9Jt.-$port
Dor der Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen.
Lin Seleikwort des Reichssportführers.
Der amtliche Führer für die Internationale Win- LersstEvoche Garmisch-Partenkirchen enthält folgendes Geleitwort des Reichssportführers von Tschammer und Osten:
„Es war ein mir besonders am Herzen liegender Wunsch, eine größere wintersportliche Standard- Veranstaltung zu schaffen, die, auf olympischem Boden in Garmisch-Partenkirchen durchgeführt, zu einem jährlich wiederkehrenden und von der ganzen Sportwelt beachteten Ereignis werden soll. Die Kampfstätten der IV. Olympischen Winterspiele werden als Schauplatz der Internationalen Wintersportwoche 1937 mit neuem Ruhm bedeckt werden. Wieder wird der Geist der Kameradschaft und der Wille zum letzten Einsatz und höchster Leistung triumphieren."
Letzte Vorbereitungen.
Die Vorbereitungen für die Internationale Wintersportwoche gehen weiter. Nachdem es den ganzen Dienstag geschneit hatte, ist der Arbeitsdienst in Stärke von 80 Mann auf der Olympia-Abfahrtsstrecke eingesetzt worden, um die Strecke genau wie bei den Olympischen Winterspielen in ihren vorbildlichen Zustand zu versetzen. Es sind auch hier einige Veränderungen vorgenommen worden; denn an verschiedenen Stellen wurde die Strecke verbreitert, ebenso die Gefällbrücke nach dem Steilhang am unteren Teil der Strecke.
Die Mannschaft des HDW. ist am Dienstagabend schon eingetroffen und bereits beim Training. Im Laufe des Mittwoch werden auch die österreichischen Abfahrtsläufer in Garmisch erwartet. Die übrigen ausländischen Teilnehmer werden am Freitag im großen Sitzungssaal des Rathauses durch Oberbürgermeister Schenk und den Reichssportführer feierlich empfangen werden. Die Preisoerteilung für die Abkahrts- und Torlauf-Wettbewerbe wird bereits am^ Sonntagnachmittag um 17 Uhr auf dem Platz vor der großen Festhalle durch den Reichssportführer vorgenommen werden.
Hauptversammlung des Turnvereins Leihgestern.
Am Samstag hielt der Turnverein „Frischauf" Leihgestern seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Will erstattete den Bericht über das verflossene Vereinsjahr, dem zu entnehmen war, daß der Verein in turnerischer und wirtschaftlicher Hinsicht auf ein arbeits- und segensreiches Jahr zurückblicken kann. Der Turnbericht zeigte, daß das Geräteturnen im Verein eine gute Pflegestätte hat. Kassenwart Jung gab den Kassenbericht, der einen guten Stand auswies. Rechnungsprüfer H. S ch ä - } e r bestätigte, daß die Kasse in bester Ordnung sei. Zur Wahl des Vereinsfuhrers sprach der stellvertretende Vereinsführer L. Langsdorf herzliche Worte über die Tätigkeit des seitherigen ersten Vereinsführers, der schon über ein Jahrzehnt dieses Amt bekleidet und auch einstimmig wiedergewählt wurde. Zu Mitarbeitern im Vereinsführerstab wurden die seitherigen Mitglieder wieder bestimmt. Nur Oberturnwart W. Schmidt legte sein Amt nieder, nachdem er es über ein Jahrzehnt inne hatte. Dereinsführer Will dankte ihm für feine
geleistete Arbeit auf dem Gebiete der Jugendertüch- tiguna und gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch Schmidt weiterhin seine Kenntnisse und Erfahrungen dem Verein zur Derfüaung stellt, indem er ihn zum Mitarbeiter im Vereinsführerstab bestimmte. Zum Oberturnwart wurde der seitherige erste Turnwart R. Rohrbach bestimmt. Dereinsführer Will dankte allen Turnern, Turnerinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und ermahnte sie, auch weiterhin in vertrauensvoller Gemeinschaftsarbeit zusammenzustehen für unser edles deutsches Geräteturnen.
Kurze Sportnotizen.
Christi Cranz, die deutsche Olympiasiegerin in der Kombination Abfahrt-Torlauf, gewann am Samstag bei den internationalen Frauenwettkämpfen in Grindelwald den Abfahrtslauf in der Rekordzeit von 4:40 vor der 21 Sekunden mehr benötigenden Schweizerin Erna Steuri.
Die deutsche Studenten-Mannschaft für die Akademischen Winterspiele in Zell am See wird nur aus Skiläufern bestehen. Gemeldet wurden bei den Frauen Christel Cranz, Hüttenheim, Speidler und Zennek und bei den Männern Mächler, May, Dehmel, Schepe, Müller, Höttl, Kraisy, Bayrer, Grünewald, Dr. Büchl, Stützt, Söhmisch, List, Dr. Stark, Geri Lantschner und Dr. Beutter.
Die Deutschen Bob-Meisterschaften werden, nachdem sich jetzt klares Frostwetter eingestellt hat, am Wochenende in Oberhof in Thüringen abgewickelt.
Vierzehn deutsche Skiläufer und zwar acht Männer und sechs Frauen, wurden zu den in diesem Jahre als Weltmeisterschast ausgeschriebenen ?I8-Rennen in Chamonix gemeldet. Neben den Abfahrts- und Torlaufspezialisten werden auch einige Teilnehmer am Spezialspringen reisen.
Anerkannt vom Reichssachamt Schwimmen als neue deutsche Höchstleistungen wurden die Zeiten von SV. Gladbeck in der Lagenstaffel (100, 200, 100 Meter) mit 4:48,5 und in der 3X100-Meter- Lagenstaffel mit 3:30,4 Minuten.
Ein Weltturnier im Hallenhandball wird 1938 in Berlin veranstaltet. Die besten Vereinsmannschaften der 16 deutschen Gaue werden zu Beginn des Jahres 1938 nach Dortmund eingeladen. Vorher werden die Mannschaften in gau- offenen Turnieren ermittelt, so daß Deutschland in der Lage ist, das geplante Weltturnier mit seinen wirklich besten Mannschaften besetzen zu können.
Bernd Rosemeyer wurde zusammen mit dem bekannten Sportwagenfahrer Paul von Guilleaume und dem Motorradfahrer Hans R i ch n o w für das Jahr 1937 vom Führer des deutschen Kraftfahrsportes in den Beirat der ONS. berufen.
Karl Lorenz, der zusammen mit Jhbe bei den Olympischen Spielen in Berlin das Zweisitzerfahren gewann, ist zum Berufssport übergetreten und will sich hinter dem Berliner Schrittmacher Bajorat als Dauerfahrer versuchen. Der Chemnitzer hat bereits fünf Verträge erhalten.
Stella W a l a s i e w i c z, die in Amerika lebende erfolgreiche polnische Kurzstreckenläuferin und Zweite von den Olympischen Spielen in Berlin, ist aus Not zum Berufssport übergetreten und hat sich dem „Sportzirkus" angeschlossen, dem Jesse Owens, Eddie Tolan und Mildre Didrickson bereits angehören.
Wirtschaft.
v. H ein. Einiges Geschäft hatten wieder Schiffahrtswerte, Hapag 16,75 bis 17 (16,90), Nordd. Lloyd uiw. 17. Don Zellstoffaktien blieben Aschaf- enburger und Feldmühle Papier behauptet, dagegen gingen Waldhof auf 155,75 (157,50) zurück. Etwas chwächer lagen auch Metallgesellschaft mit 153,50 (155). Im einzelnen notierten Reichsbank mit 188,75 (187,50), Bemberg mit 109,50 bis 110 (HO), Holzmann mit 140 (139,50) und Westdeutsche Kaufhof uno. 56,75. Im Freiverkehr wurden Burbach-Kaü mit 70 (68) gehandelt.
Von den variablen Renten setzten Altbesitz mit 118,25 (118,40), Reichsbahn-VA. mit 125,65 (125,25), Städte-Altbesitz mit 117,25 (117) und Kommunal- Umschulüung mit 90,85, dann 90,80 ein.
Das Geschäft blieb auch im Verlaufe klein, die Haltung war aber am Aktien- und am Rente n m a r k t weiter freundlich. Von Aktien erhöhten ich Farben auf 168 nach 167,50, Siemens auf 199 nach 197,90, Mannesmann auf 119 nach 118,75 und Hoesch auf 118,75 nach 118,13. Im übrigen wurden kaum zweite Notierungen festgestellt.
Am Rentenmarkt erhöhten sich Städte-Alt- besitz auf 117,65 nach 117,75, Kommunal-Umschul- dung schwankten zwischen 90,75 bis 90,85, Altbesitz uno. 118,25. Gold Pfandbriefe kamen unverändert, Liguidationspfandbriefe überwiegend 0,13 bis 0,25 v. H. höher und Stadtanleihen meist behauptet zur Notiz. Von Kommunal-Obligationen Rheinische Hyp. 95,25 (95). Auslandrenten waren wenig verändert.
Im Fr ei verkehr bewegten sich Adlerwerke Kleyer zwischen 100,25 bis 102,25, Wayß & Frey- tag etwas schwächer mit 128,50 bis 130,50, etwas ester Ufa-Aktien mit 64,25 (63,50). Tagesgeld unv. 2,50 v. H.
Abendbörse behauptet.
Infolge des geringen Auftragseinganges bewegte ich das Geschäft an der Abendbörse in engen Grenzen, wobei die Aktienkurse nur Geringfügige Veränderungen gegenüber dem Mittagsschlußstand erfuhren. Die Haltung blieb im allgemeinen gut behauptet. Etwas höher tagen Muag mit 140,75 (140), Rheinstahl mit 150 (149,50), ferner hatten Schiffahrtswerte bei weiter leicht anziehenden Kursen einigen Umsatz, Hapag 17,40 (17,25), Nordd. Lloyd 17,25 (17,30). IG. Farben lagen mit 167,50 und Scheideanstalt mit 265 unverändert. Am Einheitsmarkt zogen Konserven Braun auf 85,40 (84,50) an. Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. Etwas Nachfrage erhielt sich nach Städte-Altbesitz- anleihen zu 117,50 Düsseldorfer waren mit 118 gesucht. Kommunal-Umschuldung lagen mit 90,80 unverändert.
U. a. notierten: 6 v. H. Krupp 102, 6 v. H. IG. Farben 133,40, Reichsbahn-Vorzugsaktien 125,50, Oesterr. Papier-Rente 0,80, Commerzbank 110,75, Buderus 120, Mannesmann 119,13, Rheinstahl 150, Verein. Stahl 118,75, BMW. 141, Bemberg 110,25, Conti Gummi 171, Daimler E 124,40.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Jan. Das Angebot an Brotgetreide aus Hessen-Nassau blieb klein. Futtergerste und Hafer, sowie Jndustriegerste waren ebenfalls kaum angeboten. Futtermittel blieben allgemein gesucht, ganz besonders hochwertige, wie Kleie, Oel- kuchen und Schnitzel. Das Weizenmehlgeschäft war in den neuen Typen weiter lebhaft, Roggenmehl liegt ruhiger. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R 15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,05, W16 29,15, W19 29,15, W 20 29,50, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlen-
festpreffs ab Mühlenstatton. Soyaschrot —, kuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchst* preis ab Erzeugerstation, Trockenschmtzel -, Heu 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90 We - zen- -und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt m M., 21. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 100 Rinder (11 Ochsen, 2 Bullen, 66 Kühe, 21 Färsen), 858 Kälber, 163 Schafe, 578 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 39 dis 45 Mk„ Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44; Kalber: Doppelender bester Mast 27 bis 65 beste Mast- und Saugkälber 36 bis 48; Schafe 24 bis 38; Schweine 48,5 bis 52,5 Mk. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Härnmel und Schafe langsam.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
h.h. in 2t Sie haben Anspruch auf Erteilung einer Quittung, aus der sich Betrag, Zeit und Grund Ihrer Leistung eindeutig ergeben. Erforderlichenfalls können Sie Ihren Anspruch auf dem Klageweg geltend machen. Soweit Sie Raten des von Ihnen zu leistenden Betrages noch nicht bezahlt haben, können Sie, falls Ihnen die Erteilung von Quittungen über diese Raten verweigert wird, Ihre Zahlungen zurückbehalten.
L. und G. in G. Sie können Ihren gesamten Schaden von der Pfarrei ersetzt verlangen, da diese bei der Enteignung auch für den Ihnen entstandenen Schaden von der Gemeinde entschädigt worden ist. Erforderlichenfalls müssen Sie Klage erheben.
Rundfunkprogramm
Freitag, 22. Januar.
6 Uhr: Choral. — Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Heitere Musik am Morgen. 9.45: Nachrichten und Sportschau. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: So- ziatdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund (XXXIV). Meister der guten Laune. 15: Volk und Wirtschaft. Der Metzger kaust nicht mehr beim Bauern. 15.15: Poppele von Hohen- krähen. Hörfolge. 16: Klänge aus den Bergen. 17.30: „Upland"-Winter. Ein Januartag in den hessisch- waldeckschen Sauerlandbergen. 18: Musik aus Dresden. 19: „Wo ein Licht winkt, tritt man gerne ein." Eine Winterabendstunde mit Geschichten und Musik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Großes Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk).
Samstag, 23. Januar.
6 Uhr: Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30 Früh- konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: HJ.-Sport. Pferdewagen, Letter und Zimmermannsbalken. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: In fideler Gesellschaft! Allerlei Neuigkeiten. 15.15: Wir bemerken dazu ...! ßanöbienft. 15.30: „Sammeln wir Alteisen?" Ein Pimpfenhörspiel. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Horrido? Ein Mlitärkonzert aus der alten Jägerstadt Marburg a. d. Lahn. 19.30: Der Zeit- fünf bringt die Wochenschau. 19.45: Internationale Wintersportwoche m Garmisch-Partenkirchen. Funkbericht vom Abfahrtslauf für Männer und Frauen. 20: Nachrichten. 20.10: Wunschkonzert zugunsten des WHW. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk).
Oer deutsche Außenhandel im Dezember und im Jahre -1936.
DHD. Die Einfuhr war im Dezember mit 367 Mill. RM. um 11 Mill. RM., d. h. rund 3v.H„ höher als im Vormonat (356 Mill. RM., berichtigt). Mengenmäßig betrachtet war die Zunahme etwas geringer, da die Wertentwicklung durch eine Erhöhung des Einfuhrdurchschnittswerts bei Nahrungsmitteln und Rohstoffen beeinflußt worden ist. Gestiegen ist hier vor allem die Einfuhr von Rohstoffen und Halbwaren. Daneben hat aber auch die Fertigwareneinfuhr leicht zugenommen. In der Gruppe Ernährungswirtschaft war die Einfuhr im Dezember kaum verändert. An der Steigerung der Einfuhr waren vorwiegend europäische Länder beteiligt.
Die Ausfuhr betrug im Dezember 457 Mill. RM. Gegenüber dem Vormonat (422 Mill. RM.) hat sie damit um 35 Mill. RM., d. h. mehr als 8 d. H. zugenommen. Gestiegen ist in erster Linie die Ausfuhr von Fertigwaren, jedoch hat auch der Absatz von Rohstoffen und Halbwaren, sowie von Erzeugnissen der Ernährungswirtschaft gegenüber dem November zugenommen. Die Steigerung der Ausfuhr, die im wesentlichen auf einer Zunahme der Ausfuhrmengen beruht, ist zum Teil als eine jahreszeitliche Erscheinung zu betrachten. Länderweise hat die Ausfuhr im Dezember sowohl nach Europa als auch nach Außereuropa zugenommen.
Die Handelsbilanz schließt im Dezember 1936 mit einem Ausfuhrüberschuß von 90 Mill. RM. gegenüber 66 Mill. RM. (berichtigt) im Vormonat ab. Im Dezember 1935 war die Handelsbilanz mit 43 Mill. NM. aktiv.
Im Jahr 1 9 3 6 betrug die Einfuhr 4218 Mill. RM., die Ausfuhr 4768 Mill. RM. Ge- gegenüber dem Vorjahr ist die Einfuhr um rund 60 Mill. RM., d. h. 1,4 o. H. gestiegen. Diese Zunahme ist jedoch ausschließlich durch eine Erhöhung des Einfuhrdurchschnittswerts bedingt. Das Einsuhrvolumen hat den Vorjahrsumfang nicht ganz erreicht. Während die Einfuhr im Bereich der Ernährungswirtschaft im ganzen, und zwar mengen- und wertmäßig zugenommen hat, blieb sie in der Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft unter dem Vorjahrsstand. Die Ausfuhr ist gegenüber 1935 um fast 500 Mill. RM., d. h. annähernd 12 v. H. gestiegen. Da die Ausfuhrpreise im Jahresdurchschnitt 1936 noch niedriger waren als 1935, war die Erhöhung des Ausfuhrvolumens noch etwas stärker. An der Steigerung der Ausfuhr waren ausschließlich Halb- und Fertigwaren beteiligt, und zwar betrug die Erhöhung bei letzteren wertmäßig fast 15 v. H., der Menge nach sogar rund 17 v. H. Im Bereich der Ernährungswirtschaft sowie bei Rohstoffen blieb die Ausfuhr unter Vorjahrsstand.
Die starke Steigerung der Ausfuhr steht im Gegensatz zur Entwicklung der Einfuhr. Die erhöhte Ausfuhr konnte also noch nicht für eine Besserung der Versorgung der deutschen Wirffchaft mit ausländischen Waren nutzbar gemacht werden, sie führte vielmehr lediglich zu einer Erhöhung der Aktivität des deutschen Außenhandels, und zwar von 111 Mill. RM. im Jahre 1935 auf
550 Mill. RM. im Jahre 1936. Dieser große Aktivsaldo ist zu einem erheblichen Teil durch die bestehenden Zahlungsverpflichtungen, z. B. durch die Liquidation des deutsch-französischen Verrechnungsabkommens, erzwungen worden. Er ermöglichte damit, die auf verschiedenen Verrechnungskonten aus früheren Warenbezügen entstandenen Debetsalden zu verringern und diente außerdem zur Abdeckung laufender Verpflichtungen aus dem Kapital- und Reiseverkehr.
Gchlveinemartt in Gießen.
Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 151 Ferkel und zwei Läuferschweine zum Verkauf. Es kosteten Ferkel von 5 bis 6 Wochen alt 14 bis 17 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 17 bis 21 Mark, 8 bis 10 Wochen alt 21 bis 24 Mark, 10 bis 12 Wochen alt 24 bis 28 Mark, Läuferschweine 42 bis 44 Mark pro Stück. Marktverlauf: mittelmäßig.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 52: Verordnung zur Durchführung und Ergänzung des Gesetzes zum Schutze des Wappens der Schweizerischen Eidgenossenschaft. — 53: Unzulässige Werbung auf Postwertzeichen. — 54: Neuregelung des französischen Umsatzsteuerrechts.
Fwd. Konkurse und Vergleichsverfahren im Dezember. Im Dezember 1936 wurde im „Reichsanzeiger" die Eröffnung von 235 Konkursen und 46 gerichtlichen Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Im süddeutschen Wirtschaftsgebiet, davon in" Württemberg, Bayern, ohne die Pfalz und Baden, stieg die Zahl der eröffneten Konkurse auf 43 (23), die der Vergleichsverfahren auf 8 (6). In Hessen und Rheinpfalz wurden 15 Konkurse gegen 17 im Vormonat und im Saarland 6 (1) Konkurse angemeldet. Vergleichsverfahren wurde eines im W'irtfchaftsgebiet Saarland sowie im Wirtschaftsgebiet Hessen-Rheinpfalz bekanntgegeben.
Rhein-Mainische Börse.
INitlagsbörfe freundlicher.
F r a n k s u rt a. M., 20. Jan. Die heutige Börse unterschied sich von denen der Vortage nur dadurch, daß die Grundtendenz am Aktienmarkt etwas freundlicher war, obwohl die Kursentwicklung auch weiterhin kein einheitliches Aussehen hatte. Dagegen ist die Geschäftstätigkeit noch nicht lebhafter geworden, weil nennenswerte Kundschaftsaufträge nach wie vor fehlen und der berufsmäßige Handel feinen Anreiz zu Eigengeschäften findet. Von wirtschaftlichen Meldungen gab der höhere Ausfuhrüberschuß im Dezember etwas Anregung. Größeres Interesse hält sich weiterhin am Rentenmarkt in erster Linie für die Werte, die noch nicht an der Börse zu gelassen sind, ferner für Goldpfandbriefe und Stadtanleihen. Am Aktienmarkt bewegten sich die Veränderungen innerhalb eines Prozentes. Montan- werte lagen durchweg voll behauptet, im Verlaufe geringfügig fester. Von Elektroaktien waren Siemens um 1,65 v. H. auf 197,90 erholt, Geffürel 147 (146), Licht und Kraft 153,50 (153), dagegen ELG. 136,50 (137,25) und Lechwerke 119 (119,50). Maschinen- und Motorenaktien setzten 0,50 bis 0,75
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß» kurs
Schluß!. Mittagbörse
Damm
19.1
20.L
19.1.
20.1.
5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
101,2
101,25
101,2
101,25
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98,65
98,5
98,5
98,5
5Vi% Young-Anleihe von 1930 ..
102,75
102,75
102,75
—
4%% Hessische Volksstaat von 1929
99,25
99,25
—
99,25
4%% Deutsche Reichspostschatz von
1934 1......................
100
100
100
100,13
4/a% Deutsche Rcichsbahnschatz
98,5
98,5
98,5
98,25
von 1936 I..................
Reichsanleihe-Mtbesitz..........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
i 18,4
130,75
118,2:
130,75
118,4
118,2
Auslos.-Rechten..............
——
——
4/2% Hess. Landesbk. Darmstadt
Goldpse. R. 12..............
5Vi% Hess. Landes-Hyp.-Bank
97,5
97,5
97,5
97,5
101
101
Liqu. Goldpse...............
■■■
47i% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
97,5
97,5
Goldpse. R. 19..............
——
—
47i% Preuß. Gold-Komm. R. 20
47i% Darmstädter Komm.-Lan-
95
95
95
95
desbank R. 6................
94
94,25
—
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
Auslos.-Rechte I.............
123,65
124,25
124
124,75
97,5
47i% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 471% Franks. Hyp. Gold-Komm.
97,5
97,5
97,5
Obl. 2 3....................
95
95
«■*
57t% Franks. Hyp. Liquidation
Goldpse.....................
101,5
101,5
—
—
57i% Rheinische Hyp. Liquidation
Goldpse.....................
102
101,9
110,2
101,65
110,3
101,65
110,3
Steuergütschein-Verrechnungskurs
110,2
5% Goldmexikaner von 1899 ....
—
—
9,75
9,25
4% Oesterreichische Goldrente....
—
—
15
15
4,2% Oesterreichische Silberrente.
——
1,325
1,45
1,4
47i Ungarn Staats von 1913 ....
——
5,4
5,4
5,45
4% Ungarische Goldrente.......
6,2
6,2
6,3
6,35
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
5
5,13
5,13
5% Rumänen von 1903.........
——
6,45
6,55
6,55
47i% Rumänen Gold von 1913..
9,65
9,65
9,65
4% Einheils-Rumänen.........
5,475
5,4
5,4
5,4
4% Türken Bagdad I...........
4% Türken Bagdad II..........
_
_
_
_
2%% I. Anatolier..............
20,75
125
20,25
126,25
20,5
125
20,25
A G. für Verkehrswesen......6
126,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
—
—
41,25
41,65
17,25
Hamburg-Amerika Paket......C
16,9
17,4
16,9
Norddeutscher Lloyd..........0
17
17,25
16,9
17,13
Deutsche Reichsbahn Dorz.-Akt. 7
125,25
125,5
125,4
125,5
Reichsbanl................. 12
187,5
188,75
188,75
188,75
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
—
—
126,13
126,4
Commerz- und Prioat-Bank ... 4
110,75
110,75
110,5
110,75
Deutsche Diskonto............4
114
114
114
114
Dresdner Bank..............4
107,75
107,75
107,75
107,75
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß» kurs
Schluß!. Abend- bbrse
Schlußkurs
SchlußL Mittagbörse
Datum
19.1.
20.1-
19.1.
20 1.
Accumulatoren-Fabrik.......12
äKU-Kunstseide.............O
Aschaffenburg Zellstoff........3
Bemberg........... O
Bekula.................. 8
Buderus Eisen....... 4
Cement Heidelberg...... 7
Gement Karlstadt............6
Chade A.-E..................9
Conti Gummi..............11
Daimler Motoren............ö
Dessauer Gas...............4
Deutsche Erdöl..............5
Deutsche Gold- und Silber .... 9
Deutsche Linoleum.......... 10
Elektrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Felten & Guilleaume.........6
GesfMel....................6
Th. Goldschmidt.............5
Grihner Maschinen........... O
Harpener.................2 7i
Hoesch Eisen............... 37i
Philipp Holzmann........... 6
52,75
110 165,25
119
160
227
172
124,5
147,25
264 168,5 137,25
153
167
139,75
146 128,25 35,25 150,5 118,25
139,5
148
133,5
127
124
93,5 118,65
155
223
149,75 128,75
138,5
160
196,25 203,5 118,5 56,75
133 157,5 25,5
202
52,75
137
110,25
165,25
120
160,5
227
171
124,4
148
265
170
136,5
153,5
167,5
140
147
128,5
36
150,5
119
140
149
132,5
127
125,25
93,5
119,13,
153,5
223,5
150
129
139,75
176
161,5
199
203
118,75
57
132,75
156
25,65
52,75
136,5
110
166
118,75
227
172
124,9
113,65
147,5
169,5
136,13
153,25
166,9
140,5
146
128,25
35,5
150
118,25
139
148,5
133,5
127
143,75
123,75
118,5
155
90,25
222,5
134,25
149,75
128,9
138,25
176
160,75
97,75
198,5
204
118,25
56,75
133
157,75
25,5
203 52,75 136,5
110,75 166,4 120,5
227
125 114,75 148,25
170 136,65 153,5 167,5 139,75
147
129
36 150,25 118,5
140
149,5
133,5
127 144,13 126,25
119
153,5 91,25 222,5
149,5
129
140 175,75 161,75
97,9
198
204 118,9 56,9
133
158
25,5
Kalt Aschersleben............5
Klöckn erwecke............. 4’/2
Kokswerke und Chemische Fabrik 6
Lahmeyer..................6
Mainkraft...................4
Mannesmann............... 3
Mansfelder Bergbau.......67i
Metallgesellschast.............6
Orenstein & Koppel..........O
Rheinische Braunkohle.......12
Rheinische Elektro............6
Rhetnstahlwerke..............6
Rüeinisch-Westfälische Elektro .. 6
Rütgerswerke............... 6
Salzdetfurth Kall..........7%
Schuckert L Co............... 6
Schultheis Patzenhofer........4
Siemens & Halske........... 8
Süddeutsche Zucker.......... 10
Vereinigte Stahlwerke......3%
Westdeutsche Kaufhof.........O
Westeregeln Alkali............5
Zellstoff Waldhof............ 6
Otavi Minen...............0,6
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
19- Januar
20. Januar
19. Januar
20- Januar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld |
Brief
Geld
Brief
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Aires.............
0,755
0,759
0,755
0,759
Japan.................
0,711
0,713
0,711
0,713
Brüssel...................
41,94
42,02
41,93
42,01
Jugoslawien..............
LSlo...................
5,654
5,666
5,654
5,666
Rio de Janeiro............
0,151
0,153
0,151
0,153
61,39
61,51
61,34
61,46
Sofia....................
3,047
3,053
3,047
3,053
Wien.....................
48,95
49,05
48,95
49,05
Kopenhagen...............
54,54
54,64
.54,50
54,60
Lissabon...............
11,10
11,12
11,09
11,11
Danzig...................
47,04
47,14
47,04
47,14
Stockholm...............
62,98
63,10
62,93
63,05
London...................
12,215
12,245
12,205
12,235
Schweiz..................
57,11
57,23
57,08
57,20
HelstngforS................
5,395
5,405
5,385
5,395
Spanien..................
17,73
17,77
17,73
17,77
Paris....................
11,62
11,64
136,49
11,61
11,63
Prag.....................
8,656
8,674
8,656
8,674
Holland ..................
136,21
136,13
136,41
Budapest.................
—
—
—
—
Italien...................
13,09
13,11
13,09
13,11
Neuyork..................
2,488
2,492
2488
2,492


