Einzelbild herunterladen

ien zahl-

London stellt gute Aussichten für Verständigung lest

s m e i st e r n kann.

e

Kübrermarke mit lleberdruck zum Reichsparieitag.

B e r l in, 20. August. (DNB.) Zum diesjährigen Relchsparteitag läßt die Deutsche Reichspost die 6-Reichspfennig-Marken des Führerblocks in der Umrahmung mit einem U e b e r d r u ck in schwarzer FarbeReichsparteitag Nürnberg 1937" versehen. Der Block wird wieder so durchaeschlikt fern, daß die Marken auch einzeln zum Preise von 25 Rpf. abgegeben werden können- der Zuschlagserlös von 19 Rpf. soll wieder dem Fonds des Führers zur Erfüllung kultureller Aufgaben zufließen. Die Marken werden vom 6. September an von den Postanstalten abgegeben. Gefälligkeits­stempelungen des ganzen Blocks oder einzelner Marken find zulässig, doch dürfen mehrere verschie­dene Stempel auf einem Markenblock nicht abge­druckt werden. ö

reiaje nemere cylneplcye Abteilungen ein, die gegen die Japaner einen Kleinkrieg eröffnet hatten. Die Japaner meldeten nach mehrstündigem Kampfe, daß das Häuserviertel längs des Wangpu-Flusses gesäubert und die verkehrswichtiqe ÄangÜepu- Straße wieder sicher sei.

Mittelmeerlcinder voraus: eine Forderung, der man englischerseils nicht zustimmen könne.

Die rechtskonservativeM o r n i n g P o st" sagt, England befinde sich jetzt wieder einmal a u f d e m Scheideweg in seinen Beziehungen zu Italien. Es wäre tragisch, wenn England wieder einmal diese neue Gelegenheit verpassen würde. Abessinien liege als Hauptmißoerständnis zwischen den beiden Ländern. Diese Dinge zu bereinigen sei in der näch­sten Woche Gelegenheit gegeben. Mussolini habe die ganze Angelegenheit für England um so leichter

Paris, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Rede Mussolinis findet in der Pariser Presse einen gün­stigen Widerhall, wenn man die marxistischen Blät­ter ausnimmt. Die übrige Pariser Presse unter­streicht jedoch die Bemühungen Mussolinis, zu einer allgemeinen europäischen Entspannung zu gelangen und spricht die Hoffnung aus, daß die zukünftige Entwicklung der politischen Lage in Eu­ropa in ihren großen Zügen den von Mussolini geäußerten Wünschen entsprechen werde.

Rom, 20. Aug. (DNB.) Als Abschluß seiner Si­zilienreise hat Mussolini, mit stürmischem Bei­fall als Begründer des Imperiums begrüßt, i n Palermo vor einer nach Hunderttausenden zäh­lenden Menschenmenge eine Rede gehalten, in deren ersten Teil er unter tosender Zustimmung erklärte, daß auf Sizilien niemals auch nur ein einziger fremder Soldat landen werde. Bon jetzt an sollten die Energien des Staates mit größter Intensität für Siz-ilien eingesetzt werden, da es der geogra­phische Mittelpunkt des Imperiums fei. Den zweiten außenpolitischen Teil begann Mus­solini mit der ErklärungAlle müssen sich jetzt überzeugen, daß das faschistische Italien eine kon­krete Politik des Friedens durchführen will.Italien wolle feine Beziehungen zu allen Nationen, vor allem aber zu den Nachbar- staaten verbessern. Es könne kein Zweifel dar­über bestehen, daßdieBeziehungenzuSüd- slawien sich gebessert hätten Die Beziehungen zu Oe st erreich und Ungarn hätten sich be­sonders auf der Höhe der wirtschaftlichen Krise als höchst wirksam erwiesen. Die Beziehungen Italiens zur Schweiz seien mehr als freundschaftlich. Die Beziehungen zu Frankreich wären sicher besser, wenn man in Frankreich in einigen ziem­lich maßgebenden Kreisen nicht abgöttisch auf die Genfer Id oleeinge stellt wäre und wenn es in Frankreich nicht auch jene anderen Strömun­gen geben würde, die seit 15 Jahren mit einer Hartnäckigkeit, die einer besseren Sache wert wäre, von Tag zu Tag auf den Sturz des fasch i- stischen Regimes warten.

Bon den Landgrenzen zu den See- und kolonia­len Grenzen übergehend, fuhr Mussolini fort, tref­fen wir mit Großbritannien zusammen. Ich sage: Wir treffen zusammen; und ich bitte jene, die im Begriff stehen, meine Rede zu über­setzen oder zu verdrehen, die gebührende Unterschei­dung zwischen Begegnung und Zusammenstoß zu machen.

verdunkelt worden. Das faschistische und imperiale Italien sei eine starke und unantastbare Realität. Zu dieser Erkenntnis zurückzukehren, heiße auch die Atmosphäre klären, in der die Beziehungen mit den beiden großen Westmächten nach gemeinsamen Grundsätzen auf lange Sicht geregelt werden könn­ten. Das Einvernehmen, das zwischen Rom und London wiederhergestellt werde, werde von dem klaren Gefühl der neuen materiellen und geistigen Stärke Italiens bedingt werden. Die wirksamsten Verträge würden zwischen den Nationen abgeschlos- sen, die sich gegenseitig zu achten und auch zu fürchten wüßten. Solche Verträge kämen auf dem Boden der Vernunft und der In­teressen zustande, und blieben nicht nur wertlose Sammlungsstücke.

Japan landet Verstärkungen in Schanghai.

DieEpoque" stellt ebenfalls fest, daß der Duce sowohl gegenüber Frankreich wie auch gegenüber England liebenswürdige Worte gefunden habe, die von einem aufrichtigen Gei st der Ver­söhnung getragen gewesen seien. Es sei ge-

gemacht, als er nicht einmal eine formale Aner- kennung des Imperiums verlange, sondern lediglich die Anerkennung fordere, daß'die frühere abessi­nische Regierung nicht mehr existiere. Das sei eine vernünftige Forderung, der England stattgeben solle.

Wichtiger aber fei, daß man in beiden Landern in Schrift und Wort sich endlich eine gewisse Zurückhaltung auferlege, be­sonders in England. Gewisse englische Fana­tiker schienen immer noch nicht zu verstehen, daß der Friede zum guten Teil von Impon­derabilien abhänge. Es sei eine bedauerliche Angewohnheit gewisser Leute in England, andere Nationen von einer hohen moralischen Warte herab zu beur­teilen, eine Angewohnheit, die die Engländer allseits zu hochnäsigen Nörglern geslempell habe.

London, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Rede Mussolinis findet in der englischen Presse große Beachtung. Der der Regierung nahestehende Daily Telegraph" meint, wenn bewiesen werden könne, daß weder auf Seiten Englands noch auf Seiten Italiens irgend welche bedrohenden Ab­sichten für die Interessen des anderen bestünden, könnten alle Fragen zwischen den beiden Ländern ohne große Schwierigkeit in Uebereinstimmung ge­bracht werden. Das sei die Ansicht des britischen Ministerpräsidenten, und in London habe man den Eindruck, daß die Rede Mussolinis ähnliche Gedan­kengänge aufweise. Gleichzeitig begrüße man die Erklärung, daß Italien den Wunsch hege, zur Auf­rechterhaltung des Friedens beizutragen.

Zu dem Hinweis aber, Italien werde nicht er­lauben, daß der Bolschewismus sich im INittelmeer fe st seht, äußert das Blatt, nach englischer Ansicht müsse eine solche Angelegenheit von jedem Lande für sich selb st entschieden werden. Die ka­tegorische Erklärung des Duce sehe das Recht einer politischen Kontrolle über

Wenn man die Ausführungen Mussolinis auf­merksam prüfe, so schreibt derJour", so müsse man den Wunsch nach einer Zusammen­arbeit feststellen. Der italienische Regierungschef habe von den französisch-italienischen Beziehungen in einer Form gesprochen, die keineswegs heraus­fordernd fei. Seit dem Abkommen vom Januar 1935 trenne die beiden Länder keine Streitfrage

mehr. Es handele sich lediglich um eine Ver­besserung der Atmosphäre. Mussolini habe die Wiederaufnahme der Fühlung erleichtert, indem er erklärte, vom Völkerbunde nicht die An­erkennung der Eroberung Abessiniens zu erwarten, sondern lediglich die Anerkennung einer gegebenen Tatsache, nämlich des Todes des abessinischen Kaiserreiches. Der Duce habe ferner mit Recht die Verwirrungen unterstrichen, die im Mittelmeer durch Sowjetrußland geschaffen wurden und man müsse vor allem feiner Erklärung Aufmerksamkeit schenken, daß er eine Festsetzung des Bolschewismus am Mittelmeer nicht dulden werde.

allen anderen Völkern guten Willens die Hand hin­halte, habe er mit feinen Worten in überzeugender Weife nochmals den Beweis für die Unantast­barkeit der italienisch - deutschen Der st ä n b i g u n g gegeben.

3.- Die Klarheit und Sicherheit im Mittelmeer, über dem endgültig alles ver­schwinden müsse, was mit den Methoden des Um­sturzes die ruhige Arbeit so vieler europäischer Kulturnationen und die Freiheit eines Seeweges bedrohe, der den großen Weltreichen für ihre Kul­tur- und Friedensaufgabe offen stehe.

Die Beziehungen Italiens mit Frankreich und England seien nicht etwa durch Gegensätze, sondern durch unzulängliches Verständnis des Wesens und des Willens des faschistischen Italiens

Mussolinis Friedensappell an alle Well.

//Zwischen Italien und Deutschland besteht eine wirksame Solidarität."

Wenn ich mir die beiden letzten Iahre unserer Beziehungen mit London überlege, so komme ich zu dem Schluß, daß im Grunde genommen ein großer Mangel an Verständnis vorliegt. Die englische öffentliche Meinung ist hängen geblieben an dem alten Begriff des pittoresken Italien, den ich haste. Man kennt noch nicht dieses junge sehr starke und entschlossene Italien. Mit der Vereinbarung vom Januar war eine Klärung der Lage einge­treten. Dann kamen neue bedauerliche Episoden, an die zu erinnern, nutzlos wäre, heute muh der Horizont geklärt werden. In Anbetracht der Gemeinsamkeit der Kolonialgren- z e n glaube ich, daß man zu einer dauern­den und endgültigen Aussöhnung zwischen dem Weg und dem Leben kommen kann.

So ist Italien bereit, seine Mitarbeit zu allen Problemen zu geben, die die europäische Politik angehen Man muß jedoch einige Realitäten in Rechnung stellen. Die erste dieser Realitäten ist das Imperium Man hat gesagt, daß wir eine Anerkennung des Völkerbundes Mün­chen: Das ist falsch. Wir bitten die Standesbeamten von Genf nicht darum, die Geburt zu registrieren. Wir glauben jedoch, daß der Augenblick gekommen ist, um einen Todesfall zu registrieren Seit 16 Monaten liegt ein Toter da; wenn ihr ihn nicht aus Gründen politischer Ernsthaftigkeit begraben wollt, so begrabt ihn doch einfach aus Gründen der höheren Hygiene. Wenngleich mir nicht übermäßiger Milde gegenüber Genf verdächtigt werden können, o sagen wir doch, daß es überflüssig ist, zu den zahllosen Spaltungen, die jenen Organismus be- allen haben, eine weitere Spaltung zwischen denen eintreten zu lassen, die das Römische Imperium anerkannt haben und jenen, die es nicht anerkannt haben.

Eine weitere Realität, die in Rechnung gestellt werden muß, erklärte der Duce, ist das, was man heute gemeinhin die Achse Ber­lin-Rom nennt. Man kommt nicht nach Rom, indem man Berlin ignoriert oder gegen Berlin ist, und man kommt nicht nach Berlin, indem man Rom ignoriert oder gegen Rom ist. Zwischen den beiden Regimen besteht eine wirksame Solidarität. Ihr ver­steht, wenn ich sage, daß eine wirksame Solidarität vorhanden ist. And wenn ich sage wirksam, so versteht ihr. was ich damit sagen will.

Der Konflikt Lissabon-Prag.

Scharfe Angriffe der Opposition gegen die Präger Regierung.

.Ach habe in der kategorischen Weise erklärt, daß wir im Mittelmeer den Bolschewismus oder irgend etwas Aehnliches n i ch t d u l d e n wer­den. Wann wird im Mittelmeer diese Störung be­seitigt werden, diese Störung, die den Krieg he'rauf- beschwört? Ich möchte meine Rede mit einem Friedensappell an alle Länder abschlie­ßen, an alle Länder, deren Küsten von diesem Meer bespült werden, wo drei Kontinente ihre Kul­tur zusammenkommen ließen. Wir hoffen, daß dieser Appell Gehör finde. Wenn dem nicht so wäre so sind wir vollkommen ruhig, da das faschistische Ita­lien derartige geistige und materielle Kräfte besitzt, daß es jedem Schicksal entgegentreten und------

Freundlicher Widerhall in Paris.

Mussolinis Rede hat zur internationalen Entspannung beigetragen.

Sm 22. 1-rH it Seit fu

ihrelang Di titel W; ils der sich

Die Kreisobmcinnertagung der DA!?

®r.9 Vogelsang, 20. Aug. (DNB.) Haupt- menstleiter Schmeer sprach auf der Ordensburg Vogelsang vor 800 Kreisobmännern der DAF. über Entwicklung und Aufgabengebiete der Deutschen Arbeitsfront. Da die Menschenführung Primat der Partei allein sei, müsse die Bewegung verlangen, daß ,ede Organisation, die Menschen fuhrt, nur von

52aWa^ten geleitet werde. Sozialpolitik und Wirtschaft seien zwei Dinge, die nicht getrennt roerben konnten. Währenb es bie Aufgabe der Wirt- schast fei, zu produzieren, fei es die der Sozial­politik, über die Verteilung der Produk­tion zu wachen. Aufgabe der Deutschen Arbeits­front aber sei es, das Programm der Partei auf dem Sondergebiet der Sozialpolitik zu verwirk- *!*=" wi- Dr Ley es non Mnfanq an festge- fteUt habe, tonne die Lösung der sozialen Fragen nur vom Betrieb aus kommen; aus dieser Einheit heraus aber habe die DAF. immer die Betriebsgemeinschaften in den Vorder­grund gestellt. Betriebsführer und Gefolgschaft mußten eine unlösliche Einheit sein, um gemeinsam die Erfüllung des Vierjahresplans zu gewährleisten

fe fe

geführt habe. Sie beschränke sich vielmehr auf bie einfache Feststellung, daß man nicht habe liefern können. Hier stehe konkrete Behauptung gegen ko» trete Behauptung.

Wie tiefgehend bereits bie Meinungsverschieben- ijeiten auf ber tschechischen Seite finb, erhellt auch daraus, baß z. B. basPrazsky List", ein viel­gelesenes Prager Abenbblatt, ben Außenminister selbst in Schutz nimmt unb bie Schulb auf einen hohen Beamten bes Außenministeriums schiebt, ber ben auf Urlaub befindlichen Außenminister zur Zeit vertritt.

Die tschechisch-nationale oppositionelleNarobny Listy" verlangt vom Ministerpräsibenten strenge Untersuchung und ebenso strenge Bestrafung des Schuldigen. Der Chef der politischen Abteilung des Ministeriums habe sich wahrscheinlich die Sym- pathie Moskaus sichern wollen unb habe deshalb bie Interessen ber Republik nicht beachtet, bie baburch in eine sehr peinliche Lage geraten sei.

Moskauer Winkelzüge.

Moskau, 20. Aug. (DNB.) Den Abbruch ber Beziehungen zwischen Portugal und ber Tscheche- stowakei nimmt bie Sowjetpresse zum Anlaß, um heftige Angriffe gegen bie portugiesische Regierung du richten. DieJswestija" behauptet, ohne auch

die eigenen Kräfte zur Verteibigung bes Empire einzusetzen, statt alles vom Mutterlanbe zu erwar­ten. England hat sich zudem als dringlichste Auf­gabe gesetzt, seine Mittelmeerinteressen zu klären, wozu nach dem Abessinienkonflikt das Nächstliegende ist, bas Verhältnis zu Italien auf eine neue Grunb- lage zu stellen. Trotz verheißungsvoller Prälimina­rien ist hier alles noch im Fluß. Auch Spanien be­lastet bie englische Politik, so baß für bas britische Reich bie Frage einer Einmischung in bie ost- asiiatischen Wirren wohl verhältnismäßig schnell beantwortet worben ist. Unb bie Vereinigten Staaten haben, abgesehen von Roosevelts Kamps um bie innerpolitische Neuorientierung, außenpoli­tisch sich mit großer Entschiebenheit auf einen Kurs ber völligen Uninteressiertheit an nichtamerikani- schen Dingen festgelegt, aber um so nachbrücklicher ifyre Solidarität mit ben südamerikanischen Repu­bliken dokumentiert. Amerika und England müssen sich auch die Frage oorlegen, ob es, auf längere Sicht gesehen, klug von ihnen wäre, ben Japanern auf bem asiatischen Festland eine Rohstoffbasis und einen Absatzmarkt zu versagen, die sie dann not­gedrungen sich in anderen Gebieten des pazifischen Raumes sichern müßten. Heute schon geht ein brei­ter Strom japanischer Auswanderer nach Süden über die Inselwelt nach Australien und Süd­amerika. Eine Forcierung dieser Ausdehnung nach Süden müßte für England sowohl wie für die Vereinigten Staaten weit unbequemer sein. Das soll nun nicht heißen, als ob England und Amerika ihre großen politischen und wirtschaftlichen Inter- . essen in China ohne weiteres den Japanern über­lassen würden. England hat bereits Entschädi- 1 gungsansprüche angemeldet für die Verluste, die ihm 1 aus dem Krieg in Schanghai erwachsen, und es ist 1 anzunehmen, daß beide Mächte, wenn auch ihr 1 Vermittlungsversuch im Augenblick gescheitert ist, l Zu gegebener Zeit ihn ähnlich wie 1932 wiederholen werden. Vorerst aber scheint es nicht so, als ob 1 ber Kriegsgott in Ostasien sobald bas Feld räumen I werde. Dr. Fr. W. L.

Schanghai, 20. Aug. (DNB.) Die Japaner landeten am Freitag an der Nangtsemün- d u n g zahlreiche Verstärkungen, Die auf fünf gro­ßen Transportschiffen angekommen waren. Die Verstärkungen griffen sofort in die Straßenkämpse ein unb säuberten mehrere Bezirke von den eingebrungenen chinesischen Truppen. Die Transportschiffe übernahmen nach ber Ausschiffung ber Truppen Flüchtlinge unb liefen sofort roieber aus. Auch die Aktionen ber beiberfeitigen Luft­flotten würben am Freitag fortgesetzt. Die japa­nischen Kriegsschiffe auf bem Wangpu-Fluß griffen ebenfalls in die Kampfhandlungen ein. Gewaltige Feuersäulen geben davon Kunde, daß in der Stadt an verschiedenen Stellen riesige Brände entstanden sind. In ihrem Schein leiteten die Japaner Freitag abend eine große Säuberungsaktion gege reiche kleinere chinesische Abteilungen ein, bi

Prag, 20. Aug. (DNB.) In bem biplomatischen Konflikt zwischen Portugal unb ber Tschechoslowakei will bie Presse lediglich einen Reflex ber weltpoli­tischen Gegensätze erblicken unb versucht, der im Auslanbe verbreiteten Ansicht entgegenzutreten, baß dieser Konflikt unter dem Einfluß einer dritten Macht erfolgt fei. DieNarodny Politika" schreibt, daß die Prager Regierung auch weiterhin auf dem Grundsatz der strengen Nichtein­mischung in Spanien beharre. DasCesko Slowo" meint, bie Behauptungen Portugals stellten einen Versuch bar, einem rein geschäftlichen Konflikt po- litischen Charakter zu verleihen. DasPrager Tag­blatt" sagt, ber jüngste Zwischenfall lasse von neuem erkennen, baß bieum Neutralität bemühte Tsche­choslowakei noch immer bas Ziel biplomatischer Attacken bilbe". Die oppositionelle Presse spricht ihr Erstaunen über die Methoden des Prager Außenministeriums gegenüber der eigenendemo­kratischen Öffentlichkeit" aus. So weist ber acrra« rischeVenkow" barfluf hin, baß bie Nachricht in Prag zuletzt bekannt würbe. Zwischen ber tschecho­slowakischen unb ber portugiesischen Erklärung be= stehe nach Meinung bes Blattes ein sachlicher Wi- berfprud). Die Prager Regierung reagiere nicht auf hie Behauptung Lissabons, baß bie Tschechoslowakei als Grunb für bie Lieferungsverweigerung bie Be­stimmungen bes Nichteinmischungsausschusses an»

wiß, baß nichts befonberes Frankreich von Italien trenne. Nur ber abessinische Krieg unb bie spanischen Ereignisse hätten beide ßänber voneinanber ent­fernt. Mussolini habe nicht unrecht, wenn er be­haupte, baß es in Frankreich noch Leute gebe, bie ben Sturz bes faschistischen Regimes erhofften. Die Mehrheit bes französischen Volkes wünsche aber nichts sehnlicher als wahrhaft herzliche Beziehun­gen zwischen ben beiben Länbern.

Der römische Sonberberichterstatter desMatin" stellt fest, daß die Rede des Duce vom Anfang bis zum Ende von dem Wunsch zur Versöh­nung beseelt gewesen sei. Dieser Wunsch ende mit einem klaren und allgemeinen Aufruf zum Frieden und nehme auf die militärische Stärke Italiens nur Bezug, um damit den Wert des Friedens und die Bedeutung des Wiederaufbau­werkes zu unterstreichen. Wenn Mussolini erklärt habe, daß zwischen Frankreich und Italien nichts bestehe, was zur Dramatisierung Anlaß geben könne, so sei bas schon sehr viel. Denn in Wirklich­keit sei eigentlich nichts eingetreten, was zur Ver­besserung ber Lage zwischen ben beiden Ländern feit ber Rebe bes Duce vom 1. November in Mai- lanb beigetragen habe. Damals habe er noch er­klärt, baß bie Beziehungen zu Frankreich solange kühl bleiben müßten, wie bie französische Regie­rung in ihren Ansichten beharre. Obgleich seither keine Aenberung eingetreten sei, habe sich Mussolini bemüht, sein Urteil zurückzuhalten, um alle Türen offen zu lassen. DasPetit Journal" legt befonberen Nachbruck auf bie Warnung bie Mussolini hinsichtlich einer Festsetzung 'bes Bolschewismus am Mittelmeer erteilte. Es hanbele sich um eine Warnung an bie- innigen, bie große Kolonien besäßen, in benen bie Sowjets ihre Propaganbatätigkeit burchführten.

Die Voraussetzungen einer Zusammenarbeit.

Ro m, 21 Aug (DNB., Aus der gestrigen Rede Mussolinis hebt Giornale b'Jtalia besonders ben 6 rlebensappell an alle Völker bes

1 ttelmee r s hervor. Der feste Friebenswille Mussolinis entstamme nicht bem Dunstkreis eines kriegerischen Pazifismus, fonbern ber konkreten Er­kenntnis ber Lebensnotwenbigkeiten ber Kultur­völker. Für bie politische, wirtschaftliche unb soziale Zusammenarbeit, bie Italien anbiete, müßten aller­dings b r e i Punkte festgelegt werben:

1. Internationale Annahme bes italieni­schen Imperiums nicht nur als Tatsache, fonbern auch a l s Rechtsnorm.

2. Die Annahme ber Achse Rom Berlin als Grunbelement für bie Verstänbi - gung unb Zusammenarbeit ber Völ- fer Europas. Schon oft sei barauf hingewiesen worben, baß biefe Achse keine Trennungs- wanb zwischen Italien unb ben übrigen Länbern aufrichte. Im gleichen Augenblick, in bem Mussolini.

ß^Oflialisch e

^-hervor As1 tiüri «Sie« Kch ochdein a" H n'iimmMi * »»# ^willig!-

Mn ermiefe. Ur System Der Fachmi ninifterium lanb in be lerauf anf ehren. Es iii nennen, letten, bie l'ntrumsmi rchstablick t^eroiefer htriiger get Dir t, ber Swninijti Mk unb i i'l mar von

Ru gs Arzt in S tarn, un ^chte bes hi& ist rtnifter bes 'W mit qnen, ab< ?n, w e I Wlung n ien M 'M

I Ungern, I > eine

I

5'601)1 ZS S»« Hl I Sn d Schaft q AU>az $

Traf ft w

s

DieDaily Mail" Lorb Rotherrneres schreibt, es sei höchste Zeit, daß man in England endlich das neue Italien verstehe. Die italienischen Legionen auf der Seite von General Francos be­wiesen, daß sie der besten Tradition einer kämp­fenden Nation würdig seien. Gewisse englische Zeitungen hätten Gelegenheit, jetzt frühere Fehler wieder gutzumachen und müßten die Anständig- keit besitzen, alles zurückzunehmen, was sie im Zu- fammenhang mit dem unbedeutenden Fehlschlag an ber Guadalayara-Front gegen Italien gesagt hätten. Ihre Kommentare dazu hätten sich als ebenso leerer Wahn herausgestellt, wie die Greuelmärchen über Guernica.

$

G

e Ä e O *