was einem da so entgeht, wenn mir mein Mann schreibt, daß die Kleine zum erstenmal ein paar Schritte ganz allein gemacht hat. Und ich, die Mutter, hab's nicht gesehen und war nicht dabei.. ."
Ein Film des Generalflabs.
Schlachtendonner und blitzende Granaten sind uns im Film nichts Neues mehr. Wir haben viele Kriegsfilme gesehen — gute und schlechte. Bon der männlich-strengen Darstellung stillen Heldentums bis zur militärischen Froschperspektive des Pazifismus, vom blutigen Realismus abgeschlagener Hände im Drahtverhau bis zum „Schlachtengemälde^ mit eingelegten Kabarettszenen ist uns nichts erspart geblieben. Ein Ueberdruß des Publikums an Kriegs- silmen ist unverkennbar. Schaltet damit das säkulare Ereignis des Weltkrieges für die filmische Gestaltung aus? Diese Frage bejahen, hieße das Kind mit dem Bade ausschütten. Wo Irrwege sind, da gibt es auch irgendwo den richtigen Weg.
Wenn nicht alle Zeichen täuschen, scheint ein neuer Film der Ufa die Spur gefunden zu haben. „Unternehmen Michael" ist sein Name. Er hat zum Gegenstand die deutsche Frühjahrsoffensive 1918 in Frankreich. Die Oberste Heeresleitung wollte durch eine große Kraftanstrengung die schnelle Entscheidung des Krieges herbeiführen. In aller Heimlichkeit wurden Pläne ausgearbeitet, die Decknamen trugen wie „Unternehmen Michael", „Sankt Georg" usw. Das „Unternehmen Michael" wurde durchgeführt. Es stellte drei deutschen Armeekorps die Aufgabe, die Stellungen der Engländer an der Linie Bapaume —Peronne —Ham zu durchbrechen und nach Amiens vorzustoßen. Neben dem ersehnten Entscheidungsschlag sollte der moralische Erfolg in der Auflockerung der deutschen Westfront bestehen, die im Stellungskrieg erstarrt war. Die Vorbereitungen rollten ab wie ein Präzisionsmechanismus. Der deutsche Durchbruch erreichte stellenweise eine Tiefe von 60 Kilometer. Aber der Widerstand der Engländer war unvermutet hart, der deutsche Nachschub stockte, die schwere Artillerie war nicht rechtzeitig zur Stelle, die Truppen waren erschöpft. So konnte das deutsche Heer zwar einen großen taktischen Sieg verzeichnen — aber der strategische Erfolg blieb ihm versagt. — Aus diesem Geschehen greift der Film einen einzigen Tag heraus.
Groß und oerantwortungsschwer ist das Unterfangen. Ein wenig skeptisch fragen wir nach dem Namen der Künstler. Sie flößen uns schnell Vertrauen ein: Das Drehbuch haben mit Fred Hilde n b r a n d t Mathias Wieman und Karl Ritter geschrieben — ein gutes Vorzeichen! Karl Ritter ist Produktionsleiter und Spielleiter in einer Person. Sein Film „Verräter" weist ihn als den berufenen künstlerischen Oberleiter für das „Unternehmen Michael" aus.
Dann stehen wir Ritter selbst gegenüber. Die besonnene Art seiner Spielführung, die Genauigkeit der Vorbereitungen verraten auch im Regisseur noch den ehemaligen Fliegerhauptmann Ritter, der als Spielleiter seinen soldatischen Tugenden und als Filmgestalter seinen militärischen Idealen treu bleibt. Begeistert spricht er von der Einzigartigkeit dieses Filmstoffes: die Handlung stellt einen Generalstabsoffizier in den Mittelpunkt, einen Ia-Offi- aier aus dem „Gehirn" des Heeres, der den Plan für das „Unternehmen Michael" entworfen hat und nun nach der persönlichen Durchführung drängt. Es ist ja die Tragik des Befehlenden, daß er die angeordneten Taten gewöhnlich nicht selbst vollbringen darf. Zn diesem Film kommt der Generalstabsoffizier nach Ueberwindung mancher Widerstände doch zum persönlichen Einsatz als Führer eines Sturmbataillons, und aus dem Kartenmenschen wird ein Winkelried, der der Freiheit mit dem be
wußten Opfer seines eigenen Lebens eine Gasse bahnt.
Besorgt fragen wir den Regisseur nach den üblichen Verkettungen des Film°„Schicksals", nach den Frauen, nach Liebe, Rivalität, Intrigen. Da aber leuchtet Ritters Gesicht auf: Nein! Diesmal kennen wir kein Kompromiß. Wir vertrauen allein auf die Tragfähigkeit des Milieus. Wie die Spionageabwehr in „Verräter", so darf die geheimnisvolle Welt des Generalftabs auf das Interesse des Publikums rechnen. Deshalb gibt es keine Liebeshandlung, keine Ränke, nicht einmal Frauen in dem Film. Die Dramatik liegt in dem rasenden Ablauf einer großen Gemeinschaftshandlung, aus der sich ein Einzelschicksal finnbildhaft heraushebt. Auf das Opfer kommt es an. Deshalb gipfelt der Film in dem Satz: „Nicht nach der Größe des Sieges wird man uns einmal messen, sondern nach der Tiefe unseres Opfers!"
Dann wendet sich Ritter wieder der Aufnahme zu. Mit weißem Haar in der Uniform des Kommandierenden Generals beugt sich Heinrich George
Es ist gerade in Zeiten, da die offizielle polittfche Luft den eigentümlichen Geruch verborgener elektrischer Spannungen infolge der Machenschaften finsterer Wettermacher nicht verliert, eine ehrliche Freude zu sehen, wie im Reiche der kulturellen Leistung der freie Blick, das kluge Urteil, ja die warme Anteilnahme von Volk zu Volk immer wieder geweckt werden. Und um so erfreulicher ist diese Feststellung, wenn eine solche Offenheit bei einem von so zwiespälttgen Gefühlen beseelten, uns noch immer mit so tragischem Mißtrauen gegenüberstehenden Volke wie dem französischen verzeichnet werden kann.
Die Pariser Filmzeitschrift „Pour Nous" wirft einen „Blick auf den deutschen Film" und berichtet über einige neue Filme und Filmpläne, über die Umwandlung literarischer Stoffe für das oft eine Neudichtung erfordernde Spiel der Leinwand und über die Stellung des Films im politischen unkulturellen Gesamtbau des Dritten Reiches. Zunächst ist eine Unterredung mit dem Darsteller und Spielleiter Olaf F j o r d'wiedergegeben, der sich eine besonders schwierige, aber auch dankbare Aufgabe Doraenommen hat: die filmische Umgestaltung des Hamsunschen „P a n". WeNn gleich dieser Abschnitt ein rein objektiver Bericht über Aeußerun- gen des Regisseurs zu seinem Stoff und zu weiteren Plänen ist, spürt man doch eine starke Anteilnahme aus den Zeilen. Man erfährt, daß Olaf Fjord die Handlung im Hamsunschen Sinne nicht nur als packendes Menschenschicksal, sondern als Naturmythos zu gestalten sucht, und daß er sich freut, in Marieluise Claudius, Hilde S e f s a k und Christian K a y s s l e r Darsteller gefunden zu haben, die den hier sich ergebenden schauspielerischen Anforderungen voll gewachsen sind. Am Schluß gibt Olaf Fjord noch bekannt, daß er als nächste Film- unternehmung den „G ö st a Berlin g" herausbringen wird, der einst als stummer Film Greta Garbo den Weg zum steilen Ruhmesgipfel freilegte. . Man spürt aus dem ganzen Bericht die natürliche Liebe des Künstlers nordischer Abstammung zu Skandinaviens Landschaft und Dichtung.
In den weiteren Bettachtungen des bemerkenswerten Arttkels werden Filme wie „Der H e r r - \ ch e r", „M adame Bovar y", „Die ganz großen Torheiten" einer freundlichen „Bettachtung" unterzogen (ttotz freimütiger, sachlicher Meinungsäußerung hat man den positiven, nicht kleinlich kritisierenden Ton angeschlagen, wie er bei uns üblich ist). Nach der einleitenden Bemerkung, daß viel und lebhaft in den deutschen Ateliers ge-
über den Kartentisch. Mit der packenden Wucht seiner Persönlichkeit spielt er gerade einen Wutausbruch wegen des Ausbleibens der schweren Artillerie. Mit gespannter Selbstbeherrschung stehen vor ihm die Majore Mathias Wieman und Willy Birgel. Paul Otto, Ernst K a r ch o w , Christian K a ss l e r und Otto Wernicke sind die anderen Offiziere, — eine Besetzung mit erstrangigen Berliner Schauspielern, die Bedeutendes verspricht. Erinnern wir uns schließlich, daß die Arbeitsgemeinschaft Ritter, Wieman, Günther Anders (Bild), Herbert Windt (Musik), Walter Röhrig (Bauten) und Ludwig Ruhe (Ton) auch schon im letzten Ritter-Film „Patrioten" zusammen wirkte, dann wird vollends deutlich, daß hier ein Stück Filmarbeit im neuen Geiste geleistet wird, wie sie Wieman in seiner großen Rede auf der Filmkammertagung forderte: Zusammenhalt der eingearbeiteten Kompanie", große unsentimentale Stoffe, männlicher Darstellungsstil!
Johannes Jacobi.
arbeitet wird, bezeichnet der Verfasser den „Herrscher" als einen Film, der so leicht seinesgleichen nicht habe. Dennoch habe man in Berlin weitere Filme „von guter Haltung" abrollen sehen. Bei der Besprechung der Filme „Madame Bovary" und „Die ganz großen Torheiten" wird auf die großen schauspielerischen Leistungen von Pola Negri, Paula Wessely und 'Rudolf F o r st e r hinge- wiesen, wobei die besonders gepflegte Sprachkunst hervorgehoben wird. Auch wird die Freude darüber ausgedrückt, daß Paula Wessely zum erstenmal als scharmante Sängerin hervortritt.
Ein kurzer Blick wird auf einige noch im Atelier befindliche Arbeiten geworfen: die Filme „Mein So h n, der Minister" nach dem erfolgreichen Bühnenstück des Franzosen B i r a b e a u , mit der hochbegabten französischen Künstlerin Franxoise R o s a y, des weiteren mit Heli Finkenzeller, Hans Brausewetter und Hans Moser in den Hauptrollen, und die beiden indischen Eichbergfilme französisch-deutscher Produktion, deren einer das weltberühmte „Indische Grabmal" zu neuem Leben erwecken wird, Filme also, die dem französischen Film- und Lesepublikum naturgemäß sehr am Herzen liegen.
Der Abschnitt „Kino und Politik" ist von bemerkenswertem Verständnis für die Kunstpolitik des heutigen Deutschland. Man spricht von einer „Nationalisierung" des deutschen Films, erkennt die geschäftlichen und künstlerischen Vorteile der engen Zusammenarbeit von Ufa und Tobis und des Eintritts führender Darsteller und Spielleiter in die Aufsichtsräte der Produktionsfirmen. In alldem sieht man „erfreuliche Maßnahmen", deren Früchte einst den leitenden Männern des Dritten Reiches zeigen werden, ob man den richtigen Weg gegangen ist. Der Schluß ist ein Ausblick auf die umfangreiche deutsche Filmwerbung im Rahmen der Pariser Weltausstellung. Es wird erwähnt, daß über 60 Filme und Filmdokumente, die aufs sorgfältigste ausgewählt wurden, im Kino des deutschen Pavillons zu sehen sind, mit Ausnahme jener besonderen Spitzenleistungen, die in dem allgemeinen internationalen Lichtspielhaus über die Leinwand laufen. Aktuelle deutsche Filmstreifen würden französisch synchronisiert und mit englischen Untertiteln versehen werden. Es ist, wie gesagt, eine ungetrübte Freude, aus französischem Munde ein gerechtes, sachliches, gewiß nicht überschwenglich lobendes aber ehrliches und verständiges Urteil über deutsches Kulturschaffen zu vernehmen.
den dortigen Schwimmverein einen Klubkampf auszutragen. Eine Voraussage über den Ausgang des Kampfes wäre verfehlt, da man die Stärke der Siegerländer nicht kennt Unsere heimischen Schwimmer werden alles daransetzen, ein achtbares Ergebnis zu erzielen, wenn möglich den Klubkampf mit einem Siege zu beenden Leider müssen die Gießener auf Herbert verzichten, der zur Zeit bei der Marine seine Militärdienstzeit hinter sich bringt. Es kommen folgende Konkurrenzen zur Durchführung:
Männerklasse: 4X100-Meter-Brustschwim- men: Ortwein, Pascoe, Brüning, Mewes. Diese Staffel dürfte auch in Siegen bestehen
3X100-Meter-Kraulschwimmen: Zimmer, Bentz, Albold.
Lagenstaffel (100, 200, 100): Amend, Mewes, Albold. Amend muß 10 Sekunden schneller schwimmen, wenn er gegen die starken Siegener Rückenleute nicht zu viel verlieren will.
10X50-Meter-Brustschwimmen: Pascoe, Mewes, Ortwein, Brüning, Habrich, Keiner, Zimmer, Schüler, V. Iaschke, Ruckelshausen und Schaub.
10X50-Meter-Kraulschwimmen: Albold, Zimmer, Bentz, Hofmann, Pascoe, Ortwein, Schüler, Bickel, Amend, Schomber und Hechler.
Damenbruststaffel 4X100-Meter: Georg, E. Plank, Schilling, Schüler. Die Staffel ist durch die Hinzunahme von Georg stärker geworden
Im Wasserspringen wird Schüler sein Bestes für den Klubsieg des GSV. hergeben.
Die Wasserballmannschaft wird in folgender Aufstellung antreten: Schüler, Pascoe, Ortwein, Schomber, Zimmer, Albold, Keiner.
Wilhelm-Wodaege-Gchanze auf dem Hoherodskopf beschädigt'
Vielen Sportkameraden ist wohl noch in guter Erinnerung, daß im letzten Winter die Hoherods- kopfschanze (jetzt Wilhelm-Wodaege-Schanze) durch eine fachgemäße Wiederherstellung in Ordnung gebracht worden ist. Der Anlauf der Schanze wurde mit Well-Eternit belegt, das außer der großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen nur noch Zwei deutsche Sprungschanzen aufweisen können. Am Anlaufgerüst, sowie am Schanzentisch wurden einige Mängel behoben Diese Sportanlage, die sowohl zur Winterszeit als auch im Sommer einen Anziehungspunkt für Wanderer usw. darstellt, wurde nun in der letzten Zeit ganz erheblich beschädigt.
Wenn man bedenkt, was es für eine Fülle der ehrenamtlichen Arbeit gekostet hat, ganz abgesehen von den hohen Kosten, so sollte man nicht glauben, daß es heute noch solche Schädlinge gibt, die derartige wertvolle Sportanlagen mutwillig vernichten. Hunderte von Schrammen, die von genagelten Schuhen herrühren, konnte man bei der Besichtigung feststellen. Obwohl Warnungsschilder, die das Betreten der Schanze verbieten, vorhanden sind, wird dieselbe immer wieder erklettert.
Die Schanze wurde nun von Mitgliedern des Skiklubs Gießen, die in den letzten Tagen die Sportstätte aufiuchten, mit einem Stacheldraht gesperrt.
Deutsche Erfolge bei den Akademischen Wettspielen in Paris.
Bei den VII. Akademischen Weltspielen in Paris siegte der Italiener Nostini im Florett-Einzelfech- ten. Die drei beteiligten Deutschen blieben in der Zwischenrunde hängen. Deutschland gewann den Handballkampf gegen die Schweiz mit 12:4 (5:1). Die Schwimmwettkämpfe im Tourelles-Stadion brachten Deutschland gleich einen überragenden Er- olg. Im 100-Meter-Kraul-Schwimmen der Studentinnen wurde Frl. Surmann (München) Welt- meifterein vor Frl. Saumerlang.
Deutscher Film in französischer Beleuchtung.
Die Handball-Kreismannschast steht!
Das Ziel, das sich der Kreisfachwart mit der Durchführung eines Auswahlspieles zur Ermittlung der Kreismannschaft im Handball gesteckt hatte, kann als erreicht betrachtet werden. Denn die Spieler, die sich am letzten Samstag auf dem Platz des Tv. Allendorf (Lahn) versammelt hatten, stellten, wie es sich ergab, ohne weiteres das Beste dar, was der Kreis zur Zeit an Nachwuchs zu verzeichnen hat. Es wäre verfehlt, einzelne herauszugrei- fen; alle taten ihre Schuldigkeit und machten es ben zuständigen Männern überaus schwer, die richtige Auswahl zu treffen. Trotzdem war es möglich, an Hand der gezeigten Leistungen diejenigen Männer auszuwählen, die den heimischen Kreis zunächst bei einem Werbespiel am kommenden Sonntag gegen den Westerwaldkreis in Montabaur vertte- hn sollen. Von einer Zurücksetzung der übrigen Teilnehmer kann, das hat die Sichtung erwiesen, absolut keine Rede sein. Es ist praktisch unmöglich, schließlich 30 und mehr Spieler mitzunehmen. Alle, die diesmal zurückgestellt wurden, mögen sich damit trösten, daß der Kreis schon in allernächster Zeit erneut auf sie zurückgreisen wird, weil, wie bekannt, das Freundschaftsspielprogramm eine nicht unbedeutende Erweiterung erfahren hat und weil es sich ohne Zweifel ergeben wird, daß die endgültige Mannschaft bestimmt noch Ergänzungen bzw. Umstellungen nach ihrem ersten Auftreten erfahren muß.
Das Ergebnis der Zusammenkunft am Samstag hat, wie schon erwähnt wurde, alle Erwartungen weit übertroffen. Die Leistungen, die man von beiden Mannschaften zu sehen bekam, waren als sehr gut anzusprechen. Als dann zum Schluß die aus- gewählten elf Repräsentanten des Kreises erneut Seine Kombination antraten, da war der schied unverkennbar. Die Kreismannschaft spielte wie aus einem Guß, sie wies kaum einen schwachen Punkt auf, und selten hat man in einer Dereinsmannschaft ein so gutes Sich-untereinander- Verstehen beobachten können. Es ist klar, daß unter diesen Umständen das kurze Probespiel hoch zu Gunsten der Kreismannschaft, die wie folgt aufgestellt war, entschieden wurde:
Tor: Wenzel, Hörnsheim.
Verteidiger: Seipp, Mtv. Gießen; Köch, Tv. Wetzlar. '
Läufer: Schmittdiel, 1900 Gießen; Brenner, Mtv. Gießen; Müller, Hörnsheim.
Sturm: Jakobi, Hörnsheim; Lissy und Allen- dörfer, Lützellinden; Krailing, Heuchelheim; Weber, Groß-Rechtenbach.
Ersatz: Weimar, To. Wetzlar; Will, To. Lützellinden und Schneider, Tv. Münchholzhausen.
Die Kreismannschaft wurde dann erstmalig am Sonntag zu einem Treffen gegen eine aus Spielern von Hörnsheim, Lützellinden, Groß-Rechten
bach und Münchholzhausen aufgestellte Kombination ins Feld geschickt. Auch hier ergab sich wieder shre unbedingte Zuverlässigkeit. Die Kombination, in der ebenfalls eine Reihe bekannte Spieler mitwirkte, mußte sich verdient hoch geschlagen bekennen. Die Vertretung des Kreises war auch diesmal wieder ausgezeichnet besetzt, sie gab dem Kreisfach- roart die Gewißheit, daß sie „ihren Mann" stellen und daß der Zweck ihres Auftretens in Montabaur erreicht werden wird.
Lollar auch gegen Marburg erfolgreich.
Sportverein Lollar — „Germania" Marburg 5:2 (2:1).
Am Sonntag hatte der Sportverein Lollar die erste Mannschaft von „Germania" Marburg zu Gast. Es handelte sich dabei um ein fälliges Rückspiel. Leider ging bei Beginn des Spieles ein Regen nieder, der den Kampfverlauf stark beeinträchtigte. Die Lollarer mußten auch zu diesem Spiel mit Ersatz antreten und hatten nur vier Mann aus ihrer ersten Mannschaft zur Stelle, die übrigen Spieler waren der zweiten Elf und der Jugend entnommen. Trotzdem zeigten die Lollarer eine geschlossene Leistung. Vor allem konnten die Jugendspieler gefallen. Demgegenüber enttäuschten die körperlich überlegenen Marburger, die nicht den von ihnen erwarteten Kampfeifer aufbrachten.
Den Anstoß konnten die Gastgeber sofort abfangen und gingen damit gefährlich vor das Gästetor. Der Tormann rettete aber. Die Lollarer zeigten nun ein überlegenes Zusammenspiel, trugen Än- gnff auf Angriff vor und konnten auch zweimal erfolgreich abschließen. Kurz vor Halbzeit gelang es den Marburgern, nach einem Deckungsfehler der Verteidigung ihren ersten Treffer zu erzielen. Nach der Pause gestaltete sich das Spiel lebhafter. Die Marburger rissen sich nun mehr zusammen und spielten geraume Zeit leicht überlegen. Die Lollarer behielten aber die Ruhe und konnten nach weiteren schon vorgetragenen Angriffen noch drei Tore buchen. Demgegenüber konnten sie nicht verhindern daß bei einem Durchbruch die Gäste abermals einen Deckungsfehler der rechten Verteidigung ausnutzten und zu ihrem zweiten Erfolg gelangten. Der Schiedsrichter amtierte korrekt.
Zugendfußbail im DfB.-Beichsbahn.
1. Jugend schlägt hota Frankfurt 6:0 (3:0).
Die erste Jugend gestaltete ihre Reise, nach Frankfurt zu einem Erfolg. Vorgesehen war ein Spiel gegen „Rot-Weiß" Frankfurt, das aber in letzter Minute von der Deutschen Hota übernommen wurde. Die Frankfurter, die zu Pfingsten in Gießen weilten, wurden damals mit 3:2 geschlagen und wollten nun die Schlappe ausgleichen. Die Gießener Hintermannschaft ließ aber keinen Erfolg
der Platzbesitzer zu. Die Grün-Weißen konnten vielmehr schon in der dritten Minute in Führung gehen. Der gegnerische Anstoß wurde abgefangen, der Batt kam zum Linksaußen, der in vollem Lauf auf 2:0 erhöhte. Die Frankfurter warfen nun alles nach vorne, die Gießener Hintermannschaft ließ sich aber nicht überfahren. Da verstärkten nun die Frankfurter ihre Verteidigung, und so wurde der Gastgeber erst kurz vor Halbzeit zum drittenmal geschlagen. Nach der Pause gab die Gießener Mannschaft weiterhin den Ton an und war noch dreimal erfolgreich.
Gchwinunklubkanipf GießenerEchwimmverein -GV.Giegen
Arn kommenden Sonntag weilt der Gießener Schwimmverein in den Mauern Siegens, um gegen
Fernomnibus auf dem Bürgersteig.
Zwei Personen schwer verletzt.
Lpd. Offenbach, 24. Aug. Arn Montagabend ereignete sich auf dem Alten Markt ein schwerer Verkehrsunfall. Als ein Fernomnibus aus Obertshausen über den Platz fuhr, war der Lenker durch einen vor ihm fahrenden Lastwagen in der Sicht behindert. Um nicht mit einem vorbei kommenden Motorradfahrer zusammenzustoßen, steuerte der Omnibusfahrer seinen Wagen scharf nach rechts, wobei das Fahrzeug a u f den Bürgersteig geriet. Dabei wurde ein Mann zu Boden gerissen und eine Frau in die Schaufensterscheibe eines Kaufhauses geschleudert. Beide Personen erlitten chwere Verletzungen und mußten von der Rettungswache ins Krankenhaus transportiert werden.
Deutsche Radsahrer-Ersolge in Kopenhagen.
Sensation bei den Weltmeisterschaften der Straßenfahrer in Kopenhagen war die hervorragende Haltung des Dortmunders K i j e w s k i. Fast während der ganzen Strecke führte er das Feld und wurde erst kurz vor dem Ziel von dem geschickten Taktiker Meulenberg (Belgien) abgefangen und fo auf den zweiten Platz gebracht. Hier sieht man die Freude bei der deutschen Mannschaft über den Grfolg Kijewskis. — Von links: Merkens, Ki- I e w f k i, der Betreuer Schmidt und Wecker- ling, der den 8. Platz in diesem schweren Rennen belegen konnte. — (Schirner-M.)
♦
Die beutf^en Siratzensahrer haben sich bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen hervorragend
geschlagen. Wenn sie auch keinen Titel mit nach Hause bringen, so waren sie doch stets dicht am Siege und haben mit ihrer Fahrweise dem noch vor wenigen Jahren so oft geschmähten deutschen Straßenrennsport neue Achtung verschafft. Bei den
Ung!crlQ.9 Kij-wski in Ehren, am Löienstag bei Öen Amateuren erftritt unser Meister 7 aIUJlnfr ?0köpfigen Spitzengruppe, in der sich mit H ackebeil und Herbert S chmid t zwei wettere Deutsche befanden, im Endspurt hinter dem Italiener Adolfo Leoni und dem dänischen Favoriten Frode Sörensen einen nicht minder hoch zu bwertenden dritten Platz. In 5:48,20 legten d^ Amateure tue 204 Kilometer zurück.


