Ausgabe 
24.2.1937
 
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Das Bad.

Von Theodor v. Hanffstengel.

Das hatte die junge Frau dem Wachtmeister Schomburg, als er im August 1914 unter den Allerersten ins Feld zog, noch in das Abteil hinein­gerufen:

Otto wenn es irgend möglich ist, nimm ab und zu mal ein Bad!"

Otto, in den drei Jahren seiner Ehe gut an­gezogen und von Natur zur Reinlichkeit geneigt, mußte an diese herzlichen Abschiedsworte denken, als er im November 1914 einige hundert Meter hinter der deutschen Front zusammen mit Hein­rich, August und Wilhelm als Telephonposten ein Quartier beziehen durfte, das ihm Friedensgenüsse lang entbehrter Art in Aussicht stellte.

Es war ein im Bau begriffenes Hotel. Keller und Erdgeschoß waren fertig. Die übrigen Stock­werke fehlten freilich. Aber der Erbauer, der den Krieg wohl geahnt haben mochte, hatte das Erd­geschoß mit einer zuverlässigen Decke versehen, und die schon vorhandenen Räume bargen eine Fülle von Bequemlichkeiten aller Art.

Als Schomburg die große Halle im Erdgeschoß betrat, fiel sein spähender Blick auf einen blitzenden Parkettfußboden und ein nagelneues Klavier. Kein Wunder, daß die Erinnerung an fröhliche Tanz­abende und damit die Sehnsucht nach seiner kleinen Frau lebhaft über ihn kam.

Aber mit dieser Erinnerung tauchte gleichzeitig das Bild der kleinen Frau auf, wie sie das tränen­feuchte Auge zum letzten Abschied zu ihm empor­hob und sagte:Otto, wenn es möglich ist"

Kinder!" rief Schomburg plötzlich.Ein König­reich für eine Badewanne!"

Was heißt hier Badewanne! Sei froh, wenn du das Leben hast!" sagte Wilhelm, worauf er sich ans Klavier begab und einen schmalzigen Walzer hinlegte.

Die vier hatten gut gegessen und nicht schlecht getrunken. Jetzt saßen sie unter fröhlichem Scher­zen in der Halle. Nur Heinrich war still, er hatte sich in einen Sessel zurückgelehnt und dachte nach.

Ich habe da einen Detter in Hamburg", sagte er auf einmal, als ob er aus tiefem xraum er­wachte;der mit Teer alles dicht macht."

Mensch", sagte August und sah erschrocken auf den Kameraden,sollen wir den Sanitäter holen?"

Aber Heinrich ließ sich nicht stören.Wenn wir nun ich meine, Teer ist doch da, wenn wir nun die Klavierkiste"

Laßt ihn, Kinder", gebot Schomburg,Hein­rich ist beim Brüten; der ist imstande und brütet eine Badewanne aus."

Eine halbe Stunde später war man bereits da­bei, den von Heinrich ausgebrüteten Gedanken in die Wirklichkeit umzusetzen. Man schleppte mit ver­einten Kräften die große Kiste, in der das neue Klavier eingepackt gewesen war, in die Küche und sägte sie in Höhe von einem Meter durch. Dann würde ein Faß mit Teer herbeigeschafft. Der Boden der Kiste wurde mit einer dichten Teerschicht über^ zogen, die Fugen mit Teer ausgestrichen.

Am nächsten Morgen war der Teer erkaltet und die Badewanne fertig. Auf item Herd dampften bereits ein paar große Töpfe mit Badewasser.

Kinder, wenn wir Heinrich nicht hätten!" Schom­burg klopfte dem erfindungsreichen Heinrich wohl­wollend auf die Schulter.Aber Leute, eine Liebe ist der anderen wert: Heinrich darf zuerst!"

Das war ein außerordentliches Entgegenkommen. Denn der Vorrat an frischem Wasser war spärlich, er reichte nur zu einem Bad für alle vier!

Heinrich wollte bescheiden hinter dem Wacht­meister zurückstehen. Da ließ man das Los entschei­den. Das gerecht waltende Schicksal bestimmte Hein­rich als denjenigen, der die Badewanne einweihen durfte.

Es war ein feierlicher Augenblick, als man den ersten Eimer eintat. Die Kameraden sahen miß­trauisch auf die Fugen, aber Heinrich kannte die Zuverlässigkeit seines Hamburger Vetters. Und er behielt recht. Der Teer erfüllte seine Pflicht voll­auf. Kein Tropfen Wasser ging verloren.

Mit dankbarer Bewunderung blickten die Kame­raden auf den nackten Heinrich, der nun in die dampfende Flut stieg, um gleich darauf die Glieder behaglich zu dehnen und mit fröhlichem Lächeln zu den Umstehenden aufzusehen.

Man hatte die Badezeit für jeden auf fünf Mi­nuten festgesetzt. Mehr konnte wegen des geringen Vorrates an heißem Wasser nicht bewilligt werden.

Ja, wenn das nicht anders ist" sagte Heinrich nach Ablauf der vereinbarten kurzen Frist gehor­sam, legte die Hände auf den Kistenrand, um den Leib aus dem Wasser zu ziehen. Er zog und zog, er ruckte und zuckte, dann sank er mit einem Schmerzenslaut zurück.

Ich weiß nicht, was das ist", kam es kläglich aus dem Wasser heraus,ich glaube ich sitze fest!"

Es stellte sich leider heraus, daß diese Vermutung richtig war. Das heiße Wasser hatte den Teer auf- geweicht, und Heinrich war hoffnungslos darin ver­sunken, ja, er schien sich mit seiner Sitzgelegenheit geradezu eingegraben zu haben.

Die Kameraden wollten dem stöhnenden Hein­rich zu Hilfe kommen, sie zogen ihn an Armen und Beinen, aber der Teer war stärker. Endlich mußte der Versuch aufgegeben werden, wenn man nicht Gefahr laufen wollte, daß wichtige Teile Heinrichs in der zähen Masse hängen blieben.

Schomburg, der die Verantwortung trug, machte ein sehr ernstes Gesicht.Heinrich", sagte er,stell dir nur vor, der Franzmann dränge überraschend hier ein. Was sollte dann aus dir werden?!"

Man begann, das heiße Wasser durch kaltes zu ersetzen, um Heinrich dann aus der wieder erstarr­ten Masse herauszuheben. Heinrich fror und begann bläulich anzulaufen. Als man ihn herausheben wollte, zeigte sich, daß der erstarrte Teer sich nur fester um sein Opfer gelegt hatte.

Heinrich zeigte die ersten Spuren von Verfall. Er stieß unheimliche Laute aus, verfluchte den Hamburger Vetter und führte wirre Reden, aus denen zu schließen war, daß er sich anschickte, sein Testament zu machen.

Da befahl der Wachtmeister, Säge und Beil zu holen. Heinrich wurde abmontiert. Ein Stück der Badewanne nach dem andern ging krachend in Splitter. Das Wasser floß aus. Endlich lag Hein­rich nackt und vor Kälte zitternd auf dem geteerten Bretterboden.

Soldaten der Arbeit.

Oer Reichskriegsminister weiht die Fahnen der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront.

Keine Geldgeber, keine Presse, ja überhaupt keine Hilfsmittel standen ihnen zur Seite, sie hatten nur eines, mit dem sie den Kampf führen konnten: den eisernen Willen und den unerschütter­lichen Glauben, für die Ziele der jungen Bewegung ihre ganzen Kräfte herzugeben. Und wenn nun wiederum wie jedes Jahr die alten Ge­treuen des Führers in der Hauptstadt der Be­wegung zusammenkommen, um jenes Tages zu gedenken, an dem vor 17 Jahren der Führer die im Hofbräuhaussaal Versammelten zu einer festen und unlösbaren Gemeinschaft zusammenschmiedete, dann gedenkt das ganze deutsche Volk in Dankbarkeit dieser Vorkämpfer der Bewegung, ohne deren selbstlose Hingabe und Opferbereitschaft nie das Dritte Reich geschaffen worden wäre.

Die 17 Jahre, die seit jenem Tag vergangen sind, haben Deutschland ein neues Gesi ch t gegeben, haben aus einem Volk der Knechtschaft ein Volk der Ehre und der Freiheit gemacht, das in einmütiger Geschlossenheit hinter jenem Mann steht, der damals die Fahne des Widerstandes gegen Feigheit und Verrat in die Hand nahm. Vor 17 Jahren waren es 2000 Deutsche, die dem Führer bei der Verkündung des Programms der Bewegung zujubelten und ihm be­dingungslos Gefolgschaft gelobten, heute sind es über 65 Millionen und darüber hinaus die 30 Mil­lionen Deutschen in aller Welt, welche in Treue zum Führer stehen. Was vor 17 Jahren das Ziel einer kleinen Schar wurde, das hat sich jetzt die geeinte Nation zu eigen gemacht. Mit Stolz können wir bekennen, daß das Programm der Partei nun­mehr das Programm des ganzen Volkes ge­worden ist.

Wir wissen es, wir merken es jeden Tag von Neuem: Schritt für Schritt wird das Parteigro- gramm verwirklicht, Schritt für Schritt wird das in Tat umgesetzt, was der Führer vor 17 Jahren verkündete. Alle die umwälzenden gesetz­geberischen Maßnahmen, all' die großen grundsätz­lichen Reden des Führers in den letzten vier Jah­ren, sie alle sind, was wir uns immer wieder vor Augen halten müssen, nichts anderes als die Er­füllung des Programms der Partei. Deutschland steht jetzt wieder geachtet in der Welt, ist gleichbe­rechtigt mit den anderen Nationen, ein starkes Heer schützt das Land. Denkt auch jeder daran, daß mit diesem einen Satz 2 Punkte des Parteiprogramms erfüllt find, Punkt 2 und Punkt 22, in denen es heißt, daß wir die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen und die Bildung' eines Volksheeres fordern? Als auf dem Reichsparteitag 1935 der Führer jenes Gesetz verkündete, durch welches das Judentum ausge­schaltet wurde, war da jedem sogleich bewußt, daß damit Punkt 4 seine Verwirklichung gefunden hatte, in dem es heißt, daß Staatsbürger nur der fein kann, der Volksgenosse ist und Volksgenosse nur sein kann, wer deutschen Blutes ist, infolgedessen kein Jude daher Volksgenosse sein kann? Millio­nen deutscher Familien haben die Segnungen der NS.-Volkswohlfahrt und des Winterhilfswerks mit allen feinen Einrichtungen wie der Mütterver- schickung usw. kennengelernt, die gesamte deutsche Jugend wird zielbewußt körperlich ertüchtigt, der Sportgedanke planmäßig gefördert. Auch dies ist nichts anderes, als was in Punkt 21 des Pro­gramms gefordert wird, wo es u. a. heißt, daß der Staat für die Hebung der Volksgesundheit durch den Schutz der Mutter und des Kindes zu sorgen hat, durch Herbeiführung der körperlichen Ertüch­tigung usw.x Jedem tüchtigen Deutschen steht heute der Weg zu den höchsten Stellen offen, es wird nicht mehr wie früher nach Stand und Her­kommen gefragt. Das Schulwesen wird man denke nur an die großen im Gange befindlichen Reformen, die Adolf-Hitler-Schulen usw. einer grundsätzlichen Neugestaltung unterzogen. Wir lesen in Punkt 20 des Programms, daß der Staat für einen gründlichen Ausbau des gesamten Volksbil­dungswesens Sorge zu tragen hat, um jedem fä­higen und fleißigen Deutschen das Erreichen höhe­rer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellungen zu ermöglichen, daß die Lehrpläne aller Bildungsanstalten den Erfordernissen des praktischen Lebens anzupassen sind. Durch das Erbhofgesetz und zahlreiche weiter Bestimmungen ist der deutsche Bauer gegen Ausbeutung und Wucher geschützt, auch dies ist nichts anderes als der in die Tat um­gesetzte Punkt 17 des Programms, in welchem eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Boden­reform gefordert ist. Und wenn der Leser diese Ausführungen in seiner Zeitung zur Kenntnis nimmt, dann denkt er vielleicht nicht im ersten Augenblick daran, daß in der Zeitung, wie sie ihm heute begegnet, auch ein Teil des Parteiprogramms und zwar der Punkt 23 verwirklicht worden ist, in

welchem es heißt, daß sämtliche Schriftleiter und Mitarbeiter von Zeitungen, die in deutscher Sprache erscheinen, Volksgenossen sein müssen und daß jede finanzielle Beteiligung Nichtdeutscher gesetzlich ver­boten ist.

Nur einiges haben wir hier herausgegriffen, um zu zeigen, daß das, was der Führer vor 17 Jahren aussprach, keine bloßen Versprechungen geblieben sind, sondern in die Tat umgesetzt worden ist. Und wenn der eine oder andere Programm­punkt noch nicht verwirklicht werden konnte, dann wissen wir, daß er doch einmal zu Gesetz und Tat heranreifen muß.

Wettere ZOO-RWonen-Anleihe des Reiches.

Berlin, 23. Febr. (DNB.) Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aus­gaben begibt das Reutsche Reich weitere 500 Millio­nen Reichsmark 4 V2 p r o 3 e n t i g e ausl 0 s- bare Reichsschatzanweisungen. Die durch­schnittliche Laufzeit der Schatzanweisungen beträgt wie bei den letzten Emissionen 9 Jahre. Zum 1. März der Jahre 1944 bis 1949 witd je ein Sechstel des Gesamtbetrages nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt werden. Der Zinslauf beginnt am 1. März d. I. Von dieser Emission sind bereits 100 Millionen R M. fest gezeichnet worden. Die verbleibenden 400 Millionen werden durch das unter Führung der Reichsbank stehende Anleihekonsortium zum Kurse von 9 8 3/i v. H. zur öffentlichen Zeich­nung in der Zeit vom 4. bis 18. März aufgelegt. Die Einzahlungen durch die Zeichner auf die zu­geteilten Schatzanweisungen verteilen sich auf die Zeit vom 5. April bis zum 5. Juni d. I., und zwar find 40 am 5. April und je 20 v. H. am 5. und 24. Mai und am 5. Juni d. I. zu entrichten. Frühere Zahlungen sind zulässig. Die neuen Reichsschatz­anweisungen sind mündelsicher und bei der Reichsbank lombardfähig.

Nie Neichspost im Zeichen des Wirischafisaufstieqs.

Berlin, 23. Febr. (DNB.) Die Reichspost ver­öffentlicht den Dierteljahresbericht über die Monate Oktober bis Dezember 1936. Danach hat der Ver­kehr die Vorjahresleistung wesentlich über­schritten. So beim Briefoerkehr (plus 131 Mil­lionen Stück), beim Paketverkehr (plus 5,7 Millio­nen Stück), beim Barverkehr (plus 4,6 Millionen Stück Ein- und Auszahlungen), beim Postscheckver­kehr (plus 13,7 Millionen Buchungen) und im Fern­sprechverkehr (plus 40 Millionen Gespräche). Die Zahl der Postscheckkonten stieg um 4933 auf 1 094 367. Durch 232 Millionen Buchungen wurden 38,7 Milliarden Mark, davon 32,4 Milliarden Mark oder 83,9 v. H. bargeldlos, beglichen. Im Schnell­nachrichtenverkehr sind 669 Millionen Gespräche ge­zählt worden gegenüber 629 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Tele­gramme war wieder höher als im Vorjahr, nämlich 5,3 Millionen Stück gegenüber 5,1 Millio­nen. Die Sprech stellen vermehrten sich um 40 000 auf 3,39 Millionen Ende Dezember 1936 gegenüber 3,23 Millionen Ende Dezember 1935. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer erhöhte sich um 578 900 auf 8,2 Millionen Ende Dezember. Die Gesamt einnahmen betrugen 496, die Ge­samt ausgaben 450 Millionen Mark gegenüber 454 und 438 Millionen Mark im gleichen Zeitraum 1935.

Dem Gedenken Horst Westens.

Stabschef Lutze stiftet drei Kulturpreise.

Berlin, 23. Febr. (DNB.) Zum siebenten Mal jährt sich der Tag, an dem der junge SA.-Sturm­führer H 0 rst Wessel als Vorkämpfer des Na­tionalsozialismus und als deutscher Freiheitsheld gestorben ist. Aus Anlaß feines Todestages stand seine letzte Ruhestätte auf dem St. Nikolai-Friedhof im Zeichen zahlreicher Ehrungen. Schon in früher Morgenstunde war der Horst-Wesfel-Sturm mit den alten Führern des SA.-Tradition-Sturm­bannes II/5 und der alten Sturmfahne angetreten, um die Ehrenwache am Grabe zu Übernehmen. Vormittags erschienen u. a. Obergruppenführer von Iag 0 w und Prinz August Wilhelm, der Rektor der Berliner Universität mit den Füh­rern der Dozentenschaft und der Studentenschaft, Korvettenkapitän Waue vomS e g e l s ch u l s ch i f f H 0 r st W e s s e l" und eine Abordnung des ,,J a g d- geschwaders Hör st Wesse l".

Berlin, 23. Febr. (DNB.) Im Sportpalast fand am Dienstagabend unter starker Beteiligung der Wehrmacht sowie der DAF. die Fahnenweihe der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeits­front statt. Der Riesenraum war bis auf den letz­ten Platz besetzt, als unter Fanfarenklängen Reichs­kriegsminister Generalfeldmarschall von Blom­berg durch ein Ehrenspalier den Saal betrat. Dann erfolgte der Einzug der Fahnen, von denen die letzten 31, die geweiht werden sollten, noch zu­sammengerollt waren. Darauf nahm der Reichs­kriegsminister, Generalfeldmarschall von Blomberg, das Wort. Er führte u. a folgendes aus:

Was schein^ selbstverständlicher und ist doch gleichzeitig schwerer in die Tat umzusetzen, als die Wahrheit, daß nur ein Volk den Kampf ums Dasein bestehen kann, das nicht durch Klassenkampf und Standesdünkel zerrissen ist? Wenn ein ent­waffnetes Volk zum Schutze seines Friedens und zur Wahrung seiner Lebensrechte inmitten einer waffenstarrenden Umwelt eine neue Wehr­macht aus dem Boden stampft, dann, müssen die Dampfhämmer dröhnen, die Schornsteine rauchen und die Aecker bestellt fein. Dann muß neben den neuen Soldaten d e r neue Arbeiter und der Bauer treten und jeder darf nichts anderes fein, als der Treuhänder feines Volkes.

Wenn uns einmal ein Krieg aufgezwungen werden sollte, dann wird er von uns allen das Letzte fordern. Dann darf es nicht mehr fo kommen wie im Weltkriege, in dem unsere Soldaten die Schlachten gewannen, während sogenannte Arbeiterführer ungestraft Landesverrat begingen, irregeleitete Arbeiter streikten und das deutsche Volk letzten Endes die Zeche bezahlte. Das darf nie wieder fein und nie wieder fo kommen! Wenn heute abend die Berliner Betriebe der Abtei­lung Wehrmacht der Deutschen Ar­beitsfront ihre Fahnen erhalten, dann will ich ihrer Weihe den Wunsch voranstellen, daß die Fahnen im Frieden und im Kriege über einer Gefolgschaft wehen, die nur der Nation dient und nur für sie arbeitet, nicht aber für Selbstsucht und Sonderbelange.

Stabschef Lutze, der am Grabe einen Kranz niedergelegt hatte, begab sich anschließend ins Horst- Wessel-Krankenhaus, wo er einige Zeit i m Sterbezimmer verweilte. Schließlich suchte der Stabschef noch das Mordzimmer in der Frankfurter Allee auf, um auch dort einige Minu­ten des Heldenschicksals Horst Wessels zu gedenken. Auf der Arbeitstagung der Presie- und Kultur­referenten der SA.-Gruppen und des Kulturkreises der SA. verkündete Stabschef Lutze die Stif­tung dreier Kulturpreise für Dichtung und Schrifttum, für Musik und für bildende Künste, sie gelangen alljährlich am 23. Februar, dem Todestage Hör st Wessels, erstmalig 1938, zur Verteilung an diejenigen SA.-Männer, die auf diesen Gebieten die beste nationalsozia­listische Arbeit des Jahres nachweisen.

Die deutschen Sender übertrugen im Rahmen einer eindrucksvollen Feierstunde die hymnische DichtungDas deutsche Gebet" von Herbert Böhme,' in deren Mittelpunkt das Bekenntnis zur Fahne stand, sowie das Gedenken an den Opfertod der Helden des Weltkrieges und der Kämpfer der nationalsozialistischen Revolution, denen Horst Wes­sel, getreu bis zum Tode, mit leuchtendem Beispiel Doranging. Stabschef Lutze erklärte, daß der Geist, der diesen nationalsozialistischen Kämpfer beseelte, in Deutschland ewig fortleben werde. In seinem Liede komme das Bekenntnis zu den Blutopfern der Bewegung zum Ausdruck, die Treue zu ihnen, der harte und unbeugsame Wille, es jenen Kame­raden, die ihr Leben Hingaben, gleichzutun an Ein­satzbereitschaft und persönlicher Hingabe bis zum Letzten. Blut, hingegeben für eine heldische Idee, sei nie umsonst geflossen, immer sei es verpflich­tend und immer heilige es die Sache, um derent­willen gekämpft worden sei. So seien auch Horst Wessel und die, die sich in diesem Begriff verkör­pern, zur Unsterblichkeit aufgerücft. Sie seien heute und immer d i e ewige Wache, die an den To­ren deutscher Ehre und Freiheit, deutscher Kraft

Ich fordere von den Mitgliedern der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront unbedingten Gehorsam gegenüber den Betriebsführern und allen Vorgesetzten, auch trotz der vermeintlich besse­ren eigenen Ueberzeugung. Treue zu den Men­schen, aber auch Treue zum Werk. Wer dem Füh­rer Treue gelobt, muß auch in der Arbeit treu sein. Treue aber heißt, das Beste aus dem machen, was Gott und die Natur dem einzelnen mitgegeben haben, und dieses Beste für Adolf Hitler und unser Volk. Vertrauen zum Führer; Der.- trauen zur Partei und zur Wehrmacht. Ver. schwiegenheit. Nirgends ist Verschwiegenheit dringender notwendig, als in allen Dingen, die mit der Landesverteidigung Zusammenhängen.

Die Wehrmacht gibt den Angestellten und Ar­beitern ihrer Betriebe lebendige Kameradschasts- pflege zwischen Führern und Gefolgschaft. Sie darf sich nicht mit Worten und Gesten begnügen, son­dern muß im Alltag durch Taten erhärtet werden. Unermüdliche Fürsorge ist das schönste Vorrecht aller Vorgesetzten. Sie erstreckt sich auf den ganzen Menschen, auf Leib und Seele, Familie und Wohnung, auf die Arbeitsstätte und die Ar­beitsbedingungen, auf Freizeit und Erholung. Was ich nicht verspreche und heute und für absehbare Zeit auch nicht geben kann, sind höhere Löhne. Es gibt noch genug Menschen in Deutschland, denen es schlechter geht als den Millionen, die durch den Nattonalsozialismus wieder zu Arbeit und Brot kamen. Jenen muß zuerst geholfen werden.

Wehrmacht und Arbeitsfront ziehen am gleichen

Strang, weil Arbeiter und Soldaten im neuen Deutschland zusammen gehören. Wögen die Fahnen, die heute abend ihre Weihe er­halten. Sinnbild dieses Gedankens fein! Wögen sie stets vor einerFront" wehen, die diesen Namen verdient, vor einer Front von Ar­beitern, die Soldaten der Arbeit sind!

Der Reichskriegsminister als Betriebsführer be­rührte dann mit der alten Dienstfahne des Stur­mes 1Hans Maikowsky" die 31 Fahnen der Ab­teilung Wehrmacht und gab ihnen damit die Weihe.

und deutschen Wiederaufstieges stehe und Rufer und Mahner in die Zukunft fei. Zukunftsträchtig wird unser Kampf den Lebensweg des deutschen Menschen im 20. Jahrhundert bestimmen, und er wird auch die Kräfte wecken, die das Schicksal kom­mender Generationen kraftvoll gestalten werden. Wir glauben an unseren Führer, wir glauben an unser Volk, wir kämpfen für unjeren Führer, wir kämpfen für unser Volk. Das war immer Bekennt­nis und Gelöbnis an die ermordeten Kameraden und unser Schwur an den Führer und ist es auch heute wieder in dieser Stunde, die unseren toten Helden gehört, und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit!"

VoWewisiische Spionage in Rordnorwegen aufgehedt

Der verhaftete Spion gesteht.

Oslo, 23. Febr. (DNB.) Der vor einigen Wo­chen wegen Verdachts der Spionage für die Sow­jetunion verhaftete norwegische Staatsangehörige B e l g 0 n e n hat dem Untersuchungsrichter Dadsoe ein umfassendes Geständnis abgelegt. Belgonen hatte u. a. auch den Auftrag, die Anwesenheit von Ausländern in Nord-Norwegen sofort 311 melden. Der Spion stand in ständiger sunkentele-- graphischer Verbindung mit seinem Enkel, dem. Führer eines sowjetrussischen Wachtschiffes. Bel» gonen hatte einen Spionageausbildungs­kursus in der Sowjetunion genossen. Die mar­xistischen Zeitungen haben bisher stets geleugnet, daß Belgonen Spionage für die Sowjetunion ge­trieben habe. General Eriksen, der die Verhaf­tung Belgonens betrieben hatte, erklärte, daß nun das norwegische Volk verstehen müsse, daß es sich bei den fremden Flugzeugen und Unter­seebooten in Nord-Norwegen nicht um G e» spenster handele, sondern daß diese Erscheinun­gen ernst seien wirklich ernst.

Man flößte ihm Grog ein und legte ihn auf den Bauch. Er ließ alles willenlos, mit geschloffenen Augen über sich ergehen.

Vorsichtig, um Heinrichs Leib nicht weiter zu be­schädigen, jchlug, sägte, spaltete, splitterte man Holz und Teer weiter Stück für Stück von feinem Körper los. Es ließ sich nicht vermeiden, daß kleine Hautfetzen daran glauben mußten.

Heinrich wurde ins Bett gepackt. Nach geraumer Zeit fand er die Sprache wieder. Er verlangte zu trinken. Man gab ihm reichlich, worauf das Opfer des Reinlichkeitsdranges in tiefen Schlaf versank.

Indessen schrieb Schomburg eine Karte an seine Frau. Sie stelle sich das Baden an der Front zu leicht vor. Wenn sie ihn heil wiederhaben wolle, müsse auf diesen Genuß verzichten.

Zeitschristen.

Volk im Werden" Zeitschrift für Kul­turpolitik, berausgegeben von Prof. Dr. Ems: Krieck. (Hanseatische Derlagsanstalt AG., Ham­burg.) Im Februarheft beschäftigt sich der be­kannte Vorkämpfer einer deutschen Hochschulreform, Prof. Dr. Krieck, mit einem der wichtigsten Pro> bleme der Hochschule: dem Führertum. Er entwirft ein wirklichkeitsnahes Bild des Führertums an den deutschen Hochschulen und gibt in sieben Punkten die praktischen Folgerungen, die gezogen werden müssen. Kriecks Ausführungen lassen das Problem in (einer ganzen Tiefe erkennen und bieten Ansatz­punkte zu einer praktischen Regelung. Dr. Friedrich Murawski untersucht die Stellung der katholischen Kirche zum Staat in der Geschichte. Eine Arbeü von Walter von Kielpinski,Deutsche Wissenschaf! und Sowjetunion", zeigt, wie durch die Wissen­schaft, die sich mit Sowjet-Rußland beschäftigt, bol­schewistische Tendenzen und kommunistische Ziel« eingeschleppt wurden. Dr. Andreas Hohlfeld beschäf­tigt sich mit 2)Uff Coopers Werk über TalleyranL und nimmt es zum Anlaß einer Betrachtung über englische politische Geschichtsschreibung. Er zeigt, bafi den Verfasser dieses Werkes nicht nur historische sondern auch politische Gesichtspunkte bei feiner Darstellung beeinflußt haben.

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