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Verkehr uni» Politik in Wna.

^3on Dr. Paul Rohrbach

In den Jahren als Rußland weltpolitische Pläne ist Ostasien auf der Hohe waren, kurz vor dem Ausbruch des russisch-japanischen Krieges, war in Petersburg viel davon die Rede, von einem Punkt in West-Sibirien aus eine Abzweigung von der großen sibirischen Bahn durch Jn- nerasien bis nach China hinein zu fphren und diese Linie in Hankau, dem Ozeanhafen am mittleren Jangtse, oder in Schanghai enden zu lassen. Ich entsinne mich noch es muß 1901 oder 1902 gewesen sein wie mir der Fürst U ch t o m s k i, der damals großen Einfluß bei Ni­kolaus II. befaß, <diesen Gedanken auseinandersetzte und hinzufügte-, dann wird England in Indien von zwei Seiten, von Afghanistan und von China her in die Zange genommen, daß es quiekt!

An jene Idee, das Herz von China unmittelbar durch eine Eisenbahnlinie vom Gebiet einer benach) barten Großmacht her zu erreichen, erinnert die Nachricht, daß England an China eine An­leihe gewährt, um den östlichen Endpunkt der englisch-indischen Bahnen in Birma, K u n l o n g, mit dem Endpunkt der Großschiffahrt auf dem Jangtse, Tschungking, zu verbinden. Don Tschungking nach H a n k a u , wo die ganz China von Norden nach Süden, von Peking nach Kanton, durchziehende Eisenbahn-Magistrale und der Wasserweg des Jangtse sich schneiden, ist gleichfalls ein Bahnbau projektiert, doch wäre der nicht einmal nötig, um einen Massenverkehr, wie er schon jetzt zu Schiff auf dem Jangtse statt­findet, zu bewältigen.

Worin liegt die Bedeutung dieses englisch-chine- ischen Eisenbahnplans, zu dessen Durchführung, bei tark beschleunigter Bauweise etwa vier Jahre er- orderlich sein werden? Wenn die Bahn fertig ist, können Material- und Truppentransporte aus Indien nach China gebracht werden, ohne den möglicherweise durch die Japaner behinderten See­weg zu benutzen. Der Handelsverkehr aus der südchinesischen Provinz I ü n n a n über Talifu nach D h a m o in Ober-Btrrna ist uralt. Bhamo wird gleichfalls schon durch eine englische Bahn erreicht, aber die Fortsetzung von hier nach Jünnanfu, der Hauptstadt der Provinz Jünnan, würde auf so schwieriges Gebirgsgelände treffen, daß besser Kunlong als Ansatzpunkt genommen wird. Auch wenn die Linie von hier aus geführt wird, sind große Kunstbauten, Steinsprengungen, Tunnels und Brücken nötig. Die Franzosen haben ähnliche Hin­dernisse zu überwinden gehabt, als sie von ihrem hinterindlschen Besitz in Tonking eine Bahn nach Jünnanfu bauten. Diese war schon vor dem Welt­krieg vollendet. Sie ersteigt in kühner Technik das Gebirgsland von Jünnan und sollte ursprünglich den französischen Hoffnungen dienen, ein Stück von Südchina als besondere französischeEinfluß- Sphäre" mit dem hinterindischen Kolonialgebiet Frankreichs zu verbinden.

Um die Jahrhundertwende war es fast schon zu einem politischen Gemeinplatz geworden, China sei zum Zerfall und zur Aufteilung in gesonderte Interessengebiete der europäischen Großmächte und der Amerikaner bestimmt. Aus dieser Vorstellung heraus bemächtigten sich auch die Bereinigten Staa­ten im Kriege mit Spanien der Philippinen, um dort einen Stützpunkt für etwaige Ansprüche auf ein benachbartes Stück Festland zu haben; Ruß­land saß in der Mandschurei auf der Lauer; auf englischen Karten wurden bereits die Worte Pangtze Basin" in roter Schrift quer durch ganz Mittelchina gedruckt, um damit britische Ansprüche anzumelden, 'und auch Deutschland tat, um nicht allein zurückzubleiben, den Griff nach der Kiau- tschou-Bucht. VoN alledem ist heute nicht mehr die Rede. Es handelt sich nicht mehr um eine Auftei­lung Chinas, sondern um die Erhaltung der offenen Tür in China für den europäischen und den amerikanischen Handel und um die Perhinde­rung der japanischen Monopolwünsche.

Jünnan ist erst viel später als die übrigen Pro­vinzen an China gekommen. Bis zum 13. Jahr­hundert n. Chr. bestand dort ein selbständiges Reich. Von altersher ist ein großer Tell der Bevölkerung mohammedisch und widerstrebt der chinesischen Herr- chaft. In den Jahren von 1856 bis 1872 war es den Mohammedanern gelungen, in West-Jünnan ein selbständiges Reich mit der Hauptstadt Talifu zu begründen. Dann wurden die Chinesen wieder Herren der Lage, aber es gab noch wiederholte Aufstände, die, wie von chinesischer Seite behauptet wurde, Förderung durch England erfuhren. Als Frankreich die Jünnan-Bahn baute, erschien, 1909, ein Buch von H. R. Davis:Yunnan the Link (das Bindeglied) between India and the Yantze. Schon damals also wurde Jünnan als notwendiges Durchgangsgebiet für eine zukünftige Ver­bindung zwischen Indien und dem Jangtsebecken im Interesse Englands reklamiert. Die Trasse der Dahn

von Kunlong nach Tschunking, die jetzt in Angriff genommen werden soll, ist auf englischen Karten aus dem Anfang des Jahrhunderts eingezeichnet, war also von englischen Ingenieuren bereits unter­sucht, als es sich noch darum handelte, sich in Jün­nanfu den Franzosen vorzuleaen.

Zwischen den englischen Eisenbahnen in Vorder­indien und in Birma besteht noch eine unbedeutende Lücke, die sicher bald geschlossen werden wird. Abge­sehen davon ist England in der Ausnutzung aller Seeverbindungen diesseits Singapore, im Meer­busen von Bengalen, unbehindert und könnte Trup­pen auch direkt in Rangun, dem Haupthafen für Birma und dem seewärtigen Anfangspunkt der bir­manischen Eisenbahn, landen lassen. Die Mindest­bauzeit für die englische Jünnanbahn ist nur ein weniges länger, als der Gesamtplan der englischen Aufrüstung. Man begreift ohne weiteres, daß in die Lage in Ostasien ein neues und wichtiges Mo­

ment kommt, sobald von einer für Japan unan­greifbaren Basis aus englische Transporte nach allen wichtigen Punkten Chinas zu Lande möglich sind. Für die chinesische Widerstandskraft im Fall eines Konflikts mit Japan würde es entscheidend darauf ankommen, die Chinesen fortlaufend mit Kriegsmaterial zu versehen. In diesem Punkt sind ihnen die Japaner durch ihre Geschütz-, Gewehr- und Munitionsfabriken weit überlegen. Die Kampf­kraft chinesischer Truppen gegenüber den japanischen darf nach der Probe während der vier Wochen des Kampfes um Schanghai, Anfang 1933, durchaus nicht gering angeschlagen werden. Die englische und wie man vermuten muß auch die amerikanische po­litische Strategie in bezug auf China geht jetzt offenbar dahin, China selbst zu stärken, und dazu wird die Jünnanbahn nach ihrer Vollendung einen sehr spürbaren Beitrag leisten.

Neues für den Büchertisch.

A. E. Johann: Pelzjäger, Prärien und Präsidenten, Fahrten und Erlebnisse zwischen Neuyork und Alaska, mit 32 Bildern. Preis in Leinen gebunden 6,00 Mark. Verlag Ull­stein, Berlin. (66) In weitem Bogen spannt sich in dem Fahrtenbericht Johanns die Geschichte derNeuen Welt", von der Lederstrumpfromantik unserer Kindertage bis in die Gegenwart der zer­mürbenden Wirtschaftskämpfe des ehemaligen Lan­des der unbegrenzten Möglichkeiten. Johann ist auf seiner Weltreise durch die Küstenländer des Pazifik auch auf die Spuren der weißen Siedler gestoßen, die in ständigem Kampf mit den Indianern vom Atlantik her nach Westen vordrangen als Jäger und Fallensteller,Waldläufer" wie sie I. F. Coo­per unnachahmlich eindrucksvoll geschildert hat, dann als Soldaten und Siedler, die mit all der Zähigkeit der weißen Rasse den eroberten Urwald- und Step­penboden gegen die einstigen roten Herren sicher­ten. Daß Coopers Romane in der ersten Geschichte Kentuckys ihre historischen Vorbilder haben, wissen manche nicht. Johann hat ihnen nachgespürt und gibt nun ein ungemein fesselndes Lebensbild Da­niel Boones, CoopersLederstrumpf", und Te> cumtses, des letzten großen Freiheitskämpfers der Indianer. Auch aus der Siedlungsgeschichte Kana­das, dessen politische und wirtschaftliche Verhältnisse bei uns weit unbekannter und doch vielleicht zukunftsträchtiger sind, als die der Vereinigten Staaten, berichtet Johann interessante Einzelheiten, namentlich auch über Ansiedlungen deutscher Luthe­raner in Neu-Schottland. Erschreckend ist das Bild, das der Verfasser von der Krisis der amerikanischen Getreidewirtschaft entwirft. Der Raubbau am Po- den hat aus der fruchtbaren Prärie eine trostlose Sandwüste gemacht. Seltsam sticht davon ab Alaska, das amerikanische Sibirien, von dem wir uns eine so gänzlich falsche Vorstellung zu machen pflegen, die noch auf den Begriffen desGold­landes am Klondike" beruht, In Wahrheit aber breitet sich hier unmittelbar südlich des Polarkreises ein ungemein fruchtbares, an Wild und Fischen überreiches Land mit fast tropischen Sommern aus, das mit einer Bevölkerungsdichte von noch nicht einem Einwohner auf den Quadratkilometer nur auf großzügige Besiedlung wartet, um der Welt­wirtschaft erschlossen zu werden. Fr. W. Lange.

Gottfried Kölwel: Irdische Fülle. Gedichte. 2,20 RM. Propyläen-Verlag, Berlin. (83.) Gottfried Kölwel, dessen Liebesgeschichte Das Glück auf Erden" vor einiger Zeit an dieser Stelle besprochen wurde, erweist sich mit dem neuen Gedichtbande als Lyriker von persönlicher Haltung, lebendiger Anschauung und großem Formenreich­tum. Sein eigentliches Thema ist bas alte und wohl unerschöpfliche Motiv aller echten Lyrik: er wird nicht müde> die beseelte Natur zu besingen und die irdische Fülle ihrer Erscheinungen im Ab­lauf des Jahreskreises im Gedicht zu sammeln und zu spiegeln. In immer wechselnder Gestalt, in Bil-

dern von oft überraschender Frische und Ursprüng­lichkeit des Augeneindrucks und der Empfindung fügt sich vom ersten Frühjahr bis in dieLänd­liche Christnacht" hinein Strophe an Strophe zu einem andächtigen, vieltönigen Lobgesang der natürlichen Welt.

Hans Thyriot.

Walther Kloepffer: Fogg bringt ein Mädchen mit. Roman einer Kameradschaft. 273 Seiten. Geh. 2,50 RM. Seinen 3,80 RM. Per­lag Scherl, Berlin SW 68, 1937. (81) Dies ist die Geschichte von dem Manne Fogg, der eines Tages als Arzt aus Ueberfee zurückkehrt in seine alte Heimat im Bayrischen Wald, um eine Erb­schaft anzutreten. Aus dieser Heimkehr, so natürlich und nüchtern sie auf den ersten Blick scheint, wird ein richtiges Abenteuer. Ehe er daran gehen kann, sich - daheim ein neues Leben aufzubauen, muß er mit der Vergangenheit fertig werden: in Hamburg

begegnet er einer Frau, die während des Krieges, an der Front hn Osten, auf eine merkwürdige Weife seinen Weg gekreuzt hat urtb ihm dann aus den Augen gekommen ist. Die Frau stirbt bald nach dem unverhofften Wiedersehen, aber sie läßt eine Tochter zurück, ein junges Mädchen, das der Heim­kehrer Fogg mit in fein Dorf nimmt. Und nun be­ginnt erst ein richtiger Roman, Liebesroman, Kri­minalroman, Geschichte eines Abenteuers und eines Mannes, der auf feine Weise den Kampf mit dem Leben aufnimtiit, am Ende zum Ziel gelangt, sei­nen Willen durchsetzt und sein Glück macht. Das ist alles mit Phantasie erdacht, ein wenig romanhaft und romantisch zuweilen, aber doch auch wieder mit einem sicheren Blick für das einfache, wirkliche Leben, anständig geschrieben, sauber, mit Humor und so spannend erzählt, daß man nicht gut auf­hören kann, ehe das Buch ausgelesen ist.

Hans Thyriot.

M»ke als Vriesschreiber.

Moltkes Briefe, ausgewählt und er­läutert von W. Andreas. Mit sechs Tafeln und zwei Schriftproben, zwei Bände. Preis in Leinen je Band 3,00 Mark. Verlag des Pibliographifchen In­stituts AG. in Leipzig. (50) Vielleicht macht es den besonderen Reiz so hervorragender Denk- mäler deutscher Prosastilkunst, wie Bismarcks und Moltkes Briefe an Braut und Gattin, Verwandte und Freunde, aus, daß sie ohne jeden literarischen Ehrgeiz geschrieben wurden und nicht für die Augen Dritter bestimmt waren. Um so dankbarer empfin­den wir das Geschenk, das wir mit der Veröffent­lichung dieser nach Inhalt und Form gleich fesseln- der Briefsammlungen empfangen haben, sind es doch die unmittelbarsten Zeugnisse der Persönlichkeit des großen Staatsmannes und des großen Feld- Herrn in der Zeit der deutschen Einigung. Hier spiegeln sich auch die verschiedenen Charaktere und Temperamente. Der starken Impulsivität Bismarcks, der, von seinem Dämon getrieben, gleich leiden­schaftlich lieben wie hassen konnte, seinem oft bis zum Sarkasmus gesteigerten Humor tritt in Moltke, demgroßen Schweiger", der nach außen stets kühle und beherrschte Weltmann gegenüber, der auch für seine persönlichsten Gefühle nur zarte, ge- dämpfte Töne fand, dessen innere Harmonie ihm Duldsamkeit und Milde gegenüber anderen Auf­fassungen erlaubte, auch wenn er selber nicht min­der fest umrittene Anschauungen von den Dingen des öffentlichen Lebens hatte als Bismarck. Eine tiefe, wenn auch verschieden geartete Religiosität, eine ebenso umfassende wie gründliche Bildung waren ihnen beiden eigen. Eine sorgfältig gepflegte Liebe für bildende Kunst und Musik hatte Moltke vor seinem großen Zeitgenossen voraus, der zwar die Musik als Therapie für seine Nerven oft schätzte,

im übrigen wohl aber den schönen Künsten wenig Verständnis entgegenbrachte. Moltkes Priese, die in dieser schönen, von W. Andreas sehr sorgfältig aeorbneten und mit wirklich alle Fragen erschöp­fenden Anmerkungen versehenen Ausgabe uns wie­der zu genußreicher Lektüre in die Hand gegeben worden sind, umspannen siebzig Jahre eines langen und selten inhaltreichen Lebens. Die meisten sind an die Braut und Gattin gerichtet, Marie Burt, seine fast 26 Jahre jüngere Nichte, die dem im Leben gereiften Manne die Hand reichte und mit ihm eine überaus glückliche Ehe geführt hat, bis der Tod sie am Weihnachtsabend 1868 löste. Die bekannten Reisebriefe aus der Türkei, wo Moltke als junger Generalstabsoffizier am Feldzug gegen Aegypten 1839 teilnahm, sind an die Mutter ge­richtet. Sie geben ein fesselndes Kulturbild des Nahen Orients vor einem Jahrhundert, als er noch abgeschlossen und unzugänglich wie ein großes Rät- fei vor Europas Toren lag. Auch später ist Moltke der Reisepassion treu geblieben, und fein Dienst als Adjutant des späteren Kaisers Friedrich hat ihm viel Gelegenheit zu Auslandsreisen gegeben. So hat er die Höfe von London, St. Petersburg und Paris kennengelernt und seine Schilderungen daher sind in ihrer Anschaulichkeit als Ergebnis seiner unge­mein scharfen Beobachtung auch für das Kleine und Nebensächliche unübertroffen. Dann kommen die Briefe aus den drei Feldzügen, zuerst noch an die Gattin, dann an die Geschwister gerichtet. Sie spiegeln in ihrer abgeklärten Ruhe im allgemeinen wenig von dem Kampf wider, den Moltke um seine Stellung als Generalstabschef und um die Durchsetzung seiner strategischen Ansicht auszusech- ten hatte. Bis in die letzten Lebenstage hinein zeu­gen dann seine späteren Briefe aus der Friedens-

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gepökelt und geräuchert als Kas­seler Rippenspeer bezeichnet und gekocht oder geschmort wird. Rips, Gewebe, die gerippt er­scheinen, weil die Schußfäden verstärkt sind. Rips gibt es in den meisten Stoffarten, die wi­derstandsfähigsten Sorten wer­den für Möbel- und Autopol­sterbezüge verwendet. Rips rei­nigt man mit dem Staubsauger oder Klopfer und Bürste.

Rifibifi, italienisches Gericht aus Reis mit grünen Erbsen, das mit Speck oder in Butter gedün­stet ist.

Risotto, italienisches National­gericht, in Fleischbrühe und But­ter gekochter Reis mit Zwiebeln und Parmesankäse.

Rippen, die 12 Paar spanqenför- mig angeordneten, aus Knorpel und Knochen bestehenden, von der Wirbelsäule entspringenden Teile des Skeletts, welche den Brustkorb bilden. Die oberen 7 Paar setzen sich vorn am Brust­bein an, von den unteren 5 Paa­ren endigen die oberen 3 Paare jederseits in einem gemeinsamen Knorpel, dem Rippenbogen, die unteren 2 Paare, das 11. und 12. Paar, enden frei. Bei der At­mung heben und senken sich die Rippen, der Brustkorb wird dadurch erweitert und wieder verkleinert. An der Innenseite der Rippen ist das äußere Blatt des häutigen Rippen- und Brust­felles. Dgl. Knochenbruch, Brust­fellentzündung, Rachitis.

Rippenspeer, Bruststück des Schweines mit den Rippen, das

Rifie in Stoffgeweben stopft man oder laßt sie kunststopfen; bei Eummisachen werden sie auf der Rückseite geklebt. Risse in Möbeln macht man mit einer Mischung von Bienenwachs und Farbpulver unsichtbar. Die ge­kitteten Stellen müssen sorgsam nachpoliert werden. Risse in Zimmerwänden oder Decken ver­schmiert man mit Gips. In neuen Häusern entstehen manch­mal Risse, wenn das Haus sich setzt, d. h. wenn sich das Funda­ment senkt. In diesem Falle muß man abwarten, bis der manch­mal lang dauernde Vorgang be­endet ist, aber schon gleich den Fachmann zu Rate ziehen.

Rifiige Haut wird mit Borsalbe behandelt. Bei größeren Rissen ist ärztliche Behandlung zu emp­fehlen.

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J. B. Hauser, Gießen, am Oswaldsgarken, Fernsprecher 2145/2146.