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große Vermehrung der Gewinne der Firmen hin-1 gehört. Dessenungeachtet sei England damals d§ch weisen, die an der Rüstungsherstellung beteiligt * dem Verhungern nahe gewesen.
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Vogelsber
Schneefall, —3
England Tonnen
525 000 135 000 146 800 192 200 150 000
52 700
Schlachtschiffe Flugzeugträger Schwere Kreuzer Leichte Kreuzer Zerstörer Unterseeboote
Deutschland Tonnen 183 750 47 250 51 380 67 870 52 500 23 700 (45 v.H.) legte es für Eng-
englischen Weltreich für solche großen Schiffe nur drei Dockgelegenheiten bestehen: in der Heimat, in Malta und in Singapore. Gleichzeitig hatten sich die Anforderungen an Panzerung und Artillerie gegen Flugzeuggefahr wie an Sinksicherheit ge- gen Torpedos und Minen so gesteigert, daß man fürchten mußte, bei Aufrechterhaltung aller sonstigen Kampfeigenschaften zu sehr hohen
allerdings allein die größeren und schnelleren Ozeanfracht- und Passagierschiffe, so verfüge England heute über 3 6 o. H. der Welttonnage. Die Vergleichszahlen anderer Länder gäben Anlaß zur Beunruhigung. 1914 habe nahezu die Hälfte der Schiffstonnage der Welt dem britischen Reich
Zur Flottenschau in Spithead am 20. Mai 1937 sind 33Flottenmächte eingeladen worden, je ein Kriegsschiff zu entsenden. Platzmangel mache, so wird erklärt, die Teilnahme von mehr Kriegsschiffen unmöglich.
Ein englisches Bombenflugzeug stürzte in einem schweren Schneesturm zwischen Dover und Folkestone ab und wurde völlig z e r st ö r t. Zwei Flieger wurden getötet, ein Fliegeroffiziet und ein Unteroffizier erlitten schwere Verletzungen.
rischen Kreisen hat die durch das englische Rüstungsprogramm verursachte Spekulationswelle st a r k e Beunruhigung verursacht. Der konservative Abgeordnete Perkins wird den Schatzkanzler auf die
London, 24. Febr. (DRB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mit den Maßnahmen für eine i n - dustrielle Mobilmachung brachte die „Times" eine Artikelreihe von Sir William Beve- r i d g e. Der Verfasser hatte im Weltkrieg hohe Stellungen in den Ministerien für Munition und Ernährung inne. Seine Vorschläge sehen eine wirtschaftliche und soziale „Heimatfront" für den Kriegsfall vor. Um bereits im Frieden die Wirtschaftspolitik den Erfordernissen des Krieges anzupassen, müsse ein „General- stab für die Heimatfront" geschaffen werden. Die ganze wirtschaftliche Betätigung Englands soll unter dem Gesichtspunkt besserer Kriegsbereitschaft neu geordnet werden. Ein großer Teil der Rüstungsindustrie solle verstaatlicht werden. Außerdem sollten der Geschäftsgewinn und die Löhne durch Staatsbezahlung in der gleichen Weise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ersetzt werden. Die „Times" befürwortet die Einführung einer Planwirtschaft und eines Systems, in dem die Industrie für die nationalen Zwecke arbeiten müsse. Auch in der Landwirtschaft müsse manches neu geordnet werden. Die moderne demokratische Staatskunst sehe sich der Aufgabe gegenüber, den Uebergang von einer individualistischen zu einer Planwirtschaft zu vollziehen.
Oer Vorschlag einer Sondersteuer für Ziüstungsgewinne
L o n d o n, 24. Febr. (DRB. Funkspruch.) An der Londoner Metallbörse trat am Dienstag nach der außerordentlichen Hausse des Vortages wieder eine gewisse Preissenkung ein, da die Spekulanten ihre durch das Hochtreiben der Preise erzielten Gewinne e i n h e i m s e n wollten. In parlamenta-
Tonnagen zu gelangen.
Somit ergab sich das Kompromiß, für Schlachtschiffe an der 35 000 Tonnen Höchstgrenze feftzu- halten und dafür die schweren Geschütze auf 35,6 Zentimeter (vorher 40,6 Zentimeter) herabzusetzen, nach Art. 4, 1 und 2 ein wichtiger Teil des neuen Vertrages, dem Frankreich und Amerika zustimmten. Weiter schien es diesen Mächten erwünscht, den Bau von Schweren Kreuzern und ähnlichen für einige Zeit zum Stehen zu bringen, keineswegs uneigennützig, da sie bereits über einen reichlichen Bestand darin verfügten (England 15, Amerika 18, Japan 10, Frankreich und Italien je 7) und diesen nicht der Ueberalte- rung durch neue Bauten anderer Mächte aussetzen wollten. (Art. 4, 3 und 4.) Auch die Flugzeugträger wurden begrenzt (23 000 Tonnen mit 15,5 Zentimeter oder höchstens zehn 13,4-Zentimeter- Geschützen). Kreuzer sollen auf 8000 Tonnen und 15,5 Zentimeter beschränkt sein, Unterseebote au 2000 Tonnen mit 13 Zentimeter usw. (Art. 5, 7).
Der nächste Punkt gilt dem Ueberraschungsmo- ment: alle Mächte verpflichten sich, vier Monate vorher ihr Baugrogramm bzw. den Beginn eines Neubaues mit fast allen Einzelheiten den Partnern bekanntzugeben: Schiffsname und -Klaffe, Verdrängung, Abmessungen, Pferdestärken, Geschwindigkeit, Antriebsart und Brennstoff, Zahl und Kaliber 'der mittleren und schweren Geschütze, annähernde Zahl der leichten Geschütze, Zahl der Torpedorohre und Bordflugzeuge (Art. 12).
Dieses Abkommen wurde bisher von England, Frankreich und Amerika ratifiziert, von letzterem unter Vorbehalt, besonders bezüglich der schweren Geschütze der Schlachtschiffe. Japan scheint ihm fernbleiben zu wollen und Italien hielt sich auf Grund der Mittelmeerspannungen und der Anerkennungsfrage für Aethiopien zurück, ist jedoch in Annäherung begri fen. Besondere Verhandlungen folgten m i Deutschland, Rußland und den Ost seestaaten, nebenbei ein lebendiger Beweis für den Nutzen zweiseitiger Abkommen, wenn eine Kollektivregelung zu schwierig erscheint. Hier schien besonders Frankreich abgeneigt, durch einen solchen Deutschland umfassenden Vertrag den „Rechts"boden der Versailler Entwaffnung preis-
Regierungsumbildung in Rumänien.
Stärkung der Stellung Tatarescus.
B u k a r e ft, 23. Febr. (DNB.) Die rumänische Regierung hat eine Umbildung erfahren. Ministerpräsident Tatarescu hat das Innenministerium mit übernommen. Unterftaatssekretär im Innenministerium wurde der Bukarester Polizeipräfekt General Marin escu. Der bisherige Ackerbauminister S a s s u hat das Justizministerium übernommen. Das Rüstungsmini st erium ist aufgelöst worden. Seine Geschäfte sind au das Herresministerium übergegangen. Unterstaatssekretär im Heeresministerium wurde General Glatz. Die bisherigen Minister für Justiz und Inneres — Djuvara und Juca — sind als M i - nister ohne Portefeuille in dem neuen Kabinett verblieben.
Tatorescu gab seinem Willen Ausdruck, mit rücksichtsloser Energie gegen alle „Verantwortungslosen" einschreiten zu wollen, die die Ruhe und Ordnung im Staate stören wollten. „Ich werde nicht dulden", sagte der Ministerpräsident, „daß der Ruf des Landes durch eine kleine Minderheit von Ruhestörern erschüttert wird, die nichts mit den Volksgefühlen und seinen Erfordernissen gemein haben." Man bringt das Ausscheiden der Minister für Justiz und Inneres mit den Kundgebungen der Partei „Alles für das Land" bzw. der aufgelösten „Eisernen Garde" gelegentlich der Beisetzungsfeier für die in Spanien gefallenen Mitglieder der Garde in Zusammenhang. Dadurch, daß der Ministerpräsident auch das Innenministerium übernimmt, dürfte zum Ausdruck gebracht werden, daß auch höheren Orts die Einstellung des Ministerpräsidenten gutgeheißen wird. General Mari- nescu, der neue Unterstaatssekretär des Innern, gehört zum engsten vertrauten Kreis des Königs.
Kleine politische Nachrichten.
Im nordböhmischen Grenzgebiet wurden etwa 20 deutsche Männer nach vorausgegangenen Haussuchungen von der Staatspolizei in das Kreisgericht nach Reichenberg eingeliefert. Unter den Verhafteten befinden sich auch der Vorsitzende der sudetendeutschen Partei in Rumburg, der Arzt Dr. Feidtenhaun- fen und der ehemalige Bezirksleiter der vor drei Jahren aufgelösten nationalsozialistischen Partei in Rumburg, Müller.
Von den 2000 Eingeborenen, die nach dem A n - schlag auf den Vize könig Marschall G r a z i a n i, festgenommen wurden, konnten einige Hundert ihre vollkommene Unschuld nachweisen. Sie wurden sofort freigelassen. Dagegen wurden alle in Haft befindlichen Eingeborenen, die im B e f i tz v o n Waffen waren, oder in deren Behausungen Waffen entdeckt wurden, unverzüglich erschos- s e n. Für die übrigen geht die Untersuchung weiter.
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In den Verhandlungen mit Rußland ergab sich, daß dieses auf Abweichung bestand: Neubau von sieben Kreuzern zu 8000 Tonnen mit 18s3enh= Meter-Geschützen und von Schlachtschiffen mit 40,6-
Englands industrielle Mobilmachung
Ein „Generalstab der Heimatfront" vorgeschlagen.
a. Hoherodskopf: Nebel und Grad, 40 Zentimeter Gesamtschnee-
übertönf würden.
Schwere Verluste der Volschewisten vor Madrid Salamanca, 24. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der ganze westliche Teil der Front vor Madrid stand am Dienstag im Zeichen weiterer nervöser Gegenangriffe der Bolschewisten. Bei einem ohne Gegenschwung gemachten Angriff auf das Universitätsviertel schlugen die nationalen Truppen den Feind zurück und hefteten sich ihnen an d i e F e r s e n. Der Gegner ließ 80 Tote auf dem Schlachtfeld, während er etwa weitere 200 selbst bergen konnte. Auch im Stadtteil Usera unternahm der Feind einen Angriff, der aber durch wohlgezieltes Artilleriefeuer z u m Stoppen gebracht werden konnte. Die Bolschewisten verloren rund 70 Tote. Dienstagnachmittag versuchten die Bolschewisten nochmals an d e r M a -
Das Hochwasser der Lahn hatte in der Nachl zum Dienstag einen einstweiligen Höchststand von 5,63 Meter erreicht. Dienstag früh war ein Rückgang auf 5,52 Meter erfolgt. In Diez wirb die Lage von der Aar entschieden, die Hochwasser in einem Ausmaß führt, wie es seit vielen Jahren nicht mehr der Fall war. Das liebliche Aartal hat sich von Bad Schwalbach abwärts in eine einzige Seenlandschaft verwandelt; in allen Dörfern ist das Wasser in die Kellerräume eingedrungen. Im Lahntal Überflutete die Lahn bei Obernhof an zwei Stellen die Lahntalstraße zum Teil in beträchtlicher Höhe. In Nassau mußte in der Nacht zum Dienstag der Arbeitsdienst alarmiert werden, da ein großes Holzlager von den Fluten bedroht wurde.
In Bad Ems lösten sich von den steilen Hängen der Bäderley infolge der andauernden Regenfälle größere Gesteinsbrocken und stürzten nach der Adolf- Hitler^Straße zu ab. In einem Fall geriet das Geröll bis in ein Haus und verursachte nicht unerheblichen Schaden.
laufende sehen die Anssiaklungsrevue „70 Millionen — ein Schlag".
Die vor einigen Tagen in Gegenwart von Reichsminister Dr. Goebbels und zahlreicher führenden Persönlichkeiten von Staat und Bewegung in Berlin aufgeführte große Ausstattungsrevue „7 0 Millionen — ein Schlag" erfreut sich eines starken Besuches. Allabendlich folgen tausende von Besuchern der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung Berlin 1937 den fesselnden Vorführungen in dem riesigen Oval der Deutschlandhalle. Unter den Schaubildern, die u. a. Massenfreiübungen der Polizei und musikalische Darbietungen von Musikkorps und Spielmannszügen der DZehrmachtteile bringen, erntet eine Abteilung der Polizei, die in den Uniformen der „Langen Kerls" aufmarschiert, besonders starken Beifall. Zum ersten Mal wird hier das historische Exerzierreglement der friderizianischen Garde mit den damals gebräuchlichen Kommandos gezeigt.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Im Bereiche kalter Meeresluft setzte sich am Dienstag Schauertätigkeit fort und brachte fast allen Gebirgen weitere Erhöhung der Schneedecke. Die am Mittwoch beobachtete Witterungsbesserung bleibt nur ganz vorübergehend. In Frankreich setzt unter starkem Druckfall neue Warmluftzufuhr ein, die zunächst wieder länger dauernde Niederschläge auslösen dürste, wobei es in den Gebirgen voraussichtlich vorübergehend zu Tau- und Nebelwetter kommen wird und weiteres Ansteigen der Gewässer zu befürchten ist.
Aussichten für Donnerstag: Nach verbreiteten Niederschlägen (meist Regen) wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter mit Schauern, im ganzen milder, lebhafte südliche bis westliche Winde.
Winlersportmöglichkeilen.
Der Erfolg dieser Regelung land nahe, einen weitergehenden, umfassenderen Versuch zu unternehmen. Wenn es nach der Haltung Japans und Amerikas, aber auch Frankreichs und Italiens nicht mehr angängig erschien, Flotten st ä r f e n allgemeiner zu vereinbaren, so konnte man sich jetzt der qualitativen Regelung und der Verhinderung von Ueberraschun- gen zuwenden. Für die erste sprachen viele Gründe. Zunächst galt es, für die großen Schlachtschiffe die bisherige Größengrenze von 35 000 Tonnen nicht preiszugeben, sondern eher noch herabzudrücken. England ist dabei, seine Flotte ziffernmäßig zu vermehren. Einigte man sich also auf kleinere Schiffe, so verbilligte sich das Programm. Wurde die bisherige Grüße überschritten, so traten neben den Kosten ernste Schwierigkeiten ein, da im
briber Sübo st front einen Angriff, doch sie mußten sich in regelloserFlucht zurückziehen unb ließen ein Gefechtsfeld zurück, baß mitToten unb Verwundeten buchstäblich übersät war.
Nationale Flieger bombarbierten die Kaserne ber bolschewistischen Miliz in Baeza nörblich Jaen; dabei sind beträchtliche Verluste eingetreten. Weiter haben nationale Flugzeuge die Eisenbahnlinie nach dem Bergwerksgebiet von Jaen mit Bomben belegt, so daß die Stadt ohne Fahrverbindung mit dem übrigen Spanien ist. Die Bedeutung dieser Tatsache gehtdaraus hervor, daß die Bolschewisten große Mengen von Kohle und Eisen aus denz Bergwerksgebiet bei Jaen bezogen haben.
Zentimeter-Geschützen, dazu Geheimhaltung seiner für Ostasien bestimmten Schiffsbauten, solange Japan dem Nachrichtenaustausch nicht beitreten würde. Wenn diese und andere Schwierigkeiten heute als nahezu oder völlig überwunden gelten, wie die Londoner Meldungen besagen und berechtigte Forderungen Erfüllung finden, so spricht dies mindestens ür den guten Willen aller Beteiligten, darunter be- onders "Deutschlands, das ihrige zu einer Regelung beizutragen, die die Erhaltung des Friedens begünstigen muß. Eine besondere Klausel im Vertrage gibt übrigens allen Unterzeichnern das Recht, im Falle veränderter Umstände, welche ihre nationale Sicherheit wesentlich beeinträchtigen, für das laufende Jahr von ihren Bauprogrammen abzuweichen.
Frankreichs Bündnispoliiik.
Delbos über das Verhältnis zu Italien und Deutschland.
Paris, 23. Febr. (DNB.) Im Senat erklärte der rechtsgerichtete Senator Armbruster, in Genf habe der Ministerpräsident behauptet, daß die Bündnisse Frankreichs nach wie vor f e st und lebendig seien. Dennoch habe man wenige Wochen später erfahren, daß Belgien seine völlige Unabhängigkeit wieder zu gewinnen beabsichtige. Die Kleine Entente schiene sehr geteilt zu fein. Während die Beziehungen I u - g o H a w i e n s und Italiens sich besserten, entferne sich Rumänien von der Politik Titulescus. Der ranzösisch - sowjetrussische Pakt müsse einer Prüfung unterzogen werden. Leon Blum trage einen etwas überraschenden Optimismus zur Schau," den er wahrscheinlich aus seinem Traum vom unteilbaren Frieden hernehme.
Außenminister Delbos betonte, daß es bedauerlich sei, daß Frankreich zur Zeit keinen Botschafter beim Quirinal in Rom habe. Da aber Italien in dem Beglaubigungsschreiben die Erwähnung des Titels eines Kaisers von Abessinien verlangt habe — was es von dem gleichzeitig akkreditierten amerikanischen Botschafter nicht verlangt habe — konnte diesem Wunsche Italiens nicht entsprochen werden. Frankreich konnte nicht allein die Annektion Abessiniens anerkennen und so seine Pfilchten dem Völkerbund gegenüber verletzen. Das italienisch-englische gent- lements agreement sei geeignet, einen Konfliktsstoff in Europa zu vermindern. Aber nach wie vor müsse man sagen, daß bilaterale Verträge, so nützlich sie sein könnten, nicht ausreichten, den Frieden zu organisieren. (!) Vor allem müsse man jetzt die spanische Krise beseitigen. Nie sei die Gemeinschaft Frankreichs mit England enger gewesen als heute, sie sei die beste Gewähr für den europäischen Frieden. Mit den Vereinigten Staaten verbinde Frankreich ein gemeinsames Ideal. Der französisch-sowjetrussische Pakt bleibe ebenso wie die Abkommen mit der Kleinen Entente in Kraft. Das französische Bündnis mit Polen behalte seine ganze Bedeutung. Es scharten sich in Genf alle diejenigen Länder um Frankreich, die den gleichen Hoffnungen und dem gleichen Jedal huldigten. Die Stunde, so schloß Delbos, scheine gekommen, daß der häufig von Frankreich und Deutschland und vor allem von den Kriegsteilnehmern betonte Friedenswille besser verwirklicht werden könne. Das werde dann leichter möglich sein, wenn die friedfertigen Erklärungen nicht mehr von Waffengeklirr
sind. Er wird die Erhebung einer Sonder- steuer für übermäßige Rüstungsgewinne Vorschlägen.
Neun Kreuzer werden modernisiert.
London, 23. Febr. (DNB.) Wie „Daily Telegraph" berichtet, sollen dieses Jahr neun überalterte englische Kreuzer umgebaut und modernisiert werden. Die vier während des Krieges erbauten Kreuzer „Frobisher", „Effingham", „Hawkins" und „Vindictioe" von je 9800 Tonnen, werden a l s Ueberwachungsschiffe für die ozeanischen Handelswege ausgerüstet. Fünf weitere Kreuzer der „Cardiff-Klasse von je 4300 Tonnen werben mit Luftabwehrgeschützen sowie Maschinengewehren ausgerüstet, um als Luftabwehrbegleitschiffe für die Flottenformationen zu dienen.
England hat zu wenig Schiffstonnage.
London, 23. Febr. (DNB.) In ihrem Jahresbericht äußert die Schiffahrtskammer für Großbritannien schwerste Bedenken, daß Großbritannien heute rund 2000 Fracht- und Passagier- schiffe weniger besitze als bei Ausbruch des Weltkrieges, obwohl die Tonnage der einzelnen Schiffe größer geworben fei. Es sei beabsichtigt, auf der im Mai zusammentretenden britischen Reichskonferenz einen Beschluß über Maßnahmen zum Schutz der britischen Schiffahrt gegen ausländischen Wettbewerb herbeizuführen. Im Falle eines Krieges verfüge England für den Transport von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Truppen über nur 14 Millionen Tonnen gegen 17,5 Millionen im Jahre 1914. Berücksichtige man
Aus öfter Wett.
Ferntagung des Verbandes deutscher Elektrotechniker.
Die erste große Ferntagung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker,!^ am 23. Februar mit Hilfe des Fernsprechers 33 Versammlungen in ebenso vielen verschiedenen Orten bei einem erstmaligen Großversuch der Reichs- post vereinte, hatte nicht nur den Zweck, alle deutschen Elektrotechniker bei einer Gemeinschaftsveranstaltung zusammenzubringen, sondern sollte auch allen technisch interessierten Volksgenossen eine der überzeugendsten Großtaten der deutschen Elektrotechnik vor Augen führen. Es dürfte das erstemal in der Geschichte der Fernsprechtechnik gewesen sein, daß sämtliche Angehörigen einer Fachrichtung der Technik im ganzen Reich, d. h. viele tausend Be- rufskameraden gleichzeitig in über 30 weit voneinander entfernten Versammlungen zusammengefatzt wurden, ohne daß sie weite Reisen unternehmen mußten. e
Versammlungsort des Verbandes Deutscher Elektrotechniker, Gau Mittelhessen, war die Kunstgewerbeschule in Frankfurt. In Darmstadt versammelten sich die Teilnehmer in der Technischen Hochschule und in Kassel im Hessischen Landesmuseum. Nach einer von Berlin aus übertragenen Begrüßung durch Professor Dr. Franke folgten Begrüßungsworte der Leiter der 33 DDE.-Gaue. An- chließend sprach Generaldirektor Dr. Köttgen aus Berlin über die wirtschaftlichen Fortschritte der Elektrotechnik. Von besonderem Interesse waren feine zahlenmäßigen Nachweise über den allmählichen Preisrückgang in der Elektrotechnik. Die Preisminderung wirkt sich in zunehmender Bedürf- nisbefriedigung aus, was naturgemäß wieder eine Steigerung der Zahl der Beschäftigten zur Folge hat.
Oie Hochwasterlage.
Am Dienstagabend gab die Rheinstrombauoer« waltung Koblenz folgenden Bericht über die Hoch« wasserlage heraus: Das Steigen hält weiter an. Die angekündigte Regenpause ist eingetreten, mit neuen Niederschlägen ist vorläufig nur in geringem Umfang zu rechnen. Die Schneeschmelze ist jedoch noch zu erwarten. Die Pegelstände von Dienstag sind:
Rhein: Mainz 3,15 Meter (+ 32), Koblenz 6 Uhr 5,73 Meter (+ 54), 18 Uhr 6,07 Meter. Der Rhein steigt stündlich um 3 Zentimeter.
Main: Frankfurt 8 Uhr 3,86 Meter (+ 34 Zentimeter) Der ganze Main steigt weiter, die Schiffahrt bleibt gesperrt.
Mosel und Saar: Trier 7 Uhr 4,57 Meter (+ 76 Zentimeter), 18 Uhr 4,79 Meter. Saarbrücken 10 Uhr 4,96 Meter, 14 Uhr 5,22 Meter. Das Was- (er steigt hier stündlich um 6 Zentimeter.
Sin neues SioffenaMommen.
Von Konteradmiral a. O. Gadow.
Die vor kurzem in London wieder aufgenommenen Besprechungen über weitere Beteiligung an dem englischen Vertragsvor- schlag vom 2 5. März 1 9 3 6 haben, wie gemeldet wurde, zu einem Fortschritt der V e r- ftändigung geführt. Worum handelt es sich? Zweck dieses neuen Abkommens ist, einen Ersatz für die mit 31. Dezember 1936 abgelaufenen und nicht erneuerten Flottenverträge zu schaffen, die bei allen Schönheitsfehlern immerhin das Verdienst hatten, 14 Jahre lang die Seerüstunaen der Hauptmächte mengen- wie artmäßig in leidlich geregelten Bahnen zu halten. Der erste, Washington- Vertrag von 19 2 2, setzte Derhältnisstärken für die fünf führenden Seemächte und gleichzeitig Höchstziffern für Tonnenraum und Geschütze der großen Schiffsklassen fest. Der zweite, London 19 3 6, suchte eine gleiche Regelung für alle übrigen Kriegsschiffsklassen, also Kreuzer, Zerstörer, Unterseeboote, durchzuführen, wurde aber nur von England, Amerika und Japan (von diesem widerstrebend) angenommen, von Frankreich und Italien im Huuptteil aber abgelehnt. Diese beiden Mächte wollten damit vermeiden, in den Kampfmitteln des Kreuzer- und Kleinkrieges eine Bindung auf sich zu nehmen, die ihrem militärischen Interesse zuwider war. Die Versuche Englands, die alten Verträge zu erneuern, scheiterten 1935/36 an der Weigerung Amerikas, Japan formell eine Gleichberechtigung in den Seerüstungen zuzugestehen und die Formel 5:3 fallen zu lassen. Daraufhin kündigte Japan fristgemäß Ende 1935, fest entschlossen, kein diskriminierendes Abkommen jemals wieder zu unterzeichnen.
Die Bemühungen England, zu stabilen Verhältnissen zu gelangen und dem nun drohenden hemmungslosen Flottenrüsten vorzubeugen, blieben dabei nicht stehen. Die Sicherung des Weltreichs in seinen drei wichtigsten Bezirken, Ostasien, Mittelmeer und Heimat mit Atlantik, läßt es ihm wünschenswert erscheinen, eine allgemeine Regelung zu erwirken, die einerseits ein Hochschnellen der Schiffsgrößen und ihrer Bewaffnung (amt den erforderlichen Kosten verhindert, andererseits Ueber- raschungen vvrbeugt, die seine Berechnungen stören und Spannungen Hervorrufen bzw. verschärfen könnten. In diesem Sinne mußte England das deutsche Angebot begrüßen, das im Punkt 8 der Führerede vom 21. Mai 1935 die Begrenzung der deutschen Seeverteidigung auf 35 v. H. der englischen Flottenstärke festsetzte. Das Ergebnis war der Flottenoertrag vom 18.Juni 1 9 3 5, ein „quantitatives" Abkommen also, das folgende Stärken — rebus sic stantibus — festsetzte:
höhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, — 6 Grad, 150 cm Gesamtschneehöhe, 25 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Radel sehr gut.
Alpen. Schneefernerhaus: Schneefall, — 12 Grad, 670 cm Gefamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski gut, Radel mäßig.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig


