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Weinrich, den Gauleiter von Koblenz-Trier Simon, den Gauleiter von Saarpfalz B ü r ck e l, ferner den Ministerpräsidenten von Baden, Köh­ler, den Ministerpräsidenten von Württemberg Prof. Mergenthaler, in Vertretung des Mi­nisterpräsidenten von Bayern Generalmajor a. D. Ritter von Hörauf und als Vertreter der hessischen Staatsregierung Staatsrat Reiner, außerdem SS. - Gruppenführer Hildebrand, Führer des SS.-Abschnittes Rhein, Regierungs­präsident von Pfeffer (Wiesbaden), die Ober­bürgermeister von Wiesbaden und Mainz und 12 Generalleutnante der alten Armee.

Meine politische Nachrichten.

Beim Verlassen des deutschen Bodens hat der Herzog von Windsor dem Führer tele­graphisch seinen Dank ausgesprochen für das Entgegenkommen, das er überall auf seiner Reise durch Deutschland und bei der Besichtigung seiner sozialen Einrichtungen gefunden hat. Der Führer sandte ein ebenso herzlich gehaltenes Antmorttele- gramm.

lauf des Samstag ist es in Danzig, vornehmlich in der A l t st a d t, an zahlreichen Stellen zu B e - schädigungen jüdischer Geschäfte ge­kommen. Fast in allen Fällen spielten sich die Vor­gänge so ab, daß in der Nähe der in der Altstadt sehr zahlreichen jüdischen Geschäfte sich Grup­pen bildeten und Steinwürfe gegen südische Geschäfte erfolgten. Der Grund für die Ausschrei­tungen liegt auch in dem infolge von Vorgängen außerhalb Danzigs gehäuften Auftreten ost jüdischer Typen in Danzig: es mußte aber auch festgestellt werden, daß jüdische Personen durch S ch i m p f w o r t e die Bevölkerung reiz­ten. Durch Einsatz verstärkter Kräfte der Schutzpoli­zei und der Kriminalpolizei wurden die Ausschrei­tungen unterdrückt. Unter den zahlreichen Fest­genommenen befinden sich Angehörige aller Schich­ten, auch solche der polnischen Min­derheit. Das weitere Wort hat der Schnell-

Botschafter von Papen, der einige Urlaubs­tage bei Freunden in Schweden verbracht hat, wurde von König Gustav empfangen und zur Abendtafel hinzugezogen.

*

Großherzogin Charlotte von Luxem­burg hat den bisherigen Finanzminister Peter Dupont mit der Neubildung des Kabi­netts betraut. Doupont nahm den Auftrag an, er­klärte jedoch, er behalte sich seine endgültige Ent­scheidung bis zum Abschluß seiner Besprechungen mit den Parteien vor.

Tokio, 26. Oft (DNB. Funkspruch.) Die ja­panischen Angriffe an der nördlichen Schanghai - Front wurden in der Nacht von

Regierungskrisis in Belgien.

Das Kabinett van Zeeland zurückgetreten.

Brüssel, 25. Oft. (DNB.) Die Regierung ist zurückgetreten. Ministerpräsident van Zeeland erklärte im Rundfunk, die beiden Regierungen, Lenen er vorgestanden habe, seien im Zeichen der nationalen Einigung gebildet worden. In den letzten Monaten sei jedoch die Atmosphäre der Einigkeit und des gegenseitigen Verständnisses g e - st ö r t worden. Da die Opposition das Kabinett in seiner Arbeit und seiner Politik nicht habe treffen können, habe sie ihre Angriffe auf das persön­liche Gebiet vorgetragen und versucht, den Chef der Regierung besonders zu treffen. Während seiner kurzen Abwesenheit, die durch sei­nen Gesundheitszustand notwendig geworden sei, hätten sich die Dinge weiter verschlimmert. Es sei eine Krise in der Mehrheit der Regie­rung entstanden. Schließlich seien die Vorfälle bei der Nationalbank eingetreten, die, wie er glaube, ihn persönlich und direkt nichts angingen. Aber er könne ihnen gegenüber auch nicht gleich­gültig bleiben, da von diesen Angriffen die große Institution betroffen würde, der er 15 Jahre lang angehört habe. Diese Zwischenfälle müßten schleunigst ausgeräumt werden, es müsse vollständige Klarheit geschaffen werden, im Inter­esse der Nationalbank,' aber auch in seinem eigenen Interesse. Hierzu werde er auf seine Weise helfen, indem er sich seine Handlungsfreiheit wieder nehme. Unter solchen Umständen sei es ihm nicht mehr möglich, die Verantwortung für die Lei­tung der Politik des Landes zu übernehmen. Er bedauere dies tief. Das Werk der Regierung fei noch nicht vollständig beendet, der größte Teil ihrer Aufgaben sei allerdings durchgeführt worden. Die wirtschaftliche und finanzielle Lage Belgiens sei durchaus gesund. Um das zu zerstören, was man in Jahren aufgebaut habe, brauche man aber oft nur wenig Zeit. Er sehe vertrauensvoll dem Urteil entgegen, das das Land über das Werk der Re­gierung, aber auch über die hinterlistigen Manöver, die sein Werk unterbrochen hätten, fällen werde.

Heuer Sabotageplan Moskaus.

Der Nichteinmischung droht eineneue Krisis.

London, 25. Oktober. (DNB.) Außenminister

Oie neuen Fahnen für das IX. Armeekorps

Oie feierliche Uebergabe durch den Neichskriegsminister in Wiesbaden.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Von Portugal bis zum Nördlichen Eismeer er­streckt sich eine Tiefdruckrinne, deren Aktionszen- trum bisher bei England lag. Der Luftdruckerwei­terung entsprechend wird Deutschland durch eine Südströmung mit Warmluft überflutet, die sich vor allem in der Höhe bemerkbar macht, so daß heute über Frankfurt in 2000 Meter Höhe durch den Wetterflieger noch fast plus 15 Grad festgestellt wurden, lieber Frankreich herrscht verbreitete und ergiebige Niederschlagstätigkeit, doch ist es in Deutschland bisher nur in Südwesten und Westen zu leichtem Regen gekommen. Die Gesamtlage be­dingt auch für die Folge Unbeständigkeit.

Aussichten für Mittwoch: Veränderlich, doch meist bewölkt und Neigung zu Schauern, bei lebhaften Winden um Süd etwas frischer.

Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des unbeständigen Wetters, kühler.

Lufttemperaturen am 25. Oktober: mittags 14,1 Grad Celsius, abends 11,5 Grad; am 26. Oktober: morgens 8,7 Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum heute nacht 8,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Oktober: abends 8,2 Grad; am 26. Ok­tober: morgens 7,9 Grad. Sonnenscheindauer 5,7 Stunden. Niederschläge 0,3 mm. _______

Wonkag zum Dienstag in erbitterten Kämpfen mit dem Einsatz stärkster Kräfte des Heeres und der ZNarineluftwaffe erfolgreich weiter­geführt. Durch die Einnahme befestigter Stel­lungen bei Wiaohang wurde der nördliche Bogen der chinesischen Stellungen einge­drückt. Westlich Tatschangs, wo der Schwerpunkt der Offensive liegt, gelang den Japanern ein Vorstoß in Richtung auf die Schang­hai Sutschau Nanking-Bahn. Um Tatschang selbst wird noch erbittert ge­kämpft, man glaubt in japanischen Kreisen, daß es sich nicht mehr lange halten kann.

Wiederholt wurden Luftangriffe auf die rückwärtigen chinesischen Stellungen bei Natschang, zehn Kilometer westlich Schanghais, und Ehenju, zwei Kilometer westlich Schanghais, durchgeführt Diese Aktion läßt die japanische Ab­sicht erkennen, die chinesischen Truppen im Schang­hai-Sektor abzuschneiden. Auf einer Front- breite von 30 Kilometer beträgt der Geländegewinn der Japaner 2,5 bis 3 Kilometer.

Wiesbaden, 26. DEL (DNB.) In Wiesbaden fand am Dienstagvormittag die feierliche Fahnen- und Standarten -Uebergabe an 136 Truppenteile des V., IX., XII. und XIII. Armeekorps, sowie der 29. Division und der II. Panzerdivision durch den Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg im Beisein des Oberbefehls­habers des Heeres Generaloberst Freihern von Fritsch und zahlreicher Ehrengäste statt. An der feierlichen Handlung nahm die Wiesbadener Bevöl­kerung um so freudiger Anteil, als sie während der Besatzungszeit und des wirtschaftlichen Nieder­ganges mit cm schwersten hat leiden müssen und daher ganz besonders den gewaltigen Wandel zu ermessen vermag, der sich seit der Machtübernahme durch den Führer vollzogen hat.

Heute ist Wiesbaden wieder Standort deutscher Truppen, und auf demselben Platz, wo in schmach­voller Zeit der Oberkommanddierende der Be­satzungstruppen über fremde Soldaten die Parade abnahm, konnte heute der Oberbefehlshaber der jungen deutschen Wehrmacht deutschen Soldaten das höchste Symbol, die Fahne, übergeben. Die ganze Stadt ist reich mit Fahnen geschmückt, besonders aber Wiesbadens Prunkstraße, die nach dem Kur­haus führende Wilhelmftraße. Zu vielen Tausen­den umsäumen die Wiesbadener Bevölkerung die freigegebene Seite der Wilhelmftraße und die an­grenzenden Straßen, um mit stolzer Freude Zeuge des glänzenden militärischen Schauspiels zu sein.

Dor Beginn der Fahnenübergabe hatten sich vor dem Kurhaus der Oberbefehlshaber des Gruppen-

Bomben traf den Dampfer, so daß die Besatzung sich gezwungen sah, das Schiff zu verlassen. Auf die 808-Rufe hin trafen zwei französische Zerstörer ein, die die Besetzung des Schiffes an Bord nah­men. Der Dampfer ist gesunken. Nach einer Havas- meldung aus Marseille ist der französische Dampfer Chasseur 91" in der Nähe von der im Besitz der Bolschewisten befindlichen Insel Menorca von einem bisher nicht bekannten Flugzeug a n g e g r i f- f e n worden und gesunken. Es soll kein Opfer zu beklagen sein. Das französische Außenministe­rium teilt mit, daß die notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden, um sich der Identität der Angreifer zu versichern, und danach die Maßnahmen festzulegen, die derartige Anschläge erheischen. Ein Kriegsschiff ist an Ort und Stelle entsandt worden.

Gedenkfeiern für Flitsch-Tolmein in Wien verboten.

W i e n , 25. DH. (DNB.) Anläßlich des historischen Gedenktages vom 24. Oktober, an dem vor 2 0 Jahren der große Sieg bei Flitsch-Tol- m e in dank der genialen Führung des Generals Alfred Krauß über die Italiener erfochten wurde, war vom Nationaloerband Deutscher Offiziere eine Gedenkfeier im Wiener Musikoereinssaal geplant, bei der General Krauß überDas Wunder von Karfreit" sprechen sollte. Die Veranstaltung wurde jedoch, wie nach den ver­schiedenen Erfahrungen gerade in jüngster Zeit zu befürchten war, von der Polizei in letzter Stunde verboten, nachdem die Verlegung in einen klei­nen Saal eines Außenbezirks von den Veranstaltern abgelehnt worden war. Diese Entscheidung hat er­hebliches Aufsehen erregt, zumal einige Zeitungen melden, es seien, da die Gedenkfeier alsgetarnte Nazidemonstration" zu betrachten sei, in diesem Zu­sammenhang einige Verhaftungen vorgenom­men worden.Jn Klagenfurt dagegen fand am Samstag bereits ein Fackelzug statt, an dem Angehörige des Traditions-Regiments Khevenhüller, benannt nach der ruhmreichen Trupve aus den Befreiungstagen, gemeinsam mit den Kämpfern aus der damaligen Zeit teilnahmen. Auch aus Graz, Innsbruck und Salzburg sind die Männer gekommen, die sich dem bedrohten Kärntner Land in schwerster Stunde zur Verfügung stellten. Die-ganze Stadt prangt im Flaggenschmuck.

Oer Danziger Polizeipräsident zu den Ausschreitungen gegen jüdische Ladengeschäfte.

Danzig, 25. DH. (DNB.) Das Polizei- Präsidium Danzig teilt amtlich mit: Im Der-

kommandos II, General der Artillerie R i 11 e r v o n L e e b , der kommandierende General des V. Armee­korps, General der Infanterie, Geyer, des IX. Armeekorps, General der Artillerie D o l l - mann, des XII. Armeekorps General der Artillerie Freiherr Kreß von Kressen st ein und des XIII. Armeekorps General der Kavallerie Frei­herr von Weichs, die Divisions-, Regiments-, Bataillons- und Abteilungkomandeure der beteilig­ten Truppenteile eingefunden. Zu beiden Seiten der Anlage vor dem Kurhaus hatten Truppen des Standortes Mainz und Wiesbaden Paradeaufstellung genommen.

Oie Ehrengäste.

Aus aller Welt.

Postpräsident Eeck f.

Lpd. Frankfurt a. M., 25. Okt. Der Präsi- dent der Reichspostdirektion Frankfurt a. M., Pg. Eeck, ist nach kurzer schwerer Krankheit am 24. Ok­tober gestorben. Der Reichspostminister, dessen besonderes Vertrauen er besaß, hatte ihn am 1. Au­gust 1936 an die Spitze der Reichspostdirektion Frankfurt a. M. berufen.

Euwe.Aljecksin 31h:51lt.

Die neunte Partie im Schachweltmeister­kampf Euwe Aljechin endete remis. Der Stand lautet mithin: Euwe 3% Punkte, Aljechin 5V2 Punkte.

Fünf Wann aus Seenot gerettet.

Die Station Pillau der Deutschen Gesellschaft für Rettung Schiffbrüchiger meldet: Das Motorrettungs­bootKonsul Kleyenstüber" konnte in der Nacht zum 24. Oktober fünf Mann Besatzung der deutschen JachtLibelle" aus Seenot bergen. Das Rettungsboot ist nach Rückkehr von der Rettungs­fahrt erneut von Pillau ausgelaufen zur Suche nach vermißten Fischern. Die Zahl der in diesem Jahre geretteten Schiffbrüchigen hat sich auf 60 erhöht. Insgesamt wurden bisher von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger 5714 Men­schen der See entrissen.

Verheerendes Unwetter in Bosnien.

In Bosnien ist es infolge schwerer Wolken­brüche zu Unglücksfällen und ernsten Der- kehrsstörungen gekommen. So wurde bei Bugojno durch die Wassermassen eines plötzlich über die Ufer getretenen Baches ein Försterhaus mit sieben In­sassen fortgeschwemmt. Von der siebenköpfigen För­sterfamilie fehlt noch jede. Spur.

Unwetter auf Sumatra fordert 24 Todesopfer.

Wie aus Pdlembang (Südost-Sumatra) gemeldet wird, sind auf dem Hochland von Sumatra einem schweren Unwetter bisher 24 Menschen zum Opfer gefallen. Lang anhaltender wolkenbruch­artiger Regen ließ die Flüsse über ihre Ufer treten. Mehrere^ große Brücken wurden vernichtet. Gleich­zeitig traten an vielen Stellen Erdrutsche auf, durch die ein Teil der Postwege verschüttet wurde.

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Japanische Offensive nördlich von Schanghai Ehinesische Stellungen eingedrückt.

Das Kennzeichen der Osram-W- x^rypeysPartung.

tnebsführers, soweit wie möglich feine Arbeiter auch den Winter über weiter zu beschäftigen und bereits jetzt für das Jahr 1938 Dauerar­beitsoertrage abzuschließen. Betriebsführer, die in den Wintermonaten ungerechtfertigte Ent­lassungen vornehmen, können mit der rechtzeitigen Gestellung von Arbeitskräften nicht rechnen. Das in diesem Jahr von einem Teil der landwirtschaft­lichen Betriebsführer geübte Verfahren der selb­st ä n d i g e n Hereinholung von ausländischen Arbeitskräften ist im nächsten Jahr im Hinblick auf eine gerechte Verteilung auf die Gesamtlandwirt­schaft nicht mehr möglich. Landwirtschaftliche Betriebsführer, die für das Jahr 1938 landwirt­schaftliche Arbeiter benötigen, werden hierdurch auf­gefordert, sich umgehend mitdemzuständigen Arbeitsamt in Verbindung zu setzen und bei diesem auf den ungeschriebenen Vordrucken ihren Kräftebedarf für 1938 bis spätestens 15. No­vember 1937 anzumelden. Die Arbeitsämter geben Auskunft über Voraussetzung und Möglichkeiten des Durchhaltens über den Winter unb der Wieder­verpflichtung von zur Zeit im Betriebe beschäftig­ten Wanderarbeitern, über die Vermittlung von Verheirateten und sonstigen Dauerarbeitskräften, über den Einsatz von Einzellandhelfern und Land­helfergruppen sowie über alle sonstigen Fragen des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes.

lager her nationalen Smiaung"

Der bisherige Stabschef des polnischen Regie­rungslagers, desLagers der Nationalen Einigung", Oberst Kowalewski, ist durch den General­stabsobersten W e n d a ersetzt worden. Die Abbe­rufung des Stabschefs hat grundsätzliche Bedeu­tung. Oberst Koc, hinter dem Marschall Rydz- Smigly steht, hatte kürzlich zur Klärung der Frage nach dem Kurse, den das neue Regierungslager steuern werde, eine Rede gehalten, in der er sich eindeutig für ein autoritäres national les Regime aussprach und damit gleichzeitig eine Annäherung an die rechtsnationale Opposition suchte. Zum größten Erstaunen ganz Polens aber hielt kurze Zeit darauf auch der Stabschef desselben Lagers Kowalewski eine Rede, in der er den pol­nischen Marxisten goldene Brücken zum Lager der nationalen Einigung baute und ihnen öffentlich bescheinigte, daß auch sie sich stets dyrch ein echtes nationales Empfinden ausgezeichnet hätten, es sei ihnen eben nur nicht immer zum Bewußtsein ge­kommen.

Kowalewski ist eine interessante Persönlichkeit, er spricht mehr als ein halbes Dutzend Sprachen, konspirierte im Kriege gegen die Russen und später in der Ukraine gegen die Deutschen, leistete durch seine Entzifferung von Geheimchiffren dem Mar­schall Pilsudski wesentliche Dienste, die zumWunder an der Weichsel" beitrugen, erhielt vom japanischen Kaiser einen goldenen Ehrensäbel und war später polnischer Militärattache in Moskau und in Buka­rest. Also ein vielgewandter Mann, bewährt in manchem romantischem oder auch gefährlichem Unterfangen. ..

Kowalewski huldigte der Ansicht, man könne alle

politischen Parteien, ohne Rücksicht auf ihre bis­herige Neigung nach links oder rechts, unter einen H u t bringen. Er übersah dabei die tat­sächliche Entwicklung, die deutlich zu einer politischen Zweiteilung führte, zum nationalen Führerstaat und zum Volksfrontregime, wobei der Riß mitten durch den bisherigen Pilsudskiblock hindurchgeht. Oberst Koc mußte eine solche Stellungnahme als eine Desavouierung seiner Haltung betrachten, und seitdem war die Krise ch der Führung des Lagers akut. Da der Wechsel im Amt des Stabschefs nicht ohne Zustimmung des Staatspräsidenten und des Marschalls geschehen sein kann, bedeutet er eine Dertrauenskündgebung der höchsten Faktoren im Staate für Oberst Koc und eine Stärkung feiner Stellung. D. 8.

Reichsjustizminister Dr. (9 ürtn er erlitt auf Rückfahrt von der Tagung der amtlichen Straß zeßkommisfion auf der Straße DresdenBerlin in der Nähe von Bad Liebenwerda einen Au10 un - fall. Der Minister zog sich dabei eine leichtere Kopfverletzung zu; er befindet sich a u f dem Wege d e r Besserung.

.K ftän, 1 ÄTh leit banf.l Wn: ent.

Von bwi Ehrengästen sah man den fetter von Hessen-Nassau Reichsstatthalter Spren­ger und den Gauleiter von Kurhessen Staatsrat

Eden empfing am Montag den deutschen Ge­schäftsträger, Gesandten Dr. Woermann, den italienischen Botschafter Graf Gran di und den französischen Botschafter (Sorbin.Evening Stan­dard" will erfahren haben, daß der Sowjetbotschaf­ter Maisky von der Sowjetregierung den Auf­trag erhalten hat, in einem günstigen Augenblick dem Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses mitzuteilen, daß Sowjetrußland sich nicht mehr verpflichtet fühle, weitere finanzielle Beiträge an den Nichteinmischungsausschuß zu leisten. Die Sowjetreaierung stehe auf dem Stand­punkt, daß die gesamte Nichteinmischungspolitik zusammengebrochen sei und daß die jetzi­gen Maßnahmen nur eine völlig veränderte Lage verschleiern sollten.

Preß Association" hält es für möglich, daß auf der Nichteinmischungssitzung der Plan einer symbol­haften Zurückziehung von Freiwilligen ganz auf- gegeben wird. Bisher habe der Ausschuß nur einftimmig gehandelt. Sollte Sowjetrußland auf seiner Weigerung beharren, den britischen Plan anzunehmen, so könnte der Ausschuß vielleicht ent­scheiden, auf Grund eines Mehrheitsbe­schlusses zu handeln.

Die wenig optimistische Stimmung, die man in London über den Fortgang der Arbeiten im Nicht­einmischungsausschuß verzeichnet, wird in ita­lienischen K r e i s en geteilt. Die Meinungsver­schiedenheiten der im Ausschuß vertretenen Mächte drohen einen unversöhnlichen Charakter anzunehmen, nachdem S o w j e t r u ß l a n d sich ge­weigert hat, den englischen Plan als Verhandlungs­grundlage anzunehmen und trotzdem darauf besteht, an den Verhandlungen teilzunehmen. Die Gegen­sätze grundsätzlicher Natur seien nach dem konkre­ten Beitrag Italiens der sich inzwischen durch die sowjetrussische Sabotage bereits als unnötig erwie­sen habe - nur noch stärker geworden.

Zwei französische Dampfer durch Luftangriffe versenkt.

Paris, 25.DH. (DNB.) Wie aus Perpignan . gemeldet wird, ist der französische DampferU l e d

Mell ah", der sich mit einer Getreideladung aus Marokko auf dem Wege nach Port Vendre befand, etwa 50 Meilen östlich von Barcelona von einem Flugzeug unbekannter Natio­nalität bombardiert worden. Eme der

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