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höhe, wie dies französischerseits oder englischerseits für angebracht erachtet werde.

In Warschau sei man, behauptet das Blatt, sehr über die neue Politik Belgiens beunruhigt. Man befürchtet nämlich, daß Belgien, im Falle es sich für eine Politik allgemeiner Neutralität ent­scheide, sich sehr wahrscheinlich auch von dem Ar­tikel 16 des Bölkerbundspaktes losmachen werde, nach dem es fremden Truppen, die einem ungerecht angegriffenen Lande zu Hilfe eilen, freien Durchmarsch zu gestatten hätte. Das französisch-polnische Militärbündnis könne sich ohne das Durchmarschieren aber nicht voll auswirken. Außenminister Delbos habe nach dieser Richtung hin sehr beruhigende Erklärungen abge­geben, aber in Polen sei man sehr viel beunruhigter als in Paris und London.

Italiens Wampolttik.

Rom, 19. März. (DNB.)Tribuna" schreibt, die Treuekundgebungen der libyschen Mohamme­daner in Tripolis hätten die politischen Kreise, in denen Neid und Mißgunst gegenüber dem faschisti­schen Italien eine alltägliche Erscheinung seien, in Aufregung versetzt, insbesondere in den Ländern, in deren Kolonien sich die Mohammedaner trotz der ^demokratischen Freiheit" derart unterdrückt fühlen, daß es oft zu Unruhen komme. Um so bemerkens­werter seien dagegen die gerechten Methoden, mit denen Italien in ganz Lybien regiere. Diese Tat­sachen hätten naturgemäß auchdie außerhalb der libyschen Grenzen lebenden Mo­hammedaner zu Vergleichen veranlaßt. Ita­liens Beziehungen zu Aegypten, fernen und zum Arabien Ibn Sauds zeichnen sich seit einem halben Jahrhundert durch eine traditionelle freundschaftliche Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem und kultu­rellem Gebiet aus. Jedoch liege es Italien fern, in diesen Ländern Eroberungen zu machen oder mit diesen Staaten Bündnisse abzuschließen, die als Kriegsinstrumente gegen andere Weltmächte dienen sollen, wie es eine gewisse ausländische Propa­ganda immer wieder behauptet. Mit dieser Propa­ganda wolle man nur die Mohammedaner gegen Italien aufhetzen und diese freundschaftliche Zu­sammenarbeit stören. Aber Italien habe auch das schwierige Problem zu lösen gewußt, das sich über­all da auftue, wo eine christliche Großmacht mit dem Islam in Berührung komme, denn Italien achte den islamitischen Kult und unterstütze sein Schulen-, Kirchen- und Gerichtswesen. Die Mohammedaner könnten daher in dem italienischen Hoheitsgebiet unter Wahrung ihrer eigenen Sitten und Gebräuche gemeinsam mit den italienischen Kolonisten ihrer Arbeit nachgehen. Diese Zusammenarbeit verfolge aber nicht, wie in den Hauptstädten der beiden großen kolonialen Weltreiche behauptet werde, dunkle, kriegerische oder revolutionäre Absichten nach dem Vorbild einer Komintern, sondern sei aus der römischen Kultur erwachsen, die traditionsgemäß die menschlichen Rechte zu achten wisse.

polens nationales Einigungswerk.

Warschau, 20. März. (DNB. Funkspruch.) Am Namenstag Joses Pilsudski hielt Präsident Moscicki in Anwesenheit des Marschalls R y d z- Srnigly, des gesamten Kabinetts, der Marschälle des Sym und Senats eine Rundfunkansprache an das deutsche Volk. Pilsudskis gradlinige und klare Außenpolitik werde geschickt weiter geführt von dem Schüler des Marschalls, dem Minister Beck, der nicht einen Schritt von den Richtlinien Pilsudskis abweiche. Durch sein Testament habe Pilsudski den Marschall Rydz-Smigly zu seinem Nachfolger an der Spitze der Armee berufen, ganz Polen sehe in ihm gleichzeitig den Führer der Nation. Marschall Rydz-Smigly habe die Anregung zur Bildung der Volksgemeinschaft gegeben, und mit deren Verwirklichung den Obersten Koc betraut. Die Erklärung des Obersten sei das Glau­bensbekenntnis des Marschalls Rydz-Smiglys. Der Aufruf habe starken Widerhall in der Öffentlich­keit gefunden. Selbstverständlich gebe es noch Lei­ter von Gruppierungen und Parteien, die ihre An­hänger irre zu machen versuchten. Wer die Größe des Einigungswerkes nitch verstehe, der könne es aber höchstens vorübergehend aufhalten, aber nicht das gesunde Empfinden in diesem für den Staat so bedeutsamen Augenblick ausschalten.

Die deutsche Minderheiten- potitik in Oberschlesien.

Völlige Verständnislosigkeit in der polnischen Presse.

K a t t o w i tz, 19. März. (DNB.) Nachdem die Erklärung des Oberpräsidenten und Gauleiters Wagner zum bevorstehenden Ablauf des GenferAbkommens in der deutschen Minder­heitenpresse lebhaften Widerhall gefunden hatte und mit besonderer Genugtuung die eindeutige Zusiche­rung der vollen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Freiheit für die polnische Minderheit in Deutsch-Oberschlesien auch für die Zukunft hervorgehoben wird, wurde mit Spannung der Haltung der in Ostober- s ck l e f i e n erscheinenden Zeitungen entgegenge- seyen. Die Begleitmusik, mit der die dem schlesischen Wojwoden nahestehendeP o l s k a Zachodnia" die Erklärung Wagners versteht, ist bedauerlicher­weise nicht geeignet, die Hoffnung auf Aenderung der Haltung gewisser polnischer Kreise zu erfüllen, die die deutsche Minderheit an die Erklärung Wag­ners geknüpft hatte. Das Blatt bezeichnet die Er­klärung alssensationell" undunerhört". In dem Kommentar, dessen Form beweist, daß die offenen und ehrlichen Worte Wagners bei dem Blatt und den ihm nahestehenden Kreisen nicht verstan­den worden sind, heißt es wörtlich:Diese uner­hörte Erklärung wird unzweifelhaft ihren Wider­hall in unseren maßgebenden Kreisen finden. Es sind in ihr derartige Drohungen enthalten, daß diese nicht ohne Antwort bleiben können. Die Kattowitzer Zeitung' hat die Erklärung mit einem solchen arroganten Kommentar versehen, daß dies selbst schon ein Beweis der geradezu beispiellosen Toleranz unserer Behörden und der unerhörten Freiheit ist, deren sich die deutsche Minderheit er­freut. Das Blatt des Deutschen Volksbundes droht uns. Wir werden auf diese Angelegenheit zurück- fommen."

Sühne für einen Ilaggenzwischenfall in Holland.

A m ft e r b a m , 19. ÜRän. (DNB.) Einer der Flaggenzwischenfälle, die sich seinerzeit im Haag ereignet haben, hat jetzt seine gerichtliche Sühne gefunden. Ein Kahnjchifter, der mit einem Bootshaken die deutsche R e i ch s f l a g g e, die ein

Beschlüsse des Reichskabinetts.

Die Versorgung der Kriegsbeschädigten weiter verbessert. Die Vereinheitlichung der Polizei.

Berlin, 19. März. (DNB.) Die heutige K a bi­nett s s i tz u n g beschäftigte sich in der Hauptsache mit dem vom Reichsfinanzminister Graf Schwe­rin von Krosigk vorgelegten Gesetz über die Haushaltsführung im Reiche im Rech­nungsjahr 1937 sowie mit einem Gesetz über die 29. Aenderung des Besoldungsgesetzes. Das letztere Gesetz hat die Einordnung der Polizeibeamten in die Reichsbesoldungsord­nung und die Verbindlichkeitserklärung des Reichs­rechts für die Beamten der allgemeinen Lan­desverwaltung und der inneren Ver­waltung der Länder zum Gegenstand. Der Reich se tat wurde vorbehaltlich verschiedener, noch nicht endgültig feststehender Positionen g e - nehmigt; ebenso das Besoldungsgesetz

Angenommen wurde ein Gesetz über Finanz- maßnahmen a u f dem Gebiet der Poli­zei. Dieses Gesetz bezweckt die haushalts­mäßige Uederführung der gesamten staat­lichen Vollzugspolizei (Schutzpolizei, Gen­darmerie, Kriminalpolizei und Politische Polizei) auf das Reich, während die staatlichen Poli­zeiverwaltungsbehörden (Polizeipräsi­dium und Polizeioirektoren auf den Haushalts­plänen der Länder verbleiben. So wird die not­wendige einheitliche Organisation der Polizeiexeku­tive nicht wie bisher an der Verschiedenheit der in den einzelnen Ländern gehandhabten Finanzhoheit scheitern, und auf der anderen Seite ist durch das Verbleiben der Polizeiverwaltungen bei den Län­dern ein Heraüsreißen des gesamten Polizeiappa­rates aus der allgemeinen und inneren Verwaltung der Länder vermieden worden. Die notwendige Ein­heitlichkeit wird so gewährleistet, und doch der künf­tigen Reichsreform in keiner Weise Dorgegriffen.

Sämtliche Polizeibeamten aller deutschen Länder werden mit einheitlichen Besoldungsbe­

zügen und einheitlichen Amtsbezeichnun- ge n in die Reichsbesoldungsordnung eingereiht. Bisher stand die Verschiedenartigkeit Der Amtsbe­zeichnungen und Besoldungssätze in den einzelnen deutschen Ländern einem einheitlichen Aufbau der Polizei entgegen. Auch in der Uniformierung der Polizeiexekutioe, die einen der größten und wichtigsten Bearntenkvrper des Staates mit an­nähernd 130 000 Köpfen umfaßt, werden die soeben beschlossenen gesetzlichen Maßnahmen sich in aller­nächster Zeit auswirken. Die Buntscheckigkeit der Polizeiuniformen wird bald endgültig der Vergangen­heit angehören. Die einheitliche Ausrichtung mit der am 19. Juni 1936 vom Führer genehmigten Einheitsuniform ist nunmehr angeordnet.

Schließlich wurde ein Gesetz über Änderun­gen auf dem Gebiet der Reichsversor­gung beschlossen, das eine Neureglung der Front­zulage zum Gegenstand hat. Die Frontzulage in Höhe von 5 Mark monatlich, die durch Gesetz vom 3. Juli 1934 eingeführt worden ist, bezweckt, die Verdienste der kriegsbeschädigten Frontkämpfer besonders hervorzuheben. Bis­her war jedoch der Kreis der Frontkämpfer, die die Frontzulage ohne Einschränkung erhalten können, auf diejenigen Frontkämpfer beschränkt, deren Er­werbsfähigkeit durch die Kriegsdienstbeschädigung um mindestens 50 v. H. gemindert ist, während Beschädigte mit einer Minderung der Er­werbsfähigkeit um 30 v. H. oder 40 v. H. sie e r ft nach Vollendung des 50. Lebensjahres erhielten. Diese Einschränkung wird beseitigt, so daß mit Wirkung vom 1. April 1937 alle Front­kämpfer, deren Erwerbsfähigkeit um mindestens 30 v. H. durch Kriegsdienstbeschädigung gemindert ist, die Frontzulage erhalten werden. Der Führer und die Reichsregierung beweisen damit erneut ihre Verbundenheit mit den Frontkämpfern.

Gesunder Aufbau des preußischen Staatshaushalts.

Berlin, 19. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Göring hat der Preu­ßische Ministerrat entsprechend den Vorschlägen des Finanzministers Prof. Dr. P o p i tz den Staats­haushaltsplan für das am 1. Aptil beginnende Rech­nungsjahr 1937 verabschiedet. Wie der Finanz- minister ausführte, entsprach der Verlauf des Rech­nungsjahres 1936 den gehegten Erwartungen. Die Betriebsverwaltungen brachten durchweg die veranschlagten Ueberschüsse, in Domänen und Forsten noch geringe Verbesserungen. Entsprechend der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Steueraufkommen weiter befriedigend ent­wickelt. Die Ausgaben hielten sich etwa in der Ge­samthöhe des Voranschlags. Durch die sparsame Wirtschaftsführung wird es wieder möglich sein, die erzielten Mehreinnahmen im Interesse einer gleich­mäßigen Entwicklung der Finanzverhältnisse als Einnahme für den Ausgleich des Haushaltsplanes 1937 zu verwenden. Infolgedessen wird das Rech­nungsjahr 1936 im Endergebnis voraussichtlich ohne Ueberfchuß, aber ebenso wie die Vor­jahre 1933, 1934 und 1935 auch ohne einen Fehlbetrag abschließen.

Der mit großer Sparsamkeit aufgestellte Staats- Haushaltsplan für das Rechnungs­jahr 1 9 37 ist mit 1991 Millionen RM. in Ein­nahme und Ausgabe ausgeglichen. Die Steigerung der Einnahmen und Ausgaben im ordentlichen Haushalt auf 1944 Millionen Mark ist in erster Linie auf die Auswirkungen des Volksschulfinanz­

gesetzes zurückzuführen. Nach diesem hat das Land auf dem Gebiete der persönkichen Dolksschullasten erheblich weitergehende Ausgaben von den Gemein­den gegen eine entsprechende stärkere Beteiligung an den Reichssteuerüberweisungen übernommen. Da­neben sind für 1937 auch größere Beträge zur Unterstützung leistungsschwacher Schulverbände bei Durchführung dringender Dolksschulbau- t e n vorgesehen.

Es verbleibt noch eine Steigerung des Zuschuß­bedarfs der Staatshoheitsverwaltungen gegenüber dem Vorjahre um 9 Millionen RM. Es ist also wieder gelungen, die vermehrten Bedürfnisse der Hoheitsverwaltungen größtenteils durch Verbesse­rung ihrer Einnahmen und Ersparnisse an anderen Stellen auszugleichen. Besondere Erwähnung ver­dienen die Maßnahmen für den Ausbau der Universitäten und Technischen Hoch­schulen, der Nationalpolitischen Erziehungsan­stalten und der Hochschulen für Lehrerbildung, die vermehrten Bedürfnisse der Landeskultur- und der Kulturbauverwaltung, der weitere Ausbau der Ge­sundheitsämter.

Die steuerlichen Einnahmen konnten um insgesamt 47 Millionen RM. höher veranschlagt werden. Der außerordentliche Haushalt enthält dringende produktive Maßnahmen hn lan­deskulturellen Interesse und für Zwecke des Aus­baues der Häfen. Besondere Berücksichtigung haben die Landgewinnungs- und Kultivierungsarbeiten in Schleswig-Holstein gefunden.

Das politische Nachspiel von Clichy.

Volksfrontregierung und Kommunisten.

Paris, 20. März. (DNB. Funkspruch.) In politischen Kreisen erwartet man mit Spannung die für Dienstag festgesetzte Aussprache in der Kammer. Es scheint, daß die Volksfront-Regierung auch diesmal wieder mit einer großen Mehrheit aus der Debatte hervorgehen wird. Der Ministerpräsi­dent scheint nicht den kommunistischen Forderun­gen auf Auflösung der angeblich umstürzlerischen nationalen Parteien nachgeben zu wollen. Die Radikalsozialen haben außerdem sehr unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß sie eine derart will­kürliche Haltung nicht billigen könnten, sondern stets für die Versammlungsfreiheit aller Par­teien einträten, die den bestehenden Gesetzen ent­sprechen. Blum Dürfte sich darauf beschränken, alle Parteien aufzufordern, während der internationalen Ausstellung ihre Kundgebungen einzuschränken.

DerMatin" meint, in der Kammer werde der Ministerpräsident nach wie vor seine Mehrheit be­

halten. Aber es müsse festgestellt werden, daß es der Regierung nicht möglich gewefen sei, einen Teil ihrer Anhänger auf dem äußersten linken Flügel zufrieden zu stellen, die in der Volks­front bisher ein Mittel gesehen hätten um dem Marxismus zum Siege zu verhelfen. Diese verbitterten und enttäuschten Elemente gerieten nun allmählich in einen individuellen Anarchismus nach dem Beispiel Kataloniens und versuchten, den Generalstab des marxistischen Gewerkschastsverban- des einfach zu überrennen. Das Vertrauen würde sehr rasch zurückkehren, wenn die Regierung eine ausgesprochen revolutionäre und anarchistische Be­wegung, die versuche, die auf dem linken Flügel stehenden Parteien zu überrennen, energisch j m Keime ersticken würde. Man wisse nur zu genau, was diese Bewegung aus Spanien und Der spanischen Volksfront gemacht habe.

im Haag ansässiger Reichsdeutscher anläßlich der Hochzeitsfeierlichkeiten der Kronprinzessin an sei­ner Wohnung gesetzt hatte, herunterge- rissen hatte, wurde vom Polizeirichter zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt. Der Staatsanwalt hatte in einer scharfen Anklage­rede eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen ge­fordert. Es fei verantwortungslos, die Ausländer in Holland daran zu hindern. Die Flagge ihres Heimatstaates zu zeigen. Durch ein derartiges Auf­treten werde Holland ein schlechter Dienst er­wiesen. Jede Flagge eines ausländischen Staates müsse in Holland geachtet werden und ungehindert gezeigt werden können.

Volksqasmasken der Fremdstaalen "

Berlin, 11. März. (DNB.) Unter Der Ueber- fchriftDolksgasrnasken Der Fremdstaaten" bringt v" ZeitschriftGasschutz und Luftschutz" einen Ueberblick über Den Ausrüstungsstand der Zivilbevölkerung mit Gasmasken in Den europäischen Staaten.

Sie bereits auf den internationalen Gasschutz- Konferenzen in Brüssel 1928 und Rom 1929 vor allem von deutscher Seite nachdrücklich vertretene Forderung, Die gesamte Zivilbevölkerung mit zuver­

lässigen Gasschutzgeräten auszustatten, findet in zu­nehmendem Maße Verwirklichung. Die Wege sind allerdings unterschiedlich. So beschränkt man sich in einigen Ländern darauf, lediglich Erzeugung und Vertrieb Der Gasmasken staatlich zu überwachen, um auf diese Weise für ausreichende Schutzleistung Der Geräte Gewähr zu leisten. Die Beschaffung Der Gasmasken selbst ist persönliche Angelegenheit jedes einzelnen, so z. B. in Belgien und Rumänien. Eine zweite Gruppe von Staaten gewährt zur Verbil­ligung Der Gasschutzgeräte Zuschüsse, so daß auch Den weniger Bemittelten Die Anschaffung von Gas­masken ermöglicht wird. Den Unbemittelten werden Gasmasken sogar auf Staatskosten zur Verfügung gestellt, so in Dänemark, Frankreich, Der Schweiz und der Tschechoslowakei. Den dritten Weg Aus­stattung der gesamten Zivilbevölkerung mit einer einheitlichen Volksmaske auf Staats­kosten geht bis jetzt nur England. Einheitliche Volksgasmasken, wie sie England schon herstellt, werden auch in Dänemark und in der Schweiz ent­wickelt. In Den übrigen Ländern sind zahlreiche, äußerst vielgestaltige Gasmaskenmodelle vorhan­den. Dies steht vielfach Der Entwicklung eines ein­heitlichen, zuverlässigen und Dabei billigen Gas­schutzgerätes hindernd im Wege. In vielen Ländern werden für Den Gasschutz Der Zivilbevölkerung Deutsche Gasmasken zugelassen bzw. Gas­masken nach deutschen Mustern und Patenten her-

Der Marokko-Schacher.

Je länger und genauer man Den neuen Fall Marokko unter Die kritische Lupe nimmt, um so stärker unD Deutlicher wird Der Verdacht, daß die Mitteilungen der Regierung Franco über das nie­derträchtige bolschewistische Schachermanöver mit der spanischen Marokkozone eine für London und erst recht für Paris außerordentlich peinliche Ent- Füllung darstellt. Bekanntlich haben sowohl Die Herren in Paris wie in London unmittelbar nach Der Aufdeckung jenes üblen Versuches mit einem Unterton der Entrüstung versichert, selbstverständlich sei ein derartiger Handel überhaupt keinen Augenblick in Frage gekommen. Diese Aus­kunft könnte befriedigen, wenn sie zu bedeuten ge­habt hätte, daß die Angelegenheit für England und Frankreich Derart unöisfutierbar gewesen sei, daß man sie überhaupt keiner Antwort habe würdigen wollen. Nun stellt sich aber folgendes heraus:

Erstens sehen sich Die beiden Regierungen jetzt fünf Wochen später! zu Der Erklärung ge­lungen, eine Antwort solle demnächst erfol­gen; Daraus geht also hervor, Daß man Die An­gelegenheit doch nicht für so völlig undiskutier­bar gehalten hat, daß man sie mit dem Schweigen der Verachtung beantwortet hätte. Zweitens sind zwischen Paris und London über eine Frage, in der es nicht einen einzigen Augenblick etwas anderes als schärfste Ablehnung oder verächtliches Schweigen hätte geben dürfen, Verhandlungen ge­führt worden und nicht einmal bei diesen Ver­handlungen hat sich eine sofortige und entspre­chende scharfe Abfuhr für das bolschewistisch Gesin­del ergeben. Drittens: Paris hat sich damals im Februar nicht dazu entschließen können, einen gewissen Ausgleich für sein durch die dauernde Ein­mischung ohnehin schwerbelastetes Spanienkonto durch energisches Auftreten zu schassen, im Gegen­teil, es hat diese bisher weitestgehende Form der Einmischung fast fünf Wochen lang als durch­aus im Bereich des Möglichen liegend an­gesehen! Erst die Aufdeckung des bolschewistisch"»! Manövers hat dann die beiden Regierungen zu einer um vier Wochen verspäteten Stellungnahme gezwungen, wobei weiter festzustellen ist, daß der überwiegende Teil Der französischen Presse die Ent­hüllung der ganzen Affäre einfach totzuschweigen versucht.

Man darf wohl annehmen, daß nach Aufdeckung Der Affäre englische Vorstellungen in Paris dazu geführt haben, daß man auch dort Die Finger aus einem Geschäft gezogen hat, Das zu einem der schmutzigsten in diesem an politischen Skandalen weiß Gott überreichen Sowjetkrieg in Spanien hätte werden können. Aber was das Allermerkwür» Digfte an der ganzen Angelegenheit bleibt. Das ist die Tatsache, Daß Paris und London sich selbst jetzt noch immer nicht zu einer angemessenen Ant- wort an Die Verbrechercligue von Valencia haben entschließen können es müssen merkwürdige Ge- Danfengänge sein, Die auch jetzt noch Die ganze An­gelegenheit für Die englische und für Die französische Regierung auch nur noch im kleinsten Punkt unklar erscheinen lassen können ...

Das MM

im Dienst der Motorisierung.

Berlin, 19. März. (DNB.) Korpsführer Hühnlein unterrichtete eine Reihe von Schrift­leitern über besondere Probleme, Die sich aus Dem Motorisierungsgedanken in Deutschland ergeben. In Die breiten Massen der deutschen Jugend Ver­ständnis für Motor und Verkehr zu tragen, sei eine Aufgabe, die Dem NSKK. würdig sei. Auf Der einen Seite würde Dem Staat und Der Wehrmacht eine Auslese von Männern zur Verfügung gestellt, Die nicht nur Techniker, sondern vor allem Kämpfer seien, auf der anderen Seite führe das wachsende technische Interesse unserer Zeit die jungen Men­schen aus eigenem Antrieb auch hin zur Erziehung Der Partei. Korpsführer Hühnlein gab einen Ueber­blick über Die besonderen Erziehungsprinzipien des NSKK., von der Betreuung der Motorscharen und -gefolgschaften Der HI. bis zu Den sechswöchigen Lehrgängen in Den Motorsportschulen Des NSKK. Hier wurde vor allem auch das handwerkliche Können Der NSKK.-Männer ohne Unter­schied ihres Berufes zu einer beachtenswerten Höhe entwickelt.

Er erläuterte des weiteren den Derkehrser- Ziehung sdie nst des NSKK. und betonte, daß hier nicht etwa eine Hilfspolizei geschaffen worden sei, sondern vielmehr eine erzieherische Selbstver­waltung Der Verkehrsteilnehmer. Dom NSKK. ist bei Den zuständigen Stellen die Aufhebung des Triptyk- Z w a n g e 5 als einer unmodernen und verkehrshindernden Einrichtung beantragt wor­den. Des weiteren wurden Die Zwangshaftpflicht­versicherung, Garagen- und Parkproblem, Die Auf­gabe Des Automobilklubs und Die angeftrebte recht­liche Gleichstellung des Kraftfahrers mit Den übri­gen Verkehrsteilnehmern behandelt.

Hermann (Döring spricht zum Landvolk.

NSG. Am Dienstag, 23. März, 20 Uhr, spricht Ministerpräsident Generaloberst Hermann Göring über alle deutschen Sender zum deutschen Landvolk. Wie Die große Rede Gö­rings auf dem Reichsbauerntag in Goslar werden auch diese Ausführungen des Beauftragten Des Führers für den Vierjahresplan wegweisend für Die Aufgabe des deutschen Landvolkes in der nächsten Zukunft fein. Alle Volksgenossen in Stadt und Land stehen in Erwartung dieses Ereignisses.

lieber 60000 Bilder

zum Neichsphotowettbewerb.

Der vom Reichsbund deutscher Amateurphoto­graphen in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" unter Förderung Des Reichs- ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda veranstaltete PhotowettbewerbVier Jahre Aufbau" hat bei den deutschen Amateur­photographen eine Anteilnahme gefunden, die alle Erwartungen weit übertrifft An Dem Wettbewerb haben sich mehr als 5000 Liebhaberphotographen mit über 6 0 0 0 0 BilDern beteiligt. Aus allen ©auen Deutschlands, aus Großstädten wie aus den kleinsten Dörfern liefen Einsendungen ein, ein Se­meis dafür, welch großes Interesse die deutschen Amateurphotographen Dem durch Die Ausstellung ,,©ebt mir vier Jahre Zeit" angeregten Wettbewerb entgegenbrachten; ein Beweis aber auch für die außerordentlich großen Möglichkeiten, die das Wett­bewerbsthema dem deutschen Photographen gibt. Es gibt kein Gebiet des deutschen Wiederaufbaues, das nicht von Den Einsendern mit Liebe und Sorg­falt im Bilde eingefangen wurde. Das Bildmate­rial, das zur Zeit gesichtet wird, ist durchweg so