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ben Werkchor finden, der unter Leitung von Diri-1 gfs. I u g e n b g r u p p e n in Ortsfr gent Bender, Watzenborn-Steinberg, brei Lie- f di a f t e n ftn iinforan

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I. Der Tag fapi fchie Or:

,'^ch bin also hoch schon zu alt?" fragt Lyk bitter.

Wünsch wehrt leise ab:Aber Sabines Liebe fiel auf mich..."

der Plantagenlyk so schnell unb so erfolgreich ge­bändigt worben ist. Geh, Wünsch, bring' Sabine, bevor diese gute Stunbe vorüber ist."

Ich war gern Ihr Freunb, Herr Lyk. Vielleicht barf ich's in dieser Stunbe einmal sagen..."

Lyk rührt sich nicht. Aber wenn man schon zah­len muß, grübelt er weiter, soll man es mit An- stanb tun, auch wenn einem ber Preis, ber gefor­dert wirb, zu hoch erscheint. Hab' ich's nicht mein Leben lang so gehalten? Das wär' boch... Und was hat Wünsch ba eben gesagt: er verliert einen Freunb?

Lyk muß an Nikolaus Lorenz benken. Auch ber hat einen Albert Lyk zum Freund gehabt unb hat ihn um einer Frau willen verloren. Soll zum zweitenmal eine Frau eine schöne Männerfreunb- schaft zerstören? Nein! Unb: wer verliert beim? Wer ist benn bamals einsam zurückgeblieben? Wer bleibt auch biesmal einsam zurück? Er selbst, er, Albert Lyk, ber Plantagenlyk! Wie bamals würbe er wieder Jahre hindurch leiben unb mit sich selbst grollen unb nicht froh werben können in all seinem Reichtum...

Aber hat er nicht Nick versprochen, baß er alles Menschenmögliche für Sabines Glück tun wirb? Er räuspert sich unb will etwas sagen. Aber es geht noch nicht. Der alte, starre, herrische Egoismus weicht nur ganz langsam unb wiberwillig dem besseren Ich.

Dann, nach langen, langen Minuten hat er sich burchgerungen.Was reden wir ba, lieber Wünsch", sagt er, noch ein wenig heiser vor innerer Anstren-' gung,was reben wir ba für Unsinn. Wir waren Freunbe, wir bleiben es. Unb was Sabine unb Sie unb mich betrifft: Da, Conrab Wünsch, ba haben Sie beibe Hänbe, bie eine für Sie, die anbere für Sabine! Schlagen Sie ein!"

Wünsch ergreift sie stumm. So stehen sie eine Weile, bis sie sich ber Feierlichkeit bes Augenblicks beschämt bewußt werben, so baß sie sich schnell von- einanber abroenben unb sich irqenbwo im Zimmer sinnlos zu schaffen machen müssen.

Aber immer noch arbeitet es in Lyk weiter, so stark, baß er reden muß:Wie jetzt also bie Dinge liegen", sagt er hastig unb geschäftig,benke ich mir, baß es bas Beste wäre, wenn Sabine bas Gut gleich übernähme. Wir wollen es ihr noch | heute sagen. Später mal. Wünsch, alter Junge, 1 später mal barf ich zu Gast kommen, ber alte Dn- kel Albert Lyk kommt zu Gast, jawohl. Dann kriegt er bas Zimmer wieber, bas er jetzt hat, unb Sa- < bine, beine Frau Sabine stellt ihm Blumen hin. Vielleicht schält sie ihm auch wieber einen Früh- l stücksapfel. Aber was schwätze ich ba geh lieber | 3u Sabine, hole sie, damit wir ihr sagen können, wie ber schwierige Kampf um ihre kleine Person s zwischen uns zwei beiben ausgegangen ist. Unb wer I weiß, vielleicht freut es sie boch, wenn sie hort, baß i

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mein Mi­das Hecke )räif ber Steic chlac tjige

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gent Bender, Watzenborn-Steinberg, brei Lie­ber (Freiheit, bie ich meine",Zu Straßburg auf der Schanz'",Lieb ber Bauleute"), zu Gehör brin­gen wirb.

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Sie empfanb auch Liebe für Michailow..." braust Lyk auf unb überlegt: wenn aus Michai­lows Untersuchungshaft einmal Schlimmeres ge­worben ist, wirb Sabine erst ganz erkennen, wem sie ins Garn gegangen ist... Aber bas hat sie von ihrer Mutter, daß sie zu spät erkennt...

Wünsch wartet, ob Lyk seinen bitteren Worten noch etwas hinzufügt, bann legt er ihm leicht bie Hanb auf bie Schulter:Warum wollen Sie so un­gerecht sein, Herr Lyk? Gerabe Sie, ber Sie sonst immer so überaus gerecht waren? Darf benn ein Mäbchen, bas noch nichts von ber Liebe weiß, nicht einmal irren? Weiter war bas boch nichts, bies Zwischenspiel mit Michailow. Unb vergessen Sie nicht, wie Michailow bem Mäbchen nachgestellt hat! Aber Sabine unb mich hat es fast gegen unseren Willen zueinander getrieben. Unb auch bann ist noch fein Wort von Liebe zwischen uns gefallen."

So. Ich benke..."

Ich bin ja noch nicht fertig mit meiner Rebe. Erst auf bem Weg zum Gut, als Sabine plötzlich klar würbe, baß ich sie nur zurückbringen würbe, um ein zweites Mal von ihr Abschieb zu nehmen ba nahm sie auf einmal unb ich glaube, zum erstenmal in ihrem Leben ihr Schicksal selbst in bie Hanb unb gestand mir ihre Liebe. Unb sie fanb Worte, Herr Lyk ich betone bas nur, bamit Sie begreifen, was für eine Wanblung bie stille, schüch­terne Sabine burchgemacht hat sie fanb Worte nüe eine ganz reife Frau. Sie fragte auch nicht nach meiner Liebe, sie schenkte mir nur ganz ohne Vor- behalt ihr Herz. Unb so ist es gekommen, Herr ^.yk, baß wir hier oben bei Ihnen Hanb in Hanb emtraten, bereit, unser Glück zu verteidigen."

Lyk starrt noch immer aus bem Fenster. Wünschs panb, bie auf feiner Schulter lag, hat er mit einer letfen, trotzigen Bewegung abgeschüttelt.

Alles ist mir geglückt in meinem Leben, benft M nur Susanne konnte ich nicht halten. Unb ihre Tochter nicht. Mit bem Verzicht muß ich wohl zah­len für alles anbere. Das ist bie Gegenrechnung bes Lebens. Unb ich hab' gebacht, es wär' alles 'schon ausgeglichen, weil ich meinen Mann geftanben hab' roo es immer nötig war... Er verzieht ben Mund zu einem Lächeln.

Ich bin mir burchaus bewußt", ruft Wünsch ihn in die Gegenwart zurück,baß ich die längste Zeit Ihr Anwalt gewesen bin. Aber bas muß ich hin- nehmen, weil man schließlich für alles im Leben irgenbroie bezahlen muß..."

Du also auch ... benft Lyk unb schweigt noch immer.

"Daß ich jeboch auch Ihre Freundschaft verliere, tut mir bitter weh, unb barüber wirb mich auch Sabines Liebe nicht ganz Hinwegtrösten können.

Leistungsschau der Volksschulen des Kreises Gießen

RS.-Lehrerbund, Bezirk Gießen-Land.

gen Versagung der Legitimationskarte für das Kj. 1937.

Steuerbefreiung für neuerrichtete Wohngebäude.

Vom Finanzamt Gießen erhalten wir die nach- stehenbe Zuschrift:

In Nr. 170 Ihrer Zeitung veröffentlichten Sie unterBriefkasten ber Redaktion" eine steuerliche Auskunft, die nicht voll unb ganz ben tatsächlichen Verhältnissen entspricht, unb baher zu unbegrün­deten Berufungen führt.

Nach ben zur Zeit geltenben Bestimmungen un­terscheibet man bei nach bem 1. 7.1918 bezugsfertig geworbenen Wohngebäuden zwischen a) älteren, b) mittleren, c) neuesten Neuhausbesitz.

Unter a) fallen Wohngebäube, die bis zum 31.3. 1931 bezugsfertig wurden,

unter b) bie bis zum 31.3.1934 31.5.1934 bezugsfertig geworden, unb

unter c) alle nach bem 1. 4.1934 bezugsfertig ge­worbenen Gebäube.

Gießen, 26. Aug. Auf bem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1/55 bis 1,60, Lanbbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Wirsing, % kg 9 bis 12 Pf., 50 kg 6 Mark, Weißkraut, % kg 8 Pf., 50 kg 5 Mark, Rotkraut, kg 9 bis 12 Pf., 50 kg 8 Mark, gelbe Rüben, kg 9 Pf., Karotten 8

bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen, grün 12 bis 23, gelb 12 bis 23, Erbsen 20 bis 25, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, neue, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,80 bis 4 Mark, Früh­äpfel, kg 15 bis 30 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfir­siche 25 bis 40, Brombeeren 30 bis 33, Preiselbeeren 35 bis 38, Birnen 10 bis 25, Zwetschen 12 bis 17, Mirabellen 35 bis 38, Renekloden 25 bis 30 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 45, Salat 8

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Gefährliche Unfallstelle am Marktplatz.

Heute morgen ereigneten sich auf dem Fahrdamm vor der Engelapotheke am Marktplatz in kurzer Folge zahlreiche Verkehrsunfälle, die dadurch her- oorgerufen wurden, daß anscheinend ein Kraftfahr- zeua eine erhebliche Menge Del verloren hatte. Diele Volksgenossen, die sich mit dem Fahrrad un­terwegs befanden und vom Kirchenplatz her in die Schulstraße einbiegen wollten, glitten auf dem Del- streifen aus, verloren die Herrschaft über die Fahr- räöer und stürmten. Dbwohl einige Leute an der Straße die Radfahrer warnten, war es nicht zu ver­hindern, daß immer wieder Radler, die die Gefah­renquelle nicht sofort erkannten, zu Fall kamen, sich die Kleider beschmutzten, ja sie sogar zerrissen. Auch zwei Motoradfahrer kamen zu Fall, glücklicherweise ohne zu Schaden zu kommen. Ein Radfahrer erlitt bei seinem Sturz einen Muskelriß am rechten Dber- schenkel. Die Gefahrenquelle wurde von der Feuer­wehr zunächst vorsorglich durch Sandstreuen besei­tigt. In gleicher Weise war auch am Ludwigsplatz eine Gefahrenquelle (sicherlich durch das gleiche Kraftfahrzeug) entstanden, an der ebenfalls ver­schiedene Verkehrsteilnehmer zu Fall kamen.

(Biebener ZBodjenmarftpreiie.

Am Abend des gleichen Tages steht Lyk nach ein- 1 mal am Fenster; nachdenklich und weich ist sein 1 Ausdruck.

Auf dem Tisch liegt die Zeitung, in der er gelesen hat und die er verstecken wird, bevor Wünsch und Sabine das Zimmer betreten. Sie brauchen noch nicht zu erfahren, daß Michailows eigene Frau sich als Renz' Mörderin der Polizei gestellt und daß sie das ganze stille Drama, das sich auf dem Gut abgespielt hat, vor dem Untersuchungsrichter vor­behaltlos aufgerollt hat. Früh genug wird bas alles an ihr junges Glück herangetragen werden, wenn die Verhandlungen beginnen. Und wer weiß, ob dann Sabine nicht erschreckend genug erkennen wird, welche sonderbare, beinahe treibende Rolle sie in diesem Drama gespielt hat. Ist sie nicht wie eine Traumwandlerin gewesen, die über Ab gründen wandelt? Und was eigentlich hat sie beschützt, so daß sie unberührt von den dunklen Leidenschaften der anderen ihren Weg gehen konnte? Ihre Rein­heit? Ihre Kindlichkeit? Ober doch die Nähe ihres Vaters? Nick Lorenz, vielleicht war dein Tod doch nicht so sinnlos und grausam, wie es deinem Freund Albert Lyk zuerst erschien. Vielleicht wurde in deiner Todesstunde Sabines Glück geboren und Irina Kontschakowna der Frieden ihrer Seele wie­dergegeben. Vielleicht wird auch aus Tat und Buße deiner Mörderin ein neuer Mensch. Vielleicht...

Draußen über den Hof gehen Arm in Arm Con­rad Wünsch und Sabine. Sabine trägt einen bun­ten Blumenstrauß in der Hand, sie hat ihn selbst gepflückt auf den Wiesen, von denen sie nun weiß, daß es die ihren sind, und selbst auch gebunden auf dem Tisch in der Veranda, wo sie als künftige Gutsherrin oft noch fitzen und Blumen binden und über das weite Tiroler Land blicken wird.

Lyk sieht ihr nach, wie sie mit dem Mann an ihrer Seite Schritt hält. Und er sieht deutlich, daß sie sich zärtlich und voll Glück an feine Schulter lehnt. Wovon sprechen sie jetzt? denkt er schmerz- l'ch. Wohin gehen sie jetzt? Haben sie mich schon ganz vergessen?

Aber sogleich schämt er sich seiner Gedanken, und ein heißes Gefühl wärmt ihm das Herz: Sabine aeht mit ben Blumen zu Renz' Grab. Er soll einen Gruß haben von ihr, an ihrem glücklichsten Tag, hat sie leise lächelnd gesagt.

Und ihr schimmernder Blick, der so sehr an Su­sanne erinnert, hat so innig auf den Blumen ge* fegen, als ahne ihr Blut vieles, was ihrem Wissen verborgen ist.

Für den älteren und mittleren Neuhausbesitz endet die völlige oder teilweise Grundsteuerbefreiung am 31.3.1939. Hinsichtlich Einkommen- und Vermö- genfteuer genießt ber ältere Neuhausbesitz keine Begünstigung, der mittlere Neuhausbesitz ist von der Einkommen- unb Vermögensteuer bis zum Enbe des Kalenberjahres 1938 befreit.

Die Befreiungen erstrecken sich nur auf den Wohnzwecken bienenben Teil, nicht aber auf ge­werblich genutzte Gebäudeteile.

Unter ben steuerbegünstigten neuesten Neuhaus- besitz fallen nur: a) Kleinwohnungen, b) Einfami­lienhäuser.

Kleinwohnungen müssen bis zum 31. 3. bzw. 31.5.1937 bezugsfertig gewesen sein. Ihre nutzbare Wohnfläche darf 75 qm nicht übersteigen. Die Steuerbefreiung erstreckt sich auf die staatliche unb die halbe gemeindliche Grundsteuer, die Einkom­men- und Dermögensteuer, und zwar hinsichtlich ber Grunbsteuer bis zum 31.3.1939, hinsichtlich ber Einkommen- und Dermögensteuer bis zum Enbe des Kalenderjahres 1938.

nen Antrag auch kündigen können. Von sich aus fünbigen! Das wäre anftänbig gewesen. Aber ..." Er schüttelt ben Kopf unb nimmt Sabines Hanb in feine, um sanft über sie hinzustreichen.Aber aus­kneifen gerabe das hätte ich von meiner Sabine nie erwartet..."

Durch Sabines Körper geht ein heftiges Zittern. Sie kämpft tapfer um Fassung, aber vergebens. Schon füllen sich bie Augen mit Tränen, ihr Munb zuckt bitter.

Wünsch verstummt erschrocken. War er zu un- sreunblich? Unb: er hatmeine Sabine" gesagt. Meine Sabine... Warum? Steht es schon so um ihn?

Sabine weint immer heftiger. Wünsch hält noch immer ihre Hanb.

Da fragt er:Und Sie lieben ihn kein bißchen?" Wen benn? Lyk?" fragt Sabine unter Tränen unb schüttelt ben Kopf, als sei Wünschs Frage eine Zumutung.

Wünschs Herz steht einen Augenblick still. Eine anbere Frage wirb laut in ihm. Eine für ihn wichtigere. Aber er stellt sie nicht. Er wagt es nicht. Schließlich führt er Sabine zum Sofa unb bestellt ein Ferngespräch nach Brunsbichel.

Sabine ist entsetzt. Aber Wünsch lächelt ein wenig verloren:Ja, nach Brunsbichel. Herr Lyk hat boch schon angerufen, er sucht Sie, ich will ihn beruhi­gen ..."

Unb bann?"

Wünsch setzt sich neben Sabine:Dann, Sabine, verschlafen wir erst einmal den ersten Schreck, unb morgen fahren wir zusammen nach Brunsbichel."

Wollen Sie mich verkuppeln? Ausgerechnet Sie? Ich will nicht zurück nach Brunsbichel!" begehrt Sabine auf.

"Auch nicht, wenn ich Sie darum bitte?" Sabine senkt ben Kopf.

"Es könnte boch fein, baß bie ganze Angelegen­heit nicht so peinlich ist, wie Sie sie sich vorstellen Es konnte sein, baß Herr Lyk Ihr Nein viel fried- licher hinnimmt, als Sie jetzt denken. Und daß er uns..." Er verstummt und lächelt wieder.

Ober läufst du mir nun auch davon", fragt er b?"n£riub weiß gar nicht, baß er Du gesagt hat - "läufst bu mir nun auch davon, weil ich dich ent» täuscht habe?"

Er beugt sich vor und sieht Sabine zärtlich an.

Sabine schluckt noch ein paarmal. Dann wischt sie sich energisch über bie Augen.Nein", sagt sie weich,dir laufe ich nicht davon. Nie!.. "

bahn gekommen sein soll, gegen eine im gleichen- Augenblick die Straßenkreuzung passierende Hoch,' zeitskutsche. Das Mädchen kam mit dem Rad z^ Fall unb stürzte zwischen bie Pferbe und diel Vorberräber bes Wagens. Glücklicherweise blieb berj gefährliche Sturz verhältnismäßig glimpflich, denn! bas Mäbchen erlitt nur einige Kopfwunden. Nach ärztlicher Hilfeleistung in der Klinik wurde das Mä­del wieder entlassen.

** Unfall in ber L u d w i g st r a ß e. Heute früh ereignete sich in der Ludwigstraße in der Nähe der Bahnüberführung ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer unb einigen Schulmädels, bie den Fahrüamm überquerten. Dabei würbe ein Mäbel leicht verletzt unb feine Kleider beschädigt, während ber Motorradler leichte Verletzungen an ben Hänben erlitt. Die Schuldfrage unterliegt noch ben polizeilichen Ermittlungen.

Amtsgericht Gießen.

Der R. I. aus Leihgestern hatte sich gestern wegen Entfernung eines Pfandsiegels unb wegen Pfanbverschleppung zu verantworten. Am 19. Fe­bruar 1936 hatte ber Gerichtsvollzieher bei ihm in seiner Gießener Wohnung einen Schreibtisch unb einen Schrankgrammophvn gepfändet. Kurze Zeit barauf hat ber Angeklagte bie Pfanbsiegel entfernt. Im September 1936 ist er dann unter Mitnahme der gepfändeten Möbel nach Leihgestern gezogen. Wegen bieser Hanblungen war er durch Strafbefehl in eine Gelb st rase von 80 Mark und 100 Mark (zusammen 180 Mark) genommen worden.

Gegen den Strafbefehl hatte er Einspruch ein­gelegt mit ber Begründung, daß er von ber Pfän­dung nichts gewußt und keine Pfandsiegel entfernt habe. Außerdem habe er bie Möbel vorsätzlich ent­fernt, da er sich bei ber Polizei ordnungsgemäß abgemelbet hätte und es somit genau bekannt ge­wesen sei, wo sich die Möbel befunden hätten. Die Einwendung bes Angeklagten konnte ihm in ber Hauptverhandlung burch Zeugen widerlegt werden. Das Gericht erhöhte die im Strafbefehl ausgespro­chene Strafe auf je 10 0 Mark (zusammen also 200 Mark), ba sein Verhalten in ber Haupt- verhandlung nicht so war, wie man es heute bei einem ordentlichen Volksgenossen in solchen Dingen erwarten muß unb damit der Angeklagte etwas mehr Autorität in den Handlungen staatlicher Or­gane erblicken lernt.

Katholischer Pfarrer verhaftet.

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schäften. In unseren Drtsfrauenschaften Gießen- Süd und Gießen-Mitte sind Jugendgruppen aufge­stellt worden. Zur Gruppe Gießen-Mitte, die von Fräulein Hiltrud Sch epp geleitet wirb, haben sich bis jetzt 18 junge Mädchen gemeldet. Die Gruppe Sich, der bis jetzt schon 37 Mitglieder an­gehören, wirb von Fräulein Annemarie S ch m i b t geführt.

Leitung ungeordnet wurde, daß jeder Erzieher feinen Stammbaum nachzuweisen hat.

Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete bie Besprechung über bie Richtlinien für ben Unterricht in ben vier unteren Jahr­gängen ber Volksschulen. Lehrer Meyer (Großen-Linden) gab in einem einleitenden Vor­trag ein getreues Bild des neuen Lehrplanes, ver­glich ihn mit dem alten unb kam zu bem Ergebnis, daß die geforderten Ziele erreicht werden konnten. Er ging dabei auch auf scheinbar schwere Ziel­punkte näher ein. In der lebhaften Aussprache, bie ich anschloß, kamen die Versammelten zu beim eiben Ergebnis, allerdings wurde auch auf be- onders schwierige Verhältnisse, wie sehr starke Klassenbesetzung, zu frühe Aufnahme der Schul­rekruten usw., hingewiesen.

Für bie Familienzusammenkunft, die am 4. Sep­tember stattfinden soll, wurde beschlossen, einen Ausflug nach Braunfels zu unternehmen.

Nach dreistündiger Tagung wurde die Versamm­lung mit bem Gruß an den Führer geschlossen.

Als Einfamilienhäuser gelten Wohngebäude, de­ren nutzbare Wohnfläche 150 qm nicht übersteigt, und die vom Hauseigentümer mindestens zur Hälfte selbst bewohnt werden. Sie müssen bis zum 30. 9. 1937 bezugsfertig fein. Die Steuerbefreiung erstreckt sich auf bie staatliche und die halbe gemeindliche Grundsteuer, sowie bie Einkommen- unb Vermögen­steuer. Sie endet hinsichtlich der Grundsteuer am 31.3.1944, hinsichtlich der Einkommen- und Ver­mögenssteuer mit Ablauf bes Kalenderjahres 1943.

Die vorgenannten Flächenmaße können über­schritten werden, wenn zur Familie des Wohnungs­inhabers mehr als drei Kinder gehören.

Nicht begünstigt ist beim mittleren und neuesten Neuhausbesitz ber Grund und Boden, sofern es sich um ein Erbbaurecht handelt, sowie der Teil der Gesamtgrundfläche bebaute Grundfläche, Hof­räume und Hausgärten, ber das 12fache der bebauten Grundfläche übersteigt.

Alle nach dem 31. 3. bzw. 31. 5.1934 bezugsfertig gewordenen Gebäude, bie nicht unter ben vorstehend für ben neuesten Neuhausbesitz erläuterten Begriff fallen, genießen keinerlei Steuerfreiheit.

Sondergebäudesteuerpflicht besteht bei ben nach bem 1.7.1918 erstellten Gebäuden, abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, nicht.

Die vorstehenden Ausführungen sind nicht er­schöpfend. Soweit daher in dem einen ober anderen Falle noch Zweifel bestehen, wäre bie erforderliche Auskunft beim Finanzamt einzuholen.

Werkskonzert bei Schunl & Ebe.

Die Betriebsführung der Firma Schunk 8- Ebe, Windhof, bereitet am Dienstag, 31. August, zwi­schen 12 und 13 Uhr ihrer Gefolgschaft eine schöne Freizeitstunde. Bei schönem Wetter wird in der

Am gestrigen Mittwoch fand eine Versammlung des NSLB., Bezirk Gießen-Land, imBurghof" in Gießen statt. Der Vorsitzende, Rektor Sieg­fried (Großen-Linden), begrüßte bie zahlreich Erschienenen auf bieser ersten Zusammenkunft nach den Ferien aufs herzlichste und ging bann in seinen weiteren Ausführungen auf bie Bebeutung des 22. August, bes Tages von Anloy, ein. Er erinnerte daran, daß an diesem Tage auch unser hessisches Infanterie-Regiment Nr. 116 zum ersten Male in eine größere Schlacht eingriff unb dabei große Dpfer brachte. Zum Gedenken der gefallenen Brüder sangen bie Der sammelten das Lied vom guten Kameraden.

Für eine Leistungsschau ber Volks - schulendes Kreises Gießen wurden sodann die Richtlinien bekanntgegeben. Sie soll im Herbst stattfinden unb Arbeiten aus bem engeren und er­weiterten Arbeitsgebiet ber Volksschulen zeigen. Alle Schulen des Bezirkes wollen sich an dieser Ausstellung beteiligen.

Sodann wurden die Ahnentafeln für bie Mitglieder ausgegeben, da von der NSLB.-

Lpd. D a r m ft a b t, 25. Aua. Der feit zwei Iah» ren in Hammelbach im Odenwald amtierende katholische Pfarrer Pfuhl wurde wegen Verbre­chens gegen § 174 StGB, verhaftet und nach Koblenz überführt.

Ein Schwindler trägt unberechtigt Uniform des Reichslustschutzbundes.

Lpd. Frankfurt a. M., 25. Aug. In Frank­furt hat ein Schwindler mehrere Zimmer» Vermieter geschädigt. Der Gauner, ber Uni- form bes Reichs luftfchutzbundes trägt, nennt sich Peter Conetzy und erklärte ben Leuten, er fei von Düsseldorf nach Frankfurt versetzt wor­den. Dem Betrüger kam es darauf an, kostenlos verpflegt zu werden, denn er hielt sich überall nur kurze Zeit auf und verschwand bann, ohne Mete und Verpflegung zu zahlen. Der Schwindler trat auch in Mainz auf, wo er besonders von Frauen Gelder für Luftschutz kurse zu kassieren versuchte.

Schrecklicher Tod eines Zungen.

Lpd. Laasphe, 25. Aug. Auf ber abschüssigen unb regennassen Straße zwischen Leimstruth und Schameder verlor der Fahrer einer Zug­maschine mit Anhängern, bie mit Essig­holz beloben waren, die Gewalt über bie Maschine oder bremste so stark, daß sich die Zugmaschine quer vor die auffahrenden Anhänger stellte. Durch den Anprall würbe ein neben dem Fahrer sitzender 13jähriger Junge von einem Dierkantholz, das an bem Anhänger zum Feschalten des Essig- Holzes angebracht ist, erfaßt. Das Holz drang dem Jungen in ben Unterleib, so baß ber Tod auf ber Stelle eintrat.

Arbeitsjubiläum. Die Pressestelle ber Stadtverwaltung teilt mit: Am heutigen 26. August Eannder bei dem städtischen Hoch- und Tiefbauamt beschäfttgte Arbeiter Heinrich G r ö l z auf eine un­unterbrochene Dienstzeit von 30 Jahren zurück- olicken. Der Herr Dberbüraermeister hat den Ar­beitsjubilar durch ein besonderes Glückwunschschrei­ben geehrt.

** Straßensperrungen. Wegen Vor- nähme von Straßenbauarbeiten ist ber Horst- Wessel-Wall zwischen Frankfurter Straße unb Bahnhofstraße vom 23. August ab auf die Dauer oon 14 Tagen für jeglichen Fährverkehr polizeilich ausgestellten Sperr- und Umleitungs­schilder sind zu beachten. Wegen Vornahme von Kanal- unb Straßenbauarbeiten ist der Feldweg im Eichgärtengebiet unterhalb der Fröbel- straße zwischen Curtmannstraße unb Jahnstraße auf die Dauer von 10 Wochen für jeglichen Fähr­verkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- bzw. Umleitungsschilder sind zu beachten.

** D i e Militärversorgungsgebühr- nisse für September 1937 werden beim Postamt 1 (Bahnhofstraße) am 28. August, bie So­zi alrenten am 1. September gezahlt. <w**m?iImDor.fübrun9enJür Schulen. 21m Montag-, Dienstag- unb Mittwochvormittag fanben im Lichtspielhaus Bahnhofstraße Filmvor­führungen für die Schulen unserer Stadt unb der Umgebung statt. Es wurden ben Kindern zwei staatspolitisch wertvolle Filme gezeigt. Der größere Film betitelte sichWolkenstürmer". Er führte in bie Zeit, in ber bie großen Pläne ber Vereinigten Staaten von Norbamerika für ben Aufbau einer Heeres-, einer Marine- unb einer Handelslustflotte lhren ersten großen Abschnitt erreicht hatten. Der andere Film vom Reichsparteitag 1935 zeigte un­sere Wehrmacht zum ersten Male im Stande ber neuen Wehrfreiheit. Nach bem Aufmarsch erlebten die Besucher bie Rede des Führers an unsere Wehr- macht. Die Vorführungen hinterließen einen tie en Eindruck bei ben jugendlichen Besuchern.

** Rabfahrerin unter ber Hochzeits- : kutsch e. Arn gestrigen Mittwochnachmittag führ : an ber Ecke Sonnenstraße/Neuen Säue eine Rad- : ^_rCrin> bie ""geblich in bie Schienen ber Straßen- 1

neugeschaffenen, jetzt prächtig entwickelten Garten­anlage bes Werkes ein Konzert stattfinden. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in eine vv vvt UUP xu Ul3 w ÖUIUI o

der Hallen verlegt. Der musikalische Teil des Kon- bis 9, Salatgurken'4 bis 20, Einmachqurken 1% jerts wirb vom Musikkorps bes JR. 116 unter bis 2, Enbivien 9 bis 12, Dberkohlrabi 5 bis 8 S.e.ltn9 . "on Musikmeister Wohlfahrt ausge- Lauch 6 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10 fuhrt. Eine Bereicherung wird bas Konzert burch Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf.

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