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Itt. 171 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Montag. 26. Juli 1957

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

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Oie wledererstandene GM.

-DU unserem ständigen Dr. E. Sch.-Bericht- erstatier.

lapbrucf, auch mit Quellenangabe, verboten!

Oer neue englische Kragebogen zugestelli.

Sieben Kragen auf 26 Seiten. England sucht Italien mit dem Hinweis auf Abessinien

|(rfdtint täglich, außer Homtags und Feiertags wistgen: Die Illustrierte Meftner Familienblätter Jtinat im BUd DieScholle

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Siegener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Verlag: Srühlsche Univerfitättdruckerei R. Lange in Gietzen. §christleitung und Geschaftrftelle: Schulstratze 7

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r o n a r b e i t verrichtete. Die kürzlich be­worbene Nachricht von derBegnadigung" 5 000 Zwangsarbeitern, die sich analbau besonders durchStoßarbeit" aus-

Moskau, 20. Juli 1937.

I geraumer Zeit erscheinen in der Sowjet- mmer wieder lange, auf den ersten Blick lisvolle Listen von Persönlichkeiten, diefür roorragenben Verdienste bei der Erfüllung :er Regierungsaufgaben" mit den h ö ch st e n e t o r d e n ausgezeichnet werden. Erst bei i Zusehen entdeckt man unter den neuge- i Ordensrittern vomRoten Stern" oder eninorden" bekannte Namen, die von Korn- i der Staatssicherheit, gefürchteten Unter« rricktern, von Mitgliedern jener geheimen en, die in diesen Monaten die Aufgabe )ie plötzlich verhafteten bisheri- Spitzen des bolschewistischen es zu verhören und abzuurtei- nter den so ausgezeichneten Funktionären menkommissariates" (so lautet die amtliche ,ung jetzt für die GPU.) zählt man weiter veihundert solche, die sich beim Bau des Noskwakanals besonders hervorgetan haben, er typischenBravourleistung" des Stalin- sipotismus, wo ähnlich den Sklaven, die die den der ägyptischen Pharaonen errichteten, ;r Au sticht der GPU. eine ganze Armee von t politischen! Strafgefangenen jahrelang

czMnet hätten, bestätigte nur die bisherigen Ber- luiunten, daß für die Zahl der dort fronenden Wlinge eine fünfstellige Ziffer bei weitem nicht iSL-eidjt! Natürlich finden sich wie dies gerade 1 AM.-Apparat nicht anders zu erwarten ist romPunter den Fronvögten vom Wolgakanal, wie ttfl| unter den Funktionären des Geheim- und pi.mazedienstes, die nunmehr zu Rittern aller DOBjek rben wurden, über ein Viertel einwandfrei imifh e Namen.

2)tu Höhepunkt erreichte der Wiederaufttteg des '-Ws der GPU., das durch die Jagoda-Affäre pMSch gesunken war, mit der Verleihung des nürMens an denJnnenkommissar" Jeshow,

luneuen Chef der GPU. Die kriecherischen Huldi- Uk^bkzeugungen für die GPU. und ihren Leiter, »Saui diesem Anlaß in der Sowjetpresse er- fjiehit, übertrafen das - bisher Dagewesene noch m itin Vielfaches. Sämtliche Blätter brachten das MZeshows (das beispielsweise in derPrawda" Hern ein Viertel einer Seite einnahm) und machten h z- natürlich auf entsprechende höhere Weisung - Bliran, dieses Ereignis in einer Weise zu form ernenn, die für die gegenwärtig in der Sowjet- iiiom herrschende Atmosphäre ein geradezu er= Wenides Zeugnis ablegt. So kennzeichnete die stkchvda" den GPU.-Chef, dem sie das entschei- M Verdienst an den fortdauerndenSäube- iNMoktionen" undEntlarvungen" (ließ Ver ° Hu n g e n oder Erschießungen) aller der Sowjetunion" zusprach, als den vor- Wtfyii Bolschewiken schlechthin, dessenrevolu- onettre Wachsamkeit", dessenscharfes bolschewisti- bes Auge", dessenuntrüglicher proletarischer nftrhlt* als in jeder Hinsicht beispielhaft gepriesen jurice. Unter seiner Leitung seien dieSpione, ierrikr und Trotzkisten", von Sinowjew und atweiw angefangen über Radek und Pjatakow 15 .'lubenBanditen vom Schlage Tuchatschewskis nd -lloorewitschs", zerschmettert worden, er habe ach! A Ausbootung desVerräters" Jagoda auch u 'typirate der GPU. selbst schonungslos aufge- aui^i Den Gipfel der Infamie aber erreichen die " wii mmer ad hoc bestelltenResolutionen -kDrktätigen", die den kleinen Mann mit dem °le|l|i Aick, an dessen Händen das Blut von ;auliiDi'n erschossener Opfer klebt, derinnigen b(3 Sowjetvolkes" zu versichern haben und er^ahrung für feinegroße Meisterschaft" bei ^-Marvung" des inneres Feindes!

. Ä oürbe jedoch mit der Annahme irren, daß 'le ^szeichnungen und Huldigungen in erster -mut jer Persönlichkeit Jeshows gelten, über 'clp bkschränkte Fähigkeiten und bedingungslose We-Hirfung unter den Willen seines Meisters sich n. Wiu alle klar sind, die darüber unterrichtet irisen. Das bedeutet freilich auch, daß ein 9hnn, ohne gesunden eigenen politischen Wil- n» Jjfaf jegliches eigene Verantwortungsgefühl, 15 ti f3 e u g ei ne s Despoten von geradezu utyNir Gefährlichkeit sein kann. Es handelt sich e' Ijtl erwähnten, erschütterndenStimmen des r"*5, wie gesagt, nicht darum, nunmehr der ^erb*;i:dteit Jeshows Weihrauch zu streuen. Die 5ro^cirba gilt vielmehr der wiedererstande- ,en' U. als dem blindlings dem Willen des M unterworfenen Werkzeug. Der schimpfliche jagodas und die darauf einsetzende Der- artiL.ig=oetion im Kreise seiner engsten Mitarbel- ;r b' Eh -unächst für den bisher allmächttgen GPU.- ppa'iai eine schwere Kompromittierung bedeutet.

fyhr die Ausmerzung Jagodas und derJa- ?9ift?irr innerhalb der GPU. das bestehende Ge- ü-es Sowjetstaates belastet hat, geht schon allein Wtth teroor, daß der wegenAmtsvergehen ilamelleii Charakters" vor vier Monaten ver- nähere GPU.-Kommissar bis heute noch cht ')cr Gericht gestellt worden ist! Erst anläßlich k, !.^e,sverleihung an Jeshow erwähnen die ätter überhaupt feinen Namen wieder, wobei er gWsills erstmalig alsfeiger Verräter , 3 o' ftrb des Sozialismus" undGesinnungsge- 'ffe «de Spione, Schädlinge und trotzkistifchen Ban- ten"t j^jchnet wird. Vielleicht hat man in dieser

zu gewinnen.

London, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Sämt­liche Londoner Morgenblätter befassen sich ein­gehend mit dem Fragebogen der briti­schen Regierung in der Nichteinmischungs­frage und drücken die Hoffnung aus, daß dieser neue Dermittlungsvorschlag Erfolg haben möge.

Der diplomatische Korrespondent derTime s" berichtet, daß der Fragebogen, der 261/2 Seiten umfaßt, sieben Fragen enthalte. Er sei am Donnerstag und Freitäg im Foreign Office ausgearbeitet und am Samstagabend in der Form einer Denkschrift den diplomatischen Ver­tretern der 26 Nichteinmischungsstaaten über­mittelt worden mit der Bitte, daß die Regie­rungen ihre Antworten baldmöglich st einsenden sollten, damit der Hauptausschuh des Richteinmischungsausfchusses aufs neue zusam­mentreten könne. Die sieben Fragen der Denk­schrift seien in möglichst einfacher Form gefaßt und gingen daraus aus, daß die Regierungen klar zu verstehen geben sollten, ob sie den wesentlichen Teilen des britischen Kom- promihplanes zustimmen oder nicht. 2Nan sei der Ansicht, daß dieses Vorgehen in unzwei­deutiger Form die wesentlichen Mei - nungsverschiedenheiten zwischen den Mächten zutage treten lassen würde.

Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" meint, England habe seine Meinung bezüglich der Wichtigkeit der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien nicht geändert. In britischen Kreisen betone man, daß England entschlossen sei, seine Interessen im Mittelmeer zu wahren, daß man aber gleichzeitig warme und gute Beziehungen für Italien wünsche.

Man sei der Ansicht, daß, wenn der Völker­bund in sechs Wochen zufammentrete, er sein Einverständnis dazu geben werde, daß Abessi-» nien als unabhängiger und souveräner Staat verschwinden solle.

Der diplomatische Korrespondent derDaily Mail" meint, Großbritannien unterstütze den Standpunkt Frankreichs und Sowjet­rußlands, daß erst die ausländischen Frei­willigen in beträchtlichem Ausmaße zurückgezogen werden müssen, bevor eine Zugestehung der Krieg- führenden-Rechte möglich sei.

3n Londoner diplomatischen Kreisen habe man wenig Hoffnung, daß dieser neue Schritt die Verhandlungen aus der Sackgasse herausfüh- ren könnte. Man sei der Ansicht, daß der Fragebogen die zahlreichen Meinungsverschie­denheiten im Richteinmischungsausschuß ledig­lich stärker hervortreten lassen werde.

Daily Herold" meint, daß keine der großen Regierungen die Fragen des englischen Dokuments ohne Einschränkung annehmen werde Alsdann werde die ganze Angelegenheit zwecks Beratung dem Hauptausschuß des Nichteinmischungsausschus­ses unterbreitet werden und dann werde alles wieder von neuem anfangen.

News Chronicle" meint, in London und Paris fei man feit vielen Tagen bereits der An­sicht, daß es weitaus besser sei, klare Antworten zu erhalten, die unter Umständen zum Zusammen­bruch führten, anstatt weitere neue Versuche zu unternehmen. Zur Unterredung Edens mit dem italienischen Botschafter will das Blatt berichten können, daß G r a n d i in sehr herzlicher Form auf die Wichtigkeit eines besseren Verstehens zwischen Italien und England hingewiesen habe.

S u n d a y T i m e s" will wissen, daß Deutsch­land und Italien infolge des Besuches von Lord Plymouth bei Ribbentrop nicht die sofortige Beseitigung der Flottenpatrouille verlan­gen würden Was die Zurückziehung der italieni­schen Freiwilligen betreffe, so seien wenig Anzei­chen vorhanden, daß Mussolini hierzu bereit sei. Wenn er sich weigere, dann halte man m Lon­don einen Zusammenbruch des Nichtemmischungs-

abkommens für unvermeidlich. Im englischen Frage­bogen werde ausdrücklich erklärt, daß der britische Plan als Ganzes behandelt werden müsse und daß nicht der eine oder der andere Teil abgelehnt wer­den könne

Die der Korrespondent weiter berichtet, hat die englische Regierung wahrscheinlich die Absicht, den Italienern eine Neuregelung der e n g l i sch - i t a l i e n isch e n Be­ziehungen in Aussicht zu stellen, wenn sie den englischen Richleinmischungsplau annehmen. Falls der britische plan erfolgreich wäre, dann könne die Zeit für weitere englisch­italienische Besprechungen gekom­men sein, um festzuslellen, ob die Verständigung zwischen England und Italien vom Januar dieses Jahres nicht doch noch erfolgreich ver­wirklicht werden könnte.

Die britische Regierung sei ehrlich bemüht, die Verdächtigungen zu zerstreuen, daß ihr Aufrü­stungsprogramm gegen Italien gerichtet sei.

Echo in Paris.

Paris, 25. Juli. (DNB.) In der Beurteilung der außenpolitischen Lage hinsichtlich der Erfolgs­aussichten des neuen englischen Kompro- m plan es in der spanischen Nichteinmischungs­frage ist die französische Sonntagabendpresse sehr zurückhaltend. Im Zusammenhang'mit dem Besuch des Londoner französischen Botschafters Sorbin in Paris und feine Unterredungen mit den Leitern der französischen Politik verzeichnet derJntran- s i g e a n t" nur ganz kurz, daß (Sorbin nach Pa­ris gekommen sei, um sich unmittelbare Anweisun­gen des französischen Außenministers zu holen. Frankreich, so schreibt der Jntransigeant, das stets mit England solidarisch sei, haben bereits wissen lassen, daß es das neue von London ins Auge ge­

faßte Verfahren billige, und dieses Verfahren stelle, man müsse es laut und deutlich erklären, den letz­ten Versuch der Nichteinmischungspolitik dar.

Rom gegen Englands Fiklwn.

Rom, 26. Juli. (DNB.) Die starke Beachtung des am Samstag imP o p o l o d ' I t a l i a" er­schienenen Artikels wird von der römischen Presse am Sonntag mit lebhafter Genugtuung verzeichnet, wobei die Zustimmung Deutschlands zu dem Mahnruf Mussolinis und zu seiner realpolittschen Einstellung hervorgehoben wird. P o p o l o di Roma" weist hauptsächlich auf die Fiktion hin, an der England immer noch fest­halte, in dem es die Augen vor der völlig ein« heutigen Wirklichkeit schließe und sich vor der An­erkennung der Kriegsrechte Francos sträube, die überhaupt nicht von der praktisch unmöglichen Frei­willigenfrage abhängig gemacht werden könne.

England riskiere damit selbst, den Weg zu der wahren Nichteinmischung zu sperren.

ImM e f f a g g e r o" wird der Artikel desPopolo d'Jtalia" ebenfalls besonders mit der Haltung Eng­lands und dem neuen Versuch der englischen Presse in Zusammenhang gebracht, die ganze Schuld für ein Scheitern der Verhandlungen über den eng­lischen Kompromißvorschlag auf Italien abzuladen.

Im übrigen werden in den Pariser Korrespon­denzen die Aussichten des neuen englischen Frage­bogens ziemlich skeptisch besprochen. Sein Haupt­verdienst werde vielleicht die Klärung einer un­durchsichtigen Lage sein und daß mit seiner Beant­wortung nach Ansicht desPopolo di Roma" neue Gegenvorschläge erleichtert werden könnten.

Siegreich für Deutschland entschieden.

Caracciola gewinnt auf dem Nürburgring den preis des Führers.

Auf dem Nürburgring, 25. Juli. (DNB.) Zu einem der heftigsten Kämpfe, die je auf dem Nürburgring ausgetragen worden sind, gestaltete sich der 10. Große Preis von Deutschland, der am Sonntag vor 300 000 Zuschauern bei schö­nem, aber kühlen Wetter mit dem fünften Sieg Caracciolas auf Mercedes-Benz endete.

In 3:46:00:1 legte Earacciola die 501

Kilometer zurück, was einem Stunden- durchschnitt von 131,2 Kilometer gleichkam.

Hinter ihm landete sein Markengefährte Manfred oon Brauchitsch in 3:46:46:3 (132,7), auf dem zweiten Platz. Bernd R o s e rn e y e r, der mit 9:55 Minuten und 137,8 Kilometerstunden einen neuen Rundenrekord aufstellte, hatte Pech und ver­lor durch Reifenwechsel kostbare Minuten. Er arbei­tete sich vom 11. auf den dritten Platz vor. Nuvolari (Alfa-Romeo), Hasse (Auto-Union) und Kautz (Mercedes-Benz) waren die Nächstplacierten. (Ausführlicher Bericht im heutigen Sportteil. Die Schriftleitung.)

Nach dem packenden Kampf um den 10. Großen Preis von Deutschland erstattete Korpsführer Hühnlein dem Führer mit folgendem Tele­gramm Meldung:

Wein Führer? Ich melde: 10. Großer preis von Deutschland auf dem Nür­burgring nach überaus spannendem Kamps siegreich für Deutschland entschie­den. Sieger wurde Rudolf Earacciola auf Dercedes-Benz und damit Gewinner Ihres Preises. Zweiter Manfred v.Brau- chitsch auf Mercedes-Benz, Dritter Bernd Rose- meyer auf Autounion, heil, mein Führer!

Korpsführer Hühnlein.

Der Preis des Führers. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Aeußerung der parteiamtlichenPrawda' den ersten Hinweis zu sehen auf einen neuen Monstre - prozeß, der logischerweise Jagoda neben den übrigen gestürzten Säulen des Regimes, Rud>utak, Krestinski, Salimow und den vielen andren auf einer Anklagebank vorführen mußte Wir jagen logischerweise", denn noch scheint es nicht sestzu- stehen, ob der Kreml nochmals einen für das Pre­stige seines Staates so gefährlichen Einsatz wagt.

Wie dem auch sei, in dem Prozeß der Umbil­dung der bestehenden, weiterhin mit bestimmten Persönlichkeiten wie es schien unlösbar verbunde­nen Machtpositionen im Sowjetstaat, in dem Pro­zeß der neuen Verfolgung^, Terror, und Ausrottungsaktion imKreise der bisherigen Spitzen des Regimes hat sich bereits jetzt die Notwendigkeit geze-gt, die all­mächtige politische Polizei, die GPU-, prestige- mäßig wieder zu rehabilitiere n. 2)ies ist der Sinn der Auszeichnung Jeshows und seiner Ge- treuen, nur so kann die für westeuropäische Be­gaffe geradezu infam anmutende Proskynesis der

Sowjetpresse und Oeffentlichkeit vor der GPU. ge­deutet werden. Wenn man die Zeit des Macht­kampfes im Staate, also gegen den Feind von außen und gegen die weißen Generale, als die erste Etappe der bolschewistischen Revolution bezeichnen will, und die zweite Etappe im Kampfe Stalins gegen Trotzki, sowie in der politischen Vernichtung des Bauerntums, der Kollektivisierung, sieht, [o wird man den gegenwärtigen, durchaus mit prä­ventiven Schlägen Stalins gegen alle seine mög­lichen Gegner geführten Machtkampf, wobei die bolschewistische Revolution wie Saturn ihre eigenen Kinder wieder verschlingt, mit Fug und Recht als ihre dritte Phase bezeichnen dürfte. Aber auch in dieser dritten Etappe bedarf der bolschewistische Despotismus zur Aufrechterhaltung feiner Tyrannei über die Massen des russischen Volkes desunerbitt­lichen strafenden Schwertes der proletarischen Dik­tatur" wie die in ihrer neuen Machtstellung als gefügiges Instrument der Moskauer Machthaber wiedererstandene GPU. im Jargon der Sowjet­presse bezeichnet wird.

Patriarch Barnabas f-

Belgrad, 24. Juli. (DNB.) Das Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Barna­bas (W a r n a w a), ist in der vergangenen Nacht nach längerer schwerer Krankheit verschieden. Barnabas wurde 1880 im Sandschak Novipasar geboren und 1930 zum Patriarchen gewählt. Er widmete seine ganze Arbeitskraft dem Aufbau der serbisch-orthodoxen Kirche, die sich in den Jahren, in denen er sie als Oberhaupt leitete, stark ent­wickelte. Dem neuen Deutschland brachte Patriarch Barnabas Verständnis und Sympathie entgegen.

Deutschlands Beileid.

Berlin, 25. Juli. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat der königlich-jugoslawischen Regierung zum Ableben des Oberhauptes der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch W a r n a w a , sein und der Reichsregierung aufrichtiges Beileid durch den deutschen Gesandten in Belgrad über­mitteln lassen.

iA.