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plant.

Wirkung der Bürgermeister im Naturschutz

an

E« ift-TFormen der Landschaft in sich schließ- und -In-

ren zu helfen.

Da kam natürlich dieser reiche Patient wie vom Himmel gesandt. Und dieser Amerikaner schien rein einen Narren an ihm gefressen zu haben, weil er so darauf erpicht war, sich gerade von ihm ope°

teilen die Luftkreisärzte bei den Luftkreiskomman­dos (IV: Münster) und die' Militärärztliche Aka­demie, Berlin, Scharnhorststraße. Da ferner ein er­höhter Bedarf an Marine-Sanitätsoffi­zieren vorliegt, ist die Einstellung von jüngeren approbierten Aerzten und Medizinalpraktikanten zum 1. April 1937 und zum 1. Oktober 1937 ge-

sen, Abfahrt ... ------o,.

Gelnhausen um 1.49, der seither m den Nachten nach Sonntagen gefahren wurde, verkehrt nicht

Gr lachte mich aus. Gr zählte mir an den Fine gern her, wie viele unlautere Handlungen du schon um meinetwillen begangen hättest von unserer Trauung angefangen bis.

Unserer Trauung wieso?"

deren zu lassen, von ihm, einem jungen, unbe­kannten Operateurgehilfen! Original-amerikanischer Spleen, hatte er damals gedacht nichts weiter. Bei Gott, nichts weiter! Nicht einmal das hatte ihn stutzig gemacht, daß der Mann sozusagen unter vier Augen operiert sein wollte und ihm strengstens ver­bot, sich dazu einen Assistenten zu nehmen. Eme schwierige und riskante Sache bei einer so lang­wierigen Operation und natürlich auch nicht ganz korrekt. Aber was sollte man tun? Die große Ehance schwimmen lassen? Diesen unerhörten, mär­chenhaften Glücksfall, der es ihm endlich ermöglichte, sich selbständig zu machen?! Nein tausendmal nein! Evelyn das Kind die Möglichkeit, sich eine eigene Existenz aufzubauen, das war schon eine kleine Inkorrektheit wert ...

Also wußtest du aar nicht, daß er bei mir war?" fragte Alland aus seinen Gedanken heraus.Darum warst du so erschrocken, als ich dir später nach der Operation die Photos zeigte, ja? Und dann hattest du erst recht nicht den Mut, mich aufzuklären?"

Evelyn machte eine zustimmende Kopfbewegung.

Ich dachte damals, es seien nur die Aufnahmen, die dich so erschreckten. Der kleine Ohnmachtsanfall beunruhigte mich gar nicht sonderlich. Aber sag mir, Evelyn wie hat Monno dich überhaupt finden können? Wir hatten doch alles getan, um deine Spur zu verwischen."

Ja, aber wenn man Pech hat, nützt einem alles nichts. Und es war eben mein Pech, daß der Zimmerkellner des kleinen Hotels, wo wir in Lon­don die paar Tage gewohnt haben, mich von Paris her von Ansehen kannte. Er war früher Barmann in einem Lokal gewesen, in dem Ostrowski viel verkehrte, und in das er mich manchmal nach dem Theater noch auf eine halbe Stunde mitnahm. D^ her kannte mich der Mensch. Er wußte natürlich auch von dem Skandal mit Ostrowski, der damals ja durch alle Zeitungen ging, und auch, daß ich von der Polizei gesucht werde. Es war noch an- ' ständig genug von ihm, daß er mich nicht sofort : angezeigt ober wenigstens einen kleinen Erpressungs- oersuch gemacht hat. Aber er dachte vielleicht, daß i er aus dieser Entdeckung einmal nach mehr yeraus- i schlagen würde. Und wahrscheinlich ist ihm das : auch gealückt. Er wird sie sich teuer genug von - Monno haben abkaufen lassen."

Deutschland.

Vortragsabend des Go^lhebundes und kaufmännischen Vereins.

In der Neuen Aula der Universität wurde gestern Abend veranstaltet von Rektor, Dozenten- und Stu­dentenschaft ein Vortragsabend abgehalten.

Prof. Or. Hummel

begrüßte die Besucher und wies darauf hin, daß auch dieser Abend dazu beitragen solle, das Ver­ständnis für den Dolkstumskampf an den deut,chen Grenzen zu fördern. Sodann sprach

Ernst Schröder aus Flensburg

Bei der Luftwaffe besteht noch Bedarf Sanitätsoffizieren. Es ist daher beabsichtigt zum 1. April 1937 und 1. Oktober 1937 eine Anzahl von jüngeren approbierten Aerzten, Medizinalprak­tikanten und Medizinstudierenden einzustellen. Dor-

Oer Tiationalitätenkamps an der deutsch-dänischen Grenze

Vortragsabend in der Llniversität.

wehrt worden. Alle standen für Deutschland und seien zu einer vollkommenen Dolksgememschaft zu­sammengewachsen.

Mit der Festsetzung der neuen Grenze sei Schles- wig-Holstein zum ersten Male in seiner Geschichte einer Teilung unterworfen worden. Die beabstch- tiqte Aufsaugung der Deutschen durch die Danen sei im abgetrennten Nordschleswig bis heute nicht gelungen. Vielmehr wurde von den Deutschen der Revisionsanspruch stets offengehalten, darüber hin­aus ei durch die Deutschen eine Fülle von Schulen geschaffen worden, die die dänische Regierung in liberaler Weise anerkannte. In der Inflationszeit sei der Dolkstumskampf besonders schwer gewesen. Der bodenständige Deutsche konnte aber doch nicht

Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. beab­sichtigt, für die Strecke Frankfurt a. M.Gießen DillenburgBetzdorfKöln als Eilzug einen Trieb­wagen (also einen Motortriebwagen mit schweren Dieselmotoren) einzusetzen. Der Verkehr mit diesem Triebwagen wird voraussichtlich am 21. Mai aus­genommen werden.

Fahrplanverbeffemng auf der Strecke GießenGelnhausen.

Zur Verbesserung des Fahrplans auf der Strecke GießenGelnhausen an Sonn- und Feiertagen treten ab Sonntag, 24. Januar, nachstehende Ände­rungen ein: .

Der Personenzug Nr. 516 GießenNidda, Ab­fahrt in Gießen 23.10 Uhr, Ankunft in Nidda um 23.58 Uhr, wird an Sonn- und Feiertagen bis Gelnhausen durchgeführt, und zwar Nidda ab 23.59, Ranstadt an 0.05 ab 0.06, Stockheim an 0.12 ab 0.13, Bleichenbach an 0.17 ab 0.18, Buches- Düdelsheim an 0.21 ab 0.22, Büdingen an 0.25 ab 0.26, Mittel-Gründau an 0.35 ab 0.36, Lieblos an 0.40 ab 0.41, Gelnhausen an 0.46 Uhr.

Ferner wird der Personenzug Nr. 523 (der seit­her am Werktag nach Sonn- und Feiertagen von Gelnhausen bis Büdingen, Abfahrt in Gelnhausen um 1.00 Uhr, Ankunft in Büdingen um 1.19 Uhr, verkehrte), künftig in den Nächten nach Sonn- und Feiertagen bis N i d d a durchgeführt, und zwar Bü­dingen ab 1.21 Uhr, Büches-Düdelsheim an 1.25 ab 1.26, Bleichenbach an 1.29 ab 1.30, Stockheim an 1.34 ab 1.35, Ranstadt an 1.40 ab 1.41, Nidda

deren.

Sanitätsoffizierlaufbahn in der Lustwaffe und Marine.

solche Fülle der Werte aus Jahrhunderten der Ge- chichte in sich vereinige, wie sie aus dem Geiste deutscher Menschen in Deutschland zu allen Zetten geboren wurden. Im Norden, so fuhr der Redner fort, sei es immer wieder die Natur, von der die großen Eindrücke ihren Ausgangspunkt nchmen, bei uns in Deutschland sei das aber anders, denn überall im deutschen Vaterland begegnete der Rei­fende neben den Naturschönheiten auch immer den großen Werken germanischen Formwillens. Immer wieder auch sei das Wesen des deutsck)en Menschen in seinen Werken zu erkennen. Um dies in vollem Ausmaß würdigen zu können, müsse man auch andere Völker kennen, um dann die Unterschiede

an 1.48 Uhr. , f ,

Der Personenzug Nr. 524 BüdingenGelnhau-

n, Abfahrt in Büdingen um 1.30, Ankunft in

Wieder einmal wurde Montag abend den Mit­gliedern des Goethebundes tznd Kaufmännischen Vereins Gelegenheit gegeben, einen Lichtbildervor- trag zu hören, der ihnen. eine Fülle der Schön­heiten bot. Professor Walther, Austauschprofes­sor in Schweden, ein würdiger alter Herr in schnee­weißem Bart, sprach über Deutschland, über das deutsche Land, den deutschen Menschen und das deutsche Wesen. Er schickte seinem Vortrag zunächst die Fragestellung voraus, wie es wohl möglich sei, daß ein Redner gerade aus Schweden kommen müsse, um einen Vortrag über Deutschland zu hal­ten. Der Redner beantwortete die Frage so, indem er sagte, daß das Erlebnis des deutschen Vater­landes im Ausländsdeutschen meist ein weitaus stärkeres sei, als in jenem, der immer die Schön­heit der Heimat vor Augen habe. So sei auch ihm das deutsche Vaterland immer wieder ein großes und immer wieder auch ein neues Erlebnis. Das sei besonders darauf zurückzuführen, daß Deutsch­land ein Land sei, das wie kaum ein anderes alle

Skiläufer am Sonntag guten Schnee antreffen werden, wenn die Witterung nicht abermals um» schlägt. Die Temperatur liegt bei 2 Grad unter Null. Die Sportmöglichkeiten find gut.

Zugverspätungen

durch Schneeverwehungen.

3m Lause des gestrigen Tages tiefen verschiedene Fernzüge, die von Hamburg tarnen, mit erheblichen Verspätungen im Gießener Bahnhof em. Die Ver­spätungen waren daraus zuruckzufuhren, daß auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover, ins­besondere in der Lüneburger Heide, starke Schnee­fälle eingetreten waren, die auch zu umfangreichen Verwehungen führten. Streckenweise lagen aus den Schienen Schneemengen bis zu einem Meter Hohe, die erst beseitigt werden mußten, bis die Zuge ihre Fahrt fortsetzen konnten. Die Hauptzuge kamen mit Verspätungen bis zu 90 Minuten im Gießener Bahnhof an. Um den Verkehrsablaus nicht allzu sehr durch diese Verspätungen zu beeinträchtigen, waren von Hannover aus Vorzüge gefahren wor­den, die den Anschluhverkchr sichern konnten.

Triebwagenverkehr Frankfurt-Gießen -Köln.

$ *S BVt riebsgemeinschaftsabend. Man berichtet uns: Am Freitagabend veranstaltete cne Firma Franz Vogt & Co., Gießen imBurghof ihren ersten diesjährigen Betrlebsgemelnschafts- abend. Durch die Anwesenheit des Kreiswalters der DAF-, Pg. Wagner, erhielt der Abend em besonderes Gepräge. Pg. Wagner blieb bis zum Schluß dabei und nahm an demecht fameraD* schaftlichen Fröhlichsein" in gleicher Weise wie die Betriebsangehörigen teil Der B e dl ebs sichrer, Herr 23 o at führte einleitend aus, daß die Erfolge des letzten Jahres auf eine gemeinschaftliche Leistung zurückzuführen seien. Diese Gemeinschaftsarbeit fei heute auch in der Gesamtwirtschaft ein Garant für den Erfolg. Die Rede schloß mit dem Sieg-Heil auf den Führer. Pg. Wagner sagte dann, datz wir die Ziele des Dierjahresplanes sicher erreichen werden, wenn jeder einzelne an seinem Posten mit der richtigen Ginstellung seine Pflicht erfüllt. Für das geistige und leibliche Wohl war bestens ge- sorgt. Darbietungen von Gefolgschaftsnrttgliedern, die gemeinsamen Lieder und die flotte Musik der Kapelle Ginbrob sorgten dafür, daß jeder einzelne der 60 Gefolgschaftsmitglieder sich schnell wie m einer großen Familie fühlte. Pg. W a g n e r sagte im Schlußwort, er freue sich, diesem schonen Abend teilgenommen zu haben, und er scheide mit dem Gefühl, daß diese Betdebsgemeinschaft eme wirkliche Gemeinschaft fei, denn sie habe einen wirklichen Betriebsführer.

Große (Strafkammer Gießen.

Von Monno? Ich denke, Monno fuhr damals direkt nach Brasilien/"

Gr wurde bei der Landung in Rio sofort ver­haftet. Davon hatte ich allerdings keine Ahnung. Gnttveder es hat nichts darüber in den Zeitungen gestanden, oder ich yabe es übersetzen. Ich dachte die ganze Zeit, er fei irgendwo in Südamerika untergetaucht und ich würde ihm nie im Leben wieder begegnen. Ja, das dachte ich. Erst von ihm selbst erfuhr ich dann, daß er inzwischen zu fünf Jahren Deportation verurteilt worden war, wegen einer früheren Sache, die nicht mit Ostrowski zu­sammenhing. Aber kaum war er in Guyana, brach er wieder aus und flüchtete zunächst nach Gngland, wo er dann auch seinen alten Bekannten, den Bar­mixer, wieder traf. Mehr als zweihundert Sttäf- linge, sagte Monno, entkämen alljährlich aus Gu­yana'. Das sei eine Kleinigkeit, sagte er, für einen, Der sich dort ein bißchen auskennt. Für Monno, glaube ich, ist alles eine Kleinigkeit, er hat überall feine Helfershelfer. Auch meinen Aufenthaltsort ausfindig zu machen, scheint ihm nicht schwerge­fallen zu sein, nachdem ihn der Mann aus dem Hotel am Piccadilly auf meine Spur gesetzt hatte."

Natürlich nicht, aber...", Frank Alland senkte die Stimme und drückte mit seinem Sessel noch enger an Gvelyn heran.Warum kam er eigentlich? In Der Absicht, dich ein zweites Mal zu entführen?"

Gvelyn zog nervös die Brauen zusammen.Ver­mutlich ja", gab sie etwas zögernd zu.Ursprüng­lich wenigstens mag das seine Absicht gewesen sein. Aber ich merkte ihm sofort an, daß er enttäuscht war, daß ich ihm nicht mehr so gut gefiel wie früher. So etwas merkt man doch als Frau. Monno liebt nur elegante Frauen, und als er mich Jo wiederfah, so als Aschenbrödel, weißt du, und in meinem Zustand ...da war er auf einmal ab ge­kühlt. Einesteils war ich ja froh darüber, weil ich ja dann um fo eher hoffen durste, ihn loszuwerden, wenn er sich nichts mehr aus mir machte. Aber ich muß dir gestehen, Frank", ein kindliches Er­röten huschte über das Gesicht der jungen Frau, ein klein wenig geärgert hat es mich doch."

Alland mußte über ihre naive Offenherzigkeit unwillkürlich lachen, und dieses Lachen lockerte für Sekunden die angstvolle Spannung, mit der er Evelyns Erzählung folgte.

(Fortsetzung folgt!)

entwurzelt werden.

Mit der Schaffung des Dritten Reiches habe der Volkstumskampf oerftärtt eingesetzt, aber alle deut­schen Menschen seien fest auf ihren. Posten gebtte- den, wenngleich die marxistische dänische Presse dem deutschen Teil der Bevölkerung alle Schandtaten habe unterschieben wollen. Erst in jüngster Zelt habe man auch in Dänemark gemerkt, daß man auf ein falsches Pferd gefetzt habe, denn im Grunde gehe es ja nicht um große Gegensätze innerhalb der Bevölkerung, die von Natur und Rasse aus ziemlich gleichgeartet sei, so daß es also Sieger undBesiegte" nicht zu geben brauchte. Vielmehr gehe es um eine Fortentwicklung der Rechte der Minderheiten auf beiden Seiten, die geschehen könne unter der Voraussetzung eines besseren Verhält­nisses zwischen Deutschland und Dänemark.

Nachdem der Redner in längeren Ausführungen die Geschichte Schleswig-Holsteins über einen großen Zeitraum Umrissen und damit das Verständnis für die gegenwärtige Situation gefördert halte, sprach er davon, wie der Nordschleswiger mit der ihm eigenen Ruhe und Zielsicherheit seine Sache m die Hand nehme, um in ehrlicher Weise den Gegen­spieler zu überzeugen und damit für einen schöne­ren Morgen zu arbeiten. Lebhafter Beifall dankte dem Redner.

Studeuteuschastsführer Frank

gab dem Versprechen Ausdruck, daß die Studenten­schaft unserer Gießener Universität durch ihre Grenz­landbesuche sich auch den Deutschen in Nordschles­wig verbunden fühle und dementsprechend handeln werde. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer fand der Abend seinen Abschluß.

wägen zu können.

In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner sehr eingehend mit dem nordischen und skandinavischen Menschen. Er betonte, daß man nordisch" undskandinavisch" nicht miteinynder verwechseln dürfte, denn hier bestünden große und grundsätzliche Unterschiede. Der nordische Mensch sei der deutsche Mensch. Wenn der deutsche Mensch wäre wie der Skandinavier Mensch, dann wäre Deutschland nie das geworden, was es ist. Der Skandinavier sei egozentrisch geartet und damit ge­rade in seiner Art grundverschieden vom Menschen deutschen Blutes. Der Deutsche s u che mit den Augen den anderen Volksgenossen, der Skandinavier lehne den anderen mit feinen Augen eindeutig ab. Im Norden gebe es deshalb auch nie das, was man eine Volksgemeinschaft nenne. Jeder erscheine dort als eine Säule für sich.

Im weiteren Verlauf des Vortragsabends zeigte der Redner in einer Fülle von Lichtbildern, die er

über das ThemaDer Nationalitäten- kampf an der deutsch-dänischen Grenze . Der Redner führte u. a. aus: Seit den Jahren 1864 gäbe es zwar keine schleswig-holsteinüche Frage mehr, wohl aber, seit 1920, eine nordschles- wigsche Frage, bei der es sich durchaus nicht um ein unbedeutendes Geplänkel handle. Es gehe um den nördlichen Zipfel Schleswigs. In ihrer Bedeutung reiche die nordschleswigsche Frage durchaus an die gesamtdeutsche Grenzfrage heran. Zu erinnern sei in erster Linie daran, daß Dänemark am Kriege unbeteiligt gewesen sei, aber, dank Versailles, doch Land gewonnen habe. Bei den Verhandlungen in Versailles seien die Deutschen auch in der schles- wigschen Frage überhaupt nicht gehört worden.

Einefreie" Volksabstimmung, die im Jahre 1920 durchgeführt wurde, sei so fragwürdig und willkürlich gewesen. Die Abstimmung sei von den Dänen mit großen Versprechungen vorbereitet wor­den Ziel sei gewesen, es soweit zu bringen, das deutsche Element im abzutretenden Teil völlig aus­zusaugen. In der ersten (der nördlichsten) Zone sei am 10. Februar 1920 unter den Bajonetten inter­alliierter Truppen abgestimmt worden wobei die einfache Mehrheit entschied. Die Entscheidung fiel für Dänemark, aber trotz allem Druck entschieden sich 25 000 Deutsche für das Reich, das um die Zett von heftigften Revolutionswirren erschüttert gerne« sen sei. -Der Abstimmungskampf in der zweiten Zone habe von den Schleswigern, ohne Hilfe aus dem Reich, ganz aus eigener Kraft geführt werden müssen. Der Kampf ging um die Zone um Flens­burg, und sei ein Kampf der Satten gegen die Hungrigen gewesen. In der Abstimmung am 14 März sei dne Entscheidung für Deutschland ge­fallen. Die zweite Zone erschien gerettet, aber doch sei der Versuch gemacht worden, diese in ähnlicher Form zu internationalisieren, wie es mit Danzig geschehen sei. Aber auch dieser Schlag sei abge-

Die Kreisabteilung Gießen in der Landesdienst­stelle Hessen-Hessen-Nassau des Deutschen Gemeinoe- taqes hält am Donnerstag, 28. Januar, 9.30 Uhr, in der GaststätteZum kühlen Grund" in Gießen eine Bürgermeisterversammlung ab. Die Tagung bringt eine Reihe von Vorträgen. Zunächst wird em Vertreter des Arbeitsamtes Gießen über Die Be­schaffung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte, ferner auch über die Arbeitsmarktlage sprechen. Kreiswal- ter der DAF. Wagner (Gießen) spricht über die Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront, insbefolchere über die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern. Studienrat Hölzel (Gießen) wird über die Mit­wirkung der Bürgermeister im Naturschutz refe-

Ja er wußte natürlich auch, daß ich mich unter einem falschen Namen habe trauen lassen, I und er ließ es sich nicht ausreden, daß es mit ' deinem Einverständnis geschehen ist. ,Weißt du, was das ist. Kleine?« sagte er grinsend. ,Eine ganz gemeine Urkundenfälschung. Darauf steht Gefäng­nis/ Ach, Liebster, ich konnte in der Zeit feine Nacht mehr schlafen vor Angst, daß er seine Drohung wahr machen würde. Um mich war es mir viel weniger als um dich. Denn du warst ja ganz unschuldig, trotz allem. Was du auch im Sinne der Gesetze Unlauteres begangen haben magst du hast es doch nur aus Liebe getan, in der rein­sten und edelsten Absicht, nicht? Nur um mich vor Verfolgung zu schützen. Und nun solltest du so bitter dafür büßen müssen!"

Sie suchte vergebens nach ihrem Taschentuch, um sich die aufs neue heroorguellenden Tränen abzu­wischen. Alland reichte ihr rasch das seine. Gerührt verweilte sein Blick auf ihrem abgemagerten kleinen Gesicht, das alle Spuren eines tiefen Kummers trug. Armes Kind! Was mochte sie durchgemacht haben in diesen letztes Wochen, und nicht nur jetzt, auch damals schon vor ja vor fast genau fünf Jahren ohne daß er überhaupt davon etwas gemerkt hatte!

Oder doch hatte er nicht etwas gemerkt? Er erinnerte sich jetzt deutlich, wie sonderbar schreckhaft sie in jener Zeit gewesen war und wegen jeder Geringfügigkeit zum Weinen geneigt. Man brauchte sie nur anzusehen, schon kamen ihr die Tranen. Aber er hatte es einfach ihrem Zustand zugeschrleben, sie war ja damals gerade mit Karin in der Hoss- . nung. In zwei Monaten etwa sollte das Kind kom­men. Und wie tapfer sie in dieser Zeit gewesen i mar! Sie hatte es wahrhaftig nicht leicht gehabt in diesem Winkelwerk von möblierter Wohnung mit der finstern Küche, in der man den ganzen Tag > Licht brennen mußte. Gr konnte ihr mit seinem biß- ) chen Assistentengehalt ja nicht einmal eine Bedie­nung halten, er mußte zuschauen, wie sie sich plagte und sogar heimlich die Wäsche wusch, um ihm spa­

Der 25jährige Otto Boche aus Friedberg war Kassierer einer Organisation in Friedberg und hat als solcher im Monat November 1936 einkassierte Beiträge in Höhe von 344 Mark unterschlagen und in Frankfurt a. M. in zweifelhafter Gesellschaft durchgebracht. Die Sttafkammer verurteilte den Angeklagten, der die Tat eingestand und als Motiv angab,er habe sich einmal einen guten Tag ma­chen wollen", zu sechs Monaten Gefäng­nis abzüglich sechs Wochen Untersuchungshaft, wobei straferschwerend berücksichtigt wurde, daß es sich bei den unterschlagenen Geldern um unter gro­ßen Opfern gezahlte Beiträge handelte. .

Das Schöffengericht in Gießen hatte den 55iahri- qen Grnft Reifschneider aus Wolferborn, der bereits 33mal vorbestraft ist, durch Urteil vom 25 September 1936 wegen Verleumdung, sowie versuchter Nötigung zu zehn Monaten Ge­fängnis und durch Urteil von 2. Oktober 1936 wegen Betrugs im Rückfall zu d r e i Jahren Zuchthaus und 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Außerdem hatte es gegen den Angeklagten auf Sicherungsverwahrung erkannt.

Der Angeklagte, der schon viele Jahre hinter Ge- fängnis- und Zuchthausmauern zugebracht hat, hatte qeqen diese Urteile Revision eingelegt. Im ersten Falle hatte der Angeklagte einen Pfarrer wider besseres Wissen beleidigt, obwohl er wegen der glei- chen unwahren Beleidigung schon einmal verur­teilt worden war. Im zweiten Falle war der An-

Das fremde Gesicht.;

Roman von Caren.

21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)

Gr verließ seinen Platz unb ging zur Tür, um nachzuschauen, ob nicht etwa eines der Dienstmäd­chen draußen horchte. Aber es war weit und breit niemand zu sehen. Im Korridor brannte noch das Licht, das Gvelyn beim Heimkommen vergessen hatte auszudrehen. Und von droben aus dem Kinder­zimmer hörte man Karins kleine Vogelstimme, die mit der Schwester ein Liedchen übte.

Alland schloß leise die Tür und machte eine be­ruhigende Handbewegung.

Niemand! Aber komm doch lieber hierher zum Kamin, da hört man uns weniger."

Gr rückte die beiden tiefen Gobelinsessel ganz nah zusammen und ließ die japanische Stehlampe aufflammen.So ist es besser, nicht? Dieses Halb­dunkel geht einem auf die Nerven... Also eins nach bern andern, damit alles ganz klar wird. Zuerst: hat dieser Monno oder Gallatin, wie er sich nannte, hat er damals in München mit dir gespro­chen, bevor er zu mir kam...? Ja? Du wußtest also, was er von mir wollte?"

Gvelyn senkte schuldbewußt den Kopf.

Ja, Frank... Das heißt, er wollte zuerst, daß ich dich dazu überrede. Gr drohte mir, mich sofort der Polizei zu überliefern, wenn ich es nicht tue. Gs war ja noch kein Jahr vergangen seit der Ge­schichte mit Ostrowski, die Pariser Polizei suchte mich immer noch. Es hätte bloß einer anonymen Anzeige bedurft, und ich wäre sofort gefaßt worden. Ach, Frank, ich bin damals beinah gestorben vor Angst. Aber ich blieb trotzdem standhaft. Ich sagte ihm, daß ich lieber ins Wasser gehen würde als dich überreden, eine unlautere Handlung zu begehen."

Und er?".

durchweg selbst ausgenommen und auch selbst kolo­riert hatte, viele der Schönheiten, an denen unser deutsches Vaterland so reich ist. 2n.ben Bildern lernte man die deutsche Landschaft, Städte und Dor fer und den deutschen Menschen kenneni und zwar in allen Spielformen, die unser Vaterland in Jtd) schließt. Der Redner führte im Leiste seine Zuhörer vom Kurischen Haff aus über die Düsten, die Ostsee entlang, zeigte ihnen die Städte der Hansa und ihre baulichen Großartigkeiten. Er führte durch Berlin, durch Dresden und Leipzig, nach Thurmgery an ben Rhein, nach Köln, nach Heibelberg, m den Park vo Schwetzingen, in bis mittelalterlichen Stabte-Kle n- obien Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, Din- kelsbühl unb Nörblingen, schließlich aber noch nach München, in bas Alpenvorlanb, ln die Alpen, an den Bodensee unb zum Schluß auf den Hohentwiel. In ber sorgfältigen Auswahl der Lichtbilder ve- mittelte ber Rebner einen Ueberblicf "der unser schönes beutsches Vaterlanb und ließ es sicherlich manchem der Zuhörer bewußt werden, welche Schatze die Heimat ihm zu bieten hat. Anhaltender Beifall dankte dem Vortragenden.

*

** Ein Achtzigjähriger. Am 21.Januar begeht Herr Heinrich Lotz, Asterweg 22, in körper­licher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag.

** Die Allg. Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen gibt im heutigen Anzeigen- teil bekannt, daß die Beiträge für Dezember 1936 noch bis zum 25. Januar ohne Kosten bezahlt wer­den können. Auf die Bekanntmachung sei besonders

mehr.

Bürgermeistertagung des Kreises Gießen.