Ausgabe 
26.4.1937
 
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Heichsmimster Dr. Goebbels spricht vor den deutschen Buchhändlern

Die KreiSieiler-Tagung aus Burg Vogelsang

I

riß des Schulungswesens der Bewegung und der sozialpolitischen Mobilisierung. Dr. £eg kennzeich­nete dann das Fundament der nationalsozialistischen Weltanschauung und betonte die untrennbare Ein­heit von Körper, Seele und Geist, von der unsere Idee ausgehe. Die Organisation der Bewegung habe die Verewigung des nationalsozialistischen Glaubens zu sichern. So stark würde das Gefüge der Partei aufgebaut werden, daß der letzte deut­sche Volksgenosse von ihr erfaßt würde und sie alle Lebensäußerungen des Volkes führe und betreue. Die Tiefe des Glaubens an unsere Idee schließe den Gehorsam und die Verantwortung in der Pflicht­erfüllung für die Partei und das Volk in sich. Aus diesen Gedankengängen heraus kam Dr. Ley zu der vordringlichen Aufgabe der Führeranwär­ter-Auslese und zu der weltanschaulichen Schulungsarbeit innerhalb der Bewegung, deren Aufbau und Gliederung er umfassend darstellte. Auf vier Grundpfeilern steht diese Erziehungsarbeit: Der erste ist die Schulung des Führerkorps bis zum Ortsgruppenleiter, der zweite die Wochenendschu­lung, der dritte die Massenschulung in Abendkursen, an denen jeder deutsche Volksgenosse teilnehmen kann, und schließlich kommt die 'Fachschulung dazu, die in großzügiger Weise innerhalb der Organisa­tion und Verbände der Bewegung durchgeführt wird. Dr. Ley wandte sich dann der sozialpolitischen Arbeit der kommenden Zeit zu, die das große Vor­zeichen des ständigen Einsatzes und eines großarti­gen Leistungswettkampfes habe. Dr. Ley schloß seine programmatischen Ausführungen:Wir leben in einer herrlichen Zeit, wir gehorchen einer Mission, und es ist unser höchstes Glück, an dem Aufbau und

den Volksgenossen vielleicht zum ersten Male den Weg in die Buchhandlung finden lassen, und es sei nun eine der schönsten Aufgaben des Buchhändlers, diesen Volksgenossen zu raten und zu helfen, sie einzuführen in den Bereich des schaffenden Geistes und ihnen diejenigen Werke in die Hände zu geben, die Brücken zu den übrigen schlagen können. Dr. Goebbels erklärte mit Nachdruck:

hier liegt das letzte Geheimnis allen Erfolges beschlossen. Der Buchhändler ist kein Händler mit Büchern. Will er es sein, so bringt er sich damit um jede ideelle und materielle Gewinn-, chance. Denn wo es um geistige Werte geht, kann auch der materielle Gewinn nur von dem errungen werden, der innerlich klar auf diese Werte ausgerichtet ist und somit in diesem Falle seine Aufgabe weniger darin sieht, Bücher wie Handelsobjekte all den Wann zu bringen, als vielmehr darin, das Volk an das Buch als eines seiner köstlichsten Kulturgüter heranzu­führen. Je klarer und kompromißloser sich der Buchhandel kulturelle und kulturpolitische Ziele seht, desto gefestigter und gesicherter wird daher

auch seine materielle Existenz fein.

Der Minister ging dann auf die Zukunfts- aufgaben des deutschen Buchhandels ein. Sein Weg müsse klar und ohne Kompromiß beschritten werden. Der Buchhändler habe sein Gewerbe als Treuhänderdienst am deutschen Volk aufzufassen, hinter dem Buchhändler ständen Staat und Partei, sowie eine in sich gefestigte klare, nach

Das Buch eines der köstlichsten Kulturgüter."

je einen großen Lorbeerkranz nieder, die die Inschrift tragen:Die Balilla den Ermordeten der national­sozialistischen Revolution."

Anschließend fand im großen Sitzungssaal des Rathauses ein Empfang zu Ehren der italienischen Gäste statt. Nachdem die italienische Abordnung am Nachmittag das Deutsche Museum besichtigt hatte, wurde Unterstaatssekretär Ricci mit seiner Begleitung am Abend im Beisein des Jugendfüh­rers des Deutschen Reiches im Braunen Haus vom Stellvertreter des Führers Rudolf Heß emp­fangen, der die Gäste mit einer kurzen und herz­lichen Ansprache im Senatssaal begrüßte und dann in das Führerzimmer geleitete, wo sie vom Stell­vertreter des Führers über die Geschichte des gan­zen Hauses unterrichtet wurden. Anschließend be­sichtigten die italienischen Jugendführer noch den Verwaltungsbau der NSDAP., dessen architekto­nische Schönheit restlose Bewunderung erweckte.

Im Industriegebiet.

Bochum, 26. April. (DNB.) Der Besuch, den der Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch und der Führer der italienischen Jugend, Unterstaats­sekretär R i c c i, am Sonntag dem Gebiet West­falen der Hitlerjugend abstatteten, wurde zu einem großen Ereignis für die westfälische Jugend und das ganze westfälische Land. In zahlreichen Massen­kundgebungen und Appellen legte die Jugend West­falens ein Bekenntnis ab zur Einheit der Nation und zu Geschlossenheit und Einsatzbereitschaft der deutschen Jugend.

Nach dem Empfang im Friedenssaal des Rat­hauses zu Münster ging die Fahrt weiter in das Industriegebiet. An der Seesportschule der Marine- HI. in Haltern am See harrten 2000 blaue Jun­gen der Marinegefolgschaften Westfalens der Gäste.

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Leipzig, 25. April. (DNB.) Der Sonntag der Kantate, an dem sich die d e u t s ch e n Buchhänd­ler nach vorangegangenen Arbeitstagungen all­jährlich zu einer Großkundgebung zusammenfinden, ist nicht nur für die Stadt des deutschen Buchhan­dels, sondern für das gesamte deutsche Stulturleben ein Tag von hoher Bedeutung. Das gilt besonders für die Zeit seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, denn nie zuvor sind deutsches Schrifttum und deutsches Buch mehr gefördert wor­den, als durch die nationalsozialistische Regierung; das deutsche Schrifttum wurde wieder dem Volke erschlossen, und der deutsche Buchhandel ist jetzt endgültig in die Reichsschrifttumskammer einge­gliedert worden. Er hat damit die ihm gebührende Stellung in der Reichskulturkammer gefunden.

Die Kantate-Veranstaltungen des * Buchhandels erreichten am Sonntagvormittag auf der Groß­kundgebung im Neuen Theater ihren Höhe­punkt, auf der, wie im vorigen Jahre der Präsi­dent der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, eine richtungweisende Rede hielt.

Bürgermeister h a a k e hieß Reichsminister Dr. Goebbels im Namen der Stadt Leipzig willkommen. Hauptamtsleiter Wilhelm Baur dankte namens des in der Reichsschristtumskammer zusammen- gesaßten deutschen Buchhandels dem Minister da­für, daß dieser im März 1933 das Signal der wie­dergewonnenen geistigen Freiheit gegeben und nun auch den organisatorischen Zusammenschluß des deutschen Buchhandels herbeigeführt habe.

Von den mehr als 1500 Vertretern deutschen Geisteslebens stürmisch begrüßt, ergriff

Reichsmimsier Dr. Goebbels das Wort. Während das deutsche Buch, so führte der Minister aus, in der Vergangenheit immer nur das Vorrecht der sog. Gebildeten und Besitzenden geblieben war, haben wir heute den großangeleg­ten weitgesteckten Versuch unternommen, das Buch wieder in eine innere Beziehung zum Volk zu bringen. Der deutsche Buchhandel darf sich kei­nem Zweifel Hingaben: Gelingt es uns nicht, was wir unternommen, haben, so ist die Existenzberech­tigung des Buchhandels für Gegenwart und Zu­kunft in Frage gestellt. Denn die' enge Schicht von Besitzenden wird auf die Dauer dem Buche die Existenzberechtigung und Existenzfähigkeit nicht verleihen können.

Dr Goebbels betonte anschließend, es käme nicht

Italienische Gäste in Deutschland

tteberall herzliche Ireude über den Besuch aus Italien.

zug zu Ehren der Gäste beiwohnte, der den Taz beschloß.

Die italienischen Journalisten im Gau Hessen-Aaffau.

Frankfurt, 25. April (LPD.) Die italie­nischen Journalisten, die sich seit Freitag unter Führung von Ministerialrat Berndt aus einer Reise durch Deutschland befinden, fuhren am Sonntagvormittag von Mannheim über Heidelberg in den Gau Hessen-Nassau. Die Reichsauto­bahn mit ihrer imposanten Einfahrt und dem genial gelösten Kreuzungssystem bei Mannheim war das erste Denkmal nationalsozialistischen Ausbau­willens, auf das die Gäste an diesem Tage trafen. Dann bewunderten sie die herrliche Stadt Heidel­berg.

Nach kurzer Zeit war die Grenze des Gaues Hessen-Nassau überschritten und das Erbhöfe- darf R i e d r o d e erreicht. Es ist begreiflich, daß die italienischen Gäste bei der Besichtigung dieses Dorfes sich besonders interessiert zeigten, denn die Urbarmachung der Pontinischen Sümpfe, eine der größten Taten Mussolinis, legt nahe, zu ver­gleichen, was auf diesem Gebiete in Deutsch' land geschaffen und für die weitere Zeit in An­griff genommen wurde. Landeskulturrat Reich gab den Gästen in einem kurzen Vortrag einen Ueberblick über das Einst und Jetzt und hatte dann noch viele Einzelsragen über die Rentabilität, den Ausfall der ersten Ernte und über den Einsatz von Arbeitskräften zu beantworten. Eingehend wurden die Wohnhäuser, die Stallungen und Scheunen der Erbhofbauern besichtigt, und rückhaltlos hörte man das anerkennende Lob der itali-enifchen Presseleute über die musterhafte und wohldurchdachte Anlage und über den aus der vorbildlichen Ordnung her' aus sichtbaren Fleiß der Bauernfamilien. , .

Es ist ein gutes Vorzeichen für diese Besicht' gungsfahrt, daß gerade in Riedrode, wo deut­sche Siedlerarbeit so sinnfällig gezeigt wird, die italienischen Gäste ein Telegramm des Reichsmini- sters für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels erreichte, das an Generaldirektor Dr. Comm. Gherardo C a s i n i gerichtet war und fol­genden Wortlaut hat:Für die freundlichen Gn'iße der italienischen Journalisten zu Beginn ihrer Deutschlandreise danke ich Ihnen herzlich. wünsche Ihnen für Ihre Fahrt durch Deutschlano alles Gute und freue mich, Sie demnächst in Bettm persönlich begrüßen zu können. Reichsminister Dr. Goebbels."

Im Lager des Frauenarbeitsdienstes bei B ü r' t a d t wurde dann das Mittagessen eingenommen, das zur großen Freude der Gäste eine Schar junger, frischer deutscher Mädchen mit Vortragen deutscher Volkslieder würzte. Gauleiter Reichssta»' Halter Sprenger begrüßte hier die italienischen Journalisten und betonte, daß er durch eigene Rei­sen Land und Leute in Italien kennengelernt have,

Gruß an den Führer.

Der Dank Adolf Hitlers.

Berlin, 25. April. (DNB.) Der italienische Iu- gendführer Unterstaatssekretär Ricci hat während seines gestrigen Aufenthaltes in München an den Führer und Reichskanzler folgendes Tele­gramm gerichtet:

Aus der Hauptstadt der Bewegung, die dem großen Deutschland Leben und Macht wiederge­geben hat, bringe ich, auch im Namen meiner Ka­meraden, Eurer Exzellenz die Gefühle unserer dank­baren Verehrung zum Ausdruck."

Der Führer und Reichskanzler hat hier­auf wie folgt telegraphisch geantwortet:

Eurer Exzellenz danke ich für den mir aus Mün­chen telegraphisch übermittelten Gruß. Ich erwidere ihn herzlich und heiße Sie in Deutschland aufrichtig willkommen."

Valilla-Führer bei der HI.

In München.

München, 24. April. (DNB.) Auf seiner Deutschlandreise traf am Samstagmittag Unterstaatssekretär Ricci in der Hauptstadt der Bewegung ein. Vorher waren bereits 22 Balilla- offiziere unter Führung von Konsul Oberst Sal- vetti mit dem fahrplanmäßigen Zug hier angekom­men. Unterstaatssekretär Ricci 'begab sich am Nachmittag mit dem Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von S ch i r a ch, in die Ehren­tempel am Kgl. Platz und legte, während ein SS.- Ehrensturm das Gewehr präsentierte und Ehren- abortmung des Jungvolks die Trommeln rührten,

Burg Vogelsang, 25. April. (DNB.) lieber« aus interessant und für den Einsatz des Geistes und des Willens für die großen Aufgaben des Vierjah­resplanes kennzeichnend waren die Ausführungen, mit denen nach dem Gruß an den Führer der zweite Tag der Kreisleiterschulungsta­gung seinen Anfang nahm. Vor den Kreisleitern sprach der Chef des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe beim Beauftragten des Führers für den Vierjahresplan, Oberst Löb, über die indü­st r i e l l e Seite des Vierjahresplanes. Er ging, wie die NSK. meldet, davon aus, und hob diesen Grundsatz immer wieder hervor, daß der Vierjahresplan mit seinen vielseitigen Aufgaben und Auswirkungen nur dann erfüllt werden kann, wenn alle Zusammenarbeiten, wenn Wirtschaft und Bevölkerung in diesen Forderungen mitleben und sich die Leitmotive des Führers zu eigen machen. Gerade die Mitwirkung der Partei und der Ho­heitsträger draußen an der Front feien in erster Linie entscheidend für den Erfolg. Daneben aber ließ Oberst Löb bei seinen Einzelausführungen kei­nen Zweifel daran, daß alle Forderungen so, wie sie gestellt wurden, durchgeführt und erfüllt wer­den, weil sie erfüllt werden müssen.

Staatssekretär Backe, der von Ministerpräsident Göring mit dem Gebiet der landwirtschaftlichen Erzeugung betraut ist, sprach überErnährung und Vierjahrespla n". Der auf lange Er­fahrungen aufgebaute Vortrag gab den Kreisleitern einen umfassenden Ueberblick über die Bedeutung der Ernährungswirtschaft innerhalb des Vierjahres­planes. Nachdem der Redner aufschlußreiche Ver­gleiche zwischen der Ernährungswirtschaft Deutsch­lands vor und nach dem Kriege aufgestellt hatte, betonte er die Notwendigkeit einer Vorratswirt­schaft als unbedingten Bestandteil einer völkischen Ernährungspolitik.

Der Vortrag, den Hauptdienstleiter S ch m e e r als Abschluß der Referate der Kreisleiter-Schulungs­tagung hielt, die den Einsatz des Volkes für den Vierjahresplan schilderten, wurde zum großen Zeug­nis der sozialen Verantwortung und der unermüd­lichen Sorge der Partei und ihrer Beauftragten, der DAF., für den schaffenden Volksgenossen. Als Leiter der Zentralstelle der DAF. für den Vierjahres­plan rief er alle Kreisleiter auf, sich persönlich und in engster Fühlungnahme mit den Kreisobmännern der DAF. für das Wohl des schaffenden Menschen einzusetzen, in gleicher Weise für jeden, der sich in die große Gemeinschaft des Volkes eingereiht hat.

Den Höhepunkt der Kreisleiterschulungstagung bildete am Sonntagnachmittag eine Rede des Reichs­organisationsleiters Dr. Ley. Er gab einen Auf-

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allem darauf an, in Deutschland möglichst viele Leihbüchereien einzurichlen, um das breite Volk am deutschen Buch teilnehmen zu lassen, es sei vielmehr notwendig, daß der Mensch durch den Kauf des Buches auch ein persönliches Verhältnis zu dem von ihm gelesenen Buche einnehme. Wenn das Buch in der Kampneit hinter dem gesprochenen Wort notgedrungen habe zurückstehen müssen, so sei es heute wieder ein gleichberechtigter Faktor neben dem gesprochenen Wort.

Der Nationalsozialismus habe sich seit 1933 als der warmherzigste Beschützer und Förderer des deutschen Buches erwiesen. Verleger und Buch- Hersteller seien die geistigen Makler und Mitt­ler zwischen Buch und Volk.

Anschließend wies Reichsminister Dr. Goebbels darauf hin, daß die mit der Machtübernahme durch den Führer einsetzende wirtschaftliche Belebung des Buchhandels auch im Jahre 1936 angehalten habe. An Hand der statistischen Berechnungen ließe sich beweisen, daß die Gesamtproduktion des deutschen Buchhandels gegenüber 1935 der Stückzahl nach um knapp 2 v. H. gestiegen sei, während die reine Buch­produktion ausschließlich der in der Gesamtproduk­tion mit erfaßten Broschüren und Flugblätter um 4,4 v. H. zugenommen habe. Eine gewisse Einschrän­kung der Broschürenproduktion sei durchaus posittv zu bewerten, zumal an die Stelle des oft wahl- und planlosen Produzierens der Vergangenheit ge­rade auf diesem Gebiete ein Wille zur Auslese ge­treten sei, der sich stärker als bisher nach höheren Gesichtspunkten ausrichtete.

Dr. Goebbels ging auf die erfreuliche Steigerung des Umsatzes im Buchhandel ein, die im Vergleich zum Vorjahr auf 15 bis 25 v H. geschätzt wird. Zum ersten Male könne seit der Machtübernahme eine fühlbare, durchschnittliche Auflagenerhöhung um etwa 25 v. H. festgestellt werden, die für das Jahr 1935 mit 5000, für das Jahr 1936 mit 6200 Stück errechnet wurde.

Der kreis der Volksgenossen, der für den kauf eines Buches in Betracht käme, habe sich da­mit merklich erweitert. Das fei eines der schön­sten Ergebnisse der bisherigen Arbeit und Ent­wicklung.

Der Verkaufswert aller produzierten Bücher und Druckschriften sei im letzten Jahre ebenfalls um fast 30 v. H. gestiegen. Das sei nicht etwa auf eine Verschiebung der Preise, die nicht gestiegen, sondern im Gegenteil gefallen sind, sondern auf die reine Produktionssteigerung zurückzuführen.

Ferner sei die Zahl derjenigen Bücher, die wie­derholt aufgelegt werden mußten, weil ein ständig sich erweiternder Kreis von Lesern an ihnen teil nimmt, im Wachsen begriffen. Ein bedeutsames Zeichen dafür, daß der Verlag mit seiner Produk­tion wieder Anschluß gewonnen hat an die Fragen und Probleme, die Ideen und Vorstellungen, die das Volk wirklich beschäftigen.

Dr. Goebbels erklärte, daß es ein verhängnis­voller Irrtum fei, wenn man glauben wollte, daß man von dem allgemeinen Lebensaufschwung pro­fitieren könne, ohne seine eigenen Kräfte anzuspan- nen. Für diese Erfolge müßten auch für den Buch­handel in zäher und zielbewußter Arbeit die dazu er­forderlichen organisatorischen und propagandistischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Organisatorisch ist der Buchhandel", so führte der Minister aus,in dem hinter uns liegenden Kantatejahr einen beträchtlichen Schritt vorwärts gekommen. Die nach der Auflösung des Bundes reichsdeutscher Buchhändler in Angriff genommene Verschmelzung mit der Kammer ist heute eine voll­zogene Tatsache. Welche Bedeutung ihr zukommt, wird bald auch denjenigen klar werden, die dieser organisatorischen Entwicklung mit Zweifel ober so­gar mit innerem Widerspruch gefolgt sind. Erst die vollkommene Zusammenfassung in einer berufsstän­dischen Organisation legt die letzten Kräfte frei, die für eine gemeinsame Aufgabe mobilisiert werden können.

Anschließend kam Dr. Goebbels, auf die erfolg­reich durchgeführte Werbeaktion 'für das Fach- b u ch zu sprechen. Diese habe manch einen schaffen-

Der Stellvertreter des Führers Reichsmimsier Rudolf Heß begeht am heutigen 26.April feinen

43. Geburtstag. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Fronttämpfergruß an Rudolf Heß. ,

Berlin, 25. April. (DNB.) Die National- sozialistische Parteikorrespondenz meldet:

Der Reichskriegsopferführer hat qm den Stellvertreter des Führers zu feinem Geburtstag nachstehendes Telegramm gesandt:

An den Stellvertreter des Führers, Reichs, minifter Rudolf Heß, München-Harlaching.

Zu Ihrem 43. Geburtstage vereinen sich meinen aufrichtigen Wünschen die Glückwünsche der fast IV2 Millionen Frontsold aen unb Kriegerhinterbliebenen der National­sozialistischen Kriegsopferoersorgung. An diesem Tage danken wir Ihnen ganz besonders dafür, daß Sie in Ihrem Aufruf an die Frontkämpfer beet Welt die Voraussetzung für unsere Auslandstätig­keit und ihren Erfolg gegeben und damit bem deutschen Frontsoldaten mit dieser neuem Verpflichtung eine besondere Stellung im Deutsch­land Adolf Hitlers zugewiesen haben. Unsere Wünsche für Sie und unsere Dankbarkeit roerbem wir auch in diesem Jahre durch freudige Ein­satzbereitschaft für alle Ausgaben der Nation unter Beweis stellen.

Heil Hitler!

Ihr Hanns Oberlinüober."

Mit lebhafter Anteilnahme verfolgten die beiden: Jugendführer die wassersportlichen Vorführungen den Marine-HI. Vom jenseitigen Ufer des Sees entbot: ein Winkertrupp dem Reichsjugendführer und dem Jugendführer Italiens einen Gruß.

Durch das prächtig geschmückte Reckling­hausen, durch Herten und W e st e r h 0 l t ging; die Fahrt nach Buer, wo.auf dem Werkgelände der Zentralkokerei Scholven der Hibernia-AG. 30 000' Jungen und Mädel aus ganz Westfalen Aufstellung genommen hatten.

Aus der Weiterfahrt durch Gelsenkirchen überreichte der Oberbürgermeister dem Reichsjugend' führer und Exz. Ricci als Wahrzeichen des Ge­bietes eine Grubenlampe. In Bochum fand im: Stadion ein Appell von 20 000 Jungen und Mä­deln der HI. statt. Nach dem Abschreiten der Fron­ten der aufmarschierten Jungen und Mädel begab sich der Reicksjugendführer mit Exz. Ricci jum Parkhotel in Bochum, von wo aus er dem Fackel-

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an der Verewigung des nationalsozialistischen Rei­ches Adolf Hitlers mitarbeiten zu dürfen."

Zu der großen Rede Dr. Leys sprach Partei­genosse Dr. Fritz Bartels, Reichsamtsleiter im Hauptamt für Volksgesundheit. Nach einführender Behandlung des Weihens unb der rassischen Ent­wicklung des deutschen Menschen seit der Zeit der Frühgeschichte bis heute entwarf Reichsamtsleiter Dr Bartels ein Gesamtbild der Gesundheits­führung im Dritten Reich mit ihren we­sentlichsten Merkmalen. In bezug auf die Notwen­digkeit der Entwicklung und Steigerung der Gesund­heit des schaffenden Menschen erklärte Dr. Bartels, daß in dieser Richtung eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Hauptamt für Volksgesundheit und der Deutschen Arbeitsfront bestehe, die sich in Zu­kunft noch wesentlich stärker auswirken werde. Da­durch sott eine eingehende Betreuung im Sinne einer nationalsozialistischen Gesundheitsführung in den Betrieben erstellt werden.

großen Gesichtspunkten aufgebaute Berufsorgani­sation. Diese Organisation dürfe niemals in Vor­schriften und Gesetzen erstarren, sie müsse lebendig sein und lebendig auf das Volk ausgerichtet wer­den. Die Vorbeugungen zur Lösung dieser Auf­gabe seien so günstig wie nie zuvor. Das deut- s ch e Volk sei seit dem Jahre 1933 wieder ein Weltsakt 0 r geworden. Man könne nicht mehr auf feinem Rücken Politik machen. Es sei nicht nur ein Volk von Organisatoren, Ingenieuren, Solda­ten, politischen Funktionären, von Arbeitern der Stirn und der Hand. Es besitze nicht nur wieder eine politische, sondern auch eine kultur­politische Führung. Der Minister schloß seine Rede unter stürmischem Beifall mit den Worten:

Wenn der deutsche Buchhandel seinen Treu- händerdiensi erfüllt, so erfüllt er nicht nur seine nationale Pflicht, sondern dient auch seinen materiellen Interessen. Es gibt für ihn keine bessere Parole als sich im Dienst am Volke dem Dienst am Buch zu widmen. Das deutsche Volk wird ihm dafür dankbar sein.

Jrn Namen der deutschen Buchhändler dankte Hauptamtsleiter Baur dem Minister für seine richtunggebenden Worte. Er fügte das Versprechen hinzu, daß der deutsche Buchhandel auch weiterhin seine nationale Pflicht erfüllen werde.

Ein Grußtelegramm der in Leipzig versammelten Buchhändler an den Führer erwiderte der Füh­rer mit den aufrichtigsten Wünschen für die Arbeit des Buchhandels.

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