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egbereiter -er Motorisierung.
Ein Abend des Neichsverbands der Automobilindustrie.
Berlin, 24. Febr. (DNB.) In den Räumen des Zoos vereinigte der Reichsverband der Automobilindustrie seine Mitglieder, zahlreiche Ehrengäste und viele Werksangehörige zu einem Begrüßungsabend. Reben Werksangehörigen und Betriebsführern von etwa 50 Firmen sah man auch fast alle Konstrukteure von Weltruf, die deutschen Rennfahrer sowie viele in- und ausländische Automobilhändler, außerdem den Reichsminister Dr. Dorpmüller, die Staatssekretäre Königs, Dr. Kleinmann und Nagel, den Korpsführer Hühnlein und den Generalinspektor Dr. Todt, Vertreter der Partei, des Staates, der Wehrmacht und der Presse.
Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller führte aus, eines der größten Probleme im Kraftverkehr feien die Kreuzungen von Schienen und Straßen, jene Gefahrenstellen, an denen die Unfälle sich häuften. Ihre Beseitigung bedeute für die Eisenbahn zugleich die Beseitigung einer Gefahr und die Kostenersparnis einer Bewachung wie für die Straße eine ungehinderte, gefahrlose Fahrt. Würde man alle Plankreuzungen in Deutschland mit einem Mal beseitigen, so würde das einen Kostenaufwand von 17 Milliarden erfordern. Das übersteige aber die finanzielle Kraft unserer Generation. Das Notwendigste aber solle geschehen, wobei sich die Reichsbahn finanziell beteiligen werde. Es müsse alles vermieden werden, daß der Käufer durch überhöhte Reparatur k o st e n den Eindruck gewinne, als wollten die Firmen sich für den niedrigen Anschaftungs- preis durch hohe Reparaturkosten schadlos halten. Der Güterfernverkehr sei gebunden an die oberen Tarifklassen der Reichsbahn. Durch eine Abwanderung der Edelgüter von der Eisenbahn würde die Reichsbahn in ihrer Leistungsfähigkeit herabgemindert, ein Zustand, der für die Volkswirtschaft unter keinen Umständen zu ertragen wäre. Der Minister setzte sich für eine Verringerung der
T y p e n z a h l der Wagen ein. Neben einer Typisierung spiele die Normung eine große Rolle. Durch sie sinke die Zahl der Ersatzteile auf em Minimum herunter.
Generalinspektor Dr. Todt,
wies darauf hin, daß Reichsautobahnen und Kraft- verkehrswirtfchaft so manches Mal mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt hätten, aber das seien Kinderkrankheiten, über denen man den Glauben an sich selb st niemals verlieren dürfe. Dr. Todt erinnerte an die Gedenkfeier im Hofbräuhaus in München und gedachte der alten Mitkämpfer des Führers, die auch den Sieg nicht errungen hätten, wenn sie nicht ein heroisches Herz und einen felsenfesten Glauben gehabt hätten. „Wir Straßenbauer wollen", so schloß Dr. Todt, „mit unseren Reichsautobahnen nicht nur Wegbereiter der Kraftver- kehrswirtschaft sein, sondern Wegbereiter der Motorisierung Deutschlands. Die Straßen Adolf Hitlers sind der Garant der Motorisierung."
Korpsführer Hühnlein
erklärte dann, daß der Führer als erste Voraussetzung für den Aufttieg der Motorisierung die Tatsache bezeichnet habe, daß es dem Nationalsozialismus gelungen sei, im Volk das Verständnis für die Notwendigkeit der Motorisierung wachzurufen. Damit habe der Führer das Arbeitsgebiet des NSKK. beührt, das als der Banner- und Willensträger des Motorisierungsgedankens der Nation angesehen werden könne. Die Leidenschaft und der revolutionäre Schwung, mit dem das NSKK. dieser Aufgabe obliege, sei der Kraftverkehrswirtschaft durch die enge Zusammenarbeit hinreichend bekannt. Die deutsche Kraftfahrt brauche um ihren weiteren Vormarsch nicht bange zu sein, denn der neue Derkehrsminister habe versprochen, auch der Motorisierung seine tatkräftige Förderung angedeihen zu lassen.
Ritterordens Fürst C h i g i und der beiden Väter des deutsch-österreichischen Abkommens vom 11. Juli 1936, des östereichischen Bundeskanzlers Dr. von Schuschnigg und des Botschafters von Popen. Der Almanach de Gocha ist nach wie vor für alle politisch interessierten Zeitungsleser, für Historiker und Wirtschaftler das unentbehrliche Handbuch. —e-
Aus aller Welt.
Das Hochwasser im Rhein-Main-Gebiet.
Der Main ist im Oberlauf in Viereth bei Bamberg von Dienstag auf Mittwoch nochmals um 1 Meter gestiegen. Mittwoch nacht um 2 Uhr wurde in Viereth der Höchststand mit 4,40 Meter erreicht. Inzwischen ist das Wasser im Mittellauf des Mains vorübergehend gefallen. Am Untermain ist das Hochwasser zunächst zu einem gewissen Stillstand gekommen. Die neue Hochwasserwelle vom Obermain, die etwa Freitag den Untermain erreicht, wird voraussichtlich den jetzigen Stand noch etwas überschreiten.
Im Oberlauf des Rheins und seiner Nebenflüsse hat das Fallen der Wasserstände begonnen. Die ablaufende Flutwelle bewirkt jedoch noch ein langsames Steigen auf dem Rhein etwas abwärts Karlsruhe und Maxau, desgleichen auf dem Mittelrhein und unteren Main.
Zwei reichsdeutsche Skifahrer in den Stubaier Alpen verunglückt.
Zwei reichsdeutsche Skifahrer, der Student Rudolf Hermann aus Stuttgart und der Student Werner Albrecht S t r e l e aus Eßlingen stiegen gegen das Schauferjoch in den Stubaier Alpen auf. Als sie bis zum Abend noch nicht zurück waren, vermutete man ein Unglück, um so mehr als von der Hütte aus das Abgehen schwerer Lawinen beobachtet werden konnte. Wegen eines furchtbaren Schneesturmes konnte die Suche nach den Vermißten erst am nächsten Morgen ausgenommen werden. Der Student Hermann wurde tot aufgefunden. Die Leiche wurde zu Tal gebracht. Die Suche nach dem zweiten Verschütteten wird fortgesetzt.
Riesenbrand in Magdeburg.
Im Stadtteil Magdeburg-Neustadt brach im Dachstuhl eines Lagergebäudes ein Brand aus. Bald hatte er sich auf das ganze Gebäude ausgedehnt, in dem sich eine Möbelfabrik, eine Tischlerei und eine Tabakwarenhandlung befinden. Die gesamte Magdeburger Feuerwehr wurde eingesetzt. In einem konzentrisch vorgetragenen Angriff gelang es, zunächst die Gefahr für die Nachbarhäuser abzuwenden und schließlich die Gewalt des riesigen Feuers zu brechen. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht geklärt.
Dieder Flugdienst über die Alpen.
Als Auftakt für die im Sommerflugdienst eintretenden zahlreichen Neueinrichtungen im Flugverkehr vom Rhein-Main-Gebiet nimmt die Deutsche Lufthansa am 1. März zwei weitere Linien in Betrieb. Von diesem Tage ab besteht wieder ein regelmäßiger Flugdienst zwischen
Frankfurt und Mailand. Diese Linie, die zu den landschaftlich schönsten Flugstrecken Europas zählt, überwindet die mehr als 500 Kilometer lange Entfernung in nur 2V2 Stunden Flugdauer. Vom 4. April ab wird der Flugdienst Über Mailand hinaus bis Rom mit Anschluß an Neapel erweitert. Auch der Flugverkehr zwischen Frankfurt und Berlin wird am 1. März durch eine dritte Linie verstärkt. Darüber hinaus wird der Sommerflugplan noch eine vierte Linie für eine Spätverbindung nach und von Berlin bringen.
Gallenmörder zum Tode verurteilt.
Das Potsdamer Schwurgericht verurteilte den Friedrich A st f 0 r t h aus Jüterbog wegen Mordes zum Tode und wegen schwerer Urkundenfälschung in drei Fällen zu fünf Jahren Zuchthaus.
Dem Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Astforth hatte feine 39jährige Ehefrau vergiftet, um sich in den Besitz einer Lebensversicherung zu fetzen. Den Antrag hatte er seinerzeit ohne Wissen feiner Frau abgeschlossen und mit chrer Unterschrift gefälscht. Außerdem hatte er ein Testament gefälscht, in dem seine Frau ihn als Alleinerben einfetzte.
Slreikunruhen in Ungarn.
Vor einem Schacht der Kohlenbergwerke der Do- nau-Dampfschiffahrtsgefellschaft in Fünfkirchen, wo ein Teil der Bergleute unter Tage streikt, versammelten sich 300 bis 400 Personen, um nach der Stadt zu ziehen. Unterwegs begneten sie fünf Gendarmen, die die Menge aufforderten, auseinanderzugehen. Als diese mit Stöcken und Steinen gegen
die Beamten vorging, gaben diese zunächst drei Warnungsschüsse ab. Die Menge griff die Gendar- men an. Diese feuerten darauf vier weitere Schüsse ab, durch die ein Mann getötet und vier Demon- ftränten schwer verletzt wurden.
Schweres Explosionsunglück auf einem belgischen Truppenübungsplatz.
Bei einer Explosion auf dem belgischen Uebungsplatz Brasschaet bei Antwerpen kamen 7 Offiziere ums Leben, 12 Offiziere wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich bei einer Pionierübung, an der eine Gruppe von 35 Offizieren und Offiziersanwärtern teilnahm. Während der Hebung wurden mehrere Sprengkörper zur Explosion gebracht. Als eine Explosion nicht, wie er- wartet, sofort erfolgte, trat die Gruppe der Offiziere und Offiziersäspiranten näher heran. Plötz- lich erfolgte dann die Explosion. Der Kriegsminister hat sich an den Ort des Unglücks begeben.
Wetterbericht
öe» Reichswetterdienstes. Ausaabevrt Frankfurt.
Begünstigt durch den aus Frankreich eingetretenen ßuftbrudfall wurde Kaltluft aus Norden, wie auch Meeresluft aus Südwest in Richtung Deutschland in Bewegung gesetzt Dabei stärkte sich in Mittel- und Norddeutschland, unterstützt durch nächtliche Ausstrahlungsfröste um minus 5 Grad das Kampfgebiet zwischen Warm- und Kaltluft. Dabei traten in West- und Süddeutschland verbreitete Niederschläge ein, die nach Süden hin schon in Regen niedergegangen sind. Wir bleiben auch weiterhin im Kampfgebiet zwischen Warm- und Kaltluft, so daß nach anfänglicher Besserung mit erneutem Einsetzen von Niederschlägen gerechnet werden muß.
Aussichten für Freitag: Nach anfänglicher Besserung wieder neues Einsetzen verbreiteter Niederschläge. Nach Osten und Nordosten hin Frost.
Aussichten für Samstag: Noch immer unbeständig und zu Niederschlägen geneigt.
Lufttemperaturen am 24. Februar: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 0,9 Grad; am 25. Februar: morgens —1,2 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum heute nacht —1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Februar: abends 1,7 Grad; am 25. Februar: morgens 0,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3 Stunden. — Niederschläge 2,7 mm.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags
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