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Nachdem Prinz Ludwig von Hessen und seine junge Gattin erschienen waren und zunächst allein einige Minuten stillen Gedenkens an der Gruft verbracht hatten, begann die Trauerfeier. Durch den Kirchenchor der Stadtkirche fand sie einen überaus feinen und eindrucksvollen Auftakt. Unter der Leitung von Professor Wilhelm Borngässer brachte der Chor einen Satz aus einem englischen Kirchengesang zum Vortrag, den einst die Großherzogin Alice dem Kirchenchor geschenkt hatte. Die Worte, die dem Chorsatz zu­grunde lagen, entsprachen ganz der tiefreligiösen Geisteshaltung der dahingesHiedenen Großherzogin und ihrer Angehörigen, wie auch der christlichen Grundhaltung des Großherzogs selbst.

Nach deiner Macht Gib Herr, daß wir Durch Todesnacht Wallen zu dir, Durch dich erlöst, Wollen wir dein Jetzt und in alle Ewigkeit sein."

So klang es in den herben Novembertag unter unter den Bäumen des Parkes. Dann sprach Pfar­rer Monnard (Egelsbach) das Eingangsgebet und stellte über die ganze Feier jene Worte aus dem Evangelium des Matthäus, in denen der Apo­stel die schicksalsschwere Nacht des Erlösers auf dem Berg Gethsemane schildert, da der Herr ausrief: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir!" Doppelt stark wurden diese Worte empfun­den, angesichts des Leides, das den Hinterbliebenen Prinzen Ludwig so unerwartet und schwer traf.

Die Gedächtnisrede.

Die Gedächtnisrede hielt der Geheime Kirchenrat D. Klein (München), ein hochbetagter Geistlicher in schlohweißem Haar, der als ein Freund des großherzoglichen Hauses, feine Worte auf Wunsch der so plötzlich aus dem Leben gerissenen Groß­herzogin Eleonore bei der ursprünglich für mor­gen vorgesehenen Beisetzung des Großherzogs Ernst Ludwig an der neuen Gruft hätte halten sollen. In deren Mittelpunkt rückte er den Trost und die Freude aus dem Christusglauben der Verstorbenen zur Aufrichtung der Lebenden bei diesem unerhört schweren Schicksalsschlag.

Der Geistliche knüpfte an die Abschiedsworte Jesu an die Jünger ,Ln der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!" und das Wort aus dem Johannes-Evangelium:Ich lebe und ihr sollt auch leben!" Eindringlich wies der Geistliche auf die Kraftquellen des Glaubens wie auf die sich auch im tiefsten Leid noch offenbarende Macht der göttlichen Liebe hin.Dieser Glaube, so sagte er,der feste Pol in der Erscheinungen Flucht, gibt uns einen festen Halt auch in allen Schicksals­schlägen, gegenüber allen Versuchungen des Lebens, er verhilft uns, schlicht und treu , unsere Pflicht zu tun. Wir wissen, daß wir unter den Fittichen einer ewigen Weisheit, Allmacht und Güte geborgen sind, Christen sollen auch fröhliche Menschen sein. Wir können uns kindlich freuen an dem, was uns ge­schenkt wird, über einen warmen Sonnenstrahl, eine Blume, die am Wege blüht und ein freundliches Menschenangesicht, das uns grüßt. Wie Kinder haben sich an all dem große Männer erfreut, die doch im Grund ihres Herzens Kind geblieben sind."

Diese Worte des Trostes und der stärkenden Aufrichtung", so führte der Geistliche weiter aus, hatte die Großherzogin noch selbst für die morgige Trauerfeier gewünscht, daß ich sie hier ausspreche. Jetzt, wo wir vom Schicksal Unerhörtes erfahren haben, gilt es erst, die Glaubensprüfung wahrhaft zu bestehen. Einer Prüfung, der gegen­über man nur sagen kann: ,Der Menschheit ganzer Jammer faßt mich an!' Jetzt, verehrter Pripz Ludwig, sind Sie gefordert zu einer Glaubens­probe, die weit über menschliches Verstehen und menschliche Kraft hinauszugehen scheint. Ein Un­terschied besteht allerdings gegenüber der Gethse­mane-Stunde, die Christus durchzukämpfen hatte. Er hatte damals ganz allein gerungen bis zur Morgenröte, und seine Getreuesten schliefen. Sie, verehrter Prinz, sind nicht allein und ver­lassen!" Der Geistliche wies darauf hin, daß dem Prinzen auch in dieser Leidensnacht ein wun­derbarer Lichtblick gewährt wurde, da ihm der himmlische Vater noch zu rechter Zeit eine L e - bensgefährtin zur Seite stellte, bereit, in guten und bösen Tagen gemeinsam den Weg als treue Kameradin zu gehen. Und eins noch: Ein Lichtengelein ist geblieben! Das ist die kleine Jo­hanna, das ist das teuere Vermächtnis des Heim­gegangenen Bruders, das Sie nun in Liebe und Treue hegen und pflegen werden.

Der Glaube Überwindet die Welt und kennt ein Ostern nach der Grabesnacht. Der Geistliche er­innerte an ein weiteres Vermächtnis, das Mysterien- dramaO st e r n", in dem Großherzog Ernst Lud­wig seinem Glauben an die Auferstehung und das ewige Leben Ausdruck gegeben hat. Die ersten Christen haben über Gräber ihre Vermählung feiern müssen. Nun verehrter Prinz, werden Sie vereint mit ihrer treuen Gattin vorwärts über Gräber mit ungebrochenem Mut, Gottes- und Selbstvertrauen in eine bessere Zukunst schreiten. Der Glauben wirkt, solange es Tag ist. Niemand weiß, wie rasch die Nacht kommt, da niemand wirken kann. Das hat uns dieses unerhörte Leid und Schicksal abermals bewiesen. Eindringlich hob der Geistliche hervor, daß wir heute wissen, wofür wir zu leben und zu kämpfen haben. Das deutsche Volk will und muß leben. In dieser gewaltigen Zeit, wo es um das Schicksal des ganzen Volkes und feinen Wiederauf­stieg geht, muß jeder deutsche Mann und jede deut­sche Frau ohne Rücksicht auf das persönliche Wohl­ergehen im großen Aufbauwerk des Führers sich einsetzen, eingedenk des Dichterwortes, daß von seinem Tun und Handeln allein das Schicksal des ganzen Volkes abhänge.

Die Ausse^nuna.

D. Klein sprach nach dem Gebet und Vaterunser den Segen und empfahl die Toten und Lebenden der Liebe und Obhut Gottes. Während der Kirchen­chor eines der Lieblingslieder der Großherzogin Befiehl du deine Wege" in einem Satz von Joh. Sebastian Bach anftimmte, warfen Prinz und Prinzessin Ludwig ihren so plötzlich entrissenen Lieben als letzten Gruß Chrysanthemen ins Grab nach, und auch die vielen hundert Trauergäste nahmen mit einem Blumengruß Abschied von den Toten auf der Rosenhöhe, über der bei den Worten des Geistlichen wie ein Strahl der Verheißung noch einmal die den ganzen Tag über verdeckt gewesene Herbstsonne mit einem goldenen Schein aufge­gangen war.

Die Beisetzung

des Freiherrn Aiedesei ru Eisenbach.

In der Familiengruft zu Sickendorf bei Lauterbach fand am Montag die Beisetzung des

bei dem Ostender Flugzeugunglück zusammen mit der Großherzoglichen Familie ums Leben gekom­menen Freundes des Erbgrohherzogs Joachim Riedesel Freiherr zu Eisenbach statt. Unter den Trauergästen bemerkte man Prinz und Prinzessin Ludwig von Hessen und den Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen. In der Kapelle, in welche die sterblichen Ueberrefte am Sonntag aus dem Schloß Übergeführt worden waren, fand eine Trauerfeier statt. Vorder Kapelle war das Musikkorps und eine Abordnung des Reiter-Regiments 6, Darmstadt, angetreten, dem der Tote angehört hatte, an der Spitze der Kom­

mandeur und acht Offiziere, Abordnungen der SA., des RAD. u. a. Oberpfarrer Dotzert entwarf ein Bild der edlen Persönlichkeit des Verstorbenen. Nach der Einsegnung wurde der Sarg von SA.- Männern zur Gruft getragen, während das Musik­korps einen Choral spielte. Dann dröhnten unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden die Ehrensalven über das Grab. Zahlreiche Nachrufe, eine Fülle von Blumen und Kränzen und die große Beteiligung der ganzen Bevölkerung aus der Um­gebung zeugten von der großen Wertschätzung, der sich der so jäh dahingeschiedene Gutsherr von Sicken­dorf erfreut hatte.

Bringt Licht ins Hans!

Gutes Licht heißtrichtiges" Licht. - Beleuchtungssünden aus Unkenntnis.

Die Forderung, auch im Heim für gutes Lickst zu sorgen, wird von den meisten Hausfrauen so verstanden, daß sie stärkere Lampen verwenden sollen. In dieser Form ist sie durchaus mißverstan­den. Zwar ist das gute Licht selbstverständlich auch ausreichendes Licht.

Darüber hinaus muß sich aber auch bei der Haus­frau die Erkenntnis durchsetzen, daß eine gute Be­leuchtung vor allem nicht blenden und keine falsche Schattenentwicklung zeigen darf. Die beste Glüh­lampe ist zur Beleuchtung ungeeignet, wenn das Auge ihr ungeschirmt ausgesetzt ist; was der hohe Lichtstrom Gutes schafft, macht die Blendung wieder zunichte. Sie ist der schlimmste Fehler einer Beleuch­tungsanlage. Vermeiden kann man sie nur dadurch, daß man die modernen Glühlampen mit ihrer hochgetriebenen Lichtstärke durch lichtstreuende Glä­ser oder Seiten- und Pergamentschirme abschirmt. Eine Hausfrau, die darüber nachgedacht hat, wird vom Verkäufer nicht mehr ausdrücklich eine Glüh­lampe mit klarem Glas verlangen, ebenso wenig wie sie Leuchten wählen wird, die die Glühlampen frei im Gesichtsfeld erscheinen lassen. Die Glüh­lampe mit mattem Glaskolben in Verbindung mit modernen Zweck- und Heimleuchten liefert die ge­wünschte blendungsfreie Beleuchtung.

Nach altem Brauch hängt die Küchenleuchte in der Mitte des Raumes. Die Arbeitsplätze, der Herd und der Küchentisch, befinden sich aber an den Wän­den. Die Folge ist, daß die Hausfrau in ihrem eigenen Schatten arbeiten muß. Man muß also im Haushalt auch auf die Vermeidung falscher Schatten achten.

Die heute üblichen Beleuchtungskörper für Wohn­

und Speisezimmer haben gewöhnlich außer den Glühlampen, die auf den Tisch herab leuchten, noch mehrere Lampen, die den Raum beleuchten. Mit der Beleuchtung des Tisches ist die Hausfrau gewöhnlich einverstanden, dagegen hält sie die Raumbeleuchtung für eine Art Luxus, den man sich nur leistet, wenn Besuch da ist. Das ist eine völlig abwegige Einstel­lung: denn unser Auge stellt sich immer auf die jeweilige Helligkeit ein und muß sich, wenn man von einem an sich gut beleuchteten Platz auf die dunkle Umgebung blickt, jedesmal vonhell" auf dunkel" umstellen. Das kann an einem Abend mehrere hundertmal sein. Diese häufige Umstellung des Auges führt zur Ermüdung und endet in dem Stoßseufzer: Künstliches Licht ist eben doch kein Tageslicht!

Man sieht schon hieraus, wie wichtig eine gute Beratung über zweckmäßige Beleuchtung auch für die Hausfrau im Heim und Haushalt ist. Aus die­sem Grunde haben sich eine Reihe deutscher Elek­trizitätswerke entschlossen, ihre Haushaltberaterin­nen, die bisher die Hausfrauen im wesentlichen nur in der richtigen Anwendung des Elektroherdes be­raten haben, auch lichttechnisch ausbilden zu lassen und sie den Hausfrauen auch für Lichtberatungen im Haushalt kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Die meistenBeleuchtungssünden" werden nur aus Unkenntnis begangen, und es kann kein Zwei­fel fein, daß durch uneigennützige Aufklärung auch im Haushalt lichttechnisch vieles gebessert werden kann. Im gleichen Maße, wie diese Erkenntnis sich durchsetzt, werden auch die vielen Augengläser und Sehfehler, die wir bei unseren viel beschäftigten Hausfrauen beobachten können, verschwinden.

Scheune des Otto Albert und das Stallgebäude des Ludwig Heßler, sowie das neue Wohnhaus des Richard Schmidt. \

ch Lauter, 23. Nov. Die K a r t o f f e l s p e n d e für bas W H W. ergab in unserem Orte 110 Zent­ner. Die Kartoffeln wurden von hiesigen Landwir­ten na cf) Grünberg gefahren, wo sie verladen wur­den. Am Samstag wurde durch den BDM. Kleinkinderwäsche für das WHW. ge­sammelt. Neben Sachspenden wurde auch noch Geld gespendet. In diesem Winter lebt hier wieder ein Volksbrauch auf, der fast im Absterben war. Vor etwa zehn Jahren ging in unserem Dorfe an den langen Winterabenden jahrgangsweise die Ju­gend in die S p i n n ft u b e. In den letzten Jahren war dieser Brauch fast ganz außer Uebung gekom­men. Seit voriger Woche geht nun die Jugend un­seres Dorfes wieder in die Spinnstube. Hoffen wir, daß dieser Brauch weiter erhalten und weiter ge­pflegt werde.

* Lich, 23. Nov. Die Bautätigkeit in unserer Stadt ist in diesem Jahre sehr rege ge­rn ef en. Eine ganze Anzahl Wohnhäuser, zum Teil schon bezogen, andere nahezu bezugsfertig, ent­standen an der LangsdorfHunger Straße, in der Amtsgerichtsstraße, in der ßanggaffe, an der Butz­bacher Straße und vor allem die Siedlungshäuser am Kreuzweg. £id) ist im besten Wachstum be­griffen.

<x) Langsdorf, 23. Nov. Am kommenden Mittwoch begeht der Ackermann und Schneider Ja­kob Fay III. mit feiner Ehefrau Elise, geb. Sarnes, das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 80., die Jubilarin im 71. Lebensjahr. Vier Töchter und vier Enkel bilden ihre Nachkommen­schaft. Herr Fay entstammt einer Alt-Langsdorfer

Ruhl Sehersweg Nr. 67

3diO Telephon Nr. 3170 I

eparaturen ,897 d I

Familie, die bis in die erste Hälfte des 16. Jahr­hunderts zurückreicht und in der Geschichte der Ge­meinde in den verschiedensten Aemtern eine bedeut­same Rolle gespielt hat. Die Jubelbraut gehört zu der weitverzweigten Dorf-Gitter Sippe, die dem Alt-Braunfelser Land viel treue Diener in höheren und niederen Stellungen gegeben hat. Der Sangs» dorfer Zweig des Geschlechtes hatte vornehmlich die grüne Farbe erwählt und lieferte dem Wald etliche Beamte. Die beiden Jubilare sind noch von ziemlicher körperlicher Rüstigkeit und ungebrochener geistiger Kraft.

Aus her engeren Heimat

#

f e u m der Stadt wird Mitte Dezember seiner

Expedition in das Hindukuschgebirge sprach, die den

wurden dieser

w e r g e: Ludw. Klinke!

einmal Ehrenpreis, einmal

fg 1, einmal sg 2, zweimal g. Hch. Geiß (Wyan- öotten geftr.), zweimal sg 1, einmal g. Ludw. Spuck (Sebright), dreimal sg 1. K. Zimmermann (Bantam schwarz), zweimal sg. Erich Moos (Deutsche Zwerge), einmal fg 1, zweimal g. Tauben: Wilh. Becker (Elster-Kröpfer), zweimal sg 1 Z., ein­mal fg 1, fünfmal g. Erich Moos (Brünner Kröp­fer), einmal sg 1, einmal g. Gg. von der Au (Stein- Heimer Bagdetten), einmal Ehrenpreis, zweimal fg 1. Gg. von der Au (Lahore-Tauben), einmal fg 1 Z., einmal sg 1, zweimal g. Hch. Geiß (Nürn­berger Lerchen), einmal sg 1 Z., einmal sg 1, zwei­mal fg 2, zweimal g. Hch. Geiß (Schönheits-Brief­tauben), einmal Reichsfachschafts-Ehrenpreis, zwei­mal fg 1, einmal fg 2, zweimal g. K. Zimmermann (Thüringer Flügeltauben), einmal Ehrenpreis, drei­mal fg 1, einmal fg 2, einmal fg. Rudolf Scherb (Lockentauben), einmal Ehrenpreis, zweimal fg 1, einmal fg 2, einmal fg, dreimal g. Die 6. Kreis- Geflügelschau des Kreises Gießen für das Jahr 1938 wurde dem Verein Lollar übertragen.

D Lollar, 22.Nov. Die NSDAP, undKraft

den Besuch des GesangvereinsGer­mania" Weißkirchen (Taunus), der in der

Kreis Schotten.

A Schotten, 22. Nov. Das Heimatmu -

Kaninchenschau in Daubringen.

: Saubringen, 22. Nov. Der Klein tier-

# Mainzlar, 23. Nov. Der Volksgenosse Lud­wig Schwalb von hier, der am Sonntag 90 Jahre alt wurde, konnte sich an diesem Tage zahlreicher Ehrungen erfreuen. Schwalb erhielt aus der Reichs­kanzlei vom Führer Adolf Hitler ein Glückwunsch­schreiben. Die Partei, vertreten durch Ortsgruppen­leiter Pflüger, die Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Kreiling, überbrachten Glück­wünsche und Geschenke. Die Schuljugend brachte einige Lieder dar, NS.-Frauenschaft und Gesangver­ein trugen Chöre vor und überreichten gleichfalls Geschenke.

* Lollar, 23. Nov. Von dem Geflügel- und B r i e f t a u b e n z u ch tv e r e i n Lollar beteiligten sich an der 5. Kreis-Geflügelschau in

hiesigen Turnhalle am Samstagabend ein Fest- konzert gab. Einleitende Worte sprach der Kreis« führer des Sängerbundes Taunu.s, D e s e r, Bad Homburg. Bürgermeister Menget sprach namens der Bürgerschaft herzliche Begrüßungsworte und überreichte dem Gastverein zur Erinnerung und zum Dank ein schönes Bild des Schottener Rathauses. Unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Jean Mag trug derGermania"-Chor eine Fülle schöner Lieder mit hervorragender Gesangskunst vor, schwierigste Chöre, Vaterlandsgesänge, innige altvertraute Volkslieder. Mit dem Koschatschen WalzerAm Wörther See", mit Klavierbegleitung, endete das Konzert. Reichsten Beifall spendeten die zahlreichen Zuhörer. Ein gemütliches Beisammen­sein mit Tanz und Gesangsoorträgen, auch des ein­heimischen Chors, schloß sich an. Nach einer Stadt­besichtigung am Sonntagmorgen fuhren die Gäste über unseren herrlichen Vogelsberg wieder ihrer Heimat zu.

I. Rudingshain, 22. Nov. In. den Staats­waldungen verunglückte der Holzhauer Hein­rich Reitz von hier. Er geriet unter eine stür­zende Buche und mußte unter dem Verdacht auf innere Verletzungen in ärztliche Behandlung gebracht werden. Im hiesigen Gemeindewald wurden die Holzhauerarbeiten abgeschlossen.

Kreis Wehlar.

* Bieber, 22. Nov. Der 22 Jahre alte Ar­beiter Otto Reh erlitt bei der Arbeit eine schwere Handverletzung, die seine Einlieferung in die Klinik zu Gießen notwendig machte.

T Wißmar, 23. Nov. Der Landwirt Ph. Drommershausen, Krofdorfer Straße 25, konnte heute in geistiger Frische feinen 8 0. G e - b u r t s t a g feiern. Der Jubilar ist noch sehr rüstig, er ging in diesem Jahre noch jeden Tag mit ins Feld und verrichtete noch alle Feldarbeiten.

Landkreis Gießen.

* Leihgestern, 20. Nov. Anläßlich der fünften Kreis-Geflügelausstellung in Großen-Bufeck erzielten die hiesigen Züchter folgende befriedigende Bewer­tung: Heinrich Pfeffer: sg; Georg Weller: sg 3, sg 3 und g; Karl Jung II.: sg 1, sg und g. Insgesamt wurden sieben Nummern ausgestellt und brachten den Züchtern einen vollen Erfolg.

# Daubringen, 22.Nov. Die NSDAP, veranstaltete im Saale von Erb einen VDA. - Abend. Dr. Ulrich (Gießen) sprach über die Geschichte und den Kampf der Ausländsdeutschen, um ihre völkische Selbstbehauptung. Der Vortrag wurde dankbar ausgenommen. Zur Ausgestaltung des Abends wirkten die beiden hiesigen Gesang­vereine sowie die Volksschule mit.

zuchtverein Daubringen, der sich schon lange erfolgreich für die Kaninchenzucht einsetzt, ver­anstaltete im LokalZum blauen Hecht" in Ge­meinschaft mit dem Kaninchenzuchtverein Lollar eine L o k a l s ch a u. Im ganzen waren 180 Tiere ausgestellt, von denen allein 100 Num­mern auf die Wirtschaftsrassen entfielen. Die Aus­stellung war sehr gut vorbereitet. Um die Organi­sation hatte sich der Ausstellungsleiter Otto Lehr (Daubringen) verdient gemacht. Von den ausge­stellten Tieren fielen besonders die großen Deut­schen Riesen und Riesenschecken wegen ihrer erstaun­lichen Größe auf. Sehr gut gefielen außerdem die Deutschen Widder und die Riesen-Silberkaninchen. In großer Anzahl waren auch die Weißen und Blauen Wiener vertreten. Die kleinen Rassen sah man in schönen Exemplaren. Die Bewertung hatten die Preisrichter W i ß l e r (Neu-Isenburg) und B e h r e n d (Marburg) übernommen.

Mit Ehrenpreisen wurden ausgezeichnet: Marburger Feh: Ludwig Vogel (Mainzlar); Deut­sche Riesen: Karl Schlapp (Mainzlar); Deutsche Widder: Geißle^ (Lollar); Weiße Wiener: Heinrich Karber (Daubringen), Wilhelm Schultheis (Lollar), L. Schäfer (Daubringen) und Karl Dietz (Lollar); Blaue Wiener: Otto Lehr (Daubringen); Alaska: Emil Walter (Mainzlar); Havanna: Karl Walter (Daubringen); Hasenkaninchen: Wilhelm Opper (Daübringen); Klein-Chinchilla: Heinrich Wagen­bach (Daubringen); Marburger Feh: Wilhelm Op­per (Daubringen); Kleinsilber, schwarz: Willi Frey (Lollar); Kleinsilber, gelb: W. Hofmann (Daubrin­gen); Lohkaninchen: E. Walther (Daubringen); Kurzhaarkaninchen: W. Münch (Lollar).

In der Gesamtbewertung erhielt Otto Lehr (Daubringen)'den 1., Heinrich Karber (Daub­ringen) den 2. und W. Schulcheis (Lollar) den 3. Preis.

durch Freude' veranstalteten am Samstag in der Bestimmung übergeben und der Oessentlichkei, zu- Lmde einen Vortragsabend, bei dem Br. gänzlich gemacht werden, Der 6 cf) offener Scheibe aus Gießen über die von ihm geführte Mannerchor hatte am Samstag und Sonntag

+ Mainzlar, 22. Nov. Aus den Orten Mainz­lar, Daubringen und ©taufenberg 1 '

Tage auf dem hiesigen Bahnhof 3 6 2 Zentner Kartoffeln, die für das Winterhilfswerk gestiftet worden waren, verladen.

Großen-Bufeck 10 Mitglieder mit nahezu 70 Tieren. Lollar war als stärkster Verein des ganzen Kreises oertreten. Alle Züchter konnten mit besten Aus­zeichnungen bedacht werden. Es erhielten auf Hühner: Karl Frank (Hamburger fchwarz), ein­mal fg 1, Z., einmal g. Karl Efpich (Hamburger Goldsprenkel), einmal Ehrenpreis, einmal sg 1, ein­mal sg 2, einmal sg. Zi (Wyandotten schwarz), eii

Zweck hatte, neue Rohstoffgebiete für Deutschland zu erforschen. Zahlreiche Lichtbilder nach eigenen Aufnahmen des Redners begleiteten den interessan­ten Vortrag, der die Zuhörer von Anfang bis zum Ende fesselte. Am kommenden Donnerstag wird Schulrat Nebeling aus Gießen auf Veranlassung der Partei überÄuslandsdeutschtum und Natio­nalsozialismus" sprechen.

Hl Beuern, 22. Nov. Auch in unserem Orte wurde in den letzten Wochen ein Luftschutz- lehrgang durch die Luftschutzschule der Ge­meindegruppe Lollar abgehalten, der nunmehr mit einem Vortrag des Gemeindegruppenführers Eberle überDas Verhalten der Bevölkerung bei Luftangriffen" fein Ende fand. Die Vorträge fanden abwechselnd in den beiden Gasthäusern"Hol­ländischer Hof" undGermania" statt. Es nahmen etwa 200 Einwohner, zum großen Teil Frauen, daran teil. Demnächst finden noch eine Hausübung und ein Kameradschaftsabend statt. Auch hier konnte der Reichsluftschutzbund eine Anzahl neuer Mitglie­der werben.

ED Saasen, 23. Nov. Dieser Tage wurden am hiesigen Bahnhof die Spendekartoffeln für das Winterhilfswerk der Ortsgruppe Saa­sen verladen. Insgesamt waren es 222 Zentner, die nach Frankfurt a. M. gingen.

+ Ettingshausen, 23. Nov. Im Gemeinde­wald sind gegenwärtig 20 Holzhauer beschäftigt. Es sollen 3000 Festmeter Holz geschlaaen werden. Dieser Tage wurde die Kartoffelspende unse­res Ortes für das Winterhilfswerk abgeliefert.

0 Quedborn, 22.Nov. Wenn man von den großen Zahlen lieft und hört, die durch die S p e n- den im Winterhilfswerk erreicht werden, so ist vielleicht der Anteil, den ein Dorf daran hat, auch interessant. Im letzten Winter wurden hier an Geldspenden aufgebracht: 555,64 Mark. An Pfundspenden 180 Pfund. Die Frauenschaft sammelte 240 Pfund Honig, das Jungvolk 106 Laib Brot. Die Bauern spendeten 140 Zentner Kartof­feln und 37,30 Zentner Weizen und Korn. Zu Weihnachten wurden von hier 10 Kleiderpakete und 8 Lebensmittelpakete abgesandt. Die Jungmädel sammelten 3 Körbe Kinderwäsche und Spielsachen, dazu an Weihnachten 29 Pfund Gebäck. An Schlacht­spenden kamen 50 Pfund Speck und 48 Pfund Wurst zusammen. Als letzte Sammlung des vorigen Win­terhilfswerks ergab die Eiersammlung 328 Stück. Wenn man diese Zahlen betrachtet, die ein mittel­großes Dorf aufzuweisen hat, so ist man nicht ver­wundert, wenn im ganzen Reich solche Summen zusammenkommen. Viele wenig machen ein Viel. In den letzten Wochen ist die kürzlich durch die Genossenschaft erworbene neue Dämpfanlage in voller Tätigkeit. Da fast jeder Landwirt und Bauer ein Silo in diesem Sommer anlegte, wird sie noch einige Wochen in Betrieb bleiben müssen. Wie in jedem Jahr, sind auch jetzt wieder drei Neubauten unter Dach gekommen, so die neue

2Runbfunfprogramm

Donnerstag, 25. November.

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh« konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein froher Morgengruß aus der Westmark. 10: Schul­funk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Bunter Teller. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nachmit­tagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nach­richten. 19.10: Instrumente stellen sich vor. 20.15: Zweimal Theo Herrmann, ein Opernkonzert. 21.15: Vater Litzmann. Ein Ruhmesblatt aus Deutschland- großer Zeit. 22: Nachrichten, auch aus dem Sende- bezirk. 22.15:Weihnachtliche Bücherecke". 22.30: Volks- und Unterhsltungsmusik. 24 bis 1: Nacht' konzert.

8. Lang-Göns, 23. Nov. Auf der fünften Kreisgeflügelschau des Kreises Gießen in Großen-Bufeck konnte der Lang-Gönser Ge­flügelzuchtverein Erfolge erringen, die alle Erwartungen übertrafen. Der Verein beteiligte sich auf dieser Schau mit 25 Nummern. Es erhielten folgende Züchter auf ihre Tiere nachstehende Noten: Otto Heß auf Cajuga-Enten 1 Ehrenpr. und drei­malsehr gut", Karl Stoll auf Rhodeländer Reichsfachschaftsehrenpr. und zweimalfehr gut", Willi Dechert auf rebh. Italiener 1 Ehrenpr., 1 Zuschlagspr. und zweimalsehr gut", Wilh. H a n,k e l auf Rheinländer 1 Ehrenpr., 1 Zuschlags- preis und zweimalsehr gut". Auf der zweiten Son­derschau der Züchter des deutschen Altsteirechuhns, die in diesem Jahre in Herne (Wests.) am 12. bis 14. November stattfand, konnte der Altsteirerhuhn- züchter Otto Eckhardt I. die Notesehr gut" und einen Zuschlagspreis erringen. Die Vorarbeiten zur J^u biläumsfchau, die aus Anlaß des 25jähri» gen Bestehens des hiesigen Geflügelzuchtoereins am 10. bis 12. Dezember stattsinden soll, haben begon­nen.