Heichsmimster Dr. Goebbels spricht vor den deutschen Buchhändlern
Die KreiSieiler-Tagung aus Burg Vogelsang
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riß des Schulungswesens der Bewegung und der sozialpolitischen Mobilisierung. Dr. £eg kennzeichnete dann das Fundament der nationalsozialistischen Weltanschauung und betonte die untrennbare Einheit von Körper, Seele und Geist, von der unsere Idee ausgehe. Die Organisation der Bewegung habe die Verewigung des nationalsozialistischen Glaubens zu sichern. So stark würde das Gefüge der Partei aufgebaut werden, daß der letzte deutsche Volksgenosse von ihr erfaßt würde und sie alle Lebensäußerungen des Volkes führe und betreue. Die Tiefe des Glaubens an unsere Idee schließe den Gehorsam und die Verantwortung in der Pflichterfüllung für die Partei und das Volk in sich. Aus diesen Gedankengängen heraus kam Dr. Ley zu der vordringlichen Aufgabe der Führeranwärter-Auslese und zu der weltanschaulichen Schulungsarbeit innerhalb der Bewegung, deren Aufbau und Gliederung er umfassend darstellte. Auf vier Grundpfeilern steht diese Erziehungsarbeit: Der erste ist die Schulung des Führerkorps bis zum Ortsgruppenleiter, der zweite die Wochenendschulung, der dritte die Massenschulung in Abendkursen, an denen jeder deutsche Volksgenosse teilnehmen kann, und schließlich kommt die 'Fachschulung dazu, die in großzügiger Weise innerhalb der Organisation und Verbände der Bewegung durchgeführt wird. Dr. Ley wandte sich dann der sozialpolitischen Arbeit der kommenden Zeit zu, die das große Vorzeichen des ständigen Einsatzes und eines großartigen Leistungswettkampfes habe. Dr. Ley schloß seine programmatischen Ausführungen: „Wir leben in einer herrlichen Zeit, wir gehorchen einer Mission, und es ist unser höchstes Glück, an dem Aufbau und
den Volksgenossen vielleicht zum ersten Male den Weg in die Buchhandlung finden lassen, und es sei nun eine der schönsten Aufgaben des Buchhändlers, diesen Volksgenossen zu raten und zu helfen, sie einzuführen in den Bereich des schaffenden Geistes und ihnen diejenigen Werke in die Hände zu geben, die Brücken zu den übrigen schlagen können. Dr. Goebbels erklärte mit Nachdruck:
„hier liegt das letzte Geheimnis allen Erfolges beschlossen. Der Buchhändler ist kein Händler mit Büchern. Will er es sein, so bringt er sich damit um jede ideelle und materielle Gewinn-, chance. Denn wo es um geistige Werte geht, kann auch der materielle Gewinn nur von dem errungen werden, der innerlich klar auf diese Werte ausgerichtet ist und somit in diesem Falle seine Aufgabe weniger darin sieht, Bücher wie Handelsobjekte all den Wann zu bringen, als vielmehr darin, das Volk an das Buch als eines seiner köstlichsten Kulturgüter heranzuführen. Je klarer und kompromißloser sich der Buchhandel kulturelle und kulturpolitische Ziele seht, desto gefestigter und gesicherter wird daher
auch seine materielle Existenz fein.“
Der Minister ging dann auf die Zukunfts- aufgaben des deutschen Buchhandels ein. Sein Weg müsse klar und ohne Kompromiß beschritten werden. Der Buchhändler habe sein Gewerbe als Treuhänderdienst am deutschen Volk aufzufassen, hinter dem Buchhändler ständen Staat und Partei, sowie eine in sich gefestigte klare, nach
„Das Buch eines der köstlichsten Kulturgüter."
je einen großen Lorbeerkranz nieder, die die Inschrift tragen: „Die Balilla den Ermordeten der nationalsozialistischen Revolution."
Anschließend fand im großen Sitzungssaal des Rathauses ein Empfang zu Ehren der italienischen Gäste statt. Nachdem die italienische Abordnung am Nachmittag das Deutsche Museum besichtigt hatte, wurde Unterstaatssekretär Ricci mit seiner Begleitung am Abend im Beisein des Jugendführers des Deutschen Reiches im Braunen Haus vom Stellvertreter des Führers Rudolf Heß empfangen, der die Gäste mit einer kurzen und herzlichen Ansprache im Senatssaal begrüßte und dann in das Führerzimmer geleitete, wo sie vom Stellvertreter des Führers über die Geschichte des ganzen Hauses unterrichtet wurden. Anschließend besichtigten die italienischen Jugendführer noch den Verwaltungsbau der NSDAP., dessen architektonische Schönheit restlose Bewunderung erweckte.
Im Industriegebiet.
Bochum, 26. April. (DNB.) Der Besuch, den der Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch und der Führer der italienischen Jugend, Unterstaatssekretär R i c c i, am Sonntag dem Gebiet Westfalen der Hitlerjugend abstatteten, wurde zu einem großen Ereignis für die westfälische Jugend und das ganze westfälische Land. In zahlreichen Massenkundgebungen und Appellen legte die Jugend Westfalens ein Bekenntnis ab zur Einheit der Nation und zu Geschlossenheit und Einsatzbereitschaft der deutschen Jugend.
Nach dem Empfang im Friedenssaal des Rathauses zu Münster ging die Fahrt weiter in das Industriegebiet. An der Seesportschule der Marine- HI. in Haltern am See harrten 2000 blaue Jungen der Marinegefolgschaften Westfalens der Gäste.
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Leipzig, 25. April. (DNB.) Der Sonntag der Kantate, an dem sich die d e u t s ch e n Buchhändler nach vorangegangenen Arbeitstagungen alljährlich zu einer Großkundgebung zusammenfinden, ist nicht nur für die Stadt des deutschen Buchhandels, sondern für das gesamte deutsche Stulturleben ein Tag von hoher Bedeutung. Das gilt besonders für die Zeit seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, denn nie zuvor sind deutsches Schrifttum und deutsches Buch mehr gefördert worden, als durch die nationalsozialistische Regierung; das deutsche Schrifttum wurde wieder dem Volke erschlossen, und der deutsche Buchhandel ist jetzt endgültig in die Reichsschrifttumskammer eingegliedert worden. Er hat damit die ihm gebührende Stellung in der Reichskulturkammer gefunden.
Die Kantate-Veranstaltungen des * Buchhandels erreichten am Sonntagvormittag auf der Großkundgebung im Neuen Theater ihren Höhepunkt, auf der, wie im vorigen Jahre der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, eine richtungweisende Rede hielt.
Bürgermeister h a a k e hieß Reichsminister Dr. Goebbels im Namen der Stadt Leipzig willkommen. Hauptamtsleiter Wilhelm Baur dankte namens des in der Reichsschristtumskammer zusammen- gesaßten deutschen Buchhandels dem Minister dafür, daß dieser im März 1933 das Signal der wiedergewonnenen geistigen Freiheit gegeben und nun auch den organisatorischen Zusammenschluß des deutschen Buchhandels herbeigeführt habe.
Von den mehr als 1500 Vertretern deutschen Geisteslebens stürmisch begrüßt, ergriff
Reichsmimsier Dr. Goebbels das Wort. Während das deutsche Buch, so führte der Minister aus, in der Vergangenheit immer nur das Vorrecht der sog. Gebildeten und Besitzenden geblieben war, haben wir heute den großangelegten weitgesteckten Versuch unternommen, das Buch wieder in eine innere Beziehung zum Volk zu bringen. Der deutsche Buchhandel darf sich keinem Zweifel Hingaben: Gelingt es uns nicht, was wir unternommen, haben, so ist die Existenzberechtigung des Buchhandels für Gegenwart und Zukunft in Frage gestellt. Denn die' enge Schicht von Besitzenden wird auf die Dauer dem Buche die Existenzberechtigung und Existenzfähigkeit nicht verleihen können.
Dr Goebbels betonte anschließend, es käme nicht
Italienische Gäste in Deutschland
tteberall herzliche Ireude über den Besuch aus Italien.
zug zu Ehren der Gäste beiwohnte, der den Taz beschloß.
Die italienischen Journalisten im Gau Hessen-Aaffau.
Frankfurt, 25. April (LPD.) Die italienischen Journalisten, die sich seit Freitag unter Führung von Ministerialrat Berndt aus einer Reise durch Deutschland befinden, fuhren am Sonntagvormittag von Mannheim über Heidelberg in den Gau Hessen-Nassau. Die Reichsautobahn mit ihrer imposanten Einfahrt und dem genial gelösten Kreuzungssystem bei Mannheim war das erste Denkmal nationalsozialistischen Ausbauwillens, auf das die Gäste an diesem Tage trafen. Dann bewunderten sie die herrliche Stadt Heidelberg.
Nach kurzer Zeit war die Grenze des Gaues Hessen-Nassau überschritten und das Erbhöfe- darf R i e d r o d e erreicht. Es ist begreiflich, daß die italienischen Gäste bei der Besichtigung dieses Dorfes sich besonders interessiert zeigten, denn die Urbarmachung der Pontinischen Sümpfe, eine der größten Taten Mussolinis, legt nahe, zu vergleichen, was auf diesem Gebiete in Deutsch' land geschaffen und für die weitere Zeit in Angriff genommen wurde. Landeskulturrat Reich gab den Gästen in einem kurzen Vortrag einen Ueberblick über das Einst und Jetzt und hatte dann noch viele Einzelsragen über die Rentabilität, den Ausfall der ersten Ernte und über den Einsatz von Arbeitskräften zu beantworten. Eingehend wurden die Wohnhäuser, die Stallungen und Scheunen der Erbhofbauern besichtigt, und rückhaltlos hörte man das anerkennende Lob der itali-enifchen Presseleute über die musterhafte und wohldurchdachte Anlage und über den aus der vorbildlichen Ordnung her' aus sichtbaren Fleiß der Bauernfamilien. , .
Es ist ein gutes Vorzeichen für diese Besicht' gungsfahrt, daß gerade in Riedrode, wo deutsche Siedlerarbeit so sinnfällig gezeigt wird, die italienischen Gäste ein Telegramm des Reichsmini- sters für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels erreichte, das an Generaldirektor Dr. Comm. Gherardo C a s i n i gerichtet war und folgenden Wortlaut hat: „Für die freundlichen Gn'iße der italienischen Journalisten zu Beginn ihrer Deutschlandreise danke ich Ihnen herzlich. wünsche Ihnen für Ihre Fahrt durch Deutschlano alles Gute und freue mich, Sie demnächst in Bettm persönlich begrüßen zu können. Reichsminister Dr. Goebbels."
Im Lager des Frauenarbeitsdienstes bei B ü r' t a d t wurde dann das Mittagessen eingenommen, das zur großen Freude der Gäste eine Schar junger, frischer deutscher Mädchen mit Vortragen deutscher Volkslieder würzte. Gauleiter Reichssta»' Halter Sprenger begrüßte hier die italienischen Journalisten und betonte, daß er durch eigene Reisen Land und Leute in Italien kennengelernt have,
Gruß an den Führer.
Der Dank Adolf Hitlers.
Berlin, 25. April. (DNB.) Der italienische Iu- gendführer Unterstaatssekretär Ricci hat während seines gestrigen Aufenthaltes in München an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet:
„Aus der Hauptstadt der Bewegung, die dem großen Deutschland Leben und Macht wiedergegeben hat, bringe ich, auch im Namen meiner Kameraden, Eurer Exzellenz die Gefühle unserer dankbaren Verehrung zum Ausdruck."
Der Führer und Reichskanzler hat hierauf wie folgt telegraphisch geantwortet:
„Eurer Exzellenz danke ich für den mir aus München telegraphisch übermittelten Gruß. Ich erwidere ihn herzlich und heiße Sie in Deutschland aufrichtig willkommen."
Valilla-Führer bei der HI.
In München.
München, 24. April. (DNB.) Auf seiner Deutschlandreise traf am Samstagmittag Unterstaatssekretär Ricci in der Hauptstadt der Bewegung ein. Vorher waren bereits 22 Balilla- offiziere unter Führung von Konsul Oberst Sal- vetti mit dem fahrplanmäßigen Zug hier angekommen. Unterstaatssekretär Ricci 'begab sich am Nachmittag mit dem Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von S ch i r a ch, in die Ehrentempel am Kgl. Platz und legte, während ein SS.- Ehrensturm das Gewehr präsentierte und Ehren- abortmung des Jungvolks die Trommeln rührten,
Burg Vogelsang, 25. April. (DNB.) lieber« aus interessant und für den Einsatz des Geistes und des Willens für die großen Aufgaben des Vierjahresplanes kennzeichnend waren die Ausführungen, mit denen nach dem Gruß an den Führer der zweite Tag der Kreisleiterschulungstagung seinen Anfang nahm. Vor den Kreisleitern sprach der Chef des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe beim Beauftragten des Führers für den Vierjahresplan, Oberst Löb, über die indüst r i e l l e Seite des Vierjahresplanes. Er ging, wie die NSK. meldet, davon aus, und hob diesen Grundsatz immer wieder hervor, daß der Vierjahresplan mit seinen vielseitigen Aufgaben und Auswirkungen nur dann erfüllt werden kann, wenn alle Zusammenarbeiten, wenn Wirtschaft und Bevölkerung in diesen Forderungen mitleben und sich die Leitmotive des Führers zu eigen machen. Gerade die Mitwirkung der Partei und der Hoheitsträger draußen an der Front feien in erster Linie entscheidend für den Erfolg. Daneben aber ließ Oberst Löb bei seinen Einzelausführungen keinen Zweifel daran, daß alle Forderungen so, wie sie gestellt wurden, durchgeführt und erfüllt werden, weil sie erfüllt werden müssen.
Staatssekretär Backe, der von Ministerpräsident Göring mit dem Gebiet der landwirtschaftlichen Erzeugung betraut ist, sprach über „Ernährung und Vierjahrespla n". Der auf lange Erfahrungen aufgebaute Vortrag gab den Kreisleitern einen umfassenden Ueberblick über die Bedeutung der Ernährungswirtschaft innerhalb des Vierjahresplanes. Nachdem der Redner aufschlußreiche Vergleiche zwischen der Ernährungswirtschaft Deutschlands vor und nach dem Kriege aufgestellt hatte, betonte er die Notwendigkeit einer Vorratswirtschaft als unbedingten Bestandteil einer völkischen Ernährungspolitik.
Der Vortrag, den Hauptdienstleiter S ch m e e r als Abschluß der Referate der Kreisleiter-Schulungstagung hielt, die den Einsatz des Volkes für den Vierjahresplan schilderten, wurde zum großen Zeugnis der sozialen Verantwortung und der unermüdlichen Sorge der Partei und ihrer Beauftragten, der DAF., für den schaffenden Volksgenossen. Als Leiter der Zentralstelle der DAF. für den Vierjahresplan rief er alle Kreisleiter auf, sich persönlich und in engster Fühlungnahme mit den Kreisobmännern der DAF. für das Wohl des schaffenden Menschen einzusetzen, in gleicher Weise für jeden, der sich in die große Gemeinschaft des Volkes eingereiht hat.
Den Höhepunkt der Kreisleiterschulungstagung bildete am Sonntagnachmittag eine Rede des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley. Er gab einen Auf-
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allem darauf an, in Deutschland möglichst viele Leihbüchereien einzurichlen, um das breite Volk am deutschen Buch teilnehmen zu lassen, es sei vielmehr notwendig, daß der Mensch durch den Kauf des Buches auch ein persönliches Verhältnis zu dem von ihm gelesenen Buche einnehme. Wenn das Buch in der Kampneit hinter dem gesprochenen Wort notgedrungen habe zurückstehen müssen, so sei es heute wieder ein gleichberechtigter Faktor neben dem gesprochenen Wort.
Der Nationalsozialismus habe sich seit 1933 als der warmherzigste Beschützer und Förderer des deutschen Buches erwiesen. Verleger und Buch- Hersteller seien die geistigen Makler und Mittler zwischen Buch und Volk.
Anschließend wies Reichsminister Dr. Goebbels darauf hin, daß die mit der Machtübernahme durch den Führer einsetzende wirtschaftliche Belebung des Buchhandels auch im Jahre 1936 angehalten habe. An Hand der statistischen Berechnungen ließe sich beweisen, daß die Gesamtproduktion des deutschen Buchhandels gegenüber 1935 der Stückzahl nach um knapp 2 v. H. gestiegen sei, während die reine Buchproduktion ausschließlich der in der Gesamtproduktion mit erfaßten Broschüren und Flugblätter um 4,4 v. H. zugenommen habe. Eine gewisse Einschränkung der Broschürenproduktion sei durchaus posittv zu bewerten, zumal an die Stelle des oft wahl- und planlosen Produzierens der Vergangenheit gerade auf diesem Gebiete ein Wille zur Auslese getreten sei, der sich stärker als bisher nach höheren Gesichtspunkten ausrichtete.
Dr. Goebbels ging auf die erfreuliche Steigerung des Umsatzes im Buchhandel ein, die im Vergleich zum Vorjahr auf 15 bis 25 v H. geschätzt wird. Zum ersten Male könne seit der Machtübernahme eine fühlbare, durchschnittliche Auflagenerhöhung um etwa 25 v. H. festgestellt werden, die für das Jahr 1935 mit 5000, für das Jahr 1936 mit 6200 Stück errechnet wurde.
Der kreis der Volksgenossen, der für den kauf eines Buches in Betracht käme, habe sich damit merklich erweitert. Das fei eines der schönsten Ergebnisse der bisherigen Arbeit und Entwicklung.
Der Verkaufswert aller produzierten Bücher und Druckschriften sei im letzten Jahre ebenfalls um fast 30 v. H. gestiegen. Das sei nicht etwa auf eine Verschiebung der Preise, die nicht gestiegen, sondern im Gegenteil gefallen sind, sondern auf die reine Produktionssteigerung zurückzuführen.
Ferner sei die Zahl derjenigen Bücher, die wiederholt aufgelegt werden mußten, weil ein ständig sich erweiternder Kreis von Lesern an ihnen teil’ nimmt, im Wachsen begriffen. Ein bedeutsames Zeichen dafür, daß der Verlag mit seiner Produktion wieder Anschluß gewonnen hat an die Fragen und Probleme, die Ideen und Vorstellungen, die das Volk wirklich beschäftigen.
Dr. Goebbels erklärte, daß es ein verhängnisvoller Irrtum fei, wenn man glauben wollte, daß man von dem allgemeinen Lebensaufschwung profitieren könne, ohne seine eigenen Kräfte anzuspan- nen. Für diese Erfolge müßten auch für den Buchhandel in zäher und zielbewußter Arbeit die dazu erforderlichen organisatorischen und propagandistischen Voraussetzungen geschaffen werden.
„Organisatorisch ist der Buchhandel", so führte der Minister aus, „in dem hinter uns liegenden Kantatejahr einen beträchtlichen Schritt vorwärts gekommen. Die nach der Auflösung des Bundes reichsdeutscher Buchhändler in Angriff genommene Verschmelzung mit der Kammer ist heute eine vollzogene Tatsache. Welche Bedeutung ihr zukommt, wird bald auch denjenigen klar werden, die dieser organisatorischen Entwicklung mit Zweifel ober sogar mit innerem Widerspruch gefolgt sind. Erst die vollkommene Zusammenfassung in einer berufsständischen Organisation legt die letzten Kräfte frei, die für eine gemeinsame Aufgabe mobilisiert werden können.
Anschließend kam Dr. Goebbels, auf die erfolgreich durchgeführte Werbeaktion 'für das Fach- b u ch zu sprechen. Diese habe manch einen schaffen-
Der Stellvertreter des Führers Reichsmimsier Rudolf Heß begeht am heutigen 26.April feinen
43. Geburtstag. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Fronttämpfergruß an Rudolf Heß. ,
Berlin, 25. April. (DNB.) Die National- sozialistische Parteikorrespondenz meldet:
Der Reichskriegsopferführer hat qm den Stellvertreter des Führers zu feinem Geburtstag nachstehendes Telegramm gesandt:
„An den Stellvertreter des Führers, Reichs, minifter Rudolf Heß, München-Harlaching.
Zu Ihrem 43. Geburtstage vereinen sich mü meinen aufrichtigen Wünschen die Glückwünsche der fast IV2 Millionen Frontsold aen unb Kriegerhinterbliebenen der Nationalsozialistischen Kriegsopferoersorgung. An diesem Tage danken wir Ihnen ganz besonders dafür, daß Sie in Ihrem Aufruf an die Frontkämpfer beet Welt die Voraussetzung für unsere Auslandstätigkeit und ihren Erfolg gegeben und damit bem deutschen Frontsoldaten mit dieser neuem Verpflichtung eine besondere Stellung im Deutschland Adolf Hitlers zugewiesen haben. Unsere Wünsche für Sie und unsere Dankbarkeit roerbem wir auch in diesem Jahre durch freudige Einsatzbereitschaft für alle Ausgaben der Nation unter Beweis stellen.
Heil Hitler!
Ihr Hanns Oberlinüober."
Mit lebhafter Anteilnahme verfolgten die beiden: Jugendführer die wassersportlichen Vorführungen den Marine-HI. Vom jenseitigen Ufer des Sees entbot: ein Winkertrupp dem Reichsjugendführer und dem Jugendführer Italiens einen Gruß.
Durch das prächtig geschmückte Recklinghausen, durch Herten und W e st e r h 0 l t ging; die Fahrt nach Buer, wo.auf dem Werkgelände der Zentralkokerei Scholven der Hibernia-AG. 30 000' Jungen und Mädel aus ganz Westfalen Aufstellung genommen hatten.
Aus der Weiterfahrt durch Gelsenkirchen überreichte der Oberbürgermeister dem Reichsjugend' führer und Exz. Ricci als Wahrzeichen des Gebietes eine Grubenlampe. In Bochum fand im: Stadion ein Appell von 20 000 Jungen und Mädeln der HI. statt. Nach dem Abschreiten der Fronten der aufmarschierten Jungen und Mädel begab sich der Reicksjugendführer mit Exz. Ricci jum Parkhotel in Bochum, von wo aus er dem Fackel-
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an der Verewigung des nationalsozialistischen Reiches Adolf Hitlers mitarbeiten zu dürfen."
Zu der großen Rede Dr. Leys sprach Parteigenosse Dr. Fritz Bartels, Reichsamtsleiter im Hauptamt für Volksgesundheit. Nach einführender Behandlung des Weihens unb der rassischen Entwicklung des deutschen Menschen seit der Zeit der Frühgeschichte bis heute entwarf Reichsamtsleiter Dr Bartels ein Gesamtbild der Gesundheitsführung im Dritten Reich mit ihren wesentlichsten Merkmalen. In bezug auf die Notwendigkeit der Entwicklung und Steigerung der Gesundheit des schaffenden Menschen erklärte Dr. Bartels, daß in dieser Richtung eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Hauptamt für Volksgesundheit und der Deutschen Arbeitsfront bestehe, die sich in Zukunft noch wesentlich stärker auswirken werde. Dadurch sott eine eingehende Betreuung im Sinne einer nationalsozialistischen Gesundheitsführung in den Betrieben erstellt werden.
großen Gesichtspunkten aufgebaute Berufsorganisation. Diese Organisation dürfe niemals in Vorschriften und Gesetzen erstarren, sie müsse lebendig sein und lebendig auf das Volk ausgerichtet werden. Die Vorbeugungen zur Lösung dieser Aufgabe seien so günstig wie nie zuvor. Das deut- s ch e Volk sei seit dem Jahre 1933 wieder ein Weltsakt 0 r geworden. Man könne nicht mehr auf feinem Rücken Politik machen. Es sei nicht nur ein Volk von Organisatoren, Ingenieuren, Soldaten, politischen Funktionären, von Arbeitern der Stirn und der Hand. Es besitze nicht nur wieder eine politische, sondern auch eine kulturpolitische Führung. Der Minister schloß seine Rede unter stürmischem Beifall mit den Worten:
Wenn der deutsche Buchhandel seinen Treu- händerdiensi erfüllt, so erfüllt er nicht nur seine nationale Pflicht, sondern dient auch seinen materiellen Interessen. Es gibt für ihn keine bessere Parole als sich im Dienst am Volke dem Dienst am Buch zu widmen. Das deutsche Volk wird ihm dafür dankbar sein.“
Jrn Namen der deutschen Buchhändler dankte Hauptamtsleiter Baur dem Minister für seine richtunggebenden Worte. Er fügte das Versprechen hinzu, daß der deutsche Buchhandel auch weiterhin seine nationale Pflicht erfüllen werde.
Ein Grußtelegramm der in Leipzig versammelten Buchhändler an den Führer erwiderte der Führer mit den aufrichtigsten Wünschen für die Arbeit des Buchhandels.
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