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wirt i. R. Ludwig Jung XIII. im Alter von 76 Jahren zur letzten Ruhe gebettet. Der Verstorbene, der als Landwirt fest mit seinem Heimatboden verwachsen war, war ein guter Kenner der Heimatgeschichte seines Dorfes und erzählte gern aus dieser. Der Männergesangverein „Eintracht", der am Grabe sang, verliert in dem Verstorbenen ein langjähriges Ehrenmitglied und einen treuen Freund des deutschen Liedes. Mehrere Jahre war der Verewigte Vorsitzender des Vereins. Der derzeitige Vereinsführer Wilhelm Rinn würdigte am Grabe die Verdienste des Verstorbenen, der rund 60 Jahre Vereinsmitglied war.
I Großen-Linden, 23. Febr. Der Landwirt Johs. Volk II. feierte heute bei guter Rüstigkeit seinen 7 9. Geburtstag. Der Jubilar kann fast noch alle landwirtschaftlichen Arbeiten verrichten.
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co Eberstadt, 23. Febr. Am Samstagabend fand im Gasthaus „Zum Adler" die Jahreshauptversammlung der hiesigen Milchabsatzgenof- s e n s ch a f t statt. Rechner Hermann Biehl gab zunächst die Bilanz bekannt. Die Genossenschaft zählt 92 Mitglieder und lieferte im Laufe des vergangenen Jahres 551 643 Liter Milch an die Molkerei in Gießen ab. Gegenüber 1935 liegt die Ablieferung um 20 000 Liter höher. Die Bezahlung erfolgte nach dem Fettgehalt. Der Durchschnittspreis betrug 13 Pfennig: die geringste Milch wurde mit 9,9 Pfennig, die fettreichste Milch mit 16,1 Pfennig bezahlt. Von den Mitgliedern der Genossenschaft wurden 1689 Pfund Butter und 250 000 Liter Magermilch zurückgenommen. Die Rechnung wies einen kleinen Ueberschuß auf, der dem Reservefonds zugewiesen wurde. Die Bilanz wurde gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt.
T Albach, 22. Febr. Gestern feierte der älteste Einwohner unseres Ortes, Karl Balser I., Polizeidiener im Ruhestand, seinen 8 6. Geburtstag. Herr Balser verfolgt die Geschehnisse unserer Zeit noch mit eifrigem Interesse.
+ Grünberg, 22. Febr. Am Samstagabend hielt die hiesige Kriegerkameradschaft im Gasthaus „Hessischer Hof" ihre Hauptversammlung ab. Der Vereinsführer, Bahninspektor Georg Schütz, der nach dem Wegzug von Kreisveterinärrat Dr. Fuchs seit Herbst vorigen Jahres dieses Amt bekleidet, erstattete den Jahresbericht. Fünf Mitgliedern, die auf eine 40jährige Zugehörigkeit zuni Verein zurückblicken können, konnte er die goldene Nadel überreichen. Es sind dies die Kameraden: Karl Becker, Georg Daniel Haas, Theodor B e i l st e i n, Georg F u l d a t und Georg Sauber. Die silberne Nadel für 25jährige Mitgliedschaft erhielten folgende fünf Kameraden: Leonhard Großhaus, Hermann Rühl, August Mohr, Karl Schmidt und Karsten Hansen. Dem Bezirk Grünberg sind vier Gewehre überwiesen worden, die bei der Beerdigung oon Kameraden zum Schießen des Ehrensaluts benutzt werden sollen. Der Vereinsführer ernannte den Kameraden Albrecht Großhaus zu feinem Stellvertreter. Ein Schießen im Saal für das Winterhilfswerk erbrachte annähernd 15 Mark. Hingewiesen wurde noch auf den am nächsten Mittwoch stattfindenben Familienabend, an dem Major Rieth einen Vortrag mit Lichtbildern über Kriegserlebnisse halten wird.
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5. Vortrag am Sonntag, dem 28. Febr. 1937, um HVs Uhr pünktlich im Physiologischen Fnstitut, Friedrichstraße 24 Prof. Dr. Leiser. 12Wd
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gebung der NSDAP., die am Samstagabend im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" stattfand, sprach Bürgermeister Vieth (Friedberg) über das Thema „Die große Entscheidung" Der Redner schilderte den Kampf der deutschen Seele mit dem marxistisch-liberalistischen Gedanken, der schließlich mit dem Siege des Nationalsozialismus durch Adolf Hitler seinen Abschluß fand. Die Ausführungen, durch Beispiele aus der Geschichte belegt, wurden mit großem Interesse verfolgt Der Ortsgruppenleiter dankte dem Redner und sprach das Schlußwort. — Am Sonntagnahmittag wurde der Land-
gruppe. Die Leiterin der Frauenschaft von (Et- tingshausen warb in Münster 26 Frauen, die dem Frauenwerk beitraten. Frau Wrede führte die Frauen in die Grundgedanken des großen Frauenaufbauwerkes ein und sprach ausführlich über alle Frauenaufgaben, die in echter Kameradschaft unter- einander geleistet werden müssen. Die Frauen, ungefähr 60, folgten mit großer AufmerksanÄeit.
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g - Göns, 22. Febr. Der Gesangverein „Frohsinn" beging am Samstagabend die Feier seines 83. Gründungstages. Nach herzlichen Worten der Begrüßung durch den Ehrenvorsitzenden Karl Faber wechselten Chöre des Vereins mit Zithervorträgen eines aus Mitgliedern des „Frohsinns" bestehenden Zitherquartetts ab. Zweier im vergangenen Jahre verstorbener Mitglieder wurde in üblicher Weise gedacht. Alsdann erfolgte die Ernennung von Albert B r ü ck e l, Emil Hock, Kaspar Kümmel, Otto May, Friedrich Wilh. Müller und Karl Müller II. zu Ehrenmitgliedern (25jährige ununterbrochene Mitgliedschaft). Der Dereinsführer dankte ihnen für die bisher dem Verein gehaltene Treue und forderte auch zu weiterer Unterstützung auf. Den Dank der Geehrten stattete Alb. Brücke! ab. Er sprach auch seine Anerkennung über die bei dem letzten Konzert gebrachten Leistungen aus. Im Anschluß hieran richteten sowohl der Vereinsführer Faber, als auch der Dirigent, Oberreallehrer Blaß (Gießen), beherzigende und ermahnende Worte an alle früheren Sänger, sich doch wieder in die Sängerschar einzureihen, da gerade die Gesangvereine eines der kostbarsten Kulturgüter zu verwalten hätten. Mit Dankesworten an den Dirigenten und die Sänger für die bisher geleistete Arbeit, sowie des Gedenkens an den Führer, fand unter dem Gesang der beiden Nationallieder der erste Teil seinen Abschluß. Der zweite Teil des Abends war ausgefüllt mit einigen kleinen Theaterstücken, die allgemein sehr gut gefielen. Lange noch blieben die Mitglieder zusammen.
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j) Mainzlar, 22. Febr. Arn Sonntagmorgen war in Mainzlar die Führerschaft des Stammes V „Burgund" angetreten. Trotz des schlechten Wetters waren etwa 60 Jungen zu dem Stammtag erschienen. Der Stammtag nahm seinen Anfang mit einem Gedenken derer, die in den Jahrhunderten deutscher Geschichte ihr Leben für die Größe ihres Vaterlandes geopfert haben. Sodann sprach der Führer des Stammes V Schmulbach (Lollar) über das Thema: „Volk ohne Raum". Er gab einen Ueberblick über die Kolonisationspolitik von der Zeit der Germanen bis zur Gegenwart und aeicjte die Entwicklung Deutschlands zu einem Industriestaat, zu einem „Volk ohne Raum". Er entwickelte weiter die Möglichkeiten der Landgewinnung und gab eine klare Uebersicht über die großen Leistungen auf diesem Gebiet, besonders in unserem Gau, in der Zeit nationalsozialistischer Staatsführung. Nach einer Liederstunde sprachen sich die jungen Führer über Fahrt und Lager des Jungvolks im Sommer aus, und der Stammführer gab die Richtlinien für die Sommerarbeit. Mittags waren die Jungen Gäste der Mainzlarer Bevölkerung. Der Nachmittag begann mit einer Besichtigung des vorbildlich eingerichteten Jungvolkheimes und der Bastelarbeiten des Standortes Mainzlar. Dabei konnte der Gebietsjungvolkführer die Führerschaft kurz begrüßen. Der letzte Teil der Schulung wurde mit Sport und Spiel ausgefüllt. Nach einem Schlußwort schloß Stammführer Schmulbach den inhaltsreichen Stammtag.
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