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erbracht haben, dem Lager beitreten. Die jüdische Frage könne nur aus dem Wege der Emi - gration gelöst werden. Die polnische Bevölkerung müsse in Handwerk, Handel und Indu­strie Unterkommen finden, damit diese drei wirt­schaftlichen Hauptgebiete polnisch würden und die polnischen Stände nicht mehr die ihnen zu­stehende wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Rolle zu spielen vermöchten.

Oer Jude Laguardia als kommunistischer Hetzagent.

Neuyork, 22. April. (DNB. Funksxruch.) Im Neuyorker Staatssenat nannte Staatssenator McNaboe den berüchtigten jüdischen Oberbürger­meister Laguardia einen Kommunisten, der die Schulen zur Verbreitung kommu­nistischer Lehren benutze. Kommunistische Schriften würden mit Wissen Laguardias unter die Schulpflichtigen verteilt, und kommunistische Lehr­kräfte, die die von ihm beaufsichtigten Schulbehörden einstellten, untergrüben die amerikanische Gesell­schaftsordnung. Der Kommunist Laguardia sei es gewesen, der die beantragte staatliche Untersuchung über kommunistische Umtriebe in den Neuyorker Schulen vereitelt habe.

Antikommunistischer Aufklärungs­feldzug in Amerika.

N e u y o r k, 22. April. (DNB. Funkspruch.) Der katholische VerbandColumbus-Ritter^ hat einen Ausklärungsfeldzug gegen kommunistische Filme in die Wege geleitet, der auf die nationale Presse, auf religiöse und Kriegsteilnehmer-Verbände übertragen werden soll. Ein Neuyorker Filmverleiher vertreibt kommunistische Propagandafilme in 400 Schulen und Universitäten im Auftrage der kommunistischen Par­tei. Wenn es erst einmal bekannt wird, doß füh­rende amerikanische Filmschauspie- ler die Kommuni st en mit Geld unter­stützen, so mutz, wie der Verband erklärt, jedem vaterländisch gesinnten Amerikaner klar werden, datz der Besuch der Filme dieser Schauspieler den Sturz der amerikanischen Regierung vorbereite.

In Belgrad Persönlichkeiten des öffent- lichenLebens alsKommunisten entlarvt.

Belgrad, 21.April. (DNB.) Auf Grund der Aussagen des berüchtigten jugoslawischen Kommu­nistenführers Muck hat die Polizei wegen kommu­nistischer Umtriebe einen bekannten Belgrader Rechts­anwalt, weiter den Sekretär des jugoslawischen Journalistenverbandes sowie den Publizisten P ro­tz a n o w i t s ch festgenommen. Muck soll beim Ver­hör die Rolle, die die Genannten in der geheimen kommunistischen Organisation in Jugoslawien spiel­ten, völlig aufgedeckt haben. Da die Genannten be­kannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind, erregt ihre Verhaftung das größte Aufsehen.

Kleine politische Nachrichten

Außer den bereits bekanntgegebenen Staatsober­häuptern hat auch der jugoslawische Prinz- re g e n t Paul dem Führer und Reichskanzler in einem herzlich gehaltenen Telegramm seine Glück­wünsche ausgesprochen.

Der Führer hat dem Gauleiter Pg. Rudolf Jordan die Führung des Gaues Magde­burg-Anhalt übertragen. Er hat weiter den bis­herigen stellvertretenden Gauleiter von Magdeburg- Anhalt, Pg. Joachim Eggeling, zum Gauleiter des Gaues Halle-Merseburg ernannt.

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Im Auftrage des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley wird am Donnerstag Oberstwerkscharführer Schneider dem Gauleiter Sprenger die Glückwünsche Dr. Leys zur Ernennung zum Reichswerkscharführer überbringen. Gau­leiter Sprenger ist der einzige Gauleiter, dem bisher diese hohe Auszeichnung durch den Führer zuteil wurde. Mit der Ernennung stattet die Deutsche Ar­beitsfront unserem Gauleiter ihren besonderen Dank für seine allzeitige Mitarbeit ab.

Seine Majestät der K ö n i g v o n I t a l i e n und Kaiser von Aethiopien hat aus Anlaß der Reise der Delegation der deutschen Polizei nach Ita­lien im Spätherbst vorigen Jahres eine Reihe von hohen - Auszeichnungen verliehen. So erhielt der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler das Großkreuz des Ordens der Krone von Italien; SS.-Obergruppenführer Dalueae, die SS.-Gruppenführer Heydrich und Wolff das Großoffizierskreuz des gleichen Ordens.

Derverantwortliche Schriftleiter" Rozniewsti der Lodzer ZeitungGlos P o r a n n y', die durch unverschämte Äeußerungen über den Führer und Reichskanzler ihre niedrige Gesinnung enthüllt hatte, wurde wegen Beleidigungen des Oberhauptes eines fremden Staates, mit dem Polen freundschaft­liche Beziehungen unterhält, zu der sehr gelinden Strafe von zwei Monaten Haft mit Be­währungsfrist verurteilt. *

Unter Führung des Finanz- und Zollministers von Neuseeland, Nash, hat sich vom 17. bis zum 21. April eine neuseeländische Studien­kommission in Berlin aufgehalten. Die Be­sprechungen haben sich auf die Möglichkeit eines deutsch-neuseeländischen Handels- und Ver­rechnungsabkommens bezogen, wie es mit mehreren anderen britischen Dominien besteht. Die Kommission hatte außerdem Gelegenheit, Industrie­betriebe zu besichtigen.

Der französische Kriegsminister, D a l a d i e r , ist auf dem Londoner Flughafen Croydon eingetroffen. Er wurde von dem französischen Botschafter in Lon­don, Sorbin, empfangen.

Bundeskanzler Dr. S ch u s ch n i g g und der öster­reichische Staatssekretär für die auswärtigen An­gelegenheiten sind mit dem fahrplanmäßigen Schnell­zug n a ch V e n e d i g abgereist.

Der Tag der Lustwaffe.

Eine Abordnung des JagdgeschwadersRichthofen" am Grabe des großen Lufthelden auf dem Jnvalidenfriedhof in Berlin. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Berlin, 21. April. (DNB.) Der Tag der Luft­waffe, der seit zwei Jahren am 21. April, a m Todestage Manfred Freiherr von R i ch t h o f e n s, im ganzen Reich an allen Stand­orten der Luftwaffe feierlich begangen wird, wurde auch in der Reichshauptstadt würdig gefeiert. Am Mittwoch früh wurden sämtliche Wachen von der Wachtruppe der Luftwaffe bezogen. Im Beisein einer Ehrenkompanie der Luftwaffe wurde a m Grabe des Fliegerhelden auf dem Jnvaliden- Friedhof von einem Höheren Fliegerkommandeur ein Kranz niedergelegt. Nachdem auch eine Abord­nung des neuen Geschwaders einen Lorbeerkranz niedergelegt hatte, kamen in den ersten Nachmit- tagsstünden aus dem ganzen Reich etwa 50 von den 64 überlebenden Angehörigen des Kriegsgeschwaders von Richthofen zusam­men, um ihres unvergeßlichen Waffengefährten zu gedenken. Man sah unter ihnen die letzten Über­lebenden Staffelführer General Übet, Rechtsan­walt Paul Wenzel, Major L a u m a n n und Rittmeister a. D. von Wedel, ferner den dama­ligen Geschwaderadjutanten Oberst Bodenschatz und viele andere, darunter zahlreiche Ritter des Pour le merite. General Übet legte im stillen Gebenken ben von ben Angehörigen bes Kriegsge- schwabers Freiherr von Richthofen Nr. 1 gewitzt meten Kranz nieder. Ihm schloß sich der Bruder des toten Helden, Bolko Freiherr von Richt­hofen, an, der die Grabplatte mit dem Kranz der Mutter und der Geschwister schmückte.

Zu einer besonderen Feier gestaltete sich die U e be r g a b e einer Gedenktafel an das Jagdgeschwader Richthofen, die vor Jah­ren vom Ring der Flieger an den Traditionstrup­penteil, die 4? MG.-Kompanie J.-R. 9 in Potsdam, zu treuen Händen übergeben worden war. Auf dem Appellplatz des Fliegerlagers D ö b e r i tz waren im offenen Viereck die Offiziere und Mannschaften des 1. Jagdgeschwaders Richthofen 132 angetreten; in der Mitte, flankiert von einem Doppelposten, stand die Tafel, dahinter die im Vorjahre dem Regiment gestiftete Fahne. Der Höhere Fliegerkommandeur im Luftkreis II, Generalmajor Kühl, übergab mit ehrenden Worten der Erinnerung an den großen Kriegsflieger die Gedenktafel im Auftrage des Ober­befehlshabers der Luftwaffe in die Obhut des Richt- hofen-Geschwaders.

Beförderungen in der Luftwaffe.

Berlin, 21. April. (DNB.) Mit Wirkung vom 1. April 1937 wurden befördert: Zu Generalleut­nanten die Generalmajore: Sperrte, Komman­dierender General und Befehlshaber im Luftkreis V, Müller, Chef des Generalstabs des Luftkreises II, Felmy, Kommandierender General und Befehls­haber im Luftkreis VII; zu Generalmajoren die Obersten: Geißler, Führer der Seeluftstreit­kräfte, Übet, Amtschef im Reichsluftsahrtministe- rium; zu Obersten bie Oberstleutnante: Stutzer beim Reichskriegsgericht, Harmjano, Komman- beur ber Luftzeuggruppe III, Barlen, Abteilungs­chef im Reichsluftfahrtministerium, Keßler, Kom- manbeur ber Küstenfliegergruppe 106.

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Durch befonberen Erlaß hat ber Führer unb Reichs­kanzler ben bisherigen Deutschen Luftsportverbanb mit seinen sämtlichen Glieberungen aufgelöst unb an seiner Stelle bas Nationalsozialistische Fliegerkorps (NSFK.) gebildet. Zum Korps­führer ernannte er ben Pour-le-merite=güeger Generalmajor C h r i st i a n s e n. (Scherl-M.)

Der Handelsdünger muß es schaffen.

Der Beauftragte für ben Vierjahresplan, General­oberst Göring, hat bei ber Verkündung der Verbilligung für die verschiedenen Handels­dünger nachdrücklichst betont, daß diese Verbilligung nicht aus irgendwelchen privatwirtschaftlichen, son­dern ausschließlich aus volkswirtschaft­lichen Gründen erfolgt sei. Tatsächlich ist es so, baß bie notwendige Ertrags st eigerung, die trotz der bisherigen Mehrleistungen weiterhin von der Landwirtschaft verlangt werden muß, zum entscheidenden Teil nur möglich ist durch die oer=' stärkte Anwendung von m i n e r a l i s ch e n Dünge­mitteln. Haben doch eingehende wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, daß die gewaltigen Er­tragssteigerungen der deutschen Landwirtschaft inner­halb der letzten fünf Jahrzehnte zumindest zu 50 v. H. den Handelsdüngern zu verdanken sind, und darüber hinaus die Pflanzenzüchtung zu 30 v. H. und bessere Bodenbearbeitung und Saaten­pflege usw. zu 20 v. H. an dieser Ertragssteigerung beteiligt sind.

Angesichts dieser eindeutigen Entwicklung ist es unverständlich, daß man des öfteren noch die Mei­nung vertreten findet, die mineralischen Dünger eien für den?rt der Pflanzen und sogar für die Gesundheit des Menschen schädlich. Man kann z. B. die Behauptung hören, daß Krankheiten, wie Krebs, Kropf, Zahnfäule, auch die Stoffwechselkrank­beiten, auf die Handelsdünger zurückzufuhren seien. Diese und ähnliche Behauptungen sind do ll i g a u s her Luft gegriffen. Die Wissenschaft hat auf Grund eingehender Untersuchungen eindeutig festge­stellt, daß irgendwelche schädlichen Wirkungen von den Erzeugnissen, die mit mineralischen Düngemit­teln gedüngt wurden, nicht festzustellen waren. Wenn man also aus irgendwelchen Gründen sich

gegen die Verwendung von Handelsdüngern wendet, dann muß das als ein volkswirtschaftlich schädliches Verhalten angesehen werden. Es liegt im dringen­den Interesse des ganzen Volkes, daß die Erträge vom deutschen Boden auch in den nächsten Jahren noch erheblich steigen. Eine der wesentlichsten Vor­aussetzungen zu dieser Ertragssteigerung bilden die mineralischen Düngemittel. Wenn man aber von der Verbraucherschaft her die Erzeuger dahingehend beeinflussen würde, von dem Verbrauch von Han­delsdünger abzusehen, dann würde zweifellos der Ertrag der deutschen Landwirtschaft zurückgehen, und damit würde Deutschland von Jahr zu Jahr in eine immer stärkere Abhängigkeit vorn Weltmarkt und damit der Willkür fremder Mächte geraten.

Die durch die Düngemittelpreissenkung in Gang gesetzte stärkere Verwendung der mineralischen Düngemittel stellt also eine wertvolle volkswirt­schaftliche Aktion dar. Denn was ist Düngung an­deres als ein Ersatz derjenigen Nährstoffe, die durch die alljährlichen Ernten dem Boden entzogen wer­den! Natürlich sollen die w i r t s ch a f t s e i g e- nen Düngemittel die Grundlage jeder Dün­gung bilden. Aber mit den wirtschaftseigenen Düngemitteln allein ist es auf keinen Fall zu schaf­fen. Es ist auch unrichtig, bei den Handelsdünge­mitteln vonk ü n st l i ch e m" Dünger zu reden, nur weil diese industriell gewonnen werden. Sie stellen genau so gut Naturstoffe bar, wie bie wirt­schaftseigenen Düngemittel also Stallmist, Kom­post unb Jauche usw. Die Hanbelsbünger können auch in jeber beliebigen Menge zur Verfügung ge­stellt werben, eine Notwendigkeit, bie sich aus ber weiteren Intensivierung ber beutschen Landwirt- schaft immer stärker ergibt Das sollten sich jene Kreise vor Augen halten bie aus irgenbwelchen

Gründen glauben, daß Handelsdünger schädlich seien. Es ist einwandfrei nachgewiesen, daß gesund­heitliche Gefahren durch die Verwendung von mine­ralischen Düngemitteln in keinem Falle auftreten können. Im Gegenteil, die Handelsdünger geben uns die Gewähr, daß die Ertragssteigerungen er­reicht werden, die zur Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes unumgänglich notwendig sind.

Deutsche Flachserzeugung im Vormarsch.

ZdR. Das große Ereignis für Frankreich, die Weltausstellung in Paris, wirst auf man­cherlei Art feine Schatten voraus. Und so langsam erfährt man nun auch einige Andeutungen davon, welche Ueberraschungen die ausstellenden Staaten vorbereiten. Die Randstaaten als politische Nachfolger der einstigen Ostseeprovinzen Rußlands beispielsweise vereinigen sich in einem Gemein­schaftsgebäude, und Lettland will darin von sei­nem Flachsanbau berichten, der für den Außen­handel des Landes von erheblicher Bedeutung ist. Denn was an Flachs gewonnen wird, geht über die Grenzen Lettland selbst führt lieber Fertigleinen ein. Aber das ist seine Sache. Es sind erst vier Jahre her, daß wir mit einem sehr ähnlichen System der Wirtschaft gebrochen haben. Damals waren es ganze 7000 Hektar, die in Deutschland für den Anbau von Flachs bereitstanden; unsere Webereien mußten dementsprechend an Lettland und an manchen anderen Staat hohe Beträge für die Flachseinfuhr zahlen. Die Neuordnung hat inzwi­schen bereits beachtliche Früchte getragen. Denn aus den 7000 Hektar sind inzwischen 44 067 Hektar ge­worden, die für den Flachsanbau bereitgestellt wur­den. Das ist das eine Ergebnis des Willens zur Leistungssteigerung, wie er sich im deutschen Land­volk auf allen Gebieten betätigt; das andere wirkt vielleicht noch überzeugender. Denn wenn bis 1934 noch von einer 7000-Hektar-Fläche 4200 Tonnen Flachs gewonnen wurden, so gelang es im Ernte­jahr 1936, bereits 29 8 0 0 Tonnen F la ch s der Leinenindustrie unserer Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, eine Menge, die schon 8 0 v. H. des Bedarfes ausmacht. Es läßt sich danach mit Be­rechtigung sagen, daß das Jahr 1937 mit weiter verstärkter Flachserzeugung dabei helfen wird, der völligen B e d ar f s b e f r i e d i gu n g aus eigener Kraft näherzukommen.

Oie Rohstoffhauffe auf dem Weltmarkt.

Die langsame Preisbesserung für international gehandelte Rohstoffe, die wir feit 1933 beobachten können, ist seit etwa einem halben Jahr in eine heftige Hausse übergegangen. Innerhalb der letz­ten sechs Monate sind die Preise für Gummi, Kakao und Zinn um etwa,5 0 v.H. gestiegen, die Preise für Blei und Kupfer haben sich annähernd verdoppett, während die Zinkpreise sogar eine Er­höhung um 150 v. H. erfahren haben. DerE c o- nomift", der sich mit dieser Preisentwicklung am Weltmarkt befaßt, wirft die Frage auf, wie lange diese Hausse noch andauern kann. Die englische Wirt­schaftszeltschrift ist geneigt, die ungesund anmutende Preisentwicklung der letzten Monate zu einem gro­ßen Teil auf die Tätigkeit der Spekulation zurückzuführen, wobei freilich festzuftellen ist, daß die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Betätigung der Spekulation an den Warenmärkten sehr gün­stig waren. Die greifbaren Vorräte an den meisten Rohstoffmärkten waren bereits auf den normalen Stand zurückgegangen, so daß das Eingreifen der Spekulation sich sehr bald auf das Preisniveau aus­wirken mußte. Dazu kam, daß die steigende Schwie­rigkeit für den Verbraucher, den laufenden Bedarf anders als zu steigenden Preisen zu decken, eine Art von plychologischer Revolution unter den Ver­brauchern hervorrief. Die Verbraucher, die sich in der Krisenzeit daran gewöhnt hatten, nur den un­mittelbaren Bedarf kurzfristig zu decken, haben in den letzten Wochen große Vorräte angeschafft, die einem Bedarf von mehreren Monaten entsprechen. Es ist natürlich, daß die durch diese Bedarfskäufe hervorgerufene Preissteigerung noch mehr Speku­lanten anlockte. In diesem Augenblick erfolgte zudem die Bekanntgabe des britischen Rüstungs­programms, die sich ebenfalls preissteigernd auswirkte.

DerEconomist" ist der Ansicht, daß die Preis­steigerungen, soweit sie in ruhigem Tempo erfolgen, ihre Rechtfertigung in der gesamten Wirt­schaftsentwicklung finden. Anders sei aber die ruck­weise Preisbewegung bei Gummi, einigen Metallen und Kakao zu beurteilen. Freilich sei vor­läufig ein Rückgang der Metallpreise unwahrschein­lich, und für Gummi könne sogar noch eine weitere Steigerung erwartet werden. Aber es sei doch ;u bedenken, daß diese übertriebenen Preissteigerun­gen den Verbrauch in zunehmendem Maße a u f andere Werkstoffe abdrängen, und cs könnte sich wenn der Anstieg der Jndustriekonjunk- tur abflaut und der Markt das wirkliche Ausmaß des Rüstungsbedarfes, der heute erheblich überschätzt werde, erkenne, eine ernste Situation ergeben. Er­freulich sei nur, daß diese Aufwärtsbewegung der Preise von den Rohstoffproduzenten nicht unter- stützt werde, die tatsächliche Produktionsfähigkeit der Rohstofferzeuger gehe auch heute noch über den Verbrauch hinaus. Allerdings werde es eine gewisse Zeit dauern, bis die Erzeuger ihre Produktion der durch die Produktionsfähigkeit gezogenen Grenze angenähert haben werden. Man könne annehmen, daß der dazu erforderliche Zeitraum sich bei den Buntmetallen auf einige Monate beschränken werde, während die Gummierzeuger dazu vielleicht ein Jahr oder mehr brauchen werden. Man könne nur hoffen, daß es den Erzeugern bald gelingen werde, wieder das Heft in die Hand zu bekommen. Andernfalls werde sich aus der jetzigen Hausse eine neue kostspielige Krise entwickeln.

Die 2dee der Lebensversicherung ist so überaus menschlich, sittlich und ökonomisch» auch im nationalen Sinne, dah darüber kein Wort zu verlieren ist.

Diese Worte schrieb Bismarcks Leibarzt, Prof. Dr. Schweninger. Daß gerade ein Arzt die Sicherung der Zukunft so hoch einschätzt, hat seinen guten Grund: Ein Leben, in dem für das ungewisse Später planvoll vorgesorgt wird, lebt sich leichter und verläuft gesünder und erfolgreicher; die Sorge um die eigene Zukunft und die der Angehörigen dagegen nagt an der Gesundheit und wirkt lebensverkürzend. Wer wünschte sich nicht ein langes Leben, an dessen Abend ein sorgloses Ausruhen seiner wartet? Welches Schicksal dem Einzelnen auch beschieden sein mag, für jeden Fall sorgt die Lebensversicherung.