den. Den Meistertitel errang Oblt. Püttmann, der nach der dritten Uebung, dem Pistolenschießen, die Führung übernommen hatte und sie bis zum Schluß erfolgreich verteidigte. Mit Oblt. Cramer fiel auch der zweite Platz an einen Vertreter der Luftwaffe. Mit deutlichem Abstand belegte Lt. Götze den dritten Platz. In der Klasse B holte Oblt. Scharte einen überlegenen Sieg von Lt. Kaiser und Oblt. von Sichart heraus.
Den 4000-Meter-Lauf gewann Lt. Wiedemann in der Tagesbestzeit von 15:28,2 Min. Oblt. Cramer belegte den zehnten und Oblt. Püttmann den 14. Platz. Lt. Lemp hielt sich mit seinem 12. Platz ausgezeichnet und rückte im Gesamtstand noch auf den sechsten Rang vor.
Letzte Spiele vor
VfZ. Friedberg bei -1900.
Die Spieloereinigung 1900 tjat zum Abschluß der diesjährigen Spielserie für Samstag den VfB. Friedberg zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Damit ist noch ein Spiel zustande gekommen, das seine besondere Beachtung verdient. Die Friedberger, obwohl in allernächster Nähe gelegen, kommen in Gießen selten zu einem Gastspiel. Dies liegt in der Hauptsache darin begründet, daß die Mannschaft durch ihre Zugehörigkeit zur Gauliga des Gaues Hessen stark in Anspruch genommen ist. Ganz besonders aber ist es der in diesem Jahre errungene Tabellenplatz, der eine Unmenge von Spielangeboten einbringt, die nur sehr schwer zu bewältigen sind. Hinzu kommt, daß die Elf durch ihren Sieg über die Ueberraschungsmannschaft Dun- lop Hanau sich für die Schlußrunde der Spiele um den Tschammer-Pokal qualifiziert hat, in der ja die übrig gebliebenen Vereine auf die 16 deutschen Gaumeister treffen. Diese Möglichkeit kommt nicht von ungefähr, sondern sie ist Beweis dafür, daß man es in Friedberg seither verstanden hat, die Spielstärke, die in früheren Jahren mit unseren Mannschaften auf gleicher Höhe stand, nicht nur gleichbleibend zu halten, sondern sie noch weiter auszubauen. Ja, die neuerdings erfolgte Verpflichtung eines Trainers läßt darauf schließen, daß man sogar größere Aufgaben ins Auge gefaßt hat. Bei dem derzeitigen Stamm von Spielern dürfte dies nicht allzu schwer sein. Da ist in erster Linie der
Weitere deutscheErfolge in Wimbledon.
In Wimbledon schied bei den All-England-Ten- nismeisterschaften am dritten Tag die Wiesbadenerin Marieluise Horn im Frauen-Einzel gegen die Deutsch-Dänin Sperling mit 2:6, 0:6 aus. Henner Henkel siegte im Männer-Einzel nach schwerem Kampf in fünf Sätzen 2:6, 7:5, 3:6, 6:0, 6:3 gegen Tinkler, dagegen gewann von Cramm leicht gegen Tuckey 6:2, 6:0, 6:4.
Von Cramm und H. Henkel erreichten am vierten Tage die vierte Runde. Henkel besiegte Puncec 6:2, 6:2, 6:1, während von Cramm den Japaner Pamagishi 6:4, 6:4. 3:6, 6:4 ausschaltete.
der Fußballpause.
riesige Mittelläufer E i s e n r e i ch, der jetzt in der Gaumannschaft seinen Stammplatz erhalten hat. Ferner Kopp, der Tank im Friedberger Angriff, der lange Zeit die Liste der Torschützen des Gaues Hessen anführte. Weiterhin sind der Tormann Herr (früher Union Niederrad), die Verteidiger Ebner — Steitz, die Außenläufer Seckinger — Gutmann, die Stürmer Süßenberger, Baumann, Weller und der zu großen Hoffnungen berechtigte Linksaußen Nau vorhanden. Außerdem stehen noch zur Verfügung Winkler (Tor), Schnierle, der auf allen Posten zu verwendende Senior Keßler sowie Rupp, Bornträger, Volp, Rabenau, Schwarz usw. Wie man sieht, eine jeden Spielausschuß erfreuende Zahl von Spielern, mit der es sich gut operieren läßt.
Die Blauwcißen sind in dieser Hinsicht nicht so günstig gestellt. Trotzdem werden sie zu diesem Spiel mit der stärksten Elf und zwar Rahn, Zeiler, Lippert, Erhard, Heilmann, Lehrmund. Schellhaas, Bergmann, Löbsack, Pankok und Sack antreten. Damit dürfte die Voraussetzung für einen gleichwertigen Kampf gegeben sein und über den Ausgang alle Möglichkeiten offenstehen.
Frankfurt
auf dem Wald*porip?ah.
Schon wieder bringt der DfB.-R. einen Großkampf auf dem Waldsportplatz. Der Gegner ist diesmal die bekannte Mannschaft von „Rot-Weiß" Frankfurt a. M., die sich am Samstagabend dem
Gießener Publikum vorstellt. Die Gäste, die zwar nur in der Bezirksklasse spielen, sind eine Klasse für sich. Es gelang der Mannschaft zwar nicht, den Meister herauszuspielen, aber der zweite Platz in der Tabelle war ihr nicht zu nehmen. Erst kürzlich stellte sie ihre gute Form bei dem Pokalspiel gegen den Fußballsportoerein unter Beweis, der erst nach Verlängerung knapp siegen konnte. Die Gäste, die in folgender Aufstellung hier antreten: Remmert, Knappick, Herchenhahn, Ott, Debus, Herrmann, Theis, Elter, Lautz, Beck, Lindneß, sind also vollzählig. Besonders Remmert, der schon öfter für den Gau Südwest spielte, muß hervorgehoben werden. Auch Knappick, Theis, Lautz, Beck und Lindner spielten schon repräsentativ. Die Grünweißen, die nach ihrem glänzenden Sieg über den Gaumeistcr wieder in den Vordergrund getreten sind, stellen folgende Elf: Gottschalk, Möhl, Kramer, Krämer, Thron, Berlebach, Wilhelm, Radtke, Bach, God- glück, Szponick. Das ist die gleiche Elf, die sich im letzten Spiel so gut schlug. Wenn sie mit dem gleichen Kampfgeist in das Spiel geht, sollten die Gaste eine harte Nuß zu knacken haben.
S aufe auf der Kieler Woche
Zum Leidwesen der Segler herrschte am fünften Tage der Kieler Woche eine Flaute. Auf der Außenförde wurde das Rennen der Sechs-Meter-R-Boote um den berühmten Felca-Preis ausgetragen; „Marianna" mit Brinckmann und der Däne „Do Do" lieferten sich einen heftigen Kampf, aus dem „Marianne" als Sieger hervorging. Kurz vor dem Ziel konnte Dr. Lubinus mit „Jrmi V" noch herankommen und den Dänen auf den dritten Platz verweisen. Der Entscheidungskampf der Sechs-Meter- R-Boote um den Preisdes Reichskanzlers wurde am Donnerstagnachmittag zwischen den drei besten Booten erledigt. Es gelang „Jrmi V" mit Dr. Lubinus aus diesem Rennen als Sieger hervorzugehen und damit zum erstenmal für ein deutsches Boot ein Anrecht auf den wertvollen Preis zu erwerben.
Die ÄZettfahrt der Star-Boote stand im Zeichen der Italiener, die mit „Denebola", „Gemma" und „Sergio Laghi" den 1., 3. und 6. Platz belegten. Das beste deutsche Boot war „Hilda IV", das auf den zweiten Platz kam. Fast noch schlechter hatten es die Segler auf der Binnenbahn. Bei den Olympia-Jollen siegte der Münchener Boehler mit „Fledermaus", während Krogmann sich mit dem 3. Platz begnügen muhte. Einen neuen Sieger gab
es in der Scharpie-Klasse mit dem Hamburger Lenzmann auf „Klar Kimming".
Oie Sportkurse der IlSG. „Kraft durch Sreuöe" im Gau Hessen-Nassau.
Lpd. Die zunehmende Bedeutung der von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" durchgeführten Sportkurse hat der amtlichen Sportstatistik Veranlassung gegeben, im Zusammenwirken mit der Reichsleitung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" eine Erhebung über den Umfang der Sportkurse bei den einzelnen Gausportämtern zu veranstalten, deren Ergebnisse soeben vom Statistischen Reichsamt veröffentlicht werden.
Die hauptsächlichste Aufgabe der seit dem Jahre 1934 im Aufbau befindlichen Sportkurse der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist es, diejenigen Personen, die bisher Leibesübungen nicht betrieben haben, gegen wenig Geld mit spärlicher Betätigung vertraut zu machen. Auf wie fruchtbaren Boden dieses Unterfangen gefallen ist, zeigt der ständig steigende Zuspruch weiter Bevölkerungskreise. Während die Zahl der Besucher (ausgegebenen Sportmarken) im Jahre 1934 633 000 betrug, stieg sie im Jahre 1935 auf 3,3 Millionen und im Jal^e 1936 auf 6,4 Millionen, so daß also eine Verzehnfachung gegenüber 1934 eingetreten ist.
Im Gau Hessen-Nassau wurden insgesamt für alle Sportarten (ohne Schach) 272 000 Besuche der Sportkurse der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Jahre 1936 gezählt. Den größten Zuspruch hatten die allgemeine Körperschule, das Ge- räteturnen, Gymnastik und Spiele, für die zusammen 157 000 Sportmarken ausgegeben wurden. Reges Interesse bestand weiter im besonderen für das Schwimmen, auf das 60 000 Sportmarken entfielen. Für Leichtathletik und Waldlauf wurden 10 000 Sportmarken ausgegeben, für die Vorbereitungskurse für den Erwerb des SA.-Reichssportabzeichens 8000, für Svezialgymnastik 7000. Der Anteil der weiblichen Personen ist am stärksten bei dieser Spezialgymnastik, die nach Systemen Mensendieck, Klamt, Soges, Laban, Medau usw. betrieben wird. Es folgen dann mit je 3000 ausgegebenen Sportmarken Skigymnastik und Skikurse aller Art, sowie Volkstanz. Für das Kinderturnen zählte man 2000 Besuche.
Von den einzelnen Gauen weisen die Gebiete mit vorwiegend städtischer Bevölkerung die größte Beteiligung an den KdF.-Sportkursen auf.
1
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Miterben
Mißhandlung
arbeit im elterlichen Hauswesen
Siehe
Miterben. Hinterläßt der
Erb-
und Geschäft verpflichtet. Arbeit.
Hasenscharte, Wolfsrachen, Mehr- fingrigkeit usw.
Mißhandlung von Kindern, Lehrlingen, Mündeln, Gebrechlichen wird mit Gefängnis und bei besonders grober Mißhandlung mit Zuchthaus bestraft. DieElternsind berechtigt, einem Kinde den Pflichtteil zu entziehen, wenn sie von dem Kind mißhandelt worden sind. Mißhandlungen von Tieren siehe Tierquälerei.
Mist, siehe Düngemittel.
Ml
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Mistel, eine immergrüne Pflanze, die auf Bäumen schmarotzt. Auffallend besonders im Winter, da Mistelbüsche erst in unbelaubten Baumkronen vollends zur Wirkung kommen. Auf Obstbäumen durch Absägen zu vernichten suchen. Zur Weihnachtszeit käuflich angeboten: Winterschmuck. Siehe Adventskranz.
Mitarbeit. Die Frau ist zur Mitarbeit im Haushalt und Geschäft des Ehemannes nur dann verpflichtet, wenn eine solche Mitarbeit nach den Vermögensverhältnissen, in denen die Ehegatten leben, üblich ist. Kinder sind, solange sie dem elterlichen Hausstand angehören und von den Eltern erzogen oder unterhalten werden, in einer ihren Kräften und ihrer Lebensstellung entsprechenden Weise zur Mit
lasser mehrere Erben, so wird der Nachlaß gemeinschaftliches Vermögen der Erben. Jeder Erbe kann seinen Anteil an dem Nachlaß durch gerichtlichen oder notariell beurkundeten Vertrag verkaufen; die anderen Miterben haben dann ein Vorkaufsrecht, das sie binnen zwei Monaten nach dem Verkauf ausüben müssen, lieber einen Gegenstand des Nachlasses können die Miterben aber nur gemeinschaftlich verfügen. Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung des Nachlasses verlangen Bei der Auseinandersetzung werden zuerst die Schulden abgezogen, von dem Reinnachlaß bekommt jeder Erbe einen seinem Erbteil entsprechenden Teil. Bis zur Auseinandersetzung haften alle Miterben für Nachlaßverbindlichkeiten als Ge-
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