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getrennt. In jedem Falle wird das Uebergewicht der nationalen Armee nach der Säuberung Astu­riens auf dem gesamtspanischen Kriegsschauplatz «och deutlicher als bisher schon in Erscheinung treten.

Dieser Erfolg Francos kann auch nicht ohne Rück­wirkung bleiben auf die Haltung des Aus­lands, wie sie sich vor allem im Londoner Nicht­einmischungsausschuß präsentiert. Hier hot es in dieser Woche wieder einmal eine ernste Krisis ge­geben, als man, nachdem auf italienische Anregung die Frage der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen vom spanischen Kriegsschauplatz und im Zusammenhang damit die Zubilligung der Rechte Kriegführender an die beiden Parteien in Spanien dem Ausschuß erneut zur Besprechung zugewiesen war, am Dienstag über das einzuschlagende Ver­fahren sich nicht zu einigen vermochte. Die britische und französische Presse gaben sich bereits einem ganz törichten Zweckpessimismus hin, um die Stim­mung für eine Rückkehr zu der berüchtigten Hand­lungsfreiheit vorzubereiten, mit der man in Paris schon seit der Ablehnung b^r Dreierkonferenz durch Italien gedroht hatte, und das, obwohl Italien so­wohl wie Deutschland den französischen Plan für durchaus prüfenswert hielten und sich bemüht haben, ihn mit dem englischen Projekt vom Juli in allen wesentlichen Punkten in Einklang zu bringen. Ihr guter Wille, alles zu tun, was den spanischen Konflikt schnell zu Ende bringen kann, ohne aus ihm einen europäischen zu machen, hat die Nichteinmischungspolitik wieder auf das richtige Gleis geschoben. Nur Moskau hat durch passive Resistenz wie im Juli schon auch jetzt wieder gezeigt, daß es an einem Verlöschen des spanischen Brand­herdes kein Interesse hat. Es ist nicht anzunehmen, daß sich die andern Mächte dadurch noch länger irritieren lassen, aber trotzdem sind die Schwierig­keiten nicht zu unterschätzen, die der Durchführung der Londoner Beschlüsse entgegenstehen. Ohne eine Mitwirkung der kämpfenden Parteien in Spanien ist eine Rückführung der ausländischen Freiwilligen undenkbar. Aber auch dann harren noch manche Fragen einer brauchbaren Lösung, so die was mit den Freiwilligen geschehen soll, die nicht in ihre Heimat zurückzukehren wünschen oder auf deren Rückkehr die Heimat keinen Wert legt. Mit gutem Willen auf allen Seiten wird man auch hier einen Modus finden, der weitere unliebsame Auseinander­setzungen möglichst vermeidet, so schwierig dies auch heute noch zu sein scheint. Das Wesentliche ist doch die Einmütigkeit im Grundsätzlichen, zu der das deutsche und italienische Entgegenkommen in Lon­don den Weg bereitet haben.

Dr. Fr. W. Lange.

Säuberungsaktion in Asturien.

Salamanca, 23. Okt. (DNB. Funkspr.) Der nationale Heeresbericht vom Freitag meldet: In Asturien haben unsere Truppen nach dem Zu­sammenbruch der roten Front in verschiedenen Ge­bieten Säuberungsaktionen durchgeführt und große Mengen Kriegsmaterial, das der Gegner im Stich gelassen hatte, gesammelt. In der Waf­fenfabrik Trubia kann die Arbeit in kurzer Zeit wieder ausgenommen werden. In den in Lu- gones und mehreren anderen Orten befindlichen Fabriken wird bereits wieder gearbeitet Die Zahl der Gefangenen und ließ erlauf er in diesem Ab­schnitt übersteigt 6000. Zwischen Oviedo und Mie- res sind die Verbindungen zwischen unseren Kampf- verbänden hergestellt, desgleichen zwischen Grado und Belmontes und im westlichen Teil der astu­rischen Front.

Das KriegsschiffCisca r", das einzige über das die asturischen Bolschewisten verfügten, wurde von den Bolschewisten im Hafen von Gijon vor ihrer Flucht versenkt. Die Untersuchung hat ergeben, daß das Schiff in kurzer Zeit wieder flott gemacht und in Dienst gestellt werden kann. Der Versuch der asturischen Bolschewisten, die Geschütze durch Dynamitsprengungen verwendungsunfähig zu machen, ist mißlungen. Die Beschädigungen sind leicht wieder zu beseitigen.

In den Lazaretten befinden sich über 1000 marxistische Kriegsbeschädigte, dar­unter viele, denen Arme und Beine abgeschossen waren. Unter diesen herrscht große Empörung über die Flucht der marxistischen Führer, die in Frank­reich sorglos leben und ihre Opfer in Not und Schmerzen allein zurückgelafsen haben.

Mffenslucht der Bolschewisten nach Frankreich.

Paris, 23. Okt. (DNB. Funkspruch.) Eine große Anzahl von Flüchtlingsschiffen traf in Häfen der südwestlichen französischen Atlantikküste ein. Drei sowjetspanische Dampfer mit insgesamt 600 Flüchtlingen an Bord wollten auf der französischen Atlantikinsel Peu anlegen, sind aber von den Be­hörden zurückgewiesen worden und befinden sich noch auf dem hohem Meer. Die französischen Behörden mußten überall Maßnahmen für die vor­läufige Unterkunft und Beköstigung der Flüchtlinge ergreifen.

In Lorient geriet die wütende Mannschaft eines sowjetspanischen Schiffes mit dem Kapitän des DampfersSamo", der bereits eine Woche zuvor mit 50hohen asturischen Persönlichkeiten" eingetroffen war, in Streit. Die Matrosen warfen dabei den Bolschewistenhäuptlingen vor, daß sie vor ihrer Flucht aus Gijon etwa 4 0 Millionen Goldpeseten gestohlen haben.

Roland E. Strunk f.

Berlin, 23. Okt. (DNB.) DerVölkische Beobachter" schreibt:Mitten aus einem Leben ber Arbeit und des Kampfes heraus entriß uns heute der Tod unseren Kameraden und langjährigen Mitarbeiter Rittmeister a. D. ---Hauptsturmführer Roland E. Strunk. Von seiner letzten großen Jndienreise im Dienste desVölk. Beob." und im Anschluß daran aus den Wehrmachtsmanövern zu­rückgekehrt, wurde er ohne fein Verschulden in eine Sage gestellt, die ihn nach überkommenen Ehrauf- fafsungen veranlaßte, den Verletzer seiner und sei­ner Familie Ehre mit der Waffe in der Hand entgegenzutreten. In Verteidigung feiner und feiner Familie Ehre ist Roland E. Strunk ein Opfer eines von ihm für notwendig erachteten Zweikampfes geworden Wir, seine Kame­raden und Mitarbeiter, stehen erschüttert vor der Tatsache, daß einer unserer ersten und befähigsten Berufskameraden unverdient das Opfer eines Schick­sals werden mußte, dessen Sinn mir nur schwer fassen können."

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Strunk war als österreichischer Offizier im Welt­kriege in russische Gefangenschaft geraten. Dreimal unternimmt er in Sibirien Fluchtversuche Nach dem Weltkriege steht er als Kriegsberichter st at-

t e r in den Kämpfen der erwachenden Türkei, in der Mandschurei, bei den Aufständen der Afri­dis in A f g h a n i st a n , der Rifkabylen in Nord- afrifa, im italienisch - abessinischen Kriege, an den Fronten des nationalen Spaniens und in den Unruhen in Indien. In den japanischen Schützengräben in Ostasien wird er 1934 schwer verwundet. Vor Addis Abeba ver­teidigt er mit alleiniger Hilfe einiger farbiger Diener drei Tage lang eine deutsche Farm gegen räube­rische Ueberfälle der Eingeborenen, bis italienische Kavalleriepatrouillen Entsatz bringen. Das italie­nische Kriegskreuz war Anerkennung seiner soldati­schen Leistung.

Fahnen

für das IX.Armeekorps.

Feierliche Uebergabe in Wiesbaden

durch den Reichskrieqsminister.

CpD. Wiesbaden, 22. Off. Am kommenden Dienstag wird der Reichskriegsmini ft er und Oberbefhlshaber der Wehrmacht Generalfeld­

marschall v. Blomberg im Beisein des Oberbe­fehlshabers des Heeres Generaloberst F r h r. von Fritsch auf dem platz vor dem Kurhaus 136 Truppenteilen des V.» IX., XII. und XIII. Armee­korps, sowie der 29. Division und der 2. Panzer­division neue Fahnen übergeben. An der Feier werden die Kommandierenden Generale der genannten Armeekorps, die Kommandeure der beteiligten Truppenteile und zahlreiche Ehren­gäste teilnehmen. Die Fahnenkompanie wird von Truppen des Standorts Mainz-Wiesbaden gestellt, die auch im Anschluß an die Fahnenübergabe auf der Wilhelmstraße die parade vor dem Oberbe­fehlshaber der Wehrmacht ausführt. Rach der Feier wird voraussichtlich Generalfeldmarschall v. Blom­berg im Kurhaus noch einige Zeit im Kreise der an der Feier beteiligten Offiziere und Ehrengäste ver­weilen.

Bei dieser Feier werden auch den beiden Gie­ßener Bataillonen des I n f. - R g t s. 116 je eine Fahne und unserer Gießener Artillerie- Abteilung III AR. 9 eine Standarte übergeben werden.

Noch keine Einigung in London.

Ein neuer Enlschließungsenlwurf in Vorbereitung.

Moskau setzt seine Obstruktionspolitik fort.

London, 22. Okt. (DNB.) Die Sitzung des Hauptausschusses des Nichteinmischungsausschusses dauerte am Freitag 4^2 Stunden. In der eingehen­den Besprechung wurde der Entwurf einer Entschließung ausgearbeitet, die den R e - gierungen zur Stellungnahme unter­breitet werden wird. Der Entwurf beschäftigt sich mit der Frage, wie die Zurückziehung der Freiwilligen, die Wiederherstellung und Verstärkung der Kontrolle erfolgen und wann Rechte Kriegführender zugestanden wer­den sollen. Ihm logen ein englischer und ein ita­lienischer Entwurf zugrunde, die beide in einen einheitlichen Entwurf zusammengearbeitet wurden, lieber alle Punkte konnte hierbei jedoch noch keine Einigung erzielt werden, so daß der Entwurf am Montag nach Eingang der Stel­lungnahmen der Regierungen erneut bespro­chen werden muß.

In der heutigen Sitzung wurde deutlich, daß der Optimismus, der nach der letzten Sitzung geherrscht hatte, stark herabgemindert worden ist, da, wie zu erwarten, von sowjetrussischer Seite neue Schwierigkeiten gemacht wurden. Der Sowjetbotschafter Maisky erklärte in der Sitzung erneut, doß Sowjetrußland die Frage der Zu- gestehung von Rechten Kriegführender erst prüfen wolle, wenn der letzte Freiwil­lige Spanien verlassen hat. Diese Haltung Sowjetrußlands, die einer Ablehnung des englischen Planes gleichkommt, würde be­reits am Freitag zu einem Scheitern geführt haben, wenn nicht ber- erwähnte Entschließungsentwurf den Regierungen noch einmal zur Stellungnahme unterbreitet worden wäre.

Die Auffassung in London.

Die Lage schwierig, aber nicht hoffnungslos."

London, 23. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenblätter heben durchweg hervor, daß nach dem günstigen Verlauf der Mittwoch- Sitzung jetzt neue Schwierigkeiten auf- getaucht seien. Allerdings beurteilen die Blätter die Lage nicht als hoffnungslos.Times" berichtet, Sowjetbotschafter M a i f k i habe behauptet, daß.

nach Ansicht seiner Regierung, auf Seiten Francos 100 000 Ausländer, davon 85 000 Ita­liener, und auf Seiten Valencias nur ein Siebentel dieser Zahl kämpften. (!) Allen Vertre­tern im Ausschuß fei es klar gewesen, daß d i e Ueberwachung in Spanien wieder hergestellt und verstärkt werden müsse, bevor mit der eigentlichen Zurückziehung der Frei­willigen begonnen werden könne. Frankreich wünsche die Wiederherstellung der Küsten-Ueber- wachung. Zunächst einmal aber werde der Aus­schuß jetzt ein Arbeitsprogramm auszuar­beiten haben, um festzulegen, wie man am besten an d i e beiden spanischen Parteien herantrete.

Daily Expreß" erwartet, daß, wenn man z u keiner Einigung in den umstrittenen Fragen kommen sollte, gegebenenfalls der Gedanke einer symbolhaften Zurückziehung fallen gelassen werde.Daily Mail" schreibt, die bisherige Zuver­sicht sei verschwunden. Trotzdem betrachte man die Lage als nicht hoffnungslos. Ein guter Teil der Schwierigkeiten feien Fragen des Verfahrens, die sicherlich bereinigt werden könnten, wenn man den guten Willen der letzten Tage beibehalte.

Miski verhindert eine Einigung.

Der Eindruck in Paris.

Paris, 23. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Epoque" betont, Sowjetrußland versuche er­neut, ein Abkommen zu v e r h i n d e r n. Diese Mos­kauer Herren seien infolge der französischen Kanto­nalwahlen und der Einnahme Gijons durch Franco nicht sehr zufrieden. Das hätten sie am Freitag bei der Sitzung in London gezeigt. Maiski habe sich bemüht, mit allen Mitteln zu verhindern, daß die grundsätzliche Einigung, die vor zwei Tagen zustandegekvmmen sei, schriftlich niedergelegt wurde. Er habe die internationale Entspannung zu torpedieren versucht. Die Hal­tung des Sowjetvertreters sei um so erstaunlicher, als er am vorigen Montag erklärt habe, nichts tun zu wollen, um ein Abkommen zu verhindern.

DerMatin" hebt in ber Überschrift zu dem Be­richt über die Londoner Sitzung hervor:Eden ruft den Sowjet-Delegierten wegen feiner Obstrukttons- manöoer zur Ordnung." Eden habe zu Maiski er­klärt:Wenn die Ansichten der Sowjetregierung fo sind, wie Sie sagen, frage ich mich, ob wir un­sere Aussprache überhaupt noch fortfetzen sollen."

Wirtschastswerbung tut not!

Ein Preisausschreiben des Werberats. Werbekosten sind Anlagekapital für den Wirtschastsaufstieg.

Die Werbefachleute Deutschlands haben sich in Berlin zu einem Reichstreffen vereinigt. Werbung ist notwendig, denn sie gehört zu einer Wirtschaft, die dem Streben des einzelnen Raum gibt, weil sie keine Zwangswirtschaft sein soll. Das Wesen der Werbung ist aber ein anderes geworden als das der früherenReklame". Die heutige Werbung soll auf Ehrlichkeit und Verantwortung beruhen, sie soll einem echten Wettbewerb dienen, nicht einer rück- sichtslofenKonkurrenz". Im besonderen ist der heu­tige Werbefachmann berufen, den staatlichen Er­fordernissen zu entsprechen, das heißt auf die Ver­brauchslenkung Rücksicht zu nehmen, für die das deutsche Volk/ wie die Erfahrung gezeigt hat, durch­aus Verständnis aufbringt. Ministerialrat Professor Hunke sprach das treffende Wort aus:Die Wirt­schaftswerbung ist eine Funktion der Wirt­schaft f e l b st". Sie erstreckt sich auf fast alle Gebiete des tätigen Lebens: die Industrie, den Groß- und Einzelhandel, das Handwerk und der Fremden­verkehr bedürfen der Werbung, um ihre Waren be­kanntzumachen, Neuerungen Eingang zu verschaffen und Kunden zu gewinnen. Die Wege der Werbung find ebenso vielgestaltia. In Wort, Bild und Schrift sucht der Verkäufer seine Waren vorteilhaft zur Empfehlung zu bringen. Das Schaufenster des Ge­werbetreibenden, der Anzeigenteil der Tagespresse, das wirkungsvolle Plakat, das gut abgefaßte Werbe­schreiben eröffnen die verschiedensten Möglichkeiten. Gesinnung und Leistung werden in Werbewochen und Ausstellungen erprobt. Geschmack und geschäft­liche Aktivität kommen in verschiedenster Form zur Geltung, wobei in jedem Fall die Wirtschaftlichkeit des Aufwandes im Auge behalten fein soll. Die höhere Reichswerbeschule in Berlin hat zur Herän- bildung eines tüchtigen Nachwuchses für Werbefach­leute wesentlich beigetragen. Die Tatsache, daß Staatssekretär Funk bei der Berliner Tagung einen sehr eindrucksvollen Vortrag hielt, beweist ist Bedeutung, die von der Reichsregierung den Fra­gen der Werbung beigemeffen wird.

H-iMoflunfl:

Die deutsche Werbung."

Berlin, 22. Okt. (DNB.) Unter großer Betei­ligung wurde die ReichstagungDie deut­sche Werbung" in Berlin eröffnet, die zum erften Male alle am Werbewefen interessierten Or- igunifationen und Verbände erfaßt. Ministerial­

direktor Reichardt gab Aufschluß über die Tä­tigkeit des Werberackes der deutschen Wirtschaft, alle feine Maßnahmen verfolgen das Ziel, die deutsche Wirtschaft zu fördern, indem sie die geschäftliche Seite vereinfachen und sauber gestalten und alles tun, um volles Vertrauen der Allgemeinheit in die Werbung herzustellen und zu festigen und dadurch die Vorbedingung zur Wirk­samkeit jeder Werbung herzustellen. Der Redner verkündete ein Preisausschreiben, das der Werberat über das ThemaDie volkswirtschaftliche Bedeutung der Wirtschastswerbung, insbesondere als Mittel zur Steigerung des Gesamtumsatzes der Volkswirtschaft" erlassen hat. Der Werberat beab­sichtigt, die beste Arbeit in großer Auflage unter diejenigen Kreise verteilen zu lassen, bei denen Aufklärung Not tut. Es werden ausgesetzt: Ein erster Preis von 4000 RM., ein zweiter Preis von 2000 RM. und ein dritter Preis von 1500 RM.

Staatssekretär Funk

überbrachte die Grüße der Reichsregierung und des für die Werbung zuständigen Reichsmin'ifters für Volksaufklärung und Propaganda. Im national­sozialistischen Staat, so führte Staatssekretär Funk aus, sei die Werbung aus der Sphäre der privaten Erwägungen in die Reihe der staatspoliti- scheu Aufgaben gestellt worden. Die Werbung gehöre im neuen Deutschland zu den geistigen Führungsmitteln. Die Aufgabe des Virjahres­planes verlangt vom Werbefachmann die Ein­sicht, daß nur ein großzügiger, umfassender Aus­bau nut weitgesteckten Erfolgszielen den Lebens­interessen des deutschen Volkes entspricht. Wenn die amtlichen Stellen in ihrer planvollen Förde­rung des wirtschaftlichen Aufbaues im Vierjahres- plan durch Vermittlung von Arbeitskräften, durch Zuführung von Rohstoffen usw. bestrebt sind, die­sen Erfordernissen mit allen Mitteln Rechnung zu tragen, dürfen sie mit diesem Tun nicht allein stehen. Die Wirtschaftswerb'ung ist auch dann nötig, wenn es im Augenblick so scheint als ob die erforderliche Anzahl von Käufern eines Er­zeugnisses ohne Werbung vorhanden wäre. Der Erzeuger will ja nicht heute oder morgen oder in einigen Monaten bcn Käufer feiner Waren verlieren und feststellen müssen, daß andere rührigere Unternehmen sein Abwarten ausgenutzt und ihm den Absatzmarkt inzwischen weggeschnappt haben. ---------

Wenn wir heute z. B. feststellen, daß bie neuen deutschen Werkstoffe auf einigen Anwen­dungsgebieten Eingang gefunden haben, so müssen wir morgen dahin kommen, daß diese Werkstoffe sich auf allen geeigneten Gebieten durchsetzen. Das ist mit eine Aufgabe der pri. Daten Wirtschaftswerbung. Wie die Aufklärungs­arbeit des Reiches dem Einzelnen nützt, fo erwartet das Reich vom Einzelnen, daß er mit seiner Wirt­schaftswerbung den Bestrebungen des Reiches dient.

Die geldlichen Aufwendungen, welche für die Wirtschastswerbung gemacht werden, stellen, wie viele andere Maßnahmen, Anlageka­pital für den künftigen Aufstieg der Wirt­schaft und für die Sicherung des einzelnen Unternehmens dar. Die Werbekosten verteuern deshalb auch nicht die Waren, im Gegenteil, sie helfen mit, durch die Steigerung des Ab­satzes die auf den Waren liegenden Unkosten zu verringern und die Güte der Ware zu erhöhen.

Was für die Wirtschaftswerbung im besonderer gilt, gilt auch im Grundsätzlichen für das große politisch-propagandistische bedeutungsvolle Gebiet der Werbung im Ganzen. Die Forderung der Wer­bung für das Buch, das Bild, die Musik, das Thea­ter, den Film usw. verlangt gleichfalls Fachkräfte, die neben ihrer fachlichen Arbeit gleichzeitig auch über ein gutes politisches Fingerspitzengefühl ver­fügen, um die ihnen gestellten Aufgaben zu losen.

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Die Werbung für diese Kulturgüter ist in wahrster Form eine volkserzieherische Aufgabe. Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß die Werbung für die kulturellen Güter und Leistungen in den letzten Jahren von großem Erfolg gefrönt war.

Die Wirkung der Werbung in den letzten Jahren und die Erfolge, die wir in der Zu­kunft von ihr erwarten, sind niemals denkbar ohne den Einsatz eines der w i ch t i g st e n 3n- strumente für die Vermittlung von Gedanken und Meinungen im öffentlichen Leben: die deutsche presse. Einmal besteht für bie presse, als publizistisches Führungsmittel, die Verpflichtung, dem nationalfozialistifchen Staat aus dem Gebiete der Volksaufklärung und Volkserziehung richtunggebend zu dienen, zum anderen stellt sie in ihrem An­zeigenteil der Wirtschaft den Raum zur Verfügung, den sie benötigt, um mit ihrer Werbung für die mannigfachen Einzel- erzeugnisse bis zu dem letzten Verbraucher vor- zusloßen.

Neben der Presse ist die Ausstellung für bei hastig lebenden Menschen eine geeignete Ställe, an der er sich in kurzer Zusammenfassung ein Ä über die Leistungen der jüngsten Vergangenheit und über die Pläne von morgen zu bilden vermag. Die letzten Erfolge der Wirtschaftswerbung roerben wir aber nur dann erreichen, wenn wir es ver­stehen, alle Werbemöglichkeiten und Werbemittel in einen harmonischen Einklang zu bringen unb individuell für ben speziellen Zweck einsetzen.

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Staatssekretär Backe vom Reichsernährungs­ministerium hielt einen Vortrag überLandwirt­schaftliche Werbung". Im ersten Jahre wurde im deutschen Landvolk die Idee der Erzeugungsschlacht propagiert und der Wille zur Leistungssteigerung ausgelöst. In den folgenden Jahren bekam diese Propaganda die Aufgabe, ganz bestimmte Produk­tionszweige zu fördern. Der wachsende Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande macht es erforder­lich, gerade diese Seite in Zukunft besonders zu be­tonen. Die Werbung muß mithelfen, ein idelles Bollwerk gegen die Landflucht zu errichten. Neben den Gemeinschaftswerbungen können wir die Ein­zelwerbung der Firmen, insbesondere der Produktionsmittel liefernden Firmen keineswegs entbehren, da sie bei der Erzeugungsschlacht wert­volle Dienste leistet. Als letztes wichtiges Gebiet stellt die Ernährungspolitik der Werbung bedeut­same Ausgaben hinsichtlich der Verbrauchs­lenkung.

Präsident Lange vom Amt für Roh- und Werkstoffe ging auf die Wirtschaftlichkeit der Unter­nehmen des Dierjahresplanes ein und betonte, daß nicht der Preis des betreffenden Endproduk­tes, sondern die Tatsache, daß die deutsche Volks­wirtschaft die zu erzeugenden Güter dringend benötigt, ausschlaggebend ist. Aufgabe der Werbesachleute sei es, bie irrige Auffassung, baß es sich bei ben neuen Roh- und Werkstoffen um Er­satz st o f f e bandele, zu zerstören. Die Wirfichafts- Werbung müsse Mittler und Helfer zur weiteren Leistungssteigerung sein und damit zur Erhöhung der Lebenshaltung der Gesamtheit beitragen.

Das Ehrenmal auf dem Annaberg.

Unweit der neuen Jugendherberge auf dem Anna- berg geht die Feierstä11e Oberschlesiens ihrer Vollendung entgegen, die von den im Ent­stehen begriffenen Ehrenmal für bie Toten ber Freikorps unb d e s Selbstschutzes gekrönt roirb. Der Bau bes Ehrenmals ist jetzt so weit fortgeschritten, baß ber Richtkranz gesetzt wer­den konnte. Bauherr ist der Vo'lksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Das Mal wächst wie eine Trutzburg aus der Kalkstein­wand über ber Feierstätte empor Aus dem gleichen Material fügt es sich zu einem wuchtigen Rundbau, dex pos eisex flachen Kuppel gekrönt wird.