Der Führer und Reichskanzler hat befördert: zu Generalarbeitsführern: die Oberstarbeitsführer Simon, Führer des Arbeitsgaues XIV, Roch, Führer des Arbeitsgaues X; zu Oberstarbeitsführern: die Oberarbeitsführer von Preffentin, Führer des Arbeitsgaues VIII, von Wenckftern, Führer des Arbeitsgaues IV, Hoppenrath (Arbeitsgau XXI), Stoll, Chef des Planungsamtes d. Reichsleitung, Pre u fch en, (Arbeitsgau XIII), Berck (Arbeitsgau XIX), Maß- mann (Arbeitsgau IX), L a m b e e k (Arbeitsg. I), Meißner (Arbeitsgau XIV), Dreyer (Arbeitsgau XXIII), Müller (Arbeitsgau XXX), Leuth- ner (Arbeitsgau V), Beelitz, Chef des Erzie- hungs- und Ausbildungsamtes der Reichsleitung.
♦
Der Führer hat am 20. April 1937 dem Reichs- poftmimfter Pg. Wilhelm Ohneforbe den Dienst- arad eines RSKK.-Gruppenführers verliehen. Befördert wurde zum Oberführer der Präsident des DDAC. Standartenführer Freiherr von Egloffsteln. Die Beförderungen in der SA. werden am 1. Mai, dem Nationalfeiertag des deutschen Volkes, bekanntgegeben.
Die Regierungspressestelle in Düsseldorf teilt mit:' Der Dberfmrgermeifter der Stadt Düsseldorf, Dr. Wagenführ, ist vom preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Göring im Einvernehmen mit dem Reichs- und preußischen Minister des Innern Dr. Frick mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Mit der einstweiligen Verwaltung der Geschäfte des Oberbürgermeisters ist der Generaldirektor der Rheinischen Bahngesellschaft Otto Liederley in Düsseldorf als Staatskommissar beauftragt worden.
Kunst und Wissenschaft.
Uraufführung
des italienischen Films „Diorio"'.
In Berlin fand die deutsche Uraufführung des italienischen Jugendfilms „Mario" statt. Die Anwesenheit des Führers, der mit fast allen führenden Männern des Staates und der Partei, sowie den Angehörigen des Diplomatischen Korps fein Interesse für die Jugend des befreundeten faschistischen Italien bekundete, gab der Aufführung besondere Bedeutung. Der Film kann als Dokument des Kampfes um Rom nirgends besseres Verständnis finden, als in Deutschland, das wie Italien die Gefahren des Bolschewismus kennengelernt hat. Er vermittelt einen erschütternden Eindruck von dem schweren Ringen um die Bildung des faschistischen Staates und verbindet das Schicksal eines Arztsohnes in einer italienischen Stadt mit dem großen Geschehen um die Erneuerung Italiens. Der junae Mario ließ sein Leben bereits 1922, als Mussolini zum Marsch auf Rom rüstete, bei einem Kampf mit den Bolschewisten. Vater und Bruder schließen sich dem Duce an. Der Film ist auf Veranlassung Mussolinis gedreht worden.
Mil der Goethe-Medaille ausgezeichnet.
Der Führer und Reichskanzler hat die Goethemedaille für Kun ft und Wissenschaft dem Hoftat Prof. Dr. Oskar Senf- f e r t in Dresden-Neustadt, und dem Geheimen Hofrat Prof. Dr. Max Wien in Jena verliehen. — Hofrat Seyffert ist Maler und Professor an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Dresden, auch Leiter des Landesmuseums für sächsische Volkskunst; er hat sich auf dem Gebiet des Heimatschutzes und der Volkskunde große Verdienste erworben. — Geheimrat Wien, der seit 1911 als Ordinarius für Physik an der Universität Jena wirkt, hat sich vor allem durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Akustik, der Wechselströme und der elektrischen Schwingungen einen Namen gemacht.
Fleischschiebungen im Frankfurter Schlacht- und Viehhof.
Lpd. Frankfurt a. M., 19. April. Vor der Zweiten Strafkammer nahm am Montag eine sich gegen acht Angeklagte richtende Verhandlung ihren Anfang. Fünf der Beschuldigten hatten m der Zeit vom Oktober 1935 bis August 1936 im Auftrage der Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnis! e in Berlin und der Frankfurter Fleischerinnung frisches Rindfleisch, das in ganzen Vierteln aus dem Ausland zur Deckung zusätzlichen Bedarfs eingeführt wurde, zu verteilen. Diese Angeklagten haben nach der Anklage bei der Verteilung die ihnen oder ihren Verwandten gehörenden Betriebe in ungerechtfertigter Weise bevorzugt. Außerdem sollen sie verschiedenen Metzgern — darunter einem weiteren Mitangeklagten — gegen Zahlung von Schmiergeldern und P r e i s a u f s ch l ä g e n über das vorgeschriebene Kontingent hinaus Rinderviertel zugeschoben haben. Zwei mitangeklagten Metzgern wird zur Last gelegt, sich an dem Absatz der verschobenen Viertel beteiligt zu haben. Schließlich hat ein Teil der mit der Verteilung beauftragten Angeklagten die Klassifizierungsstempel der Reichsstelle für Tiere, die sich auf den einzelne^ Vierteln befanden, unbefugt abgeändert, um höhere Verkaufspreise zu erzielen. Die angeklagten Verteiler haben sich wegen erschwerter Untreue, Vergehen gegen das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, Betrugs, schwerer Urkundenfälschung und Ueberschreitung der vorgeschriebenen Höchstpreise zu verantworten. Den übrigen Angeklagten wird Hehlerei, zum Teil gewerbsmäßig, zur Last gelegt. Die Hauptverhandlung, in der außer zahlreichen Zeugen auch zwei Sachverständige vernommen werden sollen, wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern.
Ein neuer Bibelforscherprozeß.
LPD. Frankfurt a. M., 19. April. Vor dem Sondergericht begann am Montag eine neue Verhandlung gegen Bibelforscher. Angeklagt sind 13 Personen, darunter elf Frauen, aus den Ortschaften Fellingshausen, Burgsolms und H a i g e r. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, die verbotene Bibelforschertätigkeit fortgesetzt zu haben. Bei der von der Staatspolizei im November 1936 unternommenen großen Aktion gegen die Bibelforscher stellte sich heraus, daß in jenen Ortschaften eiye rege Tätigkeit herrschte und die Gruppen durch einen Kurier aus Zinhain regelmäßig mit illegalem Schriftmaterial versehen wurden, daß für einen Fonds „Gute Hoffnung" gesammelt, Bibelstunden und geheime Zusammenkünfte abgehalten und im Frühjahr ein sogenanntes Gedächtnismahl veranstaltet worden war. Unter den Angeklagten befindet sich auch der Bürgermeister von Fellings- h a u s e n, der Verfehlungen gegen § 346 des StrGB beschuldigt ist, weil er als Beamter zur Mitwirkung bei Strafverfahren berufen war und wissentlich ändere der im Gesetz vorgesehenen Strafe entzogen habe. Die Verhandlung wird mehrere Tage dauern.
Jn her Reiherkolonie.
Ein Dofurbilh aus her Uckermark.
Niedriger waren Muag mit 154 nach 154,50 und Kaufhof mit 60,25 nach 60,50. Von später notierten Werten verloren Kali Salzdetfurth 2 v. H. auf 166, Dt. Linoleum 1,50 v. H. auf 176 und Rhein. Braunkohlen nach Pause 2,25 v. H. auf 229,75. Am Ein-
lg 93,20 nach 93,25. Goldpfandbriefe wur- ißtenteils mit 99,50 nach 99,25 rat. notiert,
schulduw oen grö1
geschont; in späteren Jahr- 'de er als gefährlicher Fisch-
Wirtschaft
Devisenmarkt
Berlin
— Frankfurt a. ZU.
heitsmarkt Faber & Schleicher 85 (83), Schriftgießerei Stempel nach Pause 104 zuletzt 98.
Variable Renten lagen im Verlaufe etwas leichter, Altbesitz zirka 124,40 nach 124,75, Reichs- bahn-VA. 127,25 nach 127,40 und Kommunal-Um-
Die Reiher sind wieder da! Für jeden, der in der Nähe einer Reiherkolonie lebt, eine in jedem Frühjahr lang erwartete Freude. Im Mittelalter galt die Jagd auf den Reiher in Form der „Reiherbeize" als eine der beliebtesten Jagdarten. Der flugstärkere und fluggewandtere Falke überholte, von der Faust des Jägers losgelassen, im Fluge den größeren Reiher und griff ihn von oben an. Durch seinen langen spitzen Schnabel, mH dem er besonders nach den Augen des Angreifers zu zielen liebte,' war aber der Reiher ein gefährlicher Gegner, so daß dem Falken oft nichts anderes übrig blieb, als durch lange Flüge den Reiher zu ermüden. Die Schwen-
Buenos Aires . Brüssel.......
Rio de Janeiro Polen........
Kopenhagen... Danzig.......
London ......
Helsingfors.... Paris........
Holland ...... Italien.......
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Am Rentenmarkt blieb die Tendenz gleichfalls fest. Reichsbahn-DA. 127,40 (127), Altbesitz 124,75 (124,65). Kommunal-Umschuld ung, Wiederaufbauzuschläge und späte Schuldbuchforderungen lagen bei kleinem Geschäft behauptet. Goldpfand- brieft blieben stark gefragt, auch Liquidations- Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen sanden lebhaftes Interesse.
Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt fest, das Geschäft war jedoch ruhiger und nur einzelne Spezialwerte verzeichneten regere Umsätze. So Mannesmann unter mehrfachen Schwankungen mit 125 bis 124,75 bis 125,25 nach 124,65, auch Klöckner lebhafter mit 130,50 nach 130,25, Verein. Stahl 119,25 bis 119,50 nach 119,50. Sehr fest weiterhin Junghans mit 136,75 Geld nach 135, auch sonst ergaben sich z. T. noch kleine Erhöhungen.
rigem Leben. So dicht ist die Kolonie besiedelt, so nah schaut hier eine Reiherfamilie der anderen in den Horst, daß man fast versucht wäre, von einer Reiher-Großstadt zu sprechen, und diese Vorstellung wird verstärkt, wenn man mitten unter den Stämmen steht und auf den vielstimmig hin- und herwogenden Chor der heiseren und immer zornig klingenden Stimmen lauscht.
So lebhaft der Reiher sich aber daheim äußert, um so stiller und'geduldiger geht er auf seinen einsamen Raubzügen vor. Er kann unglaubliche Mengen vertilgen, und wenn erst die junge Brut da ist, so haben die beiden Alten alle Mühe, die Gier der jungen Geschöpfe zu stillen, die sich über vier Wochen lang in dem Horst futtern lassen. Der Reiher stiegt viele Kilometer weit, um ungestört seiner Jagd nachgehen zu können. Hauptsächlich sind es Fische, denen er auflauert, aber er nimmt auch Schlangen, Frösche, kleine Vögel und Säugetiere. Stundenlang kann er auf seinen langen Beinen im stachen Wasser stehen, den Kopf eingezogen, regungslos, von weitem kaum von dem Uferschilf zu unterscheiden: Plötzlich aber schleudert er den Kopf vor, stößt den speerartigen Schnabel ins Wasser. und zieht ihn mit einem zappelnden Fisch heraus, den er meistens am Lande erst in die für ihn bequemste Lage bringt, um ihn, Kopf voraus, dann auf einmal herunterzuschlucken.
Wer die Reiher bei der Jagd beobachten will, muß unter Umständen unendlich viel Geduld aufwenden, wird aber dann zuweilen durch aufregende Schauspiele belohnt. So wurde folgender Vorgang beobachtet: Ein Reiher hatte einen Fisch erbeutet und wollte ihn am Ufer stehend gerade herunterschlucken, als aus einem Schlupfwinkel plötzlich ein Wiesel auf ihn zuschoß und mit einem scharfen Biß nach einem von des Reihers Beinen schnappte. Dann sprang das Wiesel zurück und stand fauchend mit krummem Rücken da, augenscheinlich in der Erwartung, der Reiher würde seine Beute vor Schreck im Sttch lassen. Stattdessen fuhr der lange Reiherschnabel plötzlich auf das Wiesel zu, packte es und erhob sich mit ihm in die Lüfte. Dem Wiesel schien ein schreckliches Ende unter den Schnabelhieben der jungen Reiherbrut gewiß. Nach ein paar Metern aber wurde der Flug des Reihers aus einmal ungewiß, er begann hilfslos zu flattern, und ein paar Minuten später stürzte er kopfüber zu Boden, nachdem er das Wiesel kurz zuvor hatte fallen lassen. Das Wiesel war in der nächsten Sekunde verschwunden, der Reiher aber lag tot, einen messerscharfen Biß in der Hirnschale. A. v. P.
räuber mit einer Rücksichtslosigkeit verfolgt, die ihn mit Vernichtung bedrohte.
Heute stehen bei uns die Reiher endlich wieder unter Naturschutz, so daß wir wieder öfter die Freude haben, den großen edlen Vogel, dessen 8-förmig gebogener Hals ihm ein seltsam bizarres Aussehen verleiht, durch die Lüfte rudern zu sehen. Die verhältnismäßig wenigen, regelmäßig nach Deutschland zurückkehrenden Reiher horsten in größeren Kolonien zusammen, im Hochwald, doch in wasserreichen und sumpfigen Gegenden, am liebsten in unmittelbarer Nähe von ein oder mehreren Teichen, Flüssen und Seen.
An der uckermärkisch-mecklenburgischen Grenze, im Herzen eines meilenweiten Kiefernwaldes, der von zahllosen größeren und kleineren Seen, Teichen, Tümpeln, Wasserlöchern unterbrochen ist, ist ein geradezu ideales Gelände für eine Reiherkolonie. Auf kleinstem Umkreis horsten hier Tausende der Vögel zusammen, von weitem schon durch ihr heiseres Geschrei kenntlich. Der ganze Boden ist weiß von Guano, als einziges Unterholz gedeiht hier der Wacholder, dieser aber oft in doppelter Mannshöhe. Jede der hohen alten Kiefern aber trägt nicht nur einen, sondern manchmal bis zu fünf und sechs Horste. Steht man am Fuß eines solchen Baumes und blickt den Stamm in die Höhe, so sieht man den ganzen Wipfel durchflochten mit einem Netz von den großen flachen Horsten, an denen jetzt mit Eifer und viel Geschrei gebaut und ausgebessert oder um die gekämpft wird.
In ein paar Wochen werden die ganzen Wipfel durchwohnt sein von flügelschlagendem jungen hung-
kungen und Manöver der beiden Vögel in der Lust, Steigen und Fallenlassen, Angriff und Abwehr war das, was diese Jagdart für den Jäger so fesselnd und reizvoll gestaltete. So lange die Reiherbeize in Deutschland gepflegt wurde, wurde auch der Reiher sorgfältig aehegt und ( Hunderten dagegen wur!
Oer heutsche Außenhandel im März.
DHD. Im deutschen Außenhandel wurden im März 1937 in Ein- und Ausfuhr erheblich höhere Wertumsätze erzielt, als im Vormonat. Die Einfuhr beläuft sich auf 408,5 Mill. Mark, die Ausfuhr auf 462,1 Millionen Mark. Danach ergibt sich ein Ausfuhrüberschuß von 53,5 Mill. Mark. Die Einfuhr liegt um 61,5 Mill. Mark oder 17,7 v. H. höher als im Vormonat. Diese Steigerung geht über etwaige jahreszeitliche Einflüsse hinaus. Zu einem kleinen Teil nur ist sie auf das Anziehen der Preise zurückzuführen; überwiegend hat die Erhöhung der Mengen das Einfuhrrnehr verursacht. Das Cinfuhrvolurnen ist gegenüber dem Vormonat um 14,8 v. H. gestiegen.
Die Steigerung der Einfuhr entfällt zu fast gleichen Teilen auf Waren der Ernährungswirtfchaft, deren Einfuhr um 30,2 Mill. Mark oder 24,2 v. H. gestiegen ist. Vor 'allem haben die Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs zugenommen. Erhöht hat sich auch die Einfuhr von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs und von Genußmitteln, während die Einfuhr von lebenden Tieren, nach der verhältnismäßig großen Zunahme im Vormonat, wieder zurückaegangen ist. Bei den Waren der gewerblichen Wirtschaft entfällt der größte Teil der Einfuhrsteigerung auf Rohstoffe; aber auch Halbwaren und Ferttgwaren sind in etwas größeren Mengen ein- geführt worden.
Die A us s u h r ist, nach der leichten Minderung im Februar, wieder, und zwar um 56,3 Mill. Mk. oder 14 v. H. gestiegen. Preisoeränderungen spielen hierbei im ganzen keine große Rolle. Die Steigerung gegenüber dem Vormonat dürfte allerdings großenteils jahreszeitticher Natur sein. Doch liegt die Ausfuhr im Berichtsmonat sowohl wert- als auch volumenmäßig um-etwa ein Fünftel höher als im Vorjahr. An der Steigerung der Ausfuhr gegenüber dem Vormonat sind in erster Linie Fertigwaren, in geringem Maße auch Rohstoffe, Halbwaren und Lebensrnittel beteiligt.
Der Ausfuhrüberschuß der Handelsbilanz (53,5 Mill. RM.) hat sich gegenüber den Vormonaten etwas verringert. Er belief sich im Februar auf 58,8 Mill. Mark und im Januar auf 79 Mill. Mark. Aber immerhin ist der Ueberschuß im Be- richtsmonat noch erheblich größer als im Vorjahr (23,3 Mill. Mark).
Rhein'Mainifche Börse.
INillagsbörfe: Fest und lebhaft.
Frankfurt a. M., 19. April. Die Börse war auf allen Gebieten weiter fest, das Geschäft blieb lebhaft. Abschlußerwariungen ,unb andere günstige Nachrichten führten zu weiteren Käufen der Kundschaft, so daß an den Aktienmärkten durchschnittliche Erhöhungen von 1 bis 1,50 v. H. gegen den Wochenschluß eintraten. Infolge des teilweise herrschenden Materialmangels ergaben sich bei einigen Werten Steigerungen um mehrere Prozent. Im Vordergrund des Interesses blieben Montan- und Maschinenaktien, auch Motorenwerke waren z. T. weiter gesucht. Von Montanaktien ragten Klöckner mit 130,25 (127,50) und Buderus mit 133,25 (131) am stärksten hervor, Mannesmann mit 124,13 bis 124,65 (123), Hoefch mit 123 (121,50) und Verein. Stahl mit 119 bis 119,50 (118,50) Ratten größeres Geschäft. Schwächer lagen dagegen Harpener mit 163 (166). Von Maschinenwerten fliegen Junghans auf 134,50 bis 135 (132), Muag aber weiter rückläufig auf 154,50 (155,90). Daimler Motoren 141,25 (140). Elektroaktien zogen 0,50 bis 1 v. H., Schuckert um 1,50 v. H. auf 171,50 an Chemiewerte lagen still, JG.-Farben vom Geschäftsbericht kaum berührt und 169 (168,75), Th. Goldschmidt 144,90 (145,50), Scheideanstalt 264,50 (265), aber Rütgerswerke fest mit 149 (147). Weiter fest waren auch Neichsbank mit 201,25 (200). An dm Nebenmärkten betrugen die Erhöhungen bis 0,50 v. H. Schiffahrtswerte notierten unverändert, Westdeutsche Kaufhof 0,13 v. H. leichter.
Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen meist unverändert, Pfälz. Hyp.-KO. fest mit 98 (97,50).
Abendbörse fest.
An der Abendbörse war die Tendenz weiter fest, wenngleich Kurserhöhungen über den schon festen Berliner Schluß hinaus kaum mehr eintraten. Etwas lebhafter waren Kunstseide Bemberg mit 116,25 bis 116,50 (115,75). Sonst waren keine besonderen Vorgänge zu bemerken. Im Freiverkehr wurden Adlerwerke Kleyer mit 117 bis 117,50 und Neue Wayß & Freytag etwa 1 v. H. höher mit 151,50 bis 153,50 umgesetzt. Am Rentenmarkt wurden nennenswerte Umsätze nicht bekannt; Kommunal-Umschuldung infolge der Auslosung am 22.4. ohne Geschäft. U. a. notierten: 5 v. H. Verein. Stahl 101,75, 1951er do. 99,65, Commerzbank 113,40, Buderus 133, Mannesmann 125,75, Hoefch 123,75, Rheinstahl 161,25, Verein. Stahl 120, AEG. 43,25, BMW. 155,50, Bemberg 116,25 bis 116,50, Daimler 142, Dt. Erdöl 151,50, IG. Farben 169,75, Feldmühle 144, Gesfürel 151, Goldschmidt E 144,40, Junghans 136,75, Mainkraft 98,25, Muag 154, Moenus 114,75, Kaufhof 60,25, AG. für Verkehr 135,50, Hapag 17,75.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. April. Die Belieferung der Mühlen erfolgt fast ausschließlich aus den Beständen der Reichsstelle. Neben Jnlandsweizen wurde auch Auslandsweizen verschiedener Herkunft abgeladen. Roggen wurde bisher nur in kleinen Mengen abgegeben. In Gerste und Hafer bleibt das Geschäft beendigt. Mehl ist in allen Sorten lebhaft begehrt, um den laufenden Bedarf zu sichern. Die Anlieferung hat sich in den letzten Tagen auf Grund der Permahlung des zugewiesenen Mahlgutes gebessert. Offerten in ostdeutschem Roggenmehl liegen spärlich vor. In Futtermitteln werden Oelkuchen und ölhaltige Mischfutter zugeteilt. Vereinzelt sind Melassemischfutter und andere Sorten käuflich. Das Rauhfuttergeschäft verläuft stetig. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W 20 220; Roggen R 12 174, R 15 177, R 18 181, R19 183, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,70, W 16 29,80, W19 29,80, W 20 30,15; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Ekdnuß- kuchen —, Treber getr. 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, lose 5,00 bis 5,50, do., drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt 2,40.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 20. April. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Porauftrieb: 941 Kälber, 32 Hämmel, 16 Schafe, 5455 Schweine. Es kosteten: Kälber 28 bis 65 Mark, Hämmel 40 bis 50, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverlauf.- Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig Schweine wurden zugeteilt.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurS
Schluß?. Abendbörse
Schluß- kurs
Schluß! Mittag- börse
Datum
17-4.
19.4-
174.
19.4.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
101,9
102,18
102,13
102,13
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98,9
98,9
98,9
98,9
5%% Doung-Anleihe von 1930 .. 4%% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von
104
104
104
104
99,75
99,75
—
99,75
1934 I......................
4V2% Deutsche Reichsbahnschatz
100,65
100,7
100,9
100,9
von 1936 l..................
98,9
98,75
98,75
98,75
Reichsgnlethe-Wtbesttz..........
Lberhessen Provinz-Anleihe mit
124,65
124,5
124,5
124,25
Auslos.-Rechten..............
4y2% Hess. Landesbk. Darmstadt
133,75
133,75
—
—
Goldpfe. R. 12..............
&y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank
99
99
99
—
Liqu. Goldpfe...............
4y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
101,3
101,65
—
—
Goldpfe. R. 19..............
—
99
—
99
4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lan-
—
97,75
—
97,75
desbankR. 6 ................
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
97,25
97,5
—
—
Auslos.-Rechte 1..............
131,25
131,5
131,25
131,5
4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm.
—
99,5
99,25
Obl. 2 3....................
&y2% Franks. Hyp. Liquidation
97,75
97,75
—
—
Goldpfe.....................
5y2% Rheinische Hyp. Liquidation
101,5
101,65
—
—
Goldpfe..............
101,65
101,65
101,65
101,7
Steuergutschein-Berrechnungskurs
110,25
110,25
110,4
110,4
5% Goldmexikaner von 1899 ....
—
—
—
—
4% Oesterreichische Goldrente....
•—
•—
——
—
4,2% Oesterreichische Silberrente.
—-
—
—
—
4'/r Ungarn Staats von 1913 ....
*—
——
—
4% Ungarische Goldrente.......
—
—
—
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
—
——
—
——
5% Rumänen von 1903.........
——
—
——
_
4%% Rumänen Gold von 1913..
—
<—
——
_
4% Einheits-Rumänen.........
—
—
.—
—
4% Türken Bagdad I...........
—
——
—
—
4% Türken Bagdad II..........
—-
——
—
—
»y4% I. Anatolier..............
—
—
—
—
A.G. für Verkehrswesen......6
135,25
135,5
135,25
135,75
Hamburg»Südam. Dampfschiff. 0
——
—
43,75
44,4
Hamburg-Amerika Paket......0
17,5
17,75
17,65
17,9
Norddeutscher Lloyd..........0
17,9
17,9
17,65
18
Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7
127
127,25
127,13
127,25
NeichsbaiU................. 12
200
201,25
200,9
201,25
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
130,4
—
129,9
130
Commerz- und Privat-Bank ... 4
113,65
113,4
113,65
113,4
Deutsche Diskonto............4
117,5
117,5
117,5
117,5
Dresdner Bank..............4
105
105
105
105
Frankfurt a. M.
Berlin
-Schluß- kurs
Schluß?. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
17.4.
19-4.
17.4-
19 4-
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
__
—
—
216
ä KV-Kunstseide...........
.. O
—
—
—
Aschaffenburg Zellstoff......
.. 3
141,5
142,5
141,25
142,5
Bemberg.................
.. O
115
116,5
115
115,75
Bekula...................
.. 8
166
166
166,25
166,4
Buderus Eisen.............
.. 4
131
133,25
131,5
133,25
Gement Heidelberg.........
.. 7
168,5
169
——
—
Gement Karlstadt...........
.. 6
173
175
—
—-
Chade A.-C................
.. 9
—
—
—
—
Gonti Gummi.............
. 11
196
195,75
195,5
195,5
Daimler Motoren..........
.. 5
140
142
140
141,75
Dessauer Gas.............
.. 4
——
121
121
Deutsche Erdöl-............
.. 5
151
151,5
150,75
151,75
Deutsche Gold- und SUber .
.. 9
265
264,5
—
—
Deutsche Linoleum.........
. 10
177,5
176
177,25
175,5
Elektrische Lieferungen......
.. 6
135,75
136
136
135,65
Elektrische Licht und Kraft..
.. 7
152
152,5
151,25
152,5
g. K. Farben-Industrie.....
.. 7
168,75
169,75
169
179,9
Felten & Guilleaume.......
.. 6
144,25
144,5
145
144,75
Gesfürel..................
.. 6
150,5
151,5
151
150,75
Th. Goldschmidt...........
.. 5
145,5
144,4
145,75
144
Gritzner Maschinen.........
.. O
45,65
46,25
45,4
46
Harpener.................
2%
166
163
164
163,5
Hoefch Eisen...............
sy2
121,5
123,75
122
123,9
Philipp Holzmann.........
.. 6
156,75
156
157
156,5
Ilse Bergbau..............
.. 6
—
——
169
171
Ilse Genüsse..............
.. 6
143
145,25
143
144,75
Kali Aschersleben..........
.. 5
127
127
127
127,25
Kkölknerwerke.............
4y2
127,5
131,5
127,65
131,9
Kokswerke und Chemische Fabrik 6
149
149,5
Lahmeyer................
.. 6
127,25
128,25
127,75
128,5
Mainkraft.................
.. 4
97,25
98,25
Mannesmann.............
.. 3
123
125,75
123,4
125,9
Mansfelder Bergbau.......
6«/T
166
166
165,5
165,5
Metallgesellschaft...........
.. 5
153
154
153
152,65
Orenstein & Koppel........
.. O
—
97,25
98,13
Rheinische Braunkohle......
. 12
—
229,75
230,5
230,75
Rheinische Elektro..........
.. 6
——
98,25
136,25
135,65
Rheinstahlwerke............
.. 6
160
161,25
160,75
161,5
Rheinisch-Westfälische Elektro
.. 6
129,5
129,5
129,25
129,4
Rütgerswerke .............
.. 6
147
149
147,65
149,25
Salzdetfurth Kali..........
iy2
168
166
167
166,5
Schuckert & Go.............
.. 6
170
172,5
170,5
173
Schultheis Patzenhofer......
.. 4
99,75
99,5
Siemens & Halske.........
.. 8
200,5
201
201
201,75
Süddeutsche Zucker.........
. 10
200
200
200
bereinigte Stahlwerke......
3y2
118,5
120
118,4
120
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
60,65
60,25
60,4
60,4
Westeregeln Alkali..........
.. 5
126,5
125,5
127,25
127
Zellstoff Waldhof..........
.. 6
158,5
160,5
158
162,25
Otavi Minen..............
. 0,6
31,8
31,8
32
32
17. April
19.April
17.April.
19. April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung Geld | Briw
Am liche Notierung
(yeld
Bne,
Geld
Brief
Geld
Örtei _
0,756
0,760
0,756
0,760
gapan....................
0,712
0,714
0,712
0,714
41,94
42,02
41,93
42,01 0,159
Jugoslawien ..............
5,694
5,706
5,694
5,706
0,157
0,159
0,157
Oslo ...................
61,49
61,61
61,49
61-61
47,04
47,14
47,04
47,14
Wien.....................
48,95
49,05
43,95
49,05
54,64
54,74
54,64
54,74
Lissabon..................
11,105
11,125
11,105
11,125
47,04
47,14
47,04
47,14
Stockholm...............
63,08
63,20
63,08
63,20
12,235
12,265
12,235
12,265
Schweiz..................
56,77
56,89
56,79
56,91
5,405
5,415
5,405
5,415
Spanien..................
16,98
17 02
16.98
17,02.
11,12
11,14
11,125
11,145
Prag.....................
8,646
8,664
8,646
8,664
136,18
136,46
136,20
136,48
Budapest.................
13,09
13,11
13,09
13,11
Neuyork..................
2,488
2,492
2,488
2,492
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