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für Mannschaften und auf 152 Ringe für Einzelschüßen erhöht worden.
Wehrmannsbüchse (Großkatlber)
Entfernung 175 Meter mit je 5 Schuß in den drei Anschlagsarten.
Mannschaften (4 Mann): Kreismeister ' wurde die 1. Mannschaft des Schützenoereins Gießen mit 882 Ringen. Es folgte die 2 Mannschaft desselben Vereins mit 772 Ringen. 3. Schützengesellschaft 1926 Gießen 786 R.; 4. Vorstädter Schiit- zenoerein Wetzlar 687 R; 5. Kreisschützenverein Wetzlar 666 R.
Einzelschützen: 1. Willy Georg 243 R; 2. Willi Schilling 242 R; 3. Georg Schilling 226 R.; 4. Hch. Appel (sämtlich Schützenoerein Gießen) 225 R.: 5. Karl Heitz, Schützengesellschaft 1926 Gießen 202 R.; 6. Dr. S). Wilhelmi, Schützengesellschaft 1926 Gießen 197 R.; 7. Rich. Koch, Schützenverein Gießen 192 R.; 8. Fr. Gärtner, Vorstädter Schützenverein Wetzlar 190 R.; 9. Wilhelm Scheid, Schützenverein Gießen 189 R: 10. Willi Schmidt, Schützenverein Krofdorf 185 R; 11. Willi Becker, Schützengesellschaft 1926 Gießen 184 R; 12. Ernst Beyer, Schützengesellschaft 1926 Gießen 182 R; 13. Karl Mootz, Schützenverein Gießen 181 R.
Zugelassen zur Gaumeisterschaft sind hier wie bei allen anderen Waffenarten die Kreis-Einzelmeister und Meistermannschaften, sowie die Einzelschüßen mit 215 Ringen und Mannschaften mit mindestens 830 Ringen. Auch hier kann der Gauschützenführer die Ringzahl noch erhöhen.
Scheibenbüchse (Großkallber)
Entfernung 175 Meter, 20 Schuß stehend freihand auf die 20kreisige Ringscheibe.
Mannschaften: 1. Schützenverein Gießen 1018 Ringe.
Einzelschüßen: 1. Willi Schilling 267 R.; 2. Hch. Appel 262 R; 3. Georg Schilling 249 R.; 240^R^ ®eor9 (sämtlich Schützenverein Gießen)
Zugelassen zur Gaumeisterschaft ist obige Mann- chaft, falls keine Erhöhung durch den Gauschüßen- fuhrer erfolgt, da für die Mannschaft 960 Ringe unö für die Einzelschüßen 240 Ringe vorgeschrieben waren.
vlerwaffenkampf.
Kleinkaliber und Pistole auf 50 Meter, Wehrmann- und Scheibengewehr auf 175 Meter mit je 60 Schuß.
1. Schützenoerein Gießen, 1. Mannschaft, 3147 Ange; 2 Schützenoerein Gießen, 2. Mannschaft, 2878 R.; 3. Schützengesellsch. 1926 Gießen 2775 R.
Scheibenpisiole
50 Dieter, Mannschaft (4 Mann) mit je 60 Schuß.
1. Schützenverein Gießen 3346 Ringe.
Die Elnzelschützen waren: 1. Georg Schilling 907 R.; 2. Hch. Appel 751 R; 3. Richard Koch 798 R.; 4. Willi Georg 890 R.
Die Durchführung des Schießens um die Kreis- meisterschaft im Kleinkaliber lag in den Händen des Kreisschützenführers, Reoierförster Förster in Allendorf (Lumda), während das Schießen mit Großkaliber und Scheibenpistole der Unterkreisschützenführer i. V. Cd. G o n d n e r, Gießen, leitete.
Aerzie und Advokaten.
Don Oskar (5. Koerfler.
Ser bekannte Leipziger Chirurg Professor Thiersch geriet einmal in einen Streit mit eiiftrn Justizrat und Rechtsanwalt. Der Jurist erzählte, um Thiersch zu ärgern, er habe geträumt, daß er in den Himmel gekommen war. Dort hätte er sich infolge eines Gallenleidens nach einem tüchtigen Arzt erkundigt und von einem Engel die Antwort er- halten.- „Aerzte werden hier nicht ausgenommen."
Thiersch hörte der Geschichte schmunzelnd zu. Dann sagte er: „Merkwürdig, ich habe neulich etwas ganz ähnliches geträumt. Ich befand mich auch im Himmel. Da herrschte große Aufregung, denn der Fürst der Hölle hatte entgegen allen abgeschlossenen Verträgen die Höllentür aufgeschlossen, so daß die Himmelsbewohner nun den Verführungen durch die Höllengäste ausgesetzt waren. Petrus berichtete dem Herrgott davon. Da sprach der Herrgott: „Run, das ist doch ganz einfach: Wir nehmen uns einen tüchtigen Rechtsanwalt und verklagen den Teufel auf Schließung seines Etablissements." Doch Petrus kratzte sich bedenklich hinterm Ohr. „Das ist ja eben das Unglück!" sprach er, „die tüchtigen Anwälte sind alle auf der anderen Seite!"
Rach dieser Geschichte hatte Tchiersch die Lacher auf seiner Seite ...
*
Der holländische Arzt Boerhaoe stand einst als Zeuge vor einem Gerichtshof. Der Verteidiger des
Vor dem Ttasierfpiegel.
Don Christian Bock.
Was hier steht, ist eine Sache, die wir einmal unter uns Männern aushandeln müssen. Ich spreche von jener absolut männlichen Beschäftigung, die nach allerlei verschiedenartigen Methoden und mit den verschiedenartigsten Apparaten geübt wird: vom morgendlichen Rasieren.
Es ist ja selbstverständlich, daß Frauen davon nichts verstehen können, und sie pflegen sich auch nur in den ersten Wochen, nachdem sie eben geheiratet haben, dafür zu interessieren. Die Sache weckt kunoserweise von einer Seite ihr Interesse, on die wir Männer niemals überhaupt gedacht haben: von der modischen. Frauen sehen tatsäch- nch beim Rasieren nur einmal zu, um zu sehen: Wie steht meinem Mann der Seifenschaum?
Wenn sie das genau heraus haben, kommen sie nicht mehr, um zuzusehen.
Aber wir wollten unter uns Männern reden. Ich habe lange Zeit nicht recht gewußt, warum mir eigentlich die Beschäftigung des Rasierens Behagen hasse es gewiß, wie jeder, daß man sich jeden einzigen Morgen schaben muß, und trotzdem, wenn ich erst mit Pinsel und Seife dabei bin rasiere ich mich gern. Ich habe endlich herausqe- funden, womit ich mich eigentlich beim Rasieren beschäftige. Beileibe nicht mit dem Rasieren: ich halte Ansprachen.
Richt, daß ich laut vor mich hinredete: das gäbe eine blutige Rasur — aber ich memoriere Reden, üie ich am selben Tage noch halten will.
Ich weiß etwa, daß ich heute einen Mann aufsuchen werde, mit dem ich dies und jenes Hühnchen zu rupfen habe. Und während ich das Messer an der linken Schläfe ansetze, fange ich nun an, mir auszudenken, was ich sagen will. Und was ich da denke, denke ich schon in direkter Anrede.
„Mein lieber Herr Müller", denke ich zum Bei- spiel, „wir müssen für unsere Zusammenarbeit eine andere Basis finden. So wie bisher geht es nicht einfach nicht."
„Ja", antworte ich mir selbst und stehe mir sozusagen selbst gegenüber und habe ganz und gar Charakter, Geist und Art des Herrn Müller angenommen: eine andere Basis? Wie meinen Sie
das?"
Schnell schlüpfe ich wieder in mein eigenes Ich Zurück und sehe mich geradezu vor mir, wie ich mit großartiger Gelassenheit eine Zigarette anstecke und Überlegen antworte: „Herr Müller, hören Sie: Ich kann es mir einfach nicht leisten, für eine Sache meine Zeit zu vergeuden, mit der wir darum nicht weiterkommen, weil Sie nicht Ja und nicht Rein sagen können!"
Die Deutschen bei den Akademischen Wettspielen.
Einen deutschen Schwimmersieg gab es am Mittwoch bei den VII. Akademischen Weltspielen in Pans. Frl. Schmincke (Krefeld) gewann die 100 Meter Rücken in 1:27,5 Minuten vor Hence (England). Die Studenten tarnen über Plätze nicht hinaus. Im Wasserball wurde Deutschland von Ungarn mit 9:1 (2:0) geschlagen. Zum erstenmal wurden auch zwei Schießwettbewerbe ausgetragen, bei denen die Deutschen sich ausgezeichnet hielten, aber in der Einzel- und Mannschaftswertung nur Plätze belegen konnten.
Fußball-Blitzturnier in Steinbach.
Am Sonntag veranstaltet der FSpV 1926 Steinbach auf feinem neuen Sportfeld ein Fußballblitzturnier. Es ist dies das erstemal, daß der Sportverein mit einer solchen Veranstaltung das Interesse aller Sportfreunde auf sich lenkt. Das Bestreben des Vereins ist, gleich möglichst vielen Vereinen Gelegenheit zu geben, das neue Sportfeld in Steinbach kennenzulernen, das dank der Rührigkeit des Bürgermeisters und Ortsgruppenleiters Rink in so kurzer Zeit fertig den Vereinen übergeben mürbe. Der Vorstand wird alles daransetzen, um allen teilnehmenden Vereinen die sportliche Kameradschaft, die schon seit Bestehen im Sportverein Steinbach herrscht, wiederum bei dem vorgesehenen Blitzturnier unter Beweis zu stellen. Meldungen von namhaften Vereinen der Kreisklassen sind schon eingegangen. Man erwartet spannende Kämpfe. Man wird dabei sicherlich die neuen Mannschaften der einzelnen Vereine für die jetzt beginnenden Pflicht- fpiele zu sehen bekommen.
Die Zußball-Iugendgruppen treten an!
Verbandsfplele beginnen.
. Am kommenden Sonntag greift auch die Fußballjugend wieder in die Verbandsspiele ein. Durch einige Ausfälle von Mannschaften, die voriges Jahr an den Spielen teilgenommen haben, mußten die Gruppen wieder anders eingeteilt werden Es werden dieses Jahr auf den Sportplätzen nicht mehr diese körperlich starken Jugendmannschaften zu sehen sein, sondern alle Mannschaften werden körperlich gleich stark sein. Auch unsere beiden Gießener Vereine haben sehr an Stärke eingebüßt. Diele Jugendliche wurden aktiv und einige sind im Ar-
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Rundfunkprogramm.
Freitag, 27. August.
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Kurkonzert. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk 10 30- Hausfrau, hör zu! 10.45: Mutter turnt und spielt mit dem Kinde. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 1315- Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis drei. 15: Volk und Wirtschaft. Magnesium, das zweite Leichtmetall. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: „Saiten"-Spriinge, Klapperschlangen, Schwarzweißkünstler und Ritter vom hohen „gir". 20: Nachrichten. 20.10: Zauber des Instrumentes. Ein virtuoses Abendkonzert des Rundfunkorchesters. 21: Soldaten — Kameraden. Reiter- warfche und Reiterbiwak und — bei unseren blauen Sungs. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk 22.30: Eins ins andere ... Bunte Musik zur späten Nacht. 24 bis 1: Nachtkonzert.
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Iungschuhen, militärischer Anschlag:
Mannschaften (4 Mann): Kreismeister wurde die Mannschaft des Kleinkaliber-Schützenver- eins Launsbach mit 466 Ringen, und zwar wurden diese erschossen von den Jungschützen Ernst Bechtold 131 R., Ed. Pfeiffer 123 R., Willi Bittendorf 92 R., f^anz Mandler 120 R. Eine weitere gute Jung- schutzen-Mannschaft stellte der Kleinkaliber-Schützen- verem Allendorf (Lumda) mit 460 Ringen.
, E i n z e l m e i st e r wurde Wilh. Keil vom Klein- kaliber-Schutzenverein Allendorf (Lumda) mit 133 Augen. Weitere gute Einzelschützen waren: Franz Bechtold, Launsbach, 131 R; Willi Kiesewetter, Dillenburg, 128 R.; Herrn. Krumbach, Fellingshausen, 126 R.; Cd. Pfeiffer, Launsbach, 123 R.; Franz Mandler, Launsbach, 120 R.
Die Zulassung zur Gaumeisterschuft bedingt hier die Erreichung von 440 Ringen für die Mannschaft und 120 Ringen für die Einzelschüßen.
Altschühen. Kleinkaliber in beliebigem Anschlag. (Entfernung 50 Meter mit 15 Schuß in den drei
Anschlagsarten auf die 12freifige Ringscheibe.
Meistermannschaft wurden die'Schützen: Vom Schützenverein Gießen die 1. Mannschaft- Willi Schilling 148 R., Willi Georg 151 R, Georg Schilling 156 R, Heinrich Appel 145 R., mit zusammen 600 Ringen.
Weitere autc Resultate erzielten: Schützenverein Gießen, 2. Mannschaft, mit 569 R. und Postsport- verein Gießen mit 540 Ringen.
Einzelmeister wurde Georg Schilling vom Schutzenverein Gießen mit 156 Ringen. Weitere gute Einzelschützen sind: Willi Georg 151 R, Richard Koch 149 R, Willi Schilling, 149 R, Wilh. Scheid, 146 R, Hch. Apvel (sämtlich vom Schützenverein Gießen) 145 R, Kurt Strack, Postsportverein Gießen, 143 Ringe.
Die Zulassung zur Gaumeisterschaft war hier wie beim militärischen Anschlag, doch ist dieselbe : inzwischen von dem Gauschützenführer unter Vor- ! behalt einer nochmaligen Aenderung auf 565 Ringe '
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Wieseck — Lollar (Einhäuser, Gießen). Grünberg — Treis (Pieh, Londorf). Großen-Buseck — Saasen (Körber, Alten-Buseck). Die Wiesecker werden sich auf eigenem Platz die Punkte nicht nehmen lassen. In Grünberg treffen sich die beiden Neulinge in dieser Gruppe und man erwartet die Platzbesitzer als Sieger. Zwei altbekannte Gegner treffen sich in Großen-Buseck.
2IHe erstgenannten Vereine sind Platzvereine, die Kreismeiflerschasteu. (vier Mann) falls eine höhere Ringforderung vom Gauschutzenführer nicht noch angesetzt wird.
Einzelschützen: 1. Georg Schilling, Schüt- zenoerem Gießen, 159 R.; 2. Willy Georg, Schützen- verem Gießen, 156; 3. Willy Schilling, Schützen- verein Gießen, 155; 4. Wallbruch, Vorstädter Schüt- zerwerein Wetzlar, 152; 5. Herrn. Alles, Lich, 152; 6. Rud. Hofmann, Hermannstein, 151; 7. Fr. Schä- fer, Lützellinden, 149; 8. Johs. Damm, Allendorf (Lumda) 148; 9. Werner Scheller, Postsportverein Gießen, 148; 10. Ed. Roth, Reichsbahn Dillenburg, }47; 11. Habicht, Schützengilde Homberg (Oberh.), ?o7’ cm??- Wäldschmidt, Fellingshausen, 147; 13. Willi Schmidt, Niedergirmes, 147; 14. Karl Hauser, Burg, 146; 15. Karl H.eitz, Schützenges. 1926 Siefeen, 145; 16. Fritz Müller, Riedergirmes, 145 R.
- Angeklagten nahm ihn in ein scharfes Kreuzverhör über die Krankheit seines Mandanten, den Boerhave
. behandelt hatte. '
„(Ein Arzt sollte sein Urteil abgeben können, ohne : Fehler zu begehen!" sagte der Advokat schließlich hefttg.
„Das sollte ein Advokat auch!" erwiderte Boerhave.
„Aber die Fehler eines Arztes liegen zumeist sechs Fuß unter der Erde begraben!" fuhr der Advokat fort.
„Und die eines Advokaten werden gewöhnlich ebenfo hoch über der Erde aufgehängt!" beendete Boerhaoe den Dialog.
Oer Einfluß des Wetters auf den Menschen.
Das Wetter ist eine Vielheit von Reizen, die auf den menschlichen Körper einwirken. Insbesondere bedingen Wetterumschläge als Reizwechsel eine rusche Umstellung seelischer und körperlicher Abläufe. Wir emofinden Aenderungen der Lufttemperatur, der Luftbewegung, der Luftfeuchtigkeit, auch des Luftdrucks bei Höhenwechsel, wir empfinden die Besonnung und ihre Dauer oder ihr Fehlen; was uns aber nicht zum Bewußtsein kommt, das sind die feinen, automatischen Wirkungen auf die Wärmeregulation und den Stoffwechsel. Was wir — mit Ausnahme besonders empfindlicher, wetterfühliger Menschen — schließlich weder als Ursache noch in der Wirkung wahrnehmen, das sind die elektromagnetischen Einflüsse, die beim Ausgleich entgegengesetzter elektrischer Spannungen bewegter Luftmassen (wandernde Hochs und Tiefs, vertikal einbrechende Luftströmungen) den Körper treffen. Wie Dr. Kühnau, Wiesbaden, in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" ausführt, empfängt die Haut als Antenne diese Wellen. Die Hautnerven werden erregt, und die Erregungen pflanzen sich über das vegetative Nervensystem als Reiz auf die inneren Organe fort. Auch die Lunge nimmt die Atmung elektrisch geladener Luftteilchen auf und gibt sie mit ihrer (Eneraie dem Blute und dem Kör- per weiter. Polarluft (Kaltfront) und tropische Luft (Warmfront) haben bei ihren Einbrüchen ganz ent- gegengesetzte Wirkungen, die sich in der Körpertemperatur, im Blutdruck, in der Zusammensetzung öes «lutes unb m den vielfältigsten Vorgängen des Stoffwechsels äußern. Wenn schon der Gesunde aus- giebig vom Wetter beeinflußt wird, so noch mehr °cr.’n 'biner Anpassungsfähigkeit gestörte Kranke. Zwischen Wetter einerseits, Krankheit und Tod an- oerersetts, bestehen Beziehungen, um deren Auf- flarung die Wissenschaft bemüht ist.
Ztalien-Rundflug gestartet.
Deutsche Flieger in Front.
Nach Beendigung der zweitägigen Prüfung des II. Jnternattonalen Italien-Fluges in Rimini, die dem eigentlichen Drei-Etappenflug durch Italien vorausging, fetzte sich der deutsche Pilot E. Schmidt mit Orter Striebel auf Klemm Kl. 35 mit 848,7 Punkten an die Spitze der 60 bewerteten Maschinen.
Die erste Etappe.
Am Mittwoch früh starteten 60 Flieger, darunter elf Deutsche, zur ersten Etappe des Jtalien-Rund- fluges. Die 800 Kilometer lange Strecke führte von Rimini über Vafera, Turin und Mailand nach Venedig. Während des ganzen Fluges herrschte autes Wetter, nur in der Gegend von Mailand war leichter Gegenwind zu spüren; auch die Sicht ließ hier etwas nach. Don den 60 gestarteten Teilnehmern erreichten 58 das Etappenziel. Als erster landete der Italiener Salvadori mit Sekunden- Vorsprung vor seinem Landsmann ßamanna. Als bester Deutscher landete vier Minuten später Hptm. v. Kornahky vor Oblt. v. Boni. Ein deutscher Teilnehmer blieb auf der Strecke, und zwar war es Benn, der in Mailand bei der Landung Schaden am Fahrgestell erlitt. Don weiteren Deutschen traf als 8. Schätzet ein, als 10. Oberst Fischer, als 12. Kai del, als 15. Schmidt und als 19. Hasenmeyer.
?ch habe (versteht sich, immer in Gedanken) in meinen Ton schon allerlei Empörung gelegt und schneide mir vor Eifer die linke Backe auf. Das Blut rinnt in zwei dünnen Fäden über die glatt rasierte Rundung, bis die Bächlein unten am Kinn auf den Seifenschaum treffen und da in breiten rosafarbenen Mündungen zusammenfließen.
Ick habe jetzt Herrn Müller und meine Ansprache an ihn völlig vergessen, der Dialog ist unterbrochen, der Vorhang ist einer technischen Störung wegen gefallen. Und der Dialog, der auf der Szene gesprochen wurde, ist im übrigen so wenig in der Wirklichkeit erlebt, daß ich gewiß in diesem Augenblick nicht zu sagen wüßte, womit ich mich denn eben gerade noch vor dem Rasierspiegel beschäftigte. Und hatte ich nicht eine bewußte Selbstbeobachtung getrieben, es wäre mir von selbst kaum jemals aufgefallen. Die Szenen spielen wirklich auf einer tiefen Bühne des Unterbewußtseins, und ein Schnitt m.die Backe, der mich in die Welt der Wirklichkeit plötzlich zurückreißt, läßt mich die unterbewußten Ereignisse so schnell und ganz vergessen, daß ich sie kaum mehr weiß.
Aber wenn die blutende Wunde mit einem Housch beizenden Stift gestillt ist, wenn ich mich weiterrasiere, dann hebt sich wie von selbst der Vorhang wieder, Herr Müller steht wieder da auf roeiter fomme 6a3u' und die Szene geht . M°n wird begreifen, daß ich in solchen Szenen, jedenfalls im Badezimmer, immer der bin, der meinen Partnern gegenüber mit einer blendenden Sialertif siegt und endlich am Ende jeder Ausein- andersetzung mit einer überzeugenden Pointe ab»
2)ann bin ich mit dem Rasieren fertig, die Backen glanzen herauf und herunter, ich packe mein Rasierzeug weg, nun kann der Tag beginnen.
Er beginnt, und nun mag der Leser nach alle- n11^6 kv Prl>^[ed)te $ointe erwarten, daß A Wirklichkeit, wenn ich Herrn Müller gegenüber^, einen wesentlich schlechteren Ab- gang habe als morgens vor dem Spiegel im Badezimmer, daß der Herr Müller, dem ich die Meinung e' mir die Meinung sagt, daß meine Dialektik allen Glanz und alle Wirkung verliert, sobald ich wirklich mit Herrn Müller spreche.
? ^Aäuscht euch, meine Lieben, ihr täuscht euch sehr. Etwas anderes ereignet sich. Das Leben r kur "NS meist ganz andere Pointen bereit als solche, die sich für ein Lustspiel eignen.
Also hört: Ich gehe hin und will Herrn Müller sprechen.
Aber Herr Müller ist, sagt man mir, gerade in einer Konferenz. Das ist dumm. Aber gegen
Oie Ergebnisse:
Altschühen, Kleinkaliber im militärischen Anschlag. (Entfernung 50 Meter mit 15 Schuß in den drei
Anschlagsarten auf die 12kreisige Ringscheibe.
Mannschaften (vier Mann): Kreismei- st e r wurde die 1. Mannschaft des Schützenvereins Gießen mit 585 Ringen, und zwar wurden diese erschossen von Georg Schilling 159 R., Willy Schilling 155 R., Wilhelm Scheid 129 R., Heinrich Appel 142 R. Einzelmeister wurde Georg Schilling vom Schützenoerein Gießen mit 159 R.
Weitere gute Mannschaften waren: 1. Vorstädter Schützenoerein Wetzlar mit 572 R; 2. Reichs- bahn Dillenburg 569; 3. Postsportverein Gießen 561; 4. Kl.-Kal.-Schützenverein Allendorf a. d. Lda. 557; 5. Kl.-Kal.-Schützenoerein Frohnhausen (Dill- /Ä^), «54; 6. Kl.-Kal.-Schützenverein Homberg (Oberhessen) 551; 7. Kl.-Kal.-Schützenoerein Leih- S^rrV50; 8- Schützengesellschaft 1926 Gießen 549; 9. Kl.-Kal.-Schützenverein Lützellinden 548; 10. Kl.- Kal.-Schützenoerein Hermannstein 544; 11. Schützen- oerein Gießen (2. Mannschaft) 543; 12. Kl.-Kal.- Schützenverein Fellingshausen 542; 13. Kl.-Kal - Schutzenverein Romrod 542; 14. Kl.-Kal.-Schützen- oerein Hörnsheim 534; 15. Kl.-Kal.-Schützenverein Steinbach 534; 16. Kl.-Kal.-Schützenoerein Lich 519; 17. Kl.-Kal.-Schützenverein Bieber 508; 18. Kl -Kal - Schutzenverein Strebendorf 503; 19. Kl -Kal - Schutzenverein Lauter 503; 20. Kl.-Kal.-Schützenverein Niedergirmes 480 R.
Die Zulassung zur Gaumeisterschaft bedingt hier die Erreichung von 540 Ringen pro Mannschaft
Ein harter Kampf um die Kreismeisterschaft im Klein- und Großkaliberschießen und um die Zulassung zu dem großen Gauschießen (welch letzteres am Sonntag, 26. September, auf sämtlichen Ständen des Schützenoereins Gießen stattfindet) ist be- endet. Zum ersten Male waren die Schützen zu diesem Kreisschießen im Deutschen Schützenverband des RfL. angetreten, und man merkte es den Schutzen an, daß sie sich ihrer Aufgabe bewußt waren, um das unter Beweis zu stellen, was sie in unermüdlicher Kleinarbeit und hartnäckigen Schießübungen auf ihren heimatlichen Schießständen in den vier Waffenarten (Kleinkaliber, Pistole, Scheiben- und Wehrmanngewehr) erlernt haben.
Nicht alle konnten das gesteckte Ziel erreichen — hieran sind die Schützen gewöhnt —, aber bis zum nächsten Jahre wird der Ehrgeiz schon dafür sorgen daß diese Schützen durch fleißiges lieben sich an die „größeren" Kameraden heranarbeiten. Die Flinte wird deswegen nicht in's Korn geworfen. Auch für die „Kanonen" heißt es fleißig weiterüben, damit sie auf der Scheibe bleiben, solange ihnen nicht das Auge und die ruhige Hand von selbst einen Strich durch die Rechnung macht.
Konferenzen hat noch nie jemand etwas Wirkungsvolles ausgerichtet. Ich gehe.
Zwei Stunden später rufe ich Herrn Müller an. Nun wird ja die Konferenz zu Ende sein.
Aber Herr Müller, höre ich am Telephon, ist nicht mehr im Hause.
Am nächsten Tage gehe ich wieder hin und will mich Herrn Müller melden lassen. Aber Herr Müller ist, sagt man mir, gestern in Urlaub gegangen.
,'Ach", sage ich, „und mann wird er wieder zurück sein?"
„In vierzehn Tagen."
Von solcher Art sind die Pointen der WirMch- keit: es sind keine.
In vierzehn Tagen? Ach, in vierzehn Tagen ist alles anders, und die ganze Ansprache, die ich Herrn Müller vor dem Rasierspiegel hielt, gilt nichts mehr.
Meine Ansprache, die ich morgen beim Rasieren halten werde, wird sich in direkter Rede an das Schicksal wenden, denn Herr Müller selbst ist, wie gesagt, verreist.
beitsdienst ober beim Militär. Es spielen also am Sonntag folgende Mannschaften:
Watzenborn-Steinberg — Leihgestern (Keller- Lich).
Spielvereinigung 1900 — Heuchelheim (Böcher, Gießen).
VfB.-R. — VfB. Krofdorf (Philipp, Gießen).
Im ersten Spiel handelt es sich um einen Lokalkampf. Wenn die Leihgesterner die vorjährige Form beibehalten haben, sollten sie den Sieger stellen. Die 1900er werden sich wohl auf eigenem Platz die Punkte nicht nehmen lassen. Die körperlich stärkste Jugend dieser Gruppe ist Krofdorf. Sie wird den Gießenern nicht so leicht nachgeben.
Garbenteich — Lich (Gerhardt, Steinbach). Hungen — Ettingshausen (Röhm, Grünberg) Großen-Linden — Steinbach (Weigandt, Leihgestern).
Im Lokalkampf in Garbenteich wird die glücklichere Mannschaft die Punkte erringen. Der Neu- Schüßen im Kampf um
üng Hungen ist in seiner Spielstärke noch unbekannt und wird dies erst am Sonntag unter Be- roeis stellen. In Großen-Linden erwartet man die Platzbesitzer als Sieger.
VfB.-R. II — Klein-Linden (Best, Gießen).
Großen-Linden II — 1900 Gießen II (Weigandt, Leihgestern).
Lollar II — VfB.-R. III (Hofmann, Wieseck). AP--N. IV — Staufenberg (Grote, Mainzlar).
Die Gießener haben an Spielstärke eingebüßt und werden kämpfen müssen, wenn sie Sieger bleiben wollen. Im zweiten Spiel erwartet man die Platz- oesitzer als Sieger. In Lollar ist der Kampf offen. Ob die kleinen VfBer gegen Staufenberg gewinnen können, bleibt abzuwarten.
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