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ten in Spanien identifiziert. Die bewußte Bevorzu­gung des islamitischen Elementes in Abessinien, die planmäßige Kulturpropaganda der Italiener im Islam Vorderasiens sind für die französische Politik Faktoren, an denen nicht ohne weiteres vorbeige­gangen werden kann, da Frankreich erst infolge des Wahlrechtstreites in Algerien, der Judenfrage in Nordafrika und in Palästina mit wachsenden Schwie­rigkeiten seiner Verwaltung in den islamitischen Ko­lonien zu kämpfen hat.

Die Politik Mussolinis gleicht in vieler Einsicht der Bismarcks nach den gewonnenen Kriegen. Sie ist ausschließlich auf die Sicherung der gewonnenen Stellung und die Erschließung Abessiniens eingestellt. Eine Politik, die aber jetzt erst recht sich einen kräf­tigen Unterbau durch die Betonung der italienischen Kulturmission schafft. Die kommende Weltausstellung in Rom wird davon auch sicherlich nach außen hin machtvoll Zeugnis geben. Dr. Vo.

Oie deutsche Volksgruppe in Polen.

Staatsbürgerpflichten undBolkstumsrechte

Posen, 24. Febr. (DNB.) Um das Verhältnis der deutschen Volksgruppe zum polnischen Staat noch einmal eindeutig festzustellen, hat Se­nator Wiesner, der Landesleiter der I u n g - deutschen Partei für Polen, eine durch Oberschlesien, Posen und Pommerellen führende Versammlungswelle veranstaltet, an der insgesamt über 1OOOO Deutsche aus allen Teilen der Bevölkerung lebhaften Anteil genommen haben. Senator Wiesner stellte in den Mittelpunkt seiner Rede nachfolgende sechs programmatische Punkte:

1. Wir bekennen uns zu dem Grundsatz, daß das polnische Volk das Staatsvolk ist und allein das Recht hat, diesen Staat nach sei­nen Lebensnotwendigkeiten zu ordnen und zu bauen.

2. Wir bekennen, daß unser völktsches Leben nur nach deutschen Grundsätzen und nach unserer Weltanschauung eingerichtet wer­den kann.

3. Als ehrliche und aufrichtige Staatsbürger wol­len wir am Aufbau des Staates mit allen unseren Kräften mitarbeiten und uns für ihn ein­setzen.

4. Wir erklären, daß wir sowohl treue Bür­ger des Staates als auch ebenso treue Glieder unseres Volkes sind; das ist mit- einander vereinbar und geboten.

5. In unserer Arbeit stehen wir auf dem Bo­den der Gesetze. Wir sind restlos von allen Faktoren, die außerhalb des Staates sind, unab­hängig und wollen unser Leben formen nur nach dem in diesem Staat gegebenen Möglichkeiten.

6. Als Ausländsdeutsche fühlen wir uns a l s Brüder des gesamten deutschen Vol­kes. Wir geben dem Staat, was des Staates ist, wollen ihn auf allen Arbeitsgebieten unterstützen, soweit uns die Möglichkeit dazu gegeben wird. Aber unser heiligstes Gut, unser deutsches Volkstum, können wir nicht wegwerfen.

Diese Thesen sind der Ausdruck des lebendigen Willens und der politischen Anschauungsweise des gesamten Deutschtums in Polen ohne Unterschied der Partei oder Standeszugehörigkeit.

Das Beamtenverhältnis der Lehrer.

Berlin, 24. Febr. (DRV.) Das deutsche Be- vmtengesetz hat durch die Zusammenfassung des gesamten Beamtenrechts auch für das Beam­te n v e r h ä l t n i s der Lehrer einheitli­ches und übersichtliches Recht geschaffen. Die bisher für sie geltenden beamtenrechtlichen Vor­schriften waren über die verschiedensten Gesetze verstreut und in fast jedem Lande unterschiedlich gestaltet. An die Stelle aller dieser Sonderoorschrif- ten treten nunmehr im ganzen Reichsgebiet die für sämtliche Lehrer ausnahmslos geltenden grund­sätzlichen Bestimmungen des deut­schen Beamtengesetzes, mag es sich um Beginn und Beendigung des Beamtenverhältnisses, Pflichten und Rechte der Beamten, die Versorgung oder die sonst in dem Gesetz geregelten Rechtsver­hältnisse handeln. Die infolge der geschichtlichen Entwicklung und der Eigenart des deutschen Schul­wesens bisher vielfach unklare und lückenhafte Ein­beziehung des Lherers in den Beamtenkörper ist damit eindeutig vollzogen.

Bankenkrise in Daressalam.

Der Besuch des mohamedanischen Führers Aga Khan in Tanganjika hat zu einem Finanzskandal geführt. Der Inder Ismail Hasmani, der Aga Khan während feiner ostafrikanischen Rundreise großartig bewirtete, hat sich als Bankbetrüger ent­puppt und ist spurlos verschwunden. Alle Banken in Daressalam haben vorläufig ihre Zahlun­gen e i n g e st e l l t. Die Behörden haben Flug­zeuge und Kraftwagenpatrouillen eingesetzt, um den Betrüger zu finden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsminister des Auswärtigen und Frei­frau von Neurath trafen am Donnerstagfrüh von ihrem zweitägigen Besuch in Wien wieder in der Reichshauptstadt ein. Zu ihrer Begrüßung war u. a. anwesend der stellvertretende Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Ministerialdirektor Dr. Dieckhoff.

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Durch einen königlichen Beschluß sind die hol­ländischen National färben Rot-weiß­blau. Zahlreiche Holländer wünschten als National- farben die historischen Farben Orange-weiß-hell- blau. Sie beherrschte an nationalen Festtagen die Straßen der Städte.

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Wie dieTimes" aus Gibraltar meldet, ist Don Federico Domingo, ein Bruder des früheren Ministers Domingo, in Barcelona erschos- f e n worden, da man in seinem Hause religiöse Bilder fand.

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Die auf Grund der neuen indischen Ver­fassung durchgeführten Wahlen für die Pro­vinzialparlamente zeigen fast überall eine klare Ueberlegenheit d e r nationalistischen Bewegung. Die Kongreßpartei lehnt die neue Verfassung ab und strebt die politische Unabhängig­keit Indiens an. Obwohl noch nicht alle Wahlergeb­nisse bekannt sind, hat sie bereits 59 von insgesamt 112 Parlamentssitzen erhalten.

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Der französische Luftfahrtminister Pierre C o t und Unterstaatssekretär Lagrange, die in den französischen Alpen infolge des Niedergehens einer großen Schneelawine in dem kleinen Bergort Val d'Iföre eingeschlossen waren, haben am Dienstag mit vier ihrer Begleiter auf Skiern den Abstieg angetreten. Sie sind wohlbehalten in Tignes einge­troffen und beabsichtigen, sich auf Skiern bis nach Bourg zu begeben.

Oer Führer spricht zu seinen ältesten Mitkämpfern.

Oie Feier der Parteigründung im Münchener Hofbräubaus

mit

Aus studentischer Kameradschafi soll die Lebensgemeinschast werden

Staatsminister Dr. Wacker, Ches des Amtes für Wissenschaft im Reichs- und preußischen Mini­sterium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbil­dung, führt zu diesem Erlaß u. a. ausr

) einwandfreien und wissen- . . , , M , )igen Menschen erzogen wer­

den. Durch den Sportbetrieb, durch das Fechten, durch die musische Erziehung, durch die weltanschau­liche Schulung, durch das gesamte gemeinsame Er­leben in der Kameradschaft formt sich ein neuer studentischer Lebensstil. Von diesem her werden die Aufgaben an der Hochschule in Angriff genommen. Die Aufgabe der Kameradschaften muß aber fein, die Studenten z u einem inneren Verhältnis zur Hochschule und damit zur Wissenschaft zu bringen.

Der Erlaß des Reichserziehungsministeriums schafft die Grundlagen: In Zukunft wird jeder Student die ersten drei Semester seines Studiums an derselben Hochschule (Stammhochschule) verblei­ben. Dadurch wird sich jeder Student seiner

Man wird vielfach einwenden, daß durch diesen Erlaß die wissenschaftliche Freizügig' keil aufgehoben wird. Das ist nicht der Fak. Durch die Kameradschaftsarbeit der ersten drei St'z mester erwirbt sich der Student die Haltung, die ihn erst zu nationalsozialistischer Wissenschaftsarbeit fähig macht.

sozialistische S t u r m s ch a r ihren Geburtstag be< gehen. Die SA. -Gruppe Hochlanö beging den Geburtstag der braunen Sturmscharen in Form einer Führertagung. Stabschef Lutze erin­nerte an den denkwürdigen Tag, um dann den SA.- Führern ihre Pflichten, auch hinsichtlich des Füh- rernachwuchfes, aufzuzeigen. Der SA.-Führer mufft vor allem der geistige Führer fein, der un­feinen Männern echte Nationalsozialisten mache. Die SA. und ihr Führer seien nicht Selbst­zweck. Sie müßten als die gläubigsten National­sozialisten die Herzen des ganzen Volkes gewinnen, denn einen Staat könne man nur erhalten, wenn man die Herzen des Volkes für diesen Staat erobere. Die SA.-Führer müßten an si ch s e l b st arbeiten, damit sie fest wie eilte granitene Mauer stünden und auch ihre SA.-Mön- ner so fest machen könnten. Jeder SA.-Mann uni) jeder SA.-Führer habe immer uneigennützig den Führer zur Verfügung «zu stehen.Für alle Zei­ten dürfe es in Deutschland nur einen Glauben geben, einen Willen und einen Führer."

Zu dem Erlaß über die Stammhochschule schreibt der Reichsstudentenführer Dr. G. A. Scheel in der NSK. u. a.:

Führer über die gläubige Jugend der National, sozialistifchen Partei, die jung blieb, weil sie i m. mer neue Aufgaben z u erfüllen habe. Sein Appell an die alten Parteigenossen, über allem die fanatischen Verfechter unserer neuen Ziel, setzung und unentwegte Träger des Glaubens an die deutsche Zukunft zu sein, fand einen minuten­langen stürmischen Widerhall.

Die Rede des Führers fand ihren machtvollen! Ausklang in feinem Glaubensbekenntnis an Deutschland, an unser Volk und av unseren Herrgott. Ergriffen von der Größ« dieses Augenblicks waren die Männer der Alten Garde von ihren Plätzen gesprungen, und minuten­lang jubelten sie dem Führer zu. Als der Führer dann mit dem alten Schlachtruf, dem Hei! aui Deutschland und die Nationalsozialistische Bewegunc schloß, brauste ihm ein donnerndes Echo entgegen. Einem heiligen Gelöbnis gleich, wie ein Schwur der Treue klingen die nationalen Lieder auf. Dann strecken sich wieder 20Ö0 Arme dem Führer ent­gegen, und wieder muß der Führer viele Hand« alter ergrauter Kameraden drücken. Nur mühsam kann sich Adolf Hitler den Weg zum Ausgang bah­nen. Die Männer und Frauen, die weiter rückwärts faßen, stehen jetzt auf den Stühlen, auf den Ti­schen und jubeln ihrem Führer zu. Als dann bei Führer mit seiner Begleitung und dem Führer- korps der Partei seinen Wagen besteigt, begleiten ihn noch einmal stürmische Heil-Rufe der Kopf ar Kopf stehenden Menschen auf feiner nächtlicher Fahrt durch die Hauptstadt der Bewegung.

Führertagung

der SV -Gruppe Hochland.

M ü n ch e n , 24. Febr. (DNB.) Gleichzeitig .....

der Partei kann am 24. Februar auch die national-

Berlin, 24. Febr. (DNB.) Reichserziehungs­minister Rust hat angeordnet, daß jeder Stu­dent und jebe Studentin, die sich vom kommenden Sommerfemester ab erstmalig an einer deutschen Hochschule einschreiben läßt, verpflichtet ist, in den ersten drei Studienfemestern an dieser Hochschule, der Stamm-Hochschule, zu verblei­ben. Damit soll dem Reichsstudentenführer die Möglichkeit gegeben werden, die ihm vom Reichs­erziehungsminister und dem Stellvertreter des Füh­rers übertragenen Aufgaben der politischen und weltanschaulichen Erziehung und Schulung aller deutschen Studenten zu erfüllen. Gleichzeitig soll eine engere persönliche Bindung jedes Studenten an seine erste Hoch­schule, seine Stamm-Hochschule, erreicht werden. Diese Regelung findet keine Anwendung auf die Studenten der Philologie, die nach zwei- ferne ft rigem Studium an einer Hoch­schule für Lehrerbildung sich bei einer Universität einschreiben lassen, sowie auf diejenigen Studenten, die mit Genehmigung des Reichsstuden­tenführers während der ersten drei Semester ein Auslandsstudium durchführen.

Für die Studenten der zweiten und dritten Semester, die ihr Studium bereits begonnen haben, besteht kein Zwang zum Ver­bleib an der gewählten Hochschule. Auch ihnen wird jedoch empfohlen, gleichfalls insgesamt drei Semester an der Hochschule zu verbleiben, in der sie im ersten oder zweiten Semester eingeschrieben waren. Anträge auf Genehmigung eines Hochschul­wechsels sind spätestens zwei Wochen vor dem Be­ginn der Vorlesungen des neuen Semesters mit Be­gründung und Unterlagen dem Rektor der Stamm- Hochschule vorzulegen.

Dadurch, daß an den Hochschulen mit Höch st Ziffern der Anteil der Studenten der ersten drei Semester 25 v. H. der Höchstziffer nicht überschreiten darf, soll verhindert werden, daß ein unerwünschter Zugang junger Semester 3 u den Großstadt - und Heimathoch­schulen eintritt. Damit soll erreicht werden, daß gerade auch die mittleren und kleinen Hochschulen bevorzugt von den Studenten der ersten Semester besucht werden. Es ist Vor­sorge getroffen, daß besondere Verhält­nisse berücksichtigt werden können. Es wird die Erwartung ausgesprochen, daß die Stu­denten während der ersten Semester bevorzugt die Grenzlandhochschulen besuchen. Stu­denten, die sich die Unioerfität Königsberg, Universität und Technische Hochschule Breslau, Handelshochschule Königberg sowie die technischen Hochschulen Aachen und Karlsruhe als Stamm-Hochschule gewählt haben, können schon nach zwei Semestern ihr Studium an einer anderen Hochschule des Reiches fortsetzen.

Drei Semester Studium an derStamm-Hochschule"

Ein Erlaß des Reichserziehungsministers fördert die kleinen Universitäten und Grenzlandhochschulen.

Hochschule viel fester verbunden füM> als bisher. Sie bedeutet für ihn nicht mehr eine Einrichtung, an der er nur feine Examina ablegt, sondern der Begriff der Hochschule wird für ifa I etwas Besonderes bedeuten. Er gehört außerdem | nunmehr drei Semester derselben Karner ad'I schäft an und wird in diesem Zeitraum mit i^rj so verwachsen, daß sie für ihn über das Studium r hinaus zur Lebensgemeinschaft wird. Wik» kennen hier das Beispiel der ehemaligen» Verbindungen, welche für ihre Mitglieds ebenfalls einen mehrsemestrigen Hochschuloerbleib zur Pflicht machten. Für die studentische Erziehung i't dieser Erlaß eine unbedingte Notwendigkeit, ÖJ durch ihn eine sichere und beständigere Grundlage aegeben wird und die Arbeit auf lange Sicht ii Angriff genommen werden kann.

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Grundlagen jeglicher Erziehungsarbeit sind d i e studentischen Kameradschaften, an die sich organisch die Facherziehung anschließt. In ihnen sollen die Studenten zu den weltanschaulich zuver­lässigen, charakterlich schaftlich leistungsfäy!

Persönlichkeit von weit größerer männlicher ®e- reiftheit, als man dies aus früheren Zeiten gewohnt sein konnte. Der Student soll sich freuen auf die Zeit, wo er kraft eigener Willensentscheidung fein Leben felbft z u ge ft alten beginnt durch die Wahl feines künftigen Berufes. Aber nur im Rahmen der Gemeinschaft ist auch die stu­dentische Freiheit gerechtfertigt. Der Typ des Stu­denten, der sich nirgends anschloß, nirgends festen Fuß faßte, von einer Hochschule zur anderen wech­selte, je nachdem, ob er im Semester baden oder schi- laufen, segeln oder wandern wollte, jener Typ de; F r ei st u d e n t e n" ist für unsere heutige Ent­wicklung nicht mehr annehmbar.

Diese Regelung wird auch wesentliche Gewinne für die Hochschulen s e l b st mit sich brin­gen. Gerade die mittleren und kleineren Hochschulen haben bisher durch die häufigen Wechsel ihrer Studentenzahl Schwankungen durchgemacht, - die für den Unterrichtsbetrieb oft nachteilige Aus­wirkungen zeigten. Es ist dafür gesorgt, daß durch die Einführung der Stamm-Hochschule die Groß­stadt- und Heimat-Hochschulen der Studenten feinen | übermäßigen Andrang erfahren, sondern daß ge­rade die Studenten der ersten Semester bevor«! zugt an den kleinen und mittleren Hochschulen studieren. Selbstverständlich wir) es immer Ausnahmefälle geben müssen, bei denen von der allgemeinen Regelung abgesehen werden muß. Sie gewährleisten, daß ein Wechsel des Hoch­schulortes ermöglicht werden kann, wenn dies ans dringenden Gründen geboten erscheint.

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es heute die schönste Erinnerung ihres Lebens be­deutet, daß sie dabei waren. Um Sie, mein Führer, sind Männer, deren größter Stolz es ist, daß sie Ihre alten Mitkämpfer sind aus den schweren Jahren, Mitkämpfer aus dem Jahre 1923, und Mit­kämpfer aus den ganz schweren Stunden der Be­wegung, da Sie es zum ersten Male versuchten, deutsches Schicksal zu wenden. Der höchste Stolz für alle diese Parteigenossen und Parteigenossinnen ist es, dieses kleine goldene Ehrenzeichen und den Blutorden tragen zu dürfen. Es ist ihre höchste und schönste Freude, daß Sie zu ihnen sprechen werden wie einst inmitten von ihnen. (Stürmische Zu­stimmung.)

DerFührersprichtzurAltenGarde

Jetzt betritt der Führer das Podium. Sein Blick geht über die Reihen derer, die ihm 17 Jahre lang ihre Liebe und Treue bekundet haben, er kennt sie alle, seine alten Kameraden, er, der ihnen damals vor 17 Jahren nichts geben konnte als eine heilige Idee, und die ihm nichts schenken konnten als ihre Herzen voll glühender Hingabe. Nur all­mählich verebben die Heil-Rufe. Dann spricht der Führer. Gebannt lauschten die Männer der Alten Garde der NSDAP, und die treuen Mit­kämpferinnen der ersten Jahre den Worten des Führers, als sie an die große Zeit des Kampfes erinnerte, wo nur ganz fanatische Naturen und fanatische Seelen sich zur nationalsozialistischen Be­wegung bekennen konnten. Die sarkastischen Worte, in denen der Führer mit den ewig Kleingläubigen abrechnete, denen damals das große Programm und die großen Prophezeiungen als Wahnsinn er­schienen, riefen bei den alten Kämpfern eine be­freiende Heiterkeit hervor. Als der Führer die alten Parteigenossen zu Zeugen aufrief und an sie die Frage richtete:War die Größe jener Prophezei- hungen berechtigt?", da antworteten ihm die 2000 Teilnehmer an dieser historischen Stunde wie aus einem Munde mit brausenden Heil-Rufen und be­geistertem Beifall. Sie bestätigten damit die Worte des Führers:Was wir damals verspro­chen haben, das haben wir eingelöst!"

Mit der gleichen Begeisterung folgten die alten Mitkämpfer den Worten des Führers, als er nach einem kurzen Rückblick ihnen das heute Erreichte schilderte und mit Stolz feststellte:W i r sind heute wieder eine Weltmacht gewor­den!" Dem Bekenntnis zur deutschen Starke, zur Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung folgte das Bekenntnis zum Frieden, das von den Parteigenossen mit gleich starkem Beifall stürmisch aufgenommen wurde. Als dann der Führer die großen Zukunftsaufgaben der deutschen Po­litik, insbesondere den Dierjahresplan erörterte, folgten die Massen diesen wegweisenden Erklärun­gen mit derselben Gläubigkeit und Begeisterung, mit der viele von ihnen einst vor 17 Jahren seine ersten programmatischen Erklärungen ausgenom­men hatten. In mitreißenden Worten sprach der

München, 24. Febr. (DNB.) Der 24. Februar ist der Tag, an dem vor 17 Jahren Adolf Hitler im Hofbräuhaussaal mit der Verkündung des Programmes der Nationalsozialistischen Deut­schen Arbeiterpartei zum ersten Male ins Volk ge­gangen ist. Es ist Ueberlieferung, daß an diesem Tag der Erinnerung der Führer unter sei­ner alten Garde weilt. Der Festsaal des Hof­bräuhauses zeigt wie vor 17 Jahren keinen Schmuck, lieber 2000 Kampfgenossen warten auf den Führer. Es sind nur d i e ältesten Parteigenos- s e n anwesend, die Träger des Blutordens, die Trä­ger des goldenen Ehrenzeichens, die Sternecker­gruppe, und der Stoßtrupp Hitler mit seinem Füh­rer SA.-Brigadeführer Berchtold. Die meisten tragen das schlichte Braunhemd, viele auch den Waffenrock. Markante Gesichter sieht man: Reichsleiter, Minister, Obergruppenführer und Gruppenführer, Soldaten und Offiziere der Wehrmacht, die aus der Bewe­gung gekommen sind, Weggenossen des Führers aus vielen Gauen des Reiches. Neben den bekannten Persönlichkeiten aus Partei und Staat sitzen die un­bekannten Parteigenossen und -genossinnen, die als einfache SA.-Männer, als Block- und Zellenleiter, als NS.-Schwestern heute wie damals ihren Dienst tun, unermüdlich und unverdrossen für Volk und Führer.

Feierliches Schweigen unterbricht die Gespräche. Die 2000 haben sich erhoben und grüßen die Fahne die getränkt ist mit dem Blut der 16 Märtyrer vom 9. November 1923. Sturmbannführer Srimmin- g e r trägt sie in den Saal. Hinter der Redner­tribüne bekommt sie ihren Platz. Stehend erwarten die Massen den Führer. Jetzt dröhnt der Baden­weiler Marsch durch den Saal. Ein Meer von Ar­men reckt sich dem Führer entgegen und bann bricht ein Sturm jubelnder Begeisterung los. Der Führer hat den Saal betreten. Langsam und nach allen Seiten grüßend schreitet er durch die Reihen seiner Getreuen. In einem Sturm des Jubels kommt die grenzenlose Liebe und Treue der alten Garde zum Ausdruck, die glücklich und stolz ist, ihren Führer wieder in ihrer Mitte zu haben, und die dem Füh­rer aufs neue bekundet, daß er und feine Getreuen eins find und eins bleiben wollen. Adolf Hitler muß viele Hände schütteln, bis er zu seinem Platz kommt. Der Badenweiler Marsch ist vorüber. Lang­sam legt sich der Jubel.

0er Stellvertreter des Führers ZRuöolf Heß spricht.

Er führte u. a. folgendes aus: Mein Führer! Zum 17. Male jährt sich heute der Tag, da Sie Ihrer Kampfbewegung die geistigen und pro­grammatischen Grundlagen gaben für den Kampf, der in einer Schnelle, in einer Schön­heit und in einem Ausmaß, wie es niemand von uns damals zu hoffen gewagt hatte, z u m S i e ge geführt hat. Um Sie, mein Führer, sind Män­ner und Frauen, von denen viele damals bei der historischen Kundgebung dabei waren und für die

Diese Anordnung verfolgt zwei Ziele: einmal soll eine engere Bindung des Studenten an seine erste Hochschule (Stamm-Hochschule) erreicht wer­den, die ihm für seine ganze weitere berufliche Entwicklung erhalten bleibt. Ein solcher Zusammen- hana konnte naturgemäß nie eintreten, wenn der Student in den ersten Semestern von Hochschule zu Hochschule zieht. Ein derartig häusiger Wechsel er­möglichte insbesondere den Studenten eine engere Befassung mit dem deutschen Raum, mit Landschaft und Volkstum feines Hochschulgebietes nicht.

Wenn heute dem Reichsstudentenführer die Auf­gabe der politischen und weltanschau­lichen Schulung der gesamten Studentenschaft gestellt ist, wenn er die neue studentische Gemein­schaft bilden soll, so kann er diese Aufgabe nur bann lösen, wenn ihm auch die rein zeitlichen Vor­aussetzungen zur Verfügung stehen. Dazu gehört insbesondere ein längeres Studium an der ersten Hochschule. Hier soll der Student sich in der k a - m e r a d s ch a f 11 i ch e n Zusammenarbeit der Mannsckaft bewähren. Es ist selbstver­ständlich, daß jene Kameradschaft Zeit braucht, um sich wirklich zu entwickeln und um im einzelnen das Gemeinschaftsgefühl und den Gemeinschaftswillen ausreifen lassen zu können.

Diese Regelung soll weder eine Kasernie­rung der Studenten, noch eine fo nötige un- sachgemäße Beschränkung der Frei­heit herbeiführen. Der Student hat den Arbeits­dienst und den Wehrdienst hinter sich und erscheint an Deutschlands hohen Schulen als eine

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