xr.Hb Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Mittwoch, 24. ^bruar 1957
Mit Nw-
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Hochwasser im Abflauen
Aus der Hrovinziathauptfladt
'■[11, in dem Schafe untergebracht waren, mußte
ein.
P.B.
Wir machen darauf aufmerksam, daß die Auf-
18 Uhr Ausstellung „For-1 führung der Oper „Carmen" am Samstag, 27. Fe- I bruar, schon um 19.30 Uhr beginnt, damit die aus-
(Nachdruck verboten.)
Fortsetzung.
sie wollte.
mir beizu-
meine
am Brandplatz: 17 bis scher als Künstler.
Das Mädchen itf dem Silberhaar
Roman von Anny von panhuys.
ewes minder. 1 des geschieh ? Ehegatten oe- inden berüchih
Pestalozzischule Kreisversammlung. — Ortsgruppe Gießen-Süd und Deutsche Arbeitsfront: 20.30 Uhr im Studentenheim Ortsgruppenoersammlung, Vortrag von Oberbürgermeister Ritter. — Stadttheater: 19.30 bis 21.45 Uhr: „Kupferne Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „I A in Oberbayern". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Berge in Flammen". — Jahrgang 1887 der Frauen: 15 Uhr Zusammenkunft in der Wirtschaft Bönsel, Hamm- straße. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus
schwiegen: „Was soll ich nun aber in legenheit nach Ihrer Ansicht tun?"
Sie konnte bestrickend lächeln, wenn
es ist nichts an dem Geklatsch."
Sie wurde lebhafter. „Ich war natürlich zu Hause, ging aber an dem betreffenden Abend früh schlafen. Wie soll ich denn anders beweisen, daß ich nicht doch noch einmal das Haus verlassen habe, um auf dem Maskenball im Einhorn zu tanzen? Ich gebe zu, ich bin manchmal für hiesige Begriffe, auch für die Begriffe meiner Familie, etwas extravagant, aber ein Maskenball dieser Art hätte mich wirklich nicht gereizt. Ich will diesen Klatsch aus der Welt schaffen durch ein Mittel, das unfehlbar hilft und rechne sehr auf ihren Beistand."
Sie lächelte wieder so bestrickend wie kurz zuvor.
Er antwortete nicht gleich, sagte dann langsam: „Es wäre doch aber nicht so etwas Furchtbares, wenn Sie wirklich auf dem Maskenball gewesen wären, der doch zu den durchaus anständigen Veranstaltungen gehört, und ich finde, durch die von Ihnen vorgeschlagene Annonce gewinnt ein kleiner harmloser Klatsch, eine Personenoerwechslung erst Wichtigkeit, die höchst überflüssig ist. Ich verstehe den Standpunkt Fräulein Karstens, glaube aber, sie ist gern bereit, sowohl Ihrer Familie, als auch dem Grafen Stein, an dessen Meinung Ihnen wohl besonders liegt, zu versichern, daß sie es gewesen, die den Maskenball besuchte, und nur die auffallende Haarfarbe, die sie mit Ihnen gemeinsam hat, den Anlaß zu dem Irrtum gegeben hat."
„Rein, das genügt mir nicht, Herr Direktor", wehrte die Komtesse ab, „ich will, die ganze Stadt soll gleich Bescheid wissen. Man klatscht zuviel, die bequeme Genugtuung genügt mir nicht."
„Genugtuung?" wiederholte Berthold Radix langsam. „Aber ich bitte Sie, gnädiges Fräulein, das Wort hat doch gar keine 'Berechtigung. Fräulein Karsten ist Ihnen ja keine Genugtuung schuldig. Sie kann doch nichts dafür, wenn sie von anderen ihrer Figur und Haarfarbe wegen mit Ihnen verwechselt wird. Verzeihen Sie, aber darin sind Sie ungerecht."
jyumt werden. An einem Holzschuppen des Bcchn- Men Spuck, unmittelbar an der Wieseck, wur- die Grundmauern so stark unterspült, daß der Huppen einzustürzen drohte. Alles Holz, das im Suppen untergebracht war, mußte geräumt «den.
iHBollnbach trat das Hochwasser der Wieseck Zubers stark in Erscheinung. Trotz des dortigen pßen Flußbettes trat das Wasser über die Ufer G überschwemmte die Dorfstraße und den Dorf-
nächsten Morgen verkaufte Günther Greven- R? einem Juwelier auf dem Boulevard des Jta- ir» einen der in Barcelona in Ringform gefaßten kne und eine Krawattennadel. Der Juwelier,
„Ich freue mich Ihres Besuches und bin gespannt, welchem Grund ich die Ehre zu verdanken habe."
Die Komtesse nahm Platz, spielte etwas nervös mit dem rechten langftulpigen Handschuh, den sie ausgezogen hatte. Sie beklagte sich gründlich über Franziska Karsten, die nicht tun wollte, wozu sie
rd die ErnG sie ganz oba ^Pflichtigen M inen Beruf aus eichsarbeitsdient ppführer), oben ihnrich bzw. A ungstruppe (bis nden haben uni ie -25 Jahre dr uch in Betracht nes anderen ge
Oben rechts: Das Schild „Rur für Fußgänger" am Wiesenweg zum Philosophenwald wirkte am geftrigenDiens- tag fast wie ein guter Scherz. Für Fußgänger gab es da keine Möglichkeit, den Weg zu benützen. DasPaddelboot wäre das geeignete Fahrzeug gewesen, um zum Philosophenwald zu gelangen.
Reben st ehend : Ein eindrucksvolles Bild bot das Heuchelheimer Feld. Die Straße von Heuchelheim hinüber nach Dutenhofen zog sich wie ein Damm durch eine Wasserwüste.
(Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.)
weil sie ihr kleines Maskenballabenteuer nicht preisgeben wollte oder durfte.
Täglich war er jetzt mit dem Grafen zusammen, und er war längst dem Advokaten Dinet vorgestellt, der sofort alles für die Adoption einleitete. Der Advokat hatte zu ihm gemeint: „Man könnte Sie wirklich für einen Sohn von Monsieur le comte Rethel halten, man täte es sogar sicher, falls Sie die Ähnlichkeit noch durch einen kleinen Spitzbart, wie ihn der Herr Graf trägt, unterstreichen würden."
Die Bemerkung fiel bei Günther Grevenstein auf fruchtbaren Boden. Er ließ sich wirklich einen Spitzbart stehen. Jeden Tag ging er zu einem bestimmten Friseur, damit er das Wachsen und Gedeihen der neuen Bartzierde genau überwache und ihr von Anfang an die nötige Pflege zuteil werden ließe.
Eines Tages erfuhr denn Günther Grevenstein auch, was für eine Generalvertretung der Graf hatte. Es handelte sich um deutsche Radioapparate der Firma Radio-Radix, deren Fabrik sich in einer kleinen deutschen Stadt befand.
Günther Grevenstein stutzte. Welch sonderbarer Zufall, dachte er, die kleine Stadt, in der sich die Radio-Radix befand, war dieselbe, in der er den Maskenball besucht, der seinem Leben eine so ganz andere Richtung gegeben.
Der Gras erklärte: „Es handelt sich in der Hauptsache um einen Repräsentationsposten. Die Räume der hiesigen Radio-Radix befinden sich an der Madeleinekirche. Ein ganzes Stockwerk haben wir dort und sehr gutes Büropersonal, sowie tüchtige Reisende. Ich bin bloß so'n Oberbonze ohne große Kopfschmerzen. Immerhin, ich arbeite natürlich auch und habe vom Fach, ohne mich loben zu wollen, ziemlich viel los."
Günther Grevenstein lernte bald die Pariser Niederlage der Radio-Radix kennen und sah, als er auf ihn wartete, zu, wie der Graf einen Brief aus Deutschland las. Er ahnte nicht, daß die mit dem silberblonden Haar, die er so verlangend geküßt, und deren Bild noch oft vor ihn hintrat, den Brief stenographiert und mit der Maschine abgeschrieben hatte. Er ahnte nicht, daß er nicht die Komtesse Mönchsgut geküßt, sondern eine Angestellte der Radio-Radix, die dem Diadem nicht nachsagte, weil sie es nicht für echt hielt.
8.
Die Komtesse Mönchsgut war wütend, so kurz von Franziska Karsten abgefertigt worden zu sein, und am nächsten Vormittag fuhr sie in ihrem kleinen Auto bei den Radio-Werken vor. Sie wurde dem Direktor gemeldet, der sie gleich mit größter Liebenswürdigkeit empfing. Man kannte sich gut, und die Komtesse war befreundet mit Melitta Keibert, zu deren Anbetern Berthold Radix gehörte, wie man wissen wollte.
Berthold Radix schob der Komtesse einen Klubsessel zurecht.
„So genau kann ich das nicht nehmen", wehrte sich die Komtesse wieder, sehr ärgerlich darüber, nicht das Entgegenkommen zu finden, das sie hier erwartet hatte. „Ich denke und handle so, wie es für mich am günstigsten ist."
„Dann dürfen Sie sich aber nicht wundern, wenn Fräulein Karsten genau so denkt, um so mehr, als sie an dem Klatsch schuldlos ist."
Die Komtesse trumpfte auf: „Sie sollten ihr nicht so schützend beistehen, Herr Direktor. Der Klatsch befaßt sich leider nicht nur damit, daß die Komtesse Mönchsgut auf dem Maskenball gewesen und dort getanzt hat, sondern auch damit, daß sie fast nur mit einem Herrn im Domino getanzt, dann mit ihm Sekt getrunken und sich schließlich mit ihm ganz abgesondert hat. Ein paar Masken sind den beiden unbemerkt nachgeschlichen und haben nachher überall ausgetratscht, die Komtesse Mönchsgut hätte sich oben auf der beinahe dunklen Galerie von dem Domino gründlich abküssen lassen."
Berthold Radix wunderte sich, warum ihm plötzlich das Blut so stark zu Kopfe schoß, daß es in seinen Ohren sauste und brauste. Er begriff nicht, warum ihn ein ganz toller Zorn ergriff und er am liebsten laut geschrien hätte: Das ist nicht wahr, das ist eine ganz gemeine Lüge!"
Er preßte die Lippen aufeinander, erwiderte mit künstlicher Ruhe: „Ich werde mit Fräulein Karsten sprechen und Ihnen dann Nachricht zukommen lassen, Komtesse."
Sie nickte: „Gut, ich bin damit einverstanden, es bleibt mir allerdings auch nichts weiter übrig. Aber ich werde übermorgen zur selben Zeit wieder Herkommen, nicht wahr?"
Ihm war es recht, ihm war alles recht, nur endlich gehen sollte die Komtesse, deren hochmütiger Mund, deren dreiste Augen ihm mit einem Male unsagbar zuwider waren.
Kaum hatte sich Hella Mönchsgut entfernt, löste sich die künstliche Ruhe seiner Züge, seine Erregung war unverkennbar. Um seinen Mund zuckte es, und auf seiner Stirn lagen tiefe Schatten. Eine ähnliche Bemerkung, nur lange nicht so betont, wie eben die der Komtesse, hatte Prokurist Wüst direkt gegen Franziska Karsten geschleudert, an dem Tage nach dem Maskenball, als sie das Geld von der 'Fabriksparkasse erheben wollte.
Er hatte die Bemerkung als albernen Klatsch nicht geglaubt, sie beinahe vergessen. Die Komtesse aber hatte deutlicher gesprochen, und ihm war ei, als sähe er auf dem weichen klaren Gesicht Fran» ziska Karstens jetzt ein häßliches Mal, das die feinen Züge entstellte.
Er ballte die Hände zu Fäusten. Was ging ihn das Mädel an! Er hatte sich vordem wenig um sie gekümmert, doch seit dem Tage, an dem sie ihm Dinge ins Gesicht gesagt, die er, obwohl sie ihn ärgerten, als Wahrheit anerkennen mußte, seit dem Tage dachte er zuviel an sie.
(Fortsetzung folgt!)
und sie wollte jetzt.
„Ich bitte Sie, bester Herr Direktor, stehen gegen diese halsstarrige dreiste Person und ........ Forderung bei ihr zu unterstützen. Es gibt für mich keinen anderen Weg als die Zeitungsnotiz. Nur auf diese Weise erfährt der ganze Ort,
Ställen untergebracht werden.
Im K l e e b a ch t a l gab es ebenfalls Ueber- fchwemmungen. Der Klee buch hat weite Wiesen- flächen unter Wasser gesetzt und auch der Geschwindbach ist über die Ufer getreten. In Hörnsheim, wie auch in anderen Orten, drang das Wasser in die Keller
von ihr aufgefordert worden.
Während der Erzählung war das anfangs lächelnde Gesicht ihres Zuhörers immer ernster geworden. Schließlich fragte er, der bisher ge- ' der Ange-
müffen in der Dämmerung die Amseln flöten, die zuverlässigen Herolde der nahen Wende. P. B.
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
NSLB., Kreis Gießen, 15.30 Uhr in der Neuen
Wchn | n n tnb SelbstM-^^ t)i
Versorgung her 11 ishMngen mir I » i gerichtet. Durd» j •’p ig des Waren- l | mcher und burd I j lilligung der A L als erwerbswirt F sunternehmuiM I chaften ohne bk 5ic sind bemnoti lels-Grohbetriett leben. Nach NI jungen unb W ijfe werben ber lenossenschastlich^ das Mitglied kl seinen Umsatz r tung, die m- davon wird N des zugeschneb^ erreicht ll - Ll seinen Geschah eik (teilt tas» r - ohne SchM Anteil wirb b® ien aus der N
ziele Einwohner unserer Stadt fanden gestern, ^em einige Stunden lang die Sonne die vor- L undurchdringlich erscheinende Wolkendecke durch- FrJien hatte, den Weg zur Lahn ober zur Wieseck, |,.h sich das Hochwasser anzusehen. Der große See, s. sich hinter dem Amtsgericht gebildet hatte, er- 1 n auch nicht alltäglich und war schon einiger nierksamkeit wert. Gegen 16 Uhr bot sich am Gericht übrigens ein schönes Schauspiel. In lderoollem Fluge kamen vom großen Eich-
Amt Deutsches Volksbildungswerk.
Am Freitag, 26. Februar, 20 Uhr, liest in der Neuen Aula der Universität der Dichter Karl Heinrich Waggerl aus eigenen Werken. Der Goethebund hat uns zu diesem Abend verbilligte Eintrittskarten zum Preis von 50 Pfennig zur Verfügung gestellt, die auf der Kreisdienststelle erhältlich sind.
Amt Feierabend.
Oie Bank in den Anlagen.
Wie ein Bettler, der ein Almosen erwartet, mag sie wohl bei jedem nahenden Schritt Hoffnung haben, daß man ihr Beachtung und ein wenig Gesellschaft schenke. Sie muß sich sehr einsam fühlen in den noch winterlichen Anlagen. Zwar schlafen die Bäume und Sträucher längst nicht mehr, ihre Zweige wiegen sich schon gelöster und elastischer im Wind, und überall brechen schwellende Knospen aus der Rinde, aber nur die Hasel- und Erlengebüsche sind bis jetzt dabei, ihre anmutigen Vorfrühlingswimpel zu hissen. Die Vögel sind bis auf die neugierigen Meisen, die voll Keckheit und Frohlaune ihr „Sind Sie da? Sind Sie da?" jedem einsamen Wanderer entgegenzwitschern, noch stumm und verraten nur durch ihr unruhevolles Herumflattern, daß ihnen das Herz rascher schlägt.
Wenn erst die Sonne die regenverweichten Wege wieder austrocknet und das Sitzbrett mit flutenden Strahlen angewärmt haben wird, kann die Bank schon eher auf Besuch rechnen. Vielleicht träumt sie bei heiterem Himmel von ihren Stammgästen. Ob der Alte im weißen Bart, der im letzten Frühling immer seine Zeitung aus der Tasche nahm, wenn er Platz genommen hatte, gesund über den Winter hinweggekommen ist? Manchmal stellten sich noch zwei Freunde bei ihm ein, und es war ein gemütliches und ausdauerndes Plauderkollegium, von dem die Bank alle Neuigkeiten in der Stadt erfuhr. Mitunter kamen auch Frauen mit Kinderwagen, aber da wurde es der Bank oft zu lärmvoll. Die Mütter schimpften, und die Kinder schrien. Am schönsten war es an den stillen Abenden, wenn die Liebespärchen nach einem verschwiegenen Plätzchen suchten. Da freute sich die Bank doppelt, daß sie eine breite Schlehdornhecke im Rücken hatte, die im bräutlich weißen Flor blühte und süßen Duft in die Windstille atmete. Freilich hörte sie nicht viel von dem Geflüster eines solchen Pärchens. Da gab es keine lauten Worte und kein Gezänk wie am Tage, wenn ein Schwerhöriger sich den alten Stammgästen zugesellte, oder die Mütter und Kindermädchen sich bei den Kleinen Respekt verschaffen mußten. Da waren sich Mund und Ohr so nahe, daß jeder Seufzer im Herzen des andern widerklang, und obschon die Bank von der geheimnisvollen Zwiesprache so gut wie nichts erlauschte, war es ihr doch so eigen und feierlich zumute, daß sie gar nicht müde wurde, wenn die Beiden die Zeit vergaßen. Es kamen ihr dann immer die wundersamen Herzenstöne der Nachtigall in den Sinn, es mußte in ihren Weisen eine ähnliche Stimmung schwingen ...
Sie wird noch eine Zeitlang zu warten haben, die träumende Bank, bis sich ihre Zeit erfüllt. Erst
platz in einer Höhe von 50 Zentimeter. Das Wasser lief auch in die tiefgelegenen Keller und Ställe. Auch die Kreisstraße Saasen — Bollnbach stand unter Wasser und war auch für Kraftfahrzeuge fast unpassierbar. In Saasen reichte das Wasser bis an die ersten Häuser der Bahnhofstraße.
Auch die Lumda führt in diesen Tagen sehr viel Wasser. In Mainzlar mußten verschiedentlich die Ställe geräumt und die Tiere in höhergelegenen
i die schönen, reinen Steine sehr reizten, beite gut. Den tadellos gekleideten Herrn, der ein Französisch mit etwas ausländischem Akzent hii), behandelte er sehr zuvorkommend.
..heutzutage kommt man leicht in Geldschwierig- Jün", tröstete er, als der Fremde, der sich durch bin Paß ausgewiesen, seufzte, es fiele ihm doch vrs schwer, sich von den alten, wenn auch Wern gefaßten Familienerbstücken zu trennen, lie nächsten Steine würde er in London oer= wen, nahm sich Günther Grevenstein vor, vor- würde er hier wieder einige Steine fassen im. Der Verkauf loser Steine schien ihm ge- Me r.
Erste Wiederholung der „kupfernen Hochzeit-.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung der Komödie „Kupferne Hochzeit" von Svend Rindom statt. Die Spielleitung führt Hans Geißler. — Diese Vorstellung findet als 20. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr.
Gießener Konzert-Verein.
Man schreibt uns: Die Reihe unserer diesjährigen Solistenkonzerte beschließt am kommenden Sonntag ein Kammermusikabend, für den das Wendling- Quartett gewonnen wurde. Von der gesamten Fachpresse wird diese Künstlervereinigung als eine der besten in ganz Deutschland bezeichnet. Diese Einschätzung verdankt sie vor allem ihrem Zusammenspiel, das an Exaktheit und Ausgeglichenheit schwerlich übertroffen werden kann. Alle Konzertbesucher, die das Wendling-Quartett hier schon gehört haben, werden das aus eigener Erfahrung bestätigen können. Das rein klassische Programm enthält Werke von Haydn, Mozart und Beethoven.
Hiiler-Lugend Bann 116 Gießen.
Vetr.: Vereidigung der hI.-Führer am 20. April 1937.
Die Führer der Gefolgschaften und Sondereinheiten des Bannes 116 haben bis 28. Februar 1 *71 eine namentliche Meldung der zu vereidigenden HJ.- Führer an die Adjutantur des Bannes zu senden. Die Meldung ist getrennt nach Parteigenossen und Nichtparteigenossen anzufertigen.
Vetr.: HI.-Ehrenzeichen.
Anfragen über den Verbleib des HJ.-Chren- zeichens find bis 1. März 1937 an die Perfonal- stelle des Bannes zu richten.
Velr.: Deutsch-englisches Gemeinschaflslager.
Zu dem am 7. April 1937 in England beginnenden Gemeinschaftslager können seitens der Gefolgschaftsführer noch geeignete Kameraden in Vorschlag gebracht werden. Meldungen sind umgehend (26. Februar 1937) an die Adjutantur des Bannes zu richten.
Belr.: Arbeitsbesprechung des Vannstabes.
Die Arbeitsbesprechung des Bannstades findet am 25. Februar, 20.15 Uhr, auf der Banndienststelle statt.
Vetr.: HI.-Spielmannszug in Gießen.
Am Mittwoch, 24. Februar, 20.15 Uhr, tritt der Spielmannszug des Unterbannes 1/116 zur Uebungs- stunde im Heim der Gefolgschaft 11/116 (Gießen- Nord) in der Walltorstraße an. Es können sich noch acht Jgg. zum HJ.-Spielmannszug melden.
war jetzt immerhin schon ziemlich sicher ge- •toen in der Art, die Werte des Diadems um- ifäen.
Der je mehr er erkannte, welche Werte in dem 11 ihm anfangs für unecht gehaltenen Schmuck- id steckten, desto unverständlicher wurde ihm das Minen der Komtesse Mönchsgut, die das oer= Nie Diadem so gleichgültig hatte liegenlassen.
G“ las ständig deutsche Zeitungen, um sich zu Errichten, ob nicht doch nach dem Diadem ge- fot wurde. Aber er las nichts davon. Unb der M dieses Diadems war doch wirklich hoch genug, ik war es allerdings recht so, wenn alles still
t..
^«onchmal wurde er aber dadurch ängstlich, bettete, diese Stille wäre vielleicht nur ein Trick, n t den jetzigen Besitzer des Diadems in Sicheret, zu wiegen, um ihn später um so besser fassen 1' önnen. Vielleicht war man ihm sogar schon Eder Spur?
/I) was, beruhigte er sich. Wer dachte an ihn? Fr Frankfurt war er offiziell nach Berlin gereift t;r wußte, daß er unterwegs Station gemacht U'b unter dem Namen Walter von Frank eine ßrcit in einem kleinen Städtchen verbracht hatte. E‘ Berlin, in der Fremdenpension, war allerdings l^stither Grevenstein abgeftiegen, den Juwelieren IpKiüber aber hatte er sich wieder „von Frank ■formt.
IlMinn! (gr schob die Beängstigungen weit von 11 ’J• Die Komtesse schwindelte sicher Himmel und k p1’ über den Verlust des Diadems zusammen,
Ai id)
!'ber >ie oji]
!n' die°1§' Mrenteich herüber" die vier jungen Schwäne ge- 3enügen S’ |Ccn und landeten nach majestätischem Flug bei torunq iniJ ilhrai Eltern, die sich dort von einigen Kindern t5 die hjp ji :rn ließen.
Wenb; ;■ L sgs Hochwasser ist seit gestern nachmittag glück- lli rmeife wieder im Abflauen begriffen. Der
1 k ein amt fciiierftanb der Lahn ist zwar nicht sehr erheb- eröen- gefallen, immerhin aber etwas zurückgegangen.
/Gegensatz dazu, ist die Wieseck stark zuruck- tien- | fluiingen. Die Wiesen am Amtsgericht sind zum b r i g e . S-j wieder frei, und nur noch einige Tümpel |ten5 vier w M n den gestrigen See vermuten. Der Weg zum Haushalt 7 Mosophenwald ist bereits wieder gangbar.
3 auch S *
‘9ung auhy. i »us zahlreichen Orten der Provinz Oberhessen . x Milien uns Meldungen über Hochwasser vor. Fast Mall wurden sonst so bescheidene Bächlein zu dS sn *enil'Kl!n^en Müssen, die über ihre User traten und .?'/eriii^.chjedentlich erheblichen Schaden anrichteten.
'n im ft nI ;n Großen-Buseck wurden die an der Wie- ma hn* V* anliegenden Wiesen überschwemmt, durch die ie etalifation drang das Wasser im Orte verschiedent-
)ej mn; । 111 M in Keller und richtete an den Vorräten Schaden ’QnbtenV66 c' '» Ein Teil der Weidengasse wurde überschwemmt, mähit) 00 K'ten und Hofreiten gerieten unter Wasser, ein d) Sn8-QU$KE 'n dem Schafe untergebracht waren, mußte vitwet obeu$ '*! gehört. W
*9 «ich hi leoenben Elter,! wirken mürbe.
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