Aus aller Welt.
Auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier verunglückt.
Vier Rekruten des Aschaffenburger Infanterie- Regiments "wurden nachts auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier von einem Auto angefahren und zu Boden geschleudert. Der schütze Wilhelm h e n tz war sofort t o t. Zwei seiner Kameraden trugen schwere Bein- und Rückenverletzungen davon. Der vierte hat eine Oberschenkeloerletzung erlitten, die leichterer Natur ist. Die Sanitätskolonne brachte die Verletzten ins Krankenhaus. Der Fahrer des Unglücksautos, der 17jährige Kurt Meßner, gibt an, daß er wegen eines entgegenkommenden Fahrzeugs habe abblenden müssen und infolgedessen die Gruppe auf der Straße nicht bemerkt habe.
Flammentod eines schwäbischen Dichters.
In dem Schwarzwald-Luftkurort Hellwangen ereignete sich ein B r a n d u n g l ü ck, bei dem der schwäbische Schriftsteller und Kunstmaler Heinrich Schäff-Zerweck einen schrecklichen Flammentod erlitten. In dem von dem Dichter allein bewohnten Hause brach nachts ein Brand aus, der zwar von den Nachbarn bald bemerkt wurde, aber fo rasch um sich griff, daß es dem kranken und vollkommen hilflosen 75jährigen Greise nicht mehr möglich war, sich zu retten. Mit Heinrich Schäff- Zerweck ist einer der eigenwilligsten schwäbischen Dichter dahingegangen.
Drei Kinder verbrannt.
Ein furchtbares Unglück ereignete sich in einer Siedlung bei Brandenburg an der Havel. Aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache entstand in der Wohnung eines Arbeiters ein Brand, der das Gebäude völlig einäscherte. Drei kleine Kinder des Besitzers, die allein zu Hause gelassen waren, fielen den Flammen zum Opfer, herbeieilende Nachbarn hatten sie nicht mehr retten können.
Lin Kind läuft 40 Kilometer durch den Schneesturm.
In Herschweiler-Pettersheim war ein Kind, wie berichtet, von Hause weggelaufen, weil es einen kleinen Geldbetrag verloren hatte und Strafe fürchtete. Das Kind war in einen hefttgen Schnee- sturm geraten und man befürchtete schon, daß es erfroren sei. Jetzt stellte sich das Kind in Jdar- Oberstein bei Verwandten ein. Es war die ganze Nacht hindurch etwa 40 Kilometer weit im heftigen Schneesturm gelaufen, bis es am nächsten Morgen bei seinen Verwandten erschien.
Lin Kind von Wölfen zerrissen.
In der Nähe des polnischen Dorfes Kiwance im Wilna-Gebiet wurde ein zehnjähriger Junge von einem Rudel Wölfe angefallen und zerrissen. Das Kind war an diesem Tage bis 19 Uhr mit einer Sttafarbeit in der vom Heimatdorf entlegenen Schule festgehalten worden. Auf dem Nachhausewege, der durch einen Wald führte, wurde es dann von dem traurigen Geschick ereilt.
Zwischenlandung des Langslreckenfliegers Major herrle.
Auf der letzten Etappe seines Rückfluges von Batavia mußte Major herrle, aus Wien kommend, infolge schlechten Wetters in Regensburg zwischen- landen. Während der Landungsmanöver geriet das Flugzeug in einen tiefen Graben und wurde beschädigt. Major herrle selbst blieb unverletzt. Nachdem herrle seinen Fernostflug über annähernd 30 000 Kilometer trotz aller klimatischen Schwierig-
Mlfeflfeier der Siedlung Großen-Vuseck.
wg. Großen-Buseck, 20. Dez. In den vergangenen Monaten wuchs am Westrande unseres Dorfes unter der Initiative der NS-Heimstätten- Siedlung eine Siedlung heran. Es handelt sich dabei um 13 Einfamilienhäuser. Die Häuser enthalten
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Blick auf einen Teil der im Entstehen begriffenen NS.-Heimstätten-Siedlung Großen-Buseck. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
im Erdgeschoß zwei Zimmer und eine Wohnküche und im ausgebauten Dachgeschoß ebenfalls zwei Zimmer und ein Badezimmer. Unmittelbar an das Haus ist ein kleiner Stall angebaut. Zum Hause gehört außerdem ein Garten von 800 Quadratmeter Größe. Die Häuser wurden nicht in starren Reihen erstellt, sondern in freier Anordnung gebaut. Die bauausführende Firma ist die „Gewobag" (Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsbau-AG., Frank
furt a. M.). Die Bauleitung liegt th Händen des Architekten Nagel, Gießen.
Zum Richtfest war der Bauplatz schön geschmückt. Don fast allen Häusern flatterten Hackenkreuzfahnen. Für die Kreisleitung der NSDAP, erschien Kreisleiter Backhaus (Gießen). Neben zahlreichen Volksgenossen nahmen vor allem die Bauarbeiter und die Siedler teil. Zunächst sprach im Auftrag der bauausführenden Firma „Gewobag" Herr Nieb- g a l l a, der die Siedlung als eine Tat wahrhaft sozialen Geistes bezeichnete. Die Siedlung, die hier erstand, solle ein Beitrag zur Vertiefung der Volksgemeinschaft sein, sie sei ein Werk des Friedens und ein Beweis des Friedenswillens unseres Führers. Zimmermeister Roth von Steinbach brachte einen schönen sinnvollen Richtspruch zum Vortrag
Sodann sprach Kreisleiter Backhaus (Gießen) und stellte zunächst die Bedeutung des Werkes für Großen-Buseck heraus Dann schilderte er, wie mit der Schaffung von Siedlungen dem Wunsche zur Seßhaftigkeit, zur Bodenständigkeit des deutschen Menschen entgegengekommen werden und wie hier auch dem Arbeiter' die Möglichkeit gegeben werde, sich im eigenen Hause frei zu fühlen. In kurzen Zügen sprach Kreisleiter Backhaus davon, wie sich der Nationalsozialismus mehr als ein Sozialismus der Tat beweise, denn jeglicher Sozialismus der Systemzeit Mit dem Wunsche, daß den Siedlern in diesen neuen Häusern recht viel frohe Stunden vergönnt sein möchten, mit dem Wunsche auch, daß eine fröhliche Jugend in Haus und Garten heranwachsen möge, schloß er seine Ansprache
In kurzen Worten sprach dann noch der Bürgermeister und Ortsgruppenleiter R e b h o l z von Großen-Buseck, der an die mancherlei Maßnahmen erinnerte, die in der jüngsten Zeit zum Wohle der Gemeinde Großen-Buseck durchgeführt wurden Er schloß seine Ansprache und damit die Feier des Richtfestes am Bauplatz mit dem dreifachen „Siegheil" auf den Führer. Im Anschluß daran begab man sich in den Saal Görlach zu kameradschaftlicher Unterhaltung.
(eiten programmgemäß durchgeführt hatte, zwang ihn die Wetterlage, seinen Rückflug in Wien zu unterbrechen. In Regensburg wollte er noch einmal Auskunft über den Rest seiner Flugstrecke einholen. Daß ihn hier bei seiner Landung das Mißgeschick ereilte, ist als ausgesprochenes Pech zu bezeichnen und kann die großartige Leistung seines Fluges in keiner Weise schmälern.
Sieben Todesopfer eines Fabrikbrandes in Chikago.
Beim Brande einer Chikagoer Streichholzfabrik, der den gesamten Gebäudekomplex einäscherte, fanden sechs Arbeiterinnen und ein Arbeiter den Tod in den Flammen. Sieben weitere Arbeiter erlitten schwere Brandwunden und mußten in ein Krankenhaus gebracht werden.
Feuersbrünste in der Türkei fordern 6 Todesopfer.
In der türkischen Ortschaft Gueöl bei Samsun wurden 65 Häuser durch einen Brand zerstört. Eine Frau kam in den Flammen um. In einem Ort bei Balikesir brach in einem Hause Feuer aus, wobei fünf Personen den Tod fanden. Drei weitere Häuser wurden von dem Brand ergriffen und völlig vernichtet.
Rundfunkprogramm
Dienstag, 21. Dezember.
6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk: Der Marsch des Glaubens. Von Reinhard Albrecht. 10.30: Hausfrau, hör zu! 10.45: Sportfunk für die Jugend. 11.40: Deutsche Scholle: Der Weinküfer, ein Kamerad des Winzers! 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musika! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: „Ihr Kinderlein kommet ..Mutter und Kind in der Vor: Weihnacht. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Wir „bummeln" in Berlin — und „drah'n" in Wien. Zwei musikalisch „berauschende" Stunden. 21: Märchenmusiken. 21.15: Der letzte Trau mder alten Eiche. Eine Funkfolge. 22: Nachrichten. 22.30: Sonnwendfeier in Danzig: Deutschland, dein Name soll in uns brennen! 23: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik: Die Welt der Bühne.
Ein Fuhrwerk vom Zug überfahren.
Der Fuhrmann tödlich verletzt.
> Bellerheim (Kreis Gießen), 19. Dez. Am gestrigen Samstag gegen Mittag wurde das mit zwei Pferden bespannte Fuhrwerk des 72 Jahre alten Erbhofbauers Hermann Hahn von hier an einem unbeschrankten Feldwegübergang der Strecke Friedberg—Hungen von einem Zuge erfaßt und überfahren. Dabei wurde der bedauernswerte alte Mann so schwer verletzt, daß er einige Stunden später verstarb
Landkreis Gießen.
h o l z h e i m, 19. Dez. Der 65 Jahre alte Landwirt Friedrich Heinrich Will von hier wurde beim Füttern seines Pferdes im Stalle von dem Tier, derart heftig gegen die Wand gedrückt, daß er mit schweren Brustquetschungen nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Ueber Skandinavien hat sich ein kräftiges Hochdruckgebiet ausgebildet, an dessen Südseite kalte kontinentale Luftmassen nach Deutschland zuströmen. Damit ist für die nächsten Tage winterlich kaltes Wetter zu erwarten, stärkere Niederschläge werden zunächst nicht mehr auftreten.
Aussichten für Dienstag: Wolkig bis heiter, nur noch vereinzelt leichter Schneefall, nachts Fröste, Tagestemperaturen um 0 Grad, Winde aus Nordost.
Aussichten für Mittwoch: Weiterhin kaltes Wetter, heiter bis wolkig und überwiegend trocken.
Lufttemperaturen am 19. Dezember: mittags 2,2 Grad Celsius, abends 0,2 Grad; am 20. Dezember: morgens — 2 Grad. Maximum 2,3 Grad, Minimum heute nacht —2,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe atn 19. Dezember: abends 0,7 Grad; am 20. Dezember: morgens 0,6 Grad. — Niederschläge 1,1 mm. — Sonnenscheindauer 0,3 Grad.
Wintersport-Detterdienst.
Vogelsberg: hoherodskopf: heiter, — 7 Grad, 35 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. — herchenhainer höhe: heiter, — 6 Grad, 38 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Rhön, Wasserkuppe: heiter, —8 Grad, 53 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. — Gersfeld: heiter, —10 Grad, 12 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriok' für den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
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