Ausgabe 
20.9.1937
 
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von Mittag ab bis weit in den Nachmittag hinein den Veranstaltern und den übrigen Interessenten einen ziemlichen Strich durch die Rechnung. Der Besuch des Festzeltes am Nachmittag wurde durch die Ungunst des Wetters erheblich beeinträchtigt, das Sitzen im Freien war nach der empfindlichen Abkühlung auch nicht geradezu begeisternd. Dennoch fand sich eine ziemlich große Festgemeinschaft ein, bei der die Sportangler mit ihren Familienangehö­rigen einen erheblichen Teil stellten. Zur Unterhal­tung bot der Fremdenverkehrsoerein in dem Fest­zelt die gute Musik des Musikzuges der SA.-Stcm- darte 116, den Kindern wurde mit einem Umzug und mit allerlei kleinen Geschenken, sowie mit son­stiger Kurzweil der Aufenthalt angenehm gemacht. Im Verlaufe des Nachmittags sprach Burgermei- ster Prof. Dr. Hamm als Vorsitzender des Frem­denverkehrsoereins den am Preisangeln beteiligten Sportanglern den Dank des Verkehrsvereins für , ihre Mithilfe aus. Ferner wurden von dem Bezirks­

führer der Sportangler Herrn Röhr die nach­stehend mitgeteilten Ergebnisse des Preisangelns bekanntgegeben. Als Preise wurden den Siegern Angelgeräte überreicht.

Den Ausklang des Tages bildete am Abend aller­lei Geselligkeit in dem Festzelt. Der Musikzug der SA.-Standarte erfreute wiederum durch seine guten Darbietungen. Tanzlustige hatten auf der ansehn­lichen Tanzfläche Gelegenheit zu ausgiebiger Be­tätigung. Gegen 22 Uhr brannte der Pyrotechniker Bourgois am Ufer des Teiches ein schönes Feuerwerk ab, das allgemein Anklang fand. Im Festzelt herrschte dann noch lange, bis nach Mitter­nacht, flotter Betrieb.

Die Sieger beim Preisangeln.

H a u p t p r e i s : a) für das höchste Gesamt­gewicht des einzelnen Anglers an gefangenen Karp­fen: Williy Weil, Riegelpfad 72, vom Angel­

sportverein Gießen und Umgebung. Fang: 5 Karp­fen zu 6, 7%, 7, 7% und 6 Pfund. Insgesamt 34 Pfund oder 17 Kilo.

Hauptpreis: b) schwerstes Einzelgewicht für den einzelnen Angler: Theo O r n i n g , Aulweg 42, Angelsportverein Gießen, und August S ch o m b e r, Krofdorfer Straße 110, VereinSportangler 1935" Gießen, die je einen 8%pfündigen = 4% Kilo schweren Karpfen geangelt haben. Das Los entschied für Theo O r n i n g als Sieger.

Hauptpreis: c) für den Anglerverein, der im Verhältnis zu der Zahl seiner beteiligten Mitglieder das höchste Fanggewicht erreichte:

Angelsportverein Gießen und Umgebung: Mit 15 Mitgliedern bei einem Gesamtgewicht von 126% Pfund = 63% Kilo ein Gewicht pro Kopf des be­teiligten Mitgliedes von 8,416 Pfund.

VereinSportangler 1935 Gießen und Um­gebung: Mit 22 Mitgliedern bei einem Gesamt­gewicht von 185% Pfund = 92,63 Kilo pro Kopf des beteiligten Mitgliedes 8,414 Pfund.

Trostpreise:

1. Willy Philippi, VereinSportangler 1935", Gesamtfang 21% Pfund <= 10,75 Kilo. 2. Karl Steller, VereinSportangler 1935", Gesamt­fang 17 Pfund = 8,75 Kilo. 3. Ferdinand Steller, VereinSportangler 1935", Gesamtfang 14 Pfund = 7 Kilo.

Gewicht des Gesamtfanges der einzelnen Vereine: Angelsportverein Gießen und Umgebung: 15 Mit­glieder, 126% Pfund = 63,25 Kilo.

VereinSportangler 1935" Gießen und Umge­bung: 22 Mitglieder, 185% Pfund = 92,63 Kilo.

Fischweid-Klub Gießen: 9 Mitglieder, 18 Pfund = 9 Kilo.

Gesamtgewicht der von allen Vereinen gefangenen Karpfen: 329% Pfund = 164,38 Kilo.

Oie Vorarbeiten zum diesjährigen Veichserntedankfest.

2. Oktober (Sonderzug von Franlurt über ButzbachGießen-Lollar.

NSG. Die Vorarbeiten zum diesjährigen Reichs- . Erntedankfest auf dem Bückeberg haben bereits nach ! der ersten Sitzung der Organisationsleitung, die in Hameln unter dem Vorsitz des Ministerialrats Gutte^er stattfand, begonnen. Auf dem Bücke­berggelände wurden seit Frühjahr große Planie­rungsarbeiten vorgenommen. Die Bodenbewegungen am oberen Platzteil wurden derart durchgeführt,, daß der Platz von außen nach innen in sanfter Neigung abfällt. 100 000 Kubikmeter Erde mußten zu diesem Zweck fortbewegt werden. Das riesige ; Oval wird durch den 500 Meter langen Führerweg durchquert und ist so gelegt, daß der Führer von den an den Seiten aufgestellten Trachten- und Landarbeitergruppen und allen übrigen Teilneh­mern gesehen werden kann. Die 66 000 Quadrat­meter große planierte Fläche ist erstmalig mit Grassamen bestellt, so daß sie in diesem Jahre be­reits eine gute und haltbare Grasnarbe überzieht.

Das Reichserntedankfest soll nach der persönlichen Entscheidung des Führers immer in der herrlichen freien Natur stattfinden. Der Plan, der dem Ge­samtprojekt zugrunde liegt und dessen enbgültige Durchführung etwa noch zwei Jahre erfordert, sieht vor, daß die notwendigen Bauten an Tribünen für Presse, Rundfunk, Post, Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen so aufgeführt werden, daß sie den Gesamtcharakter nicht stören. Um den Hunderttausenden den Anmarsch so bequem wie möglich zu machen, werden alle Straßen in besten Zustand versetzt. Der Weinbergweg im westlichen Hang z. B. wird mit Treppenpflaster belegt. Nach Durchführung der Hauptplanierungsarbeiten wird eine großzügige Abwässerungsanlage geschaffen, da­mit einströmendes Wasser keine Zerstörung mehr anrichten kann.

Den vielfachen Wünschen der Teilnehmer aus den Vorjahren entsprechend wird in diesem Jahre aus jedem Gau neben den Sonderzügen ein Zug fahren, dessen Teilnehmer Gelegenheit haben, mehrere Tage vor und nach dem Fest an der Weser zu verbleiben. Auf die endgültigen Fahrtzeiten der Sonderzüge ab Frankfurt a. M. sei nochmals hingewiesen. Am Samstag, 2. Oktober, geht um 21.45 Uhr ein Sonderzug von Frankfurt a. M. über Offen­bach, Hanau, Langenselbold, Gelnhausen, Wächters­bach, Schlüchtern, Flieden nach Grohnde, am Fuße des Bückeberges, wo er morgens 7.25 Uhr ein­treffen wird. Sonntag 22 Uhr wird die Rückfahrt angetreten. Der Zug ist Montag früh 6.57 Uhr in Frankfurt a. M. Der zweite Sonderzug geht 22.08 Uhr in Frankfurt ab, fährt über Vilbel-Nord, Friedberg, Nauheim, Butzbach, Gießen, Lollar, Niederwalgern, Marburg, Cölbe, Bad Pyrmont nach Emmertal, das er mor­gens 5.36 Uhr erreicht. Um 19.05 Uhr tritt der Sonderzug die Rückreise an und trifft Montag früh 2.42 Uhr in Frankfurt ein. Außerdem gibt noch ein Zug Gelegenheit, mehrere Tage im Weserbergland zu verweilen. Dieser Sonderzug gestattet, Holz­minden und seine Umgebung zwei Tage vor und zwei Tage nach dem Reichserntedanksest näher kennenzulernen. Das eigentliche Fahrterlebnis wird der Staatsakt auf dem Bückeberg fein. Dieser Zug geht am 1. Oktober um 22.10 Uhr in Frankfurt am Main ab und fährt über Offenbach, Hanau, Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach, Schlüch­tern, Flieden nach Holzminden. Am Dienstag, 5. Oktober, 16.39 Uhr, fährt er auf dem gleichen Wege nach Frankfurt a. M. zurück.

Aus der engeren Heimat.

Neues Aussichtsgerüst auf dem Wintersteingipfel.

Das Aussichtsgerüst auf dem Felsen des Winter­steingipfels, das vor Jahren von dem Taunusklub errichtet worden war, ist baufällig geworden und mußte entfernt werden. Das Hessische Staatsbad hat unter tatkräftiger Beihilfe des Forftamtes Bad- Nauheim anstelle dieses alten Turmes von etwa vier Meter Höhe ein 8,10 Meter hohes, aus Eichen­rundholz bestehendes Gerüst mit einer Plattform von 4,50 auf 4,50 Meter auf Betonunterlage er­richten lassen. Unter der Plattform befindet sich eine gegen Regen gedeckte Untertretmöglichkeit. Der Rundblick von dem Winterstein ist durch dieses hohe Gerüst umfassender geworden. Bei klarem Wetter kann man Frankfurt a. M. mit seinem Funkturm von dem Winterstein aus sehen. Auch der westliche Taunus läßt sich jetzt erheblich besser überblicken.

Landkreis Gießen

A Großen-Linden, 19. Sept. Zum Tag des deutschen Volkstums veranstaUete ge­stern abend die hiesige Gruppe des Volkshundes für das Deutschtum im Ausland in Schaums Saalbau eine Volksdeutsche Kundgebung in Ver­bindung mit der Schule und den Parteigliederun- gcn. Nach Begrüßung durch den Leiter der VDA.- Gruppe, Lehrer Arnold, sprach Studienrat Seybold, Gießen, über die Lage des Auslands­deutschtums. Besonders eingehend wandte er sich der Volksdeutschen Not unter den Grenzlanddeul- « schen zu, der der VDA. zu steuern.sucht. Anderseits betonte er auch die politische und wirtschaftliche Be­deutung der Ausländsdeutschen für uns im Reich. Bürgermeister Michel richtete einen warmen Ap­pell zur tätigen Mithilfe an die Versammlung. Die Veranstaltung wurde umrahmt durch prächtige Dar­bietungen des Turnvereins, sowie durch Gedicht­vorträge und mehrstimmige Schülerchöre unter Lei­tung von Lehrer Obermann.

* Großen-Linden, 18. Sept. Bei einem schweren Sturz erlitt der 74 Jahre alte Invalide Heinrich Pirr I. von hier einen Unterschen- kelbruch, der seine Ueberführung in die Klinik nach Gießen erforderlich machte.

A AIlendorf (Lahn), 18. Sept. Auf dem Bahnhof Dutenhofen, wo er beschäftigt ist, ! kam der Bahnarbeiter Ludwig Euler von hier beim Ueberfchreiten der Gleise so unglücklich zu Fall, daß er einen Beinbruch erlitt.

D Watzenborn-Steinberg, 20. Sept, r Heute begeht Müllermeister Johann Philipp XU. ' in guter geistiger und körperlicher Frische seinen I 8 2. Geburtstag.

I Eberstadt, 19. Sept. Dieser Tage hielt un­sere Gemeinde ihre diesjährige O b st v e r st e i g e - rung ab. Es hatten sich dazu sehr viele Kauflieb­haber eingefunden. Sämtliches Obst wurde nur gegen Barzahlung versteigert. Infolge des geringen Behanges der Bäume waren die Preise im Durch­schnitt sehr hoch. Es kosteten Aepfel, je nach Sorte, 8 bis 10 Mark, Birnen 6 bis 8 Mark. Der Ertrag an Zwetschen war unbedeutend. Trotzdem es wenig Obst gab, konnte die Gemeinde doch rund 200 Mark mehr einnehmen, als im Vorjahre. Von den Mitgliedern der NS.-Frauenschaft wurde eine größere Menge Honig für das Winter- hilfswerk gekocht. Die Birnen waren von den Gemeindebäumen und wurden von den Schülern gesammelt und abgemacht.

50 Fahrräder

für eifrige Iugendherbergs Werber.

LPD. Frankfurt a. M., 19. Sept. Nach dem besonders erfolgreichen Reichsopfer- und Werbetag des Jahres 1937 nahm heute der Landesver­band Rhein-Main im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen Veranlas­sung, 50 Fahrräder an diejenigen Preisträger auszuteilen, die sich bei der Werbung und der Sammlung für den Reichsverband besonders aus­gezeichnet haben. Der Landesverbandsleiter G e i ß- l e r vom Landesverband Rhein-Main hatte im Haus der Deutschen Jugend zu Frankfurt a. M. die 50 Preisträger aus allen Teilen des Gaues, von Biedenkopf bis zum Odenwald, von Rhein, Main und Lahn um sich versammelt und dankte ihnen in herzlichen Worten für ihre emsige Tätigkeit zu Gunsten des Iuaendherbergswerkes. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß in diesem Jahre das Ergebnis so ausgezeichnet gewesen sei, daß der Verband sein Bauprogramm in allen projektierten Formen durchführen könne Als Preisträger konn­ten 40 Angehörige des BDM., der HI. und des Jungvolks und außerdem zehn Schuljungens fest- gestellt werden, die aus der Hand des Landesver- bandsleiters die Räder in Empfang nahmen und damit gleich nach dem ihnen gespendeten Mittag­essen die Heimfahrt unternahmen. Eine Vertreterin der Obergauführerin, ein Vertreter des Gebiets­führers der HI. und ein Vertreter des NSLB. rich­teten ebenfalls Worte des Dankes an die Preisträ­ger und forderten sie auf, auch im nächsten Jahre wieder so eifrig während der Opfer- und Werbe­woche tätig zu sein, denn die heutige Anerkennung seitens des Landesverbandes müsse ihnen ein er­neuter Ansporn sein.

SJL-tfport

NGKK.-Besuchsfahrt nach Zugos awien.

Am Sonntagmorgen startete in Berchtes­gaden unter Führung von Korpsführer Hühn­lein eine 30 Wagen starke Kolonne des NSKK. zu einer 17tägigen Besuchsfahrt nach Jugoslawien und Bulgarien, die von Berchtesgaden nach Zagreb, Sofia und Cetinje führt. Vor dem Start wies Korpsführer Hühnlein darauf hin, daß die Wimpel des NSKK. wieder einmal in fremden Landen als Künder des neuen Deutschland und als friedliche Boten deutschen Wirkens und Wollens flattern werden. Die Fahrt- habe die Aufgabe, die Freund­schaft der besuchten Länder mit Deutschland noch enger zu gestalten. Am Sonntagabend traf die NSKK.-Kolonne in dem slowenischen Kurort B l e d ein, wo sie vom Präsidenten des Slowenischen Autoklubs und dem deutschen Gesandten in Belgrad von Heeren empfangen wurde. Am Montag wird die Fahrt nach Zagreb fortgesetzt.

Italienischer Sieg bei Mailand-München

Die Radfernfahrt MailandMünchen, an der je acht Amateure von Deutschland, Italien und Oester­reich beteiligt waren, erbrachte einen überlegenen Sieg der Italiener, die in der Länderwertung die Spitze vor Deutschland und Oesterreich behaupten konnten und damit den Ehrenpreis des Führers gewannen. In der Gesamtwertung kam der Ita­liener M e n a p a c e zum Endsieg, womit er in den Besitz des vom italienischen Regierungschef gestifte­ten Ehrenpreises gelangte. Die deutschen Fahrer hielten sich ganz gut, waren aber in den Bergen den Italienern unterlegen, die auf und davon zogen. Die Ueberlegenheit der Italiener war schon am zweiten Tage, als es ins Gebirge ging, klar, doch wurde sie auf der Schlußetappe von Innsbruck nach München über 150,7 Kilometer noch weit deutlicher. Durch einen guten Platz in der dritten Etappe behauptete sich der Chemnitzer Hackebeil als vesier Deutscher.

Fußball der heimischen Mmischasten.

Ergebnisse der Bez rksklasse Greßen.

Bissenberg Burg 4:2.

Frohnhausen Lollar 4:3.

Sinn Naunheim 4:2.

Steinberg Butzbach f. St. gern. Wetzlar Steindorf 11:3.

Der einleitende Sonntag der Bezirksklassenspiele stand im Zeichen der Platzmannschaften.

Bissenberg mußte sich mächtig strecken, um Burg niederzuringen. Burg hatte in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und lag lange Zeit mit 1:0 in Führung. Erst als Bingel und Keller die Platz­besitzer in Front gebracht hatten, tarnen die Bissen­berger besser ins Spiel, so daß der Sieg als ver­dient zu bezeichnen ist.

Lollar erwies sich Frohnhausen als gleichwertiger Gegner. Bei der Pause mit 1:1 stand es nach dem Wechsel lange Zeit unentschieden, und es hatte den Anschein, daß dies auch das Endresultat werden müsse. Mit etwas Glück schafften die Platzbefitzer dann kurz vor Schluß den Siegestreffer.

Naunheim mußte in Sinn Federn lassen. Das Hauptverdienst an dem Sieg der Sinner trägt der Tormann Betz, der einfach nicht zu überwinden war und damit bewies, daß seine Ausstellung als Ersatz­hüter für die Gaumannschaft am Sonntag in Stutt­gart nicht von ungefähr kommt.

Beim Spiel in Steinberg hatte man sich auf einen früheren Beginn geeinigt. Butzbach war jedoch zu vereinbarter Zeit nicht da und traf erst ein, nachdem der Schiedsrichter an- und abgepfiffen hatte. Prak­tisch ist damit das Spiel für Steinberg gewonnen, d h. wenn Butzbach die Verspätung des amtlichen Verkehrsmittels nicht nachweisen kann.

Wetzlar überraschte mit einem Bombensieg den Neuling Steindorf nicht wenig. Trotz mehrfachem Ersatz war der vorjährige Meister stets die über­legen spielende Mannschaft.

Spielvereimgung 1900 Gießen.

1900 SA.-Kampfgemeinschafl 7:1.

Das Spiel konnte nur zum Teil befriedigen. Beide Mannschaften kamen mit Ersatz und da der Platz durch den kurz vor Beginn niedergegangenen Regen stark aufgeweicht war, litt das Spiel auch noch unter diesem Einfluß.

Don Beginn an gestalten die Blauweißen das Spielgeschehen überlegen. Vom Anstoß wandert der Ball in den Straftaum der Gäste. Den ungenügenden Abschlag des rechten Verteidigers erwischt Garth. legt zu Rinderknecht und dessen Schuß prallt vom

Pfosten ab. Beim nächsten Angriff der Platzbesitzer ist es die Latte, die einen Erfolg verhindert. In der 8. Minute heißt es 1:0 für 1900. Schellhaas flankt richtig und vom Kopfe Löbfacks landet der Ball im Netz. Nach längerer Belagerung ist es wieder Löb- sack, der für die 2:0-Führung sorgt. Die Bemühun­gen der SA.-Kampfgemeinschaft, sich aus der Um­klammerung zu befreien, scheitert an der Verteidi­gung Lehrmund-Lippert, die die Gegenangriffe schon an der Mitellinie abfangen. Das Eckenverhält­nis wächst immer mehr. Durch Rinderknecht er­höhen die Blauweißen und noch vor der Pause stellt Kociok das Ergebnis auf 4:0.

Nach dem Wechsel ist die SA. munterer. Eine Umstellung (der Mittelstürmer spielt jetzt Mittel­läufer) hat sich günstig ausgewirkt. Seine weiten Schläge schaffen Luft in der Gefahrenzone. In der 55. Minute führt ein guter Angriff der Gäste durch den Rechtsaußen Faber zum verdienten Ehren­treffer. Wenig später ist es Kociok, der die alte Dif­ferenz wieder herstellt. Eine Vorlage von Löbsack spitzelt er aufs Tor. Der Torwächter kann zwar abwehren, aber gegen den Nachschuß ist nichts zu machen. Jetzt kommt die Kampfgemeinschaft für kurze Zeit auf. Bei einigem Verständnis im Sturm hätte hier leicht eine Verbesserung des Resultats er­folgen können. Bei einem erneuten Angriff von rechts kommen die Blauweißen durch Garth auf 6:1 und kurz vor Schluß ist es Lippert, der einen Elf­meter, den der Tormann an ihm verschuldete, erfolg­reich abschließt.

Bei der SA.-Kampfgemeinschaft machte sich das Fehlen von Heilmann ausschlaggebend bemerkbar. Am erfolgreichsten war noch die Hintermannschaft, die sich trotz der 7 Tore von der besten Seite zeigte. Die Läuferreihe konnte ihrer Aufgabe, den gegne­rischen Sturm zu halten, nicht ganz gerecht wer­den und der Sturm scheiterte an der sicheren Arbeit von Lehrmund und Lippert. Die Blauweißen in der Ausstellung mit Weihrauch, Lehrmund, Lippert, Erhard, Kirchner, Theiß, Schellhaas, Garth, Löb­sack, Kociok, Rinderknecht konnten nur zum Teil be­friedigen. Manch guter Handlung standen mehrere böse Schnitzer gegenüber. Den Ersatz als Entschul­digung anzuführen, genügt nicht ganz.

Sportverein 1920 Lollar.

Frohnhausen I Lollar I 4:3 (1:1).

Bei dem gestrigen Spiel in Frohnhausen mußten die Lollarer die ersten Punkte lassen. Allerdings hätte es auch anders sein können: denn die Lol­larer führten noch eine Viertelstunde vor Schluß

Hier abschneiden!

Gesichtsdampfbäder

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Gespenster

setzliche Vertreter führt die Pro­hesse des Vertretenen, schließt für ihn Rechtsgeschäfte ab. Der ge­setzliche Vertreter braucht zum Abschluß von Erundstücksgeschäf- ten, zu Verfügungen über oas Vermögen des Vertretenen im ganzen ober über eine Erbschaft, zur Ausschlagung einer Erb­schaft oder eines Vermächtnisses, zur Veräußerung oder zum Er­werb eines Erwerbsgeschäftes, zur Darlehnsaufnahme, Einge- huna einer Bürgschaft und ver­schiedenen anderen Rechtsge­schäften die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts.

Eesichtsdampfbäder erfrischen die Eesichtshaut und lasten Müdig­keitserscheinungen verschwinden. Män hält den Kopf unter einem Tuch, bis zehn Minuten, über dampfendem Kamillen- ober Lin- benblütentee, trocknet bas Gesicht leicht ab unb wäscht es mit eis- kaltem Wasser. Man kann auch ein heißes, feuchtes Tuch kurze Zeit aufs Gesicht legen unb bann ebenfalls kalt nachwaschen. Bei beiben Verfahren reibt man natfj< her bie Haut mit Creme ein.

Eesichtsneuralgie, eine sehr schmerzhafte, anfallsweise auf« tretenbe Erkrankung des Gesichts­nervs (Trigeminus) mit seinen brei Asten. In schweren Fällen sehr heftige, dicht gebrängte An­fälle, oft mitlränenträufeln ver- bunben, burch Bewegungen beim Sprechen unb Kauen ausgelöst. Ursache nicht immer klar, manch­mal bei Zahnleiben,Nasenleiben, Stirnhöhlenkatarrh. nachSchädel- bruch, bei Ohren-Erkrankungen,

auch bei Infektionskrankheiten, ij. 23. Syphilis, möglich. Ärztliche Behandlung unbebmgt nötig, be- fonbers auch zur Feststellung bes etwaigen Erunbleibens. Bei klei­nen Änfällen helfen zur ersten ßinberung vielleicht kühle Um­schläge, Pyramibon usw. Die Be­hanblung ist sehr langwierig!

Gesichtspflege ist bie kosmetische Behanblung bes Gesichtes burch Mastagen, Dampfbäder unb Pak- fungen zur besseren Durchblutung ber Haut, bie baburch ein frische­res Aussehen erhält. Diese Art ber Behanblung läßt man zweck­mäßig in einem Schönheitsinsti­tut vornehmen. Trägt man Krem Puber unb Schminke auf, so muß bas Gesicht abenbs grünblich ent­fettet werben, was am besten mit einem Eesichtswaster geschieht.

Gesichtsrose, Wunbrose, Rotlauf. Von Wunben ausgehenbe, sehr ansteckenbe Entzünbung ber Haut unb Schleimhäute. Zeichnet sich aus burch scharf begrenzte, flä­chenhafte Rötung ber Haut, wan- bert von einem Platz zum ande­ren, ist mit Fieber unb körper- lichem Unbehagen verbunden. Vollstänbige Heilung nach Ab­schilferung ber Oberhaut. Kommt häufig roieber. Die Krankheit ist ernst, muß auf jeben Fall burch benArit behanbelt werben. Siehe auch Wunbrose.

Gespenster, Spukgestalten, bie nur im Volksglauben vorhanben sinb, mit bereu angeblichem Er­scheinen man niemals Kinber er­schrecken soll.

Glas und Glas ist zweierlei.

Gemeint ist jetzt das Jenaer Glas, das sich durch verschiedene Vor­teile vom anderen Glas unterscheidet. Vor allem ist es feuerfest, so daß Sie es auf jeder Flamme, ob Kohle, Gas ober Elektrizität verwenden und sofort vom Feuer auf den Tisch bringen können.

J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146.