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waren der 2. und fünf der 3. Wertklasse zugeteilt. Mit 335 RM. erzielte der Züchter Richard Luh, Lang-Göns, für ein von der Gemeinde Langd er­standenes Vatertier den Spitzenpreis für alle 48 aufgetriebenen Eber. Nur ein Tier in dieser Klasse wurde für 200, alle übrigen für 250 und mehr Mark umgesetzt. Der Gesamtumsatz von 280 0 Ae ich s mark für alle zehn Tiere mit einem Durchschnittspreis von 280 RM. war beachtlich.

Die Eber des Veredelten Landschwei« n es gingen ebenso sicher ab. Zwei Tiere wurden mit je 280 RM. bezahlt und zwar das der Wert­klasse 1 zugeteilte des Züchters Karl Döring, Queck, das von der Gemeinde Burgbracht (Kreis Büdingen) erstanden wurde und das der 2. Wert­klasse zugeordnete Tier des Züchters Kurt Göbel, Pfordt. Der größte Teil der Preise bewegte sich zwischen 200 und 250 RM. Bei einem Gesamt- Umsatz von 8580 RM. betrug der Durchschnittspreis rund 226 Reichsmark.

Die Veranstaltung erbrachte mit einem Ge- famkumfah von mehr als 47 000 RM. und einem restlosen Verkauf aller aufgekriebenen Tiere einen weiteren Beweis für die wirtschaft- liche Bedeutung der heimischen Zucht.

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Fwd. Die nun bekanntaegebenen Zahlen des Frachtverkehrs auf der kanalisierten Lahnstrecke im Juli stellen einen besonderen Rekord im Verkehr der jungen Schlffahrtsstrecke dar. Insgesamt wurden 28 185 Tonnen Fracht im Juli befördert. 236 Fracht­schiffe wurden im Berichtsmonat gezählt, außerdem gingen zwei Flöße zu Tal. Die Beliebtheit der Lahn bei den Wasserwanderern kommt in 2442 Paddelbooten zum Ausdruck, die im Juli geschleust wurden.

Leinsaat für die Aussaat 1938.

Fwd. Soweit Leinsaat inländischer Erzeugung von einer Saatgutstelle erworben wird, beträgt der Uebernahmepreis der Saatgutstelle für Saatlein (zu- gelassenes Handelssaatgut) aus der Ernte 1936 = 16 RM., aus der Ernte 1937 bei Lieferung bis

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Die 36 Bullen erzielten einen Gesamtumsatz von rund 35 850 RM. mit einem Durchschnitts­preis von 996 Reichsmark.

5ür die Eberversteigerung waren 48 Vatertiere aufgetrieben, 10 vom Deutschen Edel- schwern und 38 vom Veredelten Landschwein. Die Vatertiere des Deutschen Edelschweines stammten aus der Lang-Gönser Zucht. Fünf davon

§ Queckborn, 25. Aug. Gestern fiel der Ge- meinde- und Kirchenrechner Ludwig S ch i l l i n g e r so unglücklich auf der Treppe seines Wohnhauses, daß er einen Knöchelbruch davontrug. Er wurde in das Krankenhaus nach Laubach verbracht.

Kreis Friedberg.

gfs. Bad-Nauheim, 25. Aug. Die Frau en- schäft stellte hier eine Jugendgruppe auf, zu der sich bereits 46 Mädchen gemeldet haben. Die Lei­tung dieser Gruppe hat die technische Lehrerin Frl. Marga Kredel übernommen.

Kreis Büdingen.

O Nidda, 24. Aug. Der Leichtsinn mancher Landwirte, Eggen mit nach oben gerichteten Zinken nahe am Wege liegen zu lassen, führte in einem Nachbarüorf zu einem erheblichen Unfall eines Pferdes, für den der Besitzer der Egge nun haftpflichtig gemacht wird. Die Freude über eine reichliche Brombeerernte in den Gärten, sowie über einen großen Ertrag von frühen Haustrauben wird wesentlich beeinträchtigt durch Amseln, Stare und Sperlinge, die trotz allerlei Abwehrmaßnahmen die Beeren durch Anpicken ungenießbar machen. Große Scharen die­ser Vögel überfielen vor kurzer Zeit Mirabellen, Reineclauden und anderes Frühobst im städtischen Pflanzgarten, so daß dessen Boden nach kurzer Zeit mit angefressenem Obst übersät war.

8 Nidda, 24. Aug. An dem erneuerungsbedürf­tigen Unterbau der Eisenbahn st recke NiddaSchotten werden zur Zeit umfang­reiche Gleisarbeiten durch einen Bauzug in Stärke von etwa 70 Mann ausgeführt. Hauptsächlich in den Dörfern Kohden, Ober-Schmitten und Eichelsdorf werden die nur 12 Meter langen Schienen mit geringem Querschnitt, noch aus alter Zeit stam­mend, gegen 30 Meter lange Stahlschienen mit stärkerem Querschnitt ausgewechselt. Die Arbeiten werden zwecks Sicherung eines reibungslosen Durchgangsverkehrs in den Dörfern teilweise zur

Hier abschneiden! I

Hochgewächs. Bezeichnung für ganz erlesene Weine.

Hochschulen, staatl. Anstalten für wissenschaftliche Lehre und For­schung, wie Universität Tech- Nische Hochschule, Tierärztliche Hochschule usw. Zu. ihrem Besuch A das Abschlußzeugnis einer höheren Lehranstalt erforderlich.

Hochstapler, Gauner, der sich als vornehme, meist adlige Persön­lichkeit ausgibt. Gegen Hochsta­peleien schützt am besten Selbst­sicherheit und ein Charakter, der stch nicht von jedem hochtönen­den Namen berauschen läßt. Ist man aber hereingefallen, dann sofort die Polizei verständigen!

Hochstickerei, Weißftickerei mit Reliefwirkung. Die Formen wer. den am Rand mit Vorstichen ge­kennzeichnet, das Innere stark mit Kettenstichen unterlegt und mit Plattstich überstickt.

Hochzeit, Vermählungsfeier. Bei der standesamtlichen Trauung trägt die Braut ein Straßenkleid, Kostüm, Mantel oder Sommer­kleid, wobei alles Auffällige ver­mieden werden muß. Der Bräu- tigam trägt einen dunklen Stra­ßenanzug, wozu er einen Zylin­der oder den schwarzen, steifen Hut trägt. Bei der kirchlichen Trauung trägt die Braut ein weißes Kleid (wenn sie zum ersten Male heiratet) mit Schleier und Myrtenkranz. Der Bräuti- gam erscheint im Frack oder Uniform. Bei einer Wieder- Verheiratung trägt die Frau vielfach einen Orangenblüten-

* H°u ch-Ih-im, 25. Aug. Der hiesige 48 Jahre alte Hilfsarbeiter Heinrich Kröck XI. erlitt bei einem Unfall schwere Kopfverletzungen außerdem auch innere Verletzungen, die feine Uebersuhrung in die Chirurgische Klinik nach I Gießen notwendig machten.

^Großen-Lind en, 25. Aug. Unsere Ge- /. memde hat im vorigen Jahre mehrere tausend .^^ulbeerstecklinge gepflanzt. Damit wurde I vas Gelände an dem neuerbauten Wasserpumpwerk heckenartig eingezäunt. Die Stecklinge haben sich prächtig entwickelt. Im kommenden Jahre soll mit rrae(r-xcfflbenr auperuudH begonnen werden.

"urd-n im Rahmen der Erzeugung Ichlacht 3 5 0 0 Quadratmeter gemeinde­eigenen Geländes mit Flachs bebaut «Dieser Tage zog .......

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Nachtzeit bei Scheinwerferlicht ausgeführt. Die Baukolonne, die in 15 für sie eingerichteten Eisen- bahnwagen ihr Standquartier am Bahnhof Nidda t)at, wird täglich zur Arbeitsstätte gefahren.

Kreis Alsfeld.

* Groß-Felda, 25. Aug. Die hiesige Land­wirtsehefrau Anna Stein stürzte so unglücklich von einem Erntewagen ab, daß sie meh­rere Rippenbrüche erlitt und nach Gießen m das Evangelische Schwesternhaus gebracht wer­den mußte.

Kreis Wetzlar.

. 3) 25. Aug. Unsere Gemeinde erhebt für

das Rj. 1937 folgende Steuersätze: Grund- vermögenssteuer I 260 v. H., Grundvermögens­steuer II 260 o. H. des staatlich veranlagten Grund­betrages, Gewerbesteuer nach dem Ertrage und dem Kapital 100 v. H. des Meßbetrages, Bürgersteuer 300 o. H. des Reichssatzes. Aus dem Ha u s h a l t, der 'n Einnahme und Ausgabe mit 74 755 RM. abschließt, ist u. a. folgendes zu bemerken: Zur Verstärkung der bereits vorhandenen Rücklagen sind 4000 RM. vorgesehen. Für verstärkte Schuldentil­gung sind 1500 RM. eingestellt. Die Gemeinde ist von dem im Jahre 1929 durchgeführten Wasser- leitungsbau her noch erheblich mit Schulden bela- stet. An Vermögen sind außer den bebauten Grund­stücken (Autohalle zum Unterstellen der Postomni-

emschließlich 31. Dezember 1937 = 19 RM, bis 28. Februar 1938 = 18,70 RM., bis 31. März 1938 RM., bis 15. April 1938 = 18 RM. und bis 30. April 1938 = 17,50 RM. Für alle übrige Lein­saat, sofern sie für Saatzwecke ungeeignet oder nicht oerroenöbar i^t, jedoch den Richtlinien der Reichs­stelle für die Zahlung einer Ausgleichsvergütung entspricht, bei Lieferung aus der Ernte 1936 = 13 Reichsmark und aus der Ernte 1937 = 16 RM Diese Uebernahmepreise sind Festpreise ab Vollbahnstation Des Erzeugers oder der Flachsröstanstalt ausschließ, lich Sack. Säcke Dürfen höchstens zum Selbstkosten­preis berechnet werden.

Erleichterte Biehzufuhr nach Hessen.

Fwd. Nachdem die Maul- und Klauenseuche im Reich nahezu erloschen ist, hat der Reichsstatthalter m Hessen bestimmt, daß die Vorschriften des frühe- ren hessischen Ministers des Innern vom 13. Januar

t Korb" gesprochen, Dann ließ er Dies die ganze Ge­meinde wissen. Groß und klein strömte zur ange-

1 gebenen Stunde herbei, um bei dem bevorstehenden Schauspiel Dabei zu sein. WürDiglich führte Der , Spießmann den Verurteilten herbei, hieß ihn in den Korb steigen; ein paar handfeste Burschen stan­den schon bereit, um gegebenenfalls bei Widersetz­lichkeiten nicht wenig derb zuzugreifen und beim Einstelgen behilflich zu sein. Mittels einer Kette, ober eines vom Seiler besonders verfertigten Taues! zog man den Korb mit dem Dieb ruckartig in die Höhe. Nun zeigte sich bald die Wirkung einer sinn­reichen Konstruktion: Der Korb hing so schwankend, daß das verzweifelte Balancieren des Insassen nichts nützte: der Korb muhte kippen und seinen Inhalt entleeren, hinunter ins schmutzige Naß. Pudelnaß krabbelte dann der Bestrafte aus Dem Wasser. Den Vorgang begleitete natürlich Die Ju­gend mit Geschrei und Gejohle, die Erwachsenen­schar mit spöttischen Redensarten

Drunten in Krofdorf am Rathaus hing noch am Anfang des vorigen Jahrhunderts an einer Kette das H a l s e i f e n. Es war wie Der Name schon sagt aus Eisen verfertigt unD in seiner Form Dem menschlichen Hals angepaßt, verstell- unD verschließbar. Den Schlüssel trug Der Krof­dorfer Spießmann, Der Die Dienstaufgaben Des Polizei- und Ortsdieners und des Nachtwächters in seiner Person vereinigte, stets bei sich. Das ge­wichtige Instrument des langen Spießes, den der Spießmann mit sich führte, war am vorderen Ende mit einem Widerhaken versehen, der zum Festhalten entweichender Frevler diente. Der >erwischte Feld­oder Gartendieb wurde von dem Spießmann in das Halseisen geschlossen und hatte nun eine be­stimmte Zeit darin am Pranger zu stehen, deut­lich sichtbar für jeden Vorübergehenden, gehänselt und verhöhnt von den Dorfbuben.

DasIn den Korb setzen" und dasAm-Pranger- stehen in Halseisen" bedeuteten für den Bestraften eine Schande, die ihm gegebenenfalls noch lange Zeit, ja fürs ganze Leben nachhing. P.

i Die Oberklasse unserer Volksschule . . --- er Anleitung Des Flurschützen Den

Flachs zu rupfen und so auch schon praktischen Dienst am Volk zu leisten. Heute kann Die alte ft e weibliche Einwohnerin unserer Gemeinde, Die Witwe Christine Peppler geb Gramm, Bahnhofsstraße 110, ihren 8 7. Geburts- tag feiern.JDie Greisin erfreut sich körperlicher unD fjeiftiger Rüstigkeit, geht noch aus und bedient die öffentliche Waage bei ihrer Wohnung. s^-L-'haestern, 25. Aug. Das vom hiesigen Kleinkaliberschützenverein veranstaltet* Preisschießen fand am Sonntag feinen Abschluß N der ungünstigen Witterung an einzelnen Schießtagen wurden gute Ergebnisse erzielt. Es er­hielten in Der Altersklasse Den 1. Preis Eugen Selten mit 36 Ringen, Den 2. Karl Dem II den 3. Wilhelm Jakobi mit gleichfalls je 36 gingen, Den 4. Heinrich D o l k mit 35 Ringen, Den b. Wilhelm Volk mit 34 Ringen, Den *6. Otto J r n o (D, Den 7. Wilhelm Schmitt, Den 8. W. y l eck - Gießen mit ebenfalls je 34 Ringen, Den 9. Erwin Hahn mit 33 Ringen, Den 10. Wilhelm Dlehl. Den 11. Karl ©tauba^ Den 12. Fr.

^El-Dutenhofen, Den 13. Walter hinter unD Den 14. Theodor Schäfer, alle mit je 33 Ringen. xn "er Jugendklasse erhielten Den 1. Preis Helmut ÄotDe mit 36 Ringen, Den 2. Friedrich

a n D t mit 35 Ringen, den 3. Otto Schäfer m! A?lAsolls 35 Ringen, den 4. Richard Dem mit 34 Ringen und den 5. Ewald Brück mit 32 bemerken ist noch, daß sich an dem schießen, das in Leihgestern eine gute Pflegestätte beteili te crroai^ene Tugend außerordentlich stark llllenborf <L°hn), 25. ülug. Die hiesige rauenschaft in Verbindung mit dem Hea F r a u e n w e r k hat in den letzten Tagen größere Mengen vonGelee aus Fallobst und Brom­beeren zubereitet. Das Obst und Die Beeren finD non Den Schulkindern gelesen bzw. gepflückt wor- oen. Der hieraus gewonnene Gelee wirb Der NSV. zugefuhrt.

atzenborn-Steinberg, 25. August. Our L an Desbullenschau in Frankfurt a. M. roar auch Der hiesige Bulle aufgetrieben worden, x nteIf r? Vatertieren wurde Der Gemeindebulle in 7er KlasseDrei Jahre und älter" mit Dem zwei- ren Preis ausgezeichnet. Der gute Faselvieh- be)tanD unserer Gemeinde steht unter Der fachkun- mgen Pflege des Faselwärters Theodor Philipp. Gestern nachmittag fand die Versteigerung ves Gemeinde-Frühobstes statt. Dazu hatte sich eine große Zahl von Kaufliebhabern ein­gesunden. Die Preise waren befriedigend. Es kostete Der Baum je nach Behang: Aepfel 4 bis 22 Mark, Birnen 7 bis 10 Mark.

T Beuern, 25. Aug. Mit Dem FelDfchutz- d r e n ft für Die Gemarkung Beuern, Die an Ge- meinpelanb allein 1200 Morgen besitzt mit verhält­nismäßig großen Obstanlagen, wurden Heinrich Ranft und Friedrich Strack beauftragt. Von E Einwohnerschaft wurde diese Maßnahme im Amblick auf die Erntezeit sehr begrüßt, da nun Dem O b st f r e v e l vorgebeugt ist. Die Stellen waren eit dem Frühjahr verwaist, da der frühere Feld­schütz anderweitig Beschäftigung gefunden hat. 2)ie Frachtgelder sind zum größten Teil ge­räumt, und viele kleine Landwirte haben ihre Ge- 1 treidevorräte schon gedroschen. Die Grummet- ; ernte hat inzwischen begonnen. Der Ertrag auf tiefer liegenden Wiesen ist zufriedenstellend, wäh­rend auf trockenen Wiesen nur wenig Grummet geerntet wird.

Hitzavsschlag

tet werden, daß die Eltern der Organisation der Hitler-Jugend volles Vertrauen entgegenbrin­gen.

Hitzausschlag ist ein feinbläsiger Ausschlag,der vor allem denLeib, die Brust und die Vorderseite der Beine hauptsächlich fettleibiger Kinder betrifft. Vorbeugende Maßnahmen: Kinder nicht zu warm einwickeln, vor allem keine Eummihöschen tragen lassen. Ist der Ausschlag vorhanden, dann pudern mit Fissan oder Vasenol­puder, baden in einem Bad mit Eichenrindenzusatz. Ist ziemlich harmlos und vergeht meist rasch. Hitzschlag ist eine Erkrankung in­folge von Wärmestauung im Körper. Der Körper erzeugt zu­viel Wärme und kann sie nicht nach außen abgeben. Entsteht bei schwüler Luft insbesondere dann, wenn die Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist und keine Feuchtig­keit mehr aufnehmen kann. Der Schweiß kann infolgedesien nicht verdunsten und dem Körper keine Abkühlung verschaffen. Besonders bedroht sind Leute, die sich noch dazu körperlich anstrengen müs­sen, z. B. marschierende Truppen. Heizer, Leute in Den Tropen Äußert sich in Gehirnreizung, Kollaps. Bewußtlosigkeit, Krämp­fen, Fieber, bei kleinen Kindern auch in Erbrechen und Durchfall und endet nicht selten tödlich. Erste Hilfe: den Kranken ruhig hinlegen, möglichst in den Schat­ten, beengende Kleidung öffnen, für Abkühlung sorgen, z. V Pulsadern abkühlen durch ein­tauchen der Hände in kaltes Was, ser. Vgl. auch Sonnenstich.

Die erste, nach Der Sommerpause in Der Rhein- Main-Versteigerungshalle am Mittwoch durch- geführte Versteigerung von Fleckviehbullen unD Ebern nahm einen guten Verlaus. Die vom Lan- Desoerband Der RinDerzüchter in Hessen-Nassau und vom LandesverbanD Der Schweinzüchter Durch­geführte Veranstaltung wies durchweg gutes Zucht­material auf. Sämtliche Tiere wechselten ihren Be­sitzer, da nur 36 Bullen zum Verkauf standen. Den Spitzenpreis erzielte das der Wertklasfe 1 zugeteilte Da ter ti er des Züchters Karl Steten, Reichels­heim (W.), das für 1610 RM. verkauft wurde. Die Preise der Tiere Der Wertklasse 2 bewegten sich zwi­lchen 1000 unD 1300 RM., die der Wertklasse 3 hiel­ten sich überwiegend um 900 RM. Den höchsten Preis in dieser Wertklasse erzielte der Züchter Karl Keller III., Weitershain, mit 1200 RM.

Zwei Zigeunerinnen stehlen Geld im Bauernhaus.

* Hungen, 25. Aug. In Dem benachbarten Dorfe Rooheim a. D. Horloff wurde heute gegen 7 Uhr Das GrunDftück Des Landwirts Adolf Hoffmann von zwei Zigeunerinnen ausgesucht, während Hoffmann gerade mit dem Füttern seiner Tiere beschäftigt war und Die Frau sich in Den oberen Räumen Des Hauses aufhielt. Die Zigeunerinnen betraten Das unbeaufsichtigte Wohnzimmer im Parterre Des Hauses, Das sie Jo» fort gründlich in Augenschein nahmen. Bei ihrer Inspektion" fanden sie einen Geldbetrag von 12 0 Mark (in sechs Zwanzigmarkscheinen), mit Dem sie schleunigst ausrückten, Da sie noch nicht bemerkt worden waren. Kurz nach ihrem Weggang wurde Der Diebstahl jedoch entdeckt, und man hatte auch sehr schnell heraus, wer Die Langfinger ge­wesen waren. Glücklicherweise gelang es balD, Die beiDen Zigeunerinnen zu erwischen und ihnen den Geldbetrag wieder abzunehmen. Die beiden Diebin- nen und ihre männlichen Begleiter, nämlich ihr Vater und ihr Bruder, wurden von der Gendar­merie Dem Amtsgericht Hungen voraeführt, das alle vier in sichere Gewahrsam nahm. Die aus Den vier verhafteten Personen bestehende Ziaeunerfamilie ist in Ravensburg bei Fried richs- siafen zuständig, sie setzt sich aus Dem Vater, dem Sohne und Den beiden Töchtern zusammen und war auf Der Landstreicherfahrt begriffen. Der Vater und Der Sohn wurden auf Grund Des Zigeuner- gesetzes in Gewahrsam genommen, die beiden Töchter wurden wegen Des Diebstahls verhaftet.

Jagdglück.

s. Lang-Göns (Kreis Gießen), 25.Aug. Nach­dem vor einer Woche Fabrikbesitzer Gaß von hier m Den Taunuswäldern bei Weiperfelden einen ? E " der - Hjxfch erlegt hatte, schoß gestern Zahnarzt B e p p l e r von hier in demselben Walde einen stattlichen Zehnender mit einem gewal­tigen Geweih.

1. Rudingshain (Kreis Schotten), 25. August Der hiesige Revierförster Gebhardt hatte dieser Tage das seltene Glück, im Distrikt (Brünberg einen kapitalen Hirsch, einen Zwölfender, zu lAlehen. Vor einigen Tagen erlegte Forstmeister Grünewald im Oberwald einen Achtender

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busse, Schule, Rathaus und Backhaus, Gemeinde­wohnhaus, Forsthaus, Transformatorenhaus, Ge­meindewiegehaus und Feuerwehrgerätehaus) an unbebauten Grundstücken vorhanden: 484 Hektar Wald, 20 Hektar Kulturland und 3 Hektar Oed- land. Das Wegenetz umfaßt 77 Hektar. Das Be­triebsvermögen besteht aus der Gemeindewasfer- leitung und dem Elektrizitätsortsnetz; es steht mit zusammen 90 000 RM. zu Buch. Die Kosten der öffentlichen Fürsorge sind stark zurückgegangen; wahrend sie noch im Rj. 1935 rund 11 200 RM. erforderten, erscheinen sie im diesjährigen Haushalt nur noch mit 7500 RM. in Ausgabe. Infolge. Der starken Wirtschaftsbelebung unD Der erheblich ver- besserten Erschließung Des Hinterlandes durch den Postkraftwagenverkehr ist es auch in Erda gelun­gen, die Erwerbslosigkeit zu beheben. Als Beihilfe für die NSV. sind 60 RM. vorgesehen; als Anteil Der (BemeinDe an Den Kosten Der NS.-Schwestern- ftation 400 RM. Für Die regelmäßige Unterhaltung Der öffentlichen (BemeinDeroege stehen 1500 RM. Zur Verfügung, für Den Neubau von Straßen und Wegen aus laufenben Mitteln 6000 RM. Für Bach- reguüerungen und Uferschutz sind 300 RM. bereit- gestellt, zur Ansammlung einer Wegebau-Rücklage 1000 RM. Die Kosten Der Zuchttierhaltung gleichen sich mit 2000 RM. aus. Die Feuerlöschgeräte sollen Durch die Anschaffung von 200 Meter neuen Schläu­chen eine Ergänzung erfahren.

In unseren heimatlichen Gemeinden hört man in gegenwärtiger Erntezeit wieder Klagen über Held- und Gartendieb st ah l. Aerger und oerdruß bei den Behörden und bei den Bestohle- «n. Der Ortsdiener verkündet Strafandrohungen, seist auf den vermehrten Wachtdienst durch er- unnte und vereidigte Ehren-Feldhüter hin. Der eplagteste Mann ist der ständige Flurhüter, Der alb hier, bald Da nach Dem Rechten sieht.

Feld- und Gartenfrevler gabs zu allen Zeiten. Ian merkt es beim Lesen in überlieferten Akten, jas einem aber Dabei befonDers auffällt, ist Die iginellität mancher in AnwenDung gebrachter rasen über Die Bösewichte. Da sie mehr an Die *re als an Den GelDbeutel gingen, mögen sie Doch inchen vom bösen Vorhaben zurückgehalten haben. Lus Der Reihe Der Anprangerungen Denn als sie kann man Die Strafen von eheDem bezeich- seien zwei herausgegriffen, wie sie in >f Dorf-Gleiberg in Hebung waren. Die findet sich schon in DerGleiberger Thalord- gegeben auf Mittwoch Der heiligen Drei- anno 1502". Es ist Dies eine Gemeinde-OrD- ' mit mehr als 40 Punkten, Die alle wefent- Seiten Der Dorfaemeinschaft Gleiberg re- (Gleiberg hieß Jahrhunderte lang das .) Für Wald-, Feld- und Gartenfrevel war Qärfergeöing zuständig. Sein Vorsteher, der leister, hatte alle 14 TageFeldrügen" zu Jeder entdeckte Frevel mußte hier ange- werden. Ein besonders wachsames Auge kam f ö r t n e r Der beiDen Gleiberger (Stadttore ser musterte Ein- und AusgehenDe infonber- er Das, was sie hin- unD hertrugen. Ver- s brachte er zur Anzeige. Punkt 20 Der bnung" besagte:Wer in Den (Barten steigt 'ft frevelt, soll in Den Korb gefetzt ! " Die gleiche Strafe Drohte Punkt 21 an Feldfrevler.

war's mit Dem Korb? Nun, er hing an | tarken Pfahl am Dorfweiher, warnungsvoll i n Vorübergehenden, fyatte Der Markmeister . len SünDer das Urteil zumSetzen in Den

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