Mittwoch, 24. November IM
187. Jahrgang
Nr. 274 Erstes Blatt
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| Diel weiter unrs ais iyre y>e]innuiigbgenum:u m um I andern nordischen Ländern. Sie hat fogar bis 1923
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daß sie niemals freier und ungehinderter das Evangelium verkündigen konnten als im Dritten Reich. Ihre Vertreter, die nicht machtpolitisch, sondern religiös interessiert seien, seien von Kreisen der Bekenntnisfront diffamiert worden.
Der nationalsozialislische Staat könne nicht mehr an einem Staatskirchentum feft- hallen, das, wie immer es im einzelnen geartet fei, auf dem Grundsatz „cuius regio eius religio“ fuße. Das Bestreben der nationalsozialistischen Kirchenpolitik sei vielmehr, die politisierenden Kirchen wieder in wahrhaft religiöse
Gemeinschasten umzuwandeln.
Der Evangelischen Kirche gegenüber habe der Staat sich zuletzt durch die Einsetzung der Kirchenausschüsse bemüht, die vorhandenen Streitigkeiten zwischen den verschiedenen kirchenparteilichen Gruppen zu überwinden. Die Kirchenparteien aber hätten nicht gewollt. Der Führer habe nochmals in einem großzügigen Wahlerlaß die hilfreiche Hand des Staates ausgestreckt. Daß die Wahl bis heute noch nicht habe durchgeführt werden können, sei einzig und allein die Schuld der Kirche. Eine einheitliche Richtung sei in der Evangelischen Kirche nicht herzustellen. Der Staat verhalte sich deshalb in Sachen dieser Wähl abwartend, nachdem sie von den Kirchenparteien vorerst selbst abgelehnt worden sei. Bis auf weiteres beschränke sich der Staat auf die Aufrechterhaltung der äußeren Ordnung. Trotz des gehässigen Kirchenkampfes der Kirchenparteien untereinander, der bis zur Verweigerung der gottesdienstlichen Gebäude und des Gräbgeläutes gegangen sei, seien den Kirchen die Körperschaftsrechte, die der Staat ihnen verliehen habe, belassen wor-
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am weiteren Ausbau der Burg beschäftigten Arbeiter. Darauf betrat der Führer den Vortrags- saal. Burgkommandant Bauer grüßte ihn hier mit einem dreifachen Sieg-Heil, in ba£ die Kreis- leiter und Gauamtsleiter begeistert einstimmten. Dann entwickelte der Führer in mehr als zweistündiger, überaus eindrucksvoller Rede aus einem großgesehenen geschichtlichen Ueberblick den volkspolitischen Gedanken, der durch die nationalsozialistische Bewegung und die von ihr geschaffene Volksgemeinschaft zum erstenmal zur Grundlage desStaatesderDeutschen geworden ist. Er sprach über den Aufbau und die Organisation der V o l k s f ü h r u n g , wie sie durch die Nationalsozialistische Partei in so einzigartiger Weise verwirklicht worden ist, und deren Kunst zu lehren und sie auf die kommenden Generationen der Parteiführerschaft zu übertragen, Aufgabe der hohen Schulen der Partei sein werde.
Die packenden Ausführungen und mitreißenden Worte des Führers wurden von den politischen Kämpfern der Partei mit stärkster Begeisterung ausgenommen. Burgkommandant Bauer gab dem begeisterten Dank der bis aufs tiefste mitgeriffcncn Teilnehmer dieses großen Erlebnisses Ausdruck, indem er ausrief: „Adolf Hitler ist Deutschland, und Deutschland ist Adolf Hitler!" „Wir grüßen den Führer — Sieg-Heil!" Der Führer verbrachte darauf noch mehrere Stunden auf der Ordensburg im Kreise der Männer des Führerkorps der nationalsozialistischen Bewegung. Bei der Abfahrt von der Ordensburg bereiteten die Kreisleiter und Gauamtsleiter dem Führer noch einmal unbeschreibliche Kundgebungen der Begeisterung und Treue. Auch die Allgäuer Bevölkerung, die wieder zu Tausenden und aber Tausenden die Wegstrecke zum Bahnhof Sonthofen Kopf an Kopf umsäumte, begrüßte noch einmal den Führer mit begeistertem Jubel.
abgeschlossen, und in der evangelischen Kirche habe er alle Bestrebungen, zu einer einheitlichen Reichskirche zu gelangen, durchaus unterstützt. Beide Kirchen zusammen hätten jährlich 105 Millionen Mark, also im Dritten Reich bisher eine halbe Milliarde an Staatslei ftungen erhalten, hinzu kämen die Kirchensteuern, die der Staat mit jährlich 200 Millionen Mark für sie eingezogen habe, so daß sie im Dritten Reich bisher fast eine Milliarde Mark erhalten hätten, wie kommt man nun, so fuhr Reichsminister Kerrl fort, dazu, zu behaupten, der nationalsozialistische Staat und die Nationalsozialistische Partei seien antikirchlich, antichrifllich oder antireligiös eingestellt?
Der Minister stellte eindeutig fest, daß der nationalsozialistische Staat sowohl wie die Nationalsozialistische Partei sich mit keiner einzelnen Religionsgemeinschaft g l e i ch s e tz t. Trotz der bewiesenen übergroßen religiösen Toleranz hatten aber immer wieder Geistliche beider Konfessionen gegen den Staat gewühlt. Bezeichnend seien die 7000 Strafanzeigen, die seit dem Jahre 1933 gegen Vertreter der Kirchen erstattet worden seien. Wenn die Religionsgemeinschaften ihrer Religion richtig gefolgt wären, dann hätten sie sehr leicht im Frieden mit dem nationalsozialistischen Staate leben können. In diesem Staat könne allerdings nur der Staat selb ft herrschen und nur einer führen. Ihm in völliger Disziplin und Unterordnung zu folgen, sei unser aller Aufgabe. Bezeichnenderweise hätten d i e christlichen Freikirchen eindeutig anerkannt,
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willigen Arbeitsdienstes sein. Und in einem Artikel eines der führenden jungen Idealisten dieser Bewegung heißt es: „Vor Tausenden von Jahren zwang das Land die Jugend zur gewaltigen Expansion der Wikingerzüge nach außen, heute soll dieselbe Kraft nach innen zwingen zur Eroberung eines unbekannten Norwegen in Norwegen, zur Eroberung von Gesundheit und Kraft".
Diese Ideen erinnern, wie man sieht, m vielem an diejenigen, die auch der Schaffung des deutschen Arbeitsdienstes zugrunde gelegen haben. Im Augenblick sind solche Erkenntnisse allerdings noch recht vereinzelt. Kein Wunder in einem Lande, in dem man alle Hände voll zu tun hat, um die fruchte der gegenwärtigen H'o ch k o n j u n k t u r auf verschiedenen Wirtschaftsgebieten, die nun auch Norwegen erreicht hat, hereinzubringen. Man hat daher auch für große Zukunftsfragen der Nation, die etwas mehr als tagespolitisches Denken erfo^ern, wenig Zeit und Anteilnahme. Arbeitsdienst, Wehrhaftigkeit, außenpolitische Bedrohung Nordnorwegens durch die Sowjetunion, all das find gegenwärtig unaktuelle Begriffe, die Parole heißt vielmehr ,Geld verdienen". Es ist ja immer so gewesen, daß die nordischen Länder bet politischen Krisenzuständen in der Welt am besten verdient haben. So haben sich nach den vor kurzem ver
öffentlichten Steuereinschätzungen der Stadt Oslo im vergangenen Jahr bezeichnenderweise die Einnahmen der Osloer Schiffahrtsgesellschaften um nicht weniger als 60 v. H. vermehrt. Auch das Gesamtvermögen in Oslo ist während der gleichen Zeit um die schöne Summe von 99 Millionen Kronen gestiegen, und die übrigens erst vor einigen Jahren eingeführte, auf einen Ertrag von 27 Millionen Kronen im ganzen Lande veranschlagt gewesene Umsatzsteuer hat im vergangengen Jahre sogar über 5 Millionen mehr, nämlich 33,5 Millionen Kronen ergeben. Auf diese Weise kann jetzt noch aus dem Dollen geschöpft und kann insbesondere die W o hl- fahrtspolitik, die der Arbeiterpartei die neuen Stimmen eingebracht hat und noch weitere einbringen soll, vorläufig unbesorgt fortgesetzt wer- den, wenn auch in manchen Landesteilen und bei manchen Erwerbszweigen — bekannt ist ja die nach wie vor schwierige Lage der nordnorwegischen Fischerbevölkerung — die Entwicklung keineswegs ebenso rosig und die Arbeitslosigkeit in der letzten Zeit sogar wieder etwas gestiegen ist. Gelegentlich fängt man daher schon an, sich Gedanken über die mögliche Dauer der Konjunktur und über das, was hinterher kommt, zu machen, wie es vielen Leuten natürlich auch nicht entgangen ist, daß die Preise dauernd weiter anziehen.
! heit der 150 Stortingssitze zu erringen, nachdem sie bis dahin bereits 69 innegehabt hatte. Das war > rhr aber trotz größter Kraftanstrengung nicht ge- L [ungen, und sie hatte es nur auf 71 Sitze gebracht, nachdem die bürgerlichen Wähler sich aus Angst oor einer marxistischen Mehrheit noch einmal auf- l gerafft hatten. Die norwegische Arbeiterpartei steht ■ oiel weiter links als ihre Gesinnungsgenossen in den
liche Ordnung nicht nur durchaus anerkennt. sondern durchlebt. Wir hallen es für eine Pflicht, den Deutschen die religiöse Freiheit unter allen Umständen zu gewährleisten. Es ist das persönliche Recht des einzelnen. sich die Religionsgemeinschaft selbst auszusuchen. Die nationalsozialistische Regierung hat die Pflicht, dafür zu sorgen, daß ein politischer Mißbrauch der Religion unter allen Umständen vermieden wird. Es ist an sich nicht die Aufgabe der nationalsozialistischen Regierung, die Erhaltung von Kirchen durch Zuschüsse und durch Steuern von sich aus zu sichern. Das ist die Aufgabe der Gläubigen, denen es obliegen muß, für die Kirche zu sorgen, zu der sie gehören wollen, wenn dies auch nicht sofort durchgeführt wird, so steht es doch als Ziel fest.
Staat und Bewegung denken im übrigen nicht daran, sich in den Streit der Kirchen und Bekenntnisse über Dogmen einzulassen. Sie vertreten vielmehr ein positives Ehristentu m. Das Handeln des nationalsozialistischen Staates in den letzten viereinhalb Jahren hat diese Grundemstellung immer wieder bewiesen. Bon dem Glauben, der Berge versetzen kann, hörten wir zwar auch von den Kirchen, aber wir sahen keine solche Taten. BZie gern hätten wir gesehen, daß während des Weltkrieges ein solcher Glaube entstanden wäre, und I in der Nachkriegszeit, daß ein solcher Glaube irgend- wo wirksam märe und unerhörte Berge der deutschen Not versetzt hätte. Wir erlebten nichts davon. Da kam der eine zu uns, der diesen Worten wieder einen unerhörten Sinn gab. Es war einer, der uns sagte: „Glaubt an die Wendung, die Gott selbst in euch 'hineingelegt hat. Erkennt wirklich, daß es nicht auf Reden, sondern auf Taten ankommt, und seid gewiß, daß Gott euch auf diese Welt stellte, damit ihr als Deutsche für Deutschland sorgt. Dann werdet I ihr sehen, wie das Wunder zwar nicht vom Himmel selbst herunterkommt, aber wie unser Glaube es erfüllen wird."
Der Minister erklärte sodann, Belehrungen darüber, was er als zuständiger Minister zu tun habe, habe er sich von jeher schärsstens verbeten. Man habe ihm unterstellt, er habe die Gotlessohnschaft Jesu als lächerlich bezeichnet. Er habe nicht daran gedacht, so etwas zu sagen. Der nationalsozialislische Staat habe trotz der ablehnenden Haltung von andrer Seite von Anbeginn an seinen guten Willen, mit den Konfessionen fruchtbar zusammenzuarbeiten. bekundet. Mil der römisch-katho- I lischen Kirche habe er das Konkordat
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Norwegens Probleme.! Weltanschauung und MM im nationalsozialistischen Staat
Don unserem O'g-Berichterstatter. 1 ' ö e Ä , , • «x> K
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Grundlegende Ausführungen des Reichsministers «crrl m einer Reoe in Luwa.
Oslo, November 1937.
auch die nationalpolitischen Möglichkeiten des Arbeitsdienstes erkannt, indem sie auf das gefährdete und vom Staat in vieler Hinsicht vergessene N o r d- norwegen Hinweisen, das wirtschaftlich und bevölkerungspolitisch schnellstens ausgebaut werden müsse. Wie angebracht eine solche Forderung allem chon hinsichtlich der wegebaulichen Verhältnisse m den nördlichen Teilen des Landes sind, zeigte sich übrigens anläßlich der jetzigen W a h l e n. In den Küstengebieten konnte die Wahl an verschiedenen Orten überhaupt nicht stattfinden und muß demgemäß nachgeholt werden, weil entweder die Wähler oder aber gar die Wahlleiter wegen des schweren Sturms die Wahllokale nicht erreichen konnten, zu denen sie nur auf dem Wasserwege hatten gelangen können. Ein Wähler ist sogar auf dem Wege ' über die Berge im Schneesturm umgekommen. Diese Vorfälle werden von der nordnorwegischen „Lo- fotenpost" zum Anlaß genommen, um erneut auf die stiefmütterliche Behandlung dieser Landestelle hinzuweisen und größeres Verständnis und höhere Bewilligungen insbesondere für die Verb e s s e - rung des Wegenetzes zu verlangen, „damit es in Zukunft nicht mehr mit unmittelbarer Lebens- aefabr verbunden zu fein braucht, wenn man feine I Bürgerpflichten ausüben will . Auch hier wurde I also viel Raum für den selbstlosen Einsatz des frei«
Parteien festgehalten hatten.
Die Folgezeit hat bann den Beweis erbracht, daß I ftie Bewegung Quisling innerlich doch nicht so ge- ieftiat war, um eine solche Niederlage aushalten :»i können. Hinzu kam, daß Quisling selbst onem 3)ar nicht die für die Führung eines das Volk mit sich reißenden Erneuerungsbewegung notwendigen Qualitäten befaß. So haben sich denn die wertvollsten und kämpferischsten Kräfte mit der Ze' von ihm zurückgezogen, so daß diese letzte Wahl inur noch den Schlußstrich unter eine im wesentlichen schon abgeschlossene Entwicklung ziehen konnte^
Ob nun die Bewegung 8 e d r e la n d s l a g e 11 ssDaterlandsbund), die in den letzten lieh an Boden gewonnen hat und auch verschiedentlich Ansätze dazu zeigt, eine politische Bewegung »egen die alten Parteien zu werden, das zweifellos vorhandene Bedürfnis der jungen Generation nach «iner vöttischen Erneuerungsbewegung befriedigen nvird must die Zukunft lehren. Vorläufig haben sich jedenfalls die früher in Nasjonal Sämling tätigen «aktivistischen Kräfte keiner anderen politischen Gruppierung angeschlossen und auch kerne neue Par »gegründet, sondern sich vielfach auf praktischer völkischer Arbeit Zurückgezogen Sw sind vor allem d i e Tr ä g e r d e s A r b e i tsdiens- -g e d a n k e n s , der jetzt vieler Orten m Form eines Llberparteilichen freiwilligen Dienstes der m - lichen Jugend verwirklicht wird. Mit Hacke und Spaten, die dazu noch von ihnen st gestellt Len müssen, ziehen diese jungen Idealisten hini ,
mm neues Land zu gewinnen. Gerade Nor- iweaen mit seinen vielen noch ungerodeten ) ibietet ungeheure Möglichkeiten hierfür, und manch Kleinsiedler, der aus eigener Kraft sein Land n H -zu einem ihn ernährenden Gut ausbauen kann, v zrüßt eine solche Arbeitsdienstgruppe nut t^euben.
Die Führer bieser natürlich noch ganz m den Anfängen fteefenben Bewegung haben, auch oe- Linflußt durch bie beutschen Erfahrungen auf Die- tan Gebiet, nicht nur bü sozialen Vorzüge, fonbern
Sonthofen, 23. Nov. (DNB.) Der Führer traf am Dienstag um 12 Uhr zur Weihe b e r Ordensburg Sonthofen im Allgäu und zum Abschluß der ersten gemeinsamen Tagung her Kreisleiter und Gauamtsleiter der NSDAP, ein. Nach den beiden bereits früher vollendeten Ordensburgen Cröffinfee und Vogelsang erhielt damit auch die dritte Ordensburg, dis zur Erziehung, des politischen Führernachwuchses der nationalsozialistischen Bewegung und damit des deutschen Volkes bestimmt ist, ihre Weihe. Mit dem Führer kamen sein Stellvertreter Rudolf Heß und bie Reichsleiter Bormann, Bouhler und Dr. Dietrich. Vor dem Bahnhof schritt der Führer die Front der Ehrenformationen der Bewegung und -der Wehrmacht ab; begleitet von dem begeisterten Jubel der aus dem ganzen Allgäu herbeigeeilten Bevölkerung trat der Führer sodann die Fahrt zur hochgelegenen Ordensburg an. Am Eingang zur Burg hatten sich versammelt die Reichsleiter Rosenberg, Buch, Fiehler, fast alle Gauleiter, die Burg- kommandanten der Ordensburgen, sowie zahlreiche Hauptamtsleiter und Amtsleiter der Reichsleitung. Der Führer trat durch das Tor des großen Palas auf den großen Burghof, wo die Kreisleiter und Gauamtsleiter in ihren Hundertschaften in offenem Viereck Aufstellung genommen hatten. Der Führer schritt in Begleitung des Reichsorganisationsleiters und des Burgkommandanten die Front ab, während der Musikzug der Ordensburg Vogelsang den Pra- sentiermarsch intonierte.
Dann besichtigte der Führer, von dem Architekten Gauamtsleiter G i e ß l e r geleitet, die bisher fertiggestellten Einrichtungen der Ordensburg. Auf dem inneren Burghof verharrte er, um den Liedern der Bewegung und dem Deutschlandlied zu lauschen, die vom Glockenspiel im Palas auf die Burg herabklangen. Im zweiten Burghof grüßte der Führer das hier versammelte Personal der Burg sowie bie
$ur Moskauer Internationale gehört, der sie auch heute noch bis zu einem gewissen Grade nahesteht, jo daß die eigentliche Kommunistische Partei in Norwegen wenig Bedeutung hat.
Auch die jetzige Wahl hat der Arbeiterpartei nicht bie Erfolge gebracht, auf die sie in ihrer riesigen Propaganda hingearbeitet hatte. Wohl hat sie hier und da, insbesondere in der Landeshauptstadt, wo ssie jetzt von 83 Sitzen 45 innehat, einige Mandate gewonnen. Sie ist sogar« in allen anderen Städten der absoluten Mehrheit sehr nahe gekommen, wahrend sie anderswo wiederum kleinere Rückschläge Erlitt. Im ganzen gesehen, ist sie immerhin mit annem kleinen Gewinn aus der Wahl hervorge- mangen. Trotzdem sieht es so aus, als ob ihr bisher ro unaufhaltbar scheinender Siegeszug, mit dem sich ein großer Teil des Bürgertums als mit etwas [Inabänderlichem schon lange abgefunden hatte, rongfam zum Stehen gekommen wäre.
Auf der anderen Seite hat sich auch die b u r -1 gerliche Rechte bei dieser Wahl ganz gut be- jauptet, während Nasjonal Sämling (Natto- male Sammlung), die Erneuerungsbewegung des früheren Kriegsministers Quisling, sich von iihrer Niederlage bei den letztjahngen Stortlngs- llvahlen nicht wieder hat erholen können und dies- imal fast ganz verschwunden ist. Die Bewegung Kann immerhin das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, weite Kreise des norwegischen Volkes aus ihrer Gleichgültigkeit gegenüber dem Marxismus □ufgerüttelt zu haben. Ihre großen antimarxlstlschen Propagandaaktionen sowie ihre Enthüllungen nach der gewaltsamen „Haussuchung^ bet Trotzki, für die (fünf ihrer Mitglieder damals vom Gericht verurteilt wurden, sind noch in frischer Erinnerung. Sie Haden im vergangenen Jahre die norwegischen Wählermassen erst in Bewegung gebracht und dazu beigetragen, daß die von der Arbeiterpartei neugewonnenen Stimmen durch annähernd ebenso viele antimarxistische Stimmen ausgeglichen und die allgemein erwartete marxistische Mehrheit verhindert «vurde. Nur Nasjonal Sämling selbst war diese Tatsache nicht zugute gekommen, da Die meisten -mtimarxistischen Wähler, selbst wenn sie mit der > neuen Bewegung sympathisierten, aus Furcht vor seiner Stimmenzersplitterung noch an ihren alten
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Norwegen hat wieder eine Wahl hinter sich. Fu ld a, 23. Nov. (DNB.) Auf einer Kundgebung Diesmal waren es die Kommunalwahlen, der NSDAP, in den überfüllten Stadtsälen sprach Die im ganzen Lande stattfanden und die Gemüter Reichsminister Kerrl über Weltanschauung und Erregten. Im allgemeinen ist sonst ein Wahlkampf Religion im nationalsozialistischen Staat. Religion nichts Aufregendes in einem so ruhigen Lande wie und Weltanschauung seien aus einer gemeinsamen Norwegen. Aber schon die vorjährige Stortings- Wurzel erwachsen. Beider Aufgabe sei es, dem wähl machte eine Ausnahme von dieser Regel, und Menschen auf seine Frage nach dem rich - auch jetzt bei den doch viel weniger wichtigen Korn- t i g e n Handeln Antwort zu geben. Die munalwahlen gab es Wahldemonstrationen, Wahl- Weltanschauung unserer Altvordern und die gesamte siilme, Wahlfeste und ähnliche Veranstaltungen, abendländische Philosophie und Naturwissenschaft Allerdings gingen diese im wesentlichen von der l hätten immer um diese Antwort, wie der Mensch Arbeiterpartei aus, die sich bemühte, die I gewissenhaft handeln könne, gerungen Die offiziel- Wahl zu einer großen Vertrauenskundgebung für hm Kirchen hätten sich leider nicht immer auf ihre Die marxistische Regierung zu machen, die bekannt- rein religiösen Aufgaben beschränkt, sondern immer [ich seit drei Jahren mit Unterstützung der Bauern- jn der Gefahr gestanden, die Religion zu politischen partei am Ruder ist. Schon im vergangenen Jahre Zwecken zu mißbrauchen, indem sie in der euro- hatte sie gehofft, mit Hilfe ihrer Wohlfahrtspolitik päischen Kirchengeschichte zu Staatskirchen und der günstigen Wirtschaftskonjunktur die Mehr- Igeworden seien.
Reichsminister kerrl wandte sich entschieden gegen das Gegeneinanderausspieten von Weltanschauung und Religion und stellte unter Hinweis auf die alleinige Gültigkeit des nationalsozialistischen Parteiprogramms folgendes fest: Der Nationalsozialismus ist eine Bewegung, die bie Bindung an Gott und di e gött-
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