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f i e das Leben der portugiesischen Nation. Durch die geographische Lage sei der Mrmunismus heute innerer und äußerer Wirde sfeind Portugals. Der Umfang der $rji5rung bei den Anschlägen ergebe, daß hoch- ezJuive Sprengkörper VerwendOrg gefunden hätten, die nur ausländischen Ursprungs (am 'önnen. Das beweise, daß die Urheber dieser sütarllichen Verbrechen in Kreisen von Ausländern u irb portugiesischen Hochverrätern zu suchen seien. Ä« Zentrale der Kärtner Kommunisten ausgehoben.
Wien, 21. Ian. (DNB.) Die Kärtner Sicher- Ms^ehörden haben die illegale Zentrale do^r Kärtner Kommuni st en in Klagenfurt aLso hoben. Zahlreiche Personen, darunter ein ehe- imlrer Beamter der Landesregierung und ein be- f-ohwr Klagenfurter Bäckermeister mit seinen Ge- h ßlfe- wurden verhaftet. Die Geheim- bjr uckere i, in der seit Jahren der „Kärntner Äolchewik" bergestellt wurde, war in einem umttr irdisch en Raum in der Ortschaft St. Mo» auf der Heide angelegt worden. Der Zugang frtfjrt- durch einen mehrere Meter tiefen Brun- nnrschacht. Von dort aus gelangte man wieder Mrd einen unterirdischen Stollen in einen betonieren Raum. In dieser künstlichen Höhle fanden bte Gendarmen eine 600 Kilo schwere Druck- pf über 200 Kilo Letternmaterial, ein Ma- fchiningewehr, zahlreiche Gewehre und Munition.
b'tls»ahm Gelegenheit, Pros. Dr. Grimm seinen be-
<->NgüpUs. safid^en Dank für seine erfolgreiche Arbeit und
Jombenattel,'
Mcherweije schein
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Txplosion in einem englischen Bergwerk.
2)c Kaiser von Japan empfing den Korn- monDanten der „Emden", Kapitän Lohmann, und
Bomben- ortugal. rhcber.
*?5 sei ,n (frei nfrung q(1 des Iraks w
einem Kohlenbergwerk in der Nähe von
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v irrenbart worden zur Erörterung erzieherischer i$W°n.
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Q-i 5. Februar 1937, 11.30 Uhr, findet in Mo dsbe ck-Ienfeld bei Hamburg die Traditions- üiberoabe der ehemaligen KaiserlichenSchutz- t "Ui'pe von Deutsch-Ostafrika durch Ge-
Meine politische Nachrichten.
Aijf Einladung des Reichskriegsministers hielt Midsminifter Dr. Goebbels in der Kriegsaka- biim; vor dem nationalpolitischen Lehrgang der MehHnacht einen Vortrag über das Thema „Das Wefm der nationalsozialistischen Propaganda".
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2lr Donnerstag erstattete Prof. Dr. Grimm dchp Reichsminister für Volksaufklärung und Pro- p^gcnda, Dr. Goebbels, über seine Tätigkeit im lhurer Mordprozeß Bericht. Dr. Gosb-
i ^unfinni*, . nirr hafte Haltung anläßlich der Prozeßverhand- m / lrttgn gegen den Mörder Wilhelm Gustloffs aus- " ^riestshaftn > jutfpi-dien.
S'nnen in den ch ÖWIF bntischen Flöt!,
Eommen zu fein, t Meistbegünstigungsklausel für die Einfuhr stungen von oeriL EMscher Waren nach Togo und K a - tn vor. ui (nun ist um weitere drei Monate, d. h. bis zum t zu den kommnip 2{i.!bril I., verlängert worden, mattentate feien \\ ..
^«mpfeemeili 1 AUS aller Wttt. friedlichen Mnmx iTimbelchaksung für die £)3. In Nürnberg.
SödT das inlr !Bürgermeister Dr. Eickemeyer (Nürnberg) i-t’uc, Nortuaal 9'sei einer Beratung einen Bericht über die gxoß- nilt/r erklärte, k SUS'- Aktion der Stadt Nürnberg zu- eindeutig,rAui^ten der Heimbeschaffung für die . ikr-r Bebau: 0. Die Stadt der Reichsparteitage, so führte er l9WirSrieq\:H; 3 aus, habe der HI. für Heimzwecke zahlreiche (^leba^be und Räume in der Stadt, zehn Türme der aiter Stadtbefeftigung, 44 Turnhallen und viele mich! historisch wertvolle Räumlichkeiten unentgelt- Itifcüberlaffen. Der jährliche Mietbetrag würde sich a| J ,'2 000 Mark belaufen. Es seien weitere erheb- ^^li-t! Nnstrengungen notwendig, wenn das Ziel er- i)l werden solle, daß jedes Stadtviertel über eine
D. _ . mnrc von Lettow-Vorbeck an das II. Bataillon ö. Sa den Bolfche Ifj,fnnterie - Regiment 69 statt. Alle ehe- T bis an den P nwlnen Ostafrikaner mit ihren Angehörigen wer- enen Sache in 3;: dckr ousaefordert an der Traditionsübergabe auf ugal auf die dckn Kasernenhof des Bataillons teilzunehmen. in her oergang!-:: *
ngebuna. Gegn
1 ji' Mkc.tenkapitän Liebe tanz in der Phönix-Halle
1 «„/!., ;^.r d«isi:.lserlichen Palastes. Botschafter v o n D i r k s e n die beiden Offiziere und den Marineattache n, Äenncker dem Kaiser vor. Kommandant Lohmann
ÄLrtfRmer i fftati dem japanischen Kaiser seinen Dank für den i im iiiberreid)ten Orden aus und gab seinem und
Men vpreng ' .i Besatzung Dank für die herzliche Aufnahme in eMidjer 3,ip(rn Ausdruck.
< iiraffroagen von einem Güterzug erfaßt.
Bahnhof Windschlaeg in der Nähe von Mickurg (Baden) durchbrach ein Personenkraft- die geschlossene und beleuchtete Schranke. .'p1 Kraftwagen wurde von der Lokomotive eines ersaßt und beiseite geschleudert, woraus er jiichtungev ty. ,v 3-anb geriet. Der Kraftwagenführer konnte flrOfefl0YßoHiJtc?rit Verletzungen und Brandwunden aus n t>cr faennenben Wagen retten, während eine mit-
F11 ul°tli t)r Reichsamtsleiter des Nationalsozialistischen . 'Otzunz; W-HsBundes, Gauleiter Wüchtler, hatte mit dem MöglichkeitenUlg.ndführer des Deutschen Reiches, von S ch i -
Dos erfik r \\i d., eine Unterredung. Für Ende Februar d.J. 'a0€r- bie an bif! jsjf eine gemeinsame Tagung sämtlicher Gebietsführer ls in Singapur.- d ir Hitler-Jugend und Gauamtsleiter des NSLB.
n & :n hie Familie» Mienbe Anzahl zweckmäßig eingerichteter Heime t iidnaen Patenftk-os ifüye. Die Leitung ber Stabt ber Reichspartei- 2n über Lampes f sei entschlossen, an der Errichtung dieses Zieles ' ,ü antreten, mitzuarbeiten und die Stadtverwaltung
:enze st. le daher für die Zwecke der Heimbeschaffungs-
attß).- der Hitlerjugend einen Betrag von 100 000 riÄten 59 tr,.3ur Verfügung.
schloß firaroarn im hultfchiner Ländchen
üt David niebergebrannf.
iker an ber Lu Schloß Krawarn im Hultfchiner Länd- m 23. uvn sprach ein Sranb aus, der das wertvolle Ge- t begann i 1.-01113: bis auf bie Grundmauern einäscherte. Ledig-
^rivatdozem ^.lu! ie Schloßkapelle blieb erhalten. Zehn Feuer-
-de dort rrnepn bemühten sich vergeblich, das Feuer nieder-
ustd fiex Karlin^1 b>en weitläufigen Schloßanlagen, die
u. a. nach c^ginn des 18. Jahrhunderts unter dem Frei- -lehnt- ^en gnjen d*J11. ®eor9 Rudolf Eichendorff errichtet wor- . AuncheN' qnjhilf-r Md, waren zuletzt zwei staatliche Schulen un- ^ilbert als e^reeiiracht. $Bon der Einrichtung des Schlosses
, pour nur ein Teil in Sicherheit gebracht werden.
r.rner ist X.-MttöixSchaden wird auf über zwei Millionen tschecho- nt^n Ivhavsk, .j.llEaiische Kronen beziffert. Unter den zerstörten h des ^^lstchätzen sollen wertvolle Fresken und ein kost- ^..miliansvsb^ i'Gis Oelgemälde von Menzel, das Friedrich aVnU5 Änlaß v^'ktikiroßen darstellt, fein. Die Ursache des Brandes
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Skldkv ’ Kgr «Jlo? tureiii xogienDergroen in uei Gebiße ^trrfielb ereignete sich eine Explof
^PhilvfoM >en Arbeiter wurden getötet und eine Anzahl Dk verletzt. Es handelt sich anscheinend um eine । '^f^ -staubexplosion.
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™n9, wie si- k, ^'ktschaft fötj' ^'ndeutige (Ffan Abteil besii
fahrende Frau in den Flammen umkam. Auch entstand in einem Güterwagen ein Feuer, das durch das Zugpersonal gelöscht wurde. Die Lokomotive des Güterzuges wurde beschädigt.
Doppelmorb in Jena.
Auf einem Berggrundstück in ber Nähe von Jena würben zwei Leichen aufgefunben. Sie waren in Decken eingepackt unb verschnürt und wiesen schwere Kopfverletzungen unb Würgemerkmale auf. Die Festellungen ergaben, baß es sich um eine Frau Gaar unb ihren 81jährigen Vater handelte, die seit etwa drei Wochen vermißt wurden. Als dringend der Tat verdächtig wurden ein Mitbewohner des Gaar- schen Wohnhauses und dessen Frau verhaftet. Allem Anschein nach sind Mietstreitigkeiten das Motiv zur Tat gewesen.
Finnischer Dampfer mit 26 TNann gescheitert.
Der furchtbare Sturm an der Küste Norwegens hat ein weiteres Opfer gefordert. Der finnische Dampfer „Savonmaa" ist in der Nähe von Mandat gescheitert. Die 26 Mann starke Besatzung hat den Semannstod gefunden. — Die Bahn zwischen Bergen unb Oslo konnte infolge ber
Schneeverwehungen den Betrieb noch nicht wieder aufnehmen. Die Stadt Stavanger ist durch Schnee unb Sturm oollstänbig von ber Umwelt abgeschnitten. Die Schiffahrt an der norwegischen Sud- und Westküste ist eingestellt worden.
Deutsche Hilfsbereitschaft auf hoher See.
Die Fahrgäste des Dampfers „Stuttgart" vom Norddeutschen Lloyd, der auf der Fahrt nach Manila in Colombo einlief, berichten über ein bemerkenswertes Beispiel internationaler Hilfsbereitschaft auf hoher See. Kurz nach Verlassen des Hafens von Suez erhielt der Kapitän der „Stuttgart" von dem holländischen Dampfer „Randfontein" einen Funkspruch, wonach der Erste Offizier an Blinddarmentzündung schwer erkrankt sei. Der Arzt der „Randfontein" sei jedoch nicht imstande, bie notroenbige Operation zu vollziehen. Die „Stuttgart" änberte hierauf ihren Kurs und sandte in einem Rettungsboot einen Arzt und eine geschulte Krankenschwester an Bord des holländischen Dampfers, wo die Operation mit Erfolg durchgeführt wurde. Vier Stunden später setzte die „Stuttgart" ihre Fahrt fort.
Das „Urgewicht Nr. 22".
Besuch in der Neichsanstalt für Maß und Gewichte.
Don Adolf Neß.
Am 1. April des vergangenen Jahres haben wir endgültigen Abschied vom Pfund genommen. Man muß wohl so sagen; denn im §8 des neuen Maß- und Gewichtsgesetzes vom 13. Dezember 1935, das am 1. April in Kraft trat, heißt es eindeutig und ausdrücklich: „Alle Leistungen nach Maß und Gewicht innerhalb des Deutschen Reiches dürfen nur nach den gesetzlichen Einheiten und den daraus abgeleiteten Einheiten angeboten, verkauft und berechnet werden." Als gesetzliche Einheit wird im folgenden dann das K i l o a r a m m mit feinen unteren Teilungen und Vielfachen beftimmt. Und das bedeutet nichts weniger als das Ende unserer Pfundrechnung.
Warum Kilogramm und nicht mehr Pfund? Wir besuchten die Reichsanstalt für Maß unb Gewicht, bie in allen Fragen unseres Maß- unb Gewichtswesens entscheidet. Die Unterhaltung mit Professor Dr. K ö st e r s, dem Direktor ber Reichsanstalt, und Regierungsrat Dr. Lenk ergab eine Fülle interessanter Aufschlüsse. Viel Geschichte hört man über bie Entwicklung unseres Maß- und Gewichtswesens bis zur Einführung unseres heuttgen mettischen Systems, das sich auf dem Meter als Grundlage aufbaut. Man muß sie kennen, um Sinn und Bedeutung der neuen Bestimmungen verstehen zu können.
Kopfschüttelnd vergegenwärtigt man sich die Zeiten, in denen das Pfund noch nicht einheitlich auf 500 Gramm festgesetzt war, in denen es in den einzelnen Landestellen des Reiches von verschiedener Größe war. Welcher Wirrwarr bei Kauf und Verkauf von Waren. Und man hört die eigenartig anmutenbe Feststellung, daß das Kilogramm als gesetzliche Gewichtseinheit keine Neuerung unserer Tage ist. Es ist als solche bereits in Gültigkeit, feit 1868 das metrische System — das auf Anwendung des Meters beruhende Dezimalsystem für Ausmessung und Bezeichnung aller Maßgrößen — also auch des Kilogramms —im Norddeutschen Bund eingeführt, und 1872 im geeinigten Deutschland gesetzlich durchgeführt wurde.
„Grundlage des mettischen Systems", erklärt Professor Dr. Kösters, „war damals noch der Erdumfang, dessen vierzigmillionster Teil, das Meter, während der französischen Revolution von der sogenannten Meterkommission als „Naturmaß" ein- geführt wurde. Aber da man nicht immer wieder den Erdumfang nachmessen konnte, mußte man ein Normalmaß und Normalgewicht finden, die man immer zur Hand hatte, und bie für alle Zeiten ben höchsten Anforderungen an Genauigkeit unb Beständigkeit entsprachen. Sie mußten als gleichberechtigte künstliche Grundeinheiten des mettischen Systems Anerkennung finden."
Diese Arbeit unternahm die 1875 zwischen 20 Staaten abgeschlossene Meterkonvention. Nach langen Vorarbeiten wurden 31 Meterstäbe als Strichmaße mit x-förmigem Querschnitt, und zunächst drei, später weitere 40 Kilogrammstücke aus Platiniridium hergestellt und unter die im Meterverttag zusammengeschlossenen Staaten verlost. Am 26.9.1889 erklärte bie Generalkonferenz für Maß und Gewicht das Meter Nr. 6 und das
Kilogramm K III als internationale Normalmaße. Sie wurden im „Internationalen Maß- unb Gewichtsbüro" in Paris niedergelegt unb gelten als bie fehlerfreien Grundeinheiten des metrischen Systems.
Deutschland erhielt bei der Verlosung bas „U r - gewicht N r. 22" zugesprochen. Es hat bie Form eines Kreiszylinders von 38 Millimeter Durchmesser und gleicher Höhe. Auf ber Zylinderfläche ist in Zweidrittelhöhe die Nummer 22 aufpoliert. Aufbewahrt wird bas Urkilogramm unter einer hoppelten Glasglocke auf einer Platte von Quarz, bie auf einem Untersatz ruht. Sie steht in einem befonbers gesicherten Raum ber Reichsanstalt, in bem bas ganze Jahr hinburch nahezu gleiche Temperatur unb burch aufgestellte Trockenmittel auch gleiche Luftfeuchttgkeit herrscht. Das ist das Ur- gewicht Nr. 22, von bem alle Hauptnormale der Eichungsaufsichtsbehörden abgeleitet unb in regelmäßigen Zeitabschnitten nachgeprüft werden.
Noch sprachen wir nicht von ber eigentlichen Frage, bie immer noch gern von den Hausfrauen gestellt wird: Weshalb Kilogramm und nicht mehr Pfund? Professor Dr. Kösters und Regierungsrat Dr. Lenk geben auch darüber Auskunft. „Das Pfund mit seinen fortgesetzten Halbierungen, bem halben Pfund, Viertelpfund und Achtelpfund hat heute keine Berechtigung mehr, da es nicht in bas Dezimalsystem paßt. Die Einfachheit ber Halbierung soll nicht bestritten werden, Hinweisen muß man aber auf die Schwierigkeit des Rechnens. Und es muß auch gesagt werden, daß überall dort, wo es auf Genauigkeit ankommt unb wo gerechnet wird, das Kilogramm schon immer gebräuchlich war. Seifen, Tabak, Chemikalien, Parfümerien unb vieles anbere wurden stets im Groß- unb Kleinhandel nach Kilogramm, Hektogramm (100 Gramm) und Gramm abgegeben, unb auch Post und Reichsbcrhn kennen nur die Gewichtsangabe nach Kilogramm. Es darf auch nicht vergessen werden, daß in allen Ländern, bie um Deutschlanb liegen, schon überall bas Dezimalsystem in Geltung ist/und ber Gast, der etwa aus Skandinavien zu uns kommt, wirb nicht ein Viertelpfund (125 Gramm) sondern ein „Hekto" (100 Gramm) einer Ware verlangen."
Die Vorteile ber einheitlichen Durchführung des Dezimalsystems, um die es sich hier handelt, liegen auf der Hand. Wenn wir heute statt ein Viertelpfund ein Hektogramm Wurst verlangen, wie es das neue Maß- unb Gewichtsgesetz vorschreibt, so haben wir eine einfache Beziehung zum Kildgramm, unb es ist für Verkäufer unb Käufer gewiß leichter, den Preis für ein Hektogramm als zehnten Teil bes Kilogramm- preifes zu bestimmen, als durch Bruchrechnung den für ein Viertelpfund. Unb mag die endgültige Trennung vom Pfund zunächst auch schwer fallen, — sie wird erfolgen müssen. Und hat sich dann das Kilogramm erst einmal durchgesetzt, bann wirb niemand mehr bie Vorteile verkennen können, bie es als Gewichtseinheit bietet: Einheitlichkeit und Einfachheit.
•IV
ie sieht es in der ”
irtschast aus?
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Die amtliche Veröffentlichung über die Außenhandelsbilanz des Jahres 1936 macht einige Bemerkungen notwendig. So erfreulich der Aufuhrüberschuß von rund 550 Millionen Mark ist, während 1935 nur ein Aktivsaldo von 11 Millionen Mark zu verzeichnen war, so ist doch dieses Aktivsaldo ber Außenhanbelsbilanz in ber Devisen- b i I a n 3 leider nicht in die Erscheinung getreten. Wir haben im vergangenen Jahr nämlich alte Verpflichtungen abberfen müssen. Ferner sind große Ansprüche aus dem unbedingt notwendigen Reiseverkehr entstanden, die Auslandsverschuldung erfordert noch immer trotz der gesenkten Zinsen und des zurückgegangenen Gesamtbetrages einen Zinsendienst von etwas über eine halbe Milliarde Mark. Alles das lastet auf unserem Außenhandel. So ist es gekommen, daß trotz aller Ansttengungen unserer Exporteure bie Devisen bi la nz selbst sich nicht verbessert hat. Der Ausfuhrüberschuß hat sich etwa verfünffacht, unb bamit ist bie Grundlage gegeben, daß wir ganz allmählich wieder unser Devisenpolster aufzufüllen vermögen.
Bei der Gliederung der Ziffern bes deutschen Außenhandels war erst ab ersten Januar 1936 eine neue Einteilung eingeführt worden, und zwar wurden die Ziffern für bie reine Ernährungswirtschaft getrennt von denen der gewerblichen Wirtschaft, die wieder in Rohstoffe unb Fertiaw ar en untergeteilt wurden. Wenn man diese (Einteilung auf bie letzten Jahre überträgt, bann ergibt sich, baß wir im Jahre 1933 i n ber Ernährungswirtschaft ein Passivsalbo von 1407,4, im Jahre 1936 von 1411,8 Millionen Mark hatten, dabei war im gleichen Zeitraum die Einfuhr für Zwecke der Ernährungswirtschaft von 1629,7 auf 1499,4, die Ausfuhr von 222,3 auf 87,6 Millionen Mark zurückgegangen. Daraus geht hervor, daß wir unsere Ernährung nicht aus Eigenem zu decken, aber wesentlich zu verbessern vermögen. Wir müssen bie Summen, die wir für die Einfuhr von Lebensmitteln usw. ausgeben, durch eine erh öhte Ausfuhr der gewerblichen Waren steigern. Das ist vollkommen gelungen,
nur daraus ergibt sich bas große Aktivsaldo unserer Außenhandelsbilanz, und zwar stteg bei ben Hald- unb Fertigwaren bie Ausfuhr im letzten Jahr um 15 v. H., mengenmäßig sogar, da bie Preise rückgängig waren, während bie Preise für Ernährungszwecke im Auslcmb fliegen, um 17 v. H. Die Ausfuhr von Fertigwaren stieg von 3311,6 Millionen im Jahre 1935 auf 3802,3 Millionen Mark.
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Die Maschineninbustrie darf für sich in Anspruch nehmen, nicht nur ein Jahr bes inner- beutschen Erfolges, fonbern auch ber ausfuhrmäßigen Fortschritte hinter sich gebracht zu haben. Dieses Ergebnis ist um so erfreulicher, als barin beutlich bie Tatsache zum Ausbruck kommt, baß bas Auslanb heute auf bie Qualitätserzeugnisse bes beutschen Marktes nicht mehr verzichten will unb kann. Eine ununterbrochene Aufwärtsentwicklung hatte bie beutsche Maschineninbustrie 1936 zu verzeichnen. Namentlich bie große Technische Messe in Leipzig, bie größte Maschinenschau aller Länber, gab bem beutschen Maschinenmarkt neue kräftige Impulse. Der Auftragseingang lag zum Schluß bes Jahres über bem Stanb bes Vorjahres auch im Auslanbsgeschäft, bas bereits 1935 ben Auftragseingang ber besten Konjunkturjahre erreicht hatte unb trotzbem 1936 noch eine weitere beachtliche Zunahme verzeichnete. Rein mengenmäßig kam man auf ben Umsatz von 1928, bem bisher besten Geschäftsjahr. Der Gesamtumsatz erreichte 1936 nahezu brei Milliarden Mark unb liegt bamit etwa ein Fünftel höher als im Jahre 1935.
Daß eine berartig große Jnbustrie eine bebeutfame Arbeitgeberin ist, liegt auf ber Hanb. Gegenwärtig finb in ber beutschen Maschineninbustrie 600 (MX) Menschen beschäftigt. Seit ber Machtergreifung burch ben Nationalsozialismus hat ber Maschinenbau runb 350 000 Volksgenossen in Arbeit unb Brot gebracht. Der Ausfuhranteil ber beutschen Maschineninbustrie betrug 1936 21 v. H. Auffallenb ist weniger bie Höhe biefes Anteils als ber llmftanb, baß sich im abgelaufenen Jahre bie Maschinen ausfuhr um einen stärkeren Prozent
satz erhöht hat als der heimische Maschinenabsatz. Für den Jnlandabsatz ergibt sich eine Steigerung um 17 ü. Sy, für ben Auslanbsadsatz bagegen um volle 30 v. H. gegenüber 1935. Die Größe bie- ses Erfolges spiegelt sich weiter in ber Tatsache roiber, baß bie Ausfuhrzunahme ber übrigen Waren 1936 nur 10 v. H. betragen hat. Da weniger als ber zehnte Teil bes Devisenerlöses ber beutschen Maschineninbustrie aufgeroenbet zu werben braucht für bie Unterhaltung bes Verkaufsapparates ber beutschen Maschineninbustrie im Auslanb unb für bie Einfuhr ber Zulieferungen an Auslanbsmate- rialien wie Erze, Metall usw., stehen über 90 v. H. bes Devisenerlöses ber Maschinen- ausfuhr von 1936 ber deutschen Wirtschaft zum Ankauf von Roh st offen aus dem Ausland 3ur Verfügung. Damit aber wird bie beutsche Maschineninbustrie zu einer bedeutsamen Devisenbringerin.
Auch für bie deutsche Kraftwageninbu« ft r i e war 1936 ein neues Jahr stolzen Erfolges. Schon 1935 hatte der Gesamtumsatz ber beutschen Krastwageninbustrie einschließlich bes Ersatzteil- und Reparaturgeschäftes bie Milliarbengrenze überschritten. 1936 fliegen bie Umsätze auf. 1,2 Milliarden RM. Weit stärker noch als dieser preismäßige Erfolg war ber mengenmäßige. Wenn bie günstige Entwicklung nicht in dem Maße im Gesamtumsatz in Erscheinung tritt, so deshalb, weil ber Durchschnittspreis ber einzelnen Fahrzeuge feit 1932 um ein Beträchtliches gesunken ist. Insgesamt würben 522 000 Kraftfahrzeuge umgesetzt. In dieser Summe sind 244 000 Personenkraftwagen, 51 000 Liefer- unb Lastwagen, 196 000 Krafträber, 14 000 Dreirabwagen und 13 000 Zugmaschinen enthalten. Mit diesen Ziffern liegen bie Umsätze für Personenwagen um 21 v. H., für Liefer- unb Lastwagen um 31 v. H., für Krafträder um 41 v. H., für Dreirabwagen um 14 v. H. und für Zugmaschinen um 61 v. H. über bem Ergebnis von 1935. Den größten Fortschritt haben mithin Zugmaschinen unb La st wagen zu verzeichnen. Das Ansteigen ber Kraftrabproduktion erklärt sich durch ben Sonderanstieg ber Hilfsmotorräber. Der Anteil der Kraftfahrzeugproduktion an ber gesamten deutschen Jnbustrieerzeugung, ber 1932 0,85 v. H. betrug, ist 1936 auf 1,96 v. H. gestiegen.
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Die vor wenigen Jahren noch unbekannte Schwe- (ter der Kunstseide, d i e Zellwolle, hat 1936 ungewöhnlich starke Erfolge zu verzeichnen. Aus ben jetzt oorliegenben Schatzungen über bie Welterzeugung an Kunstseide unb Zellwolle 1936 geht hervor, baß bie Erzeugung an Zellwolle bebeutenb mehr gegenüber bem Vorjahr zugenommen hat als bie Erzeugung an Kunstseide. Heute beträgt bereits bie Zellwollerzeugung ein Drittel ber gesamten Kunstseibenerzeugung ber Welt. Die gesamte Ku n st- seibenproduktion ber Welt stellte sich auf runb 450 000 Tonnen 1936 gegenüber runb 420 000 Tonnen im oorangegangenen Jahre. Dabei hat Amerika feine Stellung als größter Produzent mit einer Produktionsmenge von 131 540 (i. B. 210 200 Tonnen) halten können. An zweiter Stelle liegt Japan mit einer Erzeugung von 115000 Tonnen gegen 99 660 Tonnen im Vorjahr. Deutschland hat sich in dieser Reihenfolge nunmehr ben dritten Platz auch vor England erobern können, nachdem im Vorjahr bereits Italien überflügelt werden konnte. Die deutsche Kunstseibenerzeugung wirb für 1936 auf 55 000 (46 600) Tonnen, bie englische auf 52 200 (51 640) und die italienische auf unverändert 40 000 Tonnen geschätzt. Bei den übrigen Ländern ist bie Steigerung ber Erzeugung unbedeutend, vereinzelt sind auch Rückgänge in ber Kunstseidenerzeugung eingetreten, so z. B. in Frankreich (22000 Tonnen nach 23 590 Tonnen), ferner in Belgien (5600 Tonnen nach 6470 Tonnen).
Währenb die Kunstseidenerzeugung um knapp 9 v. H. gestiegen ist, zeigt sich in der Zellwo11 - geroinnung ber Welt gegenüber bem Vorjahre mehr als eine Verboppelung. Man schätzt bie Zell- wollerzeugung der Welt für 1936 auf rund 140 000 Tonnen gegen nur 67 000 Tonnen im vorangegangenen Jahr. Während im vergangenen Jahr bie Aufwärtsbewegung ber Kunstseide in der Hauptsache von Deutschland, Japan unb USA. getragen wird, hat bie Zellwollprobuktion namentlich in Deutschlanb, Italien, Japan und England zugenommen. Die italienische Erzeugung ist mit 52 500 (i. 23. 35 000) Tonnen bie höchste, bann folgt Deutschland, bas bereits ber italienischen Zellwollerzeugung recht nahe gerückt ist, mit 45 000 (15 600) Tonnen. Stark gestiegen ist auch bie englische Zellwollproduktton, bie mit 13 500 (4500) Tonnen angegeben wird. Japan hat nach ben vorliegenden Angaben in 1936 22 680 (5900) Tonnen Zellwolle hergestellt.
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Im Gegensatz zum deutschen Außenhandel 1936, ber mit einem Ueberschuß von 550 Millionen Mark abschloß, weist bie englische Hanbelsbi- l a n z für bas Jahr 1936 einen erheblichen Fehl- betrag auf. Er betrug 350 Millionen Pfund Sterling unb liegt bamit um fast 35 v. H. über bem Vorjahresbefizit. Dieses Ergebnis mag auf ben ersten Blick vielleicht etwas alarmierenb wirken. Geht man ben Dingen nach, so zeigt sich, baß die Unterbilanz bestimmt wurde, einmal durch das Ansteigen wichtiger einzuführender Rohstoffe und ein damit verbundenes Anschwellen des Einfuhrwertes, zum anderen durch den stärkeren Rohstoffbedarf, den bie englische Aufrüstung mit sich bringt. In Wirklichkeit ist es jebenfalls so, daß Englanbs Wirtschaft dank ber blühenben Sinnen- konjunktur, bank ber starken Erhöhung seiner unsichtbaren Ausfuhren (Frembenverkehr, Schiffahrts- Frachten usw. unb ber möglichen Gold- unb Kapitalausfuhr) sich eine derartige Entwicklung im Außenhandel leisten kann, da ja die Fehlbeträge durch die Einnahmen aus den genannten Wirtschaftsgebieten mehr als ausgeglichen werden können. Die starke Aufrüstung brachte es mit sich, daß eine ganze Reihe Wirtschaftszweige ihre Lieferungen für das Ausland zugunsten der Inlandliefe- rungen beschränken mußten. Das gilt in erster Linie für die Maschinenausfuhr, bie sich im ganzen nur um 4,7 v. H. erhöhte, und noch mehr für die Eisen- unb Stahlausfuhr, bie gegenüber ben Vorjahren sogar um 4,3 v. H. zurückgegangen ist. Auch bie Chemieausfuhr unb bas Schmerzenskinb bes englischen Außenhan- bels, der Kohlenexport, haben weiter an Boden verloren. Die Elektroausfuhr stieg um 5,1 v. H., bie Ausfuhr von Wo11waren um 6,1 v. H., bie Ausfuhr von Baumwollwaren um 2,2 o. H. Die Steigerung ber Textilwarenausfuhr erklärt sich großenteils baraus, daß diese Waren ohnehin in kaufkräftigere Länder gehen. Auch in ber Einfuhr zeigt sich, jebenfalls so weit Eisenerze in Frage kommen, ber Einfluß der Rüstungen. Die Eisenerzeinfuhr stieg nämlich mengenmäßig um 41 v. H., wertmäßig sogar um 86 o. H.


