frist und nutzt er es auch nicht anderweitig, so kann ihn auf Antrag des Landesbauern- führers das Amtsgericht verpflichten, das Grundstück pachtweise einer in der Landwirtschaft erfahrenen Person zum Zwecke der Bestel- l u n g zu übeklassen. Gegen die Anordnung kann Beschwerde beim Landgericht erhoben werden. Die entscheidende Zivilkammer des Landgerichts ist neben den Berufsrichtern mit zwei Beisitzern aus dem Kreise der Nutzungsberechtigten oder sonst sachver- tändiger Personen besetzt.
Den Bestimmungen der Verordnung unterliegen alle landwirtschaftlichen Betriebe und Grundstücke einschließlich des Garten-, Ob st- und Weinbaues mit Ausnahme der Erbhöfe. Für ie verbleibt es bei der Erbhofverfahrensoerordnung. Die Versorgung findet keine Anwendung auf Hausgärten und auf Kleingärten im Sinne der Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung, sowie auf R e i ch s h e i m ft ä t - ten und Kleinsiedlungen, die nach den hierfür geltenden Vorschriften errichtet worden sind.
beschleunigter Wohnungsbau für randa» veiler.
Berlin, 26. April. (DNB.) Die Verordnung zur beschleunigten Förderung des Baues von Heuerlings- und Werkwohnungen sowie von Eigenheimen für ländliche Arbeiter und Handwerker hat starken Widerhall gefunden. Nach den Durchführungsvorschriften haben die Antragsteller — Bauern, Landwirte und Bewerber für Eigenheimftellen — bei den staatlichen Kreisbehörden Fragebogen, die dort zu erhalten sind, ein- zvreichen. Die Bewilligungsbescheide über die Darlehen des Reiches'und der Preußischen Landesrentenbank in Berlin werden von den Durchführungsbehörden (in Preußen den Regierungspräsidenten, in den anderen Ländern den obersten Landesbehörden) erteilt. Bei der Hergabe von Darlehen für Eigenheime können außer Landarbeitern und ländlichen Handwerkern auch Forstarbeiter sowie Deich-, Torf- und Wegearbeiter berücksichtigt werden. Für Werk- und Heuerlings-Wohnungen dürfen neben den Darlehen der Landesrentenbank kei- nerlei andere öffentlichen Mittel (z. B. auch nicht Zuschüsse der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung) in Anspruch genommen werden. Den Behörden wurde aufgegeben, den Werkwohnungsbau als die Maßnahme, durch die die Wohnverhältnisse der Landarbeiter am schnellsten verbessert werden können, in erster Linie zu fördern und die Durchführung möglichst zu beschleunigen. Die Aufgabe, durch den Bau von einwandfreien DZoh- nungen für Landarbeiter die Landflucht einzudäm- men und dadurch dem Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften abzuhelfen, ist damit ihrer Lösung erheblich näher gebracht.
Der Verkehr mit lanvwirtschastlichen Grundstücken.
Berlin, 28. April, (DRV,) In der Bekannt- machung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Grundstücken ist eine Neufestsetzung der Mindestgröße der Grundstücke, die der Bekanntmachung unterliegen, erfolgt. Während bisher nur Rechtsgeschäfte über ländliche Grundstücke mit einer Mindestgröße von Zwei Hektar (in bestimmten Gebieten fünf oder ein Hektar) genehmigungspflichtig waren, wird nun bestimmt, daß die Bekanntmachung sich auch auf Teile solcher Grund st ücke bezieht, sofern die Größe des Teilgrundstückes V2 Hektar oder darüber beträgt. Darüber hinaus wird die Min de st grüße auf Hektar festgesetzt für die Länder Baden und Hessen, das Saarland, den bayerischen Regierungsbezirk Pfalz, während die Cin-Hektar-Mindestgröße neu eingeführt wird für die Regierungsbezirke Allenstein und Oppeln, die Rheinpfalz und Thüringen. Durch diese Neuregelung wird der Geltungsbereich der Bekanntmachung in den Bezirken, in denen der ländliche Kleinbesitz vorherrscht, erweitert und die Möglichkeit geschaffen, im ganzen Reichsgebiet die sinnwidrige Veräußerung von Teilgrundstücken aus ländlichem Besitz zu verhindern.
schäften" in der Front, deren Aufgabe es u. a. ist, die ehemals sozialdemokratisch orientierten Kreise im Rahmen der Vaterländischen Front zur Mitarbeit zu versammeln. Von einer Teilnahme an d e r Regierung war nicht die Rede. Ich erinnere daran, daß das Regime in Oesterreich Koalitionsregierungen ausschließt. Innenpolitisch liegt somit der österreichische Weg vollkommen klar. Es gibt für uns nur d i e Vaterländische Front. Parteien und Parteienoertreter in offener oder versteckter Form werden nie auf Anerkennung rechnen können. In außenpolitischer Hinsicht wiederhole ich, daß Oesterreich gewillt ist, fest auf dem Boden der Römer-Protokolle zu stehen und alle sich daraus ergebenden Verpflichtungen getreu einzuhalten.
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Das DNB. bemerkt dazu: Das Echo, das das venezianische Kommunique in der deutschen Presse gefunden hat, wird Herrn Schuschnigg bestätigen, daß die venezianischen Besprechungen inDeutsch - land richtig verstanden und richtig bewertet worden sind. Was die Ausführungen des Bundeskanzler gegen den aufsehenerregenden Artel des „Giornale d'Jtalia" anbelangt, so handelt es sich hierbei um eine Debatte zwischen diesen bei- den Instanzen. Ob es in diesem Zusammenhang nützlich im Sinne der venezianischen Besprechungen und der vorangegangenen Ministerbesuche ist, auf die Bemühungen der Vaterländischen Front hinzuweisen, die Sozialdemokraten zu einer Mitarbeit zu gewinnen, müssen wir allerdings dahingestellt sein lassen.
„Gwmale h’Stalia" weist falsche Auslegung zurück.
R 0 m, 24. April. (DNB.) Die Behauptung einiger französischer und englischer Blätter, die die in dem Giornale d'Italia angedeuteten Möglichkeiten einer Beteiligung der österreichischen Nationalsozialisten an der Verantwortung unmittelbar mit den Besprechungen zwischen Mussolini und Schuschnigg in Verbindung bringen und darauf schließen, Italien bestimme Oesterreichs nationale Politik, werden von dem Blatt entschieden zurückgewiesen. Die von ihm veröffentlichte Nachricht dürfe durchaus nicht mit den Besprechungen in Venedig in Zusammenhang gebracht werden, sondern sei lediglich im Rahmen der in ihren Wirkungen auf die Außenpolitik kurz dargestellten inneren Lage Oesterreichs berührt worden. Gut unterrichteten Kreisen sei es wohl bekannt, daß in Oesterreich seit langer Zeit Verhandlungen im Gange seien, um eine nationale Befriedung durchzuführen, die die Zusammenarbeit der Nationalsozialisten und der Vaterländischen Front zum natürlichen Ziele haben. Italien habe nicht die Absicht, sich in die innenpolitischen Angelegenheiten Oesterreichs zu mischen. Es dürfe dagegen sehr wohl seiner Befriedigung darüber Ausdruck verleihen, daß die unabhängige Politik Oesterreichs durch ihre Entwicklung zur Klärung der geistigen Einstellung zweier befreundeter Völker und dadurch zu einer erheblichen Besserung der internationalen Atmosphäre beiträgt.
RettutenttmblM durch Hetzfilm.
Wie die „Dt. Z." aus London meldet, läuft in einem großen Londoner Kinotheater gegenwärtig ein Propagandafilm des Kriegsminist e r i u m s, den man als Deutscher nur mit größtem Unbehagen sieht. In dem Film wird in sehr eindrucksvoller und künstlerisch glänzender Art dar- gestellt, wie eine feindliche Macht, die nicht genannt ist, einen groß angelegten Bombenüberfall a u f das friedliche London durchführt. Man sieht zunächst einen Rundfunkansager, der eine Un- terhauswarung des Ministerpräsidenten mitteilt, die Möglichkeit eines Krieges fei nicht von der Hand zu weisen. Kurz daraus werden von einem Wachschiff auf dem Kanal die ersten feindlichen Bombengeschwader beobachtet. Man sieht, wie die Nachricht in die Zentralkontrollstelle für Luftabwehr weitergegeben wird, wie die Soldaten der Miliz zu den Waffen eilen; man sieht einen sorgenvollen Minister telephonieren; Befehle werden von der Zntralstelle an die Bezirkskommandos durchgegeben, Flatbatterien gehen außerhalb der Stadt in Stellung, Jagdflieger steigen überall auf, und inzwischen kommen die feindlichen Geschwa- d e r immer näher; ihr Fortschritt wird an einer großen Karte, um die herum die Kontrolloffiziere sitzen, an kleinen Modellen gezeigt.
Kurz darauf überfliegen sie die erste Linie von Flugabwehrartillerie. Ein Flugzeug wird von den Scheinwerfern erfaßt und abgeschossen, ein anderes stürzt im Luftkampf brennend zur Erde. Aber die meisten kommen durch und man sieht Bomben auf die dunkle Stadt herabregnen. Ueber- all brechen Feuer aus, Frauen kreischen, Häuser fallen ein, Sabies schreien, Männer brechen von Gas erstickt zusammen. In der Zentralstelle murmelt ein sorgenzerfurchter Offizier: „Sie haben die Lücke gefunden; wir können höchstens hoffen, sie auf dem Rückwege zu fassen". Das Ganze ist so realistisch dargestellt, daß eine Gänsehaut den Zuschauern über den Rücken laufen muß, ganz Jo, w i e der Kriegsmini st er Duff Cooper es w ü n sch t. Zum Schluß wird mitgeteilt, daß dies ungefähr ein Bild von dem wäre, was geschehen würde, wenn die Rekrutierung für d i e Territorialmiliz sich nicht besserte.
Bedauerlich an dem Film ist aber besonders, daß er einen höchst unerwünschten Einfluß auf die deutsch-englischen Beziehungen haben muß. Die feindliche Macht, die den Angriff durchführt, ist nicht genannt, aber es kann nicht der geringste Zweifel bestehen, daß das Publikum an Deutsch- I a n d denken muß. Die feindlichen Flugzeuge kommen über hm Kanal, und zwar flieaen sie von Osten nach Westen. Sie erreichen die britische Küste ungefährt an der Themsemündung, also dort, wo man auf der geraden Luftlinie von Deutschland an- kommt. Der Schluß, daß sie aus Deutschland kommen, ist also unausweichlich. Damit aber nicht genug, werden im Laufe des Films Bemerkungen gemacht, die durchaus aus dem Vokabularium der deutschfeindlichen Hetzpropaganda stammen. „Und ohne auch nur den Krieg zu erklären!" murmelt ein Minister. „Was haben wir ihnen getan, daß sie unsere Frauen und Kinder morden wollen?" sagt eine abgehärmte Frau. Es sind Bemerkungen, die die etwas älteren Mitglieder des Publikums an die übelste Hetzpropaganda aus d e m Weltkrieg erinnern müssen. „Ihr Schweine!" ruft eine alte Frau und reckt die Arme zum Himmel, wo die Flieger brummen, und man fühlt förmlich, wie eine Welle von Haß d urch das Publikum geht. Zu der Erstaufführung dieses giftigen Films fanden sich mehrere Minister ein. Der Film ist vom Kriegsministerium erdacht und mit seiner Hilfe durchgeführt. Vielleicht führt er der Miliz einige Rekruten zu; aber der Schaden, den er stiftet, ist sicherlich viel größer.
Das deutsche Buch im Volk und in der Welt.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Kantate-Veran- taltung des deutschen Buchhandels in Leipzig stand eine grundlegende Rede von Reichsminister Dr. Goebbels, aus der eine Reihe bedeutsamer Ge- ichtspunkte hervorzuheben sind. Ein Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Buchhandels seit der Machtübernahme führt zu der Feststellung, daß das deutsche Schrifttum und das deutsche Buch nie zuvor solche Förderung erfahren haben, wie es durch die nationalsozialistische Regierung geschehen ist und geschieht. Im Rahmen der kulturpolitischen Neuordnung in Deutschland hat auch der deutsche Buchhandel die ihm gebührende Stellung innerhalb der Reichskulturkammer und also im deutschen Geistesleben erhalten. Die deutsche Buchproduktion hat sich, wie der Minister überzeugend darlegte, in den letzten Jahren erfreulich entwickelt. In dieser Entwicklung nun sind die geschäftliche und die ideelle Seite mit Feingefühl auseinanderzuhalten und wiederum auch in das richtige Verhältnis zueinander zu bringen. Die Buchproduktion ist gestiegen, die Zahl der Leser ist gestiegen, aber es kommt nicht nur auf den Leser überhaupt an, sondern auf den Leser, der auch Käufer ist; das heißt, daß der Leser erst durch die Erwerbung eines Buches jenes wahre, persönliche Verhältnis zum Buche gewinnt, zu seinem Buche, das er sich lange gewünscht, für das er gespart und vielleicht sogar einmal gehungert hat. Wenn wir das Buch ins Volk fragen wollen, so ist dem Buchhändler dabei vor allem eine ungemein verpflichtende und verantwortungsvolle Aufgabe zugewiesen: er ist, wie Dr. Goebbels ausführte, kein „Händler mit Büchern", sondern ein Treuhänder und zu seinem Teile auch Erzieher des Volkes, dem die Verwaltung eines unserer köstlichsten Kulturgüter in die Hände gelegt ist. Eine solche Auffassung kennzeichnet erst den Perus des Buchhändlers in feiner vollen kulturellen Bedeutung und Verpflichtung. Das Buch soll dem deutschen Volke in seiner Gesamtheit geliebter und schlechthin unentbehrlicher Besitz werden. Das deutsche Buch ist aber auch — und mit ihm der deutsche Buchhandel — von außerordentlicher Wichtigkeit für die kulturelle Zusammenarbeit der Völker. Das gute deutsche Buch hat in der Welt eine Mission zu erfüllen, deren stille und innerliche Werbekraft kaum hoch genug angeschlagen werden kann. hth.
Zwei Heidelberger Korporationen treten zur Gtudentenkampfhilfe über.
Heidelberg, 26. April. (DNB.) Die Stu- dentenführung der Universität Heidelberg teilt mit: Der Altherrenoerband der Heidelberger Landsmannschaft „Teutonia" in der Deutschen Landsmannschaft hat als erster deutscher Altherrenverband den Beitritt aller seiner Angehörigen als Einzelmitglieder in die NS.-Studentenkampfhilfe sowie die U e b e r l a s - sung des Hauses der Korporation an den NSD.-Studentenbund beschlossen. Die Studentenführung hat auf das Haus eine Kameradschaft des NSD.-Studentenbundes gelegt, die den Namen „Kameradschaft auf dem Bremeneck" führt. Damit ist in Heidelberg ein richtungweisender Schritt zur endgültigen Befriedung des Altherrentums der ehemaligen Korporationen vollzogen. Ebenfalls hat der
Altherrenoerband des Korps „Rupertia" Heidelberg im Miltenberger Ring das Korpshaus der „Rupertia" dem NSD.-Studentenbund zur Verfügung gestellt.
Se?öröerungen in der Hitler -Jugend.
NSO. Der Reichsjugendführer beförderte vorbehaltlich der Genehmigung durch den Führer und Reichskanzler:
Den Führer des Gebietes Hessen-Nassau der HI., Oberbannführer Brandt, zum Gebietsführer;
die Führerin des Obergaues Hessen-Nassau des BDM., Gauführerin Else Riese, zur Obergauführerin;
den Oberjungbannführer Paul Wagner zum Hauptjungbannführer.
Ferner wurden vom Reichsjugendführer befördert:
Die Führerin des Iungmädelbundes im Obergau Hessen-Nassau, IM.-Ringführerin Erika D e s ch , zur JM.-Untergauführerin;
der kommissarische Stabsleiter des Gebietes Hef- sen-Nass.au, Unterbannführer Horst Dettmar, zum Bannführer;
der Inspekteur des Gebietes Hessen-Nassau, Unter- bannführer Willi Friede, zum Bannführer;
der Personalabteilungsleiter des Gebietes Hessen- Nassau, Unterbannführer Werner Gauhl, zum Bannführer;
der Adjutant des Gebietsführers, Stammführer Edi Born, zum Jungbannführer.
Zu Bannführern wurden befördert: der Leiter der Gebietsführerschule „Christian Crößmann", Jung- bannführer Ludwig M a g s a m ; der Gaujugend- walter der DAF. und Berufsreferent im Gebiet 13, Unterbannführer Wily. Sauer; der Abteilungsleiter für Werbung und Schulung in der Gauamtsleitung der NSV., Unterbannführer Heini Steu- b i n g ; der Fluchportsackbearbeiter des Gebietes Hessen-Nassau, Unterbannführer Hermann Seele.
Oie ersten HI.-He me im (Sau Hessen-Nassau.
Bei der Grundsteinlegung von etwa 1000 Heimen im ganzen Reich am 3. Mai wird in Hessen-Nassau der Grundstein zu HJ.-Heimen in 22 Standorten gelegt werden. Es handelt sich um die Gemeinden: Herschbach, Deesen, Hachenburg und Marienberg im Bann 87 (Westerwald), Weilburg und Rodheirn im Bann 88 (Wetzlar), Somborn, Rothenbergen- Niedergrünau im Bann 392 (Kinzigtal), Rüsselsheim und Wolfskehlen im Bann 115, „Peter Frieß" (Darmstadt), Rheindürkheim im Bann 117 (Mainz), Dalsheim und Albig im Bann 118 (Worms), Kelkheim im Bann 166 (Taunus), Jugenheim und Wahlen im Bann 249 (Odenwald), Kamberg im Bann 253 (Lahntal), Babenhausen im Bann 287 (Ostenbach), Kestert, Kiedrich und Camp im Bann 288 (Niederwald) und Dillenburg im Dann 303 (Dill- Eder).
Steuerfreiheit für Sonderzuwendungen zum 1. Mai „Berlin, 26. April. (DNB.) Viele Betriebsführer werden ihren Gefolgschaftsmitgliedern zum Nationalfeiertag am 1. Mai wieder Sonderzuwendungen machen. Soweit diese Zuwendungen in Sachleistungen, z. B. Beköstigung, bestehen, ergibt sich die Einkommens- und Lohnsteuersreiheit
schon aus früheren Anordnungen des Reicks. Ministers der Finanzen. Wegen der besonderen 9U deutung des 1. Mai als Nationalfeiertag hat Minister außerdem auch Geldzuwendungen zu diesem Tage für einkommensteuer- (lohnsteuer-i frei erklärt, wenn sie 3 Mark nicht ü b e r ft e t. g e n. Ueberschreiten die Geldzuwendungen diesen Betrag, so sind sie in voller Höhe eintommensfteupr. (lohnsteuer-)pflichtig.
‘Der Brand im Ktoster Marienthal.
Bruder Vitalis
zu I Jahr 6 Monaten Zuchthaus verurteilt.
Lpd. Wiesbaden, 26. April. Vor der Großen Strafkammer Wiesbaden hatte sich der 37 Jahre alte Laienbruder Vitalis wegen fahrlässiger Brandstiftung, Aneignung von Geldern des Klosters sowie wegen Beraubung von Opferstöcken mittels falscher Schlüssel zu verantworten. Am 30. Märzd. I., gegen 10 Uhr, war im Dachgeschoß des im Wallfahrtsort Marienthal gelegenen Franziskaner-Klosters ein Brand ausgebrochen, dem nicht nur der ganze 50 Meter lange Dachstuhl mit achtzehn Zellen, sondern auch ein Teil der wertvollen Bibliothek zum Opfer fiel. In der Zelle des Bruders Vitalis fand man neben Resten mehrerer am gebrannter Pappschachteln Geld und andere Gegen- stände, sowie Schlüssel zu Opferstöcken der anliegenden Wallfahrtskapelle. Der Angeklagte gibt zu, bei Aufräumungsarbeiten in seinem Zimmer heimlich die Mauer in der Ecke seiner Zelle durchbrochen zu haben, um den Hohlraum zwischen Dachgebälk und Fußboden als Versteck benutzen zu können Hier verwahrte er — dem Gelübde der Armut zuwider — auch Geld auf. Am Morgen des Brandtages entnahm er dem dunklen Verschlag verjchie- bene Pappkartons, vergaß aber, als er wegging, um das Vieh zu füttern, die brennende Kerze zu löschen. Das Zimmer schloß er hinter sich ab. Die heruntergefallene Kerze entzündete den leicht brennenden Inhalt des Verstecks. Der Angeklagte gab ZU, daß er das vorgefundene Geld nach und nach von den Gaben der Wallfahrer, die kostenlos Kaffee und Speise im Kloster erhalten hat- ten, zurückbehalten habe. Opferstöcke habe er nur in zwei Fällen aufgebrochen, denen er 60 bzw. 20 Pf. entnommen haben will. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung, Unter« chkagung und schweren Diebstahls- zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten ver- urteilt. Mildernde Umstände wurden dem Angeklagten wegen der Verwerflichkeit seiner Taten versagt.
Holland vor den Wahlen.
Amsterdam, 23. April. (DNB.) In diesen Tagen ist die Listenaufstellung für die am 26. Mai tattfinbenben Wahlen zur 2. holländischen Kammer abgeschlossen worben. 19 Parteien unb Gruppen bewerben sich um die 100 Kammer- itze. Durch bie Bestimmung, daß die Einreichung ion Kandidatenlisten nur bei gleichzeitiger Bürg- chaftsleistung in Höhe von 250 Gulden er- olgen kann, ist es gelungen, bie Zahl von „nur" 19 Parteien zu erreichen. Bei den Wahlen im Jahre 1933 gab es im ganzen 54 Parteien, von denen reilich 39 nicht einen Sitz zu erobern vermochten.
Kleine politische Nachrichten.
Ministerpräsident Göring ist am Montag vom italienischen Regierungschef Mussolini empfangen worden. Er wird Rom voraussichtlich am Dienstagvormittag im Wagen verlassen und wahr- cheinlich über Florenz und Mailand nach Deutschland zurückkehren.
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Der Präsident der Agenzia Stefani, Manila Morgagni, hat mit der Direktion des D e u t • chen Nachrichtenbüros über die Neuregelung der vertraglichen Beziehungen verhandelt. Die Besprechungen haben zu einem den freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern entsprechenden Vertrag geführt. Präsident Morgagni ist vorn Reichsaußenminister Frei Herrn von Neurath und dem Pressechef der Reichsregierung Staatssekretär Funk empfangen worden. Der Minister überreichte ihm im Auftrage des Führers den Stern des Ehrenzeichens vom Roten Kreuz.
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Anläßlich der Anwesenheit des Königlich-Ungarischen Honvedministers General der Infanterie Röder veranstalteten der Reichsminister des Auswärtigen unb Freifrau do n Neurath ein Abend- essen im „H aus b e s R e i ch s p r ä s i d e n - t e n". Außer bem Königlich-Ungarischen Gesandten und den Mitgliedern der hiesigen Königlich-Ungarischen Gesandtschaft waren der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg sowie Generäle der Wehrmacht und Angehörige des Außenamts mit ihren Damen zugegen.
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Regierungsreferendar Hicke, zuletzt an der Regierung in Kassel, ist vom Regierungspräsidenten in Wiesbaden vertretungsweise mit der Verwal- tung des Kreises Biedenkopf beauftragt worben.
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NSG. Der Präsibent ber Reichsrundfunkkammer hat den Gaufunkhauptstellenleiter, Pg. Lehr, zum Landesleiter Hessen-Nassau der Reichsrund- funkkarnrner ernannt.
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Der Führer hat dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h c. Raed er, zu seinem 61. Geburtstage seine Glückwünsche ausgesprochen.
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Die Reichsausstellung „Schaffendes V o l k", die in der Zeit vom 8. Mai bis 8. Oktober in Düsseldorf einen allumfassenden Querschnitt durch das schaffende Deutschland gibt, wird am 8. Mai durch den Ministerpräsidenten Generaloberst Göring eröffnet werden. Es handelt sich bei dieser Schau, in deren Mittelpunkt bie Vier- jahresplan-Werk stattschau steht, um die bisher größte in Deutschland gezeigte Ausstellung.
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Nach Besprechungen des Ministerpräsidenten Blum mit dem Handelsminister Bastid und deck Generalkommissar der Weltausstellung, Labbs erklärte Bastid Pressevertretern: „Sie können ankündigen, daß die Ausstellung offiziell durch den Präsidenten der Republik am Montag, 2 4. Mal, e i n g e w e i h t und am 25. Mai für das Publikum eröffnet wird."
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Der Staatsanzeiger des nationalen Spaniens veröffentlicht eine Verordnung, wonach der Gruß der Falange zum „Nationalgruß" er-
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