Ausgabe 
20.1.1937
 
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187. Jahrgang

Der neue Kampf um Ralaga

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p leiche Feinde sitzen vor allem in Moskau. Aber : ieses Moskau ist auf das engste verbündet mit (inem Frankreich, dessen Staatsmänner sich auch freute 'noch immer nicht von Gedankengängen der Versailler Art freimachen können oder wollen. Ge- lloiK dieses Frankreich und auch sein bewährter freund jenseits des Kanals ist durch die lange Periode einer 13jährigen Erfüllungspolitik politisch inaßlos verwöhnt worden. Aber während die inglilche Politik seit 1933 manches Zeichen dafür gab, daß sie den Wandel der Zeiten in Europa zwar ungern, aber doch wenigstens zu er- lennen begonnen hat, fehlen bisher ernsthafte An­zeichen dieser Art in Frankreich. Bis zum heutigen Lage hat Paris weder dem deutsch-polnischen Ab­lammen noch dem deutsch-englischen Flottenvertrag roch dem deutsch-österreichischen Abkommen etwas

Salamanca, 20. Ian. (DNB. Funkspruch.) Der neue SenderRadio National" wurde am Diens­tagabend in Anwesenheit des Chefs der spanischen Nationalregierung General Franco feierlich er­öffnet. Mit dieser Rundfunkstation, deren Sende­bereich erheblich größer ist, als der Bereich der bis­her in Spanien arbeitenden Sender, schließt sich das nationale Spanien dem Rund der europäischen Großsender an und eröffnet eine großzügige Kultur­arbeit, die vor allem dem geistigen Kampf gegen den Bolschewismus dienen wird. Die neue Sende­station ist 170 Kilometer von Madrid entfernt.

Bei der Eröffnungsfeier legte General Franco das Staatsprogramm des neuen wiedergeborenen Spaniens der nationalen Würde und der sozialen Gerechtigkeit dar. Im Spanien von gestern seien die Arbeiter in schändlicher Weise von ihren eige­nen Führern ausgebeutet worden. Kinder seien ohne Schulen und Kranke ohne Gott und Vaterland ge­wesen.

Das neue Spanien sehe seine heilige Pflicht in der Fürsorge für die Arbeiter­schaflund den Mittet st and, im Schuh des nationalen Friedens, des Gewissens und der Glaubensfreiheit, in der Wahrung derUnab - hängigkeit des Vaterlandes und im Kampf für ein neues freies großes Spanien, das feine Herren und keine Knechte, weder Arme noch Unterdrückte, sondern nur eine große Volksfamilie kenne. Die Grundlage des neuen Reiches sei soziale Gerechtigkeit. Das neue Spanien werde frei sein von jeglichen Rechten , jüdischer Tyrannei, eine Ration ohne marxistische Zersetzung, ein Staat, der die un­glückseligen Theorien des Liberalismus und der Demokratie ein für alle Male begrabe.

Der soziale Aufbau und die Besserung der wirt­schaftlichen Lebensbedingungen des spanischen Vol­kes würden schnellstens durchgeführt werden, damit bei niemanden mehr die Notwendigkeit bestehe, innere Widerstände zu überwinden, um sein Vater­land zu lieben, Die Führung des neuen Spaniens begnüge sich nicht damit, die unbemittelten Volks­schichten zu trösten und die geschichtlich bedingte Armut des spanischen Mittelstandes nur vorüber­gehend zu beseitigen, sondern sie erstrebe d i e r e st- l o s e Gesundung für alle Zeiten. Spanien sei groß und reich genug zur Erreichung dieses Zieles. Die Männer, die das Schicksal des neuen Spaniens bestimmen, hätten die schwielige Hand des Arbeiters herzlicher gedrückt als andere. Sie kennten daher das spanische Volk besser als diejenigen, die sich dem Arbeiter genähert hätten, um ihn zu betrügen.

Die Männer des nationalen Spaniens sehen dem wütenden haß des Kommunismus gegen alles, was Religion heißt, den Glauben des christlichen Spaniens mit seinen Jahrhunderte alten Einrichtungen entgegen. Familie und Arbeitsplatz seien die starken Lebenskräfte der neuen spanischen Ge­sellschaftsordnung, die zusammen mit den Kor­porationen, mit den Stabt-, Provinz- und Landesverwaltungen die Räder bildeten, auf denen sich der neue Staat mit Hilfe der Opfer­bereitschaft jedes einzelnen vorwärts bewege. General Franco wandte sich dann in einem großmütigen Appell an die betrogenen und irre­geleiteten Spanier, die noch auf Seiten der bolsche­wistischen Horden stehen. Er rief ihnen zu, daß sie nichts zu befürchten hätten, wenn sie sich im guten Glauben den nationalen Truppen ergeben wurden. Er warnte weiterhin vor den Verleumdungen der kommunistischen Propaganda, man möge niemals vergessen, daß diese ruchlose bolschewistische Propa­ganda mit dem Gold der Banken und dem Erlös der Kun st schätze Spaniens finan­ziert werde, die das spanische Volk in den vielen Jahrhunderten seiner Geschichte gesammelt habe. General Franco schloß seine Ansprache mit einem Dank an alle Völker, die den heiligen Kamps des nationalen Spaniens gegen den Kommunismus zu würdigen verstehen.

der roten Militärzone beitrugen. Die bolschewisti« schen Häuptlinge, die seit Beginn des Krieges in Malaga sitzen und denen deshalb der ungewohnt« Kriegslärm schaurig in den Ohren klingt, haben schnell ihre Koffer gepackt und sind nach Valencia gereist, um sich dortRatschläge" zu holen. Wäh­renddessen schickt der bolschewistische Sender in Ma­laga seine kläglichen Hilferufe in den Aether hin­aus, und schon sind bewährte Sowjetoffiziere und Sowjetagenten unterwegs, um die wankenden Mi­lizen zum letzten Widerstand gegen die andrängen­den Truppen Francos anzufeuern. Ob es den sow­jetrussischen Hetzern und ihren roten Banden jedoch gelingt, den vor den Toren stehenden Feind zu- rückzuschlagen, erscheint uns recht zweifelhaft.

Der Fall von Malaga würde die Sache der spa­nischen Nationalregierung einen nicht unbeträcht­lichen Gewinn bedeuten. Als Warenumschlagsplatz und Tor nach Jnnerspanien ist Malaga mit seinen 200 000 Einwohnern nicht unbedeutend. Blei, Ro­sinen, Wein, Olivenöl und Mandeln nehmen von hier aus ihren Weg über das Meer. Malaga ver­fügt auch über eine eigene Industrie, die in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen hat. Sie umfaßt mehrere Eisengießereien und Ma­schinenfabriken, Baumwollspinnereien und andere Werkstätten. Die Stadt, im Altertum Malaca ge­nannt, hat in der Geschichte allerdings keine sehr große Rolle gespielt. Sie wurde von den Phöniziern gegründet und ging dann nacheinander in den Be­sitz der Karthager, der Römer, Goten und Araber über. In den ersten drei Jahrhunderten der Mau­renherrschaft in Spanien war Malaga dem Kalifen von Cordoba unterworfen, kam dann in die Hände verschiedener kleiner Fürsten, bis es im Anfang des 14. Jahrhunderts mit dem Königreich Granada vereinigt wurde. 1487 wurde es nach einer hart­näckigen Belagerung den Mauren durch Ferdinand und Isabella abgenommen. Die spätere Geschichte der Stadt ist ziemlich belanglos. In den Partei­kämpfen zwischen Carlisten und Christinos wurden hier im Jahre 1831 etwa 50 Anhänger der Libe­ralen Partei erschossen, ein Ereignis, das sich freilich mit den Massenabschlachtungen der Bolsche­wisten von heute nicht vergleichen kann. Wir wün­schen der Bevölkerung dieser altehrwürdigen Stadt, daß auch für sie bald die Befreiungsstunde schlagen möge.

aufnehmen können, werden dort noch in diesem Jahre fertiggestellt. Für die Anlage des Marine- Hafens und seinen Ausbau einschließlich der Be­festigungen bis 1939 soll alles fertig sein werden 10 Millionen Pfund aufgewendet. Singa- pore wird damit zur größten Seefestung Großbritanniens im Stillen Ozean. Es wird für möglich gehalten, daß später fünf Schlachtschffe der Elizabeth"-Klasse mit einer entsprechenden Anzahl von Kreuzern, Flugzeugträgern, Zerstörern und U- Booten im Pazifischen Ozean stationiert werden. Ob die schon jetzt bestehenden Geschwader in China, Australien und Neuseeland zu einer neuen pa­zifischen Flotte zusammengefaßt werden ober

sende von Freiwilligen, die über bie franzö­sische Grenze nach Spanien kommen. In London wird darauf hingewiesen, daß der Einwand in jedem künftigen Kontrollplan berücksichtigt werden könne, da die französische Regierung sich bereiterklärt habe, die Grenze für Freiwillige zu schließen, falls unter den interessierten Mäch­ten Einigung über ein Freiwilligenverbot erzielt werden könne. Man hoffe, daß in Kürze e i n neuer Kontrollplan entworfen werde, der sowohl die Frage der Freiwilligen als auch die des Kriegsmaterials umfasse.

auch nur annähernd Gleichwertiges entgegenzu­stellen. , . m f,

Gerade jetzt ist der aufsehenerregende Vorstoß des früheren französischen Ministerpräsidenten F land in gegen die Katastrophenpolitik der Re­gierung Blum erfolgt, von der er eine nicht wieder gutzumachende weitere Minderung des französischen Ansehens in der Welt befürchtet. Flandin ist dabei nur der Wortführer für Millionen von Franzosen, die die moskowitischen Experimente der Regierung Blum gründlich satt haben. Niemand wird eine Er­kenntnis des Wandels der Zeiten in Europa von Moskau erwarten. Das hochintelligente französische Volk freilich sollte allmählich seiner eigenen Er­

kenntnis auch in den Kreisen der Männer endlich zum Durchbruch verhelfen, die sich im Augenblick an der Gestaltung der Geschicke Frankreichs ver­suchen. R-

Gingapore größte britische Eeefestung

im Pazifik.

London, 19. Jan. (DNB.) Im Rahmen der Aufrüstungsmaßnahmen werden auch die Vorposten des britischen Weltreiches entsprechend bedacht. Singapore wird in Zukunft der Hauptstütz­punkt der britischen Flotte im Stillen Ozean. Zwei Docks, die Schiffe bis zu 50 000 Tonnen

Malaga war früher in Deutschland eigentlich nur bekannt durch die Weine, die seinen Namen trugen. Erst der spanische Befreiungskrieg hat dieser Groß­stadt eine gewisse politische Bedeutung und Be­rühmtheit verliehen. Zum ersten Mal war von Ma­laga die Rede im Spätsommer des vorigen Jahres, als die nationale Südarmee von Sevilla aus vor­drang, um den wichtigen Hafenplatz aus den Hän­den der roten Machthaber zu befreien. Mit großem Elan wurde damals Ronda erobert, eine Stadt, die ungefähr 100 Kilometer von Sevilla und 50 Kilometer von Malaga entfernt, den Ausgangs­punkt für den weiteren Vormarsch an die Küste bilden sollte. Aber dann kam der Angriff allmählich ins Stocken. Es ist schwer zu entscheiden, warum damals im September die so erfolgreich begonnene Aktion wieder eingestellt wurde. Möglich, daß Franco Truppenverschiebungen nach anderen Kriegsschauplätzen vornehmen mußte, möglich auch, daß die ungeheuren Schwierigkeiten, welche das wildzerklüftete Bergland zwischen Ronda und Ma­laga dem weiteren Vordringen der nationalen Truppen entgegensetzte, zu einer Aufgabe des ur­sprünglichen Planes zwangen.

Jedenfalls ist nun nach einer vierteljährigen Pause das alte Kriegsziel von neuem in An­griff genommen worden. Jedoch erfolgen die Ope­rationen, offenbar auf Grund der im Sommer ge­machten Erfahrungen, nicht mehr in einer einzigen Richtung, sondern suchen die Stadt durch einen konzentrischen Vorstoß von verschie­denen Seiten zu erreichen. Dabei spielt im Gegensatz zur Sommeroffensive die Küsten- Huie eine besondere Rolle. Zunächst wurde das Hafenstädtchen E st e p o n a und wenige Tage spä­ter der Ort Marbella eingenommen, der gleich­falls am Mittelländischen Meer gelegen ist. Obgleich auch hier an der Küste das Land einen sehr ge­birgigen Charakter besitzt und deshalb dem Ver­teidiger vorzügliche Abwehrstellungen bietet, hat das Gros der nationalen Armee den Vormarsch ohne wesentliche Behinderungen fortsetzen können. Die Hauptmacht steht jetzt, nach der Besetzung einiger kleinerer Ortschaften, schon wenige Kilometer vor Malaga.

Eine starke Unterstützung erfuhr das Landheer durch die Kriegsschiffe der nationalen Flotte, die Malaga fast täglich unter das Feuer ihrer Geschütze nahmen und so zur Verwirrung

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Der Kontrollplan.

Die Stellung der kriegführenden Parteien.

London, 19. Jan. (DNB.) In London sind die Antworten der spanischen Nationalregierung und der spanischen Bolschewisten auf den vom Londoner Nichteinmischungsausschuß ausgearbeiteten Kon­tra l l p l a n eingegangen. Die Bolschewisten be­mängeln die Vorschläge zur Ueberwachung der Häfen und verlangen eine Ausdehnung der Kon­trolle auf Freiwillige. Die Nationalregierung lenkt die Aufmerksamkeit des Ausschusses auf die Tau-

!»eut sch-italienischen Block", wobei er wnzusügte:Daran wird sich nichts ändern!" Und weitens hatte kurz vorher Ministerpräsident- ri n g in feiner Ansprache vor der deutschen Kolonie m Rom betont:Es ist ganz selbstverständlich, daß, wenn Notzeiten anbrechen, man sorgsam um sich " \ Freund und wo Feind ist", und er hatte weiter gesagt,daß hier zwei Völker sind, die sich jieibe -zu gleichen Idealen bekennen und darum auch He gleichen Feinde haben".

Des Nationalsozialismus und des Faschismus

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General Franco verkündet das Staatsprogramm -es nationalen Spaniens.

Feierliche Eröffnung -es neuen spanischen SendersRadio Nacional".

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Lrjchelm tagltd), autzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat im Bild Die Scholl« !Honat$«Be$ng$pret$:

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20. Januar 1957

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Am Wendekreis der Zeiten.

In Italien ist während des Besuches des Mi- l isterpräfidenten Göring ein Wort aus dem Munde Nussolinis gefallen, das uns den gründlichen Wan- M der Zeiten wieder einmal deutlich vor Augen jihrt. Der Duce hat in der Unterredung, die er |tem Sonderberichterstatter desVölkischen Be- ibachter" gewährte, mit Bezug auf das kürzlich abgeschlossene italienisch-englische Abkommen u. a. bemerft:Man wollte dieses Abkommen stören Ins stimmt. Ich habe es nicht geduldet!" >em Beobachter der europäischen Entwicklung wird üirch dieses Wort sofort die Erinnerung an einen lnnz ähnlichen Ausdruck wachgerufen, Der freilich unter gänzlich anderen Voraussetzungen und von I a n 3 anderer Seite formuliert wurde.

Im März 1931 hatten zwischen Berlin und Lien Verhandlungen über die bekannte Frage der Zollunion stattgesunden, die der damalige isterreichische Bundeskanzler Dr. Schober in Ver­eidigung gegen sofortige französische Angriffe auf ten famosen Paneuropa-Plan Briands zurückfüh- len zu dürfen glaubte. Nachdem der französische Außenminister dann noch am 28. März im Senat irflärt hatte, Frankreich werde eine solche Zoll- mionverhindern", und nachdem sogar die für les damalige Frühjahr geplante Englandreife Brü- i inas .und seines Außenministers Dr. Curtius auf lürekken französischen Druck hatte verschoben wer- l»en müssen, fiel am 15. Mai 1931 im Genfer Luropa-Ausschuß Briands berüchtigtes Wort in bezug auf den Plan der deutsch-österreichischen Zoll- . nion:Je ne le perments pas! i ch erlaube i s nicht!" Der Plan wurde denn auch tatsächlich cm 3. September 1931 in Genf durch eine gemein- nme Erklärung des Reichsaußenministers Dr. Cur­aus und der österreichischen Bundeskanzlers Dr. Schober aufgegeben, worauf zwei Tage spä- !=r der Haagc-r Schiedsgerichtshof jene traurig be­rühmt gewordene Entscheidung mit 8:7 Stimmen üllte, wonach der Plan der Zollunion unvereinbar nit dem Genfer Protokoll vom 4. Oktober 1922 fti. Die Minderheit im Haag, die durch eine Mehrheit :ion nur einer Stimme überstimmt wurde, bestand ; us den Vertretern Japans, Amerikas, Deutschlands, Belgiens, Englands, Hollands und Chinas; die Zu- 'rimmensetzung dieser damals im Haag für Deutsch­land und Oesterreich optierenden Minderheit sest- wstellen, ist -auch heute wieder nicht ohne politischen , liieiz.

Diese kurze Rekonstruktion jener Vorgänge vor 'mapp sechs Jahren zeigt den grundlegenden Wandel der Zeiten auf, wenn man ihr gegenüberstellt einmal die innen- und außenpolitische Lntwicklung Deutschlands von 1933 bis heute und eerner das gerade jetzt gefallene Wort Mussolinis, r habe jene bekannten Storungsmanooer (aus ubfofut eindeutiger Quelle)nicht geduldet". Dieser Zeitenwandel umfaßt eine Periode vom Höhepunkt frier schlechthin schrankenlosen Herrschaft eines Frank- eich vom Versailler Stil und der vollkommenen Machtlosigkeit Deutschlands einerseits bis zur Zer- plifterung der französischen Vormachtstellung unter km von Frankreich selbst verschuldeten bolschewi- Aischen Einfluß und bis zur völligen Wiederher­stellung der deutschen Gleichberechtigung und Souve- änität andererseits.

Wir Deutschen stehen in diesen Tagen mitten in ( frier Vorbereitung für den 30. Januar 1937, der die rften vier Jahre nationalsozialistischer Aufbau- Politik äußerlich abgrenzt. Wir haben aus diesem großen Anlaß mehr Grund als irgendein anderes 3olf, uns jenes Zeitenwandels in erster, aber auch rhebender Weise bewußt zu sein. Wie der italie­nische Regierungschef jetzt aus einem akuten Anlaß jenes kraftvolle Wort begründeten staatsmännischen unb nationalen Selbstbewußtseins sprach, so haben wir Deutschen aus dem Munde unseres Führers wehr als einmal die nachdrücklichsten Versicherun­gen gehört, daß das neue Deutschland sich niemals Anter irgendwelche DiktatforÄerungen alten Stils zeugen werde:Nichts wird uns jemals nieder- wingen!" Und fast gleichzeitig mit dem Wort Mussolinis gegenüber dem deutschen Pressevertreter wurden noch zwei andere Worte gesprochen, die wcht weniger bedeutungsvoll für den Wandel der Zeiten sind. Denn erstens verstärkte Mussolini den Ausdruck von derAchse Berlin R o m" weifellos mit voller Absicht gerade im jetzigen Zeit­punkt durch das noch viel gewichtigere, inhalts­reichere Wort von demunantastbaren

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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