Ausgabe 
21.10.1937
 
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Empfängen abhold ist, hat sich über die Verleihung des Nationalpreises doch recht gefreut, wie er mir wiederholt versicherte. Er habe es sich niemals träumen lassen, vom Führer in dieser Weise ausgezeichnet zu werden. Er sagte:Ich habe dem Führer telegraphisch meinen Dank zum Aus­druck gebracht, es war eine große Ehre für mich, daß gerade der Führer, der mich nicht persönlich kannte, mir diesen Preis zuerkannte. Sicher gab es doch in Deutschland noch verdientere Leute. Ich sehe aber darin eine Ehrung des neuen Deutsch­land für die Wissenschaft und den Wissenschaftler, die während der Systemzeit manchmal recht ver­nachlässigt wurden." Filchner dachte hierbei an seine Rückkehr von der letzten Tibet-Expedition, die man bezeichnenderweise über denTriumph" des Eisernen Gustav", der mit seiner Droschke nach Paris und zurück gefahren war, und den Botschaf­ter, Bürgermeister und Filmstare empfangen hat­ten, gänzlich vergessen hatte! Filchner gehört zu den innerlich großen Männern, die nichts aus sich machen.Ich kenne nur meine Arbeit und meine Wissenschaft, sie sind mein einziger Genuß. Die Aufgabe meiner letzten Expedition, die der erd- ma'gnetischen Erforschung Zentral­asiens galt, kann ich als in großen Zügen durch­geführt betrachten. Die Untersuchungen bewegten sich in dem Kreise Taschkent - Urumtschi - Lanwu - Lhasa-Leh und in der Diagonale Dehre-Dun- Lanjou - Khotan - Leh. In Dehre-Dun werde ich die Abschlußmessungen vornehmen."

Außer den Glückwünschen des Führers hatte Filchner noch Glückwünsche von Dr. Goeb­bels, Freiherrn von Neurath, Kriebel und anderen führenden Persönlichkeiten erhalten.Ganz besondere Freude aber", so sagte er,hat mir der Brief eines einfachen deutschen Arbeitsmannes ge­macht", und er reichte mir den Brief herüber, der mit der netten AnredeSehr geehrter Herr For­scher!" begann.

Seine Erlebnisse wird Filchner in Buchform im Berlage Brockhaus herausgeben.Ich Haffe das Bücherschreiben!" sagte er emphatisch,aber ich muß schon wieder eins schreiben, weil ich mich da­zu verpflichtet habe, ich hasse es überhaupt, in der Oeftentlichkeit von mir reden zu machen!" Mit rührender Liebe hängt der Forscher an seiner Toch­ter, die in diesen Tagen in Bombay eintrifft, um ihren Vater nach vierjähriger Trennung zu be­grüßen.Ich muß meine Tochter sehen, sie ist das einzige, was ich auf der Welt besitze", waren seine begeisterten Worte,darum bin ich jetzt so abge­hetzt, ich muß am 13. Oktober in Bombay sein."

So plauderten wir bis spät nach Mitternacht. Aber Filchner kennt keine Müdigkeit. Nach ein paar kurzen Stunden Schlafes brach er wieder auf, um an die Arbeit zu gehen aus jenem inneren Drang heraus, jener Berufung, die schon immer die großen Deutschen beherrschten, und die der Arbeit jenen Adel verleihen, auf den das nationalsozia­listische Deutschland stolz ist.

Abschied vom Spaten.

Dieder verläßt ein Jahrgang die Lager des Aeichsarbeitsdienstes.

Sechs Monate eine lange Zeit fürwahr, und doch, wie rasch ist sie vergessen! Ein halbes Jahr, da man auf einmal herausgerissen wurde aus sei­nem bisherigen Leben und hineingestellt in ein an­deres, das abgestimmt war auf den Dreiklang: Treue, Gehorsam und K aiu eradschaft ein Leben, das von jedem Einzelnen Arbeit und restlosen Einsatz für die Nation verlangte, ein Le­ben, das gewiß nicht immer bequem und einfach, aber doch unsagbar schön gewesen ist.

Als die junge Mannschaft, die nun in Kürze das Lager, ihr Lager, verläßt, um nun mit der Waffe dem Volke zu dienen oder in den alten Be­ruf zurückzukehren, Anfang April eingezogen wurde und in die Abteilungen einrückte, da standen diese über 200 000 jungen Menschen zunächst vor etwas Fremdem, Unbekanntem. Gewiß, sie hatten von ihren Kameraden, welche bereits vor ihnen gedient hatten, viel über den Reichsarbeitsdienst gehört, hatten sich erzählen lassen, wie es zuging, wie der Tageslauf sich abwickelte, wie es im Lager und auf der Baustelle aussah und was man am Feier­abend machte. Und aus allen diesen Erzählungen klang stets die wahre und echte Freude eines tiefen Erlebens wieder, eines Erlebens, daß alle diejeni­gen, die dessen teilhaftig geworden waren, niemals mehr missen wollten.

Aber all' diese Erzählungen vermochten doch nicht das ganze Erlebnis wiederzugeben, denn die­ses mußte eben wirklich erlebt werden. Und die neue Mannschaft erlebte es! Sie lernte gar bald kennen und begreifen, was Kameradschaft bedeutet, was es heißt, wenn einer auf den an­deren angewiesen ist, wenn sie alle in der großen Gemeinschaft zusammenstehen, wenn sie mit ihren Händen brachliegendes Land so umformen, daß es reich und üppig wird und Früchte trägt. Sie er­lebten weiter, eine wie tiefe innere Verpflichtung es für jeden einzelnen von ihnen bedeutet, Soldat der Arbeit zu sein, sie begriffen, warum man ge­horchen und sich einordnen muß in die Gemeinschaft des Lagers, bewußt wurde ihnen, daß sie eine Arbeit leisten, die für die Ewigkeit bestimmte Werte in sich tragt.

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Ihr seid nicht mehr wegzudenken und seid auch niemals mehr wegzubringen!" Diese Worte sprach derFührer auf dem diesjährigen Reichspartei­tag zum Reichsarbeitsdienst, damit klar zum Aus­druck bringend, eine wie wichtige Organisation der Reichsarbeitsdienst, dem der Führer früher einmal bereits den ehrenden und verpflichtenden Namen Schule der Nation" gegeben hatte, im Le­ben unseres Volkes darstellt. Schon weit über 1,5 Millionen junge Deutsche haben bereits im Reichs­arbeitsdienst und in seinem Vorgänger, dem noch auf freiwilliger Grundlage beruhenden National­sozialistischen Arbeitsdienst, gedient und sind in ihm im Geist des Nationalsozialismus zu Kamerad­schaft, Verantwortungsbewußtsein und Einsatz­bereitschaft erzogen worden. Vor 2V< Jahren, am 26. Juni 1935, setzte der Führer seinen Namen unter jenes Gesetz, das d i e Arbeitsdienst- pflicht einführte, und seitdem gehen Jahr um Jahr nahezu 500 000 junge Deutsche durch diese Schule der Nation".

Das, was der Reichsarbeitsdienst bereits geleistet hat, hat nicht nur im Herzen des deutschen Volkes

tiefe und feste Wurzeln geschlagen, sondern auch in steigendem Maße die Anerkennung des Auslandes gefunden, das deutlich spürt, daß hier etwas Neues und Einmaliges herangewachsen ist, was sich mit den bisherigen Begriffen nicht messen läßt. Hand in Hand gehen die beiden gro­ßen Aufgabengebiete des Reichsarbeitsdienstes: die weltanschauliche Ausrichtung und Erziehung des jungen Arbeitsmanes und die Durchführung der großen Landeskulturarbeiten, welche gerade ange­sichts der Erfüllung des zweiten Vierjahresplanes von einschneidender Wichttgkeit sind und zum Ziel haben, die Ernährung unseres Polkes aus eigener Scholle sicherzustellen. Und wenn der Reichsarbeits­führer auf feiner großen Rede auf dem Partei­kongreß erklären konnte, daß die im Haushaltsjahr 1936/37 geleisteten Landeskulturarbeiten^ einen jährlich wiederkehrenden Mehrertrag für die Ernährung von rund 50000 Volks genossen erzielt haben, so zeigt diese Zahl wohl zur Genüge, eine wie große wirtschaftliche Bedeutung dem Einsatz des Reichsarbeitsdienstes zukommt.

Aber über allen diesen Zahlen, so eindrucksvoll sie auch die Leistungen des Reichsar^eitsdienstes veranschaulichen, steht das Erlebnis, das Er­lebnis der Arbeit. Wir erleben es immer und immer wieder, daß Arbeitsmänner, deren Dienstzeit schon zwei, drei Jahre zurückliegt, plötz­lich ihr altes Lager und ihre Baustelle aufsuchen. Und wenn sie dann von ihren früheren Vorgesetz­ten, die sich selbstverständlich über diese Besuche ganz besonders freuen, gefragt werden, was sie eigentlich hierher getrieben hat, dann kommt meist die Antwort:Ich wollte gewiß einmal mein altes Lager wiedersehen, aber vor allem meine Bau­stelle, ich wollte sehen, wie weit die Arbeiten, die wir damals in Angriff genommen hatten, gediehen sind." Und wenn sie dann den Platz auffuchen, an dem sie früher gearbeitet haben, wenn sie auch ein­mal sehen, wie inzwischen alles vorwärts gegangen ist, dann sind sie plötzlich ganz stolz und sagen:Ja, hier habe ich auch mitgeholfen!" Und wenn sie dann weiter sehen, daß vielleicht auch schon ein Teil des Landes, an dessen Urbarmachung sie mit­gewirkt hatten, abgeerntet wird, dann sind sie noch mehr stolz, weil sie sich nun sagen können: daß diese Früchte hier gedeihen, ist auch mit deiner Arbeit zu verdanken.

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Wenn in der zweiten Hälfte dieses Monats die junge Mannschaft die Lager verläßt, dann nehmen sie zwar Abschied vom Reichsarbeitsdienst, aber nicht von dem Erlebnis, das ihnen diese sechs Mo­nate vermittelt haben, denn dieses Erlebnis können sie nicht aus ihrem Leben streichen: zu tief und zu stark hat es sich in ihre Herzen eingegraben. Klaf­fenkampf und Standesdünkel sind für diejenigen, die durch den Arbeitsdienst gegangen sind, ein für alle mal überlebte Begriffe geworden, denn im Lager stand alles unter dem großen ungeschriebe­nen Gesetz einer echten Kameradschaft, die nicht viel Worte gemacht, sondern ihren Ausdruck in der Haltung eines jeden einzelnen gefunden hat. Und diesen Geist des Reichsarbeitsdienstes nehmen sie jetzt, da sie die Lager verlassen, mit hinüber in ihr weiteres Leben.

OJ.-fporf

Max Schrneling gegen Ben Foord!

Am 31. Januar in der Hanseatenhalle.

Unser Deutscher Meister aller Klassen, Max Schrneling, wird vor seiner nächsten Ueberfahrt nach USA., die hoffentlich endgültig den Welt­meisterschaftskampf mit Joe Louis bringen wird, doch noch in einem deutschen Ring kämpfen. Viele deutsche Städte hätten den besten Schwergewichtler der Welt zu einem Boxkampf gern in ihren Mauern gehabt, aber nur zwei von ihnen, Berlin und Ham­burg, konnten das finanzielle Risiko tragen. Aus fern Wettlauf der beiden ist nun die Hamburger Hanfeatenhalle endgültig als Sieger hervorgegan- gen. Sie hat Max Schrneling unter Kontrakt und wird den Kamps wahrscheinlich am 31. Januar 1938 durchführen. Als Gegner wurde der ehemalige bri- tische Empire-Meister Ben Foord verpflichtet.

1932 begann Foords Aufstieg zur britischen Spitzenklasse. In Deutschland ist er kein Unbe­kannter; schon 1933 schlug er Hans Schönrath nach Punkten und im letzten November stand er als Meister des Britischen Weltreiches in London Wal­ter Neusel gegenüber, der ihn in der 15. Runde entscheidend besiegte. Von dieser Niederlage hat sich Ben Foord bis heute noch nicht recht erholt. Drei Monate später verlor er seinen Titel in einem mehr als eintönigen Kampf an Tommy Farr und im Mai dieses Jahres besiegte ihn der Exweltmeister Max Baer in London Danach scheint also der frühere Empire-Meister kein so schwerer Prüfstein für Max Schrneling zu sein. Der Deutsche dürste,

wenn er in bester Form antritt, mit Ben Foord wenig Arbeit haben.

San- und Kreiswaldlaufmeisterschasten

Am kommenden Sonntag in Heuchelheim.

Die letzte amtliche Veranstaltung des Gaues 12 (Hessen) für 1937, die Waldlaufmersterschaft, kommt nächsten Sonntag in Heuchelheim zum Austrag. Ausrichter ist Der Turnverein Heuchel­heim, der bereits die entsprechenden Vorberei­tungen getroffen hat. Die Meisterschaftsstrecke führt über 10 Kilometer und wird die besten hessischen Langstreckler im Wettbewerb sehen. Daneben ist den Junioren (Jahrgänge 1916, 1917 und 1918) noch Betätigungsmöglichkeit gegeben. Ihr Kurs führt über 5 Kilometer. In einem dritten Lauf sind die Jugendlichen (Jahrgang 1919 und jünger) zusam- mengefaßt. Die Länge der Strecke beträgt hier 3 Kilometer.

Da der Kreis Gießen (umfassend die politischen Kreise Gießen, Wetzlar, Dillenburg und Alsfeld) für feinen Kreiswaldlauf dieselben Strecken aus­geschrieben hat, findet am kommenden Sonntag eine Verquickung dieser Veranstaltung mit der Gau­waldlaufmeisterschaft statt. Läufer aus dem Kreis­gebiet Gießen können also entweder gleichzeitig für Gau und Kreis oder auch nur für den Kreis ge­wertet werden. In jedem Falle ist jedoch Meldung abzugeben, und zwar bis spätestens Samstag, den 23. Oktober 1937, an Kreisfachwart Richtberg, Gie­ßen, Am Alten Friedhof 18.

Zum ersten Male: Fußbalr-Neiflerschast der HZ.

Im Spieljahr 1937/38 finden, wie die Reichs­jugendführung, Amt für Leibesübungen, bekannt gibt, erstmals HJ.-Fußballmeisterfchaften durch die Vereins-Jugendmannschaften (14= bis 18 jährige) statt. In den Vereins-Jugendmannschaiten sind nur Jugendliche spielberechtigt, die Mitglied der Hitler- Jugend sind. Besteht an einem Ort kein DRL.- Verein, so können Mannschaften der HJ.-Gefolg- chaften oder in ländlichen Gegenden von HJ.- Scharen an den Meisterschaftsspielen teilnehmen. Die Spiele werden in zwei Altersstufen ausgetra­gen, in einer Altersklasse A (16 bis 17 Jahre) und in einer Altersklasse B (14 bis 15 Jahre). Das sind ür das Spieljahr 1937/38 die Jahrgänge 1922/23 bzw. 1920/21.

Um möglichst viele Hitler-Jungen zu erfassen, ist es den kleineren ländlichen Vereinen gestattet, eine Mannschaft aus beiden Altersklassen zu bilden, wenn zwei Mannschaften nicht gebildet werden kön­nen. Die Rundenspiele werden nach den Bestim­mungen und unter Aufsicht des Fachamtes Fußball durchgeführt. Nach der Ermittlung der Bannmeister wird in besonderen Ausscheidungsspielen der Ge­bietsmeister festgestellt.

Fußballkämpfe des Sonntags im Gau Hessen.

Hessen" Bad Hersfeld Kewa Wachenbuchen, BC. Sport Kassel SpV. Kassel,

1. FC. Hanau 1893 VfB. Groß-Auheim, VfB. Friedberg Borussia Fulda.

Mit dem Sieg über SpV. Kassel hat Hessen Hers- eld die Stellung eines Meisterschaftsfavoriten ein­genommen, und diese Stellung dürfte normalerweise Kewa Wachenbuchen am Sonntag nicht erschüttern können, obwohl Kewa stark und ehrgeizig ist. Hers- elds gute Abwehr wird den Ausschlag geben. Sport Kassel wird als Neuling gegen den Meister SpV. Kassel einen schweren Stand haben, aber in Lokalkämpfen hat es ja schon oft genug Über­raschungen gegeben. Der Meister wird wissen, daß er ich weitere Punktverluste vorerst nicht gestatten dar. Recht aufschlußreich dürfte die Begegnung zwi chen Hanau 93 und VfB Groß-Auheim wer­den. Daß der Neuling in diesem Kampf, nach seinen letzten Ergebnissen zu urteilen, keine schlechte Rolle pielen wird, ist anzunehmen, aber der Altmeister wird sich doch wohl behaupten. VfB. Friedberg und Borussia Fulda sollten etwa gleichstark fein; der Platzvorteil spricht für einen knappen Erfolg Friedbergs.

Hessens Fußballelf nicht nach Frankreich.

Dafür aber nach Italien.

Die vom Fachamt Fußball bereits genehmigte Reise der hessischen Fußball-Gaumannschatt nach Le Havre, wo am 31. Oktober gegen die Auswahl der Normandie gespielt werden sollte, ist nun mit Rücksicht auf eine glatte Erledigung der Meister­schaftsspiele doch zurückgestellt worden. Das Spiel soll zu einem späteren Termin nachgeholt werden.

Dagegen ist es nicht ausgeschlossen, daß die hes­

sische Elf im Frühjahr nach Italien fährt, um dort ein Spiel gegen eine italienische Auswahlmannschaft auszutragen. Bekanntlich spielte im Anschluß an die Olympischen Spiele Italiens Fußballelf, die in Ser- Im den Olympiasieg errang, in Kassel und verlor hier überraschend mit 1:2 Toren. Die Einladung für ein Spiel auf italienischem Boden ist jetzt von den Italienern in Erinnerung an diesen Kampf erfolgt.

Fußball im Turnverein Staufenberg.

Die Staufenberger 1. Mannschaft kämpfte in ihrem letzten Spiel gegen Heuchelheim einen un­glücklichen Kampf. Durch ein Selbsttor mußten sie sich geschlagen bekennen. Alle Anstrengungen in den letzten Minuten waren vergeblich. Der Kampf wurde sehr lebhaft und fair geführt.

Die 1. Jugend von Staufenberg weilte in Großen- Linden und konnte dort gegen die 2. Jugend des Platzbesitzers einen eindeutigen 5:0-Sieg erringen. Am kommenden Sonntag treten auf dem Stau­fenberger Sportplatz die einheimischen Jugendlichen gegen die 1. Jugend aus Klein-Linden an. Die erste aktive Elf empfängt die 2. Elf von Lollar zum Ver­bandsspiel.

Sportverein 1921 Eit ngshansen.

Ellingshausen Jugend Butzbach Jugend 1:1.

Am Sonntag trafen sich beide Jugendmannschaften zum fälligen Verbandsfpiel in Ettingshausen. Beide traten in stärkster Aufstellung an. Es entwickelte sich ein flottes Spiel, das die Butzbacher in leichter Ueberlegenheit sah. Sie gingen auch bald durch ihren Mittelstürmer in Führung. Nach der Pause waren die Ettingshäuser etwas im Vorteil und konnten auch bald den Ausgleich erzielen. Ein fälliger Elf­meter für Ettingshausen wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben.

Kurze Sportnotizen.

Walter Neusel feierte am Dienstagabend in London einen bemerkenswerten Sieg. Er schlug den Neuseeländer Maurice Strickland in einem Zwölf­rundenkampf nach Punkten.

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Die Besten-Nadel der deutschen Leichtathletik wird in diesem Iah nach ande­ren Richtlinien vergeben. Nicht mehr die 30 Besten jedes Wettbewerbes erhalten die Nadel, sondern die Auszeichnung wird von einer Leistungsgrenze ab­hängig gemacht.

16 2 Pferde werden sich an den sieben Rennen des letzten Frankfurter Renntages am 31. Oktober auf der Niederräder Bahn beteiligen. Am stärksten besetzt ist das Schwedter Erinnerungsrennen mit 35 Nennungen.

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Olympiasieger Sepp Manger zeigte sein großes Können bei einer Schwerathletik-Veran­staltung in Netzschkau im Vogtland. Im Olympischen Dreikampf brachte er 400 kg zur Hochstrecke.

D eutschlands b este Schwimmer geben sich beim Schwimmfest in Berlin-Charlottenburg am 31. Oktober ein Stelldichein. Es kommen u. a. Fischer, Heidel, Plath, Sietas, Heinz Arendt.

BorgroßenRekordfahrtenaufderReichMloSahn

Rekordwoche. - Oie Besten am Start.

Erfahrungsgemäß laufen die Meldungen zu Ver­anstaltungen erst kurz vor Toresschluß ein. Wenn daher drei volle Tage vor der letzten Frist schon ein derart erlesenes Feld sich eingetragen hat, wie es für die Internationale Rekordwoche der ONS der Fall ist, dann ist der Erfolg von vornherein gesichert. Die deutsche Industrie, die sich in den letzten Jahren mit Krafträdern oder Wagen an Rekordversuchen so erfolgreich beteiligte, ist wieder zur Stelle.

Im Vordergrund der Rekordwoche, die am25. Ok­tober auf der Reichsautobahn bei Frankfurt (M.) beginnt, stehen die weiter entwickelten und verbes­serten Stromlinien-Modelle der Auto-Union und von Mercedes-Benz. Die Zwickauer rücken mit Bernd Rosemeyer an, die Untertürkheimer mit Europameister Caracciola.

Beide Werke werden bei ihren neuesten Re- kordversuchen darauf aus sein, eine Shinben- geschwindigkeii von über 400 km/st zu erreichen.

Bei seiner Kilometer - Rekordfahrt am 16. Juni d. I. erreichte Bernd Rosemeyer (Auto-Union) in einer wirklich phantastischen Fahrt das hervorra­gende Stundenmittel von 393,013 Kilometer und ließ so schon ahnen, daß der Zeitpunkt der lieber« schreitung dieser Grenze nicht mehr fern fein kann. Er ist nun offenbar herangerückt. Wenn sich zwei so hervorragende Fahrer auf zwei so erprobten Ma- schinien zumKampfe gegen die Uhr" stellen, dann ist wohl zwangsläufig mit einer Verbesserung der Rekorde (mindestens der internationalen Klassen­rekorde) zu rechnen. Das erste Angriffsziel beider Firmen werden aller Wahrscheinlichkeit nach die sechsfliegenden" Strecken von 1 bis 10 Meilen bzw. Kilometer fein. Bernd Rosemeyer hat sie alle sechs in seinen Besitz gebracht (einer davon, der über 10 Meilen, bedeutet sogar gleichzeitig Welt­rekord!).

Auch die Kleinwagen versuchen ihr Heil auf der idealen Strecke.

Bobby K o h l r a u s ch beabsichtigt, seinen

RekordlNG. wieder herauszustellen, und aus

England kommt Fliegermajor Gardner.

Beide kennen die Frankfurter Rekordstrecke sehr gut, auf der sie schon internationale Klassenrekorde herausfuhren.

Nach dem mächtigen Aufschwung der italienischen Gilera, die unter Taruffi vom Frühjahr bis zum Herbst 32 Weltrekorde für Krafträder auf­stellte, ist man besonders gespannt, was sich in der Zwischenzeit bei BMW. angesponnen hat. Die Bay­ern schicken ihren berühmten Ernst Henne mit einem 500-ccm-Modell. Aus der Tatsache, daß sie sich mit einer Halblitermaschine begnügten, darf man getrost schließen, daß allerhand in ihr steckt, und daß auch Rekorde der höheren Klassen mit ihr zu brechen sind. In erster Linie wird es Henne wohl darauf anlegen, die ihm von Taruffi entrisse­nen Weltrekorde zurückzuholen.

Stattlich ist das Aufgebot der Auto-Union- DKW. Die 175-ccm-Maschine, deren Vorgängerin noch vier Weltrekorde innehat, und die 250-ccm- Maschine, die ebenfalls in der Bestenliste steht, wer­den von H. Winkler und Meister E. Kluge gefahren. Schumann und Meister Kahr- mann ist das 600-ccm-Gespann mit der Ausgabe

anvertraut, unter den Bestleistungen von BMW. und FN. aufzuräumen.

Die Reichsautobahnslrecke Frankfurt Darm­stadt wird an den Rekordtagen für beide Rich­tungen vollkommen gesperrt sein.

Die Rekordversuche selbst rollen diesmal auf der westlichen Bahnhälfte ab, da hier die Windverhält­nisse und andere Voraussetzungen günstiger sein sollen. Der Start erfolgt auch diesmal wieder an Kilometer 2 und die höchste Geschwindigkeit bei den fliegenden Rekorden sollte zwischen Kilometer­stein 6 und 7 erreicht werden. Wieder werden die ersten Morgenstunden den Versuchen vorbehalten sein, da sich hier meteorologisch die erfahrungsge­mäß besten Voraussetzungen ergeben.

Die neuen ORL-Sieger-Urkunden.

Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen hat einheitliche Urkunden und Siegerauszeichnungen ge­schaffen. Die Sportordnung bestimmt, daß die Sie­ger in den Deutschen Meisterschaften den Titel Deutscher Meister" und als äußeres Zeichen das Meisterschaftsabzeichen mit Jahreszahl erhalten. Die Gau- und Kreismeister erhalten Urkunden. Diese Urkunden sollen ein bleibendes, wertvolles Erinne- rungsblatt für den Sieger sein, das in seiner künst­lerischen Gestaltung wirklich eine Ehrung darstellt. Acht verschiedene Urkunden und die vier verschie­denen Chrenbriefe des DRL. stellen beachtenswerte Kulturdokumente des deutschen Sports dar.

Rundfunkprogramm

Freitag, 22. Oktober.

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh­konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Wehr­macht und Hitler-Jugend musizieren. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 10.45: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 11.40: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Sprühender Melodien-Reigen. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Kammermusik. 16.30: Unterhaltungs­konzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Tanz am Abend. 20: Der Bajazzo. Oper. 21.15: Der deutsche Genius erlebt Italien. Hörfolge. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk).

Samstag, 23. Oktober.

6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund. 10: Schul­funk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrich- ten. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10:Mixed Pickles". 15.15: Volk und Wirtschaft. 15.30: Präsident Feuerstein leitet eine mißvergnügte Konferenz. Ein heiteres Hörspiel. 16: Ein bißchen Komödie, Musik aus neueren Operetten, 17: Wo a Fleins Hüttle steht, Volks­lieder. 17.30: Bitte einschalten die 8 Brox die Akkordeonsinfoniker spielen. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Platzkonzert am Deut­schen Eck. 20: Die Welt ist verliebt! Eine bunte Fahrt durch das Land der Liebe. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Wir tanzen M den Sonntag. 24 bis 1: Nachtmusik.