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wird sich wahrscheinlich zwischen Bordeaux Cap abspielen, wo ein Luftkampf stattf

und

ist

Wer

wo er vor den Generälen, den Korps- und Abtei­lungskommandanten sämtlicher Heeresoerbände, die an dem Manöver teilgenommen hatten, sowie vor

einer Abordnung

vorzustoßen, wo er vollkommen erschöpft zu Weih­nachten ankam. Er gab die erste Schilderung dessen, was die Expedition bisher erlebt hatte, lieber Schröder-Strantz konnte er jedoch keine Auskunft geben. Er blieb verschollen. Erst 1921 wurde die Leiche eines Begleiters des Expeditionsführers gefunden. Und bei ihm ein Tagebuch mit erschüttern­den Aufzeichnungen. Jetzt ist nun ein Lager ent­deckt worden, das vermutlich deutschen Ursprungs ist. Ob es die letzte Raststätte der Verschollenen war, das wird erst eine genauere Untersuchung klären können.

Nachdruck verboten!

Kanton, Sommer 1937.

Nach Singapur ist Honkong an die Reihe ge­kommen, als ein Haupt st ützpunkt f ü r das britische Verteidigungssystem ausge­baut zu werden, wofür England ja erst nach Ab­lauf des Washintoner Vertrages Ende vorigen Jahres die Hände frei bekam. Der fieberhafte Be­trieb im Hafen von Hongkong und die sie begleiten­den Uebungen des brittschen Ostasiengeschwaders anden aufregenden Widerhall in den Tagesgesprä­chen der Kantoner Bevölkerung, deren neu geweck- ts Mißtrauen gegen den abendländischenBe­schützer" die patriotische Entrüstung über Japan zeitweilig in den Hintergrund drängte. Nie war die politische Lage Südchinas verworrener. Die Bes- erung der Beziehungen zur Zentralregierung hat darin seinen tieferen Grund. Nicht, daß das alte Mißtrauen gegen Tschiangkaischek geschwunden wäre. Aber schließlich traut man Japan doch immer noch eher zu als Nanking, südchinesische Belange als Einsatz im verwickelten fernöstlichen Kräftespi'el zu mißbrauchen. So schwach immer sich der Rück­halt erweisen möchte, den Nanking von Fall zu Fall bieten würde, man wird nie auf chn verzichten können, um möglichst zu verhindern, daß Japan und England mit südchinesischen Belangen Fußball spielen. Darin beruht das Unheimliche in der äußeren Lage Kantons, daß es sich bei fried­lichen wie kriegerischen Lösungen schwebender ost­asiatischer Streitfragen auf unfreiwillige Opfer ge­faßt machen muß. Man muß ebensosehr damit rech­nen, bei einer britisch-japanischen Verständigung auf längere Sicht, wie bei weiterer Verschärfung der Gegensätze Bewegungsfreiheit, wenn nicht Boden unter den eigenen Füßen zu verlieren

Es kann nicht lange dauern, bis die weltpolitischen Erschütterungen die sich hier am West-Fluß oder Si-Kiang erdbebenartig äußern, im fernsten Europa und Amerika spürbar werden. Der in '2)ünnan ent- pringenbe Si-Kiang entwässert ein Gebiet, das von mindestens 60 Millionen Menschen be­wohnt ist. Dieses Gebiet ist vom übrigen China durch eine Gebirgskette abgesondert, und diese Ab- onberung läßt Handel und Wandel längs des Flusses um so stärker zum Ausfalltor am Meer drängen. Am Kopf des Deltas, wo die Wasser des

von Reserveoffizieren die a b - ritik hielt.

konischen Bundesgesetze verletzt wurden. Diese Un­tersuchung entspricht durchaus den Wünschen des Amerika-Deutschen Volksbundes, der schon vor Wochen in einem Telegramm an den Sprecher des Abgeordnetenhauses eine gründliche Nachprüfung dieser Hetze verlangt hatte, damit die yon Dik- ftein und Konsorten angezettelten Verleumdungen ein für alle Mal gestoppt würden.

©te Betriebsuntersuchungen

München, 18. Aug. (DNB.) Im Münchener Aerztehaus fand unter Vorsitz des Hauptdienstleiters Dr. Wagner eine Tagung des Reichsarbeitskrei­ses zur Durchführung der Betriebsuntersuchungen an allen schaffenden Deutschen statt. An der Tagung nahmen Vertreter des Staates, der Partei, der Wehrmacht, der DAF. und der Industrie teil, ins-

Eine Aufnahme aus dem Jahre 1912, die das Forscherschiff von Schröder-Strantz im Polargebiet bereits eingeschlossen von Eismassen zeigt. Das Schiff mußte nachher von der Expedition aufgegeben werden. (Scherl-Archiv-M.)

bei den chinesischen Seefahrern m die Schule gangen, z. B. den Kompaß von ihnen übernommen hatten, wagten sie sich in chinesische Gewässer bi- nach Kanton vor, das sie einmal, als Verläufe abendländischer Seefahrer, überfielen und ausraubt ten. Die Portugiesen, wie nach ihnen bi? Holländer und Engländer setzten zunächff in Kanton den Hebel an, ihren Handelsverkehr nij dem Reich der Mitte >n Gang zu bringen.

Die Kanton-Kaufleute erhielten andererseits vo, ihrer Regierung ein Monopol für den Handel mi den Fremden. Kanton wurde die Mutter des gQril zen Geschäfts der Chinesen mit den Europäerin Das wirkte auch später, nachdem andere Häfen beir fremden Handel geöffnet worden waren, so ffarg nach, daß bis heute an der ganzen chinesischen Küsix Leute aus Kanton für die Dienste von Vermittler, und Kassierern imfremden" Handel bevorzug werden. Einen um so schwereren Schlag bedeuten, es für Kanton, als die Engländer 1841 die 3nfel Honkong besetzten, ein Stück der Festlandsküsi, auf 99 Jahrepachteten" und nach dem Musik, Singapurs einen Freihafen anlegten und eins Stadt bauten.

In England selbst hatte man dafür, ähnlich mie im Falle Singapurs, lange Zeit wenig Verständnis Noch acht Jahre nach der Erwerbung konnte bea damalige englische Kolonialsekretär äußern:Wen, man hätte voraussehen können, wie hoch sich bie Ausgaben für diesen Platz belaufen würden unfc

707985 Personen in der Ausstellung Entartete Kunsts.

München, 18. Aug. (DNB.) Statt nachzulas. sen, wächst die Besucherzahl in der Ausstellung Entartete Kunst" von Tag zu Tag. Der ver­gangene Sonntag brachte den Höch st besuch« seit der Eröffnung mit 42 800 Besuchern. Auch ooi. Ausländern wird die Ausstellung in imme stärkerem INaße besucht. Insgesamt wurde die Au» stellung bisher von 707 985 Personen besichtigt.

Cap abspielen, wo ein Luftkampf stattfinden soll. Es wird auch die sog. Luftinfanterie eingesetzt werden, d. h. die Truppen werden im Fallschirm hinter die Front nieder- g e h e n, um dort wichtige strategische Punkte zu zerstören. Diese Manöver sollen außerdem die Zi­vilbevölkerung an die Anweisungen gewöhnen, die sie im Ernstfall zu befolgen hat. Die Verdunke­lung verschiedener wichtiger Industriezentren vorgesehen.

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Konkurrenten in Südchina

23on unserem E. O-Berichterstatter.

Nach 2S Jahren.

tteberreste einer deutschen Polarexpedition auf Spitzbergen aufaefunden

Dich, belain

c^rohe Lustmanöver in Frankreich.

Paris, 19. Aug. (DNB. Funksvruch.) An den französischen Luftrnanövern, die zwischen Bordeaux, Montpellier und Toulouse durchgeführt werden, nehmen 600 Apparate unter dem Oberbefehl des Chefs des Generalstabes des Luftheeres, General Feguant teil. Der Höhepunkt dieser Manöver

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wie geringe Vorteile er unserem Handel zu biete« vermag, so wäre es nicht für der Mühe wert at- halten worden, davon Besitz zu ergreifen." y« einem Jahr hatte damals die Verwaltung Hom» kongs 250 000 Pfund Sterling verschlungen, wah­rend die Einkünfte nur 12 000 Pfund betrugen. Mit der Zeit aber entwickelte sich Honkong zu einem: Umschlaghafen für einen sehr großen Teil der chine. fischen Einfuhr aus Europa, Amerika und Japan, sowie andern Gegenden der Erde, und ebenso für die chinesische Ausfuhr nach diesen Ländern, so datz, es schließlich doppelt so stark am chinesischen Han­del beteiligt war, als England selbst. Es schnappte; Kanton sozusagen alle fetten Bissen im Außenhan­del Südchinas vor der Nase weg, störte auch die; unmittelbaren geschäftlichen Beziehungen Kanton» zu seinem Hinterlande, da es der Mündung de» Si-Kiang näher lag als dieses. Nur dem Umstands daß dieses Hinterland zugleich die meisten Aus­wanderer für überseeische Länder stellt, ver­dankte es Kanton, daß es im Schatten Honkong» nicht gänzlich verkümmerte. Die Ersparnisse, die: die Auswanderer in die Heimat senden, haltern große Teile der Bevölkerung Kantons und des Ei- Kiang-Beckens über Wasser: für Kanton selbst spielt' außerdem eine große Rolle, daß seine Söhne im Auslande, besonders in den Malayenstaaten uni ! den Straits Settlements häufig zu Wohlstand um Reichtum gelangen, so daß sie der Vaterstadt ein: gewisses Monopol auf wertvolle Handelsbeziehun­gen sichern können, die für Hongkong unantastbar' sind.

Sunyatsen gab den Engländern in Hongkong: einst die Gelegenheit, sich auf die von ihm entfachte nationale Revolution beizeiten einzustel- len, als er sie um Instrukteure für die von ihm. angeworbenen Truppen bat. Er fand kein Der- tänbnis und wandte sich nach Moskau. Das war' das Vorspiel zur kommunistischen Episode in der Geschichte der Kuomintang. Borodin kam nach Kanton und tonte unter anderem im Jahre 1924 jenen länger als ein Jahr währenden Boykott gegen Hongkong organisieren, der die Han- delsmacht Hongkong vorübergehend auf das schwerste erschütterte. Seitdem haben es die Engländer nicht an freundnachbarlichen Gesten fehlen lassen, aber es ist verständlich genug, daß die Kantonesen in den Briten Danaer sehen, die sie am meisten fürch­ten zu müssen glauben, wenn sie Geschenke bringen. Vor einem Jahre war Sir Leith-Roß, der Hauptwirtschaftsberater der britischen Regierung, in Kanton, angeblich nur, um über Währungsfra­gen zu unterhandeln, in Wirklichkeit! jedoch, um :ine Grundlage für eine Verständigung zwi- chen Kanton und Hongkong zu finden. Es handelte ich dabei auch um eine Verbindung zwischen der Hongkong-Kowloon-Bahn und der kürzlich vollendete! großen Eisenbahnverbindung zwischen Kanton uti Hankau. Die Kanton-Kaufleute sträubten sich da­gegen mit Händen und Füßen. Sie sähen, meinten ie, nicht ein, weshalb Hongkong auf Kosten Kan­tons sich entwickeln solle.

Auf diesem Standpunkt stehen sie noch heute. Jetzt herrscht in Kanton neue Erregung über Be­richte. wonach die Engländer über ihr Pachtgebiet bei Kowloon hinaus Land erwerben, obwohl in einigen Jahren der ganze Pachtvertrag abläuft Und dann wird in der lokalen Presse in allen mög­lichen Abwandlungen das Gerücht hartnäckig auf­rechterhalten, England habe im geheimen Einver­nehmen mit Nanking auf der Insel Hainan einen Stützpunkt für seine Luftrüstungen geschaffen. Diese ziemlich große Insel liegt südwestlich von Hong­kong am Golf von Tonking, wo es bezeichnender­weise vor einem Jahre im Hafen von Pakhoi einen jener chinesisch-japanischen Zwischenfälle gab, die die Beziehungen Japans zu Nanking fast bis zum Zerreißen spannten.

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unter die diesjährigen Manöver gezogen, die ins­gesamt 50 000 Mann und gewaltiges Material in

Bewegung gesetzt hatten. B. R.

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Maßnahmen gegen eine Hetzkampagne in !lGA.

Washington, 18. Aug. (DNB.) Justizminister Cummings beauftragte die zuständige Abtei- lung seines Ministeriums die unter Anführung des berüchtigten Hetzapostels Samuel D i k st e i n erho­bene Beschuldigung zu untersuchen, ob das Ju­gendlager des Amerika-Deutschen Volksbundes für .,nazimilitärische Ausbil­dungszwecke" mißbraucht und dadurch die ameri-

Oie Palästina-Beratung des Mandatsausschustes.

Genf, 18. Aug. (DNB.) Der Mandatsausschuß des Völkerbundes hat seine außerordentliche Tagung abgeschlossen Der Voroericht an den Völkerbunds­rat über d e nenglischen Palästinaplan ist fertiggestellt. Er erörtert die verschiedenen Even­tualitäten einer künftigen Gestaltung des Palästina­statuts, insbesondere bei Aufrechterhaltung des Mandats und bei Aufteilung des Gebietes in selb­ständige Staaten. Es wird ausgeführt, die Man­datskommission halte die Teilung für natür­lich und berechtigt Die in dem Peel-Bericht erwähnte Kantonierung, d. h. die Einteilung d-es Landes in kleinere Bezirke mit rein jüdi­scher bzw. arabischer Bevölkerung, hält der Man­datsausschuß nicht für eine endgültige Lösung, wie das Gutachten überhaupt eine Vor­liebe für Uebergangslöfungen erkennen läßt, wo­nach die beiden Teile Palästinas unter eng­lischem Mandat bleib en sollten, bis sie sich selbst regieren könnten.

Japanische Schwerter

für Stabsführer Lauterbacher.

Berlin, 18. Aug. (DNB.) 2lm Dienstagabend fand im Hotel Kaiserhof auf Einladung des Stabs- leiters der Reichsjugendführung, Lauterbacher, ein kameradschaftliches Beisammensein mit dem zu Besuch in Deutschland weilenden Führer der japanischen Jugendorganisationen statt. An der Veranstaltung nahmen Graf Fhutaara, der Führer der japanischen Jugendorganisationen, mit seinen Mitarbeitern, Stabsführer Lauterbacher, der Chef des Amtes für körperliche Ertüchtigung der RIF., Obergebietsführer Dr. Stellrecht, der Chef des Amtes für Leibesübungen, Gebiets­führer Schlünder, und der Chef des Presse- und Propagandaamtes, Oberbannführer Dr. Lapper, teil. Im Namen der japanischen Jugendorganisatio­nen überreichte Graf Fhutaara dem Stabsführer Lauterbacher als Gastgeschenk s a p a n i s ch e Schwerter, wie sie von den jungen Japanern bei den althergebrachten Schwertkämpfen benutzt werden.

Die Sioaiszugebörigkeii führender Memelländer.

Das Urteil im deutsch-litauischen Schiedsverfahren.

Berlin, 18. Aug. (DNB.) Zwischen der beut- chen und der litauischen Regierung schweben feit Ende 1935 Verhandlungen über Die Frage bet Staatsangehörigkeit mehrerer m e - mellänbischer Beamter, Richter und A e r z t e, benen bet litauische Gouverneur des Memelgebietes im Laufe des Jahres 1935, z. T. un­mittelbar vor den damaligen Wahlen zum Memel« ländifchen Landtag, die litauische Staatsangehörig­keit und damit die memelländischen Bürgerrechte entzogen hatte. Da diese Verhandlungen 'N

besondere Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, die Reichs­frauenführerin Scboltz-Klink, die Letter der Reichs­betriebsgemeinschaften nebst führenden Männern der Sozialversicherung Es wurden alle Fragen geklärt, die im Zusammenhang mit den Betriebsurtter- suchungen aufgetaucht waren, besonders die Fragen der Jugend- und der Frauenarbeit der Erhöhung des Leistungsalters, der Umstellung in der Ernäh­rung und andere. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach von der Größe und Bedeutung der Aufgabe, den deutschen Menschen gesund, stark und leistungsfähig zu erhalten, und betonte daß die hier begonnene Arbeit vielleicht einmal vieles andere, was begonnen worden ist, wie Kraft durch Freude",Schönheit der Arbeit" ufw. in den Schatten stellen werde.

Lehungssahtt der britischen jnittelmeerflotte.

Besuch des ersten Äreuzergeschwaders in Venedig

London, 19. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die britische Mittelmeerflotte ist am Dienstag zu ihrer diesjährigen Herbftübungsfahrt ins Mittelmeer ausgelaufen. Der Oberkommandierende der Mittel­meerflotte, Admiral Sir Dudley Pound, hat sich auf das SchlachtschiffB a r h a m" (31100 To.) eingeschifft, da der Maschinenschaden des neuen FlaggschiffesWarspite" derselben Klasse noch nicht behoben ist.

Während der Uebungsfahrten werden Einheiten und Verbände der britischen Mtttelmeerflott« ver­schiedene Mittelmeerhäfen anlaufen. So wird das erste Kreuzergeschwader vom 1. bis 8. September Venedig einen Besuch abftatten, während Ein­heiten dieses Geschwaders in den ersten Oktober­wochen ^verschiedene Häfen der Insel Cypern be­suchen werden. Cypern ist verschiedentlich schon als zukünftiger britischer Flottenstützpunkt genannt wor­den. Auch die Häfen von Haifa. Betrat, Alexandrien und Saloniki sind für einen Besuch vorgesehen. Das SchlachtschiffHood" (42 100 Tonnen), das Flaggschiff des II. Befehls­habers der britischen Flotte, Vizeadmiral Geoffrey Blake, wird vom 26. bis 30. August im jugo­slawischen Hafen von Split an der dalmatini­schen Küste vor Anker gehen.

An der Uebungsfahrt der britischn Mittelmeer­flotte nimmt auch die erste Schnellbootflot­tille teil, die erst kürzlich aus England in Malta eingetroffen ist Sie besteht aus sechs Booten, die eine Fahrgeschwindigkeit bis zu 40 Knoten ent­wickeln können, und als einzige Armierung Tor­pedorohre führen. Diese Flottille unternimmt im Rahmen der Uebungen eine zweimonatige Reise nach den griechischen Inseln, nach Haifa und Alexandrien.

Neue Bahnlinie in Sizilien.

Rom, 18. Aug. (DNB.) Mussolini hat am Mittwochnachmittag die neue 48 Kilometer lange Bahnlinie Trapani-Alcamo eingeweiht. Bei einem Kostenaufwand von 130 Millionen Lire ge­währleistet diese neue Linie, die an den Ruinen des alten Segeste oorbeiführt, im Gegensatz zur alten 123 Kilometer langen Strecke eine rasche und gute Verbindung Westsiziliens mit Palermo und damit auch mit dem übrigen Italien. Nack feiner Ankunft in Alcamo begab sich der italienische Re­gierungschef sofort nach dem nahen C a l a t a f i m i,

Flusses um so stärker zum Ausfalltor am Meer drän­gen. Am Kopf des Deltas, wo die Wasser des Flusses sich mit denen des Ozeans zu mischen beginnen, erhebt sich die Großstadt Kanton, deren Bedeutung ge­rade darin beruht, daß sie das natürliche Binde­glied bildet zwischen dem mehr als 1500 Kilometer landeinwärts reichenden Flußverkehr und dem Ozean mit seinen Verbindungen mit China und fernen jenseitigen Ländern. Die Bewohner des über­füllten Kanton, rund 1,5 Millionen, wie der ganzen anschließenden Gegend, sind eine waagemutige, unternehmende Rasse, die Seemannsblut in den Adern hat, wodurch sie sich, ebenso wie durch ihre geschäftliche Betriebsamkeit, scharf von den Bewoh­nern des Jangtse-Beckens, noch mehr von denen der nördlicheren, an die Steppen und Wüsten der Mon­golei grenzenden Provinzen unterscheidet.

Dieses südchinesische Gebiet ist dem chinesischen Staatswesen seit Jahrhunderten einverleibt, trotz­dem es seinen Hauptverkehr mit dem Norden des Reiches immer auf dem Meere abwickelte: es hat aber feine eigenen Triebkräfte und Lebens­gewohnheiten. Es gibt chinesische Gelehrte, die be­haupten, daß die wirkliche Urheimat ihres Volkes hier herum zu suchen sei, weil die südchinesischen Dialekte manche sonst längst außer Gebrauch ge­kommenen altertümlichen Formen bewahrt haben. Sicher scheint ßu sein, daß vor Jahrtausenden aus dem Stromgebiet des Si-Kiang Vorstöße nach Nor­den erfolgten, die den Gesamtcharakter des chinesi­schen Volkstums ebenso stark beeinflußten, wie die später vorwiegenden Eroberungszüge aus Hochasien. Bedeutungsvoller für die Gegenwart ist es, daß von der Mündung des Si-Kiang aus die ältesten Be­ziehungen zur Westwelt angeknüpft wurden.

Schon die alten Römer sollen versucht haben, Danton einen unmittelbaren Handelsverkehr zu pflegen. Die Schiffe, die sie ausfanbten, scheinen ini en Bestimmungsort erreicht zu haben, kehrten aber nie zurück. Im frühen Mittelalter war die Insel Ceylon der Boden, auf dem sich West und Ost im Warenaustausch begegneten. Es waren süd­chinesische Seefahrer, die sich zuerst weiter vorwag­ten. Als die Araber im 7. Jahrhundert ihre Herrschaft bis zum Indus ausdehnten, lagen oft ganze Flotten chinesischer Dschunken vor Ormus ober im Persischen Golf. Erst nachdem die Araber

Aus Tromsö wird gemeldet, daß ein Schifter in der Dove-Bai auf Spitzbergen ein altes Zelt- l a a e r gefunden hat, in dem sich Prismen­gläser, Reste eines Segeltuchbootes, ein wollgefütter­ter Schlafsack und Ruder befanden, ferner Muni­tion deutscher Herkunft und Aluminium-Kochgeschirr. Ein Teil der Gegenstände, die geborgen werden konnten, wurde von einem Kutter nach Tromsö ge­bracht. Alle Anzeichen deuten darauf yin, daß diese Ueberbleibsel einer früheren Expeditton 20 bis 25 Jahre dort gelegen haben. Aufzeichnungen und Reste menschlicher Körper wurden nicht gefunden. Da ein Teil der Ausrüstungsgegenstände beut- che Firmenzeichen trägt, wird angenommen, daß es sich um die ersten Funde von der 1912 spur­los verschwundenen deutschen Polarexpeditton des Leutnants Schröder-Strantz handelt. Der norwegische Dozent Hoel, einer der besten Fachleute Norwegens auf diesem Gebiet, weist darauf hin, daß die gefundenen Ueberrefte möglicherweise auch von der ebenfalls verunglückten deutschen Hilfs­expedition Lerner stammen können.

Schröder-Strantz, Offizier im Grenadier-Regi­ment 9, beseelt vom Drang, die unbekannten Weiten des Nordens zu erforschen, hatte sich im Herbst 1912 mit einigen Wissenschaftlern und wackeren Seeleuten nach Spitzbergen aufgemacht. Nur kurze Zeit wollte man dort oben bleiben, infolge­dessen war darauf verzichtet worden, Ausrüstun­gen miriunehmen, die ein Uebermintern ober gar einen jahrelangen Aufenthalt in dieser Abgeschieben- heit erlaubt hätten. Diese Unterlassungssünbe würbe ber Expebition zum Verhängnis. Schröber-Strantz oerschwanb mit vier Begleitern, mit benen er sich von der Sorge-Bai aus aufgemacht hatte, bas Schiff geriet in schwerste Seenot, so baß bie Mannschaft an ßanb überwintern mußte. Kapitän Ritscher wagte es schließlich, allein nach ber Long-Pear-Bai

SPITZBERGEN

TROMS

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