Letzter Oberhessischer provinzial-Feuerwehrtag.
* Büdingen, 21. Juni. Zum vergangenen Wochenende stand Büdingen im Zeichen der ober- hessischen Freiwilligen Feuerwehren. Straßen und Hauser waren mit den Fahnen des Dritten Reiches geschmückt. Schon am Samstag um die Mittagsstunde bestimmten die blauen Uniformen das Stra- ßenbild der Stadt. Die Kommandanten der oberhessischen Wehren waren gekommen, um am 2 9. Oberhessischen Feuerwehrtag — dem letzten seiner Art — teilzunehmen. Die Tagung fand im „Fürstenhof" statt. Der geräumige Saal des Hotels war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Landesfeuerwehrführer Müller- Mainz mit seinen Mitarbeitern den Saal betrat und herzlich begrüßt würbe. Herzliche Worte der Begrüßung fand der Führer der Feuerwehren des Kreises Büdingen, Kamerad Klein- Büdingen, ferner der Kreisdirektor Dr. Becker, der in feiner Weife den hohen ethischen Wert des Einsatzes der Feuerwehren für die Volksgemeinschaft herausstellte. Nach ebenfalls kurzen Begrüßungsworten durch den Landesfeuerwehrführer hielt Hauptbrandmeister Klein-Büdingen, einen Vortrag über die geschichtliche Entwicklung des Feuerwehrwesens in unserem Vaterlande. Er führte im Geiste durch die Jahrhunderte und schilderte das Bemühen in Stadt und Land um die Bekämpfung der Feuersgefahr. Alle Unzulänglichkeiten des Feuerlöschwesens in der Vergangenheit streifend, lenkte der Redner zum Schluß den Blick auf die ausgebaute und hochentwickelte Feuerlöschtechnik der Gegenwart.
Vorbildliche oberhessische Freiwillige Feuerwehren...
Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete Kreisfeuerwehrführer Kamerad Bouffier-Gießen über die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehren in Oberhessen. Er erfaßte dabei den Zeitraum von drei Jahren und die Entwicklung wie sie sich ergab, seit dem letzten vorhergegangenen Pro- vin^ial-Feuerwehrtag im Jahre 1934 zu Bad-Nau- Heim. Der Feuerwehrtag in Bad-Nauheim habe, so führte er u. q. aus, die oberhessischen Feuerwehren am Anfang einer Entwicklung gesehen, die im Lande Preußen bereits feste Formen gewonnen hatte. Die Organisation des Feuerwehr- und Löschwesen habe sich dieser rein preußischen Entwicklung mehr und mehr zugewandt. Dies insbesondere im Interesse einer einheitlichen Entwicklung im ganzen Deutschen Reich! Für die Zukunft sei es die Aufgabe der Kreisverbände und des Landesverbandes Hessischer Freiwilliger Feuerwehren, über die nationalsozialistische Haltung der Wehren zu wachen und die Erfüllung der ihnen gestellten Aufgaben zu fördern.
Sodann berichtete der Redner über die Arbeit der Kreisverbände (Gießen, Friedberg, Büdingen, Schotten, Alsfeld und Lauterbach) und stellte heraus, daß in den sechs Kreisen in den vergangenen Jahren eine mustergültige Arbeit geleistet worden sei.
Seil dem Provinzialfeuerwehrlag in Vad-Rau- h«im feien in Oberheffen nichl weniger denn 5 6 Ireiwilige Feuerwehren neu gegründet worden, so daß der Provinzverband Oberheffen bis zu feiner im April dieses Jahres erfolgten Auflösung insgesamt 2 4 8 Freiwillige Feuerwehren zählte. Der Milgliederstand stieg auf 14 721 Mitglieder, einschließlich der Attersabtettung. .
Passive und Ehrenmitglieder sind in dieser Zahl nicht enthalten. In der Form der Auszeichnung verdienter Kameraden sei seit dem Jahre 1935 ein Wandel eingetreten. Die einzelnen Länder verleihen keine Ehrenzeichen mehr, an deren Stelle sei die staatliche Dienstauszeichnung, das Reichs
feuerwehr-Ehrenzeichen getreten, das über die Landesregierungen vom Reiche verliehen werde.
Während der Berichtszeit habe eine stattliche Anzahl von Wehren aus ein langjähriges Bestehen zurückblicken können. Unter ihnen seien hier die beiden Gießener Wehren (Freiwillige Feuerwehr und Gailsche Feuerwehr) zu nennen, die auf ein 8 5 j ä h r i g e s B e st e h e n zurückblicken konnten.
An Bränden waren in den verflossenen drei Jahren insgesamt und soweit sie erfaßt werden konnten, 2 4 0 zu bekämpfen Die Bekämpfung sei durchweg in einwandfreier Weise geschehen. Leider aber habe die Unfallstatistik eine a n st eigen d e Kurve aufzuweisen. Immer wieder müsse von den Freiwilligen und den Pflichtfeuerwehren verlangt werden, daß verbotene Uebungen unterlassen würden. Insbesondere sei äußerste Vorsicht bei der Arbeit in der Nähe von Starkstromleitungen geboten. Im übrigen könne gesagt werden, daß den Wehren eine vorzügliche Ausbildung zuteil geworden sei. Die Kameraden seien an den Geräten gut geschult und eine ganze Anzahl wisse mit den modernsten Fahrzeugen geschickt umzugehen. Dank der Unterstützung der Hessischen Brandversicherungskammer sei es möglich gewesen, die Aus- rüstung der Freiwilligen Feuerwehr sehr zu vervollständigen. Auch viele Gemeinden ließen es trotz mancher finanzieller Schwierigkeiten nicht an der nötigen Förderung fehlen. Man könne heute ohne jegliche Uebertreibung sagen, daß Oberhessens Feuerwehren an der Spitze im Landesverband marschierten.
Seit dem letzten Prooinzialtag sei. so fuhr der Redner fort, die Anschaffung von Motorspritzen außerordentlich stark gewesen.
Insgesamt seien in Oberheffen 56 Motorspritzen in Bereitschaft. Auf die einzelnen Kreise verleiten sich die Motorspritzen wie folgt: Gießen 16, Friedberg 15, Büdingen 9, Lauterbach 6, Schotten 5 und Alsfeld 5 Motorspritzen.
Die Leistungsfähigkeit und die Möglichkeit der gegenseitigen Hilfeleistungen sei durch die Anschaffungen der Motorspritzen bedeutend gesteigert worden. Den Kreisfeuerwehrverbänden sei durch den starken Rückhalt, den das Reich den Feuerwehren angedeihen läßt, gleichzeitig ein starker Auftrieb zuteil geworden. Die Bezeichnung der Feuerlöschpolizei bedeute für die Feuerwehren den Ausdruck einer erhöhten Bedeutung. — Zum Tage der Polizei haben die Feuerwehren an hervorragender Stelle mitgewirkt. Dem Aufruf zu einer Sonderspende für das WHW. sei von den oberhessischen Wehren in vorbildlicher Weise entsprochen worden.
In seinen weiteren Darlegungen gab Kreisfeuerwehrführer Bouffier noch Kenntnis von der Ernennung des neuen Landesfeuerwehrführers Eugen Müller (Mainz), der von einem Stab bewährter Feuerwehrführer und Sachbearbeiter umgeben sei. In der Gesamtführung des Verbandes sei eine Aenderung eingetreten, insofern, als die Kreisfeuerwehrführer vom Landesfeuerwehrführer von Fall zu Fall zu Beratungen herangezogen werden. Diese bildeten gleichzeitig den erweiterten Führerrat des Landesverbandes.
Kreisfeuerwehrführer Bouffier schloß mit einem zusammenfassenden Rückblick und betonte, daß man mit Stolz und Dankbarkeit auf die geleistete Arbeit zurückblicken und mit Zuversicht der weiteren Entwicklung des Feuerlöschwesens in unserer Heimat entgegensetzen könne. Stets groß zu sein in der Kameradschaft, gewaltig in der Einsatzbereitschaft und unüberwindlich im Glauben an Deutschland, an das deutsche Volk und seinen Führer — das seien die großen Richtungspunkte für unsere Feuerwehren. (Anhaltender Beifall.)
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt veschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- fürs
Schlußk Mittag- börse
Dimm
18.6
19 6
186
196.
6% Deuyche Reichsanleihe v. 1927
101,75
101,65
101,65
101,75
99
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
99
99
4*/,% Deutsche Retchsschatzanwei- sungen von 1935 . ......
—
—
—
—
4y2°/o Deutsche Reichsschatzanwet- sungen von 1935, II. Holge ...
99,25
99,3
99,3
99,25
4%% Deutsche Reichsschatzanwei.
99
99
99
99
jungen von 1936, III. Holge ..
5y2% Doung Anleihe von 1930 ..
105,9
105,75
105,5
105,4
4y2% Hesiische Volksstaat von 1929
99,75
99.75
—
—
4*4% Deutsche Retchspostschatz von
1934 I......................
100,55
100,55
100,75
100,75
4%% Deutsche Reichsbahnschay von 1936 I..................
99,25
99,25
99,25
99,25
Reichsanlethe-Altbesitz..........
126,25
126,45
126,4
126,6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten..............
—
4yz% Hess. Landesbk. Darmstadl
99,5
99,5
99,5
Goldpse. R. 12..............
5y:% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpse...............
100,75
101
—
—
4y2% Preuß. Landespsdbr.-Anst.
99
99
99
99
Goldpse. R. 19..............
4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20
98
98
98
98
4y2% Darmstädter Komm.-Lan-
97,9
97,9
desbankR. 6 ................
——
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
134
134,13
134,75
Auslos.-Rechte I..............
133,4
<’/:% Franks. Hyp. Goldpse. R. 16
99,5
99.5
99,5
99 5
4y,% Franks. HYP. Gold-Komm.
Obi. 2 3....................
98,25
98,25
—
—
6y2% Franks. Hyp. Liquidation
100,8
Goldpse.....................
100,8
5y2% Rheinische Hyp. Liquidation
100,9
101
100,9
Goldpse.....................
101
Steuergutschein-Berrechnungskure
110,75
110,75
—
110.9
A.G. für Verkehrswesen .... 6 Vt
127
127
127
127,25
Hamburg-Sudam. Dampfschiss. 0
—
47,9
19,25
20,5
125,5
Hamburg-Amerika Paket...... 0
Norddeutscher Lloyd.......... 0
Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7
19,13
20,13 175 4
19,25
20,5
125.4
19,13
20,25
125,5
Reichsbank................. v<.
Berliner HandelSqesellschaft . 6 54
*16
215,75
216,75
130,5
216
130,5
Commerz- und Privat-Bank .. 6
Deutsche Diskonto............ 6
113,25
118.75
113,25
118,75
113,25
118,75
113,25
118,75
Dresdner Bank.............. 4
10F
10*'
im
Vevifenmarkl
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend börse
Schluß- kurs
Schluß!. Mittag- börse
Daium
18 6
19.6
18 6
19.6
Äccumulatoren-Fabrik......
. 14
—
—
238
237,5
Aschaffenburg Zellstoff......
.. 6
144,5
144
144
144.4
Bemberg.................
.. 0
139,5
139,5
139,5
139,4
Bekula...................
.. 8
165,25
165,25
165,75
165,5
Buderus Eisen.............
.. 5
128
128
128
128,25
Gement Heidelberg.........
.. 7
—
156,5
—
—
Cernent Karlstadt ..........
.. 6
—
—
—
——
Conti Summt.............
. 12
196
194,25
195
195
Daimler Motoren..........
6 y»
139
138,9
139
138,5
Dessauer Gas.............
.. 4
—
——
119,75
119,25
Deutsche Erdöl ............
.. 5
157,13
157,25
157,25
157
Deutsche Gold- und Silber ..
.. 9
262,5
262,75
——
——
Deutsche Linoleum.........
. 10
166
166,25
166,5
165,5
Elektüsche Lieferungen......
.. 6
135,25
135,5
135
136,5
Elektrische Licht und Kraft...
.. 7
156
155,5
156,4
155,65
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
167,13
167,4
167.5
167,65
Felten & Guilleaume.......
.. 6
139,25
139
139
138,9
Gesfürel..................
.. 7
. 154
154
153,9
154,25
Th. Goldschmidt...........
.. 6
149
148,25
149,25
148,5
Grihner Maschinen.........
.. 0
55
55,4
55,5
——
Harpener.................
8’4
175
175,25
175,5
175
Hoesch Eisen...............
sy.
126,13
126,25
126,13
126,13
Philipp Holzmann.........
.. 8
148
147,5
147,75
147,25
Ilse Bergbau..............
.. 6
—
—
——
—
Ilse Genüsse..............
.. 6
142,75
143,25
142
143.5
Kali Aschersleben..........
.. 4
—
122
119,5
125,65
Klücknerwerke .............
*y2
136,5
136,75
136.75
137,25
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
—
—
158,4
161,5
Lahmeyer ................
.. 6
124
124,25
124 5
125
Mainkraft.................
.. 4
101,9
101
—
—
Mannesmann.............
4-/2
124.4
124
124.25
124,25
Manöfelder Bergbau.......
.. 7
—
—
152,5
152
Metallgesellschaft...........
.. 6
153,9
153,5
153,13
153
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
—
108,75
109,9
Rheinische Braunkohle......
. 12
234
—
232,75
232,75
Rheinische Elektro..........
.. 6
134
—
134,5
134,4
Rheinstahlwerke............
.. 6
160,4
160,5
160,5
160,5
Rheinisch-Westfälische Elektro
.. 6
133.9
133,25
133,5
133,75
Rütgerswerke .............
.. 7
147,5
148.25
147 25
149,25
Salzdetfurth Kalt..........
.. 6
161
165
160.75
165 75
Schlickert & Co.............
.. 7
170,5
170,5
170,75
171
Schultheis Patzenhofer......
.. 4
—
—
102
102,4
Siemens & Halske.........
.. 9
218 13
221
220
221,5
Süddeutsche Zucker.........
. 10
—
204,25
204
Vereinigte Stahlwerke......
4'/r
121,4
121,5
121,4
121,25
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
60
59,25
60,25
59,5
Westeregeln Alkali..........
.. 4
120
124
121,5
125,25
Zellstoff Waldhos..........
.. 6
161
160,75
161
160
0.6
- Frankfurt a. M
18 ihin 19 Fun
Amtliche Rotieruna
Amtliche Notierung
Gel.
Brie
Geir
Brie
Buenos Aires.............
0,759
0,763
0,759
0,763
Brüssel...................
42.13
42,21
42,13
42,21
Rio de Janeiro............
0,165
0,167
0,165
0,167
Polen....................
47,10
47 20
47,10
47,20
Kopenhagen...............
55,01
55,13
55,01
55,13
47.10
47.20
47,10
47 20
London ............. .....
12,32
12,35
12 32
12,35
HelsingforS................
5,45
11,115
5,46
11,135
5,45
11,115
5,46
11,135
137,20
137,48
137,18
137,46
13.09
13.11
13,09
13,11
18 Juni
19 3um
Amtliche Rotieruna
Amuiche Rotieruna
Geir
Brie
Gele
Brie
Japan...................
0,717
0.719
0,717
0,719
Jugoslawien .............
5,694
5,706
5,694
5,706
Oslo .................
61,92
62,04
61,92
62,04
Wien.....................
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon..................
11,19
11,21
11,19
11,21
Stockholm ...............
63,53
63,65
63,53
63,65
Schweiz..................
57,17
57,29
57,20
16,98
57.32
Spanien..................
16,98
17,02
17,02
Prag.....................
8,671
8.689
8.671
8,689
Budapest.................
—
—
Neuyork..................
2,497
2,501
2,496
2,500
Im weiteren Verlauf der Versammlung vollzog der Landesfeuerwehrführer formell die
Auslösung des provinzial-Feuerwehrverbandes.
Er gab zunächst von der Notwendigkeit der Auflösung Kenntnis, die auf seine Veranlassung als Landesfeuerwehrführer am 3. April vollzogen worden sei, nachdem die hessischen Promnzen bereits am 1. April der Auflösung (im Zuge der Vereinfachung der Verwaltung in Staat und Gemeinden) verfallen seien. Das Feuerwehrwesen sei jetzt ausschließlich dem Führerprinzip unterstellt worden. Trotzdem bat der Landesfeuerwehrführer um die Abstimmung der Kameraden, dke sich einstimmig mit der Auflösung des Verbandes einverstanden erklärten. Eine weitere Abstimmung erfolgte über die Verwendung des Vermögens des Provinzial-Feuer- wehrverbandes Oberhessen. Der Vorschlag des Landesfeuerwehrführers, das Vermögen auf die Beiträge, die die Wehren an den Landesfeuerwehrverband für das Jahr 1938 zu leisten haben, zu verrechnen, wurde ebenfalls einstimmig gutgeheißen.
Vorträge.
Im Anschluß an die Erledigung der verwaltungstechnischen Fragen hörten die Kameraden noch zwei sehr aufschlußreiche Vorträge. Kreisfeuerwehrführer Werner (Bierstein) sprach eingehend über den Begriff der D i e n st a u f f a s s u n g und gab wertvolle praktische Hinweise für die straffe Organisation der Wehren, ferner Anregungen für zielbewußte Führung und restlos zweckmäßigen Einsatz der Wehren in Ernstfällen. Landesseuerwehrführer Müller (Mainz) sprach noch sehr anschaulich und von der Warte praktischer Erfahrung aus, über zweckmäßige Gestaltung von Gerätehäusern, von Schlauchtrocken- und Steigertürmen. Kreisfeuerwehrführer Bouffier sagte den Rednern herzlichen Dank.
Der Landesseuerwehrführer sagte dem bisherigen Provinz - Feuerwehrverbandsführer Bouffier (Gießen) für seine in Oberhessen geleistete Arbeit Dank und stellte dabei die hohen kameradschaftlichen Qualitäten heraus, die Kamerad Bouffier immer bewiesen habe. Der Landesseuerwehrführer betonte zum Schluß, daß sich die Arbeit der Feuerwehren, wie immer bisher, auf dem festen Grund der Kameradschaft aufbauen müsse, wenn sie vollwertig für den Schutz von Leib, Leben und Gut der Volksgenossen eingesetzt werden solle.
Mit dem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und mit dem gemeinsam gelungenen Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied wurde die bedeutsame Tagung geschlossen.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags fand am Kriegerdenkmal eine Feier des Gedenkens an die Gefallenen des Weltkrieges statt. Nach einem Marsch durch die Stadt fand man sich zu einem Kommers in der Festhalle ein, der in schönstem kameradschaftlichen Geiste verlief.
Der Festsonntag.
Mit den Klängen der Standartenkapelle und des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen begann der Sonntag mit dem Großen Wecken. Wenig später fanden dann auf dem Festplatz vor Landesfeuerwehrführer M ü l l e r die Freiübungen und die Körperschule der Freiwilligen Feuerwehr Düdelsheim statt. Die Freiwillige Feuerwehr Lißberg zeigte ein Fußexerzieren und die 3. motorisierte Landbrandhilfe der Freiwilligen Feuerwehr Hainchen führte ihre Geräte vor. Die Wehr Büdingen zeigte ein kurzes Geräteexerzieren. Alle Uebungen wurden tadellos ausgeführt und fanden den ungeteilten Beifall der Fachleute und der Zuschauer. Im weiteren Verlauf des Vormittags fand dann ein Großbrandangriff der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen unter dem Einsatz von Selbstschutzkräften des Reichsluftschutzbundes unter Hinzuziehung eines Löschzuges von Düdelsheim statt. Die Hebung durfte als gut gelungen
Motorbaby fliegt Rekord.
Dem deutschen Segelflieger Auffermann gelang es, mit einem Motorsegler einen neuen internationalen Klassenrekord aufzustellen. Er legte mit seiner knapp 200 Kilogramm schweren Maschine die 300 Kilometer lange Strecke Breslau—Warschau in 3^ Stunden zurück. — Hier sieht man Fritz Auffermann an seinem Motorbaby. (Scherl-Bilderdienst-M.)
--------------------------------------------1------------------------------------- bezeichnet werden. Der Adjutant des Landesfeuerwehrführers nahm die Kritik des Exerzierens vor, Kreisfeuerwehrführer Bouffier referierte über den Brandangriff. Um die Durchführung der Hebung hatten sich neben dem Reichsluftschutzbund auch Mannschaften der Sanitätskolonne verdient gemacht. Die SA. versah in dankenswerter Weise den Absperrdienst. Der weitere Verlauf des Sonntags brachte auf dem Festplatz den Aufmarsch aller Wehren, deren Fronten der Landesseuerwehrführer abschritt. Nach einer Heldengedenkfeier und nach einer großen Kundgebung beschlossen ein Marsch durch die Stadt und ein Vorbeimarsch in der Hin- denburgstraße den offiziellen Teil der Veranstaltung.
Rhein-Mainiscke Börse.
Mittagsbörse still und uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 19. Juni. Zum Wochenschluß war das Geschäft infolge des kleinen Ordereinganges nicht besonders lebhaft, zumal auch die Kulisse keine Eigengeschäfte vornahm. Am Aktienmarkt hielten sich die Veränderungen im ganzen in engen Grenzen. Weiter fest lagen, jedoch ohne größere Umsätze, Kaliwerte bei Erhöhungen von 2 bis 4 v. H. Stärker erhöht waren außerdem Siemens mit 221 (218,25). Montanwerte lagen bei meist behaupteten Kursen ruhig, Mannesmann etwas niedriger mit 123,90 (124,40). Etwas Interesse verblieb in Schiffahrtsaktien, Hapag 19,25 (19,13), Nordd. Lloyd 20,25 bis 20,50 (20,13). Auch einzelne Maschinenwerte wurden weiter gefragt, besonders wieder Muag mit 151 bis 151,50 (151), Junghans erhöhten sich auf 137 bis 137,25 (136,75). Motorenwerte bröckelten dagegen ab, BMW. 149,50 (150), Daimler 138,25 (139). Von chemischen Werten lagen IG.-Farben mit 167,25 (167,13) gut behauptet, Th. Goldschmidt weiter abbröckelnd auf 148,25 (149), auch Mekallgesellschast 0,40 v. H. leichter. Am Elektromarkt befestigten sich AEG. auf
Hier obschneidenl
Mottenkraut
319
Mündelsicherheit
durch ihre Anwesenheit die Motten vertreiben.
Mottentraut, südamerikanische Pflanze, soll ebenso wie Motten- rönig die Motten vertreiben.
Motto, ital. Kennwort, Wahl- fpruch, Denkspruch.
Moussieren, franz^ entbehrliches Fremdwort für Schäumen beim Sekt. Moussierender Wein ist Schaumwein.
Mücken, Schnaken, zweiflüglige Insekten, die in warmen Gegenden Krankheiten übertragen. Mücken, die im Keller überwintern. müssen verbrannt oder mit Kreosotdämpfen ausgeräuchert werden Alle Stellen, in denen die Larven leben, flache Tümpel Wasserlöcher, Wassertonnen, Dachrinnen, müssen mit Petroleum übergossen werden Mük- kenstiche behandelt man durch Llberstreichen mit Salmiak, Nelkenöl oder einem angefeuchteten Stück Würfelzucker Salmiak und Nelkenöl halten durch ihren Geruch Mücken fern
Müdigkeit. Die Neigung schnell zu ermüden, ist ein Zeichen von Schwäche des Nervensystems Kommt vor bei Neurasthenie und Bleichsucht der jungen Mädchen Bei älteren Leuten muß man an Allgemeinerkrankungen denken, wie Zuckerkrankheit Vlutkrankheiten u. a. Darum den Arzt aufsuchen!
Müll, der Abfall der Haushaltungen soll zu jeder Müllabfuhr herausgestellt oder in die Mülltonnen entleert werden, damit kein Fäulnisherd entsteht Müllschlucker, in netueiflirbcn
Küchen eingebauter, verschließbarer Schacht, durch den alle Abfälle in einen Sammelbehälter für Müll fallen.
Mündel. Gesetzlicher Vertreter des Mündels ist der Vormund. Dieser hat für das Vermögen und für die Person des Mündels zu sorgen. Nach Beendigung der Vormundschaft muß der Vormund dem Mündel den Schaden ersetzen, der bei Der Vermögensverwaltung aus Verschulden des Vormundes entstanden ist. Das Mündel kann vom Vormund Rechenschaft über die Vermögensverwaltung verlangen. Das Mündel muß Dem Vormund die Auslagen ersetzen, Die Dem Vormund durch Die Vermögensverwaltung entstanden sind. Siehe Vormund.Vormundschaftsgericht. Meinungsverschiedenheiten.
Mündelsicherheit. Der Vater, Vormund Ehemann hat das seiner Verwaltung unterliegende Geld des Kindes, Mündels oder der Ehefrau mündelsicher anzulegen. Als mündelsicher gilt die Anlage bei Gemeinde-, Bezirksoder Stadtsparkassen und gewissen anderen gesetzlich bestimmten Kreditinstituten (Auskunft darüber erteilt das Vormundschafts- gericht). Hypotheken und-Grund- schulden sind mündclficher. wenn >ie an einer Rangstelle stehen, bei Der sie bei einer evtl Zwangsversteigerung des Grundstücks noch voll zum Zuge kommen würden. Im Entichuldungsver- fahren ist die Mündelsicherheitsgrenze zwei Drittel des Detriebs- wertes des Grundstücks. Siehe ^-^tchnldung
Gute Messer — schneiden besser!
Eine Freude ist es, wenn die Messer, die Sie täglich brauchen, immer gut schneiden. Unb diese Gemüse-, Brot-, Wurst- und Tischmesser können Sie auch haben. Häuser hat solche Messer —aus gutem Stahl, nichtrostend und dabei sogar billig.
3- B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146.


