irt uns das
- den menschenleeren Straßen I Hände in die offene Halle des Großlagers, um zum begangenen hübschen Waldpfadeni fu^.^ mis inderplatzes zuwendet. Der ein- Verkauf bereitzustehen, wenn sieben kurze Stunden Zeichen über Bollnbach> h nau zum W r^^.
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deutsche Tcmz-
er> überhaupt — braucht nicht oiel Platz zum
H. D.
andern und Reisen • Bäder und Gommersrischen
Haupt-
Empfangshalle des Stralsunder
der
I Hum finmachm !
schen Heimat.
Klemsiadtfahkien im Wenaial
Von Fritz Nottberg.
riesigen KD, h I 5« tiefen Farben glühen die Wälder am Ufer onalen MhviBWk Jonne, die zwar an Kraft, an Hitze, aber mcht
6 grünlich spiegeln.
Herbstliche Jnfeln.
Von Otto K Gervais.
auch den Platz zum Tanzen, den sie — ((nt! Hauptsache: man ist vergnügt, man ist man ist ausgelassen wie einst bei Kroll!
Inb da, wo im glühenden Sommer am Strande Haßnitz, Binz und Sellin Tausende von Stranden standen, da stehen jetzt nur noch Hunderte den herbstlich lohenden Wäldern um Jagd- und chloß Granitz — Burgen wirklicher Ostsee- er und -genießer, die jetzt in der mildesten, ab- iittesten, heitersten Zeit der zweiten Jugend 5 lebenslustigen Sommers schwelgen. Es sind isUns Menschen, die den Häherruf verstehen und Tiaumnächten mit Nebelfrauen tanzen, denen halben Dinge genügen, weil sie mehr Erfüllung öei als das Ganze. Der Rhythmus der Jahres- i nimmt in der Zeit während und nach der e jeden gefangen, der auch den besiegten Lichtbewundert uni) gepeitschte Wolken auf großer ü zu begleiten vermag, wenn sie über weißen e(n im glutroten Vorwinterabend ihre Reise Ülirr Gischtkronen an Jnselküsten antreten.
6li Glanz verloren hat, übergießt das Laub mit ' Sünden Lichtern. Purpurrot, golden und bronze- n leuchtet es auf vor dem fast schwarzen men der Fichten und Kiefern. Bläuliche Nebel chschweifen die wassergeschmückten Landschaften Ahrenshoop bis zum Dornbusch Hiddensees dem Jasmunder Bodden, bis alles im sternen- emden Lämmergewölk verschwindet und Mond Gestirne — Kassiopeia und der Große und Bär sich im Plätschern der Dünung hell
der Havel. Und nun sieht man auch, wie ein halbes Dutzend werktätiger Männer den bis oben vollgefüllten Wagen entleeren. Stapel über Stapel von Fruchtkörben mit frisch gepflückten Pflaumen man-
Wenn du nicht lächelst, Freund der deutschen Heimat, über den geringen „Betrieb" in so einer mitteldeutschen Kleinstadt, wenn du nicht darauf wartest, daß da viel „los" sein soll, wenn du vielmehr Sinn hast für Freude an den Dingen, die noch immer zuhause sind in den kleinen Städtchen und Marktflecken: an einem verträumten Marktplatz, einem alten Stadttor, einem Stück efeubespannter Stadtmauer, einem stimmungsvollen alten Friedhof und verschiedenem anderem, dann darf ich dir wohl Reiseziele nennen, die bislang nicht weit gerühmt werden und bekannt sind. Es handelt sich da um ein paar Kleinstädtchen oder Marktflecken an der mittleren Werra. Vielleicht hast du sie schon gestreift, wenn dich dein Boot in leichter, leiser Fabrt über die Werra trug, nur versäumtest du vielleicht, die paar hundert Meter vom Ufer des Flusses bis in die Stadt hinein zu tun. So hol es nun im Geiste nach, was du unterlassen hast! —
malerischer Hauswinkel. In der Kirche strahlt heute in neuem Glanze ein Werk mittelalterlich-thüringischer Schnitzkunst, ein dreiteiliger Flügelaltar, dessen Gestalten von besonderer Ausdruckskraft find.
Berka a. d. Werra. Ich lade dich ein, erst ein Stündlein vor einem der alten Gasthöfe zu sitzen, die einst, in den Jahren des starken Fuhrwerkver- verkehrs auf der vorüberführenden „Kurzen Hessenstraße" viel Zustrom hatten. Heute ruhst du hier um so beschaulicher. Du schaust dem Ackerbürger zu, wie er anspannt und ausfährt, siehst den Handwerker schaffen, die Weiber den beliebten „nassen Kuchen" heimschaffen — 's ist doch nicht umsonst Beerenzeit! — und atmest den Frieden eines Idylls, wie es wohltuender nicht gedacht werden kann. Dann streichst du durch die Gäßchen mit den alten Namen: Weingasse, Schulgasse, Lappengasse ..., liest auf dem Friedhöfe in der steinernen Chronik des Ortes und findest nachher an den Handwerkerschildern noch Namen, die du unter denen der Verstorbenen bereits gefunden hast. Du stehst vor dem „Alten Stern", den einst Luther zum Absteigeauar- tier wählte, freust dich an dem kunstreichen Fachwerk der „Storchenbäckerei", einem alten hessischen Amtshause und bist schließlich am Abend bealückt und reich in deinem Innern — wie es ja der Zweck unsres besinnlichen Wanderns sein soll —, obgleich du „nur" in den engsten Räumen unsrer mitteldeutschen Heimat weiltest.
3uaenbtt)anhern am Bodensee.
bv. Die Jugend mit ihrem begeisterungsfähigen Herzen, mit ihren klaren Augen und ihrem ursprünglichen und feinen Sinn für die Wunder der freien grünen Natur hat schon lange entdeckt, was für eine herrliche Wanderlandschaft das Seeland ist. Ueberall am See begegnet man in der warmen Jahreszeit den Wandergruppen: Am Ufer stehen ihre Zelte, am Strand rauchen die Lagerfeuer, in den Duchten der Reichenau toben sie sich beim
nen Pfad hinab nach ........ ■ _ ,
straße weiter nach unserem Endziel Grunberg. Marschzeit Stunden.
englischen Baustil des 11. und 12. Jahrhundert. Auch Stonehenge, das alte vorgeschichtliche Sonnenheiligtum, soll auf einem Ausflug nach Winchester und Salisbury besucht werden. Diese „Rund- um-England-Fahrt" der „Stuttgart" zieht auch Irland mit in den Kreis ihres Erlebens. Da ist die Hauptstadt Dublin, — da ist das bezaubernde Bild der Landschaft von G l e n d a - lough, in der sich schlanke Türme, Zeugen kelti- scher Zeit, in umwaldeten Seen widerspiegeln. Die Seenlandschaft Schottlands wird berührt, die liebliche Jsle of Wight, wie oben im Norden Kirkwall auf der Orkneyinsel Mainland. In ihrer Nähe breitet die Bucht von Scapa Flow ihr stilles Wasser aus. Den Abschluß der Fahrt wird London bilden.
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40V-Jahrfeier in Schmalkalden.
Die Stadt Schmalkalden begeht in Kürze die 400- Jahrfeier der Schmalkaldischen Artikel, in denen Luther auf Aufforderung des Kurfürsten von Sach- fen die Grundlehren der Reformation zusammenfaßte, um eine Derhandlungsgrundlage für die Tagung des Schmalkaldischen Bundes im Jahre 1537 zu schäften. Die Feier findet im Rahmen einer historischen Woche vom 21. bis 28. August statt und bringt neben religiösen Veranstaltungen einen histo- rischen Festzug, Freilichtaufführungen (Johsts „Pro- pheten"), eine Gewerbe-Ausstellung usw. Schmalkalden ist reich an Erinnerungen an jene Tage vor 400 Jahren, die den Namen der bis dahin unbekannten Stadt in alle Welt trugen. Im nördlichen Teil des Rathauses, der aus dem 15. Jahrhundert stammt, wird der Sitzungssaal mit seinen breiten gotischen Fenstern gezeigt, in dem die 20 zur Tagung erschienenen Bundesfürsten, an ihrer Spitze die beiden Bundeshauptleute Johann Friedrich von Sachsen und Philipp von Hessen mit ihrem Gefolge, die Gesandten von 6 weiteren Bundesiürsten und die Vertreter von 22 Reichs- und freien Landstädten damals zusammentraten. Im Hessenhof, einem Gebäude aus romanischer Zeit, das wohl der Amtssitz des landgräflichen Vogtes gewesen ist, hielten die 42 Theologen ihre Sitzungen ab. Im selben Hause soll übriaens Landgraf Ludwig von Thüringen beim Aufbruch 3um Kreuz3Uge 1227 von seiner Gemahlin, der heiligen Elisabeth. Abschied genommen haben. In der Stadtkirche St. Georg war während der Tagung des Bundes täalich Gottesdienst. Von den 42 auswärtigen Geistlichen haben 22 hier gepredigt. Luther selbst stand zweimal auf der Kanzel von St. Georg, eine dritte Predigt hielt er, durch seine Krankheit ans Zimmer gefesselt, im Hause seines Gastgebers, des hessischen Rentmeisters Balthasar Wilhelm, das jetzt als Lutherhaus gegeigt wird.
Heidelberger Feierstätte.
Bevor der Sommer zur Neige geht, ist für die Heidelberger Feierstätte noch einmal eine Veranstaltung vorgesehen. Am Sonntag, 19. September 1937, wird auf der Höhe des Heiligen B-rges das .Oratorium der Arbeit" von Böttcher zur Aufführung gelangen. Der neugegründete Heidelberger Volkschor, die Gesangvereine, Schulen, R^ichsarheitshi-nst und Werkicharen werden insgesamt 2000 Mitwirkende stellen. Als Solisten wurden Arno Schellenbera von der Dresdener Siaa^sover und Fräulein Role Huth vervflichtet. Die G"sam"-'ituna des aroRm Chorwerkes, das auf der freien Bergeshöhe der Feierstätte einen groß- nrfirrpn Cindr"ck hinterMfen dürfte, hat Univ.- Musikdirektor Prof. Dr. Poppen.
Ein neues Museum in Weimar.
RDV. Das Kirrns-Krackow-Haus in Weimar, ein altes Patrizierhaus mit schönem, malerischem Hof und einem Gärtchen aus dem 16. Jahrhundert, ist zu einem Museum ausgestaltet worden. Im ersten Stock befand sich bereits eine Gedenkstätte für die Patrizierfamilie Kirms, die u. a. zu Goethes Zeiten zwei Räte für das Ministerium stellte. Im Verlauf der Jahre haben sich hier so viele Erinnerungsstücke anaefammelt, daß nun auch > das zweite Stockwerk für Museumszwecke hergerichtet wird. Hier haben Erinnerungen an bedeutende ‘ Männ"r der klassischen Zeit wie Wieland, Herder, Falk, Bertuch u. a. Platz gefunden.
Creuzburg, westlich von Eisenach! Welch reizvolles Stadtbild bietet sich bereits dar, wenn man zu Wasser oder auf der Kasseler Straße sich dem alten Orte nähert, der bereits 973 ermähnt ist: An einen flachen Hügel lehnt sich das Städtchen, überragt von dem breithin gelagerten Schlosse. Weiter wirkt das Stadtbild, bestimmt von einer mächtigen Kirche, deren älteste, romanische Teile aus dem Jahre 1215 stammen sollen. Im Chorinneren hat man vor wenigen Jahren wertvollste Baureste freigelegt, so daß der Kunstfreund hier staunend steht. Hier fand man auch das Grad der ersten Eisenacher Herzogin, Elisabeth (geft. 1592), und ihres Knäbleins mit wertvollen Schmuckbeigaben. Die Kirche hat dem Städtchen, das in seiner Lage an Jena erinnert, und das mit dieser Stadt einst in der Wahl gestanden hat, wer die neue Universität erhalten solle, früher sein Gevräge gegeben. Bonifatius habe, so berichtet die Sage, einst das K^uz auf dem Berge errichtet. Daß die Stadt kirchlichen Ursprungs ist, bekundet ihr Name. Thüringens Landgrafen haben die Stätte an der Werra geliebt. Ludwig der Vierte zog von hier in den Kreuzzug, um nicht wiederzukehren; seine Gemahlur die heilioe Elisabeth, gebar hier ihren ersten Sohn (1223). Aus mancherlei Resten spricht die alte Zeit, ob du nun auf dem stillen alten Friedhöfe braunen vor der Stadt stehst, ob du einen Rundgang machst um die Mauern der Creuzburg ober ob du am Markt sitzt in einem der alten Straßengasthofe aus der Zeit lebhaften Handelsverkehrs, immer spricht ein freundlicher, kluaer Sinn zu dir und kündet von deutscher Geschichte.
Gerstungen, im westlichen thüringischen Winkel. uralter fränkischer Köniassitz. heute ein stilles Städtchen gewerbefleißiger Menschen und ein wichtiger Eisenbahnpunkt. Du nimmst dir den Marktflecken in Gemeinschaft mit dem etwa eine Fußstunde entfernten Berka a. b. Werra vor und lenkst dabei deinen Weg über einen allen das
Dorf Herda. In Gerstungen fesselt deinen Bllck das alte Wasserschsoß. das spätere Amtsgericht, bann eines der Adelssitze im Fachwerkstil, bas Witzlebenssche Schloß, ein prächtiger Ausdruck ab ten Handwerkerkonnens. In ber „Lobergasse spricht nicht nur ber Name gleich eine eigene klangvolle Sprache, sonbern künben auch bie Bauwerke von fleißigen Handwerk-lleuten. Unb bas tut auch Die Kirche mit mancherlei Schnitzwerk, mit Grabmalen unter anderen Produkten herrlichen Könnens.
Herda lockt d"n Freund guter Bauernhäuser zum Betrachten. Hier ein feingefornVes Fachwerk, dort eine gute Torfahrt, ein alter Brunnen, ein
e entfalten.
Deutlid) zeigen die farbigen Wegweiser den Pfad dm bebeutenbften Stätten ber schönen Ostsee- n, die früher einst oerbunben waren, aber ch bie Gewalt ber Eis- und Gletschekzeit ge° nt würben. Bergen ist ein Turm auf ber el, gleichsam ber Kern biefer schwimmenben inen Gärten, vom Meer zerrissen und zerkeitt, §ld- und Seelandschaften aufgeteilt, die jede für etwas Eigenartiges und Einmaliges tragen. SBittow stellt ber Arkona-Turm in bie Höhe, dem Mönch gut die Lotsenstation Thiessow, vübhövt, das Nordperd, Göhren, die rötliche i von Baabe, der weite Strand und immer tt die See, die allmächtige Göttin zwischen Jnselland, fetten Aeckern, grünen Wiesen eiben und bunten Dörfern aus Dachstroh- M, niedlichen Bauerngärten und kurvenreichen en.
Die Ax? klingt schon durch den Wald. In den märten ber Prora, wo .demnächst Rügens ifks Bad, die Erholungsstätte der „Krast-durch- .Le"-Fahrer erstehen soll, zittert das Wollgras iri )en Serbenköpfchen. Die Eichelhäher schreien in “ 'jten und Schneisen, und die Kronen ber ____^fälligen Bäume, Sträucher und Kräuter „ . rchm immer mehr Farbe und Dust an. Da sind eae Ms d'A iit kdroten Kappen ber Pilze, ber letzte Grummet- M eine rein' Fülle, Reise unb lieberreife in Feld und ■ - •*efl,n* ■®l“ das verklärte Himmelsblau und ba» be-
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sich ein prächtiger Fernblick bietet. Don bem ehemaligen Nonnenkloster finb noch einige Mauerreste Schanden. Der Abstieg erfolgt auf einem gerounbe- n Pfab hinab nach Göbelnrob unb auf der Land-
Reisewinke.
3nef unbekannte England.
Eine in ber Zusammenfassung ihrer Ziele ungewöhnliche Reise bilbet bie in Kürze begmnenbe „Runb-um-Englanb-Fahrt" bes Dampfers „S t u 11* gart" bes Norbbeutschen Lloyb. Die Teilnehmer werben erfahren, daß England in vielen Teilen seiner Landschaft ganz anders ist als sie es sich vorgestellt haben. Da liegt wenige Kilometer von bem irischen Seebab Portrush entfernt eine in ber Welt fast einzig bastehende Sehenswurbigkeit, ber Giant's Caufeway, ber Riesenbamm, eine Ansammlung von Hunberttausenben von sechs bis acht Meter hohen Basaltsäulen, die sich über eine Länge von mehreren Kilometern erstrecken unb all- mählich im Meer verschwinben. Da führt von Liverpool aus ein Abstecher nach C h e st e r, bas einst eine römische Festung war. Die Eigentümlichkeit biefer Stabt bilden bie aus früher mittelalterlicher Zeit ftammenben Wälle. Sie ruhen auf ben romi- schen Funbamenten. Da trägt bas Auto bie Fcchrt- teilnehmer von Holyheab aus mitten burch bie Insel Anglesey, eine ber Hauptsitze ber allen Druiben, reich an Dolmen unb anberen vorgeschichtlichen Altertümern, lieber bie Hängebrücke von Menai geht es nach Carnarvon mit einer der imposantesten und besterhaltenen mittelalterlichen Burgen Europas. Dann wieder eine Fahrt von Plymouth nach Exeter, dessen Rathaus das al- teste öffentliche Gebäude Englands ist. Die Kathedrale Exeters ist ein beachtliches Beispiel für den
icuienbe Grillenzirpen.
N ber Naturschutzhcllbkisel Darß-Zingst, einer Schwester von Rügen, unb Hiddensee, klingt tu niber von geheimnisvollem Treiben im herbst- li'i) tunten Revier eines Gebietes, das Wisenten ii idklchen zur Heimat werden soll. Hier, wo unter I-Ntz-, Finken- unb Rotkehlchengesang Rothirsch, ^'chmrzsau, Reh, Dachs und Fuchs nächtens sWrengehen, erblüht ein unbeschreibliches Ge- hikiiMs von Tieren, bie man wohl ahnt, aber Hm nur sieht. Ilm so reizvoller ist das Erzählen th'-r Einheimischen in den umlagernden Stätten wie Hbfl, dem bekannten Bad unter Bäumen, dem oll Silometer langen Prerow, bas sich ganz in Girin gebückt hat unb seine allsommerlichen Gäste l’dwm unterzubringen weiß, unb bem malerischen, Wien und erfrischenb wirkenden Ahrenshoop O'i )«• mecklenburgischen Grenze, bas ben Str and Mrd) immer neue Buhnenbauten bewahrt, um die Hrtftidje, die winterliche See abzuwehren, bie es rnit diesem schmalen Bab nicht gut meint.
2uf Hiddensee steigen geisterhafte Schatten Q is Himmel unb Meer. Man trinkt Grog in Ätr und Bitte und Neuenborf. Dazu zieht Brat- kügg'-elbamps und Kiefernholzgualm bie Dorfgasse fyintb Das Erzählen beginnt, währenb bie Grillen ür 5 onzert aufführen unb bas Schilf im Rohr 3:Wlnb fächelt. Die Dahlien und Aftern.stehen tut glühenbe Fackeln im fterbenben Sommer, ihm zum Geleite bas schwere Feuer aus E^inersonnenzeiten, bis bie Welt verlischt, und “H-ifeln in Winterschlummer versinken.
lor-erft aber ist festliche Zeit! Rügen, Hibdensee uiie Schwestern Zingst unb Darß finb feierlich fl st-sst. Braun-rot-gold überwiegt alle düsteren ^DÜitmungen, wie im Park von Putbus, wo ’sM'O'iaenbäume aus Kalifornien und Javan und 2!hu-Bäume seltsame, unbekannte Wunder ihrer f1 iprr Heimat entwickeln und deutsche Eichen
..ibergedrängt als die Äaffeegäfte, auf zwei '»«tob. ,': : ’ ® kreisrunden Tanzflächen zu tanzen ver-
l. Was hätten wohl die Berliner und Berline- r _ — Kami W aaMaI wahm ft A T AM.
fröhlichen Bade aus, die verhaltene Stille des Mainauparks schlägt sie in ihren Bann, auf den Seeftraßen marschieren sie singend oder ziehen in langen Reihen zu Rad dahin. Das Herz lacht einem, wenn man in ben Gassen der alten Städte auf die frischen Jungen und Mädel stößt unb aus ihren Augen das Staunen über die schonen alten Dinge liest. Ganz ohne ein klein wenig Neid geht es leider nicht ab. Sie haben es gut. Sie dürfen nicht nur wandern, sie sollen, unb wie leicht wirb es ihnen gemacht! Eine Reihe prachtvoller Herbergen stehen im Seelanb bereit, die wandernde Jugend aufzunehmen und alle sind sie in hohem Maß landschastsverbunden. In Aach droben auf der Bergkuppe im alten Rathaus zum Beispiel, ober in Engen im alten Heimatmuseum unb um die Twielherberge von Singen lebt noch der ganze Hegau. Der Konstanzer Jugendturm ist nicht nur vollendet mit neuzeitlichen Einrichtungen versehen, sondern erhebt sich im Herzen des Seelands und versammelt um sich bie ganze Pracht ber brei Seen, ihrer wechselvollen Ufer und ber hohen Berge im ©üben. Das Bobenseeheim von lleberlingen am Seehang faßt in ben Rahmen der mächtigen Spiegelglasfenster den sonnigen Wundergarten bes Ueberlinger Sees zusammen zu wunbervollen Ge° mälben, unb in Riebetsweier bei Meersburg, hoch über bem See, sind die heißen Rebhänge um bie alten Schlösser der Fürstbischöfe nah. Auch Lindau unb Friebrichshafen haben ihre Herbergen, und am Hochrhein hält Gailingen sein Heim bereit. Der See ist nicht nur eine ungemein reiche Wander- landschaft, in der sich die Jugend noch frei bewegen kann, bas Seelanb ist durch seine zahlreichen prächtigen Herbergen der Jugend auch vollkommen erschlossen. Von Herberge zu Herberge wandernd lernen die jungen Menschen das Seeland in allen feinen Teilen vollkommen kennen und sicherlich auch lieben als einen der schönsten Teile unserer deut- Höll.
leuchtender Fahnen und Lichter.
Was ist Berlin? Berlin ist das Ganze! Lebendige Vielfalt im Wechsel der Zeit, gewunden zum leuchtenden, strahlenden Kranze sich ewig erneuernder Wirklichkeit.
Das ist Berlin!
tihofes begrüßen drei gewaltige Freskomalereien, breiten Wände ausfüllend, den Gast ber alten jtl'tabt. In zarten Pastellfarben zeigen diese igen Karten Stralsund selbst und bie rings= liegende, bem Meer vermählte Lanbschaft: en, Hiddensee, Darß-Zingst; Eilande, zu denen alte Stralsund Brücke, Sprungbrett und Stamm- rtier bildet. Und während weiter noch ber Weg den Sund, den Rügenbamm, über Saßnitz, eft und freies Baltisches Meer in die ständischen Länder führt, gilt ein herbstliches Ver- jlen den September- unb Oktober-Inseln, bie erst L wenn ber Hauptfrembenftrom abgeebbt ist, schönsten Reize von Walb, Sonne, See unb
Wanderfahrten.
Treis — lotenberg — WMrauch — Staufenberg — f ollar.
Wir fahren über Lollar nach dem anmutig im Lumdatal gelegenen Treis mit einem von Milch- lingfchen Burgfitz. Am Ausgang des Ortes weift uns eine Tafel hinauf zum 356 Meter hohen Totenberg, einer altgermanischen Kultstätte. Auf bem Givfel bietet sich eine prächtige Fernsicht bis zu ben Höhen bes Taunus, des Hinterlandes unb ben Lahnbergen um Marburg. Hier oben treffen wir rote Punkte, bie uns bis zum Schluffe begleiten. Ver- lchiebene Markierungen, wie rote Striche, Hessischer Rennweg unb Stubentenpfad überquerend, kommen wir durch ben ausgebehnten einsamen Walbbittrikt Maistrauch. Etwas abseits unseres Wegezeichens liegt mitten im Feld, von zwei Bäumen flankiert, das Heideköniasgrab mit einem beschrifteten Denkmalstein. Das Zeichen führt uns weiter nach Staufenberg, wo wir ber Burg einen Besuch abftatten und vom Turm der oberen Anlage den herrlichen Rundblick genießen. Auf aussichtreicher Straße steigen wir abwärts nach unterem Endziel Lollar, das wir nach insgesamt vierstündiger Wanderung er- reichen.
Gießen — Fernewald — Oppenrod — Reiskirchen — Winnerod — Wirberg — Grünberg.
Auf bekannten Wegen wandern wir nach unserem Nachbardorf Annerod. Bei der Kirche stoßen wir auf gelbe Striche, denen wir nachgehen. Bei den lebten Häusern weilt uns das Zeichen über freies Feld hinüber zum Femewald, wo wir blaue Punkte antreffen, bie uns auf einsamen Walbwegen weiterleiten. Nach einiger Zeit weist uns eine Tafel ohne Zeichen hinüber nach Ovpenrob. Ein breiter Weg führt uns von hier zur Grünberger Straße, auf ber wir später an ben ersten Häusern von Reiskirchen vorbei nach Winnerob weitergehen. Hier treffen wir die von Gießen kommende blaue ^reiecksmarkierung, bie uns bis zum Schluffe das Geleite gibt. Auf wenig
QBilbgrti.na kegehalt eine -- szeitsund m ile. auf der enn |$ war. Ts haM ELucht reibeahren, M - tuMj
XJUl LUU[ UCl Cll0U|LC^CIl, LVtllll --------
fpätcr ber Frühbetrieb bes Berliner Zentralmarktes allem Festtrubel zum Trotz wieber einsetzt. Ja — bas ist Berlin! Hier Werktagsarbeit am Sonn- tagabenb — bort wenige Straßen weiter ber immer noch anschwellenbe Jubel im Anblick hellangestrahlter Türme unb Bauten unb mitten in einem Meer
zhrenb so Berlin sein 700jähriges Jubiläum ^er Beschwingtheit genießt, rastet ber uner- che Alltag ber Reichshauptstabt keineswegs.
i es zu wollen, wirb man besten Zeuge, als n äch — um bie neunte Abenbstunde bes ersten I v-----------v , .
Ifcnntags — des vielen Sehens und Staunens 1 dem durch die geschäftige Kette nimmermüder
Hieroglyphen aus einem Jahrtausend rügenscher Geschichte in den herbstlichen, purpurnen Himmel malen.
Zwischen Bodden und Wieken entfaltet sich noch einmal vor dem winterlichen Sterben alle Pracht, alles Prangen sommerlicher Inseln, die bem Herbst entgegensterben. Lietzow, zwischen den Jnnenwassern, kann auf die bezauberndsten Sonnen auf- unb -Untergänge Hinweisen, die mit den Mondlicht- Sonaten wetteifern. Es sind Lichtereignisse unb Luft-Sensationen, Beleuchtungseffekte der großen Bühne Natur.
Einsam ist jetzt die Schaabe, die von Glowe, diesem kleinen, netten unb gemütlichen Bad, als eine lange Zunge aus Wald unb Stranb bis nach Breege-Juliusruh reicht. Ueberall herbstliches Leuchten, unvergeßlicher Duft aus Herbe, sterbendem Laub, quellendem Moos.
Herbstliche Inseln! Sie laden noch zum Baden ein, zum Schwelgen in Farben und weihevoller Einsamkeit an See unb Seen, in Dörfern und Städten wie Bergen, ber hohen Resibenz, und Garz, ber Durchgangsstätte. Greifswald aber nehme den herbstlichen Wanderer auf zu einem Abend in studentischer Kneipe, an stillen Ryk-Ufern ober im festlichen Prunk seiner ewig gastlichen Straßen unb Märkte. Die Hansestadt möge die herbstliche Jnsel- wanderung beschließen.
ein wenig müde • jenseits bes Alexanderplatzes zuwenbet. Der ein Same Schritt bes etwas erschöpften Festwanberers hallt von ben buntlen, eintönigen Häuserfronten wiber. Nichts rührt sich in diesen schlafenden Straßen rings um bie Zentralmarkthalle, benn es ist Sonntag. Unb boch! Jnbem man (durch bie Dirk- senstraße) hart an ben Stabtbahnbögen entlang bem Bahnhof „Börse" zustrebt, erblickt man — kaum will man es glauben — einen „Giganten ber Landstraße", einen jener schweren Lastkraftwagen mit Anhänger, bie ben Verkehr zwischen Stabt unb Lanb vermitteln. Man tritt an ben Wagen heran unb liest im Schein einer matten Straßenlaterne ben Namen ber märkischen Obststadt Werber an
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