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Italien in Ostafrika

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füllen, die Golk uns gestellt hat und die er jedem Volke stellt. Wir wollen nur dieser Auf­gabe allein dienen, und wir wollen das ganze Volk in dieser Aufgabe erziehen. Ich glaube, auf diesem Wege könnten uns die Kirchen ohne

Reichsminister fort, sei in keiner weife, wie gewisse ausländische Presseskimmen be­hauptet hätten, an der Gründung einer natio­nalsozialistischen Staatskirche interessiert. Auch große Kirchengesehe bereite er, der Mini­

Besichtigungen der ungarischen Gaste

Waffen, Nachrichten über Polizeistreitkräfteoertei­lung in der Umgebung von Paris, Dienstanwei­sungsformulare, die aus den Militärbüros gestoh­len worden seien, eine Liste von Häusern mit dop­peltem Ausgang, Lagepläne der Wohnungen von linksstehenden Redakteuren und der sozialdemokra­tischen Abgeotdneten, eine Liste von Ministern und Parlamentariern, die beim ersten Anzeichen zu ver­haften seien, einen Plan zu einem Handstreich gegen den Mont Valerien, um die dort befindlichen Waf­fen in die Hand zu bekommen. Diese Vorbereitun­gen seien gescheitert. Die Schuldigen würden streng bestraft. Die Regierung sei in der Lage, jede gegen die Republik gerichtete -verbrecherische Hand­lung zum Scheitern zu bringen.

portfirmen pflegt nebenbei noch den Ein- und Aus­fuhrhandel. So schnell auch die Erschließung des Landes voranschreitet, so müssen noch vielfach Le­bensmittel, wie Zitronen, Zwiebeln und Kartoffel aus dem Heimatlande eingeführt werden. In der Hauptstadt Asmara herrscht dasselbe lebhafte Treiben, nur zwingt die große Höhe mit ihrer dün- nen Luft zu einem langsamen Arbeitstempo, soll nicht das Herz Schaden nehwen, um so stärker wer. den mechanische Hilfsmittel eingesetzt. Die Zahlöer Italiener ist in Asmara in Jahresfrist von 3000 auf 50 000 gestiegen! Die italienische Verwaltung sucht Italiener und Eingeborene scharf auseinander- Zuhalten, was eine weitgehende, insbesondere hygie­nische und sozial-kulturelle Fürsorge für die Ein­geborenen nicht ausschließt.

Kleine politische Nachrichten.

Lord Halifax suchte am Dienstagvormittag den König im Buckingham-Palast auf, um über den Besu> in Deutschland Bericht zu erstatten. Die Un­terredung fand im Anschluß an eine Sitzung des Kronrates statt, an der Lord Halifax als Lord­präsident teilnahm.

Das englische Unterhaus verabschiedete mit 301 gegen 139 Stimmen die Vorlage, wonach ab 1942 nad) einem festgelegten Plan unter Vergütung für die jetzigen Besitzer die gesamten Kohlenfelder Englands in den Besitz des Staates übergehen sollen.

ÄneAdolf-Hitier-GchuleinjedemGau'

Als erste Stufe dieses Ausleseprinzips behan­delte Dr. Ley die Adolf-Hitler-Schulen. In jedem Gau wird eine errichtet werden. Von den 32

fler, nicht vor.Dir wollen die Aufgabe er-

Sieben Iabre Bewährunq im Leben.

Nach dieser Ausbildung muß jeder einen Beruf erlernen und zum Abschluß bringen. Die Universität steht den Adolf-Hitler-Schü­lern wie jedem Gymnasiasten, der sein Abitur

Berlin, 23. Nov. (DNB.) Ministerpräsident von Daranyi, der auch Minister für Ackerbau ist, und der Staatssekretär im Ackerbauministerium, Marschall, besichtigten einen märkischen Erb Hof.im Dorfe Leuenberg hinter Werneuchen. Die ungarischen Gäste, hatten dabei Gelegenheit, sich mit den 50 auf dem Gute Leuenberg und in der Umgebung untergebrachten ungarischenWan- d e ra rb eitern zu unterhalten, die als Land-

JnCoulsdon (Grafschaft Surrey) prallten zwei Wir müssen feststellen dak lick, di - t*

1 tnowjetumon au mildern und abzujchwächen, jo

Der nakionalsozialiskische Staat, fuhr der

England und der Stalinismus »Daily Telegraph" über die neue Neinigungsaktion: »Schlimmer als zur Zeit römischer Tyrannen."

machte, offen. Der Arbeits und Wehrdienst ist abzuleisten. Jeder hat nun seinen Mann im Leben zu stehen. Selbstverständlich haben sie in den Reihen der SA. und jj, im NSKK. oder als Block- und Zellenleiter aktiv Dienst für die Bewe­gung zu leisten. Wenn anhand der Personalakten nach den sieben Jahren alle 4000 Adolf-Hitler-Schü- ler zur freiwilligen Meldung aufgerufen worden sind, beziehen die tausend Besten, Berei­testen und Härte st en als Elite der jungen deutschen Männer die Ordensburgen.

Bier Jahre auf den Ordensburgen!

treffen wird. Wenn die Führeranwärter sich auf Vogelsang bewährt haben, beziehen sie für andert­halb Jahre Sonthofen. Zwei Winter lang wei­len sie in den Bergen, die ihnen bei Schi- und Kletterfahrten das letzte an Mut und Ausdauer und körperlicher Widerstandskraft aboerlangen werden. 2500 Morgen Schigelände wurden dazu erworben und fünf kleine und zehn große Schihütten, in denen sich die Führeranwärter sechs Wochen aufhalten können, werden an den Hängen der die Burg um­gebenden bis zu 2200 Metver ragenden Berge er­baut. Das letzte halbe Jahr gehört der Ordensburg, die im Osten in nächster Nähe der Marienburg entsteht. Sie wird die Stätte der letzten geistigen und politischen Ausreifung sein. Die Führeranwärter werden in jedem Jahr drei MonateDienst an der Front der Parteiarbeit ableisten. Sie werden in den Ortsgruppen oder auch Kreis­leitungen eingesetzt. Dafür entsendet der einzelne Gau eine gleiche Zahl seiner Politischen Leiter auf die Ordensburg, womit erreicht wird, daß jeder Politische Leiter alle Jahre für drei Monate auf einer Ordensburg in seiner weltanschaulichen Hal­tung, körperlichen Ertüchtigung und auf dem Ge­biet des Wissens überholt wird.

Der Erziehungsplan in den Ordensburgen, in denen die Ausgemusterten vier Jahre körperlicher und geistiger Schulung erfahren, erstreckt sich in­einandergreifend über die vier Burgen der Be­wegung und fußt auf der Eigenheit der Anlagen, die diesem Plan untergeordnet sind. Die leichtesten Anforderungen wird das Jahr auf der pommer- schen Burg C r ö s s i n s e e stellen,' die auch land-

Der Herzog von A o st a, der als Vize- könig von Aethiopien Marschall Gra- z i a n i ablöst, entstammt einer Seitenlinie des Hauses Savoyen. Sein Vater war Vetter des regie­renden italienischen Königs. Alle Prinzen des Hau- fes Savoyen führen Titel nach noch heute bestehen­den italienischen Landschaften oder auch nach Pro­vinzen oder Städten von geschichtlicher Bedeutung. Der Herzog von Aosta, der 1898 geboren ist, machte als Freiwilliger den Weltkrieg mit, nahm dann an einer italienischen Afrika-Expedition teil, arbeitete weiterhin unter einem bürgerlichen Namen in einer belgischen Firma im Kongogebiet, wurde darauf Kommandeur einer Abteilung im Kamel-Reiter- korps und ging schließlich zur Flugwaffe über, in

Oie Auslese des-rernachwuchses der RGOAP

Reichsorganisaiionsleiier 0r. Ley über das Erziehungssystem der Ordensburgen.

Schulen liegen zehn bereits im Plan genau fest, sieben wurden zum Bau freigegeben. Vom 12. bis zum 18. Lebensjahr wird der'junge Mensch hier seine Ausbildung erhalten. Die Schüler kommen aus der Masse des Volkes, ohne Ansehen von Stand und finanzieller Lage der Eltern. Nach­dem jede Ortsgruppe die Tüchtigsten aus ihrer Jugend vorgeschlagen hat, nachdem der Kreis sie weiteres folgen. Sie brauchen keine Sorge tu Ibewertet unb gesiebt hat, wird die Musterung haben, das, wir sie hindern werden, wenn sie ®'r enfcAuhsj£,en- ®^ngfte 2Jia6ftä6e prü. . ' « ien dabei Gesundheit und körperliche Verfassung.

ns nicht hindern. 600 Schüler, im ganzen also rund 4000, werden

Christus habe auch nicht gelehrt, gegen die national- dann hier zu einer starken, geistig wachen, körper­sozialistische Rassenlehre zu kämpfen. Er habe viel- lich urgesunden, gläubigen jungen Mannschaft auf mehr einen unerhörten Kampf gegen das Juden- der Grundlage ehrlichster Kameradschaft heran- . c.-.u-x-*- Ä v ,e- gebildet. Die ganze Ausbildung ift für die El-

geringsten widerspreche die ter n ohne jede K o st e n. Kleidung, Uniform, ~ 'Lehrmittel und alles, was der Schüler braucht, wird von der Schule gestellt, und ebenso erhalten die Jungen ein angemessenes Taschengeld. Der Lehrplan ist von Reichsleiter Rosenberg in Gemeinschaft mit dem Reichsorganisationsleiter und dem Reichsjugendführer festgelegt worden. Es gibt bei seiner Durchführung keine Zeugnisse, keine Prü­fungen, kein Sitzenbleiben. Der Schüler bewährt sich in charakterlicher Leistung und Wissen, oder er scheidet aus. Der Adolf-Hitler-Schüler hat in den sechs Jahren feiner Schulung im Dienste für die Bewegung zu stehen, er hat außerhalb der Schule Dienst in der Front der Hitlerjugend zu tun.

Die Italiener bauen ihr neuerworbenes ostafrika­nisches Imperium einschließlich ihrer alten Kolonie Eritrea mit einer Eile und einem Nachdruck aus, die an amerikanische Vorbilder erinnern. Der Wille des Duce ist überall spürbar und wird sich jetzt, nachdem er auch das Kolonialministerium als sein neuer unmittelbarer Leiter übernommen hat, noch starker auswirken. Als die Italiener 1935 ihren Vorstoß über Eritrea nach Nordost-Abessinien, also in Richtung Adua unternahmen, mußte noch viel improvisiert werden: Don den Hafenanlagen in Massaua bis zu dem Verbindungsverkehr mit dem 1800 Meter hochgelegenen Asmara, das zugleich Regierungshauptstadt und wichtigster Etappenort war. Heute sind die Hafeneinrichtungen Mas­sa u a s ursprünglich ein gefürchtetes Hitze- und Fiebernest weitgehend ausgebaut. Der Hafen konnte im ersten halben Jahre 1937 489 italienische Dampfer mit insgesamt 710 000 Tonnen aufneh­men und daneben noch eine erkleckliche Zahl von Segelschiffen. Das Wasser ist noch immer knapp, aber es braucht nicht mehr viele hundert Kilometer herbeigeführt zu werden und die Hotels haben kaltes und warmes Wasser zur Verfügung. Wegen der großen Hitze arbeiten die italienischen Arbeiter und Angestellten erst vom Spätnachmittag bis Mit­ternacht. Die Bautätigkeit ist hier wie in Asmara ungemein rege, weil Angestellte und Arbeiter nur bann ihre Familien nachkommen lassen dürfen, wenn sie den Besitz einer Wohnung nachweisen. Nicht weniger als 390 Baufirmen haben sich auf- getan, während sich 1410 Firmen mit dem Trans- ._.r-----ö...y |U/ul()llu. niUmuuIM: uuer

portverkehr beschäftigen; Eine Reihe dieser Trans- der er zuletzt als Divifionsgeneral in Görz stand.

tum geführt, das ihn auch deshalb ans Kreuz gi schlagen habe. Nicht im geringsten widerspreche di. Lehre Christi selbst dem Nationalsozialismus. Der Minister schloß:Das deutsche Volk wird sich in seinem Marsch in die Zukunft durch politisierende konfessionelle Kreise nicht aufhalten lassen."

London, 23. Nov. (DNB.) DerDaily T e l e g r a p h", das führende Londoner Morgen­blatt, beschäftigt sich mit dem blutigen Feldzug Sta­lins gegen sogenannteVerschwörer" und Trotz­kisten in der Sowjetrepublik. StalinsReinigungs­aktion", so schreibt das Blatt, werde mit einer sol­chen Verbissenheit weitergeführt, daß niemand mehr vor der Hinrichtuna sicher scheine. Die Armee, die Marine, die Luftflotte und die zi­vilen Verwaltungen seien ihrer angesehensten Lei­ter beraubt worden, weil Stalin plötzlich entdeckt habe, daß diese Säulen des Kommunismus mit Trotzkismus durchsetzt gewesen und der Sabotage der ihnen unterstellten Derwaltungsgebiete für schuldig befunden worden seien. Das sei wirklich keine Empfehlung für das sowjetrussische Regime. Es stelle sich immer als augenscheinlicher heraus, daß außer Stalin selbst niemand mehr in Sow- jetrußland als einorthodoxer Bolschewik" ange­sehen werden könne. Das Leben sei selbst in der Zeit der grausamsten römischen Tyrannen nicht so gefährlich für die Bürger gewesen.

Daily Mirror" bringt eine Warschauer Meldung nach der 22 hohe Würdenträger der rus­sisch-orthodoxen Kirche angeblich wegen Verrats von einem Militärgerichtshof in Oriel in Mittelrußland zum Tode verurteilt worden feien. Zehn feien schon erschossen worden. Unter den Verurteilten befänden sich der Erzbischof Mittelruß- lands sowie zwei Bischöfe und sechs Domherren. Der Erzbischof der orthodoxen Kirche in Polen habe sich mit dem Haupt der rumänischen orthodoxen Kirche in Bukarest in Verbindung gesetzt, um ihn zu einem gemeinsamen Vorgehen zu bewegen, damit die Ver­urteilten gerettet würden. König Carol von Ru­mänien soll sich bereit erklärt haben, sich an einem Appell an Stalin zu beteiligen.

Oie pariser Waffenfunde.

Eine Verlautbarung des Innenministeriums.

Paris, 24. Nov. (DNB.) Arn späten Dienstag­abend hat das Innenministerium eine Verlautba­rung über die Waffenfunde ausaegeben, in der es beim, daß einewahre Verschwörung gegen die republikanischen Einrich- t ungen" entdeckt worden sei. Die Polizei habe eine beträchtliche Anzahl militärischen Materials ausgesunden das zum großen Teilea u s I ä n- o i j ch e n U r f p r uin g s' sei. Die Haussuchungen

-^- -'^^^""^^^bhypothekenkasse", deren Ge- schaftssuhrer der Ingenieur Deloncle sei, habe gezeigt, daß man es mit einer den Dienststellen des Heeres genau nachgebildeten p a r a - m i l i t ä r i- Upen Geheimorganisation zu tun habe. ©ie umfasst einen Stab, vier Büroabteilungen und einen Rotkreuzdienst, fei eingeteilt in Divisionen, Brigaden, Regimenter, Bataillone usw. Sie trage öen deutlichen Charakter einerBürgerkriegsorga- nisatlon". Die beschlagnahmten Schriftstücke bewie­sen, daß die Schuldigen die republikanische Staatsform durch eine Diktatur als Vor­bereitung für die Wiederherstellung der Monarchie ersetzen wollten. Man habe gefunden: Material zur Herstellung von falschen Personalaus-- ousroeijen, Anweijungen jux die Beförderung von

schaftlich mit dem Frieden ihrer Wälder und Seen die zugänglichste ist. Segeln, Leichtathletik, Flug und Reiterei sind die Sportgebiete. Die schwere und trotzige Anlage der Festung des Glaubens in der Eifel, die Burg Vogelsang, ist ganz auf strenge körperliche Erprobung neben dem geistigen Weiterreisen ausgerichtet. Dort wird auch die größte Sporthalle geschaffen werden, die an Umfang die Sportakademie in Berlin oder Ein­richtungen ähnlicher Art in der Welt weit über-

Oie letzte Etappe:

Hohe Schule am Chiemsee. ,

Die oberste Stufe dieses Erziehungssystems ist die Hohe Schule der Partei, die am Chiemsee errichtet wird und der Leitung von Alfred Rosen­berg unterstellt wird. Sie gliedert sich in Her Sektoren: in das Forschungsinstitut mit der Zentralbücherei, die 20 000 Bände umfassen wird; in die Akademie, in der die Lehrkräfte für die Adolf-Hitler-Schulen und Ordensburgen wissenschaftlich ausgebildet werden; in ein Lager, das in jedem Jahr vier Wochen lang je 600 Mann des Lehrpersonals und der Stammannschaften der Ordensburgen zu weltanschaulicher Ausrichtung und wissensmäßiger Festigung vereint, und schließlich eine Adolf-Hitler-Schule, die der Hohen Schule angegliedert ist, damit diese eng mit der Jugend verbunden bleibt.

Diese ganze Erziehung soll, wie Dr. Ley schließ, lich sagte, in engster Verbindung mit öem Volk durchgeführt werden. Bei jeder der vier Burgen und auch bei der Hohen Schule wird ein Kraft-durch-Freu de"-Hotel mit 2000 Betten nach dem Muster derKdF."-Bäder erbaut. Die 2000 Gäste, die alle sieben Tage in diese Hotels einziehen, werden in kameradschaftlichster Fühlung mit den Führeranwärtern fein, die somit nicht ab­geschlossen vom Volk eine Geheimausbildung ge­nießen. DiesenKdF."-Gästen werden auch die mustergültigen Sportanlagen der Burgen zur Ver­fügung stehen.In fünf Jahren werden die Ordens- bürgen vollendet fein, in zehn Jahren die Adolf- Hitler-Schulen, und in 17 Jahren wird erstmalig die Auswirkung dieser einzigartigen Erziehung spür- fam sein."

arbeitet in diesem Jahre in Deutschland ein Unter­kommen gefunden haben. Die ungarischen Gäste besprachen abschließend in einem Gutshaufe mit den deutschen Begleitern eingehend Fragen der Landwirtschaft und des Arbeitseinsatzes.' Dabei wurde erwähnt, daß im Jahre 1938 das Kon­tingent der ungarischen Wanderarbeiter für Deutsch­land wesentlich erhöht würde. Unter Führung des Reichsbauernführers besichtigte Ministerpräsident Daranyi bann den größten Berliner Molke- re i b e t r i e b. Der Ministerpräsident interessierte sich lebhaft für die Versorgung der Weltstadt mit Frischmilch und milchwirtschaftlichen Erzeugnissen, ließ sich eingehend die einzelnen Produktionsvor­gänge erklären und schenkte der milchwirtschaft­lichen Verwertung der Nebenerzeugnisse besondere Beachtung.

Zu Ehren des Außenministers veranstaltete der ungarische Gesandte Sztojay im Collegium Hungaricum am Dienstagabend einen Empfang, an dem mit den ungarischen Gästen und ihrer Be­gleitung der italienische Botschafter und Frau Attolico, der österreichische Gesandte T a u- f ch i tz, zahlreiche R e i ch s m i n i st e r und R e i ch s- l e i t e r , Staatssekretäre, Generale, führende Per­sönlichkeiten aus Kultur, Kunst und Wissenschaft, Wirtschaft und Presse teilnahmen. Den musikalischen Teil des fesllichen Abends bestritt der ungarische Zigeunerprimas Lajos Farkas mit feinen Künstlern. Japans Politik in Schanghai

Sicherheitszone in Nanking?

Tokio, 24. Nov. (DNB. Funkspr.) Der Spre­cher des Außenamtes erklärte, Japan werde kei­nerlei japanfeindliche Handlungen in Schanghai dulden. Japan werde selbst­verständlich das gesamte Nachrichtenwesen in Schanghai kontrollieren und nicht gestat­ten, baß die Chinesen ober frembe Mächte in den Konzession en gegen Japan agitierten. Weiter erklärte der Sprecher, nichts über eine angeblich ge­plante U e b e r n a f) m e des Seezolles aber über eine BesetzungberfremdenKonzes- f i o n e n in Schanghai zu wissen. Japan werbe alle weiteren Maßnahmen von bem Verhalten der fremden Mächte abhängig machen und auf Grund des Kriegsrechtes die militärischen Interessen Japans zu wahren wissen.

Ein Vorschlag von in N a n k i n g ansässigen Ausländern, dort eine Sicherheitszone einzurichten, wurde von bem amerikanischen Generalkonsul dem Vertreter Japans in Nanking übergeben. Die Zone soll die Botschaften von Italien, Japan, den Nie- berlanben und Amerika sowie mehrere jetzt ge­räumte chinesische Ministerien umschließen. Der sa- panische Generalkonsul hat zugesagt, den Vorschlag den japanischen Militärbehörden zur Prüfung zuzu­leiten.

ringt sie sich jetzt mehr zu einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung durch, die mit Worten des Ab- scheues nicht spart. Wenn man nun endlich dazu übergeht, das bolschewistische Regiment mit allen feinen Schrecken zu schildern, dann läßt das viel­leicht auf eine beginnende grundsätzliche Umstellung schließen. Damit allein ist es indessen nicht getan. Die Menschheit erwartet nicht, daß die Presse des einen ober anberen Laubes bie Bolschewisten sach­lich behanbelt unb ihre Teufelsfratzen nicht in Enyelgesichter umfälscht, sie verlangt eine inter­nationale Politik bes Schutzes vor bem Bol­schewismus unb ber Abwehr biefer größten aller ausbeutbaren Gefahren. Euglaub hat sich bis- her abseits gehalten unb fo getan, als sei es gegen bas bolschewistische Gift immun. So mancher Eng­länder denkt heute anders, bedauert wohl auch, baß oon ber Themse her den Bolschewiken gegenüber stets eine mehr als großzügige Nachgiebigkeit ge­zeigt würbe, bie bann dazu führte, baß bie Sowjet­union, ber Exponent bes Bolschewismus, in ber internationalen Politik eine Rolle spielen konnte, bie ihr keineswegs zukam. Die Sowjetunion ist ein (Bebilbe, bas zwischen ben großen Gemeinschaften gesitteter Völker unb hochsteheuber Kulturen liegt. Dieser nur ben bolschewistischen Mord unb bie Zer­störung fennenbe Staat hat roeber mit ber einen noch ber anderen Seite, weder mit dem Osten noch mit dem Westen etwas zu tun. Dennoch ist es ben Bolschewisten gestattet worben, in bas Gewebe ber politischen Beziehungen mit rauher Haub er­greifen unb Situationen zu schaffen, bie verschieben!- lich schon mehr als kritisch waren. Gerabe (England kann feine Hänbe nicht in Unschuld waschen, es hat mitgeholfen, ben Bolschewisten vorteilhafte Aus­gangsstellungen für ihre gemeingefährliche Politik zu verschaffen. Wenn jetzt bie englische Oeffentlich- feit in ber Presse in steigendem Maße vom bolsche­wistischen System abrückt, es verurteilt unb ber allgemeinen Verachtung preisgibt, bann wirb es uns lebhaft interessieren, wie sich bie verantwortlich leitenden Stellen in ßonbon bie pro? tische Nutzauweubuug biefes Abscheues vor dem bolschewistischen System denken. Wir meine*

den. Der Staat könne es sich allerbings nicht bieten lassen, baß Kollekten zugunsten einzelner Kir­chenparteien orbnuugswibrig gesammelt unb zur staatsfeindlichen Propaganda mißbraucht würden. Der Religionsunterricht in den Schu- l e n werde niemals behindert werden. Unter gro­ßem Beifall erklärte hier der Minister:Wir kön­nen nicht anerkennen, daß die Kirche ein Recht.

hätte, dafür zu sorgen, daß die Menschen auf allen S o n t h o f e n , 23. Nov. (DNB.) Auf der Ordens- Gebieten so erzogen werben, wie sie es für richtig bürg Sonthofen hat Reichsorganisationsleiter Dr. hält, fonbern wir müssen es bem national-Ley zum Schluß ber Tagung ber Gauamts- unb sozialistischen Staat überlassen, bie Kinber Kreisleiter ben Weg bes künftigen Führernach- fo zu erziehen, wie er es für richtig hält." Wuchses bekanntgegeben.

Kem Grund zu Mißtrauen."

Duff Cooper und Grandi auf einer britisch-italienischen Frontkämpferkundgebung.

L o n b o n , 24. Nov. (DNB. Funkspruch.) Auf einer Veranstaltung zu Ehren ber in ßonbon wei- lenben italienischen Frontkämpfer-Aborbnung er­klärte Marineminister DuffCooper,er habe ben Einbruck, baß zwischen Italien unb Englanb nie­mals wirkliches Mißverstehen herrschen könne. Die englisch-italienische Freunb- schäft fei tief in ben beiben Völkern verankert Diese Freunbschaft werbe weiter leben unb (Englanb unb Italien in Zukunft zu Freunben unb Verbunbeten machen, fo wie sie es in ber Ver­gangenheit gewesen seien. Der italienische Bot­schafter Graf Granbi erwiberte, beibe ßänber würben mit Erstaunen seststellen, baß kein wirk- l' che r Grunb zu Mißtrauen bestehe, wenn sie sich enblich entschlössen, ben Weg zu berei­nigen. Beibe ßänber würben bann zweifellos be­dauern, baß sie soviel Zeit bei ber Wieberherstel- lung bes gegenseitigen Vertrauens verloren hätten.

FranzösischerWochenendbesuch in London.

Chautcmps und Delbos

zu Besprechungen eingeladen.

ßonbon, 24. Nov. (DNB. Funkspruch.) ßon- boner Blätter berichten, baß ber französische Mi- nifterpräfibent Chautemps und Außenminister Delbos in Kürze auf Einladung ber britischen Regierung nach ßonbon kommen würben, um bie internationale ßage zu besprechen. Die Blätter vermuten, baß auch ber Halifax-Besuch in Deutschland erörtert werben solle.Daily Mail" meldet, Chautemps unb Delbos kämen am F r e i- t a g. Das britische Kabinett werbe in ber nächsten Woche außenpolitische Beschlüsse zu fassen haben. Man habe aus diesem Grunde beschlossen, vorher mit ben französischen Ministern zusammenzukommen.