Dsnnerrtag, 19. August 1037
187. Zahrgang
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Vorschlag sieht vor, daß sowohl die chinesische hie japanische Regierung ihre Truppen aus Internationalen Riederlassung herauszie-
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er«lb der Internationalen Siedlung geschützt rdn. Der Vorschlag ist vom englischen Bot- iffc in Banking der chinesischen Regierung übereil und auch nach Tokio weilergeleitet worden. Zeitig hat sich die englische Regierung mit der arischen Regierung und der Regierung der Ver- iglin Staaten in Verbindung gesetzt.
Verstattung der britischen Garnison.
London, 19. Aug. (DNB. Funkspruch.) weiterer Teil der britischen Flüchtlinge wird.
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hindern. Es sendet nicht nur Kriegsmaterial, sondern ganze Regimenter und Generalstäbe, denen sich die spanischen Bolschewisten unterzuordnen haben. Moskau befiehlt im bolschewistischen Spanien, und was tut England? Es gibt Anweisungen für seine Flotte, die in Wirklichkeit auf eine direkte Förderung der Ziele Moskaus hinauslaufen. Damit aber vergeht sich England gegen die Sicherung Europas vor dem Bolschewismus. B. R.
Sowietrufsischer Waffenschmuggel unter britischer Flagge.
London, 19. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Anweisung an die brittschen Kriegsschiffe im Mittelmeer, auf jeglichen Angreifer britischer Handelsschiffe das Feuer zu eröffnen, ist wie die „Times" schreibt, in Handels- und Schiffahrtskreisen Englands sehr begrüßt worden. England zeige sich entschlossen, feine gesamte Schiffahrt auf hoher See zu verteidigen, von wo auch immer ein Angriff auf sie unternommen werden sollte. „Daily Mail" bringt einen Bericht aus Algier, der schildert, wie die britische Flagge für den sowjetrussischen Waffenschmuggel nach den bolschewisttschen Häfen in Spanien mißbraucht wird. In der vergangenen Nacht hätten sich unbekannte Kreuzer und Zerstörer auf der Höhe von Algier befunden. Gleichzeittg habe man in diesen Gewässern einen Handelsdampfer mit britischer Flagge gesehen, der in voller Fahrt am Kap Mattfou vorbeigefahren sei. Als das Handelsschiff dann in Sicht der unbekannten Kriegsschiffe gekommen sei, habe es plötzlich seinen Kurs geändert, und sei eiligst in den Hafen von Kap Mattfou eingelaufen. Dort sei die britische Flagge heruntergeholt und die spanisch- bolschewistische Flagge aufgezogen worden. Bei dem Dampfer handele es sich um die „Aldecoa" aus Bilbao, die sich mit einer K r i e g s m a t e r i a l l a d u n g aus Sowjetrußland an Bord aus dem Schwarzen Meer kommend auf dem Wege nach dem bolschewistischen Teil Spaniens befunden habe.
Admiral Carls traf an Bord des Panzerschiffes „Admiral Scheer" in Gibraltar ein. Er erstattete dem Gouverneur Sir Charles Haring- t o n einen Besuch ab und dankte ihm im Namen der Reichsregierung für die gute Behandlung, welche die durch den rotspanischen Bombenabwurf auf die „Deutschland" verwundeten Seeleute in Gibraltar erfahren haben. Admiral Carls war dann Gast des Gouverneurs bei einem Frühstück. Am Abend folgte Admiral Carls einer Einladung des kommandierenden Konteradmirals von Gibraltar.
Englands Epanienpolitik.
Der neue Erlaß zum Schuh der britischen Handelsschiffahrt.
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teln zu verteidigen. Die „Information" meint, die heftige Erregung in London und Neu- york über den chinesisch-japanischen Konflikt sei nicht allein darauf zurückzusühren, daß die Bereinigten Staaten und England Milliardensummen in China investiert hätten oder einen in die Millionen gehenden Handel mit China trieben, sondern in erster Linie darauf, daß die beiden großen angelsächsischen Länder beabsichtigten, an den enormen Arbeiten der chinesischen Industrie und des Verkehrs Anteil zu nehmen. Das Blatt glaubt nicht, daß Amerika die Neutralitätsklausel anwenden werde. Die Transporte unter amerikanischer Flagge auch von Kriegsmaterial könnten unter diesen Umständen anhalten. Die Bezahlung dieser Waren einschließlich des Kriegsmaterials könnte durch eine Ausdehnung der Silberkäufe erfolgen, die bereits im Jahre 1936 100 Millionen überschritten hätten.
Die AeulralMsklaufel.
Amerika will keine Unterbrechung seines ostasiatischen Handels.
Washington, 19. Aug. (DNB.) Die amerikanische Regierung ordnete eine allgemeine Räumung Chinas an. Alle amerikanischen Bürger sollen sowohl die Gefahrenzonen wie auch Jnnerchina verlassen. Staatssekretär Hüll erklärte, diese Anordnung erstrecke sich auf alle Frauen, Kinder und ältere Personen, auf alle Missionare, Lehrer, Touristen und Geschäftsleute, überhaupt auf jeden amerikanischen Bürger, dessen längeres Verbleiben in China nicht unbedingt erforderlich sei. Nach einer Schätzung des Staatsdepartements befinden sich 12 600 amerikanische Bürger in China. Am Mittwoch haben bereits 28 Amerikaner auf Anordnung des amerikanischen Konsulatsoertreters Nanking verlassen.
Handelsminister Roper erklärte, daß die Lage der beiden Parteien im China-Konflikt s o ungleichmäßig sei, daß die Anwendung der Neutralitätsklausel durch Amerika den Anschein erwecken könnte, die Vereinigten Staaten wollten die eine Nation vor der anderen b e - g ü n st i g e n. Amerika wünsche diesen Anschein zu vermeiden. Im übrigen sei es auch noch eine un-
ben, i jemals wieder zurückgewonnen öetkr könnten. — „M orning P o st" erklärt, Fnwib, Frankreich und die Vereinigten Staaten irbteii en zusammen, weil sie die einzigen Mächte eiety nie Streitkräfte im Fernen Osten zur Hand )ätitn Italien habe dort wohl beträchtliche Jnter- isses« -aber keine Truppen. Sollten die Pläne von )eb'N Parteien angenommen werden, so wäre mit oeÄcm Truppenverstärkungen für Schanghai zu ectzrii., damit der Schutz der Zivilbevölkerung idjxiqjitellt werden könne. — „Daily Expreß nem, Die britische Regierung habe ihren Plan den intoeien beteiligten Regierungen ohne Opti - nrsir us unterbreitet. 6s handele sich um einen le 5 n Versuch, die internationale Nieder- laffiirg von Schanghai davor zu bewahren, Schau- pfajj iDn Kriegshandlungen zu werden.
Mmg Aussicht auf Annahme.
Xitr bon, 18. August. (DNB.) Zu den britischen Bo L-feiligen einer Ausschaltung Schanghais aus den itai.mf; andlungen schreibt Reuter: Obwohl von den Reifer, ngen in Nanking und Tokio erwartet wird, wß, et die Vorschläge sorgfältig prüfen, ist es doch P ö chsi unwahrscheinlich, daß diese von ir- ger,b.ir$m praktischen Wert sind. Inzwischen hat pMQben seinen unterbrochenen Urlaub wieder Wgi mmen und Lord Halifax wieder die Ge- schW Des Außenamtes. Reuter will von zuverlässi- grn Hnesischen Kreisen erfahren haben, daß die Bo-rftiige von den Chinesen ab gelehnt ®üfflrt»r. Sie betrachteten sie als undurchführ- d a 'r demgegenüber werde angedeutet, daß China mötyirrroeife einer Wiederher st ellung der m t hltre 1932 festgelegten entmilitarisier- : e n e zustimmen würde, aber nur unter der 8ei:)igjng, daß sich die japanischen Streitkräfte □oll 'ft nnig aus dem Gebiet von Schanghai zurücktiefte-
Auch Paris und Washington Mkn ihre Interessen wahren.
Sizilianische Manöver.
Italiens Wehrmacht hat in Gegenwart des Duce ihre diesjährigen Sommermanöver abgehalten. Ihr Schauplatz war in der Zeit vom 12. bis 19. August die Insel Sizilien. Die Wahl Siziliens zeigte eindeutig die Verlagerung des politischen Schwerpunktes des neuen Imperiums. Vor zwei Jahren fanden die Sommermanöver in Südtirol statt und das Wort von der Brennergrenze tauchte auf. In der Zwischenzeit hat fick die politische Atmosphäre gewandelt. Die Achse Berlin — Rom hat das Verhältnis Deutschlands und Italiens geklärt und die Eroberung Abessiniens hat Roms Mittelmeerinteressen in neuer Beleuchtung erscheinen lassen. Die Gründung des Imperiums hat den Schwerpunkt der italienischen Politik in den Mittelmeerraum verlagert. In einer Rede in Syrakus hat jedoch Mussolini das neue römische Imperium in Beziehung zu dem Zeitalter des Augustus gebracht, jenes römischen Kaisers, der das goldene Zeitalter des Friedens heraufführte. Der Duce wollte damit anbeuten, daß Italien nach der Eroberung Ostafrikas saturiert sei und in Frieden seinen Besitzstand wahren wolle.
Man geht nicht fehl in der Annahme, daß diese Ausführungen Mussolinis sich an die englische Adresse wenden, um Londoner Befürchtungen über weitere Expansionsgelüste Italiens zu zerstreuen. Sollen also die Sizilienmanöver die neuen englisch- italienischen Annäherungsversuche nicht stören, so zeigen sie doch unmißverständlich — und das geht aus den Kommentaren der römischen Presse ebenso eindeutig hervor —, daß Italien nicht gewillt ist, freiwillig die neu gewonnenen Positionen zu räumen. Nach italienischer Auffassung muß sich auch London an die Tatsache gewöhnen, daß Italien heute die Schlüsselstellung im Mittelmeer besitzt.
Die sizilianischen Manöver sollten — oder haben doch zumindest diesen Eindruck verstärkt. Ihnen lag folgende Annahme zugrunde: eine „rote" Armee ist an der Küste gelandet und versucht in das Innere des Landes vorzudringen. Den „blauen" Verteidigern erwuchs die Aufgabe, diesen Vormarsch aufzuhalten und die „Roten" zurückzuwerfen und zu vernichten. Weiter war angenommen, daß die Landungsmanöver gelingen müssen, da die Flottenstreitkräfte der „Blauen" geschwächt oder verzettelt sind, so daß nur die Küstenbatterien, die Garnisonen und herzugezogene Reserven die Abwehr des Angriffs übernehmen konnten. Drei Gedanken waren in der Anlage der Manöver vorherrschend. Einmal sollte das Zusammenwirken der drei Waffengattungen — heute eine immer stärker zutage tretende Ausgabe der großen Manöver — erprobt werben. Zum anberen sollte festgestellt werben, wie sich eine moberne Armee in einem verkehrstechnisch unzulänglichen Gebiet bewegt.
Trotz ober gar wegen der Erfahrungen des Weltkrieges hat sich heute in fast allen Generalstäben der Gedanke des Bewegungskrieges durchgesetzt. Das kann nicht wunder nehmen, denn die ursprüngliche und gemäße Form des Krieges ist der Bewegungskrieg, der Stellungskrieg ist gleichsam eine Entartung. Trotzdem kann man natürlich nicht die Erfahrungen des Weltkrieges außer acht lassen. Panzerdivisionen und mobile Divisionen sollen die versteifte gegnerische Front wie ein Bohrer ausmeißeln und durchbrechen, um dann von der Einbruchsstelle aus die feindliche Front aufzurollen. Der Gedanke des Bewegungskrieges mit der schnellen militärischen Entscheidung entspricht zudem dem italienischen militärischen Denken in besonderer Weise. Kein Wunder, daß dieses Denken die Anlage der sizilianischen Manöver entscheidend beeinflußt hat.
Weiterhin sind selbstverständlich die Erfahrungen des Abessinienfeldzuges weitgehend verwertet worden. Das zeigt sich in erster Linie in der Neu- formierung der italienischen Divisio- nen. Bestand die Division bisher aus drei Jn- fanterieregimentern, so verfügten die fünf Divisionen, die an den Manövern in Sizilien teilnah- men, nur über zwei Regimenter Infanterie. Marschall Badoglio hat in dem Schlußkapitel seiner Abessinien-Erinnerungen darauf hingewiesen, daß die aus drei Jnfanterieregimentern bestehende Division zu schwerfällig fei. Diese Erkenntnis hat man sich für die Sizilien-Manöver zu eigen gemacht, in» dem man nur Zwei Regimenter für den Divisions- verband aufstellte. Durch Verstärkung der Feuerkraft soll der Ausfall des dritten Regiments ausgeglichen werden, wobei nicht übersehen werden kann, daß die Schwere und Umständlichkeit der Bewaffnung abermals die Beweglichkeit der Truppe gefährden kann. Hier den Ausgleich zu schaffen, ist die besondere Schwierigkeit — nicht nur der italienischen Armee. Weiter hat an den Sornmermanövern in Sizilien eine „gepanzerte Brigade" teilgenommen, zusammengesetzt aus schnellen und schweren Kampfwagen und motorisierten Verbänden, die durch die feindliche Front durchstoßen soll, um den Weg freizumachen für den kriegs- ober doch wenigstens schlachtentscheidenden Durchbruch und die Vernichtung des Gegners.
Das Zusammenwirken der Waffengattungen hat anscheinend gut funktioniert. Die angreifende Partei verstärkte sich von Tripolis aus durch Truppen und Flugzeuge, während die Verteidigungstruppen ihre Bomber bis aus Mailand und Rom heranholen konnten. Daraus ergab sich trotz der Anfangserfolge der gelandeten Truppen eine Stockung der . Offensive, ein Fall, der sich im Materialkriege immer wiederholt hat. Das offizielle Urteil über die Manöver lautet jedenfalls „u n e n t f ch i e d e n". Mussolini selbst hat durch einen „Rapport" den höheren Offizieren auf dem historischen Boden von Calata- fimi — hier warf 1860 Garibaldi die Bourbonen- Herrschaft über Sizilien nieder — den Schlußstrich
!r FE^huunb sich künftig jeder Kampfhandlung in die- Sebiete enthalten sollen. Dagegen ist die bri- lus AtzlheRegierung zusammen mit der französischen und 'st die ^«Ekanischen Regierung, falls diese sich einverstan- lenburg. btto rflären, bereit, die Interessen samt- ^^■ltif)(r Mächte, d. h. also auch der Iapa- — —p ppi r, zu garantieren und dafür Sorge zu trtgec. daß Leben und Eigentum aller Interessenten
geklärte Frage, wie weit die Anwendung der Neutralitätsklausel in diesem Falle der Aufrechterhaltung des Friedens diene. Die Der- einigten Staaten wünschten nicht die allgemeinen Handelsbeziehungen mit China und Japan zu opfern, da sich diese beiden Staaten zweifellos anderen Märkten zuwenden würden, falls Amerika ein Ausfuhrverbot erließe.
Die englische Regierung hat ihren Kriegsschiffen im Mittelmeer Anweisung gegeben, sofort das Feuer für den Fall zu eröffnen, in dem englische Handelsschiffe angegriffen werden. Wenn also britische Handelsschiffe den Bolschewisten helfen wollen und nationalspanische Kriegsschiffe diese Hilfe zu verhindern suchen, dann — — schützt England gewissermaßen das gute britische Geschäft mit den spanischen Bolschewisten, denn anders ist diese Anweisung kaum zu verstehen. Statt nämlich zu unterscheiden, ob britische Handelsschiffe sich in den Dienst einer bestimmten spanischen Partei stellen und zu untersuchen, ob nicht die Abwehr gegen solche Unterstützung durchaus angebracht und gerechtfertigt sei, wird generell der Feuerbefehl erteilt! Man könnte darin eine Parteinahme der englischen Regierung gegen General Franco erblicken. Und diese Vermutung wird erhärtet durch eine Erklärung der „Times". Sie führt aus, die Erweiterung der Zone, in der britische Dampfer den Schutz der Kriegsschiffe Großbritanniens genössen, sei veranlaßt worden durch einen Angriff, der auf der H ö h e der Dardanellen, also im östlichsten Winkel des Mittelmeeres, auf einen Oeldampfer erfolgte. Dieser Oeldampfer — es handelt sich nicht um die „Ciudad de Cadiz", um einen roten Transporter, der bei der Insel Tenedos versenkt wurde — fuhr zwar unter britischer Flagge, aber er war nach Rotspanien beordert und wurde versenkt, eben weil er Kriegskonterbande an Bord führte.
Denn die nationalen Spanier betrachten jede Unterstützung der spanischen Bolschewisten, und geschähe sie auch unter britischer Flagge, als einen direkten Angriff gegen ihre Lebensinteressen. Deshalb wollte General Franco als krieg führende Partei erklärt werden, um gegen solche Unterstützungen auch formal-rechtmaßig vorgehen zu können, aber die Anträge, die von Deutschland und Italien unterstützt wurden sind im Nichteinmischungsausschuß abgelehnt worden. Für die englische Regierung ist heute noch General Franco kein Staatschef, sondern der Rebell gegen eine „Regierung", von der man nicht weiß, we che Gruppe von Bolschewisten, Anarchisten oder sonstigen Radikalen sie verkörpert. Mit dieser Fiktion arbeitet das offiziöse England in Wirklichkeit ur den Bolschewismus und die neue und verschärfte Anweisung an die britische Mittelmeerflotte ist nicht gerade geeignet die Zufuhr von Kriegsmaterial für die Spanien-Bolschewisten zu hemmen. Gegenteil. Denn gerade jetzt macht, wie die französische Presse berichtete, und die englische zugibt, Sowietrußland die gewaltigsten Anstrengungen, um den drohenden Zusammenbruch der spanischen Bolschewisten zu ver-
aus Schanghai berichtet wird, am Donnerstag die Stadt an Bord des Dampfers „Empreß of I n d i a" verlassen. Zur Verstärkung der in Schanghai stationierten britischen Truppen ist ein weiteres Bataillon des. Middlesex-Regiments am Mittwoch aus Singapore in See gegangen. Die Truppen werden nach einem kurzen Aufenthalt in Hongkong nach Schanghai weiter befördert. Mit diesem neuen Bataillon erhöht sich die Stärke der in Schanghai anwesenden Truppen auf insgesamt vier Bataillone. Außerdem befinden sich 120 Mann britische Marineinfanterie an Bord der „Cumberland" und der „Suffolk" in der Stadt. Die Zahl der britischen Truppen in Schanghai beträgt über 3000, in China überhaupt 10 900.
60 deutsche Flüchtlinge auf einem italienischen Schiff.
Schanghai, 18. Aug. (DNB.) Der italienische Dampfer „Victoria" verließ am Mittwoch Schanghai mit 640 italienischen, deutschen, belgischen, französischen und englischen Flüchtlingen. Die Zahl der Deutschen betrug etwa 60. An Bord des Dampfers „Mackinley" wurden 6 0 0 ameri» kanifche Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht. An den beiden letzten Tagen verließen an Bord japanischer Schiffe nicht weniger als 5 0 0 0 japanische Frauen und Kinder Schanghai. Das Marineamt in Washington hat ein amerikanisches Proviantschiff in Manila angewiesen, gelegentlich der Prooiantzufuhr für die amerikanischen Truppen in der internationalen Niederlassung auf dem Rückwege Flüchtlinge an Bord zu nehmen.
^hri s, 18. August. (DNB.) Das Journal des erklärt, daß es durchaus wahrscheinlich sei, ö Frankreich und die Vereinigten t m:ie n dem englischen Vermittlungsplan a n = ch -li! z« n würden, da alle drei Staaten entschlos- en ihre Interessen und Rechte, die ihnen auf Srviib Her Verträge zustünden, mit allenMit-
Du Londoner Morgenpresse begrüßt den eng« 'if her Bermittlungsplan, zeigt sich aber wenig zu- i>erfid:lid) hinsichtlich seiner Verwirklichung. „T i - n i! 5' meint, man dürfe die Hoffnungen nicht zu Msitzen, doch sei es zu begrüßen, daß überhaupt Bdriifäge zur Sicherung der europäischen Nieder- WMimii- gemacht worden seien. Praktisch würde der UL dann so sein, daß nach einer Zurückziehung der iatiini d)en und der chinesischen Streitkräfte lediglich >iel.Erfahr vereinzelter chinesischer Fanatiker be- tüiiik die man leicht in Schach halten könnte. An- tefldjt der kritischen Lage sei es nicht erstaunlich, octin in britischen Geschäftskreisen jnpfM» Besorgnis herrsche. Englands Ge- chlst- ntereffen in China beliefen sich auf 250 Mil- ioiiren Pfund. Außerdem bestünden andere Werte, roll lie 50-Millionen-Pfund-Anleihe an China. Äck'ülls« diesen Werten befänden sich 18 0 Mil - II j in n Pfund in Schanghai, davon miedet dir größte Teil gerade in dem nördlichen Oe» bi di di r internationalen Niederlassung, das befände Is 'ark unter den Kämpfen zu leiden habe. Auf " solle könne von einer Politik, die britischen Jriteü {en ihrem Schicksal zu überlassen, nicht die Ri?de fein. Im Gegenteil, englischerseits sei man fest erschlossen, fy ab und G u t energisch zu v ein i o i g e n.
Tiily Telegraph" schreibt u. a., das Ge- rüchi wonach alle englischen Staatsangehörigen aus Schlürhai abtransportiert werden sollten, sei un- rid:|t(] Man sei sich darüber im klaren, daß eine solch- Politik Englands Ansehen in China und 3(ijen in nicht wieder gut zu machender Weise sch'Äg-n würde, und daß die englischen Interest nivenn sie einmal aufgegeben wür-
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschästrstelle: Schuistrahe 7
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O'e beftu C nbon, 18. Aug. (DBB.) In London wird , w atgl, daß die englische Regierung am Mittwoch
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öilr . w hinesischen und der japanischen Regierung r i n Vorschlag unterbreitet hat, der die Öaufen Äiafionole Siedlung in Schanghai aus den - z>shandlungen heraushalten soll.
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■ Englands Vermittlungsvorschlag zur Sicherung der Internationalen Zone in Schanghai.


