Zreitag, 26. Februar 1957
Ar. 48 Erstes Blatt
187. Jahrgang
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He lediglich der Stärkung des polnischen „Wehr-
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■ Sümpfe und Ströme nebst den Festungen einen I gewissen Schutz. Wie so viele andere Projekte der "Nachkriegszeit auch in anderen Ländern wird also
Schon einmal ist es einem polnischen Minister Ölungen, durch einen Appell an den Nationalstolz zuch des kleinen Mannes und zugleich an seine Phantasie Mittel für eine Idee aus dem Boden ;u stampfen, die an sich von den Fachleuten ab- v ’ ien !
hingen. Svenen und Wirtschajt.! ! Ausgestellt zui and marschieren asseier 6Ä, 16:11 )?n unb Geigen.!
1u(it aus Dres- I er. 19.40: Der 10.10: Nachrich- i aus Holz uni 22: Nachrichten, ldebezirk. 221 tachtkonzert.
träge für Kriegsschiffe in Höhe von mindestens 28 Millionen Pfund (zirka 340 Millionen Mark) bei Schiffsbaufirmen am Clyde und Tyne unterbringen. Diese Aufträge werden u. a. den Bau von drei neuen Schlachtschiffen umfassen. Jedes wird rund 8 Millionen Pfund (zirka 97 Millionen Mark) kosten. Sie werden etwa 3 Jahre nach der Kiellegung fertig sein. Ferner werden 3 0 0 0 0 0 Tonnen an Kreuzern der „Dido"-Klasse in Auftrag gegeben. Weitere Aufträge umfassen ein Flottillen-Führerschiff, 8 Zerstörer, sieben Kreuzer von 8000 und 5000 Tonnen sowie kleinere Zerstörer und U-Boote.
gunsten abgeändert wird? Was könnte eine richtig geleitete Bolkswirtschast, wie sie Deutschland heute besitzt, mit den Summen, die in solchem Streik vertan werden, anfangen!
Deutschland seht alle verfügbare Kraft und alle Mittel ein um neue Arbeitsplätze zu schassen, bezahlten Urlaub für die Arbeiter sicherzustellen, KbF.-Reisen zu finanzieren, Wohnungen und Heimstätten zu bauen und jedem schaffenden Volksgenossen Wege zum sozialen Aufstieg zu öffnen. 3n nationalsozialistischen Deutschland gibt es glücklicherweise keine Streiks mehr, aber auch keine Aussperrungen. Partei und Staat sorgen für sozialen
Ausgleich und soziale Gerechtigkeit.
Wir haben in den Jahren deutscher Erniedrigung und marxistischer Parteiherrschaft s e l b st erlebt, was für den Arbeiter bei den Arbeitssteitigkeiten herauskommt. In den Jahren 1919 bis 1931 gab es in Deutschland 33 800 Streiks und Aussperrun- gen. Nicht weniger als 2 8 7 Millionen Arbeitstage gingen dabei verloren, das bedeutete IV2 Milliarden Mark verlorene Lohnsumme und sechs Milliarden Mark Produktionsoerlust! Und das Ergebnis war kläglich: Nur,elf. v. $). aller Streiks waren angeblich „erfolgreich". für den Arbeitnehmer, und auch bann handelte es sich meist nur um einen Scheinerfolg, wie bei General Motors. So war es in Deutschland vor 1933, so ist es heute noch im Auslande. : ■
Wer aus dem Anschauungsunterricht, den das Leben selbst erteilt, zu lernen versteht, der zieht die Lehre aus den trüben Erfahrungen der Jahre, die in Deutschland von Streiks und Aussperrungen, von Arbeitskämpfen aller Art erfüllt waren; der zieht aber auch feine Lehre aus dem jetzt abgeschlossenen Ausstand bei General Motors, der der amerikanischen Bolkswirtschast und den Arbeitern so ungeheure Opfer auferlegte.
Köln, 26. Febr. (DNB.) Am Donnerstag sprach Reichsminister Dr. Goebbels in der Kölner Rheinlandhalle. Dr. Goebbels setzte sich zunächst mit jenen Elementen auseinander, die als letzte Ueberbleibsel parlamentarischer Systemherrlichkeit noch gelegentlich versuchten, der nationalsozialistischen Staatsführung Ungelegenheiten zu bereiten, obwohl gerade sie es gewesen seien, die das deutsche Volk an den Rand des Abgrundes gebracht hätten. Der Nationalsozialismus habe in den vier Jahren des politischen Erfolges das Recht erworben, die deutsche Nation zu führen. „Wir verfolgen", erklärte der Minister unter stürmischem Beifall, „nicht nur ein Ziel, sondern wir wenden auch die geeigneten 9R i t = t e l an, die zu ihm führen. Wir Nationalsozialisten sind aus dem Volke gekommen und fühlen uns als die Vollstrecker des Volkswillens. Es sei, betonte Dr. Goebbels unter starkem Beifall, das historische Verdienst des Führers, daß die deutsche
Berlin, 25. Febr. (DNB.) Einen anschaulichen Beweis für die schweren Schäden, die große Streikbewegungen für die gesamte Volkswirtschaft, aber auch für bie Streikenben f e I b ft im Gefolge haben, hat ber nunmehr abgeschlossene Ausstanb ber Arbeiter ber amerikanischen General Motors geliefert. Anfang Januar trat bie Belegschaft biefer großen Automobilfabrik in ben Streik. Es war bie größte Lohnbewegung, bie in letzter Zeit in ben Vereinigten Staaten ftattgefunben hat. 125 000 Arbeiter waren an ihr beteiligt. Sechs Wochen kämpften sie um Lohnerhöhung unb Arbeitszeitverrninderung. Der Lohnausfall in biefer Kampfzeit betrug insgesamt runb 1 7644000 Dollar. Der einzelne gelernte Arbeiter hatte einen A us- fall von etwa 164 Dollar zu verzeichnen, jeher ungelernte einen solchen von runb 120 Dollar.
Das Ergebnis dieser riesigen Lohnbewegung war demgegenüber kläglich: Die Firma erklärte sich bereit, die Lohne in Zukunft um fünf Cents je Stunde zu erhöhen, aber um auch nur den Lohnausfall aus der Streikzeit wieder aufzuholen, muß der Arbeiter 8 4 Wochen arbeiten. Ist das ein Erfolg für den Arbeiter? Sechs Wochen Unruhe, Sorge, hunger und Kummer, Hetze, Krawall und schließlich ein Verdienstausfall, der trotz Lohnerhöhung er st in mehr al s e i n e i nh a l b - Jahren ausgeglichen sein wird! Dazu der Produktionsausfall, die Verluste der Firma an Vermögen und Absatz, die schließlich von der gesamten Volkswirtschaft, also wiederum auch von den Arbeitern, getragen werden müssen.
Unb wer garantiert bem Arbeiter bafür, baß bie jetzige Lohnregelung bleibt und im Laufe der nächsten eineinhalb Jahre bei Aenderung der Konjun- tur nicht durch Aussperrung wieder zu seinen Un-
TroNlose Lage
in den englischen Elendsgebieien.
London, 25. Febr. (DNB.) „Morning Post" befaßt sich mit der Lage in Südwestdurham in Nordengland, wo etwa 42 v. H. der Bevölkerung arbeitslos find. Die meisten Kohlenbergwerke sind außer Betrieb und rund 13 Millionen Tonnen Kohle liegen ungenutzt in den ersoffenen und aufgegebenen Gruben. Eine Neuindustrialisierung dieses Gebietes in größerem Ausmaße sei unmöglich. Die einzige Lösung sei Rückkehr zur Landwirtschaft. Diele Orte seien von der Umwelt so gut wie abgeschrntten. 'Hr Weiterbestehen sei sinnlos, sie sollten zerstört unb ihre Bevölkerung an anberer Stelle ange» f i e b e 11 werben. Die Bevölkerung befinbe sich in einem völlig hoffnungslosen unb bemoralisierten Zustand. Das Gesetz für die Unterstützung der englischen Notstandsgebiete wird wahrscheinlich am Montag dem Unterhaus vorgelegt werden.
Sorgen bringen, aber mit Stolz unb Freude lasse sich schon heute feststellen, daß in den vergangenen vier Jahren sich ein innerer und äußerer Aufbau der Nation von größtem Ausmaß vollzogen habe. Deutschland sei schöner und glücklicher geworden. „Jeder Deutsche ist heute wieder davon überzeugt, daß sein Volk auf dem Wege ist, ein W e l t v 0 l k zu werden. Wir haben das Gluck, aus der Ehre der Natiön wieder unser Leben, unsere Arbeit und unser tägliches Brot erwachsen zu sehen. In Deutschland ist die wahre Demokratie Wirksamkeit geworden, in der die ganze Nation ihren Willen verteidigt, den Führer als Fürsprecher unb Dolmetsch, ber für bas ganze Volk Vorbild unb Richt- schnür geworben ist." „Wenn ein Volk Grund
ur das polnische Geltungsbedürfnis zur See, sondern ein bedeutender Exporthafen der Ostsee. Die ^schickte Propaganda der überparteilichen Verlande, eille emsige Sammel- und Werbetätigkeit gaben Polen diesen Hafen beschert unb zugleich ben grunbftein zu einer polnischen Kriegsflotte gelegt. -Heute existieren bereits einige größere polnische schiffe, unb ©hingen ist brauf unb bran, mit einer ! Hotte neuer Heringslogger bie noch unausgeschöpf- «n Fangqrünbe ber nörblichen Ostsee mit auszu- reuten. Diese Tatsachen sollten uns zu benken geben.
Warum soll beswegen nicht auch ber zweite . große Plan bes Ministers Kwiatkowski, bie Schaffung einer großen Jnbustriezentrale iei Sanbomir mit einem Aufwanb von 2,4 Dlilliarben Zloty zum Erfolg führen? Der sonst in den letzten Monaten sehr zur Opposition neigenbe Sejm hat biefen gigantischen Plan — gigantisch, j MS feine Kosten im Verhältnis zum Staatshaushalt anbetrifft — einstimmig genehmigt. Bei San- )omir war bie strategische Bebeutung bes Or- I «s für bie Wahl von ausschlaggebenber Bebeutung. v Uuf halbem Wege von Krakau nach Warschau ge- | egen, wird das Gebiet durch die beiden Flüsse I Deichsel und San relativ gut geschützt. Im Süden pieten die Karpaten, gegen Osten die großen
Nation geschlossen, einig und stark wurde. In Deutschland herrsche eine disziplinierte innere Ordnung, und nie zuvor habe man von einem so einigen Deutschen Reich sprechen können wie heute.
Die deutsche Macht habe in der Welt wieder an Ansehen gewonnen. Deutschland denke nicht daran, irgendjemanden anzugreifen, der Weltfriede sei nur solange gefährdet gewesen, als Deutschland noch keine Macht besaß. Nur wenn jemand gerüstet ist, kann er wahrer und echter Friedensfreund sein. Wenn man keine Waffen besitzt, ist Pazifismus eine sehr gefährliche Krankheit. Europa könne nicht durch ein Netz von Kollektivoerträgen gerettet werden, sondern nur durch Vereinbarungen, die die zwischen den einzelnen Staaten bestehenden Reibungen aus dem Wege räumen. Der Minister stellte fest, daß die deutsche W i e d e r a u f r ü st u n g als we- entlicher Faktor zur Aufrechterhaltung des europäischen Friedens betrachtet werden müsse.
Es spreche für den Weitblick des Führers, wenn er Europa vor der bolschewistischen Gefahr warne und damit die vieltausendjährige Kultur des Abendlandes vor der Zerstörung bewahre. Der Appell, Äen. Deutschland gegen den Bolschewismus richte, werde einmal in der ganzen Welt den notwendigen Widerhall finden. Wenn es Deutschland gelinge, der Welt über diese Gefahr die Augen zu öffnen, dann sei es Pionier einer wahrhaft europäischen 7Nis- - sion. Es sei bedauerlich, daß die Welt die bolschewistische Gefahr heute noch nicht in vollem Umfange erkenne, obgleich in Spanien die Altäre zertrümmert liegen und die Kirchen brennen. hätte Deutschland die Schmutzflut des Bolschewismus nicht rechtzeitig zum Stehen gebracht, fo würde bei uns von den christlichen Kirchen wahrscheinlich nicht viel übriggeblieben sein. Deutschland habe damit nicht nur die abendländische Kultur, sondern auch das Christentum gerettet.
Dr. Goebbels erläuterte dann ben Rechenschaftsbericht bes Führers vom 30. Januar unb erinnerte an bie Sorge, bie ben Führer sein ganzes Leben hindurch bis zum heutigen Tage begleitet habe. Auch bie fommenben Jahre mürben nur
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hat", so erklärte Dr. Goebbels unter starkem Beifall, „voller Hoffnung in seine Zukunft zu schauen, so ist es bas unsere. Wir stehen heute wieber auf feftem Boden. Wir haben bie ewig schwan- fcnbe Zeit bezwungen und dem Volk den Glauben an bie eigene Kraft zurückgegeben. Vielleicht sind wir bazu bestimmt, nicht nur bie Fackelträger unseres eigenen Volkes, sonbern b i e Fackelträger einer neuen Zeit überhaupt zu werben. Eine alte Welt bricht zusammen unb versinkt. Mit uns steigt bie junge, bessere Welt, das bessere, Europa empot. Die marschierenden Kolonnen unseres Volkes sind die Ava n t ■ garbe einer besseren Welt. Wir können mit Recht von uns sagen: Mit uns zieht die neue Zeit!"
England baut Lagerhäuser für Gasmasken.
ß 0 n b 0 n, 25. Febr. (DNB.) Nach einer Erklärung bes Unterstaatssekretärs Lloyb im Unterhaus, finb in Manchester unb Conbon zwei Bezirkslagerhäuser gebaut worben, in benen insgesamt vier Millionen Gasmasken gelagert werben können. Die Regierung beabsichtigt, noch weitere elf Lagerhäuser an ver- schiebenen Punkten bes Lanbes zu errichten. Darüber hinaus sollen im Einvernehmen mit ben Ge- meinbebehörben örtliche Lager gebaut werben, in benen bis z u je 2 5 0 0 0 Gasmasken aufbewahrt werben können. Von biefen Lagern aus soll bei brvhenber Kriegsgefahr bie Verteilung ber für bie Bevölkerung bestimmten Gasmasken erfolgen.
(Sanbomir.
Jnnerpolnifche Arbeitsbeschaffung.
Amerika baut riesiges Trockendock für Hawai.
Washington, 25 Febr. (DNB.) Marineminister S w a n s 0 n hat ben Haushaltsausschuß bes Repräsentantenhauses ersucht, ben bereits für ben Bau eines Marinetrockenbocks in Pearl Harbour auf Hawai vorgesehenen Betrag von 10 a u f 15 Millionen Dollar zu erhöhen. Dieses Trockendock soll das größte der Welt werden. Die bisher dem Marineministerium eingereichten Angebote von privater Seite berechneten für ben Bau Beträge von 17 bis 21 Millionen Dollar. Das Marineministerium hat diese Angebote aber als zu hoch abgelehnt und einige Marinewerften um Angebote ersucht.
abends 8 Uhr
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Ein lehrreiches Beispiel.
Zn Amerika: Streik schädigt Arbeiterschaft und Dolksvermögen. Zn Deutschland: Partei und Staat sorgen für soziale Gerechtigkeit.
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„Mit uns zieht die neue Zeit"
Reichspropaaandaminister Dr. Goebbels spricht auf einer großen Kundgebung in Köln
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mit ber Manbschurei zu stören, verursache ben Japanern ebenso Besorgnis, wie bie Errichtung großer Flugplätze für schwere Bombenflugzeuge Gebiet von Wladiwostok.
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London, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Admiralität wird in ben nächsten Monaten
Zentrum zu finben, bas wenigstens zu einem Teil ben polnischen Traum erfüllt, rüstungstech- nisch vom Ausland unabhängig zu werden. ,
Die Opfer, bie burch bie 2,4 Milliarben Zloty dafür bem Lanb auferlegt werben, finb nicht gering. Alles wirb baoon abhängen, inwieweit bie Regierung bie Phantasie dieses lebhaften Volkes dafür zu gewinnen vermag. Im Falle Gdingen ist es gelungen. Jetzt aber ringt die Regierung selbst um bie politisch amorphe Masse der Kleinbauern und Landarbeiter. Ein Ringen, von dem entscheidend viel für die politische Zukunft des Landes abhangt. Das Projekt Sandomir ist darum nicht zuletzt auch ein groß angelegter geschickter Versuch, bie Grafte des Volkes auf ein neues Ziel zu lenken. Auf em Ziel, das wie kein zweites das ganze Volk zu einen vermag: die Stärkung der Armee als des Inbegriffs nationalen Stolzes und nationaler Selbstbehauptung. Ur- Vo-
Gowjetrußland an der Spitze
der ll-Äoot-Fiotte.
London, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" weist darauf hin, daß Sowietrußland bereits über die größte Unterseeboots- flotte verfüge. Zu Beginn dieses Jahre habe Sowjetrußland 40 O-Boote im nördlichen Pa - z i f i k und mindestens 90 vollendete oder im Bau befindliche LVSoote in der Ostsee besessen. Demgegenüber hätten die Vereinigten Staaten 100, Frankreich 92 und Italien 87 U-Boote. Bel der Mehrheit der sowjetrussischen U-Boote handele es sich um kleine Küstenfahrzeuge, die ledoch genügend leistungsfähig für Operationen m der Ostsee unb im Japanischen Meer seien. Die Pazifik- slotte werde durchschnittlich jeden Monat um ein neues U-Boot vermehrt, so daß sie Ende dieses Jahres wahrscheinlich eine Starke von über 50 Booten haben werde. Diese mächtige Flotte in ber Nähe der japanischen Küste und ihre Fähigkeit, die lebenswichtigen japanischen Verbindungen
gelehnt wurde: die Schaffung von Gdina | yeute ist Gdingen mit über 100 000 Einwoy
^mitten einer Dünenwüste nicht nur ein Symbol
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I potentiel" dienen soll.
Polen hat zwar durch das Genfer Diktat in 8 Ost Oberschlesien ein hoch entwickeltes Jndu- lltnegebiet erhalten, dessen Leistungsfähigkeit im »Weltkriege eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte. E Aber die ostpolnische Industrie wie die an ber Ostrau-Karwiner Grenze liegt zu sehr gefährbet, als Laß mit ihr in einem Kriegsfälle gerechnet werden tonnte. In den letzten 15 Jahren hat man zwar in Warschau eifrig für die Erbauung neuer Werke Sorge getragen, ohne daß jedoch bei der schwachen Finanzkraft des Landes und der Verwendung der Anleihen für Bahnbauten, den Ausbau von Gdingen ufw. wirklich etwas zur Errichtung einer Industrie getan wurde, die den hochgespannten An- ’orberungen der polnischen Armee entsprochen hätte.
Das flache Land in Polen gilt heute als übervölkert. Für keinen Teil Polens gilt das allerdings mehr als für Ostgalizien mit ben ukrainischen Zwergbesitzungen. Zwischen ben armen Lanbstri- fien an ber russischen Grenze unb bem beutschen Verhältnissen einigermaßen angepaßten Lebensstandard in den ehemals deutschen Gebieten besteht eine .iese Kluft. Es gibt auch in Polen eine Ost - West- sanberung größten Stiles, bie von ber Oef- entlichkeit in Polen selbst kaum beachtet wirb. Man drängt nach ben besseren Arbeitsplätzen ist Ostober- chlesien, Bielitz, Posen unb Pommerellen, ein Prozeß, ber burch bie Entbeutschungspolitik in biefen Gebieten zunächst sehr geförbert würbe, nun aber den bort wohnenben Polen selbst auf bie Nerven stillt, So ist bie Schaffung eines Jnbustriezentrums »ei Sanbomir auch zugleich gebacht als eine Entastung bes flachen Lanbes von bert Hunderttausenden von Kleinbauern und Landarbeitern, die burch ihre schmale Ackerbasis bas Jahr hinburch nicht hinreichenb beschäftigt, zu einem großen Teil ahrüber als direkt arbeitslos gelten können.
Heute hat Sandomir 9500 Einwohner. Eine in der Geschichte Polens öfter hervortretende Stadt mit schönen alten Gebäuden in malerischer Lage. 2on hier ab ist die Wechsel bei angemessener Wasser- nchrung schiffbar. Es ist geplant, die recht erheb- ichen Energiequellen, die in Form von Erdgas »ei Roztoki entspringen, für die Gewinnung von Elektrizität auszuwerten. 126 Millionen Zloty sind »afür vorgesehen. Man will Gasleitungen in einer 3änge von 250 Kilometer bauen. Ebenso wird das leue Industriezentrum durch Bahnlinien mit ben polnischen Hauptorten bireft oerbunben werben, »obei der Schaffung eines neuen durchgehenden Verkehrsweges zwischen Wolhynien und ^stoberschlesien durch Sandomir eine recht erhebliche Bedeutung zukommt. Man denkt auch an )iie Schiffbarmachung ber Weichsel, die als echter Steppenfluß ähnlich der Oder im Sommer monatelang unter Wassermangel leidet. Aber man weiß, was bie Regulierung ber Ober gekostet hat. Die Weichselregulierung, ein für Polen äußerst wichtiges Problem, würbe Hunberte von Millionen
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Man hat noch nicht gesagt, was für Werke m Sanbomir aus bem Hoben gestampft werben wllen unb auf wessen Kosten bies geschehen wll. Der Aufbau einer Feininbustrie erforbert "ie! Zeit unb setzt ein geschultes Arbeiterpersonal voraus, bas Polen noch nicht besitzt. Allerbings wirb man bas schaffen. Ebenso wie man nach mngen bitteren Erfahrungen ja schließlich auch mit •en Sticksto swerken fertiggeworben ist Em Stab :iuter Ingenieure unb Chemiker steht bem Lanbe 1 ur Verfügung. Man wirb also bamit rechnen wüssen, in einigen Jahren an Stelle bes versäumten Lanbstädtchens Sanbomir em neues, mu ullen modernen Schikanen ausgerüstetes Jnduftne-
tik RQn. m -l I ilacyrriegszeil aucy in anoeren ^unuern mnu uqu nidrnii l1U£*) in Polen nach rein strategischen Gesichtspunk- U I9.u,£ Illen eine neue Industrie aus dem Boden gestampft, iem Sendebeziil len. 14.10: Sem


