Ausgabe 
23.6.1937
 
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Mittwoch, 23. Mi 1931

187. Jahrgang

lir.143 Erster Blatt

dessen Dienst das angegriffene deutsche Kriegsschiff

Der Anschlag aus dieLeipzig" unwiderlegbar

Am Sonntagnachmittag starteten in Brüssel die Freiballone zum Gordon-Bennett-Rennen bei denk­

bar ungünstiger Witterung. Der Start war von heftigen Gewittern begleitet.

(Scherl.-At.)

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standen, und beide Mächte hätten gewünscht, daß die Solidarität der Ueberwachungsmächte sofort unter Beweis g e st eilt werde. Im Unter­haus richtete Attlee die Frage an Eden, ob die britische Regierung in keiner Weise die Absicht habe, sich an einer gemeinsamen Flotten- demonstration mit den Deutschen zu beteiligen. Eden antwortete, er könne endgültig versichern, daß die britische Regierung nicht die Absicht habe, sich an einer Flottendemonstration vor Valencia zu beteiligen. Das Nichteinmischungs­abkommen arbeite nicht so, wie die britische Re­gierung es wünsche. Infolgedessen müsse die gegen­wärtige Lage mit Ernst erwogen werden.

staatfinden sollte.

England und Frankreich versagen sich.

Josephstadt von einem tschechoslowaki­schen Polizeiflieger zum Landen ge­zwungen. Auf diese Weise wurden die aus­sichtsreichsten deutschen Teilnehmer am Wettbewerb zum Abbruch des Rennens gezwungen, obwohl sie für die zweite bevor­stehende Nacht und für den bevorstehenden dritten Tag des Fluges noch mehr Ballast als bei früheren Wettbewerben hallen.

Im Falle des BallonChemnitz 10" hatte dgs tschechoslowakische Verteidigungsministerium mitgeteilt, daß derzur Feststellung der Kenngei-

Palästina soll aufgeieitt werden.

Die Kommission schlägt Errichtung eines jüdischen und eines arabischenStaates vor.

London, 23. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der dem König unterbreitete Bericht der briti­schen Palästina-Kommission enthalt, wie schon vielfach vermutet worden war, den Vorschlag, Palästina in zwei Staaten, einen jüdi­schen und einen arabischen aufzutei- le n. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß durch em solches Verfahren das Problem der politi­schen und Rassengegensätze zwischen Ju­den und Arabern in Palästina am besten ge­löst werden könne. Einzelheiten über die Auftei­lung des Gebietes find noch nicht bekannt. Immer­hin will derDaily Telegraph" wissen, daß der jüdische Staat an das Mittelmeer an­grenzen soll, während der arabische sich im Innern des Landes befinden werde. Die beiden Staatsgebiete würden etwadiefelbe Größe haben. Der arabische Teil solle durch Korridore" einen Zugang zu den Ha­fen von Haifa undJaffa erhalten. Der Be­richt wird voraussichtlich Anfang Juli veröffentlicht werden.

Tokio wünscht Klärung der Beziehungen zu England.

Tokio, 23. Juni. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst des DNB.) Das Außenministerium gab be­kannt, daß der japanische Botschafter in London, Joshida, von Außenminister Hirota beauftragt worden ist, mit dem britischen Außenminister Eden

Handlungen Fragen des Ausgleichs der Han- delsinteressen zwischen Japan und den britischen Dominien berührt worden seien. Er glaubte annehmen zu dürfen, daß im wei­teren Verlauf der Fühlungnahme auch die Frage der englisch-japanischen China-Inter­essen erörtert werden. Von den politischen Blät­tern Tokios wird diesem Schritt als einer Vor­stufe grundsätzlicher japanisch-englischer Verhandlun­gen große Bedeutung zugemessen.

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gekommen sei, bleibe bestehen und bleibe auch für zukünftige Zwischenfälle in Kraft, falls das Ab­kommen nicht von einer der vier Mächte gekündigt werde. Das heiße, daß im Falle eines neuen Zwischenfalles neue Besprechungen zwischen den vier Mächten stattfinden würden. Die Mitteilung über die heutigen Beratungen besagt, daß es unmöglich gewesen sei, zu einer Einigung zu gelangen. Großbritannien und Frank­reich, so verlautete, hätten eine Untersuchung über den Angriff auf dieLeipzig" gewünscht, be­vor sich beide Mächte verpflichteten, an irgendeiner aktiven Demonstration teilzunehmen. Für Deutsch­land und Italien habe die Tatsache des Angriffes völlig außer Zweifel ge-

9er mißlungene Versuch.

Der Verlauf der Botschafter-Besprechun­gen im Londoner Foreign Office hat den Pessi­misten recht gegeben, die die Brauchbarkeit des Londoner Abkommens der vier Konlrollmächte von vornherein in Zweifel zogen. Nach dem heimtücki­schen Ueberfall roter Bombenflieger auf das Pan­zerschiffDeutschland" in Ibiza hatten alle an der Seekontrolle in den spanischen Gewässern beteilig­ten Regierungen den Eindruck, daß irgend etwas geschehen müsse, um in Zukunft die Autorität des internationalen Nichteinmifchungsausschusses, in

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Mengenabschlüsse Staffel B

London, 22. Ium. (DNB.) Zum Schellern der Vier-Mächte-Besprechung meint Reuter u. a., die Maschinerie, die am 12. Juni zustande-

dieLeipzig" erfolgten, rote U-Boote über­haupt nicht mehr in See gewesen seien, wird schon dadurch widerlegt, daß am 16. Juni mittags zwei rote U-Boote die nationalspa­nischen Stellungen an der Küste bei Calahonda (an der südspanischen Küste östlich Malaga) b e - schossen haben. Die Angriffe auf dieLeipzig" aber haben am 15. und 18. stattgefunden, und zwar in der Nähe von Oran, also einem Ort, der einen halben Tagesmarsch von Cala­honda entfernt ist. ,

Franco gibt Garantien für die Kontroilschiffe.

London, 22. Juni. (DNB.) Auf die kürzlich erfolgte englische Anfrage, so berichtet Reuter, habe die spanische Nationalregierung dem britischen Botschafter in Hendaye mitgeteilt, daß sie uneingeschrän kte Garantien für die Sicherheit der U e b e r w a ch u n g s s ch i f f e auf hoher See und auch sonstwo geben werde und bereit sei, Zonen in nationalspanischen Häfen an-, zugeben, in denen die Ueberwachungsfchisfe vor Angriffen durch nationalspanische Streitkräfte sicher seien. Aus Valencia ist bisher noch keine Antwort der Bolschewisten eingetroffen.

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Die amtliche Verlautbarung.

London, 22. Juni. (DVB.) Die amtliche Ver- laulbarung über das Ergebnis der Vier-Vlächte- Besprechung lautet:

Eine weitere Sitzung zur Erörterung der Frage der Zwischenfälle, in denen der deutsche Kreu­zerLeipzig" verwickelt worden war, wurde im englischen Auhenamt am 22. Juni zwischen dem englischen Außenmini st er und dem französischen, deutschen und italie­nischen Botschafter abgehalten. Es stellte sich bedauerlicherweise als unmöglich heraus, ein Uebereinko mmen über die Maßnah­men zu erreichen, die in diesem Falle ergriffen werden sollten. Es wurde auf der einen Seite für notwendig gehalten, daß während Vorschläge gemeinsam geprüft werden sollten, um die Sicher­heit der Schiffe der vier Flottenmächte zu ver­mehren eine Untersuchung über die Umstände der Zwischenfälle allen zu ergreifenden Schritten vorangehen ollte, die gegen die beteiligte spanische Partei zu richten seien. Auf der anderen Seite wurden die Tatfachen als festgestellt angesehen und es wurde erachtet, daß die Zwischenfälle sofortige aktive Schritte erforderten, um die Solidarität der Mächte aufrechtzuerhalten und die Wiederholung solcher Zwischen- ä l l e z u v e r h i n d e r n. Der Vorschlag, über den ein Uebereinkommen nicht erreicht werden konnte,

Tschechische Behörden stören das iniernaiionaie Gordon-Venneil-Rennen Tschechischepolizeiflieger zwingen deutscheIreiballons zur Aufgabe desRennens

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misten nach dem verbrecherischen Anschlag aus die Leipzig" zu internieren. Aber sowohl England wie Frankreich haben sich geweigert, Deutschlands Vorschläge anzunehmen.

Der Versuch einer gemeinsamen Front gegen das verbrecherische Treiben der Bolschewisten ist geschei­tert. In Valencia und Moskau wird man Freuden­hymnen anstimmen darüber, daß man auch in Zu­kunft auf die Uneinigkeit der Kontrollmächte rech­nen kann. Daß dies blamable Ergebnis die Va- lencia-Bolfchewiften zu neuen Provokationen nur ermuntern wird, ist selbstverständlich. Deutschland jedoch, das mit allem Ernst und mit aller Aufrich­tigkeit bestrebt war, den Weg der Zusam­menarbeit mit den übrigen Kontrollmächten zu Ende zu gehen, hat nach dem Scheitern der Londoner Botschafter-Besprechung seine Frei­heit des Handelns wiedergewonnen. Das Londoner Abkommen vom 12. Juni gibt ihm das Recht, auf die Herausforderung, die sich die bolsche­wistischen Machthaber in Valencia durch den Tor­pedoangriff ihrer U-Boote auf den KreuzerLeip­zig" erneut erlaubt haben, zu antworten, wie es ihm richtig erscheint. Dr. Fr. W. L.

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GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

erörtert hätte die U-Boote der Valencia-Bollche-i über die Möglichkeit der Anbahnung formeller Ver- S" Ja hem nerbredierifdien Anschlag auf die Handlungen ZUr^ Klärung der englisch-

1 iflDoni cne:

Woche auf Einladung der britischen Regierung an- qefagten Besuch in London verschob. Wenn )arüber die englische Oeffentlichkeit sich enttäuscht zeigte, so mußte ihr deutlich werden, welche Be­deutung Deutschland der erneuten Provokation Lines ' deutschen Kriegsschiffes beilegte und daß in einem für die internationale Zusammenarbeit «ls kritisch empfundenen Zeitpunkt der Leiter der deutschen Außenpolitik den Sitz der Zentrale nicht »erlassen konnte.

Die englische Oeffentlichkeit hätte aber auch em- lehen müssen, daß nichts einer oon der in Aus­sicht genommenen Aussprache erhofften Besserung der deutsch-englischen Beziehungen wirkungsvoller hätte vorarbeiten können, als eine verständn i s- wolle Behandlung des neuen Zwischenfalls gerade durch den britischen Außenminister. Man gaf in Deutschland nach den Mitteilungen, die Eden bereits vor der letzten Sitzung der Botschaf­ter-Konferenz im Unterhaus gemacht hat, den pein­lichen Eindruck, daß der britische Außenminister coiederum eine Gelegenheit versau m t hat, die es ihm ermöglicht hätte, durch etwas mehr Verständnis für die Lage Deutschlands und feine ich aus der Situation als vollauf gerechtfertigt er­gebenden Forderungen das deutsch-englifche Ver­hältnis in eine wärmere Atmosphäre überzuleiten. Der britische Außenminister hat offenbar aus Ruck- icht auf seine Opposition und aus Rücksicht auf Moskau, mit dem man es anscheinend auch nach Dem Blutbad des 12. Juni noch immer nicht ver- Derben möchte, geglaubt, eine verpaßte Gelegenheit >iur Besserung des deutsch-englisches Verhältnisses ouf sich nehmen zu können.

Aber nicht nur das. Die sich im Londoner Ab- lommen abzeichnende Zusammenarbeit der vier westeuropäischen Großmächte schien ein erster Ver- mch zur Wiederbelebung des Gedankens der Soli- varität der vier großen europäischen Kulturnatw- nen gegen alle den Frieden störenden Elemente. Der Versuch ist, wie man nach dem Ausgang der Londoner Botschafter-Beratungen feststellen mutz, >chon bei der ersten Probe aufs Exempel miß­lingen. Das ist um so mehr zu bedauern, als Deutschland nach der schweren Provokation die der Angriff bei Ibiza gewesen war, bei der Feststellung Der Methode für "ein Zusammenarbeiten der vier Kontrollmächte größtes Entgegenkommen bewie- '-n hatte und auch jetzt nach d-m erneuten ein- wandfrei festgestellten Angriff bolschewistischer U-Boote auf ein deutsches Kriegsschiff bei der Uufstellung seiner Forderungen sich größter Matzi- i;ung befleißigt hatte. Denn es wäre doch wohl in' Mindestmaß von Solidarität gewesen, wenn ' ie vier Kontrollmächte durch eine st^^tzi^me flottendemonstration vor Valencia den Bolschewi­ken eindeutig klar gemacht hätten, daß sie die Pro- okation Deutschlands als eine gemeinsame Heraus- vrderunq empfinden und künftighin nicht qewi xien, mit der Autorittät des internationalen Nicht- Unmifchungsausschufses Schindluder treiben zu las «n, vielmehr bereit seien, jeden weiteren JMngrif er bolschewistischen Piraten auf die Seekontrolle 'emeinsam abzuwehren. Es hätte auch dem billigen verlangen nach hinreichendem Schutz der deutschen Seeleute entsprochen, wenn man die Matznahme

(fcr|d)etni (Og Md), außer Sonntage and Feiertag» Beilagen Die JUuftnertt (ßieftenei Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl» Olonats-Be$ugspret$:

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japanischen Beziehungen zu verhandeln. Frühere auf japanische Initiative aufgenommene Besprechungen Joshidas mit den Beamten des bri­tischen Auswärtigen Amtes wären genügend zu­friedenstellend gewesen, um diesen zweiten Schritt als Vorstufe offizieller Verhandlungen zu rechtfer­tigen. Der Sprecher des japanischen Außenministe­riums gab zu verstehen, daß bei den bisherigen Ver»

Berlin, 22. Juni. (DNB.) Ausländische Presse­stimmen hatten den Versuch gemacht, einen Wi­der s p r u ch festzustellen zwischen dem deutschen Kommunique vom 15. Juni und den späteren amt­lichen Feststellungen über die rot-spanischen Atten­tate auf den KreuzerLeipzig" Dieser Versuch ist unverständlich. In dem Kommunique vom 15. Juni wurde festgestellt, daß die aus mysteriösen Quellen stammenden Berichte über eine Torpedierung und Versenkung derLeipzig" leichtfertig und unbegründet waren. Wenn am 15. Juni noch nicht bekanntgegeben worden ist, daß an diesem Tage drei fehlgegangene Torpedoschüsse gegen die Leipzig" beobachtet worden sind, so diente dies nicht nur der Beruhigung der Angehörigen der Be­satzung, sondern hatte vielmehr seinen Grund auch darin, daß es, wie in der Meldung besagt, zweck­mäßig erschien, vor weiteren Schritten e r st den e richten n a ch z u g e h e n, die eine Torpedie­rung bereits feststellten, obwohl von deutscher Seite über den Vorfall nach außen hin zunächst geschwie­gen worden war. Für den sorgfältigen Leser der beiden Verlautbarungen kann also von irgendwel­chen Widersprüchen keine Rede sein.

Die Glaubwürdigkeit der in ausländischen Zei­tungen veröffentlichten Behauptungen, daß vor und während der Zeit, in der die U-Bootangriffe auf

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Keine Einigung in London über Maßnahmen gegen die Valencia-Bolschewisten

stand, gegen weitere Anschläge der Valencia-Bolsche­wisten und ihrer Moskauer Hintermänner zu schüt­zen. Die vier Kontrollmächte legten sich also in dem Londoner Abkommen auf einen Modus fest, der bei künftigen Uebergriffen gegen Schiffe der Kontroll- mächte unbeschadet des Rechts auf Selbsthilfe zur Abwehr eines Angriffes ein gemeinsames Porgehen auf Grund der Beratungen vorsah. Sollte es in die­sen Beratungen zu keiner Verständigung kommen, würde die angegriffene Macht das Recht auf Selbst-

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Prag, 22. Juni. (DNB.) Der deutsche Ballon Chemnitz 10" wurde in der Nähe von Prag aus der Gordon-Bennett-Wettfahrt oon einem tschechoslowakischen Militär-Flieger zum Landen gezwungen und durch diese Behinderung eines international anerkannten Lust­rennens durch die tschechoslowakischen Willkürmaß­nahmen um seine Gewinn aussicht ge­bracht. Am 21. Juni überflog der BallonHil­debrand" die tschechoslowakische Grenze. Gegen 18.45 Uhr erreichte der Ballon die Gegend von Königgrätz und wurde zwischen dieser Stadt und

Hilfe zurückerhalten.

Schneller als es man es gedacht hatte, haben die Valencia-Boschewisten die Geduld der Kontroll­mächte auf eine neue Probe gestellt. Die eindeutig festgestellten Torpedoangriffe bolschewistischer Uboote □uf den deutschen KreuzerL e i p z i g" haben Deutschland gezwungen, die übrigen Kontrollmächte zu einem gemeinsamen Schritt gegen die Urheber dieses neuen verbrecherischen Anschlages auf den Frieden aufzufordern. Es entsprach der in >em Londoner Abkommen festgelegten Methode, !» die Botschafter der Kontrollmächte mit dem bri- lischen Außenminister Über die durch den Angriff (»er bolschewistischen Uboote geschaffene neue Lage Gerieten, um Maßnahmen zur Wahrung der Auto­rität der Kontrollmächte zu treffen, die gleichzeitig bür das erneut angegriffene Deutsche Reich eine hin- länglidje Genugtuung boten. Wie ernst es der sseichsregierung war, nun endlich nach dieser er­beuten unerhörten Provokation der Valencia-Bol- chewisten durch geeignete gemeinsame Maßnahmen 6 er vier Kontrollmächte sowohl der beleidigten deut- Icchen Flagge Genugtuung zu verschaffen als auch >ie Sicherheit zu erhalten, daß nicht langer die ^Besatzungen der an der internationalen Kontrolle beteiligten deutschen Kriegsschiffe schutzlos holsche- vistischen Angriffen ausgesetzt seien, das mußte den beteiligten Regierungen schon daraus klar werden, d- der Reichsminister des Auswärtigen, Frei­herr von Neurath, seinen für Mitte dieser

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