Ausgabe 
20.10.1937
 
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1.

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Hl 245 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Mittwoch, 20. Oktober 1957

Etlijetni täglich, anher Scintags und Feiertags Heiiagen: Die Illustrierte Adener Familienblätter ^einat im Bild Die Scholle

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Die Gudetendeutschen fordern ihr Recht

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it Regierung die Tatsache anerkennt und dar-

ScharserprotestgegenpolizeiknüppelundZenslir

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pre: sefreiheit" in e« iemokratischen Tschechoslowakei.

Prag, 19 Ott. <DNB.) Wie die Pressestelle der Sudetendeutschen Partei mitteilt, hat der par­lamentarische Club der Abgeordneten und Senatoren der Sudetendeutschen und der Karpathendeutschen Partei an den Vor­sitzenden der Regierung, Dr H o d z a, ein Schrei-

Mt «tschechische Presse mm sich ebenso wie die ?r l ib-igen sogenannten

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Länder in der Presse- es i n

Unser Bild zeigt den Führer der Sudetendeutschen Partei Konrad Henlein. Links neben chm der Abgeordnete Karl Hermann Frank, der, ebenso wie der Abgeordnete Kundt (weiter links) in Teplitz-Schönau von der tschechischen Polizei mit dem Gummiknüppel geschlagen und schwer mißhandelt worden war. Ganz rechts der Abgeordnete Dr. Walter Brand. (Scherl-Bilderdienst-M.)

2 '!> di h e l t damit be- -E ft. zeigt diese äulifjibe derZ e i t", es isiid» tendeutschen Tag- lattler Hier sollte der ercdjt der Sudetendeut- leiin Bartei über die

anÄMssen Vorgänge i n euplitz-Schönau -MsserElicht werden Der Öe Zensor hat je- kum mehr et- fr eben gelas - de weißen Stellen

iei Leitung zeigen die DOn ber Zen- 11 ! t ft r i d) e n wur- ' **rl> das wagt man ^j«Pr/ei» leiheit" zu nen- k^jneni - (Scherl-Bilder- öfoienM)

kischen Urrechte der Sudetendeutschen hingewiesen und dafür Verständnis gefunden. Darauf erfolgte die tschechische Herausforderung. Wollte man damit erreichen, daß sich die Sudetendeutschen zur Wehr setzen? Wollte man dann nach beliebtem Muster behaupten, die Sudetendeutschen seien staatsgefähr­lich und deshalb zu unterdrücken? Man kennt die Methode, man weiß um die hinterlistigen Pläne der tschechischen Regierungsbeamten und Polizisten, die Weisungen ihrer Regierung nach Gutdünken und absolut deutschfeindlich auslegen. Die Sudetendeut­schen haben sich nicht provozieren lassen. Aber sie erwarten vom Staatspräsidenten der Tschechoslowa­kei, daß er nunmehr dem Sudetendeutschtum das Recht verschafft, gegen die Polizeigewalten, die auch gegen ihn und seine Weisungen rebellierten. Der Brief Konrad Henleins hat, obwohl er von der tschechischen Zensur verboten wurde, ein gesamt­europäisches Interesse. Der Präsident antworte. Au eine gute Frage gehört eine gute Antwort. D. S.

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RMs-Tagunv demonstrativ abgebrochen BiNritBlrcram ae ttc KmittottUemn tettoi flnroortttttltht ®trt ntd> tnüttltufv

5«iie Heaen Terror und Hinterlist.

'e, D-r Führer der Sudetendeutschen Partei, Kon- i Aen. ndHenlein, hat einen Brief an den Prä- MTA. ipeir en der tschechoslowakischen Republik gerichtet.

Äaf» Jiejir Brief ist, da er eine wahrheitsgemäße Dar-

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ien i).it immer wieder betont, sie sei eine Demo- alrit In ihr herrsche Meinungsfreiheit. Die Kla- ?nn üLt eine Tschechisierungspolitik gegenüber den -uiMevdeutschen seien eine Fabel Man wolle alles in.n nm die Sudetendeutschen und die Tschechen zu erWien. Der Ministerpräsident Hodza und *1* iSuRenminifter Dr Krofta haben demgemäß

Wirklichkeit? Regierungsvertreter und die tschechische Polizei brechen glatt die Zusagen ihrer Regierung und gehen gegen die Sudetendeutschen vor wie eine Horde Stalins. Nicht einmal d i e Forderung nach Selbstverwaltung darf in die­sem demokratischen Tschechenstaat ausgesprochen werden, nicht einmal die unbestreitbare Tat­sache darf gesagt werden, daß die Tschechoslowakei zusammengesetzt ist aus den verschiedenen Nationa­litäten, also einen Nationalitätenstaat bildet. Wenn die Tschechen in anderen Staaten so behandelt würden, wenn z. B. Männer englischen oder fran­zösischen Blutes in anderen Staaten derartig drang­saliert würden wie die Sudetendeutschen, dann würde eine Entrüstungswelle über die Welt gehen. Diese Entrüstung nicht nur ist jetzt in Deutschland ausgelöst worden, das ganze deutsche Volk steht hinter den sudetendeutschen Forderungen.

Gegenüber der tschechischen Lügenpropaganda hat Konrad Henlein vor allem in London auf die völ-

Elub betrachtet dieses Vorgehen staatlicher Organe als eine schwere Mißachtung der tsche­choslowakischen Verfassungsurkunde. Diese Mißachtung ist um so schwerer, wenn es sich bei den Betroffenen um Mitglieder der tsche­choslowakischen Nationalversamm­lung handelt da diese sogar eine Sonderstellung durch die Bestimmungen der Verfassungsurkunde einnehmen Eine Mißachtung der Verfassungs-

w tie Folgerungen zieht, daß die Tschechoslowakei Absetzung k n a t i o n a 1i1 ä t e n ft a a t ist. Keine Natio- beschästigi oiitct kann derartige moskowitische Gummiknüppel- r Äämpje,'^n gegen ihre Führer ruhig hinnehmen. Wenn es mn, Mi«Tc)litz nicht zu Explosionen der Sudetendeutschen Hein zuiMer die tschechische Polizei kam, dann ist das ziiiflld) der Besonnenheit ihrer Führer zuzuschrei- . über Prag mag sich merken, daß auch das |C(f, Mzi deutsche Volk hinter den gemißhandelten Su-

>e «deutschen steht und fordert, daß seine Brüder ndayn üe-OT tzidetenlande die primitivsten Rechte ihres Da- llieseck Weins von Prag erhalten. Gibt Prag nicht endlich n Die ortiijQ Garantien der Tat denn Garantien durch «gen, Mißhrfi haben nach allen Erfahrungen keinerlei Be- n sehr (ji-)eiiiitw. g dann hat sich Prag selbst zuzuschreiben, Renn" dkooz bas deutsche Volk es als einen Staat betrachtet ans hurm h handelt, in dem moskowittsche Zustande herr- die jNschSin.

lenomM «Zeiade die tschechischen Rufer nach Demokratie, mpf mna-ch Autonomie, nach Selbstverwaltung durch ihre 13Jßt ^oitscruppe haben, als der Tschechenstaat gebildet ft K 'm sie in dem sie nicht einmal die Hälfte der Be- eMnn-tzl^lng ausmachen, diese Forderungen rücksichts- i M.SMgpK vkrneint und versucht, die anderen Nationali- ättn und voran die Sudetendeutschen zu ent- egler AG anonilisieren. d. h. ihnen die Wurzeln ihres Du­z' mit 1534p,1 ihrer Kultur und ihrer wirtschaftlichen Gleich- slzel ckeViülh! qung abzuschneiden. Neben den wirtschaft- ') die Bchchiiir Mitteln, der Tschechisierungspolitik auf allen lekiitr n, ist eine einseitig gegen die Sudeten-

-n gerichtete Versammlungsüberwachung durch chtiikhi-che Polizeioffiziere und ferner eine Zensur nliefert worden, der die berechtigten Forderun- >tt? dr Sudetendeutschen zum Opfer fielen Was nt' ds für Verhältnisse, wenn in einer sogenann- nn Smofratie das sudetendeutsche Volk nicht ein- im schwarz auf Weiß lesen darf, was es fühlt r-i» was sein Führer Konrad Henlein fordert? In ?Ms $Tief Konrad Henleins an den Präsidenten erefc ist nichts enthalten, was nicht mit den hemirn der tschechischen Regierung übereinstimmte.

.iitjer Meinung, eine brutale Unterdrückung des achten dieA-ch-s der 3'/r Millionen Sudetendeutschen, als Mtat iniarer befugter und gewählter Sprecher Konrad 4 erzirMHin legitimiert ist, die über die Grenzen der en kannM^oslowakei hinaus um so tiefere Erregung aus« schiene«),Ke« muß, als diese Sudetendeutschen, Blut von r^ed)tcn=M m Blut, sich loyal in den Tschechenstaat ein- t auf derchusen gewillt sind unter der Bedingung, daß die ürt sichert ~ ' * *

... _ . .. ________ . igemäß ben gerichtet, in dem er seine Entrüstung wegen

A n n Diagramm aufgestellt das vor einem halben der Vorfälle in Teplitz-Schönau am Sonntag zum ahir mel Aufsehen erregte. Aber wie ist d i e * Ausdruck bringt. In dem Schreiben heißt es: Der

emolratischen i(f)|t fl>nug tun letomg ihrer reimeit Wie

ftiüing der skandalösen Vorfälle in Teplitz ent» äelt von der tschechischen Zensur verboten wor- ftern x MWeiter wurden verboten die Darstellungen der n->m m *n der tschechischen Knüppelpolizei mißhandelten E'lüelindeutschen Abgeordneten Frank und Kundt, laen ??® aus der in Teplitz gehaltenen Rede Konrad i1tl4in5 wurden gerade die wichtigsten Teile von erbin öa"wr tschechischen Zensur nicht zur Veröffentlichung YIN un-Lx^^eben Das ist eine Vergewaltigung der ö ff ent-

urkunde von feiten staatlicher Organe ist um so schwerer, weil diese durch einen besonderen Eid zur Beachtung der Verfassungsurkunde und der Gesetze besonders verpflichtet sind Der Club for­dert daher schärfste Maßregelung aller tschechoslowakischen Polizisten einschließlich jener, die allenfalls verhindern helfen wollen, die direkt Schuldigen herauszufinden. Der Club fordert öffentliche Bekanntgabe dieser Maßreae- lung, weil sich die Vorfälle größtenteils vor aller Oeffentlichkeit auf dem Marktplatz eines internatio­nal bekannten Kurortes abgespielt haben. Der Club fordert weiter, daß von der Regierung alle not­wendigen Vorkehrungen getroffen werden, daß ' 1 ein solches Verhalten von staatlichen Organen, auf das wir, ausgehend von Beweismateri'al, bereits feit längerer Zeit andauernd aufmerksam gemacht haben, weder gegenüber Mitgliedern der tschecho­slowakischen Nationalversammlung noch auch gegen­über irgendwelchen Personen auf tschechoslowakischem Staatsgebiet, sei es öffentlich oder hinter verschlosse­nen Türen, wie-derholt. Der Club erhebt gleichzeitig schärfsten Protest gegen die Art der Berichterstat­tung des tschechoslowakischen Preßbüros sowie gegen das Verhalten der Zensurbe- hörde. Es geht nicht an daß das tschechoslowa­kische Preßbüro die Tatsachen absolut entstellt und, wesentliche Tatsachen verschweigend, Berichte aus­geben darf, deren presiegesetzliche Berichtigung die­ser Berichte sowie Tatsachenschilderungen der betrof­fenen Parlamentarier ober von Augenzeugen der Zensur verfallen, und daß deswegen Zeitungen be­schlagnahmt werden. Der Club protestiert auch auf das schärfste gegen die Verhinderung der Veröffent­lichung des offenen Briefes des Vorsitzenden der Sudetendeutschen Partei, Konrad H e n l e in , an den Herrn Präsidenten der tschechoslowakischen Re­publik. Dieses Vorgehen der Zensurbehörde und des tschechoslowakischen Preßbüros schädigt ebenso das Prestige des Staates wie das Verhalten der schul­digen Staatsorgane in Teplitz-Schönau.

Rudolf Heß fährt nach Rom.

Auf Einladung Mussolinis Teilnahme am

15. Jahrestage des Marsches auf Rom

Berlin, 19. Oft (DNB.) Der königlich Ita­lienische Botschafter besuchte am Dienstag den Stellvertreter des Führers, um ihm im Auftrage des Duce dessen Bild mit per­sönlicher WidmungDem Kameraden Rudolf Hetz in herzlicher Verbundenheit- zu überreichen Bei dieser Gelegenheit überbrachte der Botschafter eine Einladung an d i e Partei, durch eine Ab­ordnung an den großen Veranstaltungen, die am 28. und 29. d. M.» dem 15. Jahrestag des Marsches auf Rom und der Uebernahme der Macht durch die Faschistische Partei, statlfin- den, teilzunehmen. Der' Ducec ließ zum Ausdruck bringen, dah er es besonders begrützen würde, wenn Reichsmini st er Rudolf hetz per­sönlich der Einladung Folge leiste.

Reichsminister Rudolf hetz wird sich zu dem vor­gesehenen Zeitpunkt mit der Abordnung der RSDAp. zu den Feierlichkeiten nach Italien begeben. Der Abordnung gehören an: Der Stabs­chef der SA. Luhe, Reichsleiter Dr. Frank, so­wie die Gauleiter Adolf Wagner (München), lerbooen (Essen), und stellvertretender Gau­leiter G ö r l i h e r (Berlin), in deren Gaustädten der Duce wahrend seiner Deutschland­reise weilte.

Besondere Ehrung des Reichsführers 66.

DerDuceüberreichtHimmlerdenEhrendolch der faschistischen Miliz.

Rom, 19. Okt. (DNB.) Mussolini hatte dem Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei, Himmler, mit seiner Begleitung zu einer Ehrung in das Generalstabsgebäude der faschistischen Miliz emgeladen An dieser Ehrung nahmen viele füh­rende Persönlichkeiten Italiens teil, weiter der deut­sche Botschafter und ausländische Polizeiabordnun­gen. Aus den angrenzenden Straßen um das Ge­neralstabsgebäude hatten d i eM usketiere des Duce" und Abordnungen aller faschistischen Milizen Aufstellung genommen Beim Erscheinen des Duce gingen beim Gruß seiner Legionäre die Fahnen Italiens und Deutschlands an den Masten hoch Der Duce begab sich in Beglei­tung des Reichsführers ff in den Hof des General­stabsgebäudes Die im Hose angetretenen Milizen stimmten dann die revolutionären Kampflieder der aschistischen Bewegung an, die der Duce zum Teil elbft mitfang. Die Feier schloß mit der von allen begeistert gesungenen Giooinezza. In der Ehren­halle für die Toten der faschistischen Bewegung legte der Reichsführer ff einen Kranz nieder Der Duce überreichte ihm und dem Chef des Hauptamts der ff den Ehrendolch der faschistischen Miliz. Dann begab sich der Duce mit dem Reichsführer ff und dessen Begleitung vor das Generalstabsgebäude, wo er den Vorbeimarsch der faschistischen Legionäre abnahm.

Am Vormittag hatte der Reichsführer ff, be­gleitet von den Herren der deutschen Abordnung, Kränze am Grabmal des Unbekannten Soldaten und am Ehrenmal für d i e gefallenen Faschist en niedergelegt. Der Feier wohnte eine große Menschenmenge bei, die die deutsche Abordnung herzlich begrüßte Am Nachmittag gab der Gouverneur von Rom