Ausgabe 
21.1.1937
 
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durchgeführte Sammlung einen erfreulich großen Betrag erbrachte. Die Fahne soll beim Kreisver­band bestellt werden. Die Versammlung wurde mit dem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen.

! Großen-Linden, 17. Ian. Der Z i g- vereinHüttenberg" des VHC. unter­nahm heute seine erste Wanderung im neuen Jahre. Zahlreiche Wanderfreunde hatten sich eingefunden. Bei schönstem Sonnenschein pilgerte man von Großen-Linden über Lützellinden nach Groß-Rech- tenbach, wo eine Kaffeepause die Mitglieder mit den Nachzüglern aus Lang-Göns vereinigte. Hier­bei überreichte der Ehrenvorsitzende des Zweiaver- eins, Karl D e r n (Lang-Göns), die silberne Ehren­nadel an Mitglied Conrad (Lang-Göns), die goldene an Frau G ü m b e l (Großen-Linden) und an die Herren Kraut und Blaß (Gießen). Be­sonders lobend erwähnt wurde noch einmal Frau Blaß, die sich nun schon 102 Punkte erwandert hat. Ihr wurde ein kleines Geschenk überreicht. Bei froher Unterhaltung und munterem Gesang führte dann der Heimweg über Hörnsheim wieder nach Großen-Linden bzw. nach Lang-Göns. Die erste Wanderung war ein verheißungsvoller Anfang. Man hofft, daß auch die übrigen Unternehmungen des rührigen Zweigvereins einen vollen Erfolg ver­bürgen.

s. Lang-Göns, 17. Ian. Am gestrigen Sams­tag veranstaltete der GesangvereinFroh sinn" ein wohlgelungenes Konzert in der Turn­halle. Der Besuch war äußerst gut, auch von aus­wärts waren zahlreiche Sangesfreunde erschienen. Die Kapelle Häuser (Watzenborn-Steinberg) er­öffnete das Konzert mit einem flotten Marsch und brachte im Verlauf des Abends noch weitere Musik­stücke zu Gehör. Die Auswahl der Chöre des Ge­sangvereins, unter Leitung feines bewährten Diri­genten Heinrich Blaß (Gießen), war sehr glück­lich: fast alle Lieder waren im volkstümlichen Ton gehalten. Außerdem machte der Chorleiter vor jeder Darbietung aus den Inhalt, auf die verschiedenen Schönheiten und gesanglichen Schwierigkeiten auf­merksam. Dadurch wurde die sehr aufmerksame Zu­hörerschaft vorbereitet und folgte den Chören mit größtem Interesse. Hervorzuheben wären besonders die ChöreStändchen" (Haydn),Nun ade" (Grim), Abschied des Handwerksgesellen" (Silcher). Die Zuhörer geizten nicht mit reichem Beifall. Zwischen den einzelnen Musikstücken und Chören spielte das hiesige Zttherquartett, das sich aus Mit­gliedern des Gesangvereins zusammensetzt; auch ihm wurde lebhafter Beifall zuteil. Zum Schluß begrüßte der Vorsitzende desFrohsinn", Beigeord­neter Karl Faber, die auswärtigen Gäste und dankte für den guten Besuch. Besonders dankte er den Sängern und der Kapelle Häuser für ihre Lei­stungen. Seine Worte klangen mit einemSieg- Heil!" auf den Führer aus. Daran anschließend sprach der Führer der Sängervereinigungen des Kreises Gießen, Herr Müller (Gießen). Er sei erfreut, feststellen zu können, daß das Konzert ihn sehr angenehm überrascht habe und daß alle Dar­bietungen auf der Höhe standen. Weiter legte er den Besuchern ans Herz, dafür zu werben, daß die Gesangvereine immer mehr Mitglieder erhielten. Für ein großes Dorf wie Lang-Göns müßten die zwei Gesangvereine statt mit 50 Sängern minde­stens mit je 80 auftreten. Sein besonderer Gruß galt den alten Sängern, die die Grundlage zu den heutigen Gesangvereinen gelegt hätten. Ihnen zu Ehren wurde der Sängergruß (Grüß Gott!") von allen Sangesfreunden gesungen. Ehrenvorsitzender Konrad Wilhelm sprach zum Schluß über die Bedeutung der Pflege des deutschen Liedes und gab einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und einen Vorblick auf das neue.

Allendorf (L a h n), 20. Jan. Zu welch segensreicher Einrichtung sich die hiesige Schul- s p a r k a s s e entwickelt hat, zeigt das jetzt vor­liegende Ergebnis. Im September 1935 auf Be­treiben der hiesigen Spar- und Darlehenskasse ins Leben gerufen, konnte die Zahl der Spareinlagen der Schulkinder bis zum 31. Dezember vorigen

Der VotschewistendampferMre Eaniabrio" auf der Flucht vou USA.

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In überstürzter Eile war es dem spanischen BolschewistendampferM are Cantabrio" in letzter Minute gelungen, aus USA. zu flüchten, bevor das Gesetz über das Verbot der Waffenausfuhr nach Spanien Rechtskraft erhielt. Hier sieht man eines der amerikanischen Küstenwachboote, das den Dampfer noch in der Hoheitszone anhielt, um ihn wegen einer Pfändung zu beschlagnahmen. Aus formalen Gründen wurde der Dampfer jedoch wieder freigelassen. Aus Deck sieht man die großen Kisten, die für rund 5 Millionen Mark Flugzeuge und Kriegsmaterial enthalten. (Associated-Preß-M.)

Jahres die stattliche Summe von über 2500 Mark erreichen. Wenn man bedenkt, wie kurz die Zeit ist, seil der Schuljugend diese Gelegenheit geboten ist, so kann man über den Sparsinn nur erfreut sein. Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, daß die Kinder am Tage des Schulbeginns im neuen Jahre 174,20 Mark aufgebracht und einge­legt haben. Der GesangvereinEin­heit" hielt in der Gastwirtschaft Hörr seine Generalversammlung ab. Dem Rechenschaftsbericht war u. a. zu entnehmen, daß man mit dem Er­gebnis des verflossenen Jahres zufrieden sein könne, wenn hie und da auch über schlechten Sing­stundenbesuch Klage geführt werden müsse. Der Rechnungsbericht, der mit einem kleinen Ueberschuß abschloß, gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, so daß Entlastung erteilt werden konnte. Die dies­jährige Winterveranstaltung wurde für den 7. Febr. festgelegt.

"Y~ Watzenborn-Steinberg, 17. Jan. In diesen Tagen konnte der wieder neu ins Leben ge­rufene GesangvereinHarmonie" seine bei seiner Auflösung nach Darmstadt gebrachte Fahne zurückholen. Vereinsführer L. Schäfer und Rechner Ernst Jung nahmen die Vereins­fahne in Darmstadt in Empfang und wurden abends vom Verein an der Station Schiffenberg mit dem Sängerspruch begrüßt. Im Vereinslokal Zur Ludwigshöhe" weihte Kreisführer Müller vom Sängerkreis Gießen die Fahne und heftete einen Hakenkreuzwimpel an das alte Symbol. An­schließend hielt Ortsgruppenleiter W. Philipp eine Ansprache an die Sängerschar.

y Watzenborn-Steinberg, 20. Jan. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt bei Mit­glied Georg Philipp II. ihre Jahreshaupt­versammlung ab. Kameradschaftsführer A n - g ermann begrüßte die Teilnehmer und gedachte der sechs im Jahre 1936 verstorbenen Kameraden. Kreispropagandaobmann K ö h r e s hielt dann einen Vortrag, in dem er den Zweck und die Bedeutung des Kyffhäuserbundes vor Augen führte.

(xd ® b e r ft a b t, 17. Jan. Gestern abend gastierte der T o n f i I m ro a g e n der NS. - Gemeinschaft Kraft durch Freude in unserem Dorfe. Im vollbesetzten Saale von Wedemann wurde neben einem guten Beiprogramm der FilmDer Kloster­jäger", von L. Ganghofer, gezeigt. Die ganze Ver­anstaltung war ein voller Erfolg und befriedigte alle Zuschauer.

Rodheim a. b. Horloff, 18. Jan., Der hiesige GesangvereinSängerkranz" hielt bei Gastwirt Roth seine Generalversammlung ab, in ber Vereinsführer Hugo Kröll zunächst einen Rückblick auf bas vergangene Jahr gab. Rechner Momberger erstattete ben Kassenbericht. Im weiteren Verlauf bes Abenbs würben noch einige Ehrungen für guten Singstundenbefuch vorgenom­men, ferner würbe beschlossen, in biefem Jahre einen Ausflug nach dem Glauberg zu machen.

Z Ober-Bessingen, 18. Jan. Am Sonntag .veranstaltete die Hitlerjugend einen Gemein- 'schaftsabend, zu dem auch die Eltern eingeladen waren. Der Abend war gut besucht und brachte die Aufführung einiger unterhaltsamer Stücke, u. a. auch zwei Spiele von Hans Sachs. Der Musikzug 16/116 der SA. in Lich umrahmte die Veranstal­tung mit guter Musik.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 17. Jan. Gestern abend fand im großen Saal desHessischen Hofes" das Aus- zei'chnungsfest des Zweigoereins vom VHC. statt, das einen guten Besuch aufweisen konnte. Nach einleitenden Musikstücken, verschiedenen Soli, Liedern der Gesangsabteilung und einer Kindervorführung fand die Wandererehrung von 38 Mitgliedern statt. Alsdann überreichte mit einer Ansprache der Vereinsführer M a t h ä u s an die Mitglieder Aderholt, Ludwig Matern, Dr. Mörler, Heinrich Steinhäuser und Adolf Neid Hardt für 25jährige Mitgliedschaft beim VHC. die Ehrennadel. Weiterhin schilderte der Vereinswanderwart Wilhelm S e i p p-e l in länge­

rer Rede die Tätigkeit des Vereinsführer, der seit 1925 den Zweigverein leitet, und überreichte ihm die vom Gesamtvorstand des VHC. verliehene Son- derauszeichnunq. Für tatkräftige Werbetätigkeit konnte W. S e i p p e l noch dem rührigen Vereins­bruder Konrad Schwab die vom Gefamtvorstand verliehene goldene Ehrennadel überreichen.

tt- Bu tz ba ch, 20. Jan. Jagdpächter Rumpfhat in einem Waldbezirk feines Jagdgebietes sechs Damhirsche (drei männliche und 3 weibliche Tiere) ausgesetzt, die als Belebung des Waldes die­nen. Sie befinden sich vorläufig in einer mit Draht umgebenen größeren Einzäunung. Täglich finden sich zahlreiche Neugierige ein, um die Tiere zu sehen.

Kreis Schotten.

Lau buch, 20. Jan. Für Montagabend war erstmalig in unserem Städtchen eine V e r d u n k e - lungsübung angeordnet worden. Mit Eintritt der Dämmerung begann zunächst eine einstündige einfache Beleuchtung und nach einem weiteren Alarmsignal die völlige Verdunkelung. Die aus Amtsttägern des Reichsluftschutzbundes bestehenden Kontrollgruppen konnten feststellen, daß das Er­gebnis der Verdunkelung im allgemeinen ein gutes war. Arn Sonntagabend veranstaltete der Turnverein imSolrnser Hof" einen gutbe­suchten Werbeabend. Nach der Begrüßungsan­sprache des Vereinsführers Karl D o n - E i f f II. zeigten die Turner Pferd- und Barrenübungen, während die Turnerinnen Reigen und Freiübungen sowie sonsttges fröhliches Turnen mit und ohne Gerät zur Darbietung brachten. Das exakt ausge­führte Programm wurde beifällig ausgenommen. Anschließend wurden an die letztjährigen Sieger die Diplome verteilt. Tanz beschloß die schön verlaufene Veranstaltung. In unserer Stadtkirche sprach am Sonntagabend für den hessischen Landesverein für Innere Mission Pfarrer Wahl (Strafanstalts-» Pfarrer in Butzbach) über das ThemaGefangenen­not und Gefangenenhilfe". Im Rahmen des inter- effanten Vortrags wurden auch Bilder gezeigt, die einen Einblick in die Einrichtungen und Zweckbe­stimmungen der verschiedenen hessischen Sttafan- stalten gaben.

Kreis Alsfeld.

D Alsfeld, 18. Jan. Im Ortsverband der hiesigen NS.-Kulturgemeinde sprach im kleinen Saal desDeutschen Hauses" Geh. Rat Professor Dr. Sommer (Gießen) überIsland alsHeimatderEdd a". Der Redner gab einen interessanten geschichtlichen Rückblick über die große kulturgeschichtliche Bedeutung der Insel, deren Be­siedlung in der römischen und frühchristlichen Zeit in zwei großen Kulturströmen von Irland, Nord­england und von Norwegen aus erfolgte. Geh. Rat Sommer wies auf Grund eingehender wissenschaft­licher Studien nach, daß das sagenumwobene Is­land als die Heimat der nordischen Edda anzusehen ist. Eine mehrwöchige Reise, die der Gießener Gelehrte im vergangenen Sommer nach Island unternahm, bestätigte ihm die Richtigkeit seiner Auffassung. Interessant war auch die Feststellung, daß nach den eingehenden Untersuchungen des Vor- ttagenden das von Ptolemäus behandelte Land Thule mit Island identisch ist. Eine große Anzahl ausgezeichneter Lichtbilder, die während der Reise ausgenommen worden waren, gaben einen sehr an­schaulichen Ueberblicf über dieses Wunderland der Eisvulkane, der Gletscher und der heißen Quellen. Der Redner behandelte in fesselnder Weise auch die Rassenzugehörigkeit der eigenartigen isländischen Bevölkerung, die nordisch ist mit einem leichten romanischen Einschlag. Die zahlreichen Zuhörer, die dem tiefgründigen und allgemein verständlichen Vortrag mit großer Aufmerksamkeit folgten, dank­ten Geh. Rat Sommer am Schluffe mit sehr herz­lichem Beifall. Den von seinen früheren Vorträgen in Alsfeld bereits wohlbekannten Vortragsredner begrüßte Bürgermeister Dr. Völfing als Orts­verbandsobmann der NS.-Kulturgemeinde Alsfeld zu Beginn der Veranstaltung mit herzlichen Worten.

Wechselwirlschafl

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Wechselfieber

gegeben (indossiert) ist. Neben dem Wechselbezogenen haftet auch der Aussteller und jeder, der den Wechsel weitergibt (Indos­sant). Hat man einen Wechsel in Zahlung genommen, so achte man genau auf den Verfalltag (pünkt­liche Vorlage zur Zahlung evtl. Protestierung, wenn der Schuld­ner nicht zahlt!). Wenn man sich nicht auskennt, soll man einen Rechtsanwalt oder Bankfach­mann zu Rate ziehen.

Wechselfieber, siehe Malaria. Wechseljahre, Klimakterium, ist die Zeit im Leben der Frau, in der die normale Geschlechtsfunk­tion aufhört. Gewöhnlich begin­nen die Wechseljahre in der zwei­ten Hälfte der vierziger Jahre, sie können allerdings auch früher oder später einsetzen. Die Neben­erscheinungen sind oft sehr unan­genehm: Wallungen, Schwindel­gefühl, fliegende Hitze, nervöse Störungen, manchmal sogar ge­steigert zu richtigen Psychosen, besonders häufig verbunden mit Depressionen. Im allgemeinen sind die Wechselbeschwerden nicht so schlimm, wie immer geglaubt wird. Treten nach den Wechsel­jahren noch einmal Blutungen auf, so sollten die Frauen es un­ter keinen Umständen versäumen, sofort zum Arzt zu gehen. Wenn die Wechseljahre Mitte der fünf­ziger Jahre noch nicht gekommen sind und wenn noch dazu die Blu-

WzOvu,

Lungen immer sehr stark sind, so lasse man sich ebenfalls vom Arzt untersuchet

Wechselstrom, im Gegensatz zum elektrischen Gleichstrom, der im­mer in einer Richtung fließt, Strom, der ständig die Richtung wechselt. Zwei Stromstöße ver­schiedener Richtung werden als eine Periode bezeichnet. Erfol­gen in einer Sekunde 50 Pe­rioden, so bezeichnet man dies als eine Frequenz von 50 Perioden in der Sekunde ober 50 Hertz.

Wechselwirlschaft im Gemüsegar­ten notwendig. Alle Pflanzen, die gleiche Nahrungsansprüche stellen, zusammensetzen: 1. Stark zehrende Gemüse (Blattgemüse) werden in frisch gedüngten Bo­den gepflanzt; 2. Wurzelgemüse bekommen alt-vorjährig gedüng­ten Boden; 3. Hülsenfrüchte, die wenig Stickstoff gebrauchen, da sie als Schmetterlingsblütler den Stickstoff der Luft entnehmen, ge­hören zusammen (s. Legumino­sen); 4. Ausdauernde Gemüse. Jedes Jahr werden die Felder mit Ausnahme derer, die aus­dauernde Pflanzen tragen, mit­einander gewechselt, und zwar so.

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