Ausgabe 
23.6.1937
 
Einzelbild herunterladen

ct)en" dem Ballon entgeaengejandte Militärflieger diesen umflogen und der Besatzung zum Gruße zu- gewinkt habe. Während sämtliche anderen Ballons dieses Verhalten dieses Fliegers freundlich ausge­nommen hätten, sei der BallonChemnitz 10" dar­aufhin niedergegangen. Offenbar habe die Besatzung das Verhalten des Fliegersfalsch a u s g e - l e g t". Daß von einerfalschen Auslegung" des Verhaltens des-tschechoslowakischen Fliegers im Fall des BallonsHildebrand" und sicherlich auch im Falle des BallonsChemnitz 10" keine Rede fein kann, geht aus dem Bericht des deut­schen Ballonfahrers Goetze vom BallonHilde­brand" einwandfrei hervor. Er berichtete u. a.:

Als der tschechoslowakische Polizeiflieger auf uns zukam, berührte uns das zunächst nicht, weil Sport­flugzeuge und Verkehrsmaschinen uns häufig bei Gelegenheit von Ballonfahrten umkreisten. Dieser Besuch wurde unangenehm, als der Flieger uns nicht mehr umkreiste, sondern mit etwa 400 Kilo­meter Geschwindigkeit direkt auf unseren Ballon zu flog um erst im letzten Augenblick links oder rechts die Maschine vorbeizureißen. Die

Absicht, uns zur Landüng zu zwingen, war offenbar, worüber wir um so mehr erstaunt waren, als uns ja bekannt war, daß die Teil­nahme unseres Ballons am Gordon-Bennett-Ren- nen sowie die Möglichkeit, daß dabei die tschechi­sche Grenze überflogen werden konnte, der Tsche­choslowakei mitgeteilt worden war. Außer­dem hatte uns die Prager Radiostation ständig Wind- und Wetterberichte zugesunkt. Weiter stei­gerte sich die peinliche Lage, als der Flieger dazu überging, seine Masichne über den Ballon zu brin­gen und im Sturzflug, unseren Ballon als Ziel nehmend, herunterkam. Wie uns der Flieger selbst nach Landung sagte, war er dabei bis auf fünf Meter an unsere Ballonhülle herange­kommen, so daß wir fürchten mußten, daß er aus Versehen mit seinem Fahrgestell oder einem Flü­gel unseren Ballon streifen würde. Durch die dau­ernden Erschütterungen des Ballons und durch den Propellerwind des Flugzeuges verloren wir fortwährend Gas aus dem Ballon und der Ballon geriet stark ins Fallen. Aber auch jetzt setzte der Flieger seinen Angriff fort, so daß wir es nicht

länger verantworten konnten, etwa durch Ballast­abgabe wieder in die Höhe zu steigen. Wir näherten uns, aus 2000 Meter Höhe kommend, mit zwei Se­kundenmeter Fallgeschwindigkeit dem Erdboden und als wir etwa in 50 Meter über dem Boden waren, drehte der Flieger ab, weil er die Landung als vollzogen betrachtete. Als wir nun die Fahrt fortsetzen wollten und zu diesem Zweck wieder einige 100 Meter Höhe erreichten, wurde dem Flieger diese Tatsache telephonisch mitgeteilt. Er stieg sofort wieder auf und verfolgte uns auf9 neue. Trotzdem wir jetzt niedriger über dem Boden fuhren, wiederholte er dieselben Manöver und wir mußten schließlich die Landung durchführen. Der Polizeiflieger erklärte uns, daß er d e n B e f e h l habe, unsere Weiterfahrt zu verhindern und uns un­ter allen Umständen zur Landung zu zwingen.

*

Angesichts dieses ungeheuerlichen Vorfalles muß noch der amtliche Bericht der zuständigen deutschen Stellen abgewartet werden.

Das Staatsbegräbnis für Abt Albanus Schachleiter

München, 22. Juni. (DRV.) Für den ver­ewigten Abt Albanus Schachleiter fand am frühen Morgen des Dienstag in der stilvoll ausge­schmückten Allerheiligen-Hofkirche der feierliche Trauergottesdienst statt. Im Kirchenschiff saßen die Verwandten und Freunde des Verstorbenen, während im Presbyterium mehrere Aebte der Benediktiner- Kongregation und Vertreter des Münchener Dom­kapitels Platz genommen hatten. Das feierliche Pon- tifikal-Requiem mit großer Assistenz hielt Abt M o - litor von St. Joseph Gerlaeve in Westfalen, der derzeitige Präses der Beuroner Benediktiner-Kon­gregation, der der Verewigte angehört hatte. Das Libera wurde von Abt Sigesbert Mitterer vom Kloster Hohenschäftlarn gehalten.

Während des Gottesdienstes vollzog sich vor der Residenz der Aufmarsch der Trauerpa­rad e. Unter Trommelwirbel eines SS.-Spiel- mannszuges wurde dann der Sarg aus der Kirche gebracht und auf den mit sechs schwarzverhängten Pferden bespannten Totenwagen gehoben. Dann setzte sich der Trauerzug in Bewegung. An der Spitze Schutzpolizei zu Pferde und ein Ehrensturm der SS.-StandarteDeutschland". Vor dem Lei­chenwagen wurden die Kränze des Führers und Reichskanzlers, des Stellvertreters des Führers, der Bayerischen Landesregierung und des Traditions­gaues München-Oberbayern getragen.

Auf dem Waldfriedhof haben sich mit den Ver­wandten des verewigten Abtes führende Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht, Männer der Kunst und Wissenschaft eingefunden. Man bemerkt u. a. den Münchener Oberbürgermeister Reichsleiter Fiehler, den Jugendführer des Deutschen Reiches in Begleitung des italienischen Jugendführers, Staatssekretär Ricci, die Gauleiter Adolf Wagner und Dr. Hellmuth, eine Abordnung der Philosophi­schen Fakultät der Universität München, deren Ehrendoktor der Verblichene war, und viele andere.

Kurz vor 13.45 Uhr trifft der Stellvertre­ter des Führers in Begleitung des bayeri­schen Ministerpräsidenten ein. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wird der Sarg in die Erde gesenkt.

Ministerpräsident Sieberi tritt vor das offene Grab, um als Beauftragter des Führers die letzten Gedenkworle zu sprechen.

Er betont, daß nach der Bestimmung des Verstor­benen keine Rede bei seiner kirchlichen Einsegnung gehalten werden solle. Daher solle nur der Dank der Herzen dem Manne gewidmet fein, der als Deutscher, als Politiker, als Katholik, als Held Vorbild und Mahnung gewesen sei. Abt Schachleiter habe an sich die Wahrheit des Wortes erfahren, daß das Leben,Kampf ist. Wie der Führer, als er mit wenigen Getreuen seinen Kampf für Deutschlands Wiedergeburt aufnahm, verfolgt und gemieden, verachtet und gemaßregelt wurde, habe Abt Schachleiter, der glühende Deutsche, es büßen müssen, als er 1926 mit jugendlichem Feuer sein Leben mit Adolf Hitler, seiner Bewegung und seiner Mission unlösbar verband. Mußte er 1918 wegen seiner deutschen Gesinnung seine ihm lieb­gewordene Arbeitsstätte im Ausland verlassen, so sollte ihm in seinem heißgeliebten Vaterland nicht die Bitternis erspart werden, daß er wegen seiner Treue zu Adolf Hitler in offenen Konflikt geriet zu feinen kirchlichen Behörden, die ihn straften und

ihm zuletzt sogar die kirchliche Weihegewalt ent­zogen.

Aber Abi Schachleiter sei freu geblieben, denn fein Vaterland sei es ihm wert gewesen, das kreuz auf sich zu nehmen, und er habe sich um so lauter zum werdenden Deutsch­land bekannt. Das Schicksal habe ihm die Treue gelohnt und ihn den Sieg seines Führers und der Bewegung erleben lassen. 3n einem Briefe vorn 17. Dezember 1936 habe er ihm, dem Ministerpräsidenten wörtlich geschrie­ben:Ich bleibe bei meiner heiligen Kirche, von der ich mich in keiner Weise tren­nen werde. Aber ich bleibe auch bei mei­nem Führer und seiner Bewegung. Denn ich lebe der festen Ueberzeugung, daß ich mit meiner Treue zum Führer und zur Bewegung auch der Kirche diene. So will ich als strenggläubiger Katholik der treueste Gefolgs­mann meines Führers fein." And in feinem letzten Briefe, in dem er feinen Wunsch mitge­feilt habe, im Münchener Waldfriedhof in der Nähe des von ihm fo hochgeschätzten Ernst P ü h ner feine letzte Ruhestätte zu finden, habe er wieder wörtlich geschrieben:Ich bitte, daß an meinem Grabe meinem Führer Adolf Hitler mein Dank und meine Treue bis in den Tod bekundet wird. Das soll die Welt hören

und wissen, meine Treue zum Führer und der nationalfozialistischen Bewegung, aber auch meine Treue zu meiner heiligen Kirche." Wer wage es noch, angesichts des Lebensinhaltes und des Lebensausklanges dieses Mannes und sei­ner ergreifenden Treue zum Nationalsozialismus und seinem Führer zu sagen, Nationalsozialismus und wahres Christentum feien Gegensätze? Es sei uns eine heilige Aufgabe: Die Liebe, welche ein göttlicher Funke in sein Herz legte, und aus seinen Augen strahlen ließ, in die Herzen unserer Jugend zu legen, darüber hinaus aber zu arbeiten, daß unsere nachkommenden Geschlechter erfüllt werden von seiner Kraft für das Recht und gegen das Un­recht, von seinem Mut, von seiner Treue zum Volk, von seinem Glauben an das neue Deutschland Adolf Hitlers.

Der Stellvertreter des Führers legte den Kranz des Führers, Ministerpräsident Siebert die Kranz­spende der Bayerischen Landesregierung, Gauleiter Adolf Wagner die für den Traditionsgau nieder. Es folgten der Reichsjugenführer, Staatssekretär General Hofmann für den Reichsstatthalter in Bayern, Obergruppenführer Seydel für den Korps­führer des NSKK., Generalleutnant von Doehla als Beauftragter des Reichskriegsministers, Grup­penführer Bennecke für den Stabschef der SA.

Der Gesang der nationalen Lieder beendete das Staatsbegräbnis. Nach dem Staatsakt verrichtete der Geistliche die kirchlichen Segnungen.

Unser Bildtelegramm aus München zeigt den Sarg, mit einer großen Hakenkreuzfahne bedeckt, aus dem Wege zum Friedhof. (Scherl-Bilderdienst-M.)

W

1

W«!

W

Das Kabinett Chautemps, eine Regierung der Volksfront.

Radikalsoziale und Sozialdemokraten zu gleichen Teilen.-Oer neue Finanzminister Bonnei vor der gleichen schwierigen Aufgabe. Erst am Dienstag Regierungserklärung.

Paris, 22. Juni. (DRB.) Senator Ehau- (emps hat in den späten Abendstunden des Diens­tags fein Kabinett gebildet und nach­stehende Persönlichkeiten berufen:

Ministerpräsident: Ehauternps (radikalsoz.);

Staatsminifter ohne Portefeuille: S a r r a u f (Senator, radikalsoz.), Violette (Senator, radikalsoz.), 5 au re (Sozialdemokrat);

Vizepräsident: Blum (Sozialdemokrat);

Kriegsminifter: Daladier (radikalsozial);

Außenminister: D e l b o s (radikalsozial);

Iustizminister: Vincent - Auriol (So;.);

Innenminister: Dormoy (Sozialdemokrat);

Finanz- und Wirtschaftsminister: Bonnet (radikalsozial);

Kriegs- u. handelmarineminifter: Eampinchi x (radikalsozial);

Luftfahrtministeer: L o t (radikalsozial); llnterrichtsminister: Zay (Sozialdemokrat);

Oesfentliche Arbeiten: Q u e u i ll e (radikalsoz.); handelsminisler: Lhapfal (radikalsozial);

Landwirtschaftsminister: Monnet (Sozdem.);

Kolonialminister: Moutet (Sozialdemokrat);

Arbeitsminister: Fevrier (Sozialdemokrat);

Pensionsminister: Riviöre (Sozialdem.); poffminifter: Lebas (Sozialdemokrat);

Oeffentliche Gesundheitspflege: Ru c ar 6 (rab.- fozial);

Ehauternps hat nicht weniger als 14 lln ter- ffaatsfefrefariafe geschaffen.

Präsident Lebrun hat um Mitternacht die Er­lasse unterzeichnet, durch die die neuen Minister und

llnlersiaatssekreläre ernannt werden. Ehau- temps hat zu gleichen Zeit mitgeteilt, daß der erste Kabinettsrat am Donnerstagvormittag um 10 Ahr im Minisierpräsidium und der erste Minister rat am kommenden Dienstagvormittag im Elyfeepalast unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik stattfinden wird. Am Dienstagnach­mittag wird dann die Regierung vor dem Pala- ment die Regierungserklärung abgeben.

*

Die neue französische Rebieruna unter radikal­sozialer Führung ähnelt in ihrer Zusammensetzung dem zurückgetretenen Kabinett Blum wie ein Ei dem anderen. Mit Ausnahme des ehemaligen Han­delsministers B a st i d, des Wirtschaftsministers S p i n a s s e , des Ministers für öffentliche Arbeiten Bedouce und des Ministers für Gesundheits­wesen Sellier und des ehemaligen Kriegsmarine- Ministers Gasnier-Duparc finden sich auch im neuen Kabinett sämtliche übrigen Mit­glieder der Regierung Blum wieder. Ministerpräsident Chautemps hat das Wirtschafts­ministerium nicht besetzt, es wird vom Finanzmini­ster Bonnet mitverwaltet. Minister Chapsal gehört dem Kabinett als Handelsminister an. Unter­staatssekretär Vienot, dessen Haltung besonders während der Marokkohetze gegen Deutschland sehr umstritten war, ist nicht in das Kabinett übernommen worden. Mit dem Unterstaats­sekretär im Kolonialministerium, dem radikalsozialen Abgeordneten Monnerville, der Abgeordneter von Guayana ist, ist wieder ein Neger in der französischen Regierung vertreten.

Die Verteilung der einzelnen Portefeuilles ist streng nach den Mehrheitsgrundsätzen erfolgt. Die

Politik der neuen Regierung, die sich erst am näch­sten Dienstag der Kammer und dem Senat vor­stellen wird, da man die Rückkehr des neuen Finanzministers Bonnet aus Amerika abwarten will, wird in ihren großen Linien genau die a l e i ch e sein wie die des Kabnetts Blum. Der sozialdemokratische Landesrat hat außerdem seine Bedingungen für die Beteiligung der Sozialdemo­kraten so scharf umgrenzt, daß eine andere Politik als die der Volksfront von vornherein unmöglich erscheint. Außenpolitisch wird sich ebenfalls nichts ändern; denn die verantwortlichen Posten haben ihre Titelhalter nicht gewechselt.

Ministerpräsident Chautemps bezeichnete vor der Presse die neue Regieruna als eineRegierung der Republikanischen Sammlung'. Chautemps dankte besonders L6on Blum, der ihm seine Mitarbeit zugesagt habe, und Dala­dier, der fofort auf den Posten des stellvertreten­den Ministerpräsidenten verzichtet habe. Das Kabi­nett werde das Programm der Volks­front weiter durchführen. Die dringendste Auf­gabe sei offensichtlich die finanzielle Gesundung. Er habe nicht gezögert, seinen Freund Georges Bonnet als Finanzminister zu berufen, der schon in einem früheren Kabinett mit ihm zusammen­gearbeitet habe und deffen Können über jeden Zweifel erhaben sei. Bonnet werde auch das Wirt­schaftsministerium verwalten und dem Nationalen Wirtschaftsrat vorstehen. Mit Kammer und Senat hoffe er vertrauensvoll Zusammenarbeiten zu können.

Das Echo der presse.

Paris, 23. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Pa­riser Morgenpresse freut sich, daß Chautemps in

knapp zwei Tagen die Regierungskrise gelöst hat. Chautemps dürfte in Kammer und Senat eine breitere Mehrheit finden, als die Regie­rung Blum. Vor allem im Senat sei Chautemps, der selbst Senator sei, sehr sympathisch. Wenn er nun, wie es Caillaux im Namen des Finanzaus- chusses des Senats verschiedentlich gefordert habe, ein klares und fest umrissenes Pro- gramm vorlege und dem Lande endlich die Wahrheit sage, besonders über den Stand der Finanzen, dann gebe es kaum einen Zweifel, daß auch die Abstimmungsergebnisse im Parlament den Erfolg Chautemps' in der Regierungsbildung be­tätigen würden.

Das sozialdemokratische BlattP o p u l a i r e" indet nochmals bittere Worte über daskapi­talistische Komplott" des Senats, das den Bestand der Volksfront-Regierung unter so­zialdemokratischer Leitung unmöglich gemacht habe. Damit habe der Senat die demokratische Welt Frankreichs tief verletzt. Die vom Landesrat an­genommene Entschließung habe die Beteiligung an der neuen Regierung von der Bedingung abhängig gemacht,daß die auf Grund des Volksfrontpro- gramms bereits erreichten sozialen Fort- chritte aufrecht erhalten, aus geb aut und erweitert würden". Das radikalsoziale O e u v r e" schreibt: Chautemps' Aufgabe sei sicher- lich durch die herzliche Geste Blums, der einen Staatsministerposten mit dem Titel Vizepräsident annahm, erleichtert worden. Die kommunistische Humanit 6" kündigt für Donnerstag, 13 Uhr, eine Kundgebung auf demPlatz der Nation" an, wo die Volksfront-Organisationen für dieAn­wendung einer wirklichen Politik des Brotes, des Friedens und der Freiheit", und zwar ohne Schwäche, demonstrieren würden.

Echo de Paris" stellt das Finanzproblem in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Hierüber sei die Oeffentlichkeit seit Beginn der Krise am we­nigsten unterrichtet. Der Senat habe jedoch enthüllt, daß die ernste Finanzlage nicht mehr länger ü b e r s e h en werden dürfe. Schon heute müsse man sich mit dem Bedarf des Schatzamtes, dem Haushaltsausgleichgewicht und mit dem Schicksal der Währung befassen. Die Marxisten hätten es natür­lich nicht eilig. Sie wüßten, daß die verlorene Zeit die Schwierigkeiten nur vergrößere und die so ge- schaffene Lage die Bedingungen für die revolutio­nären Strömungen begünstige.Epoque" will wissen, daß das Kabinett Chautemps vom Parla- ment Vollmachten verlangen und dann sogleich durch Erlaß die Kammer in die Ferien schicken werde. Das Blatt glaubt, daß die Regierung die Stabilisierung des Franken beab­sichtige. Das würde ihr erlauben, über rund lOMil- larden des Währungsausgleichsfonds verfügen zu können. Die royalistischeAction Franxaise" glaubt nicht, daß die neue Regierungsformel geeig­net sei, aus dem Auslande die rund 60 Milliarden zurückzuholen, die die Politik Blum aus Frankreich vertrieben habe.

Oie italienischen Zugendführer in München.

München, 22. Juni. (DNB.) Zum Abschluß ihres Deutschland-Besuches trafen in zwei Sonder­zügen die 1200 italienischen Jugendführer i m München ein. Die Jugendführer besichtigten am Dienstagmittag auf eine Einladung des Reichs­führers SS. hin die SS. - Standarte: Deutschland. An der Besichtigung nahmen, auch Unterstaatssekretär Ricci, Baldur von Schi­rach sowie mehrere hohe SS.-Führer teil. Am Schluß des Besuches nahm Unterstaatssekretär Ricci zusammen mit dem Reichsführer SS. Himmler einen Vorbeimarsch von zwei Bataillonen der Standarte ab. Anschließend fand ein gemeinsames Essen statt. Bei dem Besuch überreichte Staats­sekretär Ricci mit herzlichen Worten des Dankes dem Reichsführer SS. Himmler einen antiken rö­mischen Helm, der bei den letzten Ausgrabungen in Roscana gefunden wurde und fein Bild. Vor der Ewigen Wache war eine Kompanie der SS.-Stan­darteDeutschland" mit Musik- und Spielmanns­zug sowie die Ehrenformationen der HI. angetre­ten, als Gauleiter Wagner sich mit Staatssekre­tär Ricci und Reichsjugendführer von Schi­rach zu den Ehrentempeln begab, um der ersten Blutzeugen des nationalsozialistischen Deutschlands zu gedenken. Mit dem Abschreiten der Ehrenforma­tionen schloß die kurze Feierstunde auf dem König-- lichen Platz. Am Abend trat der italienische Staats­sekretär Ricci mit seiner Begleitung die Rück­reise nach Italien an. Am Bahnsteig bildete Jungvolk Spalier. Unter den Klängen der Giovi- nezza und jubelnden Heil!- und Eja-Eja-Alala- Rufen fuhr der Zug der italienischen Heimat ent­gegen.

Einberufungen zu Uebungen.

In einem Erlaß des Reichskriegsmini- st e r i u m s wird bekanntgegeben: Nach vorliegenden Beschwerden sind in letzter Zeit Gestellungsbefehle Einberufenen vielfach er st kurz vor Beginn der Hebung oder kurzfristigen Ausbildung zu-- gestellt worden. Bei einer derartig kurz angefetzten Einberufung ist dem davon Betroffenen eine Rege­lung seiner beruflichen und häuslichen Verhältnisse sowie die rechtzeitige Beantragung der Familien­unterstützung für den Lebensunterhalt seiner An­gehörigen nicht möglich. Alle Dienststellen werden deshalb darauf hingewiesen- Ersatzanforderungen jeder Art für Hebungen und kurzfristige Ausbildung insbesondere auch namentliche Anforderungen, rechtzeitig späte st ens acht Wochen vor Beginn der Hebung oder kurzfristigen Aus­bildung an die zuständige Wehrersatzdienststelle M stellen. Hierbei ist bestimmungsgemäß mit anzus'or- bern: a) für Hebungen eine Reservequote iw der Höhe, wie sie vom Generalkommando usw. nadi Maßgabe der in dem Gestellungsbereich gemachten Erfahrungen festgesetzt worden ist, b) für kur;- triftige Ausbildung eine Reservequote von 10 v. 6- der Mannschaftsstärke. Die Einberufung hat grund­sätzlich sechs Wochen vor dem Einstel' l u n g s t a g durch das Wehrbezirkskommando (bei Hebungen für Hnteroffiziere und Mannschaften durch das Wehrmeldeamt) durch Gestellungsbefehl zu er­folgen. Gestellung von Nachersatz für Zurückgestellte usw. darf erst nach Aufbrauch der einberufenen Re­servequote erfolgen. Diesen ist jedoch mindestens eine Frist von 14 Tagen durch entsprechende Festsetzung des Gestellungstages in dem Gestellungsbefehl geben.

Dchd-i

Fff' *ttQ- . 'Urzy > Äei M'h

lien, daß Jalkanftelil langen M klären, ^ni Meerengen Stütze entP Front nacn

Nachdem » wieder star in der Rn kanntlich st hingen 3W Irans, den Äbschb dieser Pakt wenn auch zu diesen ! schlich» realpolitisch daß Freum eine starke Wille die ( Man hat, kara das 1 grenze dur höhen.

Ein M graphisch östgrenze 5 ist auch in suchen, daß ein sreundsc land legte Misch die getrennt fin zu leugnen, Provinzen hatten. In öer heutige! biete von k nen, so sche gehalten zi gegenüber allzu große

Das zwe der Dftgrei völkeru die östliche dünn bev! scher Dem sahr bebei anabolische ders in bi publik eir Einnahmen f(f)iebenen in den erste türkischen 9 Rurbenauff

fr 1 °ltai L°? «n helft

Ä®

> Vi «d-

ü

kn Kurden der nuen ti anderen n die Kurden kämpften, f gossen im zeitweise in Türkei bebt Augen Halle etwa 2.5 A 16 Mim 800 000 im Nlanb. D M in der ^ny der Ki vvrchrein ^eastaat »Momi s/esen hie Men an ?

ton, Mert W imar , I int r We wird Ansteigen Pen Weste

Nen. Bo, ft^rbini

5n d-k

mit

fang \

ieere"

Die 6dN