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Dienstag, 27. April M7

dr.97 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Gießener Anzeiger

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Edens Besuch in Brüssel

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liiter einzig und allein auf die ideellen Ziele der Bewegung und des Staates verpflichtet und da- tit erst wahrhaft frei wurde, trat auch in der

Deutschland eine gewaltige Umgestaltung der ge- 'mten Presse erlebt: ein Abschwenken von der Ge-

liches Bündnis mit den Sowjets abgeschlossen, das eine Gefahr für den Frieden der Welt sei. Frankreich habe wegen dieses Bündnisses die Freundschaft nahezu ganz Europas verloren. Man müsse Frankreich zu verstehen geben, daß Belgien an der internationalen Politik Frankreichs nicht teilnehmen werde.

staatssekretär Ricci und des Jugendführers des Deutschen Reiches fand am Montagabend im Ham­burger Rathaus ein Staatsempfang statt. In Vertretung des Reichsstatthalters entbot Regierender Bürgermeister K r 0 g m a n n im Kaisersaal den Gästen den Willkommensgruß der Hansestadt. Der herzliche Empfang, den Hamburgs Jugend und Be­völkerung dem italienischen Jugendführer bereitet habe, möge ihm Beweis dafür sein, daß auch im Norden des Reiches die Gefühle für das faschistische Italien stark und aufrichtig seien. Unterstaatssekre­tär Ricci hab hervor, unter wie ganz anderen Verhältnissen er Hamburg heute wiedersehe, als er es vor zehn Jahren kennengelernt habe. Gerade in Hamburg erkenne er den Aufstieg des deutschen Vol­kes. Deutschland und Italien ständen in einem ge­meinsamen Kampf, dxr dem Frieden gelte. Beide Völker würden diesen Kampf siegreich zu Ende führen. Den Abschluß des Empfangs bildete ein großer Zapfenstreich der SS.-StandarteGermania".

am Montag das schaffende Volk an der Ruhr an den Stätten seiner Arbeit und nähmen neue Eindrücke von den Erfolgen des wirtschaftlichen und sozialen Aufbaues des Nationalsozialismus mit. Be­reits am frühen Morgen hatten die 22 Balilla-Offi- ziere den ZechenConsolidation" undGraf Bis­marck" einen Besuch abgestattet. Im Schalter Ver­ein wurde den italienischen Gästen ein Einblick in das Betriebsleben und das Ausbildungswesen ge­geben. Der Reichsjugendführer erlaubte für die Ju­gend dieses Betriebes als einziger Gruppe in Deutschland das Weiterbestehen des Sprechchores.

Kurz nach 16 Uhr trafen in zwei Sonderflug­zeugen die italienischen Gäste auf dem Flughafen Hamburg ein und begaben sich im Kraftwagen zum Ohlsdotfer Friedhof, um der ermordeten Kämp­fer der Bewegung zu gedenken. Im Uhlenhorster Fährhaus fand sodann eine Kaffeestunde statt, auf der die italienischen Gäste mit den Vertretern Ham­burgs in einen regen Gedankenaustausch traten.

Zu Ehren des italienischen Jugendführers Unter-

Wien, 24. April. (DNB.) Bundeskanzler Dr. Schuschnigg erklärte nach seiner Rückkehr aus Venedig einem Vertreter derPolitischen Korre­spondenz" u. a.:Das Kommunique über die Be­sprechungen in Venedig spiegelt vollinhaltlich und wahrheitsgetreu den Umfang, die Ergebnisse und die Atmosphäre unserer Unterredungen mit dem italienischen Regierungschef und dem italienischen Außenminister wieder. Es erfordert keinen weit­läufigen Kommentar und läßt meines Erachtens auch keine haarspalterischen Auslegungen zu. Hin­gegen sehe ich mich veranlaßt, auf einen Artikel desG i 0 r n a l e d ' I t a l i a" zurückzukommen, der geeignet ist, m i ß v e r st ä n d l i ch e n D e u t u n- gen Tur und Tor zu öffnen. Das befreundete Italien hat, wie in der Vergangenheit so auch jetzt seinem alten Grundsatz treu in keiner Weise eine Einmischung in innerpolitische Angelegenheiten Oesterreichs unternom­men. Was also die Möglichkeit einer Mitarbeit

Orfierreich und die Zusammenkunft von Venedig.

Regierung, die 1935 nach deutschem Vorbild unter Mussolinis Schwiegersohn, dem heutigen Außen­minister Grafen Ciano, zu einem Ministerium für fresse und Propaganda erhoben wurde. Bis zum Züni 1924 beschränkte sich die Pressepolitik, nachdem Sie Parteipresse straff organisiert worden war, auf btn Kamvf gegen die Presse der anderen Parteien. Rach der Ermordung Matteottis und dem antt- stschistischen Pressefeldzug stellte der Pressechef der Partei, Ciarlantini, die einheitliche Linie in b*r faschistischen Presse her und gab zentral die Richtlinien für den täglichen Kampf.

Für die Faschisierung der italienischen Presse war ie italienische Pressegesetzgebung ein wesentlicher faftor. Nach ihr ist der Gerant ober der Leiter der Leitung verantwortlich und muß von den Präfek- tin des Erscheinungsgebietes des Blattes als ver- mtwortlicher Redakteur anerkannt sein. Damit vurde die gesamte italienische Presse der Aufsicht b>5 Faschismus unterstellt, denn die Präfekten waren Faschisten. Mit dem Eingehen der Parteien in den Jahren 1925/26 verschwand auch deren fresse Dazu kaufte die faschistische Partei m den Zähren 1926/27 mehrere große bürgerliche Blätter auf und legte verschiedene Zeitungen zusammen, las B e r u f 5 r e g i ft e r, in das alle Journalisten eingetragen fein müssen, sicherte die Monopolstel- (iing her faschistischen Presse, denn über die Ein- tiagunq in dieses Register bestimmt der faschistische Zournalistenverband. In diesem Register wurde eine berufliche Neueinteilung eingefuhrt, wonach unterschieden wird zwischen dem Berufsjournalisten, dem Volontär mit ISmonatiger Ausbildungszeit und dem Publizisten. Ein Kollektiv-Arbeitsvertrag hat sich großzügig der sozialen Stellung des Journa­listen angenommen, und eine Altersfursorge trat an die Stelle der früheren genossenschaftlichen Pen-

neue Abhängigkeit gegenüber den W e st m ä ch t e n geraten könnte. Belgien wolle mit allen seinen Nachbarn gute Beziehungen haben, aber keinem einzigen von ihnen die­nen. Die englische Politik sttmme nicht immer mit den Interessen Belgiens überein. Vor der heutigen französischen Politik müsse Belgien sich wie vor der Pest hüten. Frankreich habe sein ungeheuer-

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einer nationalen Opposition in Oester­reich im Rahmen der Vaterländischen Front be­trifft, so sind jene Erklärungen festzuhalten, die ich als Frontführer der Vaterländischen Front wiederholt in der Oessentlichkeit abgegeben habe. Die anläßlich des Frontappells vom 14. Fe­bruar angekündigte Errichtung eines volks-- politischen Referates in der Frontführung ist nach wie vor beabsichtigt, weil alles, was ver­nünftigerweise zu einer weiteren Eingliederung der nationalen Kreise Oesterreichs in die Vaterländische Front unternommen werden kann, versucht wird. Selbstverständlich kann es sich aber dabei nicht um die Delegierung eines Vertreters der illegalen Nationalsozialisten handeln, sondern nur um die Bestellung einer geeigneten Persönlichkeit, die dem nationalen Lager entstammt und das Ver­trauen des Frontführers genießt. Ich ver­weise hierbei auf analoge Bemühungen durch die Bildung dersozialen A rb e it s gemein-

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hinten Presse erlebt: ein Abschwenken von der Ge- shäftspresse und die Schaffung einer haltungsmäßig ^festigten Gesinnungspresse. Einen ähnlichen Weg S jx die Presse des faschistischen Italiens gegangen.

Vie bei uns nach der Machtergreifung der Schrift- liiter einzig und allein auf die ideellen Ziele der

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mlienischen Pressepolitik nach dem Marsch auf Rom tme entscheidende Wendung ein.

Aus der Entstehungszeit der faschistischen Partei tigen einige faschistische Zeitungen herüber, deren [edeutung darin liegt, daß sie von Mussolini rlbst geleitet wurden. Mit der journalisti- hen Tätigkeit des Regierungschefs nimmt das heu­ige italienische Pressewesen seinen eigentlichen An- mg. Mussolini war in seiner Jugend Journalist, eine politische Wirksamkeit lag zunächst überwie- rnd im Journalismus. Schon 1902 arbeitete Mus- clini in der Schweiz an sozialistischen Blättern; )12 wurde er, nachdem er in verschiedenen ande­rn Zeitungen gearbeitet hatte, Leiter des Mai- : nderAvant i", das Hauptblatt der sozialistischen artet daneben leitete er als Halbmonatszeitschrift ie ihm gehörendeU10 pi a". Nach dem Bruch mit kr Parteileitung gründete er 1915I l P 0 p 0 l 0 ' I t a l i a", von dem die Hauptlast des faschistischen

London, 26. April. Zwischen der englischen Re­gierung und der spanischen Nationalregierung des Generals Franco ist eine Meinungsverschiedenheit über die Ausdehnung der Hoheitsge­wässer an der nordspanischen Küste entstanden. Englischen Handelsschiffen, die Lebensrnittel nach Bilbao zu bringen suchten, traten Ende der vori­gen Woche Kriegsschiffe der spanischen National­regierung dicht außerhalb der Dreimeilen­zone in den Weg. Sie nahmen jedoch von einer Durchsuchung Abstand auf Signale des britischen SchlachtschiffesH 0 0 d" hin, das die englischen Handelsschiffe bis zur Grenze der Dreimeilenzone geleitete, wo baskische Kriegsfahrzeuge und die Küstengeschütze von Bilbao die Schifte gegen ein Vorgehen der nattonalspanischen Seestreitkräfte schützte. Damit sind 8500 Tonnen Lebensmittel, darunter 2000 Tonnen Getreide, in die belagerte Stadt gelangt. Von englischer Seite wird mitge­teilt, daß der Kommandant der spanischen Kreuzer den Befehlshaber des englischen Geschwaders, Vize­admiral Blake, darauf aufmerksam gemacht habe, daß er sich in spanischen Gewässern befinde, da nach Auffassung der Nationalregierung die Hoheitsgrenze bis zu sechs Seemeilen reiche. Wie Portugal und Frankreich habe auch Spanien stets die Sechsmeilenzone als seine Ho­heitsgewässer bezeichnet. Blake erwiderte, daß seine Regierung nur bie Dreimeilenzone an- ertennne unb wiederholte seine Warnung vor

Brüssel, 26. April. (DNB.) Der britische Staatssekretär des Aeußeren Eden wurde mit seiner Gattin am Montagnachmittag im Schloß Laeken von König Leopold zu einem Tee in engstem Kreise empfangen. Nachmittags hatte Eden auf der englischen Botschaft eine längere Unter­redung mit dem Ministerpräsidenten van Zee - land. Am Abend gab Außenminister Spaak zu Ehren Edens ein Essen, an dem u. a. der luxem­burgische Außenminister B e ch, der englische Bot­schafter, die belgische Regierung, ehemalige belgische Außenminister und der belgische Botschafter in Lon­don teilnahmen. Nach den üblichen Begrüßungs­worten wies Spaak auf die französisch-englische Er­klärung vom 24. April hin. Die belgische Regierung habe mit Genugtuung diesen neuen Beweis der Freundschaft und des Vertrauens ausgenommen. England, Frankreich und Belgien hätten mit voll­kommener Uebereinftimmung aus b e n G e - gebenheiten des Augenblicks die not­wendigen Folgerungen gezogen. Spaak begrüßte den englischen Außenminister als ehe­maligen Frontkämpfer. Auch Eden erinnerte daran, daß er sowohl wie der belgische Außenminister und der belgische Ministerpräsident der Frontgene­ration angehörten. Für einen Engländer seiner Generation sei es nicht möglich, nach Belgien zurückzukehren, ohne sich der Prüfungen der Kriegszeit zu erinnern. Es fei die erste Pflicht der Staatsmänner, der Menschheit die Wiederkehr einer ähnlichen ober noch schlimmeren Prüfung zu ersparen. In ben letzten Monaten sei nach ber An­sicht vieler Menschen eine Entspannung in ber internationalen Lage eingetreten. Um den Frieden in Europa zu sichern, müsse man aber ein noch viel positiveres Programm verwirklichen. Der gute Mille allein genüge nicht. Eine Quelle wirklicher Genugtuung sebe die englische Regierung in der Tatsache, daß der belgische Premierminister van Zeeland die schwierige Aufgabe übernommen habe, die Möglichkeit einer Steigerung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit un­ter den Nattonen zu prüfen. Kaum eine andere Nation sei dazu geeignet, an der Erfüllung dieser großen Aufgabe mitzuarbeiten wie Belgien, das während ber Jahrhunderte so viel durch internatio­nale Streitigkeiten gelitten habe. Die Noten zwischen Belgien, Frankreich unb Großbritannien, die ber besonderen Lage Belgiens Rechnung trügen, würden neue Fortschritte hinsichtlich einer europäischen Rege­lung erleichtern.

Scharfe Kritik Degrelles.

Keine neuen Verpflichtungen für Belgien.

Brüssel, 26. April. (DNB.) Im Gegensatz zu der etwas freundlicheren Beurteilung der englisch- französischen Erklärung in dem Organ der Rer- beroegung steht die scharfe Kritik, die ber Führer ber Rexbewegung, ßöon 7) e grelle, selbst in dem Blatt übt. In dem Artikel kommt die Befürchtung zum Ausdruck, daß Belgien zum mindesten in ideo­logischer Beziehung durch diese Erklärung in eine

Auch vor Santander die Blockade durchbrochen.

Britischer Kreuzer geleitet Handelsschiffe bis an die Dreimeilenzone.

London, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Lon­doner Morgenblätter stellen es als höchst wahrschein­lich hin, daß der Nichteinmischungsaus- schuß untersuchen werde, wie weit die national­spanische Flotte berechtigt sei, Handelsschiffe auf hoher See anzuhalten. Ueber den Konflikt zwischen England und der spanischen Nationalregierung über die Frage der Berechtigung des Stoppens von Handelsschiffen betonen die Morgenblätter einhellig, daß England niemals ben Anspruch

Francos anerkennen werbe, baß bie spa­nischen Hoheitsgewässer eineBreitevonsechs Seemeilen hätten. Einmütig unterstreichen bie Zeitungen auch, baß eine Protestnote Fran­cos gegen bas Verhalten berHoob" noch nicht in Lonbon eingetroffen sei.

Im übrigen bringt bie Presse eine Schilderung, nach ber ber britische KreuzerShr 0 pshire" eingegriffen hat, um ein Stoppen englischer Hcm- belsschiffe durch nationalspanische Kriegsschiffe auf hoher See zu verhindern. Der Glasgower Dampfer ,.O a k g r 0 0 e", war von dem spanischen KreuzerAlmirande Cervera" vor dem Einlaufen in Santander auf hoher See angehalten wor­den. Kurz nach Stoppen des englischen Dampfers ist zunächst ein englischer Zerstörer erschie­nen, der von demCervera" Auskunft verlangt hat, was vorgehe. Dieser Antwortete daraus, daß er das Schiff angehalten habe, weil es Kohlen nach Santander bringe, die für Kriegszwecke benutzt wer­ben könnten. Unmittelbar darauf ist bann ber Kreu­zer ,,Shr 0 pfhir e" aufgetaucht, ber ben national- spanischen Kreuzer fragte, was es heißen solle, e i n britisches Schiff auf hoher See a n - z u h a l t e n. DerCervera" hat barauf ermibert, daß er dem britischen Handelsdampfer nicht er­lauben werde, nach Santander einzulaufen. Shropfhire" hat nun dem britischen Dampfer signa­lisiert, von den Anordnungen des spanischen Kreu­zers keine Notiz zu nehmen und die Fahrt fortzusetzen. Er werde ihn schützen. Bis an dis Dreimeilen-Grenze hat der englische Kreuzer den Kohlendampfer dann begleitet, wo er sich unter den Schutz eines bolschewistischen Schiffes begeben hat.

Zn Drzcaya die Front der Bolschewisten durchbrochen.

Salamanca, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet, daß an der Front von Vizcaya die gegnerische Front von den nationalen Truppen endgültig durchbrochen wurde. In Eibar hat der Gegner, ähnlich wie in Jrun, ein ganzes Stadtviertel vor seiner Flucht eingeäschert. Die Linie EibarErmuaMal- lavia-BergOizMalzaga konnte mit sämtlichen Streitkräften überschritten werden. Den na­tionalen Truppen ist zahlloses Kriegsmaterial in die Hände gefallen. Der Feind flieht in voller Auflösung auf den verschiedenen Landstraßen.

ampfes getragen wurde, da ihm 1920 nur acht [eine Wochenblätter zur Seite standen.

Nach der Uebernahme ber Macht burch ben Fa- shismus, bei ber ber Faschismus noch verhättnis- kräßig schwach war, mußte bie übrige Presse mit in ben Dienst gestellt werben. Der amtliche Presse- aoparat, bieAgenzia Stefan i", würbe zu­nächst völlig unter faschistische Leitung gestellt. An ihre Seite trat eine amtliche Pressestelle bei ber

Die faschistische Presse hat innerhalb ber gesam- tm italienischen Presse die führende Stellung A - Itrbings bestehen zwischen Parteipresse unb Nicht­parteipresse nur noch geringe Unterschiede. Im Be­sim ber faschistischen Partei befmben sich von 81 vorhandenen Tageszeitungen 16, von benen ber MailänderPopolo b'Jtalia" unb berPopolo bi Roma" Eigentum Mussolinis sinb. Dazu kommen 3» Wochenblätter unb fünf parteiamtliche Zett- föriften, bie von bem Prefseapparat ber Partei h?rausgegeben werden. Die faschistischen Stuben en- blätter in benen ber faschistische Kampfgeist beson­ders stark in Erscheinung tritt, bilben mit U Blat- hrn non benen berLibro e Moschetto" zur Tageszeitung ausgebaut wurde, eine besondere ^Die^Aussicht über die gesamte italienische liesse wird vom Ministerium für Presse und Pro­paganda ausgeübt. Die Hauptmittel, mit denen ber Aiftchismus auf bie Presse einwirkt, sind seine Rressegesetzgebung unb bas Berufsregister In ihnen mürben bem Journalisten eine weit größere Mog- [iiEeit unb Freiheit gegeben, seine Fähigkeiten atrf alen ournalistischen Gebieten zu betätigen, als nach dn alten Bestimmungen In ber Politik fand bie Epoche bes liberalistisch- kapital! sch en Systems ihr tobe unb auch in ber Presse trat die autoritäre fambbabung ber faschistischen Presse an ihre Stelle.

M^lini selbst hat verschiedentlich die Aufgaben Md bie Stellung ber Presse umrissen Am 10. Ok- hSrlQa S«- ,Jn einem einheitlichen Regime mn d^Presse sich nicht außerhalb biefer Einheit ntnln " Daraus folgt, baß ber Journalismus Ker ein Beruf ober ein Hanbwerk ist, sonbern

im Dienste ber Jbee stehen, nicht seiner selbst.

Rheinsahrk der italienischen Journalisten. Koblenz, 28. April. (DNB., Die italienischen Pressevertreter machten am Montag eine Rhein- sahrt von Rlldesheim nach Koblenz. An Bord be- fanben sich neben bem Gaurnusikzua des Arbetts- dienstes bie Winninger Tanzgruppe sowie eine Ge­sangsgruppe ber HI. Eine große »^on Ver­tretern bes Staates, ber WehrmacUund ber Partei nahmen an der Fahrt teil Eine Wmzerin bot ben Ankömmlingen einen Pokal mit Wem worauf bie Tanmruvve Volkstänze vorfuhrte. Unter Böller­schüssen begann bann die Rh ein fahrt. Alle Ortschaf­ten prangten in reichem Flaggenschmuck. Ueberall wurden die italienischen Gäste von der Bevölkerung ^eVo'b^z hatten Ehrenformationen sämt­licher NS.-Gliederungen am Deutschen Eck Aufstel­lung genommen. In Kraftwagen 9^9 barm äie Fahrt zum HotelRittersturz", wo sich den Gasten ein herrlicher Panoramablick bot. Nach dem Besuch von Koblenz fuhren die italienischen Journalisten durch das Rheintal nach dein Siebengebirge Die Bevölkerung der Städte und Dörfer am Rhein be­reitete ben italienischen Gästen überall emen herz­lichen Empfang. Auf ber Hermann-Goring-Brucke bei Neuwied umringte nahezu bie gesamte -BeDoIEe- rung bie Wagen unb jubelte ben italienischen Gasten xu Am Abenb fand ein Empfang tm Nathans ber Lnfeftabt Köln statt. Oberbürgermeister Schmibt hieß bie Gäste willkommen. Mmisterialbirektor Casini schilderte den tiefen Eindruck den die italienischen Gäste von bem großen ©anbei m ber Wirtschaft unb in der Gesinnung bes deutschen Volkes gefühlt hätten. Den Ab chluß des Abends bil­dete eine Beleuchtung des Kölner Rhemufers und des Kölner Domes.

Die italienischen ZWendsnhrer an der Mr unb in Hamburg.

Essen 26.April. (DNB.) Die italienischen Ju­gendführer', die am Sonntag auf ihrer Fahrt durch das Münsterland und bas westfalische Industrie­gebiet starke Eindrücke von dem Gemeinschaftswillen der deutschen Jugend gewonnen hatten, besuchten

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jeder Belästtgung ber englischen Handelsschifte, morauf die spanischen Kreuzer sich zurückzogen und Engländern ben Weg freigaben.

Italienische Journalisten besuchen auf ij rer Deutschlandfahrt auch den Gau Hessen-Nas- j:u. Der Besuch gibt Anlaß, auf die italienischen Hresseoerhältnisse einzugehen. Wir selbst haben in

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