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Aus der engeren Heimat

Kommunalpolitische Tagung in Alsseld

Elterliche Gewalt

Elfriede

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Seit 30 Zähren bestehen Seit dieser Zeit ist der zwischen dem Lauer und

* Lebensmittelgeschäfte.

-Kaufmann derMittler und der deutschen Familie.

Hier abschneiden!

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NSG. Butzbachist für das erste Landdienst­treffen des Gebietes Hessen-Nassau Hitler-Jugend gerüstet. Der Marktplatz, Straßen und Gassen zeigen reichen Flaggen-

Elfriede, werbt Vorname ger­manischen Ursprungs mit der Bedeutung: die unter Elfen­schutz Stehende. Abkürzungen: Frieda. Friedel.

Elisabeth, weibl. Vorname he­bräischen Ursprungs mit der Be­deutung: Gott ist mein Eid. Ab­kürzungen: Elsbeth, Elise, Liese, Liesbeth, Lilly, Elli(y), Betti, Bettina.

Ella, weibl. Vorname german. Herkunft mit der Bedeutung die Herrin".

Elle, altes Längenmaß, das be­sonders für Stoffe, Bänder und Spitzen gebraucht wurde. Die Länge der Elle war in den ein­zelnen Landesteilen verschieden.

Elsa, Else, weibl. Vorname ger­manischer Herkunft mit der Be­deutung: Schwanenjungfrau.

Elster, ein rabenartiger Vogel, der gern glänzende Gegenstände sortträat und in der Gefangen­schaft Laute nachahmen lernt. Als Nahrung nimmt die Elster so ziemlich alles, doch soll man ihr keine stark gewürzten Speise­reste geben

Elterliche Gewalt. Ein eheliches Kind steht, solange es minder­jährig ist. unter elterlicher Ge­walt.' Der Vater hat kraft der elterlichen Gewalt das Recht und die Pflicht, für die Person und das Vermögen des Kindes zu sorgen, er ist gesetzlicher Vertre­ter des Kindes. Der Vater hat also das Recht und die Pflicht, das Kind zu erziehen, zu beauf­sichtigen, seinen Aufenthaltsort

JOHAN EITEL VON BUSECK GENAND BRAND MITFÜHRER UND GANERBE DES BUSECKER­THALS ERBAUETE DIESE BRANDSBURG IM JAHR 1735. Nach alten Ueberlieferungen ist die jetzige Burg auf den Grundmauern einer früheren errichtet wor­den. Dafür sprechen auch die bei den Ausbesserunys- arbeiten vorgefundenen Spuren eines älteren Ein­gangs unterhalb der erhaltenen Kellerräume. Nach Süden und Westen waren der Brandsburg Schan­zen vorgelagert, die sie gegen das Busecker Tal hin schützen sollten. Die südliche Schanze ist noch bis heute vollkommen erhalten und führt, wie auch der Wallgraben, im Dolksmund noch ihren alten Namen. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde die Burg von den Herren von Buseck bewohnt, und als die letzten unmittelbaren Nachkommen des Er­bauers nach Amerika auswanderten, ging sie in den Besitz des hessischen Staates über und wurde für mehrere Jahre hindurch als Sitz einer Oberförsterei eingerichtet. Zuletzt wurde sie von dem hessischen Oberförster Klump bewohnt. Kurz nach der Grün­dung des Zweiten Reiches kam das Anwesen zum öffentlichen Verkauf, und es wurde von dem Fa­brikanten Karl Emmelius (Gießen) erworben. Er richtete das Gebäude zu einer Iigarrenfabrik ein, in der durchschnittlich über 100 Arbeiterinnen Be­schäftigung fanden. Nach Erlöschen dieser Firma ging das Anwesen 1934 in den Besitz der Firma RinnLCloos über. Es kann nach seiner inneren und nunmehr auch äußeren Instandsetzung und auch in Anbetracht seiner herrlichen Umgebung als eine schöne und gesunde Arbeitsstätte für die Arbeiter­schaft des Betriebes bezeichnet werden.

Ratsherrensihung in Alsfeld.

3) Alsfeld, 20. Okt. In der gestrigen Rats- he-rrensitzung stand die Erhebung der Bür­ger st euer für das Jahr 1938 zur Be­ratung. Im Hinblick auf den am 1. April 1938 durch die Realsteuerreform zu erwartenden neuen Finanz­ausgleich zwischen den Ländern und den Gemeinden empfiehlt es sich, die Steuer in der bisherigen Höhe beizubehalten. Der Bürgermeister traf Entschließung dahin, daß die Bürgersteuer für das Jahr 1938 mit 500 v. H. der Reichssätze erhoben wird.

Zur Fortsetzung des Kleinsiedlungspro­gramms der Stadt gab der Bürgermeister zunächst einen Ueberblick über die seitherige Sied­lungstätigkeit. Insgesamt sind bis jetzt 29 Siedler­stellen errichtet worden. Für den dritten Bau­abschnitt im Jahre 1938 sind weitere 10 bis 12 Siedlungshäuser durch die Trägergesellschaft Gewo- bag in Frankfurt a. M. vorgesehen. Die Ratsherren billigten das vorgeschlagene Programm, sie gaben jedoch dem Wunsche Ausdruck, daß der Typ der neuen Häuser etwas geändert werden möge, da die vollständig gleichmäßige Gestaltung der Sied­lungshäuser keinen vorteilhaften Eindruck für das Gesamtbild der Siedlung abgebe. Eine dement­sprechende Anregung soll bei Dem Gauheimstätten­amt der NSDAP, erfolgen. Der Geländeerwerb soll alsbald in die Wege geleitet werden. Die Aus­führung erfolgt durch die Gewobag als Bauherrin.

Der Voranschlag der Oberrealschule für das Rechnungsjahr 1938 sieht einen Zuschuß der Stadt in Höhe von 30 200 Mark vor gegenüber 30 607 Mark im Vorjahr. Die Schüler­zahl nach dem Stande vom 15. Mai 1937 betrug 234. Der Voranschlag wurde von dem Bürger­meister in der voraelegten Form genehmigt.

In der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung wurde über Geländeerwerb zur Erweiterung der Stadtschule und über die Errichtung eines Neu­baues für das staatliche Gesundheitsamt verhandelt.

Alsfeld und die Reichsautobahn.

die Straßen und Gassen zeigen reichen Flaggen­schmuck, und die Gespräche bei jung und alt drehen sich um dieEinquartierung" und um die zahlreichen Veranstaltungen dieses bedeutsamen Treffens, zu dem der Leiter des Sozialamtes der ReichsjuaenD- führung, Obergebietsführer Axmann, fein Kom­men zugesagt hat. , .

Bei der Aufmarschleitung im HJ.-Heun herrschte in den Nachmittagsstunden des Mittwoch Hochbetrieb, als die Landdienstgruppen aus den 14 verschiedenen Lagern des Gaues einrückten. Bis zum Abend hatten sie Gelegenheit, einen Eindruck von der Stadt zu er- halten, deren Bevölkerung stolz darauf ist, die jun­gen Pioniere des Landdienstes in ihren Mauern zu

< Alsfeld, 20. Okt. Die hiesige Stadtver­waltung veranstaltete mit dem Verkehrs­und Verschönerungsverein eine Ver­sammlung imDeutschen Haus", die sehr gut be­sucht war. Bürgermeister Dr. Völsing begrüßte die Teilnehmer und wies darauf hin, daß es die Aufgabe einer jeden volksnahen Gemeindeverwal­tung sei, enge Fühlungnahme mit Der Bürgerschaft zu halten, damit diese in der Lage sei, sich über alle wichtigen Projekte ein richtiges Bild zu machen und den Maßnahmen Verständnis entgegenbringen zu können. v

Im ersten Vortrag Des Abends sprach Der Vor- stanD Der Bauabteilung Alsfeld der Reichsautobahn, Dipl.-Jng. Erb an, besonders über Den Bau Der Reichsautobahn im Kreise Alsfeld. Er schilderte Die Bedeutung Der Reichs autob ahnen auf wirtschaft­lichem, sozialem unD oerkehrspolitischem Gebiet und ließ erkennen, welche Bedeutung Der Reichsauto­bahn im Hinblick auf Die Arbeitsbeschaffung zu­komme. Er schilderte ferner die Reichsautobahnen als ein Werk Des Friedens. Zum Schlüsse befaßte sich der Redner mit der kommenden Verkehrsent­wicklung der Stadt Alsfeld und empfahl der Stadt­verwaltung allen Weitblick. Der Vortrag wurde von einer Reihe ausgezeichneter Lichtbilder aus ver­schiedenen Baugebieten der Reichsautvbahn wirksam belebt. r , .

Anschließend sprach der Landschaftsgestalter der Reichsautobahn Gartenarchitekt Wilhelm Hirsch (Wiesbaden) über die städtischen Anlagen in den Erlen, ihre Bedeutung und ihre Zukunft m der Verbindung mit der Reichsautobahn. Der Redner wies Darauf hin, wie sich Die Reichsautobahn immer entsprechen!) Dem Charakter Der jeweiligen Land­schaft einfügen werde. An Hand einer Anzahl Licht­bilder aus, Den Erlenanlagen gab Der Redner eine Darstellung, wie die künftige Gestaltung dieser An­lagen gedacht sei. Es solle kein wohlgepflegter kost­spieliger Stadtgarten entstehen, vielmehr müßten die Anlagen Der Dort sehr schönen Landschaft ledig­lich unter Zuhilfenahme einfachster Mittel ausge­staltet werden. Er empfahl Der Stadt AlsfelD, nach dem Beispiel anderer Städte, Die Schaffung Dieser Neuanlagen als Gemeinschaftswerk der Alsfelder Bürgerschaft ausführen zu lassen. Auch dieser Vor­trag wurde mit großem Interesse aufgenommen.

Landkreis Gießen.

+ Allendorf (Lahn), 20. Okt. In der ver­gangenen Nacht wurde in dem Wohnhaus des Ver­einskassierers des hiesigen Turnvereins em Ein­bruch verübt. Dem Täter fiel ein Barbetrag von etwa 20 Mark in Die Hände. Unbemerkt konnte der unwillkommene Gast das Haus wieder ver­lassen. Erst am frühen Morgen wurde man auf : den Einbruch aufmerksam. Sofort benachrichtigte man die Polizei, die dann die erforderlichen Er- : mittlungen unternahm.

> Birklar, 20. Okt. Im Saale von Engel , veranstaltete die N S G.K r a f t d u r ch F r e u d e" am Sonntag ein Winzerfest. Bei flotter Musik Der Kapelle Schäfer und bei mancherlei Unterhalttmgs-

aber einmal Die Mode Der Hellen Deckblätter be­steht, und zwar nicht nur in Deutschland, sind j diese besonders gesucht und daher unvevhättnis- , mäßig teuer, ohne etwa im Geschmack, Brand und Aroma Die dunklen Farben zu übertreffen. Der : weitaus größte Teil Des Deckblatt-Rohtabaks stammt aus Den holländischen Kolonien Sumatra und Java und daher kostet uns Der Dazu erforderliche Tabak Devisen. Es ist klar, daß die Reichsregierung bei . Der Durchführung Des Dierjahresplanes für ein Genußmittel wie Tabak nicht unbegrenzt Devisen zur Verfügung stellen kann. Die Verarbeitungs­menge des Tabaks in Der Zigarrenherstellung ist Der Menge nach kontingentiert. Die Verwendung der holländischen Kolonialtabake ist außerdem dem Wert nach kontingentiert worben. Je höhere An­forderungen nun Die Raucher an die teuren Hellen Deckblatt-Tabake stellen, um so weniger Rohtabak kann eingeführt werden, und es könnte schließlich zu einer Knappheit in Den unentbehrlichen hollän­dischen Tabaken kommen, Die Die Erzeugung Der für Den Konsum erforderlichen Menge unmöglich machen würde. Die Hersteller sind daher gezwungen, bei ihren Einkäufen in Holland weniger auf Die teuren Modefarben als auf andere Eigenschaften zu sehen. Die deutschenZigarrenraucher können nun die Zi- garenhersteller und den Zigarrenhandel wesentlich bei ihren Dispositionen unterstützen, wenn sie ihre Wünsche bezüglich Heller Farben zurückstellen und es auch nicht beanstanden, wenn das Deckblatt nicht ganz gleichmäßig in der Farbe ist.

Ein weiteres Vorurteil, gegen Das wir kämpfen wollen, ist Die häufig aus Laienkreisen erhobene Forderung, daß die Zigarren, auch in den billigen Preislagen, rein aus U e b e r s e e t a b a k e n be­stehen sollen. Sie wissen anscheinend nicht, daß in der Pfalz, in Baden, Hessen und in der Uckermark hervorragende Zigarrentabake wachsen, Die sich für Einlagezwecke unb zum Teil auch für das Umblatt durchaus eignen. Nur für das Deckblatt sind wir aus gewissen Gründen, Die hier nicht erörtert zu werden brauchen, auf überseeische Tabake angewie­sen. Sicher ist, daß ein guter deutscher Tabak besser ist, als ein billiger minderwertiger Ueberseetabak, auf Dem aber ein Zoll von 1,80 Mark je Kilo lastet. Die Deutsche Tabakforschungsanstalt in Forchheim (Baden) hat auf die Züchtung der deutschen Tabake in hervorragender Weise gewirkt, und Dernauajer kann sicher fein, daß in Zigarren nur edle deutsche Tabake verarbeitet werden, die ihm einen reinen Genuß gewährleisten. Fast ein Drittel des zur Ver­arbeitung kommenden Zigarrentabaks ist im Inland gewachsen. Dazu sind mir aus Gründen der Devisen­ersparnis gezwungen, und gleichzeitig geben wir einer großen Zahl von Volksgenossen, meist Klein­bauern, Verdienstmöglichkeit.

Also, fort mit den Vorurteilen, Die durch nichts begründet sind! Jedenfalls können die deutschen Zigarrenraucher sicher sein, daß sie auch während des Ablaufes des Dierjahresplanes Zigarren erhal­ten, Die in Aroma, Brand und Bekömmlichkeit das gleiche bieten wie bisher. Dafür bürgt die hochent­wickelte deutsche Zigarrenindustrie.

Landdiensttrcffen in Butzbach.

Nutzungsrecht für Die Erbbegräbnisse, jetzt Wahl­gräber genannt, nach den neuen Bestimmungen auf 40 Jahre beschränkt sei, und daß eine Verlängerung der Ruhefrist für Die Reihengräber gegen Zahlung einer bestimmten Gebühr nicht mehr vorgesehen sei. Die neuen Friedhofsordnungen, die in Form von Gemeindeortssatzungen zu erlassen sind, bedürfen nicht Der Genehmigung der Aufsichtsbehörden, es sei denn, daß eine Gemeinde in wesentlichen Punk­ten davon abweichen will. Nach den neuen Richt­linien ist eine Friedhofsordnung für Städte vorge­sehen und eine solche für Friedhöfe auf Dem ßanDe.

Im weiteren Verlaufe Der Tagung gab Kreisoete- rinärrat Dr. Schmidt Kenntnis von Der in sehr bedenklichem Maße zunehmenden Verbreitung Der Maul - u n D Klauenseuche, namentlich in Süddeutschland. Besonders wichtig für die Ver­hütung Der weiteren Ausbreitung Der Seuche fei Die Desinfektion. Es werden deshalb künftig in jeder Gemeinde zwei Desinfektoren ausgebilbet. Die Kon­trolle der Händler wird auf das schärfste durchge­führt werden.

Oberstudiendirektor Dr. Hainer (Alsfeld) als Kreisluftschutzführer gab eine Darstellung der Grund- sätze, die bei der demnächst durchzuführenden Ent­rümpelung zu beachten sind. Wie aus dem Worte hervorgehe, soll nicht etwa alles von Den Hausböden verschwinden, sondern nur das un­nötige Gerümpel. Die Entrümpelung diene sowohl Dem Luftschutz, als auch dem Dierjahresplan.

Am Schlüsse Der Tagung machte Der Leiter des Amtes für Kommunalpolitik für den politischen Kreis Alsfeld-Lauterbach, Bürgermeister Thiele (Lauterbach) Ausführungen über personelle Ange­legenheiten der Bürgermeister und Der Gemeinde- beamten, und bat um pünktliche ErleDigung der Be­richte für Das Amt. Er wies Darauf hin, daß Die einzige Aufgabe Der Gemeinden Die Erfüllung Des nationalsozialistischen Programms sei.

Der Kreisobmann schloß Dann die vielseitige Ar­beitstagung in Der üblichen Weise.

beherbergen.

Ore Brandsburg in Atten-Buseck.

8 A l t e n - B u s e ck , 20. Okt. Die äußere Instand­setzung unserer Brandsburg, Die kürzlich vor- genommen wurDe, hat sehr zur Verschönerung unse­res DorfbilDes beigetragen. Stattlich erhebt sich der stolze Barockbau in seinem neuen Gewände im Schatten Dichtverzweigter alter Bäume unb hochaus- ftrebenDer Pappeln, ein Mahnmal Der Vergangen­heit.

200 Jahre sind über das Land gezogen, feit Die festen, nahezu 2 Meter Dicken Mauern jener Wasser­burg, eine Der wenigen noch gut erhaltenen unseres HessenlanDes, unter Den fleißigen Händen unserer Vorfahren emporwuchsen. Rund um Die Burg legt sich Der breite Wallgraben, über Den früher eine hölzerne Zugbrücke führte, Die später Durch eine steinerne, feste Brücke ersetzt wurDe. lieber Dem Burgeingang befindet sich, in Stein gehauen, Das Wappen Der Freiherren von Buseck und darunter folgende Inschrift'

Alsfeld, 19. Okt. Unter dem Vorsitz des Kreisobmannes, Bürgermeister Dr. Völsing, fand am gestrigen Montag eine Arbeitstagung der Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Gemeinde­tages statt, die vollzählig besucht war.

Zu Beginn der Tagung begrüßte der Kreisvb- mann in herzlichen Worten Den neuen Kreisdirektor Des Kreises Alsfeld, Dr. Schönhals, und hieß ihn willkommen. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß nach fast dreijähriger Dauer der Kreis Alsfeld nun wieder einen definitiven Kreischef erhalten habe. Die Bürgermeister des Kreises feien gern und freudig bereit, mit ihm und unter feiner Leitung an den großen Aufgaben mitzuarbeiten, Die Den Gemeinden vom Führer gestellt feien. Kreis- direktor Dr. Schönhals dankte in herzlichen Worten für die freundliche Begrüßung. Er werde das Vertrauen, das chm Der Gauleiter Reichsstatt­halter Sprenger durch Die Berufung in fein Amt bewiesen habe, dadurch rechtfertigen, daß er sein Amt im nationalsozialistischen Geiste führen werde. Er bat um Das Vertrauen der Bürgermeister, deren Sorgen und Nöte er aus seiner seitherigen Ver­waltungstätigkeit kenne. Zum Schluß richtete er einen Appell an die Bürgermeister, zusammenzu­stehen, um die großen Ausgaben, die der Führer den deutschen Gemeinden gestellt habe, zu erfüllen. Jeder einzelne müsse dabei mitarbeiten, und keine Mühe Dürfe dabei zu groß fein, um im Geiste Des

Zigarrenraucher muffen sich umstellen.

Aus Fachkreisen wird uns geschrieben: In keinem Lande Der Wett wird der Zigarrenraucher in bezug auf Gute, Mannigfaltigkeit und schone Ausstattung der Zigarren bei verhältnismäßig geringen Preisen (o verwöhnt wie in Deutschland. Die deutsche Zigar- renindustrie, Die ja auch in Gießen und Umgegend in aroßem Umfange betrieben wird und vielen Volksgenossen Arbeit und Verdienst gibt ist stolz darauf, in ihren Leistungen unübertroffen dazu- ftehen. Wenn wir nun an den $igarrenraud)er her­antreten und ihn bitten sich umzustellen so braucht er keineswegs zu befurchten daß chm der Rauch- aenuß geschmälert werden soll. Wir wollen ihm nur nabelegen, sich von gewissen Vorurteilen und über- triebenen Anforderungen frei zu machen, die nicht in Die vom Vierjahresplan beherrschte Zett hinein- pa§an'ift zunächst über die Farb e zu sprechen. Seit einer Reihe von Jahren ist es geradezu eine Mvde- krankheit geworden, daß Das Deckblatt nicht hell oenua ein kann. Von Den Rauchern von Brajil- ziaarren abgesehen, Die Das Deckblatt dunkel wie Die Nacht wünschen, glauben die meisten Raucher, daß den höchsten Genuß nur eine Zigarre biete, Die ein helles fahles, fast fiibergraues Deckblatt aufweist. Sie meinen, je Heller das Deckblatt ist, um so leich­ter sei die Zigarre. Ein großer Irrtum! Die Leich­tigkeit Des Tabaks, d. h. sein geringer Gehalt an Mkotin und gewissen ätherischen Deien, hängt ganz und gar nicht mit Der Farbe zusammen. Ja, oft sind sogar die besonders Hellen Deckblättchen, die manchmal aus nicht ganz ausgereiften Tabakblät­tern gewonnen werden, schwerer als die gut aus­gereisten braunen ober etwas rötlichen Deckblätter, Die von Der Mode in Bann getan werden. Da nun

zu bestimmen und das Vermö­gen des Kindes zu verwalten. Ist eine minderjährige Tochter verheiratet, so hat der Vater lediglich die Vertretungsmacht, die Verwaltung des Vermögens steht dem Mann zu, außer bei Gütertrennung. Die elterliche Gewalt des Vaters ruht, wenn dieser geschäftsunfähig (geistes­krank) oder geschäftsbeschränkt (z. V. entmündigt) ist oder wenn durch das Vormundschaftsgericht festgestellt wird, daß der Vater längere Zeit an der Ausübung der elterlichen Gewalt verhindert ist. Die e. G. des Vaters endigt mit der Volljährigkeit des Kin­des, der Adoption (bann geht die e. E. auf den Adoptivvater über), der Verwirkung, wenn nämlich der Vater wegen eines an dem Kinde verübten Verbrechens zu Zuchthaus oder zur Gefängnis­strafe von mindestens sechs Mo­naten verurteilt ist. Neben dem Vater hat auch die Mutter das Recht und die Pflicht, das Kind zu erziehen unb zu beaufsichti­gen. Bei Meinungsverschieden­heiten zwischen den Eltern geht die Meinung des Vaters vor. Zur Vertretung des Kindes ist die Mutter aber nicht berechtigt. Ruht die elterliche Gewalt des Vaters oder endigt sie. dann übt die Mutter an Stelle des Vaters die elterliche Gewalt aus bzw. diese geht auf die Mutter über. In gewißen Fällen ist ein Vor­mund zu bestellen, vor allem, wenn die Mutter selbst noch minderjährig ist. Die Mutter verliert die e G. mit der Wie­derverheiratung. Der uneheli-

barbietungen erlebten die Besucher einige schöne Stunden. Blockwalter Wolf von Der DAF. hielt eine kurze Ansprache.

Kreis Büdingen.

K Nidda, 18.Okt. Gestern fand hier der Kreis- euerwehrtag des Kreises Büdingen tatt. An Der KunDgebung Des Vormittags in Der Turnhalle nahmen Die Wehrführer, Kommandanten, Bürgermeister und die Wehren von Nidda, Wallern­hausen und Ober-Widdersheim teil. Reg.-Rat K e f ° s e l vom Kreisamt Büdingen sprach über Die Be­deutung der Freiwilligen Feuerwehren. Nach dem Bericht des Kreisfeuerwehrführers Klein, Büdin- gen, hat sich die Zahl der Wehren bis heute auf 42 erhöht; in 34 Gemeinden bestehen nur Pflichtfeuer­wehren, im Kreis sind 10 Kleinmotorspritzen statio­niert. Wichtige Aufgaben zur Lösung des Vier- jahresplanes in bezug auf Rettung unb Erhaltung wertvollen Volksvermögens haben bie Feuerwehren zu lösen. Lehrer Schwarz (Borsdorf) entwarf ein klares Bild über bie Aufgaben bes neuen Deutfch- lanbs und ermahnte Die Feuerwehrleute zur treuen Pflichterfüllung. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles hielt Kreisfeuerwehrführer Bouffier, Gießen, eine Ansprache, der Das Schlußwort von Reg.-Rat Kessel folgte.

Kreis Schotten.

d. Schotten, 19. Okt. Die freiwillige Feuerwehr hielt am Sonntag unter Der Leitung ihres Kommandanten Spam er ihre Schlußübung ab. Nach dem Exerzieren und einem Vorbeimarsch wurde ein lehrreicher Brand angriff auf mehrere Anwesen im Mühlhof Durchgeführt. In der gut besetzten Turnhalle fand ein Abschiedsabend bes Arbeitsdienstlagers Eichelsachsen

statt. Die Gruppenkapelle Der Reichsarbettsdienst- abteilung 6/225, bie mittags schon ein Platzkonzert gegeben hatte, leitete ben Abend ein. Der Lager­chor sang mehrere ansprechende Lieder, Der Ab­teilungsführer OberfelDmeister Scriba sprach von Dem großen erzieherischen Wert, Der im Arbeits- Dienst liege. Seine Ausführungen wurden durch eine Ansprache des Kreisleiters Görner (Büdingen) ergänzt. Zwei unterhaltsame Theaterstücke würben aufgeführt und ein Lokal film gezeigt. Die Sammlungen für bas Winterhilfswerk brachten ein schönes Ergebnis. 370 Mark würben gespendet.

Kreis Wetzlar.

* K r o f b o r f, 20. Okt. Das 7jährige Töchter­chen Karola des Einwohners B e n b e r hatte sich dieser Tage durch einen rostigen Nagel an der rechten Hand eine Verletzung zu gezo­gen. Nunmehr mußte Das Kind in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert werden, Da sich eine schwere Infektion eingestellt hatte.

Kreis Warburg.

4- Fronhausen (Lahn), 19. Oktober. Aus Der Eisenbahnstrecke zwischen Nieder-Walgern unb Fronhausen ereignete sich gestern ein Unfall. Der 18jährige Schlosserlehrling Konrad Stiegel aus Nieder-Walgern stürzte gestern nachmittag aus einem in voller Fahrt befindlichen Personenzug ab und blieb bewußtlos auf dem Bahnkörper liegen. Der nachfolgende Eilzug fuhr bald darauf dicht an dem Verunglückten vorbei, glücklicherweise ohne daß der junge Mann verletzt wurde. Als er wieder zum Bewußtsein kam und sich auch erheben konnte, begab er sich auf Den Weg in Der Richtung nach Nieder-Walgern. Von Arbeitskameraden, die ihm entgegengingen, wurde er dann zum Arzt gebracht.

Führers zu arbeiten.

Als erster Referent Der Tagesordnung hielt Dann Major Endler, Stabsoffizier Der Schutzpolizei bei der Landesregierung in Darmstadt, einen Vor­trag über Luftschutz.

Bürgermeister Dr. Völsing behandelte in Dem folgenden Vortrag Die Mustersatzung für die Neugestaltung Der Friedhöfe. Er gab einen Ueberblick über Die hauptsächlichsten Abwei­chungen Des neuen FrieDhossrechts auf Grund Der Reichsrichtlinien für Die Gestaltung Der Friedhöfe, gegenüber Den seitherigen FriedhossorDnungen. Er machte insbesondere Darauf aufmerksam, daß Das