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Nr. 67

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vereine) die Liebe und Wertschätzung aller unserer Heimatgenossen erworben. Ein weiterer gesegneter ßebensabenb sei ihm beschieden.

Veruntreuungen bei einer Molkereigenossenschaft.

* Schotten, 20. April. Bei der Molkerei­genossenschaft in Ulfa hat der langjährige Rechner H. Ludwig VII. seit dem Jahre 1931 Veruntreuungen begangen, die sich auf rund 4000 Mark belaufen. In den letzten Tagen soll die Untersuchung noch eine gewisse Steigerung dieser Summe ergeben haben. Ludwig hat seine Verfeh­lungen e i n g e st a n d e n. Zur Verschleierung sei­ner Machenschaften hat er auch in den Geschäfts­büchern unzulässige Eintragungen vorgenommen. Der bei der Genossenschaft entstandene Schaden ist fdurch die Kaution des ungetreuen Mannes gedeckt. Bei einer anderen von ihm verwalteten Kasse sollen ebenfalls gewisse Unstimmigkeiten bestehen. Das Strafverfahren gegen Ludwig ist eingeleitet.

Vorbildliche Senoffenschastsarbeii in der Diehverwertung.

Lpd. Büdingen, 20. April. Ein nachahmens­wertes Beispiel für den Wert des genossen­schaftlichen Zusammenschlusses der bäuerlichen Bevölkerung zur genossenschaft­lichen Viehverwertung zeigte die jüngste Hauptversammlung der erst vor fünf Jahren ge­gründeten Viehverwertungs-Genossen- ischaft Büdingen. Die Genossenschaft wurde im Jahre 1932 von sieben Bauern gegründet, bald wa­ren es nahezu 100 Mitglieder und heute sind bereits über 400 Bauern und Landwirte in der Viehver- cwertungs - Genossenschaft Büdingen zusammenge- ^chlossen. Die Genossenschaft widmete ihre Arbeit im Interesse der bäuerlichen Wirtschaft und um dem üdischen Viehhandel entgegenzuwirken von Anfang nn nicht nur der Abnahme von Schlacht­vieh, sondern auch der Beschaffung von Nutzvieh. Das genossenschaftliche Unternehmen bat sich in gesunder Weise entwickelt. Don rund 30000 RM. Jahresumsatz im Gründungsjahr 1932 ftieg der Umsatz in anhaltend rascher Aufwärtsent- □nenung innerhalb des fünfjährigen Bestehens auf 525 000 RM. im Jahre 1936. Die Genossenschaft "onnte sich trotz der verhältnismäßig kurzen Zeit hres Bestehens bereits einen eigenen neuen Last­zug anschaffen und ihre Betriebsräume erweitern, rerner 30 Morgen Land zur Sicherstellung des Futterbedarfs pachten.

Landkreis Gießen.

* Annerod, 20. April. Am heutigen Geburts- Lag des Führers wurde hier zur Ehrung und dauernden Erinnerung an unseren Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in feierlicher Weise eine ,A d o l f - H i t l e r- L i n d e" gepflanzt. Die Glie­derungen der Partei, die Vereine und alle Volks­genossen nahmen an der würdigen Feier teil.

Z Alten-Buseck, 20. April. Am Montag «eignete sich auf dem Hofe eines hiesigen Einwoh­ners ein Unglücksfall, der leicht schlimmere Folgen hätte haben können. Als zwei Männer mit )iem Schweißen von Rohren einer Dampfheizungs- anlage beschäftigt waren, explodierte das

Landesverbandsiog des Reichsfreubundes in Gießen

Der Vorbereitung des Landesverbandstages des Reichstreubundes in Gießen diente ein außerordent­licher Mitgliederappell der Gießener Ortsgruppe. Standortführer, Steuerinspektor Schwender, machte auf dies besondere Ereignis aufmerksam, für das alle Vorbereitungen derart getroffen wer­den müssen, daß die Ortsgruppe Gießen das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigt. Hierauf gedachte Standortführer Schwender eines der ältesten Mitglieder des Bundes, des bewährten Kameraden Storto, dessen Andenken in üblicher Weise ge­ehrt wurde. Der Redner wies dann aus die Beteili­gung an der Parbde anläßlich des Geburtstages des Führers hin. Anschließend berichtete der-Stand­ortführer über die Ergebnisse des Bundestages Ende Februar in Berlin, bei dem die Zusammenarbeit zwischen Reichstreubund und Soldatenbund bis in alle Einzelheiten feftgelegt wurde. Er betonte, daß die gewünschte Zusammenarbeit in Gießen gleich von Anfang an einsetzte und eine gute Kamerad­schaft zwischen Treubund und Soldatenbund besteht.

Der Gießener Ortsgruppe ist die Durchführung des Landesverbandstages des Reichstreubundes am 8. und 9. Mai übertragen worden. Auf dieser Ta­gung sollen alle praktischen und organisatorischen Ergebnisse der Berliner Bundestagung besprochen werden. Das Landesoerbandsgebiet gleicht in seiner

Ausdehnung dem des neufestgesetzten desKyff- häujerbunbes, reicht also etwa über Oberhessen, Nassau, Kurhessen bis hinauf nach Göttingen und ins Thüringische. Zur Unterbringung der nach Gie­ßen kommenden Vertreter werden noch Privatquar­tiere bei Kameraden gesucht. Die im Laufe des Samstags eintreffenden Kameraden nehmen am Kameradschaftsabend imBurg-Cafe" teil, zu dem auch der stellvertretende Bundesdirektor Krüger erscheint. Am Sonniagfrüh beginnt der Verbands-' tag, in dessen Mittelpunkt ein Vortrag des stellver­tretenden Bundesdirektors Krüger steht. Nach dem gemeinsamen Mittagessen werden die Beratungen fortgesetzt und mit einer Aussprache beschlossen. Zum Verbandstag werden Militär, Partei und Be­hörden eingeladen.

Im Anschluß an diefe Bekanntgabe sprach Stand­ortführer Schwender noch über die Marschroute des Reichstreubundes und des Soldatenbundes. Er kennzeichnete die beiderseitigen Verbindungen zu­einander und legte das Zusammenarbeiten dar. Nach einer Reihe weiterer wichtiger Bekanntgaben für die versorgungsberechtigten Kameraden, nament­lich über die jetzt oorgeschriebene Vorbildung schon während der Dienstzeit u. a., wurde der Abend in üblicher Weise geschlossen.

Sauer st offschweißgerät. Während der eine der Beschäftigten eine Prellung am linken Arm und einige leichte Hautabschürfungen davontrug, kam der andere mit dem Schrecken davon. Der Sach­schaden ist nicht unbedeutend.

§ Lollar, 19. April. Im überfüllten Saale der Germania" fand gestern abend ein Handhar - monika-Spielabend statt. Unter Leitung von Musiklehrer Hans N u r t s ch brachte die Spiel­gruppe Lollar-Gießen-Marburg, die über 60 Mit­glieder zählt, eine Anzahl Märsche, Lieder und auch neuere Tänze zu Gehör. Solistische und Ge­meinschaftsdarbietungen wechselten in bunter Folge miteinander ab und wurden von der dankbaren Zuhörerschaft mit großem Beifall aufgenommen. Mit diesem wohlgelungenen Abend dürfte sich die erst seit kurzer Zeit bestehende Lollarer Spielgruppe, der 22 junge und ältere Spieler angehören, viele neue Freunde gewonnen haben.

Allendorf a. d. Lda., 19. April. Gestern abend hielt die hiesige Ortsgruppe der N S. - F r a u e n s ch a f t in der Stadthalle einen Heim- a b e n b ab, der als Abschlußabend für das verflossene Winterhalbjahr gedacht und sehr stark besucht war. Die Ortsgruppenleiterin Frau Strack eröffnete den Abend mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Hierauf sprach Schulungsleiter Pg. Strack in längeren Ausführungen über die Stellung und Aufgaben der Frau im Dritten Reich. Gemeinsam gesungene Lieder aus der Bewegung wechselten mit den von der Singschar unter der Stabführung von Pg. Strack vorgetragenen Chören ab. Lebhaften Beifall fanden auch die von Pg. Strack in oberbes- sischer Mundart vorgelesenen Gedickte In der üb­lichen Weise wurde der Abend gescylossen.

A Watzenborn-Seinberg, 20. April. Am Samstagabend hatte die hiesige Krieger kame-

r ad schäft zu einem Vortragabend in die neue Volkshalle eingeladen. Nach einleitenden Musik­stücken hieß der örtliche Kameradschaftsführer die Kameraden und die übrigen Volksgenossen willkom­men. Anschließend begrüßte der Kreisführer des Deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäufer, Dr. Monnard (Gießen), die Besucher und besonders den Redner Kratz (Freienseen), beglückwünschte die Gemeinde zur Schaffung dieser Volkshalle, sprach über die unvergleichlichen Taten des alten Heeres, gedachte der Toten und brachte ein stilles Gedenken für sie aus, während die Musik leise das Lied vom guten Kameraden spielte. Hierauf sprach für die Gemeinde Bürgermeister Schäfer, er begrüßte die auswärtigen Kameraden und Gäste und gab seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß durch die Errichtung der Dolkshalle es möglich geworden sei, die Frauen an allen Veranstaltungen teilnehmen zu lassen. Kamerad Kratz schilderte bann seine Erlebnisse während des Weltkrieges, den er 28 Mo­nate lang auf Großkampfschisfen und drei Jahre auf Unterseebooten mitgemacht hat. lieber diesen Vortrag wurde im Anschluß an die gleichen Dar­legungen bei der kürzlichen Versammlung in Gießen bereits berichtet. Der Vortrag war umrahmt von Musikstücken der Kapelle Schleuse (Steinbach) und von Gesangschören der fünf örtlichen Gesangvereine.

8. Lang-Göns, 18. April. Am Samstag fand ein Werbe- und Elternabend der Jungmädel­schar im Saalbau Hebbel statt, der sehr gut be­sucht war. Auf ein Begrüßungslied folgte die An­sprache der Gruppenführerin Else Müller, in der die Arbeitsgebiete der Jungmädel gestreift und die Eltern aufgefordert wurden, ihre Mädchen in die Schar zu senden. Darauf wurde ein Märchen­spielDornröschen" sehr schön gespielt. Es folgten Volkstänze, Lieder und ein Werbestück, zum Schluß

fand eine Verlosung von praktischen Gegenständen statt.

Le ih g e st e r n, 20. April. Die Holzhauer- arbeiten im hiesigen Gemeindewald wurden dieser Tage beendet. Es sind etwas über 1700 Fest­meter geschlagen worden. Bei den Holzversteigerun- gen stellten sich die Preise für den Doppelmeter Kiefern- oder Eichenscheitholz auf 16 RM., für Buchenscheitholz auf 25 RM. Für 50 Stück Eichen­wellen wurden 7 bis 8 RM. und für Buchenwellen 11 bis 12 RM. gezahlt.

(>o Eberstadt, 20. April. Im Saal der alten Schule sand dieser Tage ein Missionsabend statt, bei dem nach herzlicher Begrüßung durch Pfarrer K ö d d i n g und nach einem gemeinsamen Sieb Fräulein F a u st (Wiesbaden) über bie Arbeit in ber Mohammedaner-Mission sprach. Die Redne­rin gab vor allem einen Einblick in das Leben und das Schicksal der islamischen Frau. Pfarrer K ö d - ding dankte ber Rednerin und schloß ben Abend mit Gebet und Lied. Arn heutigen Mittwoch, 21 April, können ber Schrniedernetster Wilhelm Schäfer und seine Ehefrau Marie, geb. Alles, bas Fest ber silbernen Hochzeit feiern. Wilhelm Schäfer hat sich durch seine Tüchtigkeit und seinen Fleiß eine zahlreiche Kundschaft erworben, die treu zu dem Meister steht. Der Jubilar erfreut sich auch innerhalb des Dorfgemeinschasts- und des Vereinslebens allgemeinen Ansehens. Er ist ein eifriger Förderer der Kriegerkameradschaft, mar 24 Jahre lang aktiver Sänger und ist einer ber Mitbegründer des Turnvereins.

4- Birklar, 20. April. Im gutbesetzten Düring- schen Saal fand am Sonntag ein V o l k sa e m e i n- schaftsabend des Fähnleins 15 (Langsdorf) unb ber Schar 3 (Birklar) statt. Scharführer Wolf eröffnete ben Abenb. Der Führer des Fähnleins 15, Schäfer, sprach bann über das Wollen ber Ju­gend und über ben Sinn ber von ihr gepflegten Volksgemeinschaftsabende. Im Verlaufe bes Abends gelangten einige luftige Theaterstücke zur Auffüh­rung, außerbem wurden Mundartgedichte vorge­tragen, die reichen Beifall fanden. Der hiestae Ge­sangverein trug durch einige Lieder zur Verschöne­rung des Abeicks bei.

T Nied er-B essingen, 19. April. Dieser Tage fand hier im Saale von Wilhelm Lotz III. eine Kundgebung ber Deutschen A r - beits front statt. Pa. Jung (Gießen) von ber Kreiswaltung ber Deutschen Arbeitsfront sprach in längeren Ausführungen über das ThemaAuf­gaben der Deutschen Arbeitsfront".

Kreis Friedberg.

gfs. Butzbach, 19. April. In diesen Tagen be­ginnt hier ber Reichsmütterdienst einen Lehr­gang in Säuglingspflege. Die Leitung übernimmt Schwester Hildegard Pfannkuche. Eine große Anzahl Teilnehmerinnen haben sich gemeldet.

pb. Butzbach, 20. April. Der Alice- F r a u e n n e r e i n , Ortsgruppe Butzbach, veranstaltete imHessischen Hof" einen Werbe- und Unterhaltungsabend, der gut besucht war. Nach einem einleitenden Musikstück und einem Dorspruch

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Roti, entbehrliches franz. Fremd­wort für gebratenes Fleisch.

Rotkarpfen, Rotauge, minder­wertiger, gratenreicher Fisch, der als Schweinefutter dient.

Rotkehlchen, im Garten der beste Helfer int Kampf gegen Schäd­linge. Nistet mit Vorliebe in Lauben, Gartenhäusern und Bal- tonen. Durch Fütterung im Win­ter wird das R. ein treuer Gar- tenbewohner.der uns durch seinen häufigen und schönen Gesang im­mer wieder erfreut.

Rotkohl, auch Blaukohl genannt, wird in Früh-, Mittel- und Spat­sorten angebaut. Kann enger als Weißkohl gepflanzt werden, ist aber anspruchsvoller als dieser. Durch Beifügung von Zitrone, Essig und säuerlichen Äpfeln wird bei der Zubereitung eine schöne Farbe erzielt.

Rotwein, aus roten Weinbeeren, deren Schalen bei der Vergärung den Farbstoff abgeben, gewonne­ner Wein. Deutsche Rotweine, die den ausländischen nicht nach- stehen, wachsen in einzelnen Rheinlagen, in der Pfalz, an derAhr und in Württemberg. Be­kannt sind ferner der Tiroler Rot­wein sowie die französischen Bor­deaux- und Burgunderweine und

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len von Kiffen und Matratzen verwendet. Roßhaargefüllte Kis­sen sind auch für Kinder aesünder als Daunenkiffen. Zum Reinigen werden die Roßhaare aus dem Vemg herausgenommen, geklopft, in heißem Seifenwaffer gewaschen und ausgebreitet in der Sonne getrocknet. Hernach werden sie sorgsam gezupft.

Roßkastanie, Frucht des wilden Kastanienbaumes, ist sehr stärke­haltig und kann als Viehfutter verwendet werden. Will man Stärke daraus gewinnen, so reibt man sie, nachdem man sie geschält hat, läßt zwei Tage Waffer dar­auf stehen und gießt dann durch ein Sieb. Bei Kindern find Roß­kastanien als Spielzeug sehr be­liebt, da man fie zu Ketten auf­reihen und Figuren daraus schnit­zen kann.

Roter Hahn auf dem Dach, Be­zeichnung für den Brand eines Hauses.

Rote Grütze, Süßspeise aus Jo- hannisbeer- und Himbeersaft mit Grieß oder anderen Bindemit­teln eingedickt, wird mit Milch, Sahne oder Vanillensauce ge- geffen.

Rote Rüben, Rote Bete, Wurzel­gemüse, kommt in runder und langer Form vor. Runde Wur­zeln sind ausgiebiger. Im April- Mai an sonnigen Standort säen, da sonst die Färbung zu wünschen übrig läßt. Beim Putzen Knolle nicht verletzen, da leicht Verblu­ten einsetzt unb dann durch die Wunde der Farbsaft beim Kochen austritt. R. B. werden als Ge-

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