Ausgabe 
21.10.1937
 
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(Ehre und Vaterland) verliehen wird. Ihre beson­deren Leistungen für das Vaterland haben die Be- sitzer nun auch besonders zu bezahlen. Es müssen in Zukunft an den Staat entrichten: Die Ritter der Ehrenlegion 150 Franken, die Komman­deure der Ehrenlegion 500 Franken, die Großoffi- ziere 750 Franken und die Inhaber des Großkreu- ms der Ehrenlegion 1000 Franken. Die Abgaben für die Träger ausländischer Orden bewegen sich zwischen 40 und 400 Franken für Träger von Orden am Schärpenband.

Oie Zellstoff- und Papier- wirtschast.

Wichtige Aufgaben im Bierjahresplan.

Berlin. 20. Okt (DNB.) Vor Persönlichkeiten der Papier- und Zellstoffwirtschast sprach Oberst Löb, der Chef des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe, über die Rohstoffoersorgungslage m der Zellstoff, und Papierwirtschaft Wie Oberst Löb betonte, hat die Papier- und Zellstoffwirtschast den Bedarf einer Reihe wichtigster Verwendungsgebiete zu befriedigen. Namentlich sei auch die Presse zur Erfüllung ihrer Aufgabe auf das Papier als Rohstoff angewiesen. Die Papierwirtfchaft bringe weiter erfreuliche Exportüberschüsse und sei als Verpackunysmittel für den Transport vieler Wirtfchaftsgüter unerläßlich 9m Rahmen seiner vielfachen Daseinsberechtigungen habe sich das Papier, und Zellftoffgebiet geradezu als Schulbei­spiel für die Forderung der Grundgedanken des Vierjahresplanes erwiesen. Denn dieser für die ge- jamte Volkswirtschaft so außerordentlich wichtige Wirtschaftszweig fei bis zu 7 0 v.H. auf aus­ländische Rohstoffe angewiesen ge- wesen. Oberst Löb konnte feststellen, daß die Pia- nungsarbeit des vergangenen Jahres erfreulicher­weise erkennen läßt, daß in weitestgehendem Maße das für die nächsten Jahre gesteckteZielschon erreicht ist.

Die bereits im Fluß befindliche Aktion, Brenn­holz gegen Kohle auszutauschen, mache be­trächtliche Holzmengen für die Zellstoff- und Holz- schnitterzeugung frei. Es handele sich dabei insbe­sondere um die Verwendung von Fichten, Kiefern und Buchen. Die Buche, die bis vor kurzem in der Zellstoff-Fabrikation überhaupt nicht verwertet wurde, werde jetzt in großem Maße zu Zellstoff für chemische und Textilien-Weiter­verwendung verarbeitet. Aeußerst wichtig sei aber die zukünftige Berücksichtigung des Strohs bei dem steigenden Bedarf an Zellstoff. Es bestände die Absicht, eine Reihe von Strohzellstoffanlagen für Gelbstrohwerke zu errichten, eine reibungslose Be- lieferung dieser Industrie mit Stroh sei gewähr­leistet. Als einflußreichen Faktor für die Rohstoff­ersparnis erwähnte Oberst Löb die Maßnahmen zur Erfassung des Altpapiers, die dazu führen müßten, daß der Anteil des zurückgewon- nenen Altpapiers von einem Viertel auf ein Drit- tel des Papieroerbrauches steige. Unerläßlich sei der Einsatz der Forschung. Das Amt für deut­sche Roh- und Werkstoffe habe daher bei den bestehenden bekannten Forschungsstätten für Holzchemie in Heidelberg und P a - piertechnik in Darmstadt Institute des Vier- jahresplanes auf diesen Gebieten errichtet, die den Einsatz wissenschaftlicher Arbeit ermöglichen werden. Fürsorge für dienstunfähig gewordene

Unteroffiziere.

Der Reichskriegsminister hat im Interesse des Unterosfizierskorps der Wehrmacht einen Erlaß hcrausgegeben, der bestimmt, daß Unteroffiziere, die mehr als fünf Jahre im aktiven Wehrdienst stehen und dienstunfähig wer­den, vor Ablauf ihrer Dienstverpflichtung wegen Dienstunfähigkeit nur noch entlassen werden, wenn sie auch dienstunfähig im Sinne des § 73 des Be­amtengesetzes sind, oder wenn sie selbst den Mu n sch haben, entlassen zu werden. Im letzteren Fall sind sie nach § 24 Abs. 2a des Wehrgesetzes zu entlassen und nach §§ 1, 2 des Wehrmachtgesetzes zu wersorgen. Diese Unteroffiziere sind, falls sie im «eigentlichen Frontdienst nicht mehr verwendbar sind, in Stellen des Hilfspersonals ober in -ähnliche Planstellen zu übernehmen. Nach Ablauf seiner zwölfjährigen Dienstzeit sollen sie wie alle an­deren Unteroffiziere versorgt werden (Ueberführung in das Beamtenoerhältnis usw.).

Oer NSO.-Studentenbund

feiert den Tag von Langemarck.

Berlin, 19. Okt. <DNB.) Die Pflege des gsi- fftigen Erbes der studentischen Jugend von Lange- tmarcf ist nach der Entscheidung des Führers Aufgabe des NSD. Studentenbundes. An allen Hoch- und Fachschulen führt der NSD. Studentenbund am 11. November Feierstunden durch und hält in Berlin auch in diesem Jahre gemeinsam mit der Reichs­jugendführung eine Gedenkfeier ab, an der sich die anderen Gliederungen und Verbände beteiligen.

Was geht

f der ägyptischen Westgrenze vor?

Kairo, 20. Okt. (DNB.) Trotz amtlicher Demen- iis berichten die Blätter weiterhin über umfang­reiche Truppenverschiebungen an der ägyptischen Westgrenze. Während in zuständigen Kreisen erklärt wird, daß kein Grund 3ur Beun­ruhigung oorliege und daß die Truppenübungen bei Berfa Matruch lediglich zur Vorbereitung Der Wintermanöver dienten, wissen die Zei- iiuhgen zu melden, daß ein in Kairo liegendes bri - Üisches Regiment in Mersa Matruch liegende Truppen ersetzen soll, die auf verschiedene Grenz­posten verteilt würden. Auf Drängen der englischen Militärbehörden würden die Straßenbauten im Nildelta und in d e n Grenzgebieten weiter beschleunigt. Journalisten werde das Be- ireten des Kriegsministeriums in Kairo verboten jmb bie Ausweise aller bas Ministerium betreten­den Personen würben genauestens geprüft, ba Journalisten versucht hätten, unter dem Deckmantel ion Lieferanten in bas Gebäude hineinzugelangen

Kleine politische Nachrichten.

Amtlich wird in Wien mitgeteilt: Der Journa­list Georg In b e r Mauer würbe unter bem Verdacht illegaler Parteitätigkeit, begangen durch Abgabe von Erklärungen an ausländische Zeitun­gen, in Haft genommen In der Mauer ist österreichischer Staatsbürger und vertritt auch ver­schiedene reichsdeutsche Zeitungen (unter anderem denWestdeutschen Beobachter und dieDresde­ner Neuesten Nachrichten").

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Der finnische Außenminister H o l st i»reifte über Reval und Riga n a ch B e r l i n , wo er am Sams­tag Besprechungen mit Reichsaußenminister von Neurath haben wird.

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Vor dem Hofgericht in Wiborg (Finnland) fand die erste Verhandlung gegen einen gefährlichen Sowjetspion namens Eino Reipo statt Er war im Sommer dieses Jahres als englischer Tourist verkleidet über Abo nach Finnland gekommen, um eine bolschewistische Spionage­zentrale in Wiborg unter der Maske einer Firma einzurichten und eine geheime Funkstation aufzustellen.

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Der Reichsführer ff unb Chef ber deutschen Polizei hat zusammen mit bem Chef bes Haupt­amtes Sicherheitspolizei, ff-Gruppenführer Heyd- r i ch, bie italienische Hauptstadt mieber verlassen, währenb sich ber Ches bes Hauptamtes Orbnungs- polizei, ff-Obergruppenführer General D a l u e g e, unb ber Chef bes persönlichen Stabes bes Reichs­führers ff, ff-Gruppenführer Wolff, noch nach Littoria, Sabaudia sowie nach Neapel unb Sorrent begeben.

Mussolini hat auf ber Schlußsitzung bes Zentralausschusses ber Korporationen bie Schaffung eines Ober ft en Autarkierates oerfünbet, ba bie enge Verbundenheit ber einzelnen Probleme eine straffe unb einheitliche Leitung erforberlid) mache Der Rat wirb minbeftens zweimal jährlich zur Prüfung bes jeweiligen Stanbes ber Autarkie zusammentreten.

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Die in Rio be Janeiro erscheinende Zeitung Journal" berichtet, baß ber brasilianische Botschaf­ter in Washington ein Vorabkommen über bie Ver­pachtung von sechs gebrauchten ame­rikanischen Zerstörern an Brasilien unterzeichnet habe Die Zerstörer würben noch vor ber Ratifizierung bes Abkommens burch ben Senat ber Vereinigten Staaten von Amerika Brasilienbe­suchen"

Bolschewistisches Gemetzel in Gijon.

Paris, 21. Okt. (DNB Funkspruch.) Wie Havas aus Bayonne meldet, finb auf bem Flug­platz Biarritz-Parme fünf sowjetspanische Flug­zeuge aus Gijon, ber Hauptstabt Asturiens, ge­langet. An Borb ber Maschinen befanden sich Bol- schewiften-Häuptlinge, barunter ein sowjetrus­sischer General unb brei sowjetrussische Offi­ziere An Borb aller Flugzeuge würben 4000 Patronen unb zahlreiche Revolver beschlagnahmt. Die Flieger erklärten, sie seien aus Gijon ge­flüchtet, weil bort schwere Tumulte aus­gebrochen seien. IhrGeschwaberchef" habe ihnen geraten, Gijon schleunigst zu verlassen. In ber Stabt gehe alles brüber unb brun» ter. In ben Straßen tobe ein wilbes G e - metzel unb überall fei von bem bolschewistischen Pöbel Feuer gelegt worben.

Das Schlachtfeld von Schanghai überschwemmt.

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Im Kampfgebiet vor Schanghai waren burch anhaltenbe Regenfälle bie Flußläufe weit über bie Ufer getreten unb hatten große Flächen überschwemmt. Im Vorbergrunb ist javanische Artillerie im überfluteten Kampfgebiet in Stellung gegangen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Ein Blick durch das Tor des Feldherrnturms auf ben Turm, in bem bie sterblichen Ueberrefte Hinbenburgs ruhen. (Scherl-Bilberbienst-M.)

lizeibehörben verhielten sich zurückhaltend, um, wie üblich, bie Verhanblungen ber Familie Roß mit ben Entführern, bie 50 000 Dollar Lösegelb verlangten, nicht zu stören. Das Lösegelb würbe, wie jetzt be­kannt wirb, bereits am 8/Dftober ausgezahlt. Roß ist bisher jeboch nicht befreit. Bundespolizei unb Staatspolizei begannen beshalb im ganzen ßanbe bie Suche nach ben Entführern Es wirb befürchtet, baß, wie im Linbbergh-Fall, in bem bie Entführer Lösegelb erpreßten, obwohl bas Kinb bereits tot war, auch im Fall Roß bas Lösegelb eingetrieben würbe, nachbem Roß bereits gestorben war.

Gefährliches Versteckspiel.

Auf einem Holzdoben in Höchberg (Mainfranken) spielten zwei Mädchen Verstecken Sie fanben einen großen Koffer, stiegen hinein unb klappten ben Deckel zu, ben sie nicht mehr zu öffnen vermochten, weil bas Schloß eingeschnappt war. In ihrer Angst schrien bie Mäbchen aus Leibeskräften. Als ihre Hilferufe bereits leiser waren, hörte sie im letzten Augenblick ein im Hofe beschäftigter Mann, ber ben Koffer mit Gewalt öffnete unb bie Kinber befreite, von benen eins bereits bewußtlos geworben war.

Durch Gasexplosion schwer verletzt.

Durch bie Unvorsichtigkeit eines Jungen aus Heimbach bei Neuwieb entftanb eine Gasexplo­sion Der Junge war mit ber Auswechslung einer alten Gasleitung beschäftigt. Bei biefer Arbeit hatte er irrtümlich eine unter Gasbruck befinbliche Rohr­leitung ausmontiert. Eine im Nebenraum beschäf­tigte Arbeiterin machte ben Jungen auf ben Gas­geruch aufmerksam: ber Junge zünbete nidjtsbefto- weniger ein Streichholz an, woburch eine heftige Explosion hervorgerufen würbe. Der Junge mußte mit schweren Verbrennungen ins Kranken­haus gebracht werben.

Großes Interesse für deutsche Wagen auf der Londoner Autoausstellung.

Der Lorbmayor von Lonbon eröffnete die dies­jährige ßonboner Autoausstellung, die erstmalig in ber neuen, vor wenigen Wochen fertig» gestellten ßonboner Riesenausstellungshalle Earls Court ftattfinbet. Sämtliche englischen Kraftwagen­werke haben ihre neuesten Mobelle ausgestellt. Auch bie auslänbischen Firmen, insbesondere diejenigen Deutschlands, ber Vereinigten Staaten und Frankreichs, finb vertreten Die Besucher haben am Eröffnungstage ben beutfchen Erzeug­nissen große Aufmerksamkeit gewidmet Besonderes Interesse an den deutschen Wagen fand bas Schnitt­chassis bes Mercebes-Benz- Rennwagens, der erst vor kurzem bas englische Automobilrennen vom Donington-Park gewann. Im übrigen bringt bie Schau bie üblichen technischen Erneuerungen unb Verbesserungen, für ben englischen Besucher außerdem eine kleine peinliche Ueberraschung, näm­lich eine Preissteigerung sämtlicher Kraft­wagen.

13 Tote, 12 Schwerverletzte bei einem Verkehrsunglück in Indien.

In Simla (Indien) sind an einem Bahnübergang bei einem Zusammenstoß zwischen einem Per­sonenzug und einem ßafttraftroagen 13 Insassen des ßaftfraftroagens getötet worben. Außerbem muß­ten 12 Fahrgäste bes Kraftwagens schwerver­letzt ins Krankenhaus eingeliefert werben.

Kunst und Wissenschaft.

Erna Sack singt in Amerika.

Nach Erlebigung ihrer Konzertreise burch die skan­dinavischen ßänber ist bie Koloratursängerin ber Dresbner Staatsoper, Erna S a ck , mit bem Schnell- bampferBremen" nach Neuyork abgereift. Sie wirb zuerst in Neuyork, später in Chikago unb im amerikanischen Westen fingen. Insgesamt finb etwa 30 Konzerte, ßieber» unb Arienabenbe vorgesehen. Außerbem wirb Erna Sack in verschiebenen Opern gastieren unb für ben Runbfunk fingen.

Aus all

Preisverteilung auf der 3fa in Frankfurt.

Der 7. Internationale Kochkunstaus- ftellung, bie jetzt in Frankfurt ihre Pforten schloß, war ein außerorbentlicher Erfolg beschieden Es konnte eine Gesamtbesucherzahl von 230 000 Personen gezählt werben 70 000 baoon kamen von auswärts, 7000 aus bem Auslanbe. Der letzte Nach­mittag stand im Zeichen der Preisverteilung, deren wichtigstes Ergebnis ber Sieg ber Berliner Gau­mannschaft im Kampf um bie Marmite* war Ber­lin. das ben Preis schon zweimal gewonnen hat. gelangt bamit in ben endgültigen Besitz des Wan­derpreises Zweiter war Hamburg gefolgt von Danzig Mit dem Großen Preis ber Ika und Ehren­preisen wurden ausgezeichnet die Koch-Mannschaft von Amerika, Italien, Frankreich, der Schweiz, Oesterreich, Schweben, Ungarn und ber Tschechoslo­wakei. Von ben beutschen Mannschaften würben mit dem Großen Preis der Ika ausgezeichnet die Gaue Hamburg, Baden, Berlin, Sachsen, Westfalen, Rheinland, Bayern, Mecklenburg. Hannover, Dan­zig, Schlesien Ostpreußen, Thüringen unb Württem­berg. Sachsen unb Berlin erhielten außerbem Son- berpreise für ihre Diätküche Verliehen würben fer­ner an viele gastronomische Betriebe unb Aussteller ber Große Preis, ber ßeiftungspreis unb ber An­erkennungspreis ber Ika. lieber 150 Ehrenpreise gelangten zur Verteilung, barunter Ehrenpreise bes Gauleiters unb Reichsstatthalters Sprenger bes Präsibenten bes Reichsfrembenverkehrsverbanbes Esser, ber Stddt Frankfurt, bes Internationalen Hotelbesitzervereins unb ber Wirtschaftskammer Hessen

Zwei Meter Schneehöhe am Zugsplhplatt.

Durch bie starken Neuschneefälle ber letzten Wochen ist auf bem Zugspitzplatt eine zusammen- hängenbe Schneedecke bis hinunter zur Knorrhütte geschaffen worben. Die Ausübung bes Skisports ist sehr gut möglich, Skifahrten können bis zur Knorrhütte burchgeführt werben. Die Schneehöhe beträgt am Zugspitzplatt zur Zeit zwei Meter. Mit Der bayerischen und ber österreichischen Zug-

Marmite (französisch) = Fleischtopf. Im 17. Jahr- hunbert würben große, topfförmige Bomben so ge­nannt, beren sich z. B. bie Oesterreicher 1683 gegen bie Türken bebienten.

er Welt.

spitzbahn finb im Schneefernerhaus schon zahlreiche Gäste, barunter auch bekannte Abfahrtsläufer, ein­getroffen, bie bei wolkenlosem Wetter unb ausge­zeichneten Schneeverhältnissen schon eifrig Skisport treiben.

Zwei deutsche Zrachtdampfe, im Nebel zusammengestoßen.

In ber Nacht zum Donnerstag ereignete sich an ber hollänbischen Küste, ungefähr 15 Seemeilen von Pmuiben, ein Schiffsunglück. Die beiben beut­schen FrachtbampferWestfalia" unbSchwalbe" stießen in bichtem Nebel zusammen. DieWest­falia" sank sofort. Sieben Besatzungsmitglieber Dieses Schiffes konnten burch DieSchwalbe" g e - rettet werben, währenb sechs Mann noch ver­mißt werben Ein Motor-Rettungsboot ber hol­länbischen Rettungsstation Pmuiben sucht nach ben Vermißten DieSchwalbe", bie Schaben über ber Wasserlinie erlitten hat, konnte mit eigener Kraft ihre Reise fortsetzen DieWestfalia" (945 Tonnen), gehörte ber Kölner Reeberei AG., Köln, und war uyterwegs von Rotterbarn nach Kolberg. Die Schwalbe" (842 Tonnen) gehört ber Argo-Reebe- ret, Bremen, unb war unterwegs von Riga nach Antwerpen

Selbstmord eines ;um Tode verurteilten Mörders.

Das Schwurgericht Meferitz verurteilte ben An­geklagten Alfreb Tantow aus ßanbsberg a. b. W. wegen Mordes an seinem einjährigen unehelichen Kinde zum Tobe unb wegen Morboersuchs an ber Kinbesmutter zu acht Jahren Zuchthaus. Der An­geklagte hatte am 2. August biefes Jahres in Poppe (Kreis Schwerin a b. W.) fein uneheliches Kinb in bestialischer Weise ermorbet und an der Kinbes­mutter mit einem Küchenmesser einen Morboersuch unternommen, bie babei burch mehrere Messer­stiche schwer verletzt würbe. Der Mürber, ber bas Urteil mit Ruhe unb Gleichmut ausgenommen hatte, hat sich jetzt in seiner Gefängniszelle erhängt.

Steuer Fall von Menschenraub in USA.

Ein neuer sensationeller Entführungsfall, besten Opfer ber 72jährige Fabrikant Charles Roß ist, beschäftigt bie Chikagoer Öffentlichkeit sehr stark. Roß würbe am 25. September von brei Männern aus seinem Automobil geholt unb entführt. Die Po-

Tagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie.

Im Beisein ber Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Kling, von Vertretern ber Wehrmacht, ber Partei unb ber Stabt trat in Berlin bie XXV. Ta­gung ber Deutschen Gesellschaft für G y - n ä k o l o g i e zusammen, zu ber 22 Nationen Ab- orbnungen entfanbt haben. Die Tagung ist im wesentlichen ber ärztlichen Fürsorge unb Behanblung ber Frau in Schwangeschaft unb Geburt, ber Be­treuung bes Neugeborenen, ber Wiebergutmachung von Gedurtsschäben ber Mutter unb anberen für bie Fortpflanzungsfähigkeit unb -tätigtest ber Frau wichtigen 'Fragen geroibmet.

Professor Albrecht Schmidt feiert sein 50jähritzes Doktorjubiläum.

NSG. Am 21. Oktober begeht Professor Dr Dr. iDg. h. c. Albrecht Schmidt, Frankfurt a. M., fein 50jähriges Doktorjubiläum. Schmidt, 1864 tn Westfalen geboren, studierte in Darmstadt, Heidelberg und Straßburg. Als Schüler Bunsens wurde er zum ßeiter des wissenschaftlichen ßabora- tortums von Schering in Berlin bestellt. 1898 kam er zur IG.-Farbenindustrie AG. in Höchst am Main. Dort war er als Organisator bes Erfinberwesens, als Prokurist unb orbentliches Vorstanbsmitglied tätig. Er hat sich in 33jähriger erfinderischer unb technischer, organisatorischer unb wissenschaftlicher Arbeit wesentlich am Aufbau ber beutschen Farben­industrie, insbesondre burch eine Reihe wertvoller Ersinbungen, beteiligt. Gauleiter unb Reichsstatt­halter Sprenger ernannte Professor Schmibt zu feinem ehrenamtlichen Berater in Sachen bes Vier» jahresplanes und in Hochschulangelegenheiten.

Ueberfedag der Universität Hamburg.

Der Ueberfeetag, ber in jedem Jahr von ber Universität Hamburg am 20 Oktober, bem Gründungstag des Kolonialinstitutes, begangen wird, vereinte auch diesmal Vertreter ber Partei unb bes Staates mit bem ßehrkörper ber Uni­versität zu einer Feierstunbe Der Rektor ber Uni­versität, Prof. Dr Rein, erläuterte bie Aufgaben bes Instituts und überreichte bem islänbischen Dich­ter Gunnar Gunnarsson bie Urkunde des ihm im Mai verliehenen Hendrik-Steffens-Preises. Bei dem anschließenden Empfang wurde der Träger des Shakespeare-Preises bekanntgegeben. Der Preis ist dem englischen Komponisten Dr Ralph Vaughan Williams zuerkannt worden Dank der Stiftung eines Hamburger Kaufmannes ist es der Universität ferner möglich, in jedem Jahr vier Sti­pendien an britische Studenten als Ausgleich für die Oxford-Rhodes-Stipendien £u vergeben.

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MAGGI5 Fleischbrühe